Kürzlich mußte sich das oberste Gericht in Österreich mit einem Fall beschäftigt, der sich anhört wie ein Rechtsstreit aus Absurdistan.
(kreuz.net) Was tun, wenn sich ein Mann sterilisieren läßt und danach trotzdem ein Kind zeugt?
Die
Antwort lautet: Vor Gericht keine Klage einbringen.
Denn wenn sich ein Mann in Österreich sterilisieren
läßt und er danach trotzdem ein – gesundes – Kind zeugt, gibt es keinen Anspruch auf Schadenersatz.
Das entschied der ‘Oberste Gerichtshof Österreichs’ am 14. September. Das Urteil wurde am 2. Oktober
auf der Webseite des Gerichtes publiziert.
Die Tragikkomödie begann im November 2002. Damals versuchte
ein Österreicher, sich mit Hilfe eines Urologen unfruchtbar zu machen.
Offenbar wurde er vom Arzt nicht
darüber aufgeklärt, daß es der Natur manchmal gelingt, die abgetrennten Samenleiter wieder zu verbinden.
Doch der Mann kam selber drauf: Im November 2003 kam seine Ehefrau in andere Umstände.
Eine Nachuntersuchung
im folgenden Februar zeigte, daß der angeblich sterilisierte Ehemann weiterhin im vollen Besitz seiner
Manneskraft war.
Im Juli 2004 wurde ein gesundes Kind per Kaiserschnitt geboren.
Jetzt besannen sich
die Eltern darauf, den Urologen zur Kasse zu bitten.
Sie forderten den „Ersatz des Unterhaltsschadens“
für sieben Monate – etwa 10.000 Euro.
Der Arzt sollte auch für alle künftig auftretenden oder bekannt
werdenden Schäden haften.
Außerdem verlangte die geplagte Kindsmutter 5.000 Euro an „Schmerzengeld
für die anläßlich der Entbindung erlittenen Schmerzen“.
Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab.
Die infolge durchkreuzter Familienplanung entstandene Unterhaltspflicht für ein Kind sei kein ersatzfähiger
Vermögensschaden.
Die „Geburtsschmerzen“ der Zweitklägerin stünden außerhalb des Rechtswidrigkeitszusammenhangs.
Das Berufungsgericht bestätigte diese Entscheidung.
Jetzt sind die Kindseltern auch beim ‘Obersten
Gerichtshof’ Österreichs abgeblitzt.
Angesichts der aktuellen Diskussion prüfte der ‘Oberste Gerichtshof’
erneut die Frage, ob die Geburt eines – gesunden – Kindes einen Schaden darstelle.
Der Gerichtshof sah
keinen Anlaß, von der geltenden Rechtsansicht abzugehen, wonach die Geburt eines gesunden, wenn auch
unerwünschten Kindes keinen Schaden im Rechtssinne ist.
Dagegen spreche auch nicht, daß eine generelle
Verneinung der ärztlichen Haftung für unerwünschte Nachkommenschaft dazu führen würde, daß weite
Bereiche der Fortpflanzungsmedizin und der pränatalen Diagnostik gegenüber Haftungsansprüchen isoliert
würden.
Denn die Überwälzung eines Aufwands durch Schadenersatz setze das Vorliegen eines – ersatzfähigen –
Schadens voraus:
„Ein solcher ist in der Geburt eines Kindes im Regelfall aber nach der Wertung der Rechtsordnung
gerade nicht zu erblicken“ – so das Gericht.
In der dargelegten Auffassung liege auch keine Diskriminierung
von Behinderten – glaubt das Gericht:
„Die ausnahmsweise Zuerkennung von Schadenersatz trotz des personalen
Eigenwerts jedes Kindes ist nicht Folge einer negativen Bewertung eines behinderten Kindes, sondern ausschließlich
der Versuch eines geldwerten Ausgleichs eines besonderen Unterhaltsbedarfs.“
Auch das Begehren auf Schmerzengeld
für den Geburtsschmerz sei nicht berechtigt:
Der Geburtsschmerz sei mit der Existenz des Kindes und
dem Eltern-Kind-Verhältnis untrennbar verbunden – erkannte das Gericht:
„Besondere Komplikationen, die
in Ausnahmefällen allenfalls eine andere Beurteilung erfordern könnten, sind im vorliegenden Fall zudem
nicht eingetreten.“
Ein medizinischer Routineeingriff wie der Kaiserschnitt rechtfertige keine Durchbrechung
der – einem schadenersatzrechtlichen Ausgleich entgegenstehenden – prinzipiell untrennbaren Verbindung
des Geburtsschmerzes mit der Existenz des Kindes und dem Eltern-Kind-Verhältnis.
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25 Lesermeinungen
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An Pünktchen Pünktchen (Vielleicht stecken Sie sogar selber dahinter, wahrscheinlicher jedoch sind es
die Wiener FeministInnen aschera/aphrodite/piroschka/Hodzm…/legesleg…) Können Sie mir sagen, um wen
es sich bei diesen Wiener Feministinnen und Feministen handelt?
obelix Natürlich behaupten Sie, daß „priest“ echt sei! Sie profitieren ja davon. (Vielleicht stecken
Sie sogar selber dahinter, wahrscheinlicher jedoch sind es die Wiener FeministInnen aschera/aphrodite/piroschka/Hodzm…/legesleg…)
#22 obelix † 23:25:39 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Unsinn Pünktchen! Pünktchen: Ja „Gebähren“ tut weh und auch die Tatsache,daß einige noch immer nicht
erkannt haben, daß es sich bei „priest“ und „ketzerjäger“ um reine Satire-Accounts handelt, Wenn es
reine Satire-Accounts wären, was hätte „priest“ (ich bete zu gott, dass er nicht wirklich Priester ist!)
für einen Grund mich mit persönlichen Emails heimzusuchen, so wie er es getan hat? Er ist hier im Forum
schon Heimsuchung genug.
@ Gunsenum: Nicht aufregen. Wenn man ihnen schon an die Rechtschreibung geht, neigt sich der Argumentvorrat
der Kreuznetter meist dem Ende zu. Fassen sie es also einfach als Kompliment auf.
#18 Gunsenum 12:11:17 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@derfux Lesen sie die Regeln doch mal genau. Alter Duden – ich meine jetzt nicht den Piusduden mit der
vorkonziliaren Orthographie,haha – u.A. Regel 66 gibt Auskunft. Mache er sich Gedanken zum Thema „nominal“,
„substantivisch“, „pronominal“. Lese er außerdem die Ausnahmeregeln und dabei nicht nur die Ausnahme
sondern auch die Ausnahme der Ausnahme.
@ Gunsenum Sowohl nach der alten, als auch nach der neuen Rechtschreibung wird es immer klein geschrieben,
egal welche Funktion es im Satz übernimmt. Da können Sie gerne mal im Duden nachschlagen (Stichwort:
andere).
@ Gunsenum Ich empfinde Ihr Urteil als zu harsch. Eine gepflegte Orthographie samt korrekter Interpunktion
ist Ausweis von Bildung, damit von Streben nach Wissen. Mit Leuten, die sich in den Regeln ihrer Muttersprache
auskennen und pfleglich mit ihr umgehen, lohnt sich meist eine Diskussion. Da gebe ich Dr. Heger recht.
Apropos Schmerzen: Aus meiner Sicht als Vater, der bei allen Geburten meiner Kinder dabei war, muß ich
zähneknirschend Frau Bussmann Recht geben, daß es schwer vorstellbar ist, als Mann solches durchzustehen.
Doch haben diese Schmerzen tatsächlich etwas Heiliges, weil an ihrem Ende ein Mensch auf die Welt kommt –
unvergleichlich mit dem Resiltat anderer Schmerzen. Ganz am Rande erinnere ich an das biblische Verdikt
aus der Genesis.
#13 Gunsenum 09:55:34 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@GenosseHEGER Es ist kleinlich, sich über Rechtschreibfehler Anderer aufzuregen und zu erheben. Wichtig
ist, daß die Meinung verständlich ist. Wer sich über die Rechtschreibfehler Dritter echauffieren muß,
ist erbärmlich ärmlich dran und beweist fehlendes Taktgefühl und bestehende Arroganz. Ein akademischer
grad, wie Sie ihn zu besitzen vorgeben, sollte sensibler machen, für die kleinen Fehler…
#12 Pünktchen 09:51:51 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Ja „Gebähren“ tut weh und auch die Tatsache, daß einige noch immer nicht erkannt haben, daß es sich
bei „priest“ und „ketzerjäger“ um reine Satire-Accounts handelt, die konservative Positionen durch Überzeichnung
und sprachlich-argumentative Hilflosigkeit lächerlich machen sollen. (M.E. steckt hinter diesen Accounts
aphrodite/aschera/hodzm…/legesleg…, die Wiener Feminist-Inn-en halt!)
Au weia, „Gebähren“ tut weh! Aber nicht nur dieser Rechtschreibfehler tut weh, vor allem das völlig
blödsinnige Unverständnis für „priest“s Anmerkungen. MfG Christoph Heger
Tut Gebähren weh?? ach, ja, wenn Männer zu einem solchen Thema Stellung nehmen und dann auch noch solche
die sich „priest“ nennen, dann ist jede Diskussion überflüssig. Männer, ohne jetzt feministisch sein
zu wollen, haben einfach von vielen Dingen keine Ahnung und schon gar nicht von einer Geburt. Schmerzen
sind nicht gottgewollt und Gott sei Dank gibt es heute Möglichkeiten, dass eine Frau ohne Schmerzen ihr
Kind auf die Welt bringen kann. Wenn es so wäre, wie bei manchen Tierarten, dass beide ihre Jungen zur
Welt bringen können, dann wäre die Menschheit ausgestorben. Der Mann bekäme z.B. das erste Kind und
dann keins mehr danach, die Frau bekäme das zweite Kind und dann wäre Schluß, oder meine Herren??
Schmerzen Den Artikel kann nur jemand verfasst haben, der selbst nie in den „Genuss“ einer Geburt gekommen
ist, der meint, dass Frauen Gebärmaschinen seien, die einfach bei der Geburt Schmerzen haben müssten.
#7 methusalix † 23:35:24 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
sagen Sie mal, Sie wahnsinniger priest, Der Schmerz ist heilig, weil Gott uns den Schmerz wegen der Erbsünde
schenkt. Schmerzen ist Buße. Dies sage nicht nur ich sondern viele Heilige. Ohne leiden, aufopferung
und Schmerzen ist es unmöglich die seiligkeit zu erlangen. Leiden, Schmerzen, Aufopferung ist Heilig
haben Sie einen Hobby-Folterkeller, in dem Sie Ihre sadistischen Triebe ausleben können? Oder sind Sie
eher Masochist, den es zur Domina treibt, um sich die tägliche Tracht Prügel abzuholen? Ganz schön
exaltiert für einen „guten“ Katholiken; aber was kann man von Mitgliedern einer Religion erwarten, die
eine Hinrichtungsmaschine zum Symbol erkoren hat? In dem ganzen Elend steckt doch nur der alte Kern: Not
lehrt beten. Deswegen ist es für die Pfaffen ganz wichtig, dass es noch genügend persönliche, körperliche
und seelische Not gibt. Wer sollte sonst noch beten, oder gar auf die Pfaffen hören? Vielleicht ist dies
auch der Hintergrund für die verbissene Ablehnung eines schmerzfreien Sterbens. Weh muss es tun, so wie
unser Wahnsinnsknabe hier schreibt.
Wahnsinnige Eltern Gott schenkt diesem Mann die Fruchtbarkeit zurück, dann schenkt er seiner Frau noch
ein Kind und die zwei haben nichts besseres zu tun als den Arzt zu verklagen, wo ja der Mann absichtlich
die Sterilisation vornehmen hat lassen Sie nennen das auch noch „Schaden“ . Der Schmerz ist heilig,
weil Gott uns den Schmerz wegen der Erbsünde schenkt. Schmerzen ist Buße. Dies sage nicht nur ich sondern
viele Heilige. Ohne leiden, aufopferung und Schmerzen ist es unmöglich die seiligkeit zu erlangen. Leiden,
Schmerzen, Aufopferung ist Heilig
ziemlicher dummer versuch an geld zu kommen in jeder begleitbroschüre für die sterilisation des mannes
steht dass der eingriff nicht 100% ist, sowie auch ein jeder eingriff nicht 100% sein kann. die erfolgsquote
ist zwar gut, aber nicht perfekt. stellt sich noch die frage der nachuntersuchungen. ob er wohl bei allen
war… in amerika wäre er durch den prozess reich geworden.
Hoffnung Es bleibt die Hoffnung, daß der kleine Kräher die Wertmaßstäbe seiner Eltern kräftig durcheinanderrüttelt!
Hoffentlich jede Nacht! Vielleicht wächst die Liebe in den Herzen der Eltern, so daß sie sich ihres
Verhaltens in einiger Zeit voller Scham erinnern und um Vergebung bitten.
das frage ich mich auch… …unglaublich, was manche Menschen für Moral haben! Jetzt wird nicht mehr
nur bei behinderten Menschen, die nicht rechtzeitig abgetrieben werden konnten, sondern auch bei gesunden
Kindern kräftig verklagt, weil sie die Frechheit hatten, auf die Welt zu kommen… Was sagt man später
seinem Kind? „Keine Sorge, es war dann doch nicht so schlimm, dass wir dich gekriegt haben, weil Mami
und Papi dafür viiieeeel Geld kassiert haben!“ HILFE!
Dann wird es sich sicher sein können, daß es (wie jedes andere Kind auch) von Gott geschenkt und gewollt
wurde. Die Eltern sollten sich darüber Gedanken machen. Trotz durchtrennetr Samenstränge ein putzmunteres,
gesundes Kind!!