Von Papst Johannes XXIII. gesegnet
Fünfzig Kilometer nördlich von München wird im Oktober ein ungewöhnliches Ausstellungsobjekt gezeigt.

Die Ausstellung findet im ‘Deutschen Hopfenmuseum’ statt. Es befindet sich in Wolnzach – einer bayrischen Marktgemeinde von 10.000 Einwohnern ungefähr 50 Kilometer nördlich von München.

Es ist eine handgeschriebene Ausgabe der Offenbarung des Heiligen Johannes.
Das Buch ist mit einem edelsteinverzierten Bronze-Einband eingefaßt, der vom surrealistischen Maler Salvador Dali gestaltet wurde.
Es enthält originale Kunstwerke von Salvador Dali, Leonor Fini, Bernard Buffet, Leonard Foujita, Pierre-Yves Tremois, Ossip Zadkine und Georges Mathieu.
Außerdem finden sich darin auch Graphiken von Jean Cocteau, Michel Ciry, Frederic Delanglade, Ernst Fuchs, Roger Lersy und Pierre-Yves Tremois.
Das Werk besitzt 300 Seiten aus Pergament im Format von 86 x 78 Zentimeter und wiegt 210 Kilogramm.
Neben der Offenbarung des Johannes enthält es Texte von Jean Cocteau, Daniel-Rops, Jean Guitton, Jean Rostand, E.M. Cioran, Jean Giono und Ernst Jünger.
Die „Apokalypse des Heiligen Johannes“ wurde als das teuerste Buch der Welt angelegt. Die einzige Ausgabe, die Joseph Forêt herstellen ließ, wurde 1961 für eine Million Dollar verkauft.
Am 26. Februar 1962 wurde das Buch in Rom von Papst Johannes XXIII gesegnet und ging dann auf Welttournee.
Mehrere Millionen Besucher bewunderten in den sechziger Jahren das Buch.
Kurz vor seinem Tod vererbte Joseph Forêt seiner Geburtsstadt Le Mont-Dore ein Facsimile des wertvollen Buches. Der Ort befindet sich in der Auvergne in Zentralfrankreich.
Das Geschenk geriet in den Wirren der 60er Jahre zunächst in Vergessenheit.
Die Künstlerbewegung „Die Dali-Erben“ wurde beim Dali-Jubiläum im Jahr 2004 auf das „Buch der Apokalypse“ aufmerksam.
Im Februar 2006 lernten sich der Chef des Medienhauses Kastner AG und der Bürgermeister von Le Mont-Dore bei einer Vernissage kennen.
Die erklärte sich bereit, das Facsimile des seltenen Buchs nach Wolnzach auszuleihen.
Sieben Künstler der Bewegung „Die Erben“ beteiligen sich an der Ausstellung in Bayern und zeigen 21 Bilder zum Thema „Apokalypse“.
Sie sind um die Glaskugel mit dem Facsimile aufgestellt.
Vier Maler stammen aus Deutschland: Angerer der Aeltere, Michael Maschka, Michael Lassel und Reinhard Schmid.
Vertreten sind außerdem der in Prag lebende Russe Viktor Safonkin sowie Pierre Peyrolle und Yves Thomas aus Paris.
Die Eröffnung erfolgt morgen Freitag in Anwesenheit des Bürgermeisters von Le Mont-Dore, Jean-François Dubourg.
Wo aber befindet sich das Original der „Apokalypse des Heiligen Johannes“?
Es geriet in den Besitz einer Vereinigung französischer, belgischer und deutscher Kunsthändler und verschwand im Schließfach einer Schweizer Bank.
Inzwischen soll sich das Werk in Japan unter Verschluß befinden. Seit den 60er Jahren ist das Original nicht mehr gesehen worden.
Vom Original wurden sieben Kopien für sieben leidenschaftliche Sammler auf der ganzen Welt hergestellt. Auch sie nahmen Teil am Schicksal des Originals.
Heute ist unklar, wo sich alle sieben Kopien befinden.
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Donnerstag, 5. Oktober 2006 23:02
Gunsenum: @benedikt
Die Wulfilabibel…eines der wichtigsten gotischen Sprachdenkmäler! Ich schätze es immerwieder neu,
wenn sich die Studis mit diesem Werk im Referat befassen…
Dennoch ist die Frage nach der Wertigkeit eines Buches niemals zu beantworten. Materiell oder inhaltlich? Von der WIrkung oder der Bedeutung? Welcher Bedeutung-moralisch, sprachlich, wissenschaftlich…?…
Auch ein DonCamillo-Buch aus dem Rüschlikornverlag von 1966 kann wertvollst sein :)
Dennoch ist die Frage nach der Wertigkeit eines Buches niemals zu beantworten. Materiell oder inhaltlich? Von der WIrkung oder der Bedeutung? Welcher Bedeutung-moralisch, sprachlich, wissenschaftlich…?…
Auch ein DonCamillo-Buch aus dem Rüschlikornverlag von 1966 kann wertvollst sein :)
Donnerstag, 5. Oktober 2006 22:38
laikos: @Botschafter
Ganz einfach. Weil in der Modernen Kirche die Apokalypse vollkommen Ignoriert wird und die Modernisten sowieso nicht wahr haben wollen das Gott alle Menschen Richten wird und die Erde dem Untergang geweiht ist. Sie lernen es auf Ihren „Theologischen“ Schulen zwar theorethisch. Aber das die Apokalypse wirklich kommt. Daran glaubt fast keiner mehr
Wenn man heute einem modernen Menschen erzählt das die Erde durch die Erbsünde nicht mehr zu Retten ist und das Gott quasi die Erde vernichtet damit er alle Menschen Richten kann dann endet dies Meist mit der Einlieferung in eine Geschlossene Psychiatrische Anstalt oder zumindest wird man von allen Seiten abgrundtief Gehaßt und als Antichrist stigmatisiert
Donnerstag, 5. Oktober 2006 18:53
Botschafter: Apokalypse
Warum wird zufällig nach Jahrzehnte langem Schweigen die Offenbahrung thematisiert? Zufälle gibt’s…
Donnerstag, 5. Oktober 2006 16:28
Benedikt: Wertvolles Buch
Die „Apokalypse des Heiligen Johannes“ wurde als das teuerste Buch der Welt angelegt.
Ich glaube nicht, dass es wertvoller ist als etwa die Wufila Bibel.
Ich glaube nicht, dass es wertvoller ist als etwa die Wufila Bibel.
Donnerstag, 5. Oktober 2006 16:25
Ansgar: Wieso sollte…
… ein Papst die Worte des heiligen Apostels und Evangelisten Johannes nicht segnen?
Zudem adelt der Beitrag E. Jüngers das Werk und macht es gänzlich unverdächtig.
Zudem adelt der Beitrag E. Jüngers das Werk und macht es gänzlich unverdächtig.
Donnerstag, 5. Oktober 2006 16:19
Aurelius: Na, wer will als erstes…
… den seligen Papst Johannes XXIII. als „Freveler“, „Modernist“ und „pseudo-Papst“ beschimpfen, ihm
unterstellen, er sei Freimaurer gewesen oder ihn einfach „Roncalli“ nennen?
Bin ja mal gespannt…
Bin ja mal gespannt…
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