Die Auswirkungen der Kinderabtreibung auf den Rechtsstaat
„Das Recht auf Abtreibung geht vor. Das Recht auf Meinungsfreiheit ist dem untergeordnet.“ Es ist eine Diktatur dieser Meinung geworden. Rechte an sich spielen keine Rolle mehr. Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Waldstein.
(kreuz.net/jfdl) Prof. Dr. Wolfgang Waldstein lehrte von 1965 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1992
Römisches Recht an der Universität in Salzburg. Seit dem 31. Mai 1994 ist er Mitglied der Päpstlichen
Akademie für das Leben.Das folgende Interview zum 30. Jahrestag der Kinderabtreibung in Österreich führte Norbert Steinacher, Exekutivdirektor der Lebensschutzorganisation „Jugend für das Leben“ am 18. Januar 2004 in Salzburg.
Frage: Was waren die Folgen der Einführung der Kinderabtreibung in Österreich?
Prof. Waldstein: Eine Korruption ist eingetreten, die solche Formen angenommen hat, daß es praktisch zum Selbstverständlichen gehört, über das man nicht einmal mehr sprechen darf. Ich erwähne an dieser Stelle Weihbischof Dr. Andreas Laun – der damals noch nicht Weihbischof, ich glaube auch noch nicht einmal Dozent war.
Dr. Laun hat sich, in diesem Zusammenhang, in Wien sehr für den Schutz des ungeborenen Kindes eingesetzt. Was mußte er da an Anflegelungen und Anpöbelungen erleben! Das Schönste aber passierte ihm hier in Salzburg, wo er einen Vortrag an der Universität gehalten hat. Eine Gruppe der Anwesenden versuchte diesen Vortrag zu verhindern, indem sie Kochtopfdeckeln zusammenschlugen. Der Lärm war so laut, das er nicht sprechen konnte. Als Dr. Andreas Laun sich auf das verfassungsrechtliche Recht der Meinungsfreiheit berief, wurde ihm laut entgegengeschrieen: „Das Recht auf Abtreibung geht vor! Das Recht auf Meinungsfreiheit ist dem untergeordnet!“
Frage: Eine Diktatur?
Prof. Waldstein: Es ist tatsächlich eine Diktatur dieser Meinung geworden, die so ist, daß Rechte an sich keine Rolle mehr spielen können. Jedes Recht, auch jedes Menschenrecht kann jeden Augenblick beseitigt werden, wenn eine Mehrheit dies für zweckmäßig erachtet, so wie das in den Niederlanden, in Belgien und sogar im Kanton Zürich (Schweiz) de facto bereits geschehen ist. Im Kanton Zürich wurde durch Kantonalgesetz gestattet, in den Krankenhäusern und Altenheimen denjenigen, die aktive Sterbehilfe praktizieren, Zugang zu gestatten.
In den Niederlanden sieht man, daß in dem Augenblick, da der erste Schritt getan ist, die Frage der Zustimmung überhaupt keine Rolle mehr spielt. Es geht dann einfach wie eine Lawine weiter. In der Schweiz jedoch ist immerhin eine allgemeine Abstimmung, ob die Euthanasie nun gestattet wird oder nicht, noch nicht erfolgt.
Wenn einmal das Rechtsbewußtsein soweit geschwunden ist, daß man nicht mehr erkennt, daß dort das grundlegendste Menschenrecht auf Leben einfach mißachtet wird, dann gibt es nur den einen Weg: zu versuchen – soweit es überhaupt möglich ist – das Rechtsbewußtsein wieder zu wecken. Wie weit das im Einzelnen möglich ist, das wissen alle, die sich damit beschäftigen: Es ist ein mühsamer und harter Weg.
Dem steht eine sozusagen „herrschende“ Meinung gegenüber, die so massiv ist, daß jeder, der anderer Meinung ist, zunächst sozusagen als „Feind“ erscheint. Es geht nicht darum, daß jemand das Bestrafen anderer wünscht. Für Rechtsgüter gibt es keinen anderen Schutz, als die Androhung der Strafe für die Verletzung des Rechtsgutes. Wenn es keine Strafe für Diebstahl gäbe, wenn man sagen würde: „Leute, die stehlen, sind doch alle arme Kerle, wie kann man ihnen das in ihrer Not antun, daß man sie noch straft“, wie würde es dann im Staat aussehen? Aber den Schutz des Lebens darf man ohne weiteres aufheben?!
Es ist eigentlich von Anfang an gesehen worden, das dies die Zerstörung der Grundlage eines Rechtsstaates bedeutet.
Der Verwaltungsgerichtshof hat das in einer berühmten Erkenntnis in einem anderen Fall gesagt: „Im Rechtsstaat steht kein Mensch über dem Recht und kein Mensch außerhalb des Rechts.“ Die ungeborenen Kinder sind aber außerhalb des Rechts. Damit sind wir im Grunde kein Rechtsstaat mehr.
Weiterlesen:
Mittwoch, 26. Januar 2005 11:46
GerdEric: Ob es wirklich der Wille im Namen Gottes ist?
Ich glaube das nicht,
zB ist der Wille bei „Teufelsanbetern“ (Satanisten oder anderes) nicht mit Gott vereinbar…
Ein von Satanisten gezeugtes Kind, das etwa bei einem Satanskult gezeugt wurde,
ist das von Gott gewollt?
Hier muss man zur Ruhe finden, diese zu durchdenken.
Es wird nicht auf Gottes Weg erzogen werden.
Und das ist doch auch der Punkt, dass Menschen in erster Linie nach Lust und Laune zeugen, weniger nach dem Willen Gottes (dies passiert auch christlichen Priestern).
Das Kind annehmen, da gehört schon das: „Ich will!“ dazu.
Bei dem Problem der Abtreibungen ist eben viel zu wenig der Gedanke dabei, dass das Kind tatsächlich im Sinne Gottes gezeugt ist.
Es ist einfach der Urtrieb.
Wie auch die Entmündigung der Menschen durch Kirche, den Menschen dazu treibt, sich dem Aufgezwungenen nicht zu unter werfen.
Ich bin davon überzeugt, dass mehr „ungewollte“ Kinder nicht abgetrieben würden, wenn die Drohungen, der Zwang, nicht wäre.
Wenn sich die Mutter eben dazu frei entscheiden könnte.
Eine Freundin von mir war mit 16 Jahren Schwanger (ich war leider nicht der Vater), wurden von ihren Eltern und aucvh dem Priester dazu gedrängt, das Kind zur Adoption frei zu geben (Adoption ist nicht biblisch, so wie heute Adoption gehandhabt wird), sie beugte sich nicht.
Hier haben ihre Eltern und auch der Priester aufs Schlimmste versagt.
Mir käme es nie in den Sinn, meine Töchter derart unter Druck zu setzen, wie ich auch der absoluten Überzeugung bin, dass ein Kind zur Mutter gehört,
wie auch Kirche nicht über die Sünden anders Gläubiger urteilen darf, Kirche ist dazu da, die eigenen Inhalte ehrlich und klar darzustellen und zu vertreten.
Und da hat auch die katholische Kirche noch mehr als genug zu tun.
mfg
zB ist der Wille bei „Teufelsanbetern“ (Satanisten oder anderes) nicht mit Gott vereinbar…
Ein von Satanisten gezeugtes Kind, das etwa bei einem Satanskult gezeugt wurde,
ist das von Gott gewollt?
Hier muss man zur Ruhe finden, diese zu durchdenken.
Es wird nicht auf Gottes Weg erzogen werden.
Und das ist doch auch der Punkt, dass Menschen in erster Linie nach Lust und Laune zeugen, weniger nach dem Willen Gottes (dies passiert auch christlichen Priestern).
Das Kind annehmen, da gehört schon das: „Ich will!“ dazu.
Bei dem Problem der Abtreibungen ist eben viel zu wenig der Gedanke dabei, dass das Kind tatsächlich im Sinne Gottes gezeugt ist.
Es ist einfach der Urtrieb.
Wie auch die Entmündigung der Menschen durch Kirche, den Menschen dazu treibt, sich dem Aufgezwungenen nicht zu unter werfen.
Ich bin davon überzeugt, dass mehr „ungewollte“ Kinder nicht abgetrieben würden, wenn die Drohungen, der Zwang, nicht wäre.
Wenn sich die Mutter eben dazu frei entscheiden könnte.
Eine Freundin von mir war mit 16 Jahren Schwanger (ich war leider nicht der Vater), wurden von ihren Eltern und aucvh dem Priester dazu gedrängt, das Kind zur Adoption frei zu geben (Adoption ist nicht biblisch, so wie heute Adoption gehandhabt wird), sie beugte sich nicht.
Hier haben ihre Eltern und auch der Priester aufs Schlimmste versagt.
Mir käme es nie in den Sinn, meine Töchter derart unter Druck zu setzen, wie ich auch der absoluten Überzeugung bin, dass ein Kind zur Mutter gehört,
wie auch Kirche nicht über die Sünden anders Gläubiger urteilen darf, Kirche ist dazu da, die eigenen Inhalte ehrlich und klar darzustellen und zu vertreten.
Und da hat auch die katholische Kirche noch mehr als genug zu tun.
mfg
Samstag, 1. Januar 2005 23:08
1+1=7: Es bleibt ja nicht bei einer
Zelle, die abputzbar ist wie ein Bröserl im Bart.
Das Zellhäuflein wird mehr und mehr; es lebt!
Und was es wird, wenn es weitergedeihen kann, das weis jeder Wissenschaftler. Ein Kind, ein Mensch!
Und diesem Mensch geht ein Wille voraus.
Unserer und Gottes Wille.
Gottes Wille, weil sonst würds ja nicht wachsen, oder will Gott nicht dass die Zellen zu einem Menschen heranwuchern?
Unser Wille dahingehend, dass wir bei einem Befruchtungsakt, ob künstlich oder nicht, wohl in gewissem Masze erkennen können was die Folgen sind.
(Mir sind 5 Folgen, d.h. ein Doppelteil und 3 Einzelfolgen zu teil geworden)
Wenn wir davon ausgehen, dass in jedem Zellhaufenwucherungsdingsda (Nachfolgend ZHWD weils noch kein Mensch ist, oder?) nur die Potenz steckt ein Mensch zu werden, mongolide sind auch herzlich eingeladen, dann hat ZHWD von Anfang an, d.h. von Willen Gottes an, das Recht fertig zu wuchern.
Wenn es Gott gibt und er uns geschaffen hat, dann erübrigt sich auch die Frage nach einem Zeitpunkt einer Animation.
Weiters kann man fragen, ob es reicht dass wir
Das Zellhäuflein wird mehr und mehr; es lebt!
Und was es wird, wenn es weitergedeihen kann, das weis jeder Wissenschaftler. Ein Kind, ein Mensch!
Und diesem Mensch geht ein Wille voraus.
Unserer und Gottes Wille.
Gottes Wille, weil sonst würds ja nicht wachsen, oder will Gott nicht dass die Zellen zu einem Menschen heranwuchern?
Unser Wille dahingehend, dass wir bei einem Befruchtungsakt, ob künstlich oder nicht, wohl in gewissem Masze erkennen können was die Folgen sind.
(Mir sind 5 Folgen, d.h. ein Doppelteil und 3 Einzelfolgen zu teil geworden)
Wenn wir davon ausgehen, dass in jedem Zellhaufenwucherungsdingsda (Nachfolgend ZHWD weils noch kein Mensch ist, oder?) nur die Potenz steckt ein Mensch zu werden, mongolide sind auch herzlich eingeladen, dann hat ZHWD von Anfang an, d.h. von Willen Gottes an, das Recht fertig zu wuchern.
Wenn es Gott gibt und er uns geschaffen hat, dann erübrigt sich auch die Frage nach einem Zeitpunkt einer Animation.
Weiters kann man fragen, ob es reicht dass wir
Samstag, 1. Januar 2005 21:18
Ephasus: @Gallowglas
Du beziehst dich scheinbar auf Ex 21,22.
Ex 21,22: „Wenn Männer miteinander raufen und dabei eine schwangere Frau stoßen, daß eine Fehlgeburt eintritt, sie aber nicht stirbt, dann soll der Schuldige eine Geldbuße in der Höhe leisten, die ihm der Ehemann der Frau nach dem Ausspruch von Schiedsrichtern ansetzt.“
Hier geht es offensichtlich nicht um die Frage der Abtreibung.
Ex 21,22: „Wenn Männer miteinander raufen und dabei eine schwangere Frau stoßen, daß eine Fehlgeburt eintritt, sie aber nicht stirbt, dann soll der Schuldige eine Geldbuße in der Höhe leisten, die ihm der Ehemann der Frau nach dem Ausspruch von Schiedsrichtern ansetzt.“
Hier geht es offensichtlich nicht um die Frage der Abtreibung.
Samstag, 1. Januar 2005 20:36
Ephasus: Im Namen der Wissenschaft
Die liebe Wissenschaft muß für vieles herhalten, leider nicht immer für die Wahrheit. Ein Kind mit 12 Wochen hat ein funktionierendes Nervensystem. Es hat ein Gehirn das steuert. Es hat ein Herz das schlägt. Es hat ausgeprägte Finger und Zehen, Augenlider und einen Scheitel. Das Schmerzempfinden ist mit der Ausprägung des Nervensystems gegeben. Außerhalb des Mutterleibes ist das Kind auch nach 12 Wochen nicht lebensfähig. Doch ist das wirklich jenes Kriterium, das bestimmt, ob ein Mensch ein Mensch ist? Hier setzt die Diskussion an: Ab wann bist du, lieber Gallowglas, ein Mensch gewesen? Und was warst du vor diesem Zeitpunkt? Dein und mein Körper sind übrigens nach wie vor Zellhaufen.
Samstag, 1. Januar 2005 20:21
Gallowglas: Aber aber …
Wer wird denn seine Glaubenswurzeln verleugnen wollen ? tztztz …
Nur nebenbei bemerkt, hat der christliche Gott, laut Bibel, eine Vorliebe für Kindermord, sei es, daß er ihn selbst verübt, oder befiehlt … aber das ist ein anderes Thema …
zu Wissenschaft : sie gibt dem angeblichen „Lebensschutz“ eben NICHT recht, im Gegenteil, sie bestätigt, daß ein Foetus in den ersten 3 Monaten(den genauen Zeitraum müßt ich nachschlagen) eben nichts anderes als ein Zellklumpen ist, der weder alleine Lebensfähig ist, noch über ein funktionierendes ZNS verfügt, welches für ein „Bewußtsein“ nötig wäre … nichteinmal ein Schmerzempfinden o.ä. sind möglich, also kann man nicht von eigenständigem und schon garnicht von menschlichem Leben sprechen.
Nur nebenbei bemerkt, hat der christliche Gott, laut Bibel, eine Vorliebe für Kindermord, sei es, daß er ihn selbst verübt, oder befiehlt … aber das ist ein anderes Thema …
zu Wissenschaft : sie gibt dem angeblichen „Lebensschutz“ eben NICHT recht, im Gegenteil, sie bestätigt, daß ein Foetus in den ersten 3 Monaten(den genauen Zeitraum müßt ich nachschlagen) eben nichts anderes als ein Zellklumpen ist, der weder alleine Lebensfähig ist, noch über ein funktionierendes ZNS verfügt, welches für ein „Bewußtsein“ nötig wäre … nichteinmal ein Schmerzempfinden o.ä. sind möglich, also kann man nicht von eigenständigem und schon garnicht von menschlichem Leben sprechen.
Samstag, 1. Januar 2005 18:16
Dolfus: Die Grenzen der Philosophie
Sie verschweigen hier einiges. Es gibt ganz klare Zeugnisse aus der Zeit des Römischen Imperiums, das
dem Westlichen US-Imperium (es schließt auch de facto unser Europa ein) sehr ähnlich war: „Die Christen
unterscheiden sich dadurch von den Heiden, daß sie die Leibesfrucht nicht töten.“
Nicht einmal die Überlegungen eines tonangebenden Theologen wie die des Aquinaten aus dem turbulenten Mittelalter kann die nahtlose und eindeutige Haltung der christlichen Generationen seit Christi Auftreten beiseite wischen.
Philosophische Reflexion ist eben nicht imstande, sämtliche wissenschaftliche Fragen zu lösen, und Biologe war St. Thomas keiner. Die Biologische Wissenschaft der Jetztzeit gibt dem christlichen Lebensschutz recht, denn sie weist nach, daß die Frucht im Leibe bereits ein Leben ist und nicht etwa ein Fleischklumpen wie beim Metzger nebenan.
Nicht einmal die Überlegungen eines tonangebenden Theologen wie die des Aquinaten aus dem turbulenten Mittelalter kann die nahtlose und eindeutige Haltung der christlichen Generationen seit Christi Auftreten beiseite wischen.
Philosophische Reflexion ist eben nicht imstande, sämtliche wissenschaftliche Fragen zu lösen, und Biologe war St. Thomas keiner. Die Biologische Wissenschaft der Jetztzeit gibt dem christlichen Lebensschutz recht, denn sie weist nach, daß die Frucht im Leibe bereits ein Leben ist und nicht etwa ein Fleischklumpen wie beim Metzger nebenan.
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