Wieder in Rom + Limbus ade? + Kein Grund zur Unruhe + Besteht das 1000jährige Reich weiter? + Die Rechnung präsentiert
Wieder in Rom
Vatikan. Nach zweieinhalb Monaten in seiner Sommerresidenz ist Papst Benedikt XVI. am Mittwoch
morgen in den Vatikan zurückgekehrt. Bei der Generalaudienz sprach der Heilige Vater über den Apostel
Bartholomäus, den die Tradition mit Natanaël identifiziert. Der Papst erinnerte an die Überlieferungen,
wonach der Apostel bei lebendigem Leib gehäutet wurde. Als eine der bekanntesten Darstellungen dieses
Martyriums erwähnte Benedikt XVI. das „Jüngste Gericht“ von Michelangelo Buonarroti († 1564) in der
Sixtinischen Kapelle.
Limbus ade?
Italien. Diese Woche tagt die ‘Internationale Theologenkommission’
in Rom. Es handelt sich um ein beratendes Gremium des Papstes ohne lehramtliche Autorität. Ein Punkt
der Diskussion des fünfjährigen Themenzyklus zwischen 2004 und 2008 ist das ewige Schicksal ungetauft
verstorbener Kinder. Die Theologen wollen deshalb zur Lehre vom Limbus der Kinder ein Dokument erarbeiten.
Laut einem theologisch schlecht recherchierten Artikel in der Londoner Tageszeitung ‘Times’ soll das Schreiben
fertiggestellt sein und dem Papst am Freitag zur Approbation vorgelegt werden.
Kein Grund zur Unruhe
China. Die in den Untergrund gedrängten Katholiken in China und die ‘Patriotische Gemeinschaft’ seien
zutiefst eine Kirche. Eine Spaltung bestehe nur vor und wegen des chinesischen Regimes. Das erklärte
der Bischof von Hong Kong, Joseph Kardinal Zen, am 29. September bei einer Pressekonferenz in London.
Das chinesische Regime verfolge beide – die Untergrundkirche und die ‘Patriotische Gemeinschaft’. Wenn
das Regime die Katholische Kirche wirklich verstanden hätte, würde es keine Angst vor ihr haben.
Besteht
das 1000jährige Reich weiter?
„Die Konzentrationslager der Nationalsozialisten vernichten Juden. Vor
der Tür demonstriert jemand mit einem Bild des Verbrechens. Da beschweren sich die Lagermitarbeiter bei
der Polizei. Der Demonstrant wird als Krimineller abgeführt. Die Schlächterei geht weiter. Soweit hat
es Kanada gebracht.“
Der Gatte der kürzlich bei einer Demonstration gegen die Kinderabtreibung verhafteten
siebenfachen Mutter. Die kanadische Lebensschützerin wurde angezeigt, das Bild eines abgetriebenen Kindes –
„obszönes Material“ – öffentlich gezeigt zu haben.
Die Rechnung präsentiert
USA. Die US-Tageszeitung
‘Washington Post’ reagierte auf den Sexskandal des republikanischen Kongreßabgeordneten Mark Foley (52)
mit einer kirchenfeindlichen Karikatur. Foley hat in der Vergangenheit minderjährigen Kongreßboten (16)
schlüpfrige Emails geschickt und sich als Homosexueller bezeichnet. Bisher profilierte sich Foley als
Kämpfer gegen die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger und gegen die Internet-Pornographie.
Email-Adressen der Empfänger
28 Lesermeinungen
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@ P. Lingen Haben die Schwätzer dieser Überwachungsseite mittlerweile mal mit dem Studium älterer Visitationsakten
begonnen? Vermutlich nicht. Das würde ja deren Horizont erweitern.
#26 Benedikt 14:57:49 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@ Ansgar Da vernünftigerweise nicht angenommen werden kann, daß Gott unschuldig gestorbene Kinder trotz
fehlender Taufe von der Ansicht seiner Herrlichkeit ausschließt, erwägen Theologen eine Analogie zur
Blut- oder Begierdetaufe. Der Limbus wäre dann allerdings im Orkus. Ja, das wäre er wohl. In Wirklichkeit
befindet er sich aber schon seit der Zeit im Orkus, in der die Kirche anerkannt hat, dass uU auch denen
das Heil zukommt, die in unüberwindbarer Unkenntnis der wahren Lehre gestorben sind. Da aber jeder Geborene
zumindest theoretisch getauft werden kann, während dies bei Ungeborenen ausgeschlossen ist, besteht seitdem
eine gravierende Schieflage der Gerechtigkeit.
@ Benedikt Lieber Benedikt, wäre es nicht fruchtbarer, sich über die Inhalte auszutauschen, anstelle
immer wieder Ahnungslose belehren zu müssen; Ahnungslose, die ungeachtet ihrer offenliegenden Desinformiertheit
ein verspanntes und degoutantes Vokabular pflegen? Also zur Sache: Eine neue Dissertation (Johannes M.
Schwarz) referiert die verschiedenen Sichtweisen. Da vernünftigerweise nicht angenommen werden kann,
daß Gott unschuldig gestorbene Kinder trotz fehlender Taufe von der Ansicht seiner Herrlichkeit ausschließt,
erwägen Theologen eine Analogie zur Blut- oder Begierdetaufe. Der Limbus wäre dann allerdings im Orkus.
#24 Benedikt 14:17:47 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@ Mitsou Haben Sie Komplexe, oder leben Sie noch im Mittelalter? Mit der Sorge, was mit Ungetauft verstorbenen
Kindern passiert, kann wieder den Eltern und Angehörigen ein schlechtes Gewissen gemacht werden, indem
ihnen viele teure Messen zum Kauf angeboten werden. Die Lehre vom Limbus spielt in der Glaubenswirklichkeit
der Katholiken kaum ein Rolle. Ich wüsste auch nicht, was der „Verkauf“ von Messen hier nutzen sollte.
Denn noch der Limbuslehre können ungetaufte Kinder den Limbus nicht verlassen, leiden aber auch nicht.
Welchen Sinn sollte eine Messe haben? Aber dass die Taufe nach der Weisung des Herrn Jesus Christus höchstpersönlich
an den Glauben gebunden ist, davon wollen die Kathos nicht wissen. Aha, also gar keine Taufe für Kinder?
Welchem Bekenntnis gehören Sie an? Wieso sollen ungetaufte verstorbene Kinder nicht das ewige Heil erlangen,
nur weil sie nicht in der Lage waren, zu glauben? Hätten Sie sich auch nur eine Sekunde mit dem Thema
befasst, so wäre Ihnen längst aufgefallen, dass genau das die thematisierte Frage ist? Was habt Ihr
Kathos eigentlich für ein miserables, Schrecken- und Grauen erregendes Gottesbild? Ob Ihrer offensichtlichen
Unkenntnis sei Ihnen diese Frage verziehen.
@ Benedikt: Ganz herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Wirklich erfrischend! Gott segne Sie tau PS: Da ich
aus ganz praktischen Gründen wirklich keine Zeit für unnötige „Nebenkriegsschauplätze“ habe, nehme
ich mir selbst den Hymnus zu Herzen, den ich gerade unter „Gebete“ geschrieben habe. (Dies entspricht
auch der Meinung meines Beichtvaters.)
@tau et alii Mit der Sorge, was mit Ungetauft verstorbenen Kindern passiert, kann wieder den Eltern und
Angehörigen ein schlechtes Gewissen gemacht werden, indem ihnen viele teure Messen zum Kauf angeboten
werden. Aber dass die Taufe nach der Weisung des Herrn Jesus Christus höchstpersönlich an den Glauben
gebunden ist, davon wollen die Kathos nicht wissen. Wieso sollen ungetaufte verstorbene Kinder nicht das
ewige Heil erlangen, nur weil sie nicht in der Lage waren, zu glauben? Was habt Ihr Kathos eigentlich
für ein miserables, Schrecken- und Grauen erregendes Gottesbild?
#21 Benedikt 13:51:02 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Limbus Keine Ahnung, was die Aufregung soll. Die Lehre ist nicht dogmatisiert, was soviel heißt, dass
die theologische Diskussion noch nicht abgeschlossen ist. Ein neues Papier zu dem Thema ist somit nichts
ungewöhnliches. Da die Kirche auch denen uU das Heil zugesteht, die in Unkenntnis der wahren Lehre gestorben
sind, so bleibt auch Raum für die Behandlung jener, deren Taufe schon theoretisch unmöglich gewesen
ist.
@ tau Sie irren, wie gewöhnlich. Wie drückt es der kultivierte, intelligente, wenn auch moralisch bedenkliche
Lord Wotton als Kenner der Langeweile aus? „Das einzig Schreckliche auf der Welt ist die Langeweile. Das
ist die einzige Sünde, für die es keine Vergebung gibt .“
@ tau Naja, ich dachte bisher, ein Internet-Forum wäre dazu da, um sich miteinander zu unterhalten. Und
daß Leute wie Sie, tau, damit rechnen, auf ihre Einlassungen eine Erwiderung zu bekommen. Vielleicht
sollten Sie einen Grundkurs in Kommunikations belegen. Ihre Postings habe ich z.T. gelesen, bis es mir
zu langweilig wurde. Schöne Gedichte zum Teil, würdige Zitate. Ihre eigenen Einlassungen sind nicht
der Rede wert. Warum sollte ich Sie besuchen? Ich würde mich langweilen.
@ Ansgar: Sprach’ich mit Ihnen? Kennen wir uns? Haben wir uns unterhalten? Offensichtlich haben Sie überhaupt
nichts begriffen! Bevor Sie so etwas loslassen, sollten Sie erst mal meine Beiträge lesen. Wenn Sie Interesse
haben, können Sie mich ja mal besuchen. Ich lade Sie hiermit herzlich ein, etwas mehr über die Kirche
zu erfahren. Sie ist schon ein bisschen mehr als „k.n“. Glauben Sie mir! tau
@ tau, Mitsou Wieso sind Sie auf dieser Seite? Um sich über Ihr Feindbild, die Katholiken, zu echauffieren?
Die Vorstellungen über den Limbus/Limbos sind unserem heutigen Denken sehr fremd. Am besten nähert man
sich dieser Vorstellung mit Neugier und wissenschaftlicher Akkuratesse. Am Anfang steht doch die Überzeugung
von der Heilsnotwendigkeit der Sakramente, hier: des Taufsakraments. Da ist es doch nachvollziehbar, daß
man eine Lösung für unschuldige, aber nichtgetaufte Kinder suchte, damit die bei ihrem Tode nicht das
Unheil erben.
@ Mitsou: Liebe ® Mitsou! Aus meiner persönlichen Erfahrung sind es nur irgendwelche kranken bzw. krankmachenden
Extremisten, die den „Limbus“ überhaupt zum Thema machen. Ich kenne keinen einzigen Christen (!) , der
diesen Blödsinn glaubt. Gott hat mit den Fanatikern absolut nichts tu tun, auch wenn sie getauft sind.
(„Ich kenne euch nicht!“). Umso mehr mit den Kindern. Mit allen (!) Kindern. Viele Grüße tau
@Gunsenum Missbrauch ist immer abscheulich Das Problem ist, dass dieser „Herr“ gibt auch als mildernde
Umstand nicht nur sein Alkoholsucht, sondern auch eine mit 16J selbst erfahrene (angeblichen) Missbrauch
durch einen „Geistlichen“ an. Da er Katholisch ist wird jetzt der „Geistlicher“ in der Presse als Priester
interpretiert und somit die Katholische Kirche wieder im Visier genommen.
#9 FioreGraz 10:09:46 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@Gunsenum Auserdem handelt es sich hier wohl nimmer um nen Päderasten, davon kann bei dem Alter der belästigten
nimmer die REde sein. Wenn ein 50 Jähriger mit ner 16 jährigen Lolita poppt ist das zwar auch „befremdlich“
aber keiner würde ihn nen Pädo schimpfen. LG Fiore
#8 Gunsenum 09:52:25 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@adamah Gut, dann gestehe ich Ihnen zu, dass Sie recht haben. Ich habe in einer gestern veröffentlichten
Nachricht auf den Seiten einer NAchrichtensensund und heute morgen in einer überregionalen Tageszeitung
nru den Hinweis auf Frauen als seine Opfer entdeckt und in der Internetseite den HInweis auf „ausschlißeliche
Annäherung an Frauen“. Dann bin ich einer medialen Fehlinformation aufgesessen. Im Vordergrund sollte
aber der abscheuliche Mißbrauch seiner Amtsfunktion stehen!!!
Der Kongreßabgeordnete hat nachweislich NUR MÄDCHEN belästigt. Stimmt einfach nicht FOCUS: „Am Freitag
war Mark Foley zurückgetreten, nachdem der Sender ABC berichtet hatte, der 52-Jährige aus Florida habe
E-Mails und SMS mit Anspielungen auf Geschlechtsorgane und sexuelle Handlungen an männliche „pages“ geschickt
–…) Wiener Zeitung: „Der Skandal um sexuelle Belästigung junger Männer durch einen republikanischen…“
Associated Press: „Rep. Mark Foley (news, bio, voting record), R-Fla., abruptly resigned from Congress
on Friday in the wake of questions about e-mails he wrote a former teenage male page.“ CBS News: „Foley,
a Republican, abruptly quit Congress on Friday after reports surfaced that he’d sent sexually charged
electronic messages to boys working as pages. In the statement, Foley said the „events that led to my
resignation have crystalized recognition of my long-standing and significant alcoholism and emotional
difficulties.“ Etc., etc, etc.
#6 Gunsenum 09:29:25 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@fiore graz Einer namhaften und seriösen überregionalen Tageszeitung kann cih dreiaml die Nennung von
„Kongreßbotinnen“ entnehmen – aber keinen Hinweis auf Jungen. Nun, wenn er auch Jungen angegange haben
mag, dann sollte aber trotzdem weniger das Phänomend er Homosexualität in den Vordergrund gerückt werden
(waren ja schließlich auch Damen dabei!) – sondern eher der ekelhafte Mißbrauch einer „Machtstellung“.
Danke für den Hinweis!
Limbus hin – Limbus her die Menschen wussten sich gegen diese Lehre der Kirche schon seit langem zu helfen.
Im Mittelalter wurden nichtgetaufte Kinder daher vorzugsweise im Traufbereich des Chores einer Johanneskirche
beerdigt. In der Hoffnung das herabtropfende Wasser würde die Taufe irgendwie ersetzen. Später dann
gabs einige regionale Wallfahrtsorte, an denen sogenannte Bedingttaufen durchgeführt werden konnten.
Man brachte die verstorbenen Kinder an den Gnadenort, dort geschah Wunderbares, die Kinderleichen bekanen
„Lebensfarbe“ und konnten getauft werden, um gleich dannach ausgerüstet mit Taufschein beerdeigt zu werden.
Dies alles geschah aus der Not und dem Schmerz der Eltern, die ihr Kind nicht im Limbus verbannt sehen
wollten. So gesehen ist die Theologenkonfernez ein Fortschritt, ausser man möchte die alten Gebräuche
wiederbeleben.
#3 FioreGraz 09:05:32 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@Gunsenum Das mit den Jungs stimmt schon. Allerdings würde ich bei 16 aufwärts von Jugendkult, Johannestrieb
oder sonstwas reden und nicht mehr von Pädophilie. LG Fiore
#1 Gunsenum 08:47:49 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Lügenpiusse, ihr! Der Kongreßabgeordnete hat nachweislich NUR MÄDCHEN belästigt. Was soll dieser unsachliche
Hinweis auf Homosexualität schon wieder!? Ihr solltet endlich lernen dass Pädophilie nicht gleichbedeutend
ist mit Homosexualität! Das ist Humbug! schon gar nicht exklusiv mit männlicher Homosexualität – Frauen
können auch pädophil sein! Ekelhaft Eure Berichtsvermischung!