Christenverfolgung
Wachsende Christianophobie im entchristlichten Abendland?
Es ist gegenwärtig modern, mit dem Finger auf den Islam zu zeigen. Doch die „freie“ westliche Gesellschaft ist leider nicht frei von Christenhaß.
(kreuz.net/Kirche in Not) In den „freien“ Gesellschaften des Westens mit ihrer garantierten Religionsfreiheit gibt es subtile Formen des Kampfes gegen Christen und die Kirche.

Papst Johannes Paul II. forderte deshalb 1983 in Lourdes – neben Tod, Gefängnis, Deportation und Verbannung – „raffiniertere Strafen“ nicht zu übersehen: etwa soziale Diskriminierung oder subtile Freiheitseinschränkungen, die „eine Art zivilen Todes“ bedeuten können.

„Auch ein materialistisches oder religiös gleichgültiges Klima, das alle geistigen Bestrebungen erstickt“, könne den Gläubigen viel Mut abverlangen, einen klaren Blick zu bewahren, treu zu bleiben und ihre Freiheit gut zu gebrauchen.

Auch für sie muß man beten. Fürchtet euch – sagt Christus – vor denen, welche die Seele ins Verderben stürzen können.“

Der amerikanisch-jüdische Rechtsgelehrte Joseph Weiler spricht in seinem Werk „ Ein christliches Europa. Erkundungsgänge“ aus dem Jahr 2004 angesichts der Verhinderung einer Anrufung Gottes im Entwurf für eine EU-Verfassung und der gescheiterten Berufung des italienischen Ministers Rocco Buttiglione zum EU-Kommissar von einer wachsenden „Christophobie“ in Europa.

Wäre Buttiglione Jude gewesen, hätte ihm niemand jene inquisitorischen Fragen gestellt, deren Beantwortung ihn angeblich für das Amt disqualifizierte.

Auch andere Beobachter, etwa der große französische Politologe René Rémond, erkennen in Europa eine antichristliche Tendenz.

In Reaktion darauf wurde jüngst in Wien ein „European Observatory on Christianophobia and Intolerance“ gegründet.

Wo „Christen zunehmend aus dem öffentlichen Leben gedrängt“ und christliche Grundsätze, wie etwa das Recht auf Leben von Anfang an“ zwar rechtlich garantiert, „de facto aber außer Kraft gesetzt“ werden, stellt sich für jeden Gläubigen die Gewissensfrage, welche materiellen Nachteile und sozialen Blessuren zu erleiden er bereit ist.

Solche Opfer könnten im Blick auf das Vorbild der verfolgten Christen leichter fallen. Ihr Widerstehen speist sich aus einer geistlichen Kraft, die wir heute nötig brauchen.

Francois-Xavier Kardinal Nguyen Van Thuan war ein prominenter Vertreter der vietnamesischen Märtyrerkirche mit einem langen persönlichen Leidensweg.

Im Jahr 2000 hielt er als erster Asiat im Vatikan die päpstlichen Exerzitien.

Seine Treue zu Christus brachte er in einem Satz auf den Punkt, den sich bequeme Konventionschristen hinter den Spiegel stecken können:

„Mein Glaube war nicht käuflich. Um keinen Preis konnte er abgelegt werden, und sei es auch der Preis eines glücklichen Lebens.“

Der Text ist Teil eines Vortrages, den der Bonner Politikwissenschaftler Dr. Andreas Püttmann beim diesjährigen Fuldaer Kongreß „Freude am Glauben“ gehalten hat.
      
7 Lesermeinungen
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#8   Dr. Christoph Heger   09:51:56 | Dienstag, 28. August 2007
Iran und Türkei
Na bin ich froh…daß im von kreuz.net so umschwärmten Gottesstaat Iran Christen wirklich frei leben können
Adrian Leverkühn weiß es vielleicht nicht oder hat noch nicht darüber nachgedacht: Einen solchen staatlich geförderten und zu den scheußlichsten Morden führenden Haß gegen Christen, wie man ihn in der – „demokratischen“, „laizistischen“ – Türkei noch jüngst beobachten konnte, wird man im Iran heute suchen müssen.
Trotzdem – oder gerade deswegen – ist unsere Linke nicht davon abzubringen, die Türkei in die EU aufzunehmen und der türkischen Einwanderung die Tore noch weiter aufzumachen.
MfG
Christoph Heger
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#7   Bokrug †   03:55:18 | Dienstag, 28. August 2007
Muslim-Bruderschaft im Sudan – Genozide an Christen!
Christenverfolgung durch den Islam und die Klerikal-faschistische Muslim-Bruderschaft…!
www.hagalil.com/…ristenverfolgung.htm
Die christliche Menschenrechtsorganisation „Jubilee Campaign“ berichtet von zunehmenden Beweisen der Kreuzigung männlicher Bewohner ganzer Dörfer. Als der Vatikan 1992 dagegen protestierte, blieb die Antwort aus der Hauptstadt Khartoum nicht lange aus: „Die Katholische Kirche ist zum Feind der sudanesischen Regierung geworden. Wir wissen damit umzugehen.“
Im Sommer des Jahres 2001 wurden nach Angaben des Radio Vatikan vier Katholiken verhaftet, ausgepeitscht und dann lebend gekreuzigt.
Beispiel 8: Malediven
Terror gegen Christen
Man glaubt es kaum: Doch insbesondere im islamischen Ferienparadies Malediven hat die muslimische Gewalt gegen Christen dramatisch zugenommen. Im Christenverfolgungsindex von OpenDoors rangiert der kleine Inselstaat mittlerweile auf Rang acht. Auf dieser zu den beliebtesten Urlaubszielen zählende Inselgruppe ist Religionsfreiheit ein Fremdwort. Christen und Anhänger anderer Minderheitsreligionen werden schwer benachteiligt. Einheimischen Muslimen droht bei einem Religionswechsel der Verlust der Staatsbürgerschaft.
Der Bau von Kirchen und anderen nicht-muslimischen Gebetsstätten ist verboten, jeder öffentliche christliche Gottesdienst unter den 20.000 ausländischen Arbeitskräften sowie den jährlich hunderttausenden Touristen ist untersagt.
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#6   laikos   23:27:42 | Sonntag, 8. Oktober 2006
@Adrian Leverkuehn
Vielen tausenden. In meinem Ort sind fast alle Religionen der Welt vertreten und die meisten sind auch staatlich anerkannt.
Ich habe auch schon einmal ein ZeugenJehova „Bibelstudium“ gemacht. Weiters war ich selbst Mitglied in diversen Sekten. Deshalb bin ich auch so vielen Menschen anderer Religionen begegnet. Ich hoffe Ihre frage ist damit beantwortet ;-)
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#5   Adrian Leverkuehn   22:39:04 | Sonntag, 8. Oktober 2006
@ priest
Wie vielen Islamisten, Buddhisten und Zeugen Jehova sind Sie denn schon live begegnet?
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#4   laikos   22:31:52 | Sonntag, 8. Oktober 2006
Christenhaß im eigenen Land
Das Problem ist nicht immer die fremde Religion. Viele Christen haßen sich gegenseitig im eigenen Land. Ich persönlich habe in Österreich mehr Haß und Abneigung von Christen erfahren als von irgend einem Islamisten, Budhisten, Zeugen-Jehova, …
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#2   Adrian Leverkuehn   22:12:46 | Sonntag, 8. Oktober 2006
Na bin ich froh…
…daß im von kreuz.net so umschwärmten Gottesstaat Iran Christen wirklich frei leben können!
Ansonsten: ich habe selten einen solchen Krampf lesen müssen!
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#1   coloredo   17:02:57 | Sonntag, 8. Oktober 2006
„Hoffnung, die uns trägt“,
lautet der Titel der Exerzitien, die Eminenz im Heiligen Jahr 2000 dem Papst und dem Kardinalskollegium gepredigt hat. Es ist auch als Buch – bereits in der 5. Auflage – bei Herder erschienen (ISBN: 3451274191). Unbedingt lesen! Man hört darin die Stimme des pastor bonus!
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