Die Alte Messe wird in der Kirche nicht kampflos an ihren alten Platz zurückkehren können.
(kreuz.net) Daß der Papst die Alte Messe freigeben will, ist ein offenes Geheimnis.
Daß das aber bisher
nicht geschehen ist, scheint an innerkirchlichen Widerständen gegen ein solches Vorhaben zu liegen.
Für einen außenstehenden Beobachter sei es erschütternd zu sehen, mit welcher Verbissenheit die verschiedenen
liturgischen Schulen in dieser Frage aufeinander losgehen.
Das erklärte Marco Tosatti gestern in der
Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’.
Die meisten Intrigen laufen nach Tosatti in der Gottesdienstkongregation.
Diese gilt immer noch als eine Hochburg der Schule des später in Ungnade gefallenen Erzbischofs Annibale
Bugnini († 1982).
Mons. Bugnini gilt als Vater der Neuen Liturgie.
Als der päpstliche Entwurf für
die Freigabe der Alten Messe bei der Gottesdienstkongregation ankam, mobilisierten sich dort sofort die
Gegner einer Liberalisierung.
Der Präfekt der Kongregation, Francis Kardinal Arinze, soll dem Treiben
in seiner Kongregation schweigend zugestimmt haben.
Die Gegner in der Gottesdienstkongregation forderten
weitere Restriktionen. Zum Beispiel wollte man die für die Einrichtung einer Alten Messe notwendige Zahl
von Gesuchstellern von dreißig auf hundert erhöhen.
Nach Tosatti gab es in der Gottesdienstkongregation
insbesondere den Versuch, den Sekretär der Kongregation, Mons. Malcolm Ranjith, von den Beratungen auszuschalten.
Diesem soll es aber dennoch gelungen sein, dem Dokument vor seiner Rücksendung an den Papst eine lange
Liste von Anmerkungen anzufügen, um dem Schreiben seinen ursprünglichen Sinn wiederzugeben.
Inzwischen
hat der Papst das Dokument an den Präfekten der Kleruskongregation, Dario Kardinal Castrillón Hoyos,
zurückgeschickt.
Kardinal Castrillón war auch für die ursprüngliche Textversion verantwortlich.
Die nächsten Stationen sind die Bischofskongregation und die Glaubenskongregation.
Tosatti glaubt, daß
der Papst den Text wenn nicht sehr schnell, so doch in absehbarer Zeit veröffentlichen wird.
Angeblich
ist die Weihnachtszeit im Gespräch. Im besten Fall sei sogar ein Erscheinen des Dokumentes am 8. Dezember –
dem Fest der Unbefleckten Empfängnis – möglich.
„Aber man wird sehen müssen, wieviel Widerstand die
Gegner dem Dokument noch entgegenstellen können“ – so Tosatti.
Auch wenn die Freigabe der Alten Messe
zustande komme, werde man nicht zu einer totalen Liberalisierung gelangen, wo jeder Priester die Messe
nach Belieben zelebrieren könne:
„Denn jeder Bischof ist dafür verantwortlich, wie die Messe in seiner
Diözese gefeiert wird.“
„Darum hängt alles von den Bedingungen ab“ – so Tosatti.
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41 Lesermeinungen
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#40 AthanasiusII 13:36:45 | Freitag, 13. Oktober 2006
Noch eine Weitere Quelle Thomson Francis J. The legacy of SS. Cyril and Methodius in the Counter-Reformation:
the Council of Trent and the question of scripture and liturgy in the Vernacular, together with an account
of the subsequent consequences for the Slavo-Latin (Glagolitic) rite and the Bible in Croation translation.-
In: Methodios und Kyrillos in ihrer europäischen Dimension / Konstantinou E. [edit.], Frankfurt am Main, ,
2005, p. 87-246.- (Philhellenische Studien; 10)
#39 Athanasius 13:32:25 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Giuseppe Können Sie bitte die Homepage und evtl. weitere Quellen nennen? Danke! Weitere Quellen: www.hr/darko/etf/japun.html
Ich bin auch neugierig nach neuen Quellen und evt. eine Homepage. Denn den Römischen Ritus in glagolitischer
Schrift bzw. altschlawischer Sprache verdrängte der Novus Ordo Missae auch in Jugoslawien/Kroatien. Wie
die vielen alten Bräuche der Orden und der Regionen (etwa den Braga-Ritus und den Ambrosianischen Ritus).
Man versteht immer mehr, wieso die Intellektuelle Englands und Wales’ 1970 vor Paul VI. die „Neue Messe“
als fatal für die europäische Kultur und Kunst bezeichneten. Das taten sogar Juden, Agnosten und Anglikaner
(Stichwort: Agatha Christie Indult)!
@athanasius1957: Glagolitischer Ritus in Kroatien athanasius1957: „seit der unabhängigkeit kroatiens
1991 ist eine rückbesinnung auf diese sonderform evident. es gibt sogar eine eigene homepage. gottseidank
haben einige klöster auf den inseln die meßbücher und stundenbücher nicht entsorgt sondern bewahrt.“
Können Sie bitte die Homepage und evtl. weitere Quellen nennen? Danke!
#37 thaumaturgos 08:19:41 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Andreas für Eminenz muss der epi scho ein kardinal sein sonst tuts ein ganz gewöhnliches Euer Gnadenoder
Exzellenz im übrigen ist ein freundliches Grüß Gott, Herr Bischof nicht ganz falsch im Englischen ist
die höflichste Variante immer noch Mylord
#34 Protestant 21:40:36 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Hass!!!! Schon wieder Hass!Offensichtlich gehört das Wort Hass zu deinen Lieblingswörtern!Eine ganz
ehrliche Meinung: Deine Beiträge widern mich einfach nur an!So oft, wie du in deinen Beiträgen von Hass
sprichst, hat das garantiert nichts mehr mit dem Christentum zu tun!Du solltest einfach mal überlegen,
was du sagst und in dich gehen! Aber vor lauter Hassgefühlen klappt das wohl sowieso nicht mehr! Sorry,
dieser Beitrag mag zwar polemisch klingen, aber laikos macht mir Angst, weil er ein Hassprediger ist,
und auf dieser Seite so viele Leute voll darauf abfahren!
#33 laikos 21:36:18 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Exkommunikation Da es in meiner Diozöse besonders arg zu geht was die Messe und den Traditionshaß angeht
und jede Bemühung, jede Anstrengung, jede Beweisführung, jede Konstruktive Kritik nur ins Leere führt
habe ich jetzt Beschloßen mich Exkommunizieren zu lassen. Da ich das nicht selbst machen will habe ich
mir einen kleinen Trick ausgedacht. Ich gehe in einer unserer besonders Argen modernen Kirchen dort knie
ich mich hin (Ein verbrechen nach modernistischer Ansicht), Dann besitze ich auch noch die Frechheit einen
Rosenkranz auszupacken und danach werde ich ihn beten und zwar auf LATEIN !!! Danach katapultiere ich
mich auf der Liste der meistgehaßten Menschen in die Topposition. Und danach werde ich exkommuniziert
werden Schlau muß man halt sein
#31 athanasius1957 20:35:01 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ thaumaturgos das gabs schon, nur eben vor 1965: ad experimentum durfte in den kriegsjahren nach 1940
in schlesien der ritus in deutsch nach dem schott gefeiert werden. noch länger liegt der glaglotische
ritus an der kroatischen küste zurück. dieser wurde exakt nach dem ritus romanus seu tridentinus in
kirchenslawisch gefeiert und verschwand mit dem novus ordo in der versenkung. seit der unabhängigkeit
kroatiens 1991 ist eine rückbesinnung auf diese sonderform evident. es gibt sogar eine eigene homepage.
gottseidank haben einige klöster auf den inseln die meßbücher und stundenbücher nicht entsorgt sondern
bewahrt.
#29 Karl Murx 17:42:02 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Das sagen die Zeugen Jehovas auch Wahrscheinlich hat der liebe Gott genau deswegen die Nase voll. Das
Filioque ist genau der Punkt, der die Einheit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit garantiert, ansonsten
hätten wir es mit einem Tritheismus zu tun, oder nur der Vater wäre Gott. Warum spricht denn Scheeben
von einem Schisma in Gott, wenn er auf Photius zu sprechen kommt? Ja, die Zeugen Jehovas halten genau
das den Katholiken vor, daß sie sich doch selbst gar nicht dafür interessieren und es in ihrer täglichen
Religion gar keine Rolle spielt. Deswegen ist genau das die Gretchenfrage geworden, denn hier scheidet
sich die Spreu vom Weizen, genau hier scheidet die Dreifaltigkeit die Katholiken von den Moslems, Juden
und Zeugen Jehovas, Sozinianern und Adventisten. Genau hier muß sich jeder überlegen, wo er hingehört.
#28 Sirilo 17:17:11 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@Murx „Nur Katholiken glauben an das Filioque.“ Nach meiner Erfahrung wissen die meisten Katholiken gar
nicht, was das Filioque ist, und von denen, die es wissen, verstehen es die meisten nicht…
#26 Karl Murx 16:40:09 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Bitte sachbezogen antworten, Atha! Zur Debatte stehen: Der Kanon 9 des Konzils von Ephesus Der Kanon 12
des II. Konzils von Konstantinopel Das Credo des 11. Konzils von Toledo Dörmanns Buch, Band II/3 der
„Trinitarischen Trilogie“ gegen –---------------------- Die Form Pauls VI. Dominum et Vivificantem von
JPII Die Frage 47 des Kompendiums zum KKK Die „Klarstellung“ des „Päpstlichen Rates zur Förderung der
Einheit unter den Christen“, Osservatore 24.5.96, Seiten 11 – 13. Die Lima-Liturgie von Max Thurian –--------------------------
Entweder kannst Du zur Sache etwas sagen, ansonsten bitte heraushalten. Nur Katholiken glauben an das
Filioque.
#25 Athanasius 16:29:20 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@Murx Sie sind wohl wirklich dogmatisch in Ihrer Verkündigung der Glaubenswahrheit „Die Paul VI. Weihen
nach dem 1.1.1969 sind ungültig“? Durch Wiederholung wollen Sie es jedem aufzwingen, eigene Thesen von
Sedisvakantisten, die nicht einmal zu beweisen sind und einer falschen Lektüre von Sacramentum Ordinis
(1947) entspringen.
#23 Benedikt 16:25:57 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Murx… …hat natürlich ein schweres Problem mit der Freigabe. Dass seiner Ansicht nach Ungeweihte irgendein
Ritual (sprich: die katholische Messe nach dem aktuellen Messbuch) vollzogen, konnte ihm noch egal sein,
die Vorstellung, dass diese nun die Messe nach den Messbüchern zelebrieren, die auch seine „Priester“
verwenden bereitet ihm natürlich Magengrimmen . Die Zeiten, in der irgendwo dahergelaufene Typen über
die Gültigkeit der Weihen der Heiligen Römischen Kirche befinden ist jedoch noch nicht angebrochen.
Und wird auch niemals anbrechen.
#22 Karl Murx 16:21:27 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Vor allem: vielen NOM-Presbyter werden Zweifel kommen,… …ob sie überhaupt zelebrieren können. Auch
das Thema der Weihen wird dann nicht mehr unter dem Teppich bleiben. Dörmanns Bücher gibt es auch auf
Ennglisch bei Amazon. Der Abschnitt über das Filioque dürfte in Zukunft mehr Leute interessieren.
#21 Andreas 15:48:01 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Lieber Landorganist, wenn… …1 Mrd. Katholiken wirklich katholisch wären und nicht nur Taufschein-Kandidaten,
hätten Sie recht. Wer ist aber bitteschön noch katholisch? Wer steht hinter dem Lehramt, wer weiß die
Glaubensgrundsätze. Unsere Kommunionkinder können heute weder die 10 Gebote geschweige denn ein Credo,
vom Vater Unser zu schweigen. Rosenkranz? Für Omas. Der katholische Glaube ist doch zu einem humanistischen
Allerlei degradiert worden. Protestantisch und relativistisch bis ins letzte Detail. Da paßt der NOM
mit seinem Zirkus allerorten bestens hinein. Leute, die nicht wissen, für was sie in die Kirche gehen,
muß man eben unterhalten. Dann wird es auch nicht langweilig. Die Mehrheit der Katholiken heute kann
man vergleichen mit Bürgern eines Staates, der niemandem seine Gesetze bekannt gibt. Oder eines Staates,
in dem sich niemand an Gesetze hält. Folge: Anarchie und Willkür. Komisch, daß in der BRD niemand sich
gegen Gesetze auflehnt. In der Kirche aber ist das tägliches Geschäft. Die Freigabe der ALten Messe
wird über kurz oder lang einen Erdrutsch auslösen. Ob Benedikt XVI das weiß, entgeht meiner Kenntnis.
Aber es werden sich Fronten auftun! Heilsame Fronten.
#20 landorganist 15:12:08 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Merkwürdige Zahlen sind das. Wenn ich die katholische Kirche meine, meine ich die Weltkirche, mit 1.1
Milliarden Katholiken. Was spielt da die Pius-Sekte für eine Rolle? Was zählen da ein paar Tausend Leute,
die die alte Messe wollen? Von mir aus, bitte schön, aber das ist ja nur die Spitze der Forderungen.
Was wird als nächstes gefordert, wenn die alte Messe zugelassen ist? Oder verliert dann kreuz-net die
Existenz-Berechtigung? Nein! Die Forderungen dehnen sich aus auf gesellschaftliche Rückwärtsbewegungen.
Das ist doch hier ständig nachzulesen.
#17 Benedikt 14:26:39 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ Protestant Die Frage ist ausgezeichnet!Ich schätze mal, dass bei der Wiedereinführung der „alten Messe“
von den 8 Millionen max. ca. 500.000 in die Kirche gehen, Immerhin sind Sie Optimist. Es würde mich sehr
wundern, wenn die Gottesdienstzahl überhaupt signifikant ansteigen würde. aber von den verbliebenen
4 Millionen mindestens die Hälfte zuhause bleiben. Es geht hier nicht um eine Ersetzung der neuen Messordnung
durch die alte, sondern um eine Parallelexistenz. Ansonsten hätten Sie vermutlich recht. Die liturgische
Bildung ist schon seit Jahrzehnten zu schlecht, als das man mit der alten Liturgie noch etwas anffangen
könnte.
#16 Schüttel 14:25:21 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Nicht verengen auf die alte Messe! Es geht um die Ganzheit des Katholischen, das natürlich in der Messfeier
seine Mitte und seinen Höhepunkt hat, wie sogar Sacr. Conc. des Vat II. sagt. Es geht um Erneuerung der
übernatüröichen Sicht des Glaubens, Entfernung des latenten Modernismus. Die „Familiengottesdienste“,
die „Protestant“ erwähnt, sind in der Regel keine katholischen Gottesdienste mehr. Da gehört der ganze
Willi-Hofsümmer-Kram hin, der eine spätbürgerliche Sonntagbeschäftigung, aber keine christliche Liturgie
mehr darstellt. Es stellt sich die Frage, ob katholische Kirche an der basis noch vorhanden ist. Wahrscheinlich
ist wirklicher katholischer Glaube nur noch in FSSPX- und Petrusbruderschaft-Kreisen, in einigen Klöstern
oder in Oasen wie Maria Vesperbild vorhanden. Die „alte Messe“ begünstigt das Gesamt des Glaubens in
Richtung katholische Wahrheit. Die angeberischen Mietlinge des Kirchensteuersystems reden über alles
(„Kard.“ Lehmann zuletzt mit den Grünen), nur nicht von dem, worauf es ankommt. Aber das hat Prof. May
in einem Interview auf kreuz.net noch viel besser ausgedrückt!
#15 Frasim 14:21:57 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@Protestant Die Frage ist ausgezeichnet! Die Frage von Toby ist noch ausgezeichneter und bisher immer
noch unbeantwortet geblieben! Wo sind die Früchte, das neue Pfingsten in der Kirche? Ich schätze mal,
dass bei der Wiedereinführung der „alten Messe“ von den 8 Millionen max. ca. 500.000 in die Kirche gehen,
aber von den verbliebenen 4 Millionen mindestens die Hälfte zuhause bleiben. Schätzen bringt uns leider
nicht weiter! Der Versuch, die Messe zu „öffnen“, ist kläglich gescheitert, das beweisen die Besucherzahlen.
Versuchen wir, diese wieder zu steigern (zB durch die alte Messe). Wir können nicht erahnen, was für
eine gewaltige Kraft in der alten Messe steckt und von ihr ausgeht. Ich kenne jedenfalls in meinem großen
Familien- und Bekanntenkreis kaum römisch-katholische Christen, die sich nach der „alten Messe“ zurücksehnen.
Im Gegenteil, die Leute schauen z.B. gezielt nach Familien- und anderen Gottediensten, die eben nicht
eine solch feste Liturgie haben. Familienkreise sind auch kaum repräsentativ, oder?! In meinem Bekanntenkreis
zB sehnen sich fast alle nach der alten Messe… Und außerdem gibt es keinerlei Beweise dafür, dass
Gott nicht auch in einer etwas lockereren Art und Weise gelobt werden möchte. Und wo ziehen Sie da die
Grenze? Was für den einen noch „lockeres“ Lob (eigentlich ein Widerspruch: Entweder lobe ich, und dann
mit voller Kraft in den höchsten Tönen, oder ich lass das loben bleiben, finden Sie nicht?!) ist, ist
für den nächsten schon Blasphemie. Und das nennt sich dann noch al…
#14 Pünktchen 14:10:52 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
duc in altum: In Düsseldorf gibt es würdig gefeierte Messen nach dem NOM und in Latein (oft konzertant
gestaltete Hochmessen) in der Kirche St. Maximilian in der Altstadt („Maxkirche maxkirche.de/“); Der alte
lateinische Ritus wird zelebriert in der am Fleher Deich gelegenen neo-gotischen Kirche St. Dionysius
in Düsseldorf-Volmerswerth.(Abteihofstr. 25) Die Gottesdienstzeiten lauten: jeden Sonntag: 10.30 Uhr
(Hochamt), Mo. bis Mi.: 7.30 Uhr, Do. bis Fr.: 18.30, Sa.: 8.00 Uhr. Die Zelebration der hl. Messe wird
von Priestern der Priesterbruderschaft St. Petrus (Köln) durchgeführt. (Es ist mir übrigens unbegreiflich,
daß der Hinweis auf diese Zelebrationsstätte, die immerhin schon seit mehreren Monaten eingerichtet
ist -seit Pfingsten- auf den einschlägigen Seiten der Petrusbruderschaft fehlt!)
#13 mariokin 14:02:57 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@sirilo Nein, bis auf einige der 8 Millionen gehen vielleicht 7.800.000 gar nicht mehr zur Messe. Das
ist ja das offensichtliche Resultat der Eperimentiergottesdienste und der von der kathol. Glaubenslehre
vielfach abgefallenen Theologen, die die vorletzten und letzten Generationen an Priestern und Gläubigen
bis heute prägen und beeinflussen. Kein Wunder also.
#12 Protestant 14:02:43 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@sirilo Die Frage ist ausgezeichnet!Ich schätze mal, dass bei der Wiedereinführung der „alten Messe“
von den 8 Millionen max. ca. 500.000 in die Kirche gehen, aber von den verbliebenen 4 Millionen mindestens
die Hälfte zuhause bleiben. Ich kenne jedenfalls in meinem großen Familien- und Bekanntenkreis kaum
römisch-katholische Christen, die sich nach der „alten Messe“ zurücksehnen. Im Gegenteil, die Leute
schauen z.B. gezielt nach Familien- und anderen Gottediensten, die eben nicht eine solch feste Liturgie
haben. Und außerdem gibt es keinerlei Beweise dafür, dass Gott nicht auch in einer etwas lockereren
Art und Weise gelobt werden möchte. Um eins klar zu machen-es muss für alle Gottesdienstformen geben,
wir dürfen den Gottesdienst auf keinen Fall uniformieren, denn das Volk Gottes ist vielfältig, aber
keinesfalls einfältig.
@ Sirilo Es sind also 8 Millonen Gottesdienstbesucher zu den Meßfeiern im Alten Ritus abgewandert? Das
zwar nicht, aber die Verfechter der neuen Liturgie behaupten doch immer, dass die gegenwärtige Form der
Messfeier sozusagen die „attraktivere“ sei, also die verständlichere, ansprechendere und durchsichtigere
Messform. Da frage ich mich schon, wo die Gläubigen geblieben sind. Nach den Erwartungen der Reformer
hätte die Zahl der Gottesdienstbesucher nach dem „Frühling“ des Konzils und nach der Einführung der
neuen Riten, die nun endlich wieder den „Glanz edler Einfachheit“ tragen, zunehmen müssen. Aber wo sind
sie geblieben?
#9 duc in altum 13:48:49 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Ich bin zwar kein Verfechter der alten Messe und habe auch noch nie einer beigewohnt. Generell meine ich
aber, daß eine zig 100jährige Praxis nicht so einfach abgeschafft und geächtet werden kann. Ich persönlich
stehe auf feierliche, authentische, musikalisch und textlich anspruchsvolle Messen. Diese können auch
gerne mal in Latein sein, was ich zwar eigentlich nicht kann, aber im großen und ganzen kann ich es verfolgen.
Ich würde mit großem Interesse die alte Messe Besuchen. In unserer wunderbaren Kirche St. Peter …ankt-peter-duesseldorf.de/
in Düsseldorf haben wir einen alten Hochaltar, die Kirche würde sich wunderbar dafür eignen. Ich fände
es eine spannende und interessante Alternative zu den poppigen Hallelujaschlumpfspektakeln, die heute
so gerne gefeiert werden. Auch wenn ich nicht ausdrücklich nach der alten Messe verlange, bin ich doch
ein großer Sympathisant. Vielleicht können wir ja schon bald loslegen.
Abstimmung mit den Füßen Gotthard schrieb: ich frage mich auch, woher der Widerstand gegen die heutige
Zelebration der Hl. Messe kommt. Fragen Sie doch mal die Leute, die seit1969 mit den Füßen abstimmen:
Seit Einführung der neuen liturgischen Bücher ist die Zahl der Gottesdienstbesucher an Sonntagen von
rund zwölf auf vier Millionen gesunken. Dabei tragen die Riten doch jetzt endlich den „Glanz edler Einfachheit“
und man kann alles so gut in der Landessprache verstehen. Komisch, wo ist der Frühling des Konzils geblieben?
@Guiseppe Erlauben Sie, dass ich korrigiere: Gotthard fragte nach Widerstand gegen die HEUTIGE Messzelebration
(=NOM?!). Daher müsste man antworten: Von denjenigen, die die Vorschriften und die Empfehlungen, wie
sie auch in der Instruktion Redemptionis Sacramentum (2004) zusammengefasst sind, noch ernstnehmen und
umgesetzt sehen wollen.
#6 Guiseppe 13:24:59 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@Gotthard Gotthard: „ich frage mich auch, woher der Widerstand gegen die heutige Zelebration der Hl. Messe
kommt.“ Von denjenigen, die die Vorschriften und die Empfehlungen, wie sie auch in der Instruktion Redemptionis
Sacramentum (2004) zusammengefasst sind, permanent mißachten.
@landorganist Mit Verlaub, aber da haben Sie doch keine Ahnung! Diese 100-200 „versprengten Seelen“ gibts
allein schon hier in und um Augsburg (mich dazugerechnet), dazu noch die ca. 300 Katholiken, die sich
im Bistum Mainz schon seit Jahren vergeblich um die alte Messe bemühen. Dies sind nur zwei Bsp., ich
denke in jedem Bistum liegen ähnliche Situationen und Zahlen vor. Und nicht zu vergessen die hunderte
(gar tausende??) Pius-Anhänger, die sich ein Pontifikalamt vom Hl. Vater im trident. Ritus wünschen…!
#4 Gotthard 13:14:49 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Widerstand ich frage mich auch, woher der Widerstand gegen die heutige Zelebration der Hl. Messe kommt.
Die Kirche wartet nun wahrhaftig nicht auf eine solche „Freigabe“ …
#2 Peccator 13:13:35 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Gebet für den Papst „Daß das aber bisher nicht geschehen ist, scheint an innerkirchlichen Widerständen
gegen ein solches Vorhaben zu liegen“ Deshalb hat Bischof Fellay alle Gläubigen dazu aufgerufen, gemeinsam
eine Millionen Rosenkränze für den Papst zu beten (bis Ende Oktober). Bitte helft mit bei dieser großen
Aktion zur Unterstützung des Hl. Vaters.
#1 ExBochumer † 13:11:11 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Ein bestes Beispiel könnte Papst Benedikt XVI. geben, indem er eine Hl. Messe im Ritus 1962 feiern würde.
Aber da bin ich vermutlich allein in meinen Wünschen.