Es ist nicht leicht, eine altrituelle Gemeinschaft in die Diözese aufzunehmen
Kardinal Castrillon verbreite Unwahrheiten – erklärte der Generalvikar von Bordeaux höchstpersönlich und kritisierte das neu errichtete ‘Institut vom Gutem Hirten’.
(kreuz.net, Bordeaux) Am 15. September nahm der Generalvikar von Bordeaux, Hw. Jean Rouet, Stellung zur
Gründung des altrituellen ‘Instituts vom Guten Hirten’.
Der Text erschien auf der Webseite des südwestfranzösischen
Erzbistums Bordeaux, wo die Gemeinschaft ihren Sitz hat.
Der Generalvikar griff dabei den Superior des
neuen Instituts, Pater Philippe Laguérie, an.
In einer Predigt vom 10. September habe dieser die erzdiözesane
Pastoral der letzten dreißig Jahre verächtlich gemacht.
Hw. Rouet suggerierte mit angeblich von der
Priesterbruderschaft St. Pius X. illegitim besetzten Kirchen eine Gewaltbereitschaft Pater Laguéries.
Der Generalvikar nannte auch Bereiche, in denen es mit dem neuen Institut zu „Schwierigkeiten“ kommen
könnte: in der Liturgie, der Ökumene, im interreligiösen Dialog, im Verhältnis zur Welt und in der
Gewissensfreiheit.
Die französische Bezeichnung „Messe von jeher“ für den Ritus „bis zum Jahr 1962
[sic!]“ bezeichnete der Generalvikar als „Geschichtsklitterung“.
Wenn das Institut vom Guten Hirten am
Zweiten Vatikanum Kritik üben dürfe, dann sei es auch den Gläubigen erlaubt, die Dokumente des Lehramtes
in Frage zu stellen – so der Generalvikar:
„Wenn diese Kritik erlaubt ist, erleben wir eine wahrhafte
Revolution, die sich in keiner Weise in die Tradition der Kirche einfügt.“
Der Generalvikar behauptete
ferner, daß Kardinal Dario Castrillon Hoyos – der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ –
im kürzlich unterzeichneten Errichtungsdekret Falschmeldungen verbreite.
Der Kardinal erkläre darin
irrtümlicherweise, daß der Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard (61), mit der Gründung
einverstanden sei.
Doch der Kardinal – der selber Mitglied der Kommission ‘Ecclesia Dei’ ist – gestand
am 11. September vor der Pariser Tageszeitung ‘La Croix’, daß es nicht leicht sei, die ehemaligen Priester
der Piusbruderschaft aufzunehmen.
Gleichzeitig sagte der Kardinal, daß man die Entscheidung des Papstes
akzeptieren müsse: „Er hat es so gewollt.“
Im Interview betonte Kardinal Ricard wortreich eine angebliche
geistliche Erneuerung am und nach dem Zweiten Vatikanum: „Diese Kirche, die das Konzil verwirklicht hat,
ist meine Kirche.“
Er habe in dieser Kirche studiert und die Heiligen Weihen empfangen. Diese Kirche
gebe ihm eine große Freude.
Kardinal Ricard möchte nicht, daß die Aufnahme der Traditionalisten als
Leugnung des Konzils verstanden werde.
Eine Inkardination der von der Piusbruderschaft ausgeschlossenen
Priester in die Erzdiözese Bordeaux sei nicht in Frage gekommen. Das wäre, nach den Worten des Kardinals,
für die Erzdiözese „problematisch“ gewesen.
Er habe im Mai erfahren, daß die Errichtung einer neuen
Gemeinschaft drohte. Trotzdem habe ihn die endgültige Gründung des ‘Instituts vom Guten Hirten’ überrascht.
Rom habe mit diesem Schritt ein Risiko auf sich genommen. Dieses Risiko werde auch von den Bischöfen
getragen, die das Institut in ihre Diözesen aufnehmen.
Eine weitere Kritik an der Neugründung kam vom
Priesterrat der Erzdiözese Bordeaux. Der Rat kritisierte in einer Stellungnahme vom 15. September, daß
die Errichtung nicht mit dem Diözesanklerus abgesprochen worden sei.
Die Kleriker verpacken ihre Kritik
mit viel Lob für einen angeblichen Elan des Zweiten Vatikanums.
Mit weniger Illusionen analysierte ein
Gläubiger – der seit Jahren an den kirchlichen Zuständen in Bordeaux leidet – die Situation:
„Jetzt
klammern sich die linken Brüder ans Konzil wie die vom Schiff getürmten Ratten an ein morsches Treibholz.“
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38 Lesermeinungen
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Schade + Schande! Der Erzbischof hätte in Rom unvergleichlich stärker intervenieren müssen, um diese
Pius-Brüder auszuschalten. Da gewährt man denen eine Gnade („Indult“), und sofort beißen sie die Hand,
die sie füttert. Wo kommen wir dahin, dass irgendein hergelaufener Priester den Diözesanbischof kritisiert.
Nota bene: ÖFFENTLICH und sogar WÄHREND DER HL. MESSE, die auf diese Weise profaniert wird, wie es sonst
nie vorkommt. Hier ist Rom gefordert. Es ist nun längst klar, wer die wahren MODERNISTEN sind. Ein solcher
modernistischer Gehorsamsbegriff – „Gehorsam nach Ermessen“ – hat ABSOLUT KEINEN PLATZ in der Kirche PXi!
Hinaus mit diesen Satansbrüdern!
Lieber Aurelius! Sie schrieben:Nochmal –- es gibt keine neue und keine alte Kirche. Die Kirche von vor
dem Konzil ist die Kirche von nach dem Konzil ist die Kirche von heute und wird die Kirche von morgen
sein. Ganz recht, die Hl. Katholische Kirche besteht seit über 2000 Jahren. Sie kann nicht untergehen.
Sie hat den Arianismus überlebt, obwohl da die meisten Bischöfe arianisch waren und sie wird den Modernismus
überleben, obwohl da die meisten Bischöfe modernistisch sind. Es sind die Menschen, die die Hl. Katholische
Kirche verdunkeln und daher ein neues Bild von ihr geben(besonders seit dieser unseeligen Pastoralsynode
V2).
@Guldin: Immer so unkritisch? Die Definition des Faschismus stammt nicht von mir, sie kann hier www.nazis.de/…ismus_definition.htm
nachgelesen werden. Ist das ihr Ernst? Eine „Definition“ von dieser Quelle einfach übernehmen? Sind sie
immer so unkritisch? MfG Christoph Heger
@ Athanasius Er sagt also, er gehöre der Kirche von vor dem Konzil nicht zu, sondern der „jetztigen Nein,
er sagt, dass die Kirche vor dem Konzil das Konzil verwirklicht hat. Die „jetzige Kirche“ hätte, falls
zwischen ihr und der „alten Kirche“ ein Unterschied bestünde, das Konzil nicht verwirklichen können,
weil sie in diesem Beispiel ja erst aus dem Konzil entstanden wäre.
#27 Athanasius 21:29:19 | Freitag, 6. Oktober 2006
@Aurelius Ich habe ja auch nicht behauptet, der Kardinal sei ipso facto ein Abtrünniger, aber er spricht
selber davon, als ob er sich „einer Kirche“ geweiht hat die eine andere ist als jener Kirche, der sich
die Patres des Instituts Boni Pastoris (iuris pontificalis) zugeweiht haben. Er sagt also, er gehöre
der Kirche von vor dem Konzil nicht zu, sondern der „jetztigen“, was also auf eine Neukreatur schliessen
lässt. Und da wirft ein Kardinal Ratzinger S.Exz. Marcel-François Lefebvre CSSp eine „Bruchtheologie“
vor? Ist das nicht mit zwei Massen messen? Weshalb sagt er nicht zuerst seinen Untergeordneten, dass sie
nicht konziliant, sondern römisch-katholisch sein müssen um legitim als Bischof und Prälat auftreten
zu könne.
@ Aurelius Nochmal –- es gibt keine neue und keine alte Kirche. Die Kirche von vor dem Konzil ist die
Kirche von nach dem Konzil ist die Kirche von heute und wird die Kirche von morgen sein. Jaja, ganz klar.
Aber lassen wir mal die künstliche Unterscheidung von alter und neuer Kirche für kurze Zeit bestehen.
„Diese Kirche, die das Konzil verwirklicht hat, ist meine Kirche.“ bedeutet dann logischerweise: „Diese
alte Kirche, die das Konzil verwirklicht hat…“. Den das Konzil konnte nicht von einer neuen Kirche durchgeführt
werden, die erst Produkt des Konzils sein sollte. So oder so ist das Konzil von der „alten Kirche“ durchgeführt
worden, die auch die heutige Kirche ist. Und deshalb gibt es in Wirklichkeit auch keine zwei Kirchen.
@ Toby Viele Entscheidungsträger in der Kirche tun ja heute so, als habe die Kirche eigentlich erst 1965
begonnen sinngemäß Die Begründung dieser Meinung erfolgt meist mit Argumenten, die im Widerspruch zum
Konzil stehen.
Benedikt Wo erkennen Sie (und Athanasius) da, dass der Kardinal einer neuen Kirche beigetreten ist? Das
ist aus dem Zitat natürlich nicht zu erkennen. Und genau das war mein Punkt. Wer hat denn das Konzil
verwirklicht? Was das etwa auch schon die neue Kirche? Wann hat diese neue Kirche denn dann begonnen?
Nochmal –- es gibt keine neue und keine alte Kirche. Die Kirche von vor dem Konzil ist die Kirche von
nach dem Konzil ist die Kirche von heute und wird die Kirche von morgen sein.
@ Benedikt Viele Entscheidungsträger in der Kirche tun ja heute so, als habe die Kirche eigentlich erst
1965 begonnen sinngemäß „zu sich selbst gefunden“ nach jahrhundertelanger Finsternis. Lesen Sie mal
Eugen Biser und andere theologische Koryphäen seiner Art.
Logikseminar Und wieso sagt der Kirchenfürst dann so etwas:„Diese Kirche, die das Konzil verwirklicht
hat, ist meine Kirche.“???? Wo erkennen Sie (und Athanasius) da, dass der Kardinal einer neuen Kirche
beigetreten ist? Wer hat denn das Konzil verwirklicht? Was das etwa auch schon die neue Kirche? Wann hat
diese neue Kirche denn dann begonnen?
Athanasius Der Kardinal ist also Apostat, da er einer Neuen Kirche zugetreten ist, oder? Ich weiß nicht,
wie Sie zu dieser Aussage kommen. Ich persönlich bin ja vorsichtig, mit solchen Begriffen wie „Apostat“
herumzuwerfen. Ist er denn einer neuen Kirche zugetreten? Hat er denn gesagt, er sei einer neuen Kirche
zugetreten? Der Kardinal sprach, soweit es aus dem Artikel hervorgeht, von einer angeblich „geistlichen
Erneuerung“ nach dem Konzil. Ich denke, in dem Zusammenhang sollte seine Aussage betrachtet werden. Das
soll nicht sagen, daß sein Aussage nicht kritikwürdig ist. Sie ist sicherlich etwas ungeschickt. Menschen
reden viel wenn der Tag lang ist. Politiker. Kardinäle. Bundesligatrainer. User auf kreuz.net. Nicht
jeder ist gleich ein „Apostat“ wenn er mal daneben greift. Natürlich glaube ich, dass die Römisch-Katholische
Kirche vor und nach Vatikanum II. die gleiche geblieben ist. Sie ist ja ewig und ein Pastoralkonzil ändert
an Ihr Wesen gar nichts per impossibilitatem. Ich habe Ihnen das ja auch nicht unterstellt, ich habe Ihr
Posting als Aufhänger genommen. Es wäre sicherlich besser gewesen, das Zitat aus dem Text zu verwenden.
Außerdem stelle ich gerade mit Freude fest, daß wir einer Meinung sind.
Transfairdenken lernt man doch in der heruntergewirtschafteten Amtskirche, dachte ich zumindestens! Doch
für des Denkens nicht so mächtige Individueen wie Herrn Guldin sei der Begriff der Aggiornamentofaschisten
erläutert. Er beinhaltet die größten Schreihälse nach Aggiornamento, welche unter Zuhilfenahme eines
ominösen Geist des Konzils alles zerstörten was durch über 1.900 Jahre Kirchengeschichte organisch
gewachsen ist. Faschisten sind diejenigen Linken selbst, welche diesen Terminus gebrauchen, um von ihremeigenen
Totalitarismus abzulenken. Faschismus hat es nämlich außerhalb Italiens nicht gegeben. Die Inter-Nazis
gebrauchen diese Vokabel jedoch gerne um ja nicht als internationale Sozialisten mit den nationalen Sozialisten
verglichen zu werden. Aggiornamentofaschisten sind meist verknöcherte, alte, gebrochene Menschen, welche
zur Zeit des Konzils- gemeint ist das 2. Vatikanische- jung waren und damals versucht haben alle Strukturen
zu zerstören oder zu unterwandern und welche trotz der himmelschreienden Mißerfolge immer noch so verbohrt
weitermachen. Aggiornamentofaschisten sind auch deren Zöglinge, welche entweder in blindem Gehorsam oder
aus dummer Naivität ersteren hinterherrennen Die Saat ist nicht aufgegangen. Außer einigen wenigen ewig
Gestrigen, die jedoch die Schalthebel bedienen und als Multiplikatoren immer mehr Massen mit ihrem weltfremden,
esoterischem Gelabere aus den Kirchen vertreiben, läßt sich von diesem Kindergarten jedoch keiner mehr
beeindrucken.
#20 Athanasius 15:41:05 | Freitag, 6. Oktober 2006
@Aurelius Der Kardinal ist also Apostat, da er einer Neuen Kirche zugetreten ist, oder? Natürlich glaube
ich, dass die Römisch-Katholische Kirche vor und nach Vatikanum II. die gleiche geblieben ist. Sie ist
ja ewig und ein Pastoralkonzil ändert an Ihr Wesen gar nichts per impossibilitatem.
clemens Und wieso sagt der Kirchenfürst dann so etwas:„Diese Kirche, die das Konzil verwirklicht hat,
ist meine Kirche.“???? Das weiß ich nicht –- wahrscheinlich, weil er das auch so sieht.
Athanasius Na schön. Und die Kirche vorher ist also nicht Ihre Kirche. Schön das zu wissen, denn dann
sind Sie, Herr Ricard, kein Kardinal der hl. römisch-katholischen Kirche mehr, sondern der Konzilskirche.
Die Kirche von vor dem Konzil ist in der Tat auch die Kirche nach dem Konzil. Es war und ist in der Tat
die hl. römisch-katholische Kirche.
Guldins wiederholte Schwierigkeiten mit der Logik Zwar ist schon oft darauf hingewiesen worden, daß es
keine wissenschaftlich tragfähige Definition von „Faschismus“ gibt (deswegen eignet sich das Wort ja
auch so wunderbar im populistischen Meinungskampf), aber Guldin versucht’s dennoch: Faschismus ist die
Negation der Individualität, Negation der Demokratie, Negation der Pluralität und Freiheit, Das soll
eine Definition sein? Der Reihe nach: Faschismus ist die Negation der Individualität. Also sind Anhänger
des Kommunismus „Faschisten“? Gerade die sehen aber ständig in ihren Gegnern „Faschisten“. Faschismus
ist die Negation der Demokratie. Aha? Waren und sind Monarchisten – das waren, über die Jahrhunderte
gesehen, bei weitem die meisten Christen – „Faschisten“? Irgendwie gewinnt der „Faschismus“ etwas Sympathisches.
Faschismus ist die Negation der Pluralität und Freiheit. Wieso gehen „Pluralität“ und „Freiheit“ immer
parallel? Offenbar doch nicht, wie man an der mit dem Islam größer gewordenen religiösen Pluralität
sieht: Die Ermahnungen, seine Freiheit nur im Rahmen der islamischen Empfindlichkeit in Anspruch zu nehmen,
sind allgegenwärtig. Außerdem wollen die angeblich „Freien“ durchaus nicht immer mehr „Pluralität“ –
zum Beispiel dann, wenn mißliebige Parteien auch zur staatlichen Parteienfinanzierung drängen usw. Also,
bevor uns Guldin mit weiteren Definitionen beelendet, die Empfehlung: studium logicum! MfG Christoph Heger
Religionenraten Liebe Leser. Jetzt Raten sie mal was das für eine Religoin ist. Alle Menschen sind gleich,
Alle Menschen sind Frei, man darf tun und lassen was man will und kommt sowieso in den Himmel? Richtig
geraten und genau dieser Religion gehöhrt dieser Generalvikar an
treue Priester am Altar das Schicksal des hl. Papstes Stephan I. erleidet Soweit zurück hätte man in
der Geschichte nicht gehen müssen. Der Christustreue Erzbischof Oscar Romero wurde wegen seines Kampfes
gegen die Unterdrückung der Bevölkerung, für soziale und politische Reformen und gegen die Verbrechen
der faschistischen Militärdiktatur am 24. März 1980 während einer Eucharistiefeier in der Kapelle des
Krebshospitals der Karmelitinnen am Altar ermordet.
Dank an Athanasius für die Informationen! Da reibt sich der geneigte, halbwegs katholische Leser nur
die Augen, mit welch’ z.B. diabolischem Haß die Hl. Messe aller Zeiten verfolgt wird. Da dürfen einerseits
Muslime im Kölner Dom ihre Gebete verrichten, anderseits wird ein Priester der Hl. Mutter Kirche von
eben dieser während der Dabringung des hl. Opfers „manu militari“ vom Altar weggezerrt! Wie tief ist
der „Rauch Satans“, von dem Paul VI. sprach, schon in die Mauerritzen der Hierarchien vorgedrungen? Bin
‘mal gespannt, wann der erste der Tradition treue Priester am Altar das Schicksal des hl. Papstes Stephan
I. erleidet! Wir müssen mehr beten!
Die bedeutet den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Wollen wir doch mal versuchen, die Wortkreation
zu klären: Aggiornamento bedeutet Verheutigung und Vertäglichung Faschismusist die Negation der Individualität,
Negation der Demokratie, Negation der Pluralität und Freiheit, bedeutet also maximaler Konformismus Aggiornamentofaschisten
müsste man demnach in etwa so definieren: Menschen, die im heutigen Leben stehen und die Individualität,
die Demokratie, die Pluralität und Freiheit negieren, als maximalen Kobformismus fordern. Jetzt verstehe
ich: damit sind wohl die Traditionalisten und Sedisvakantisten gemeint. ?:)
Wer den denn gefragt? Was will den der überhaupt. Der hat abgewirtschaftet. Der Generalvikar griff dabei
den Superior des neuen Instituts, Pater Philippe Laguérie, an. In einer Predigt vom 10. September habe
dieser die erzdiözesane Pastoral der letzten dreißig Jahre verächtlich gemacht. Aha. Wer diesen Generalvikar
und seine Taten kritisiert ist der „Verächtlichmachung“ schuldig. Etwas zu wenig kritikfähig der Mann.
Sollte vielleicht mal wieder so richtig gruppendynamisch-psychotechnisch behandelt werden? Er will immer
kräftig austeilen, aber kann nicht einstecken. Die französische Bezeichnung „Messe von jeher“ für
den Ritus „bis zum Jahr 1962 [sic!]“ bezeichnete der Generalvikar als „Geschichtsklitterung“. Na da hat
er sich ja als richtig kompetent und gebildet entlarvt! Aggiornamentofaschisten ? Was bedeutet denn
diese seltsame Wortkreation? Die bedeutet den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. :)3
Ricard: Kardinal einer Neuen Kirche. „Diese Kirche, die das Konzil verwirklicht hat, ist meine Kirche.“
Na schön. Und die Kirche vorher ist also nicht Ihre Kirche. Schön das zu wissen, denn dann sind Sie,
Herr Ricard, kein Kardinal der hl. römisch-katholischen Kirche mehr, sondern der Konzilskirche. Nein,
es ist nicht Msgr. Lefebvre der einen Bruch sieht und anmerkt, nein es sind die Kardinäle Benedikts XVI.
Und mit so einem Prälaten an der Macht in Frankreich, muss ich die 22. Dezember-Rede des P.M. noch au
sérieux nehmen?
#6 AthanasiusII 13:11:12 | Freitag, 6. Oktober 2006
Revolution? „Wenn diese Kritik erlaubt ist, erleben wir eine wahrhafte Revolution, die sich in keiner
Weise in die Tradition der Kirche einfügt.“ Jaja, Herr Generalvikar. Aber war nicht schon Vatikanum II.
die Revolution in der Kirche. Nicht? Dem liberalen Kardinal Suenens nach doch: „Das Zweite Vatikanische
Konzil war 1789 in der Kirche.“ So Suenens. Auch verstehen Sie nicht, was verbindliche Lehre ist, und
was diskutabel ist. Denn Sie und Ihre „progressive“ Mit-Kleriker wollen Dogmen und verbindliche Lehren
der Moral in Frage stellen, während die FSSPX nur Neuerungen in Frage stellt für deren Promulgation
den Nachfolgern Petri der hl. Geist explizit nícht versprochen wurde (cfr. Pastor Aeternus, I. Vatikanische
Konzil, ex cathedra). Das II. Vatikanum war ein Pastoralkonzil, das nicht unfehlbar ist und keine verbindliche
Lehren promulgiert hat wie etwa Vatikanum I. Sicherlich dürfen Sie diskutieren darüber ob ‘Rerum novarum’
oder ‘Pacem in terris’ nun wohl so gute Lösungen waren, aber Sie dürfen nicht die Auferstehung leugnen
und Munificentissimus Deus ablehnen, was ja täglich in Ihren Seminaren geschieht. Auch die Morallehre
ist verbindlich und unänderlich. Nun, ‘Dignitatis Humanae’ und ‘Nostra Aetate’ stehen auf der Ebene der
Lehrautorität einer Enzyklika. Wie Msgr. Felici, Sekretär des II. Vatikanums, sagte: „für die Aussagen
die einen neuen Charakter haben, müssen wir eine Ausnahme machen [=nicht in der Unfehlbarkeit der ordentlichen
universalen Magisteriums einschliessen].“
Gewalt? Die einzigen die in der Vergangenheit Gewaltbereitschaft gezeigt haben, waren die Diözesanen
Hierarchen (oder soll man bereits sagen: Haeresiarchen?) Frankreichs: 1. 1986 wurde Hw. Bruno de Blignières
manu militari vom Altar gestossen und geschlagen von Polizeikräften die auf INstruktion vom Ortbischof
voN Versailles, Mgr. Simmoneaux, auftraten (und später vom Staat dafür bestraft wurden, da illegitim).
2. Die französischen Bischöfe und Generalvikare die 1982 Msgr. Lefebvre mit Steinen im Heiligtum U.-L.
Frau von Lourdes zu Lourdes „willkommen“ hiessen. Der Erzbischof Lefebvre wurde von den „Toleranten Progressiven“
mit Steinen beschossen als er in Messgewändern eine Pontifkale Heilige Messe in Freiluft in einem Park
zelebrieren sollte (die Kirchen blieben ihm ja verschlossen, bewacht von den „toleranten“ Geistlichen
selbst). 3. Man ständig drohte „Lefebvristische“ Hl. Messen und Zeremonien zu stören mit eigener „Milice“.
Das Beispiel Saint Nicholas de Chardonnet ist langweilig. Da gab es nur eine friedliche Übernahme einer
Kirche die Staatsbesitz ist und „abandonnée“ war. Aber nun ist auf einmal die FSSPX, die nur friedlich
auftritt, „gewaltsam“, so Kardinal Ricard. Und da verweist er auch noch auf einen Priester eines Institus
päpstlichen Rechtes in seinem eigenen Bistum. Es zeigt der Hass gegen die überlieferte Liturgie der
Römischen Kirche und gegen den katholischen Glauben.
Ein gutes Zeichen! Das das Institut vom guten Hirten schon jetzt von Diözesanklerikern, die nicht mehr
katholisch denken und fühlen, so heftig kritisiert wird, ist ein Zeichen, dass das Institut auf dem richtigen
Weg ist! Den überlieferten katholischen Glauben leben und verteidigen, nachkonzialiare Misstände offen
beim Namen nennen und dabei den Konflikt mit modernistische Klerikern nicht scheuen – das ist der richtige
Weg! Möge sich dieses Institut mit Unterstützung des Hl. Vaters in der Kirche ausbreiten!
Uneinsichtigkeit Die Aggiornamentofaschisten versagen seit 40 Jahren jämmerlich, doch der alte Trott
mit Ruinen schaffen, ohne Waffen wird weiter fortgeführt. Die Verantwortlichen der Diözesen bleiben
weiter verstockt uneinsichtig, währenddessen sich die Kirchen rapide leeren und die Menschen nicht frömmer
werden!