kreuzmeldungen
Reiseroute in der Türkei + Sentimentale Theologie + Auf dem Altar der Ökumene + Drei weniger als Heinrich VIII. + Würdige Ruhestätte
Reiseroute in der Türkei

Vatikan. Bei seinem Türkeibesuch wird der Papst nach Ankara, Istanbul und Efes – das antike Ephesus – reisen. Das gab der Apostolische Vikar von Anatolien, Bischof Luigi Padovese (59), bekannt. Der Besuch dauert vom 28. November bis zum 1. Dezember. In Ankara wird der Papst auch das Mausoleum des Hochgradfreimaurers und Gründers der laizistischen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk († 1938), besuchen. Am 29. November findet ein Treffen mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., statt. Dabei ist die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung vorgesehen. Am Andreasfest, dem 30. November, werden die beiden in Istanbul gemeinsam beten. Am 1. Dezember wird Benedikt XVI. in der katholischen Kathedrale von Istanbul ein Pontifikalamt halten. Vor seiner Rückkehr ist auch ein Besuch in der ehemaligen byzantinischen Kirche Hagia Sofia vorgesehen.

Sentimentale Theologie

Österreich. Der Generalvikar von Salzburg, Hw. Hansjörg Hofer, sprach am Freitag vor dem ‘Österreichischen Rundfunk’ über den Limbus der Kinder. Der Generalvikar äußerte sich zu Medienberichten über eine angebliche „Abschaffung“ der Vorhölle: „Als Seelsorger habe ich immer wieder versucht, die Eltern zu trösten und ihnen Mut zu machen, hinzuweisen auf den unendlich großen Heilswillen Gottes. Ich selbst bin froh, wenn der Papst hier ein Umdenken eingeleitet hat. Das ist für viele sicher ein Zeichen der Entlastung, der Hoffnung.“

Auf dem Altar der Ökumene

Italien. Der Erzbischof von Mailand, Dionigi Kardinal Tettamanzi, hat bedauert, daß die Katholische Kirche die russisch-orthodoxe Gemeinschaft angeblich „exzessiv“ missioniert habe. Das erklärte der Kardinal am Montag bei einem Treffen mit dem Patriarchen von Moskau, Alexij II. laut dem russischen Nachrichtendienst ‘Interfax’. Die Mission würde die Orthodoxen verletzten – sagte Kardinal Tettamanzi und verurteilte den „Proselytismus“. Bei der Christianisierung gebe es keinen Platz für einen „konfessionellen Wettbewerb“.

Drei weniger als Heinrich VIII.

USA. Am 30. September wurde Barry Beisner als neuer Koadjutorbischof für die US-anglikanische Diözese von Nordkalifornien installiert. Die Anglikaner nennen sich in den USA Episkopalkirche. Die örtlichen Gläubigen protestierten gegen den Neuernannten. Der Grund: Beisner ist zweimal geschieden und zum dritten Mal verheiratet.

Würdige Ruhestätte

„Vor kurzem war ich bei einem befreundeten Pfarrer zu Hause. Im Garten sah ich einen Grabstein. Ganz erstaunt fragte ich meinen Amtskollegen: »Sag mal, Du hast doch nicht etwa jemanden in Deinem Garten begraben? Das ist ja keine geweihte Erde!« »Ne«, sagte der andere mit einem Schmunzeln. »Lies doch erst mal, was auf dem Grabstein steht!« Ich ging näher heran, und sah auf dem Stein die Worte eingraviert: »Hic jacet novus ordo missae!« – Der Pfarrer war hinter mich getreten und übersetzte für mich: »Hier ruht in Frieden die Neue Meßordnung. Hier habe ich das Neue Meßbuch begraben, weil ich es nicht mehr brauche. Ich zelebriere nur noch im überlieferten Ritus!«“

Aus einem Antwortschreiben eines niederländischen Priesters auf die DVD-Aktion der Piusbruderschaft zur Erlernung der Alten Messe
      
6 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#6   Elendester Sünder   14:04:04 | Montag, 9. Oktober 2006
Für die Freimaurer beten
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Wahl des Photos.
Der Papst verschränkt die Arme über dem Kopf zu einem Dreieck, so daß es scheint, er mache das Freimaurernotzeichen. Es kursieren im Netz noch andere Photographien mit dem Papst in dieser Pose.
Redaktion benachrichtigen
#5   Sixtus   22:46:38 | Sonntag, 8. Oktober 2006
Tettamanzi
Dem Kardinal ist recht zu geben. Der Apostel Paulus schreibt, er wolle das Evangelium nicht dort predigen „ubi nominatus est Christus, ne super alienum fundamentum aedificarem“ (Röm 15,20). Das sollte unser Maßstab sein, zumindest in Gebieten von Schwesterkirchen.
Redaktion benachrichtigen
#4   laikos   22:21:49 | Sonntag, 8. Oktober 2006
Feinde beten
Es ist gut das der Papst zu einem Freimaurerbegräbnis geht. Er wird für die Freimaurer Feinde beten und sein Gebet wird erhöhrt werden. Das was die Feinde tun verurteilen ist gut. Die Feinde nur verurteilen und nicht für sie zu beten ist eine Sünde.
Redaktion benachrichtigen
#3   Elendester Sünder   14:31:54 | Sonntag, 8. Oktober 2006
Limbus der Kinder
Worüber aufgeplusterte Narren und blinde Führer in ihrer Falschheit sich herumdissen, das offenbart Gott den einfachen, demütigen, frommen Menschen. Maria Simma www.abacuscity.ch/…erimage/td2004-4.pdf?s=18&name=td20… war genauso ein Mensch. Gestern Abend sendete FJM-Ritter-Internetzradio fjm-ritter.eu/ einen ihrer Vorträge, in dem sie entsprechend der traditionellen katholischen Lehre und in aller Einfachheit und Klarheit der Sprache in wenigen Sätzen anschaulich, leicht nachvollziehbar und einleuchtend erklärte, wie es sich in der Ewigkeit mit den Seelen abgetriebener Kinder und vorgeburtlich verstorbener Kinder christlicher Eltern und den Seelen derjenigen Menschen, die außerhalb der Kirche standen verhält.
Empfehlung: Wer interessiert ist, möge sich Bücher oder noch besser Tonträger von Maria Simma besorgen.
Redaktion benachrichtigen
#2   Rottenburg   10:10:43 | Sonntag, 8. Oktober 2006
@ Würdige Ruhestätte
Wer schon einmal einen lieben Menschen verloren hat und jetzt Grab und Grabstein als letzten irdischen Erinnerungsort hat, weiss, dass man mit Gräbern keine (geschmacklosen) Witze macht. Anscheinend hant diese Erfahrung der in der kreuz.net-Notiz beschriebene Pfarrer noch nie gemacht. Ich hoffe, dass nicht alle Priester, die den alten Ritus wiederwollen, so pietätlos sind.
:-(
Redaktion benachrichtigen
#1   Magister   10:08:27 | Sonntag, 8. Oktober 2006
Sentimentale Theologie
Mit welchen scholastischen Kleingeistern hat man es hier zu tun! Weiß man bei Kreuznet nicht, dass der heilige Apostel Paulus die Gefühl- und Mitleidlosigkeit der Heiden zu den schlimmsten Sünden zählt, die deren Gottferne offenbar machen? Manchmal ist das Kreuznet wirklich sehr gottfern!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenDie nächste Bischofssynode + … kreuzmeldungenEinfach herzlich + … kreuzmeldungenWieder in Rom + … kreuzmeldungenSchuld war wieder einmal „der islamische Terror“ + … kreuzmeldungenBesser bewacht + … kreuzmeldungenSöhne derselben Erde + … kreuzmeldungenVideo-Anschlag gegen den Papst? + … kreuzmeldungenPapst für Frauen- und Kinderrechte + … kreuzmeldungenSorgen des Papstes + … kreuzmeldungenVom Zweifler zum Bekenner + … kreuzmeldungenLiturgien im Oktober + … kreuzmeldungenPapst befürwortet islamischen Religionsunterricht + … kreuzmeldungenDer einzige Weg + … kreuzmeldungenWas ist das Ziel? + … kreuzmeldungenZum Dialog geladen + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net