Am Sonntag erschütterte eine Flutkatastrophe im Indischen Ozean die Welt. Der Heilige Vater ruft zu Gebet und Aktion auf. Genau vor einem Jahr starben unzählige Menschen bei einem Erdbeben im Iran.
(kreuz.net, Südasien) Das schwerste Erdbeben seit 44 Jahren forderte am Sonntag mehr als 11.000 Menschenleben.
Besonders betroffen sind die Küstenregionen von Sri Lanka, Südindien, Indonesien und Thailand.
Die
heftigen Erdstöße lösten meterhohe Flutwellen, sogenannte „Tsunamis“ aus. Erschütterungen und Wassermassen
richteten schwere Verwüstungen an. Über eine Million Menschen wurden obdachlos, zehntausende verletzt.
Das Erdbeben wies auf der Richterskala eine gemessene Stärke von 8,9 auf. Die physischen Eigenschaften
der Erdkruste machen ein Auftreten von Erdbeben der Stärke 9,5 oder höher nahezu unmöglich.
Papst
Johannes Paul II. rief nach dem Angelus am Sonntag zum Gebet für die Opfer des Erdbebens und zu Hilfeleistungen
auf. „Das Weihnachtsfest ist sehr traurig geworden durch die Nachrichten, die uns aus Süd-Ost-Asien erreichen.
Wir beten für die Opfer dieser ungeheuren Tragödie und versichern allen Leidenden unsere Solidarität.“
Der Heilige Vater erwarte, daß die internationale Gemeinschaft sich nun einsetze, den betroffenen Völkern
Erleichterung zu verschaffen.
Genau vor einem Jahr, am 26. Dezember 2003, wurde ein Großteil der Stadt
Bam durch ein Erdbeben mit der Stärke 6,6 auf der Richterskala verwüstet. Bam ist eine Stadt im Südiran
in der Provinz Kerman mit etwa 100.000 Einwohnern.
Laut Medienberichten wurden im vergangenen Jahr 70
Prozent der modernen Stadt zerstört. Offiziell sind 30.000 Menschen bei dem Erdbeben umgekommen, nach
Angaben der Einwohner Bams waren es 60.000 Menschen.
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4 Lesermeinungen
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@Yersinia Und wir beten auch für Buddhisten. Ich glaube, in solchen Katastrophenzeiten stehen unterschiedslos
und bedingungslos alle Menschen im Mittelpunkt, unabhängig welcher Konfession, und ich glaube, man wird
mich da wohl richtig verstehen.
Parce nobis Was soll man zu solchen Katastrophen sagen? Uns scheint der Gedanke an solche schrecklichen
Vorgänge unvorstellbar. Die Gründe kennt Gott alleine! Uns verschont Gebliebenen bleibt nur das Gebet,
wir sind sogar verpflichtet für unsere Mitmenschen dort drüben zu beten, für die Umgekommen, als auch
für die Überlebenden. Den hl. Rosenkranz zu beten, zur Überwindung all dieser schrecklichen Ereignisse,
wurde in der Neuzeit von der Jungfrau Maria in zahlreichen Erscheinungen dringend angemahnt. Die Himmelsmutter
wird es besser wissen, wieso sie ihre Kinder so dringend zum Gebet auffordert! Ein Ave Maria ist mehr
wert als 1000 schöner Worte, wieviel Ave Marias enthält der hl. Rosenkranz. Parce nobis, Domine!
Flutkatastrophe Es ist schon tragisch, daß es immer wieder die ärmsten Länder der Welt trifft. Und
jetzt noch Länder, die auf den Tourismus angewiesen sind. Ob die Spenden ausreichen, um alles wieder
aufzubauen?