Fünfzig Kilometer nördlich von München wird im Oktober ein ungewöhnliches Ausstellungsobjekt gezeigt.
(kreuz.net) Es handelt sich um eine Faksimile-Ausgabe des „Buches der Apokalypse“ des Pariser Kunstverlegers
Joseph Forêt (1901-1991).
Die Ausstellung findet im ‘Deutschen Hopfenmuseum’ statt. Es befindet sich
in Wolnzach – einer bayrischen Marktgemeinde von 10.000 Einwohnern ungefähr 50 Kilometer nördlich von
München.
Das „Buch der Apokalypse“ wurde in den Jahren 1958-1961 in Frankreich hergestellt.
Es ist
eine handgeschriebene Ausgabe der Offenbarung des Heiligen Johannes.
Das Buch ist mit einem edelsteinverzierten
Bronze-Einband eingefaßt, der vom surrealistischen Maler Salvador Dali gestaltet wurde.
Es enthält
originale Kunstwerke von Salvador Dali, Leonor Fini, Bernard Buffet, Leonard Foujita, Pierre-Yves Tremois,
Ossip Zadkine und Georges Mathieu.
Außerdem finden sich darin auch Graphiken von Jean Cocteau, Michel
Ciry, Frederic Delanglade, Ernst Fuchs, Roger Lersy und Pierre-Yves Tremois.
Das Werk besitzt 300 Seiten
aus Pergament im Format von 86 x 78 Zentimeter und wiegt 210 Kilogramm.
Neben der Offenbarung des Johannes
enthält es Texte von Jean Cocteau, Daniel-Rops, Jean Guitton, Jean Rostand, E.M. Cioran, Jean Giono und
Ernst Jünger.
Die „Apokalypse des Heiligen Johannes“ wurde als das teuerste Buch der Welt angelegt.
Die einzige Ausgabe, die Joseph Forêt herstellen ließ, wurde 1961 für eine Million Dollar verkauft.
Am 26. Februar 1962 wurde das Buch in Rom von Papst Johannes XXIII gesegnet und ging dann auf Welttournee.
Mehrere Millionen Besucher bewunderten in den sechziger Jahren das Buch.
Kurz vor seinem Tod vererbte
Joseph Forêt seiner Geburtsstadt Le Mont-Dore ein Facsimile des wertvollen Buches. Der Ort befindet sich
in der Auvergne in Zentralfrankreich.
Das Geschenk geriet in den Wirren der 60er Jahre zunächst in Vergessenheit.
Die Künstlerbewegung „Die Dali-Erben“ wurde beim Dali-Jubiläum im Jahr 2004 auf das „Buch der Apokalypse“
aufmerksam.
Im Februar 2006 lernten sich der Chef des Medienhauses Kastner AG und der Bürgermeister
von Le Mont-Dore bei einer Vernissage kennen.
Die erklärte sich bereit, das Facsimile des seltenen Buchs
nach Wolnzach auszuleihen.
Sieben Künstler der Bewegung „Die Erben“ beteiligen sich an der Ausstellung
in Bayern und zeigen 21 Bilder zum Thema „Apokalypse“.
Sie sind um die Glaskugel mit dem Facsimile aufgestellt.
Vier Maler stammen aus Deutschland: Angerer der Aeltere, Michael Maschka, Michael Lassel und Reinhard
Schmid.
Vertreten sind außerdem der in Prag lebende Russe Viktor Safonkin sowie Pierre Peyrolle und
Yves Thomas aus Paris.
Die Eröffnung erfolgt morgen Freitag in Anwesenheit des Bürgermeisters von Le
Mont-Dore, Jean-François Dubourg.
Wo aber befindet sich das Original der „Apokalypse des Heiligen Johannes“?
Es geriet in den Besitz einer Vereinigung französischer, belgischer und deutscher Kunsthändler und
verschwand im Schließfach einer Schweizer Bank.
Inzwischen soll sich das Werk in Japan unter Verschluß
befinden. Seit den 60er Jahren ist das Original nicht mehr gesehen worden.
Vom Original wurden sieben
Kopien für sieben leidenschaftliche Sammler auf der ganzen Welt hergestellt. Auch sie nahmen Teil am
Schicksal des Originals.
Heute ist unklar, wo sich alle sieben Kopien befinden.
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6 Lesermeinungen
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#6 Gunsenum 23:02:07 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
@benedikt Die Wulfilabibel…eines der wichtigsten gotischen Sprachdenkmäler! Ich schätze es immerwieder
neu, wenn sich die Studis mit diesem Werk im Referat befassen… Dennoch ist die Frage nach der Wertigkeit
eines Buches niemals zu beantworten. Materiell oder inhaltlich? Von der WIrkung oder der Bedeutung? Welcher
Bedeutung-moralisch, sprachlich, wissenschaftlich…?… Auch ein DonCamillo-Buch aus dem Rüschlikornverlag
von 1966 kann wertvollst sein :)
@Botschafter Ganz einfach. Weil in der Modernen Kirche die Apokalypse vollkommen Ignoriert wird und die
Modernisten sowieso nicht wahr haben wollen das Gott alle Menschen Richten wird und die Erde dem Untergang
geweiht ist. Sie lernen es auf Ihren „Theologischen“ Schulen zwar theorethisch. Aber das die Apokalypse
wirklich kommt. Daran glaubt fast keiner mehr Wenn man heute einem modernen Menschen erzählt das die
Erde durch die Erbsünde nicht mehr zu Retten ist und das Gott quasi die Erde vernichtet damit er alle
Menschen Richten kann dann endet dies Meist mit der Einlieferung in eine Geschlossene Psychiatrische Anstalt
oder zumindest wird man von allen Seiten abgrundtief Gehaßt und als Antichrist stigmatisiert
#3 Benedikt 16:28:35 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Wertvolles Buch Die „Apokalypse des Heiligen Johannes“ wurde als das teuerste Buch der Welt angelegt.
Ich glaube nicht, dass es wertvoller ist als etwa die Wufila Bibel.
Wieso sollte… … ein Papst die Worte des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes nicht segnen?
Zudem adelt der Beitrag E. Jüngers das Werk und macht es gänzlich unverdächtig.
#1 Aurelius 16:19:19 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Na, wer will als erstes… … den seligen Papst Johannes XXIII. als „Freveler“, „Modernist“ und „pseudo-Papst“
beschimpfen, ihm unterstellen, er sei Freimaurer gewesen oder ihn einfach „Roncalli“ nennen? Bin ja mal
gespannt…