Aufwachen aus der sexuellen Umnachtung?
Seit den 90er Jahren gibt es ein europäisches Land, das in Sachen Sexualerziehung langsam zu Verstand zu kommen scheint. Von Lisa Abelin.

Die schwedischen Lehrer sollen ihre Schüler zur sexuellen Enthaltsamkeit führen. Das ist das einzige, was in der Schule guten Gewissens empfohlen werden kann.
Es sei für die Jugendlichen notwendig, den sexuellen Trieb durch Willensstärke und Selbstdisziplin zu kontrollieren statt dem Wunsch des Augenblicks nachzugeben.
Im Hintergrund dieses Konzeptes steht offenbar eine Theorie des Wiener Psychiaters Sigmund Freud († 1939). Sie besagt, daß Kultur und Kulturleistungen immer nur aus der Beherrschung des Lust-Triebes hervorgehen.
Durch den Trieb-Aufschub soll das Realitätsprinzip über das Lustprinzip herrschen, das heißt, das Trieb-Es der Ich-Kontrolle untergeordnet werden.
Darum wird in Schweden bei der Erziehung von heranwachsenden Jugendlichen Verzicht auf die Realisierung sexueller Triebwünsche erwartet.
Weiterhin sollten die Erziehungspersonen die Energie der Heranwachsenden auf kulturelle Fähigkeiten und Leistungen lenken.
Die in Schweden zur Anwendung gebrachte Theorie zeigt zwar den allgemeinen Zusammenhang zwischen Triebbeherrschung und Kulturentwicklung. Es mangelt ihr allerdings an einem integrierenden Konzept.
Denn die bloße Aussicht auf mögliche Kulturleistungen durch Triebverzicht ist dem Jugendlichen nicht ohne weiteres vermittelbar.
Dagegen spricht auch die christliche Anthropologie von der Liebe, die in der reifen Persönlichkeit zur Vollendung kommt.
Die Vollform der erwachsenen Liebe ist Ergebnis einer Entwicklung. Sie muß als Fähigkeit einer Persönlichkeit reifen.
Es ist darum Aufgabe der Erziehung, diesen Wachstums- und Reifeprozeß von Jugendlichen auf die ausgereifte Liebesfähigkeit zu orientieren.
Die Sexualpädagogik ist ein integrierender Teil dieser Persönlichkeitserziehung. Daß sie sich bei Jungen und Mädchen in wichtigen Punkten unterscheidet, ist klar.
Bei dieser christlichen Geschlechtserziehung wird die notwendige Enthaltsamkeit in der Entwicklungsphase der Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht negativ als ‘Triebverzicht’ gefordert, sondern als Ergebnis der positiven Tugenden von Scham und Keuschheit herausgestellt.
Erziehung zu Scham-Verhalten bemüht sich um eine Haltung, mit der das körperlich Intime den Augen und damit dem Begehren der Öffentlichkeit entzogen wird.
Keuschheit bedeutet die aktive Kraft, mit der das Sexuelle der Liebe untergeordnet wird.
Keuschheit ist die geistige Hygiene, welche die sexuelle Triebkraft filtert, beherrscht und somit humanisiert.
Die Tugend der Keuschheit reinigt die Liebe von Egoismus und Aggressivität und führt den Menschen zur wahren Freiheit.
Angesichts der tragischen Übersexualisierung der Öffentlichkeit ist es eine wichtige Aufgabe von Eltern und Erziehern, Jugendliche zu Schamhaftigkeit und Keuschheit hinzuführen.
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Montag, 3. September 2007 18:11
Mr. Poppins: DomenicoT
Danke für deine Mail!
Endlich haben wir die Metabotschaft erfasst. Leider kann man dir nicht mailen.
Die nächsten Tage bin ich nicht da, die Family braucht ein paar Tage Erholung, vielleicht in den Ammergauer Alpen. Ein bisschen frische Bergluft schnuppern, bevor wir ersticken! *kicher*
Aber wir sind nicht aus der Welt.
CU
Der Gatte der Mary
Die nächsten Tage bin ich nicht da, die Family braucht ein paar Tage Erholung, vielleicht in den Ammergauer Alpen. Ein bisschen frische Bergluft schnuppern, bevor wir ersticken! *kicher*
Aber wir sind nicht aus der Welt.
CU
Der Gatte der Mary
Sonntag, 8. Oktober 2006 17:05
methusalix †: Da sieht man wieder wie blind diese Sexualtheoreitker waren.
Die Mitte liegt in diesem Fall nun wirklich ganz wo anders! Dreimal dürfen Sie raten, aber lassen sie sich nicht von Ihrem katholischen Glauben in die Irre führen. Auf dem Gebiet der Sexualität führt der allemal in eine Sackgasse. Nur hardcore-Katholiken können dort wirklich glücklich werden.
Samstag, 7. Oktober 2006 22:03
Dr. Christoph Heger: @Ferrante: Die „Mitte“
Übertriebener Sexualtrieb ist genauso negativ wie übertriebene Enthaltsamkeit.
Das erinnert mich an einen Witz, den der hl. Bonaventura einmal gerissen hat (in seinem Hexaemeron). Er bezog sich auf den Arzt Friedrichs II. von Hohenstaufen, der als Aristoteliker die „Tugend“ in der „Mitte“ (medietas, mesótes) zwischen zwei Extremen sah und daher meinte, das christliche Ideal des jungfräulichen Lebens für nicht tugendhaft, weil nicht in der gesunden Mitte liegend, ansehen zu müssen.
Darauf der hl. Bonaventura: Wenn das eine Extrem sei, keiner Frau beizuwohnen, und das andere, allen Frauen beizuwohnen, müsse die Tugend der Aristoteliker wohl darin liegen, jeder zweiten Frau beizuwohnen.
MfG
Christoph Heger
Das erinnert mich an einen Witz, den der hl. Bonaventura einmal gerissen hat (in seinem Hexaemeron). Er bezog sich auf den Arzt Friedrichs II. von Hohenstaufen, der als Aristoteliker die „Tugend“ in der „Mitte“ (medietas, mesótes) zwischen zwei Extremen sah und daher meinte, das christliche Ideal des jungfräulichen Lebens für nicht tugendhaft, weil nicht in der gesunden Mitte liegend, ansehen zu müssen.
Darauf der hl. Bonaventura: Wenn das eine Extrem sei, keiner Frau beizuwohnen, und das andere, allen Frauen beizuwohnen, müsse die Tugend der Aristoteliker wohl darin liegen, jeder zweiten Frau beizuwohnen.
MfG
Christoph Heger
Samstag, 7. Oktober 2006 21:46
Ferrante: Nur die halbe Wahrheit
Eine etwas merkwürdige Interpretation der schwedischen Bemühungen. Übertriebener Sexualitrieb ist genauso negativ wie übertriebene Enthaltsamkeit.
Freitag, 6. Oktober 2006 23:25
Mildret M: Wirksam!?
Sex und viel Sport halten JUNG und das wollen wir doch schließlich alle bleiben, im Kopf und körperlich. Für völlig falsch und auch gefährlich halte ich es Enthaltsamkeit zu predigen- dadurch entstehen nur unüberlegte Trotzreaktionen.
Freitag, 6. Oktober 2006 23:09
Evelin: Schweden kehrt um
Es freut mich, wenn jemand erkennt, dass etwas nicht so gut gelaufen ist und dann die richtigen Konsequenzen
zieht.
Es ist zu hoffen, dass auch andere Länder diese Umkehr nachvollziehen (seinerzeit hat man den sexuellen Hedonismus, der in Schweden auch früher als in anderen europ. Ländern vorhanden war, auch kopiert).
Es ist zu hoffen, dass auch andere Länder diese Umkehr nachvollziehen (seinerzeit hat man den sexuellen Hedonismus, der in Schweden auch früher als in anderen europ. Ländern vorhanden war, auch kopiert).
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