Zwei Männer stehen nach Millionenbetrug gegen einen Schwesternorden vor Gericht.
(kreuz.net, Berlin) Nach einem Millionenbetrug zu Schaden des Lankwitzer Ordensinstitutes „Kongregation
der Schwestern unseres Herrn Jesus Christi des Königs“ müssen sich der Sozialarbeiter Martin S. (51)
und der Wirtschaftsingenieur Hermann K. (39) seit dem 27. Oktober vor einem Gericht in Berlin verantworten.
Den beiden Männern wird Betrug und gewerbsmäßige Untreue vorgeworfen. Sie sollen sich 2,3 Millionen
Euro – das Gesamtvermögen des Ordens – angeeignet haben.
Vermittelt durch die Augsburger Caritas hätten
S. und K., beide Geschäftsführer einer GmbH namens Kuratorium Dominikushaus, Ende der 90er Jahre das
Altenheim und das Theodosius-Krankenhaus der Christkönigsschwestern sanieren sollen.
Obwohl die Nonnen
nach Angaben der beiden Betrüger Einsicht in alle Finanzgeschäfte hatten, finanzierten die zwei mit
dem Geld der Schwestern auch noch private ‘Projekte’. Dem geschiedenen achtfachen Familienvater S. wird
zum Beispiel vorgeworfen, mit dem Budget des Ordens ein Haus an der Schweizer Grenze gekauft und dieses
für rund 900.000 Euro saniert zu haben, um anschließend selbst darin zu wohnen.
Der Schaden, den die
beiden Männer anrichteten, war so groß, daß die Schwestern im Dezember 2002 ihr Altenheim schließen
und 70 Mitarbeiter entlassen mußten. Zwei Monate darauf meldete der Orden Insolvenz an.
Ein Urteil wird
mit Anfang Dezember erwartet.
Email-Adressen der Empfänger
2 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
wozu brauchen Sie sollen sich 2,3 Millionen Euro – das Gesamtvermögen des Ordens – angeeignet haben.
wozu brauchen Ordenfrauen mit Armutsgelübde ein Millionenvermögen?