Die spanischen Bischöfe kontern
Die spanische Bischofskonferenz kritisiert in einer Stellungnahme ein spanisches Gesetz, das mit 1. Januar 2005 in Kraft treten wird. Homosexuelle Paare dürfen vor dem Staat ‘heiraten’ und Kinder adoptieren.

Das Schreiben nimmt Bezug auf eine Gesetzesverabschiedung der sozialistischen spanischen Regierung vom 1. Oktober. Dieses Gesetz erlaubt die Zivilehe für homosexuelle Paare. Gleichzeitig ermöglicht es homosexuellen Paaren, Kinder zu adoptieren. Das Gesetz soll am 1. Januar 2005 in Kraft treten.
Das Dokument „Mann und Frau – von Ihm geschaffen“ weist jedes Recht der Homosexuellen auf Ehe oder Adoption zurück. „Die Homosexualität ist von ihrem Wesen her schlecht.“ Homosexuelle Tendenzen, selbst wenn sie keine Sünde darstellten, müßten objektiv als Störung betrachtet werden, schreibt die Bischofskonferenz.
Man könne nicht wählen, ob man ein Mann oder eine Frau sein will, die verschiedenen Geschlechter sind uns gegeben. Der Begriff der „sexuellen Orientierung“ sei, so die Bischöfe, „irreführend“.
Homosexuelles Verhalten sei ethisch immer verwerflich, selbst wenn man die individuelle Schuld des Einzelnen nur mit großer Klugheit beurteilen dürfe.
Die Ehe ist „immer und ausschließlich der Bund zwischen einem Mann und einer Frau. Zwei Personen mit demselben Geschlecht haben überhaupt kein Recht, eine Ehe einzugehen.“ Der Staat könne ein derartiges Recht, das nicht existiere, nicht anerkennen, ohne eigenmächtig und willkürlich zu handeln. Dem Vorhaben der Regierung müsse man sich klar und nachhaltig widersetzen.
Weiterlesen:
Montag, 3. Januar 2005 13:48
Dolfus: Erbsünde und Taufe
Die Folgen der Erbsünde in unserer menschlichen Natur werden auch nicht durch die hl. Taufe getilgt.
Es gibt viele andere schlechte und böse Neigungen, auch Kleptomanie oder Neigung zum Lügen, zum Zorn, zur Faulheit zum Beispiel, nicht alle haben dieselben Probleme und nicht alle haben Neigungen in derselben Intensität.
Neigung bedeutet doch nur ein „Geneigt-Sein-zu“; Kleptomanie ist auch nicht wünschenswert, es ist ja auch nur die Neigung zum Stehlen an sich objektiv schlecht, eine objektive Sünde ist aber erst der Diebstahl. Neigungen zum Bösen sind böse, auch wenn man sie dem Menschen nicht als Sünde anzurechnen sind, sondern erst, wenn der Mensch die böse Neigung in die Tat umsetzt.
Die Neigung zum Bösen – in egal welchem Feld – zu bekämpfen ist verdienstvoll. Die Heiligen sind gewöhnliche Menschen, die den Endsieg gegen den satan errungen haben.
Nicht alle haben klarerweise krankhafte Neigungen wie etwa Kleptomanie oder Gewalttätigkeit oder Homosexualität, wer damit geschlagen ist, dem streckt Christus durch die Gnadenmittel der Kirche die Hand aus, den Geboten Gottes treu zu bleiben. Nur wer kämpft, wird die Siegespalme erhalten, belehrt uns der Hl. Geist in den biblischen Gemeindebriefen.
Es gibt viele andere schlechte und böse Neigungen, auch Kleptomanie oder Neigung zum Lügen, zum Zorn, zur Faulheit zum Beispiel, nicht alle haben dieselben Probleme und nicht alle haben Neigungen in derselben Intensität.
Neigung bedeutet doch nur ein „Geneigt-Sein-zu“; Kleptomanie ist auch nicht wünschenswert, es ist ja auch nur die Neigung zum Stehlen an sich objektiv schlecht, eine objektive Sünde ist aber erst der Diebstahl. Neigungen zum Bösen sind böse, auch wenn man sie dem Menschen nicht als Sünde anzurechnen sind, sondern erst, wenn der Mensch die böse Neigung in die Tat umsetzt.
Die Neigung zum Bösen – in egal welchem Feld – zu bekämpfen ist verdienstvoll. Die Heiligen sind gewöhnliche Menschen, die den Endsieg gegen den satan errungen haben.
Nicht alle haben klarerweise krankhafte Neigungen wie etwa Kleptomanie oder Gewalttätigkeit oder Homosexualität, wer damit geschlagen ist, dem streckt Christus durch die Gnadenmittel der Kirche die Hand aus, den Geboten Gottes treu zu bleiben. Nur wer kämpft, wird die Siegespalme erhalten, belehrt uns der Hl. Geist in den biblischen Gemeindebriefen.
Montag, 3. Januar 2005 12:10
FioreGraz: @Dolfus
@Dolfuß
Wäre HS (als Neigung) von Grund auf schlecht, müsste es der Mensch auch sein, … , gut mit Erbsünde etc… aber wieso ist er nach der Taufe noch immer HS? Ein Mensch ist HS oder er ist es nicht, daß heißt er ist aufgrund seiner Neigung Gut oder Böse von Grund auf? Und bleibt es auch? Gott bestimmt von vornherein Gute und Schlechte Menschen? Wo bleibt da der freie Wille. Wo bleibt da der Glaube?
LG
Fiore
Wäre HS (als Neigung) von Grund auf schlecht, müsste es der Mensch auch sein, … , gut mit Erbsünde etc… aber wieso ist er nach der Taufe noch immer HS? Ein Mensch ist HS oder er ist es nicht, daß heißt er ist aufgrund seiner Neigung Gut oder Böse von Grund auf? Und bleibt es auch? Gott bestimmt von vornherein Gute und Schlechte Menschen? Wo bleibt da der freie Wille. Wo bleibt da der Glaube?
LG
Fiore
Donnerstag, 30. Dezember 2004 23:15
Dolfus: @Fiore
Mir kommt das jetzt aber schon ein bißchen haarspalterisch vor.
HS ist vom Bösen, sie kann nie vom Guten sein. Der KKK reflektiert halt ein bißchen tiefergehender, nach dem Motto „die Sünde hassen, den Sünder aber lieben“. Die wesentliche Aussage ist dieselbe. Auch sehe ich nicht, wieso HS in potentia gut sein könnte, während HS in actu dann böse sei. Das widerspricht sich, und kann m.E. von dem längeren Aufsatz im KKK nicht hergeleitet werden.
Was ich aber schon herleiten kann, ist die Handschrift eines gewissen P. Christoph Schönborn, der diplomatisch-gewundene Worte, die ja und nein gleichzeitig bedeuten können, als späterer Wiener Cardinal zu seinem Markenzeichen gemacht hat.
HS ist vom Bösen, sie kann nie vom Guten sein. Der KKK reflektiert halt ein bißchen tiefergehender, nach dem Motto „die Sünde hassen, den Sünder aber lieben“. Die wesentliche Aussage ist dieselbe. Auch sehe ich nicht, wieso HS in potentia gut sein könnte, während HS in actu dann böse sei. Das widerspricht sich, und kann m.E. von dem längeren Aufsatz im KKK nicht hergeleitet werden.
Was ich aber schon herleiten kann, ist die Handschrift eines gewissen P. Christoph Schönborn, der diplomatisch-gewundene Worte, die ja und nein gleichzeitig bedeuten können, als späterer Wiener Cardinal zu seinem Markenzeichen gemacht hat.
Donnerstag, 30. Dezember 2004 10:50
FioreGraz: @Dolfuß
Zitat Bischöfe:
„Die Homosexualität ist von ihrem Wesen her schlecht.“
Zitat Artikel
„Homosexuelle Tendenzen, selbst wenn sie keine Sünde darstellten, müßten objektiv als Störung betrachtet werden, schreibt die Bischofskonferenz.“
Dagegen halte ich
Zitat WKK
„2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“
Sie haben die Veranlagung nicht selbst gewählt, Prüfung …
Die Annahme der Bischöfe das Homosexulität an sich definitiv schlecht (böse) wäre, geht nur wenn man dem Teufel bei Zeugung, Geburt und anschliesender Taufe Raum (irgenwer oder was muß ja dem Menschen die Neigung geben) gibt und sich der MEnsch nicht gegen ihn wehren kann, damit würde man aber ein „der Mensch ist von Grund auf schlecht“ aussprechen. Das geht sogar soweit das man ihn als Geschöpf des Teufels darstellen kann, somit wären die Bischöfe allerdings schon Häretiker…
LG
Fiore
„Die Homosexualität ist von ihrem Wesen her schlecht.“
Zitat Artikel
„Homosexuelle Tendenzen, selbst wenn sie keine Sünde darstellten, müßten objektiv als Störung betrachtet werden, schreibt die Bischofskonferenz.“
Dagegen halte ich
Zitat WKK
„2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“
Sie haben die Veranlagung nicht selbst gewählt, Prüfung …
Die Annahme der Bischöfe das Homosexulität an sich definitiv schlecht (böse) wäre, geht nur wenn man dem Teufel bei Zeugung, Geburt und anschliesender Taufe Raum (irgenwer oder was muß ja dem Menschen die Neigung geben) gibt und sich der MEnsch nicht gegen ihn wehren kann, damit würde man aber ein „der Mensch ist von Grund auf schlecht“ aussprechen. Das geht sogar soweit das man ihn als Geschöpf des Teufels darstellen kann, somit wären die Bischöfe allerdings schon Häretiker…
LG
Fiore
Donnerstag, 30. Dezember 2004 09:27
Dolfus: @FioreGraz
Wieso verstoßen die spanischen Bischöfe damit gegen die von Rom vorgegebene Linie?
Donnerstag, 30. Dezember 2004 06:33
FioreGraz: Naja
Die Herrn geben in ihrer Erklärung Statements gegen die Lehre der Kirche ab. Super jetzt gehen die „romtreuen“
schon so vor das mit Rom ihr Bischofssitz gemeint ist. Toll bald werden wir protestantische Zustände
haben.
LG
Fiore
LG
Fiore
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





