Deutsche Katholiken befürchten, daß die deutschen Bischöfe bei ihrem Ad-Limina-Besuch im November Stimmung gegen die klassische Liturgie machen wollen.
(kreuz.net) Stefan Löbel von der katholischen Vereinigung ‘Pro Sancta Ecclesia’ kommentierte gestern
die letzte Woche zu Ende gegangene Herbstvollversammlung der deutschen Bischofskonferenz.
Die Bischöfe
haben als Ergebnis ihrer Beratungen behauptet, daß von einem wachsenden Interesse der Katholiken an der
Alten Liturgie keine Rede sein könne.
In diesem Zusammenhang weist Löbel darauf hin, daß sich die
meisten Deutschen Bischöfe weigern, den Gläubigen des Alten Ritus mit pastoraler Offenheit entgegenzutreten.
Die Bischöfe würden sich auf diese Weise dem Wunsch des verstorbenen Papstes, Johannes Paul II., widersetzen.
Dieser hatte eine „weite und großzügige“ Erlaubnis der Alten Messe gefordert.
Dagegen würden die
meisten Bischöfe seit zehn Jahren versuchen, die Alte Liturgie totzuschweigen und Genehmigungen dafür
nur äußerst begrenzt und mit demütigenden Auflagen zu erteilen.
Dennoch wachse das Interesse an der
Alten Messe – besonders bei Priesteramtskandidaten und in der jüngeren Priestergeneration.
Offensichtlich
gebe es die Absicht – so Löbel –, beim bevorstehenden Ad-Limina-Besuch der Deutschen Bischöfe im November
in Rom „eine offizielle, allgemeine und ausdrückliche Wiederzulassung der klassischen Liturgie zu verhindern“.
Löbel weist darauf hin, daß der traditionelle römische Ritus nicht aus dem Leben der Kirche verbannt
werden könne.
Alle katholischen Kirchenbauten bis Mitte des 20. Jahrhunderts seien „steingewordene Zeugnisse“
dieser Liturgie.
Große Komponisten wie Wolfgang A. Mozart († 1791), Ludwig van Beethoven († 1827) und
Franz Schubert († 1828) hätten die überlieferte Heilige Messe in den Mittelpunkt ihres kirchenmusikalischen
Schaffens gestellt.
„Ich bin überzeugt, daß die Kirchenkrise, die wir heute erleben, weitgehend auf dem Zerfall der Liturgie
beruht, die mitunter sogar so konzipiert wird, ‘etsi Deus non daretur’“ – „als gebe es Gott nicht“ – schreibt
der frühere Kardinal Ratzinger in seiner Autobiographie.
In seinem Buch „Salz der Erde“ spricht er davon,
daß sich niemand vor der überlieferten Liturgie fürchten müsse.
Es sei nicht einzusehen, was an der
tridentinischen Messe gefährlich oder unannehmbar sein sollte.
„Eine Gemeinschaft, die das, was ihr
bisher das Heiligste und Höchste war, plötzlich als strikt verboten erklärt und das Verlangen danach
geradezu als unanständig erscheinen läßt, stellt sich selbst in Frage. Denn was soll man ihr eigentlich
noch glauben?
Wird sie nicht morgen wieder verbieten, was sie heute vorschreibt?“ – so der jetzige Papst.
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65 Lesermeinungen
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#65 Pünktchen 13:15:16 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Bischof von Mainz VERHINDERT in seiner Diözese die Meßfeier im alten Ritus! Diese Meldung www.kath.net/detail.php?id=14955
sagt alles zum Integritäts- und Wahrheitsgehalt bischöflicher Verlautbarungen über die Nachfrage nach
dem alten Ritus!
Alte Messe gefährlich? Die alte Messe ist von ihrer Grundkonzeption her Privat-Feier des Priesters. (Wer’s
nicht glaubt, lese den Ritus servandus.) Sie hat also letztlich einen theologischen Mangel.
#63 QUIS UT DEUS 15:57:08 | Freitag, 6. Oktober 2006
An alle !! Es sei nicht einzusehen, was an der tridentinischen Messe gefährlich oder unannehmbar sein
sollte. „Eine Gemeinschaft, die das, was ihr bisher das Heiligste und Höchste war, plötzlich als strikt
verboten erklärt und das Verlangen danach geradezu als unanständig erscheinen läßt, stellt sich selbst
in Frage. Denn was soll man ihr eigentlich noch glauben? Wird sie nicht morgen wieder verbieten, was sie
heute vorschreibt?“ – so der jetzige Papst. Das sagt alles!! Orate, fratres:ut meum ac vestrum sacrificium
acceptabile fiat apud Deum Patrem omnipoténtem. Salve Regina ,mater misericordiae;vita, dulcedo et spes
nostra,salve.Ad te clamamus éxsules filii Hevae.Ad te suspiramus geméntes et flentes in hac lacrimarum
valle.Eja ergo ,advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos convérte.Et Jesum benedictum fructum
ventris tui,nobis post hoc exsilium ostende.O clemens o pia o dulcis Virgo Maria. :(3 :(3 :(3 Ora pro
nobis,sancta Dei Genetrix. Ut digni efficiamur promissionibus Christi. o^/
#61 Maledica 15:34:01 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Katholisch Na die Heiligen Bonifatius, Lullus, Hrabanus Maurus, Willigis, Bardo werden wohl katholisch
gewesen sein! Da ist der jetzige Nachfolger eine Schande für den Heiligen Stuhl von Mainz! Doch seit
dem Untergang des heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation besteht der Titel Sancta sedes Moguntina,
Roma specialis vera filia nur noch Ehrenhalber. Der Weg bis Rom beträgt zwar nur 1.240km, die geistige
Distanz zwischen Lehmann und Benedikt XVI. ist aber um so größer!
@ Benedikt Kardinal Meisner hat wiederholt bewiesen, daß er in wichtigen Glaubensfragen sein Gewissen
über die Kollegialität der Bischofskonferenz stellt – denken Sie an seine Initiative behufs des Schwangerschafts-Beratungsscheins.
#59 Benedikt 15:05:36 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@ Maledica Ja er war katholisch! Die Betonung liegt auf war! Das sind aber sehr romantische Vorstellungen.
Der Mainzer Erzbischof lag oft im Widerstreit mit Rom, einer der bedeutendsten, Johann Philipp v. Schönborn
war für eine Nationalkirche. Die letzten Mainzer Erzbischöfe waren Vertreter der Aufklärung, der allerletzte
war sogar ein Illuminat, der den Domschatz hat einschmelzen lassen. @ Britta Sie haben etwas überlesen:
Der Artikel spricht nur vom Mittelpunkt des kirchenmusikalischen Schaffens. @ Ansgar Zurzeit ist Kardinal
Meisner der höchste Vertreter des deutschen Katholizismus’ und wird – hoffentlich – als solcher in Rom
für die umfassende Zulassung der alten Messe sprechen. Als Kardinal steht Meisner das frei. Im Namen
der Bischöfe darf er aber nicht reden, denn deren Vertreter ist Lehmann. Auch der Ehrenvorrang Meisners
ändert hieran nichts.
@ Benedikt Gut, Ihre Ausführungen sind stichhaltig. Immerhin können wir uns ja einigen, auch um Tridentinus
zufriedenzustellen: Zurzeit ist Kardinal Meisner der höchste Vertreter des deutschen Katholizismus’ und
wird – hoffentlich – als solcher in Rom für die umfassende Zulassung der altn Messe sprechen.
#57 Tridentinus 14:52:39 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@Ansgar Dann werfe ich noch ein, dass die Erzbischöfe bzw. ehemaligen Erzbischöfe von Salzburg und Trier
den Titel Primas Germaniae beanspruchten. In diesem Fall votiere ich für Trier. Übrigens interessant,
dass sich die Liturgischen Institute Österreichs und Deutschlands in Trier und Salzburg befinden.
Grosse Komponisten und die Messe Mozart, Beethoven u. Schubert „hätten die überlieferte Heilige Messe
in den Mittelpunkt ihres kirchenmusikalischen Schaffens gestellt“. Das stimmt nicht und bedarf einer Richtigstellung.
Schubert schrieb nur wenige Messen und vertonte in diesen – offenbar aus menschlicher Enttäuschung über
die Kirche – nie den Passus „et unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiam“ des Credos. Und seine
Messen waren nicht so geniale Werke wie etwa seine Liedkompositionen. Letzteren Hinweis verdanke ich übrigens
einem Priester, der gleichzeitig studierter Kirchenmusiker war. Beethoven schrieb nur 2 Messen (Missa
solemnis und die C-Dur-Messe). Erstere wird nur konzertant und nicht Rahmen der Liturgie aufgeführt.
Mozart schrieb zwar 18 Messen, allein die Zahl der von ihm komponierten Sinfonien ist mehr als doppelt
so gross, von anderen Kompositionen ganz zu schweigen.
#55 Benedikt 14:45:58 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@ Ansgar Entschuldigung, daß ich nochmals auf das Thema des Ehrenvorrangs des Kölner Erzbischofs zurückkomme,
aber der Diskurs ist doch historisch interessant. Selbst die Deutsche Bischofskonferenz erkennt ihm diesen
Rang zu: Das ist es, worauf ich schon Bezug nahm: Meisner steht oben, aber nicht, weil er Erzbischof von
Köln ist, sondern weil er der dienstälteste Kardinalpriester ist. Anschließend folgen die anderen Kardinäle,
dann die Erzbischöfe (Patriarchen und Großerzbischöfe haben wir in D ja nicht), dann die Bischöfe,
Diözesanadministratoren, Weihbischöfe. Immer in der Rangfolger ihres Dienstalters. Aber, @ Timotheus,
der „zweitmächtigste Mann“ war er nie, das war der Erzherzog von Österreich als Thronfolger, also meist
der Sohn des Kaisers. Mit Verlaub, werter Ansgar, aber den Erzbischof von Mainz gibt es schon länger
als den Erzherzog v. Österreich. Schon Erzbischof Willigis (+ 1011) war Reichserzkanzler und nach dem
Tod der Kaiserin Theophanu Reichsverweser. Österreich wurde erst 1156 Herzogtum. Mit dem Ende des Hochmittelalters
und seiner Kaiseridee brachen natürlich ganz andere – stark dynastisch geprägte Zeiten an. Ab da gilt
vermutlich ihre Aussage. Aus kirchlich-protokollarischer Sicht war der Erzbischof von Köln immer der
ranghöchste Katholik auf deutschem Boden. Als Kardinal sicherlich (wenn auch zwei Mainzer Erzbischöfe
das Kardinalat innehatten) – also nicht aufgrund seines Sitzes. Als erster Kurfürst hatte der Mainzer
Erzbischof immer einen politischen Vorrang
@ Tridentinus Gemach! Ich hatte geschrieben, daß ich darauf setze, der Kölner Kardinal würde sich in
Rom für die alte Messe einsetzen. Sein Wort hat natürlich mehr Gewicht, wenn er aus der historisch gewachsenen
Position des höchsten katholischen Repräsentanten Deutschlands spricht. Und ob er das ist, darum kreiste
die meist sachliche Diskussion. Das ist doch nicht furchtbar, lieber Tridentinus!
#52 Maledica 12:13:32 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Der Mainzer (Erz)bischof Ja er war katholisch! Die Betonung liegt auf war! Dies ist die Vergangenheit!
Karl der Ketzer hatte nicht gefragt, er hat die Katholiken einfach fortgejagt…
Kardinal Meisner ist der Erste Entschuldigung, daß ich nochmals auf das Thema des Ehrenvorrangs des Kölner
Erzbischofs zurückkomme, aber der Diskurs ist doch historisch interessant. Selbst die Deutsche Bischofskonferenz
erkennt ihm diesen Rang zu: www.dbk.de/…/personen/index.html Es trifft zu, daß der Mainzer Bischof
des Reiches Erzkanzler war und als solcher dem Kurkollegium vorsaß. Er leitete die Wahlsitzungen zur
Kaiserwahl. Aber, @ Timotheus, der „zweitmächtigste Mann“ war er nie, das war der Erzherzog von Österreich
als Thronfolger, also meist der Sohn des Kaisers. Später einer der weltlichen Kurfürsten. Aus kirchlich-protokollarischer
Sicht war der Erzbischof von Köln immer der ranghöchste Katholik auf deutschem Boden.
#50 Tridentinus 10:03:06 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@Guldin Der Vergleich ist in der Tat nicht zulässig, da die Lutheraner den Canon Romanus im Sinne ihrer
Häresie „bereinigt“ haben und beispielsweise das Wort „sacrificium“ konsequent mit „Gebet“ wiedergaben.
So scharf ist das beim NOM nicht passiert, aber mindestens durch die landessprachlichen Übersetzungen
kommen Aufweichungstendenzen zur Geltung, deren Zielrichtung Anklänge an Luther erkennen lassen.
@ Tridentinus: Das ist der beste Beweis Die Tatsache, daß die Lutheraner die Meßform äußerlich die
Meßform beibehielten – bestes Beispiel: Wormser Dt. Messe (1524) – schließt nicht aus, sie als Häretiker
zu qualifizieren. Wenn das stimmt, könnte man auch sagen: Die Tatsache, daß die FSSPX äußerlich die
Meßform beibehielt, schließt nicht aus, sie als Häretiker zu qualifizieren. Ich zweifle aberr, ob ich
da ungeteilte Zustimmung erhalten werde.
#48 Tridentinus 09:09:44 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@Guldin Die Tatsache, daß die Lutheraner die Meßform äußerlich die Meßform beibehielten – bestes
Beispiel: Wormser Dt. Messe (1524) – schließt nicht aus, sie als Häretiker zu qualifizieren. Das ist
der beste Beweis, daß eine Reform der ‘Reform’ Papst Pauls VI. sich nicht rein zeremoniell bewerkstelligen
läßt, sondern den Ritus erfassen muß bzw. müßte.
Papst Benedikt muß Flagge zeigen! Gerechtigkeit für die überlieferte Liturgie ist eine wichtige Voraussetzung
für die Erneuerung unseres Landes. Hoffentlich geht Papst Benedikt hier keine falschen Kompromisse ein.
#46 Benedikt 00:56:25 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Genn… der Essener Bischof Genn hat in diesem Jahr erst 2 Werktagsmessen und 1 Sonntagsmesse in einer
Pfarrkirche genehmigt. Der hat auch nichts mehr zu verlieren. Beste Grüße aus dem Palazzo des Sanctum
Offizium! Na wer sagts denn, der alte Carabiniere tut immer noch treu seinen Dienst *g*.
Lanze brechen für Bischöfe Ich will jetzt hier mal eine Lanze für einige deutsche Ortsordinarien brechen.
Kardinal Meissner ist der klassischen Liturgie gegenüber aufgeschlossen, der Essener Bischof Genn hat
in diesem Jahr erst 2 Werktagsmessen und 1 Sonntagsmesse in einer Pfarrkirche genehmigt. In Augsburg hat
es auch gute Fortschritte gegeben. Ich denke man kann und darf nicht alle deutschen Ortsbischöfe über
einen Kamm scheren. Daß Lehmann dagegen ist, Müller von Regensburg usw. ist bekannt. Beten wir, daß
die Bischöfe Ihre Meinung differenziert darstellen. Lehmann ist (Gott sei Dank) nicht d i e Bischofskonferenz.
Außerdem ist der Papst Deutscher und er kennt seine Leute und die eigentümlichen Zusammenhänge in unserem
Land. Vertrauen wir auf ihn… Beste Grüße aus dem Palazzo des Sanctum Offizium! + Alfredo Card. Ottaviani
#43 Timotheus 22:29:16 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
vergangene Wüden @Bonavenura Hallo Bonaventura, es ist ja nett, dass sie sich so leideschaftlich für
den Erzbischof von Köln und seiner ehemaligen Würden einsetzen. Aber der Erzbischof von Köln war niemals
erster unter den deutschen Bischöfen (Sie beziehen sich besonders auf seine Würden im Hl. Römischen
Reich deutscher Nationen). Richtig ist hingegen, dass der Kurfürst und Erzbischof von Mainz, erster Bischof
war. Als Erzbischof der grössten Kirchenprovinz (in Blütezeiten über 15 Suffraganbistümer + Reichsabteien),
Primas Germaniae (bis zur Aufhebung des Erzbistums im Reichsdeputationshautpeschluss 1802) und der mit
seinem Sitz verbundenen Reichserzkanzler würde, war er nach dem Kaiser der mächstigste Mann im Reich.
Dazu kommt, dass er als Bischof des „Heiligen Stuhles zu Mainz“ (Die Domkirche, der Bischof und das Bistum
tragen noch heute diesen Titel) automatisch die Würde des Legatus natus, als direkte apostolische Vertretung
nördlich der Alpen hatte. Was das heutige System der Bischofskonfereznen angeht, ist S.E. Kardinal Lehmann
der erste. Aber die Fragen einer Rangfolge, samt der Primaten und Erzbischofswürde ist eh unnötig, da
es in der lateinischen Kirche kein eigenständiges Landeskirchenwesen mehr gibt. Mfg Timotheus
Wahnsinnige Bischöfe? Jetzt halten sich die 2VK Fanatiker ja nicht einmal mehr an JP2. Sie verfolgen
schon ihre eigenen Protestantischen Ziele Wenn der Papst wüßte wie zum Beispiel bei uns in Österreich
manche „katholische“ moderne Messen abgehalten werden dann würde es ihm wahrlich schmerzen ?:) Zuerst
habe ich immer dem Papst die schuld für das alles zugeschoben. Leider sind es aber meistens die fanatischen
Bischöfe welche sich gegen den Papst und den Katechismus wenden Der Papst hat das Lateinische Beten
sogar von den Gläubigen gewünscht, was die Gebetstexte im Katechismus der Katholischen Kirche in Deutsch
und Latein beweisen
#41 Bonaventura 21:31:16 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Gotthard überlassen Sie das Denken den Pferden die haben die größeren Köpfe. Ich bin ja versucht
mich beim Staatssekretariat kundig zu machen, aber wofür. Es ändert eh nichts an Ihrer elenden Halsstarrigkeit.
#39 Bonaventura 21:18:20 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Gotthard die hat der Erzbischof von Köln immer. Er ist geborener Legat. Der Erzbischof von Köln ist
nicht nur der Bischof der ältesten Diözese Deutschlands (Trier wurde aufgehoben und neubegründet während
in Köln stets ein Kapitularvikar im Amte war, also keine Auflösung zustande kam) sondern auch ständiger
Apostolischer Legat. Selbst wenn der Erzbischof kein Kardinal ist, so trägt er das Rot der Kardinäle.
Als geborener apostolischer Legat steht er gleich einem Nuntius und es gilt der Grundsatz: Wer ihn sieht,
sieht den Heiligen Vater.
Magengeschwüre Ecclesia Coloniensis semper sedis Apostolicae fidelis filia est Warum soll der Bischof
einer „gläubigen Tochter des Apostolischen Stuhles“ automatisch HEUTE Kardinal und Legat sein? Wann zuletzt
hat ein Kölner Bischof diese Legaten-Funktion gehabt?
#37 Bonaventura 20:46:19 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Gotthard Tja das sie von überkommenden Traditionen nichts halten ist mir ja schon lange klar. Gott sei
es gedankt ist die Mutter Kirche da anders. Und so ist es durchaus gut und sicher das die Kölner Erzbischöfe
weiterhin Mitglieder des Kardinalkollegiums sein werden. Mit besonderen Vorrechten wie es seit eh und
je ist. Denn:Ecclesia Coloniensis semper sedis Apostolicae fidelis filia est Aber warum gebe ich mir bei
IHNEN eigentlich noch Mühe ? Sie sind der beste Weg Magengeschwüre zu bekommen
@Bonaventura mir ist das kurkölnische Sauerland bekannt … und auch die Ausdehnung des Kölner Kurstaates.
Es gab Zeiten, da der in seiner Hauptstadt Bonn residierende Kölner Erzbischof zugleich auch Fürstbischof
von Münster, Paderborn, Osnabrück und Hildesheim war sowie Hochmeister des Deutschen Ordens. Viele dieser –
meist bayrischen Erzbischöfe – hatten keine Bischofsweihe, sondern oft nur die Tonsur als Aufnahme in
den Klerikerstand. Heute ist jeder Papst frei, zum Kardinal zu ernennen, wen er will … Köln MUSS nicht
dabei sein. Legaten werden heute ad hoc bestellt … Also gibt es keinerlei Vorrang von Meisner vor den
anderen Bischöfen. Danke für den historischen Exkurs!
#35 Bonaventura 20:27:10 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Gotthard Der Erzbischof von Köln war in der Frühen Neuzeit in Personalunion Kurfürst von Köln und
(seit 1180) Herzog von Westfalen. „Westfalen“ bezeichnete allerdings nicht den Landschaftsbegriff Westfalen,
sondern ein relativ weit außerhalb des Kölner Erzstift entfernt liegendes, bestenfalls mittelgroßes
Territorium (mit der Hauptstadt Arnsberg), das in mancherlei Hinsicht ein ziemlich eigenständiges politisches
Dasein führte. Hinzu kam noch das Vest Recklinghausen, das allerdings bis zu seiner Auslösung durch
Salentin von Isenburg 1576 verpfändet war. Sämtliche anderen fürstbischöflichen Herrschaftsgebiete,
die der Erzbischof in seine Hand brachte, erlangte er nur in eigener Person und nicht durch seinen Titel
als Oberhaupt der kölnischen Kirche, sondern indem er als Mitglied der jeweiligen Domkapitel zu seinem
Amt gewählt (daher bis zur päpstlichen Konfirmation als „electus“ bezeichnet) wurde. In seiner kirchlichen
Funktion ist der Erzbischof von Köln noch heute Metropolit der Rheinischen Kirchenprovinz. Seit dem 13.
Jahrhundert trägt er den Titel eines geborenen apostolischen Legaten. Stets dem Kardinalskollegium angehörend,
ist er der erste der deutschen Bischöfe, wenngleich der Erzbischof von Salzburg (Österreich) Primas
Germaniae ist. Der Erzbischof von Köln ist immer und unbedingt zugleich Kardinal und damit angehöriger
des Kardinalskollegiums. Ein Sachverhalt der weder für Mainz noch München Freising notwendig ist noch
sich geschichtlich als Notwendigkeit ableiten ließe.
@Bonaventura Da werden Sie sehen warum dem Erzbischof von Köln als geborenem Legaten des Apostolischen
Stuhles auch der Rang des ersten Bischofs von Deutschland zu steht. da bitte ich um historische Unterweisung …
ich habe davon noch nie gehört!
#33 Bonaventura 20:07:00 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@toby @Gotthard @Toby: Leider Leider hat Seine Eminenz hierzu noch nicht die klaren Worte gefunden mit
denen er sonst Gott lob nicht spart. @Gotthard: Ich empfehle Ihnen mal Geschichtsunterricht! Da werden
Sie sehen warum dem Erzbischof von Köln als geborenem Legaten des Apostolischen Stuhles auch der Rang
des ersten Bischofs von Deutschland zu steht. Unabhängig davon das der Titel des Primas Germaniae an
den Erzbischof von Salzburg gefallen ist.
Rangstreit Aber warum sollte der Kölner Erzbischof nicht der erste Katholik auf deutschem Boden sein?
eine interessante Diskussion … im Gefolge Jesu gab es auch schon ähnliche Diskussionen … Der erste
in der deutschen katholischen Kirche ist zur Zeit der gewählte Vorsitzende der Bischofskonferenz, der
Mainzer Bischof!
@ Bonaventura Hat Kardinal Meisner, der ja auch Vorsitzender der Liturgiekommission der DBK ist, sich
eigentlich jemals öffentlich zum überlieferten römischen Ritus geäußert? Mir ist derlei nicht bekannt,
auch nicht, dass er selbst als Bischof und Kardinal jemals diesen Ritus zelebriert hätte. Soweit ich
weiß, hat überhaupt keiner der derzeitigen Mitglieder der DBK jemals in diesem Ritus zelebriert, was
ja auch symptomatisch ist. Ich hoffe sehr, dass Kardinal Meisner und andere deutsche Bischöfe beim bevorstehenden
Ad-linina-Besuch zumindest ein gutes Wort für die alte Messe – entgegen der Lehmannschen Diktion – einlegen
wird.
@ Ansgar Zugegeben, wer der höchste Katholik deutscher Abstammung ist, wissen wir beide. Aber warum sollte
der Kölner Erzbischof nicht der erste Katholik auf deutschem Boden sein? Laut Protokoll ist er das, auch
wenn der Salzburger den Titel „Primas Germaniae“ trägt. OK, für Meisner spricht, dass er der dienstälteste
deutsche Kardinal ist (sogar dienstälter als Paul Augustin Mayer OSB). In sofern kommt ihm auf jeden
Fall ein Ehrenvorrang zu. Als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist Kardinal Lehmann jedoch
innerhalb der Organisationsstruktur regelmäßig erster Ansprechpartner der kurialen Stellen. Er befindet
sich damit ja historisch in guter Tradition. Schließlich war der Mainzer Erzbischof früher Stellvertreter
des Papstes jenseits der Alpen, mit Ehrenvorsitz auf allen Synoden. Damals aber dürfte den „Titel“ ranghöchster
Katholik vom Kaiser des Hl. Römischen Reiches beansprucht worden sein.
#28 Bonaventura 18:55:13 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@toby also nachdem was ich heute noch aus dem direkten „Dunstkreis“ seiner Eminenz gehört habe, ist er
alles andere als unkritisch was diese (nicht nur diese aber eben auch diese) Sache angeht. Und das die
DBK sich nicht einig ist ist doch ein offenes Geheimnis genauso wie die Tatsache das Lehmann jede Kritik
an der schon vorher feststehenden Erklärung gnadenlos abwürgt. Aber was glauben Sie was los wäre wenn
mal ein paar Bischöfe sagen würden was wirklich los ist. (Was ja zu wünschen wäre)
@ Bonaventura und simon Bonaventura schrieb: Kardinal Meisner erlaubt auch großzügig Diözesanpriestern
die Zelebration wenn diese es wünschen und sich keine Probleme mit der Pfarrseelsorge ergeben. Warum
hat dann Kardinal Meisner der Erklärung der Bischofskonferenz unkritisch zugestimmt? Ich frage mich ohnehin,
wieso dort scheinbar immer alles so einstimmig abläuft. Man müsste sich doch bei 71 Oberhirten eine
etwas differenziertere Meinungsbildung wünschen. Aber auch hier stellen sich alle Bischöfe hinter ihren
großen Vorsitzenden. simon schrieb: Ich habe ja die Ahnung, daß die Tradis nichts mehr fürchten, als
daß es wirklich passiert. Denn dann köbnnte sich zeigen, daß die deutschen Bischöfe doch recht haben.
Ach was, wenn die Bischöfe recht hätten, dürften sie ja kein Problem damit haben, die alte Messe „weit
und großzügig“ zuzulassen. Warum muss etwas unterdrückt werden, für das angeblich sowieso kein Interesse
besteht? Das ist sehr seltsam. Die Oberhirten sollten sich im übrigen mal um den rasanten Schwund an
Gottesdienstbesuchern im neuen Ritus kümmern statt um Klimaschutz.
@ Benedikt Zugegeben, wer der höchste Katholik deutscher Abstammung ist, wissen wir beide. Aber warum
sollte der Kölner Erzbischof nicht der erste Katholik auf deutschem Boden sein? Laut Protokoll ist er
das, auch wenn der Salzburger den Titel „Primas Germaniae“ trägt.
Wenn sie … … vorher freigelassen, äh … freigegeben wird, ist doch eh’ nichts mehr zu verhindern.
Der Heilige Vater würde doch nicht etwa die Kollegialität der Bischöfe, wie sie das Vat. II fordert,
ernstnehmen und auch die deutschen Bischöfe hören? Oder vielleicht doch. Also Wann jetzt? November oder
nicht November? Ich habe ja die Ahnung, daß die Tradis nichts mehr fürchten, als daß es wirklich passiert.
Denn dann köbnnte sich zeigen, daß die deutschen Bischöfe doch recht haben. Wie auch immer. Bei einer
solchen Frage ist es normal, daß die, die etwas wissen, nix sagen und die, die etwas sagen nix wissen.
@ Guldin Zwar wurde die h-Moll-Messe in der Bach-Familie als „catholische Messe“ bezeichnet, dennoch unterscheidet
sich der Text an zwei Stellen vom katholischen Messentext: Entsprechend der Fassung von Martin Luther
ist im Gloria nach Domine, fili unigeniti, Jesu Christe das Wort altissime eingefügt. Im Sanctus steht
statt Gloria tua entsprechend Jesaja 6,3 gloria ejus.
#23 Bonaventura 18:31:58 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@spes Oh doch, die Situation in der Erzdiözese Köln ist eine der besten was die Erlaubnis der alten
Messe angeht. Kardinal Meisner erlaubt auch großzügig Diözesanpriestern die Zelebration wenn diese
es wünschen und sich keine Probleme mit der Pfarrseelsorge ergeben. Allerdings sind es eher weniger Diözesanpriester
die den Wunsch offen aussprechen. Dafür gibt es keine Probleme für bspw. die Petrusbruderschaft und
ihr Apostolat. Oder es ist auch kein Problem wenn FSSP Priester Vertretungsdienste in einer der angesehensten
Pfarreien Kölns (Kupfergasse) übernehmen.
@ Tridentinus Der Gottesdienst der Lutheraner hat(te) durchaus die Meßform. Mich wundert ihre Stellnungnahme,
da die Lutheraner sonst auf kreuz.net eher im Verdacht stehen Häretiker zu sein. Aber natürlich haben
sie vollkommen Recht.
#21 Tridentinus 18:25:20 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Guldin Der Gottesdienst der Lutheraner hat(te) durchaus die Meßform. Im Unterschied zu den reformierten
Prädikantengottesdiensten, siehe Pahl, Irmgard (Hrsg.’), Coena Domini I, Freibourg 1983. Also konnte
ein Bach hier durchaus noch an katholische Traditionslinien anknüpfen.
@ Toby Hätten sich Bach, Mozart oder Beethoven für ihre genialen Messkompositionen wirklich inspirieren
lassen können, wenn sie im NOM-Zeitalter gelebt hätten? Ich habe da meine Zweifel, aber, Benedikt, Sie
haben natürlich recht, das ist in der Tat sehr spekulativ … Das ist in der Tat spekulativ. Mozart war
nicht besonders religiös und seine Mess-Kompositionen waren Auftragsarbeiten. Heute gibt es keine Höfe
mehr, die dergleichen bestellen. Möglicherweise aber hätten die genannten Komponisten noch mehr Inspiration
für ihre Arbeiten gehabt, wenn ihre Musik auch tatsächlich Liturgie gewesen wäre. Damit konnte die
alte Messordnung nicht dienen.
@ Toby Hätten sich Bach, Mozart oder Beethoven für ihre genialen Messkompositionen wirklich inspirieren
lassen können, wenn sie im NOM-Zeitalter gelebt hätten? Soviel mir bekannt ist, hat sich Bach vom Gottesdienst
der Lutheraner inspirieren lassen und nicht von der kath. Messe. !:)
@ Benedikt und Tridentinus War es nicht der Hl. Pius X., der die Kirchenmusik reformieren und die Messfeiern
von opernartigen Aufführungen bereinigen wollte? Fakt ist allerdings, dass die klassische Form der hl.
Messe zahlreiche Künstler und Musiker inspiriert hat, was man von der „Neuen“ Messe wohl kaum behaupten
kann. Hätten sich Bach, Mozart oder Beethoven für ihre genialen Messkompositionen wirklich inspirieren
lassen können, wenn sie im NOM-Zeitalter gelebt hätten? Ich habe da meine Zweifel, aber, Benedikt, Sie
haben natürlich recht, das ist in der Tat sehr spekulativ …
#17 Tridentinus 17:59:33 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Benedikt Einigen Musikverstand und -geschmack haben Sie hiermit bewiesen, was mich schonmal freut. Allerdings
würden mir zu NGLs auch die besten Würstchen oder Steaks am urigsten Lagerfeuer „der besten aller möglichen
Welten“ (Leibniz) nicht mehr schmecken!
@ Tridentinus Ih möchte hier nicht wirklich darüber spekulieren, wie welche Musik inspiriert ist. Auf
diesem Feld kann man nur mit Behauptungen argumentieren. Ludwig von Beethovens Missa Solemnis etwa ist
wohl kaum für eine Messe geschrieben worden, dafür ist das Werk einfach zu lang. Das gilt auch für
Bachs H-Moll Messe und andere Werke. Mozart hat für den Salzburger Erzbischof ein paar kurze Messen geschrieben,
die man ohne Probleme auch in einer Messe nach neuem Messordo aufführen kann, ohne das einem das jetzt
unbedingt fremdartig erscheinen würde. Die NGLs dagegen passen weder zur alten noch zur neuen Messordnung,
sondern bestenfalls als Lagerfeuermusik. @ Gotthard „So sieht es übrigens auch der ranghöchste deutsche
Katholik.“ der Kölner Erzbischof ist nicht mehr Kanzler des Hl. Römischen Reiches … Slbst wenn…
der Kölner Erzbischof ist niemals ranghöchster deutscher Katholik gewesen.
„Gläubige des alten Ritus“ @ Aurelius In der lateinischen Kirche hat es immer eine Vielzahl von verschiedenen,
rechtlich anerkannten Riten gegeben, die sich nicht gegenseitig ausgeschlossen, sondern vielmehr gegenseitig
befruchtet haben. »In den Dingen, die den Glauben oder das Allgemeinwohl nicht betreffen, wünscht die
Kirche, nicht eine starre Einheitlichkeit der Form zur Pflicht zu machen, nicht einmal in ihren Gottesdiensten;
im Gegenteil pflegt und fördert sie das glanzvolle geistige Erbe…« Dies ist der Artikel 37 der Liturgiekonstitution,
zitiert von Papst Johannes Paul II. in einer Ansprache vor den Mönchen von Le Barroux zur Frage der Anerkennung
des Missale von 1962, Brief an die Freunde der Abtei Sainte Madeleine Nr. 41, 8. Dezember 1990
#14 Tridentinus 17:32:41 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Benedikt Das von Ihnen kritisierte Argument ist sicher nicht zentral. Aber doch offenbar so zu verstehen,
daß die überlieferte Liturgie als Kulturgut geeignet und in der Lage war, die Künste – u.a. die Musik –
zu inspirieren. Das Neue Geistliche Lied steht dazu schon musikalisch-qualitativ in unverkennbarem Kontrast.
Wenn es überhaupt „katholischer“ Herkunft ist, ist es eben doch durch die praktische Gestalt der Liturgiereform
„inspiriert“.
war doch klar allein auf der startseite am 4.10.2006, 17.28h, sind 4 beiträge zum ritus romanus sive
tridentinus(diktion klaus gamber): 3 zu deutschland, 1 zu frankreich. der episkopat der beiden o.a. länder
hat schon 1988 den hl. stuhl aufgrund … – was war wohl der grund – in die knie gezwungen. oder irre
ich mich.
Argumente Große Komponisten wie Wolfgang A. Mozart († 1791), Ludwig van Beethoven († 1827) und Franz
Schubert († 1828) hätten die überlieferte Heilige Messe in den Mittelpunkt ihres kirchenmusikalischen
Schaffens gestellt. Mit solchen „Argumenten“ machen es die Verfechter der alten Messordnung ihren Gegner
wirklich leicht.
und wie sieht es im Erzbistum Köln aus? … ob der Optimismus in Sachen Kardinal Meisner berechtigt ist,
weiß ich nicht. Offensichtlich ist jedenfalls, dass in dessen Bistum wohl auch keine großzügigere Handhabung
der Alten Messe zu beobachten ist. spes
#9 Tridentinus 17:05:15 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@Ansgar Das wäre gut, wenn Meisner das tut. Irgendwie auch sein Aufgabenfeld, er ist doch Vorsitzender
für den Bereich Liturgie in der DBK – oder irre ich da bzw bin nicht auf aktuellem Stand?
@ Tridentinus Obwohl ich nicht zu den Apologeten der alten Messe gehöre, ist mir die anzutreffende Schikane
und Diffamierung auch unverständlich und unheimlich. Die alte Messe gehört zu unserer Kirche und soll
ihren würdigen Platz haben! So sieht es übrigens auch der ranghöchste deutsche Katholik. Kardinal Meisner
hat selbstkritisch bemerkt, daß bei der Einführung des neuen Ordo zu grobianisch vorgegangen wurde.
Er wird in Rom für die alte Messe eine Lanze brechen.
#6 Freinsberg 16:33:23 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Mozart etc. >>Große Komponisten wie Wolfgang A. Mozart († 1791) […] hätten die überlieferte Heilige
Messe in den Mittelpunkt ihres kirchenmusikalischen Schaffens gestellt.<< Ja, was hätten denn die Komponisten
der Klassik anderes tun sollen? Musik für den Messritus des Jahres 2000 kimonieren?
„Gläubige des alten Ritus“ Diese ewige Spalterei zwischen „Traditionalisten“ einerseits und „Modernisten“
andererseits mit Ausdrücken wir „Gläubige des alten Ritus“ schadet der Kirche unheimlich da hier kpnstlich
Gräben offengehalten werden, welche eigentlich gar nicht zu existzieren brauchen. Der alte Ritus drückt
keinen anderen Glauben aus als der neue, er setzt die Akzente anders. Aber es ist durchaus derselbe Glaube
und die Mehrzahl der Gläubigen beten, glauben und leben mit dem Missale Romanum von 2002 doch sehr gut.
Es ist durchaus möglich, sich im Novus Ordo wie auch in der Tridentinischen Messe zuhause zu fühlen
und ich kenne einige Gläubige, welche dies auch tun-- inklusive dem Autor dieser Zeilen.
#4 Tridentinus 16:18:40 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Kirchenrechtlich lieber Sirilio, eventuell durch die Codices von 1917 und 1983. Aber auch sonst ganz evident.
Wobei ich zugebe, der Ausdruck ist schlecht gewählt, wo man doch schlicht von Modernisten und Katholiken
oder wenigstens den Ungläubigen des Neuen Ritus sprechen könnte! Aber auch bei den Tradis gilt natürlich
das Augustinuswort: „Viele, die drinnen sind, sind draußen und viele, die draußen sind, sind drinnen
(letzteres wären dann noch am ehesten Gläubige des „Neuen Ritus“).“
Große Komponisten Große Komponisten wie Wolfgang A. Mozart († 1791) […] hätten die überlieferte
Heilige Messe in den Mittelpunkt ihres kirchenmusikalischen Schaffens gestellt. Dieser alte Freimaurer…
„Gläubige des Alten Ritus“ Wie wird man ein Gläubiger des Alten Ritus? Wie unterscheidet sich kirchenrechtlich
ein Gläubiger des Alten Ritus von einem Gläubigen des Neuen Ritus?
#1 Tridentinus 15:51:31 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Wieso bringen deutsche Katholiken deutsche Bischöfe und Kardinäle unnötig auf so dumme Gedanken mit
ihren „Befürchtungen“? Da hoffe ich, was ich sonst schonmal befürchte, daß deutsche Bischöfe und Kardinäle
dieses Forum nicht nutzen, kreuz.net nicht lesen und auch noch keine nicknames registriert haben, um mitzudiskutieren.