In der Vergangenheit hat es immer wieder spektakuläre Meldungen zur Liberalisierung der Alten Messe gegeben – die anschließend von der Wirklichkeit dementiert wurden.
(kreuz.net, Rom) „Um die Zelebration der lateinischen Messe nach dem alten vorkonziliären Missale des
Heiligen Pius V. zu erleichtern, wird Benedikt XVI. in Kürze ein »Motu proprio« veröffentlichen.“
Dieser Satz steht nicht in irgendeiner mehr oder wenig gutinformierten Zeitung, sondern in einem Artikel,
der gestern auf der Webseite der Italienischen Bischofskonferenz publiziert wurde.
Der Artikel stammt
von ‘Sir’ – der Presseagentur der katholischen Wochenzeitungen Italiens – die von der italienischen Bischofskonferenz
gefördert wird.
Der Text beruft sich auf „bedeutsame vatikanische Quellen“, welche die gestern morgen
publizierten Presseberichte „bestätigt“ hätten.
Nach der Veröffentlichung des bevorstehenden Dokumentes
sei es möglich, den Alten Ritus für jene Gläubigen zu zelebrieren, die es wünschen.
Der genaue Zeitpunkt
der Veröffentlichung des Dokumentes sei von der genannten vatikanischen Quelle nicht bekanntgegeben worden.
Das Motu proprio werde das Indult „ersetzen“ – Anführungszeichen im Originaltext –, das Johannes Paul
II. im Jahr 1984 promulgierte, „um dem Bitten der Gläubigen, die Nostalgie nach dem Alten Ritus haben“,
entgegenzukommen.
Heute doppelte auch die italienische Tageszeitung ‘Avvenire’ nach, die von der Italienischen
Bischofskonferenz herausgegeben wird.
Der Titel des Artikels: „Bald ein Dokument über die Messe von
Pius V.“.
‘Avvenire’ bezieht sich auch auf ein Interview mit dem Sekretär der Gottesdienstkongregation,
Erzbischof Albert Malcolm Ranjith Patabendige Don, das nächste Woche in der katholischen Monatszeitschrift
‘30Giorni’ veröffentlicht wird.
Darin erklärte der Erzbischof, daß die Alte Messe vom Meßbuch von
Paul VI. nicht als „abgeschafft“ betrachtet werden könne.
Andrea Tornielli schreibt heute in der Mailänder
Tageszeitung ‘Il Giornale’, daß Bittsteller für die Alte Messe unter dem alten Indult häufig mit Bischöfen
konfrontiert gewesen seien, die zwar bereit waren, den Orthodoxen Kirchen zur Verfügung zu stellen, diese
aber den Traditionalisten verweigerten.
Das bevorstehende Motu proprio werde den Bischöfen in Zukunft
die Möglichkeit nehmen, eine Bitte um die Alte Messe zu verweigern.
Die Bischöfe hätten nur noch das
Recht, die Zelebration der Alten Messe zu regeln, während diese direkt von den Priestern erbeten werden
könne.
Damit werde das neue Dokument nichts anderes tun, als das Indult von Johannes Paul II. vollständig
und effektiv umzusetzen.
Es stelle keine „traumatische Rückkehr zur Vergangenheit“ noch eine „Leugnung
des Zweiten Vatikanischen Konzils“ dar.
Vielmehr werde das „volle Bürgerrecht“ einer Messe anerkannt,
die nie abgeschafft worden sei und die in Zukunft als „universal“ und „außerordentlich“ definiert werde.
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77 Lesermeinungen
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#76 Perpetua 01:52:38 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
Von Wojtyla zu Ratzinger oder: Vom Regen in die Traufe an Criticus und alle, die „so gebildet“, aber noch
nicht aufgewacht sind. Vor allem bitte nicht alles nachplabbern, was auf irgendwelchen Hetzseiten verbreitet
wird, sondern sich in die nächste theologische Bibliothek begeben und lesen, lesen, lesen! Von welchen
Hetzseiten soll ich nachgeplabbert haben? Wo gibt es noch eine theologische Bibliothek, die noch nicht
vom freimaurerisch-antichristlich-judaisierten Vatikan zensiert worden wäre? Wofür «Papst» Wojtyla
sich zeitlebens eingesetzt hat, ist ja allbekannt: für die Aufweichung und Auflösung der Gegensätze
zwischen allen falschen und der einen wahren Religion; für das Entstehen einer «multikulturellen» «Weltgesellschaft»;
für das politische «Zusammenwachsen» EU-ropas und der «Einen Welt» des Antichristen; für die jüdisch-freimaurerischen
«Menschenrechte» anstatt der Rechte Gottes und Jesu Christi; für den faulen und morschen «Frieden,
wie die Welt ihn gibt» (Joh. 14, 27). Steht von seinem Nachfolger, dem angeblich konservativ(er)en «Papst»
Ratzinger, eine Kursänderung zu erhoffen? Ja, allerdings! Eine Wende hin zum (noch) Schlimmeren, eine
beschleunigte Transformation der «Kirche des II. Vatikanums» in die antichristliche «Menschheitskirche»!
Ausbildung nur für Priester? Es wird mich sehr interessieren ob es für die MT Lernunterlagenfür Messdiener
gibt. Ein befreundeter Priester der ein Privat Indult hat die MT zu feiern wird mich einweisen aber ich
möchte schon vorher etwas mehr wissen als was im alten Schott steht. Leider können wir bis jetzt die
MT nur Üben und nicht feiern. Persönlich ist er Pessimistisch: „die Deutschen Bischöfe werden schon
Weg finden die MT zu verhindern“ Ora pro MT!
@ stimme der vernunft Zwei Kerzen werden sich doch wohl noch auftreiben lassen. Dann werden halt ausschliesslich
stille Messen gelesen, damit man nicht wegen Kerzenmangels gar noch ungültige Messen liest. Übersteigerter
Ritualismus könnte konsequent zuende gedacht tatsächlich zu einem solchen Ziel führen. Dennoch finde
ich die Sache mit den Kerzen ganz schön. Ich habe mich als Kind immer gefreut, wenn ich Kirchenraumschmuck
im Wechsel der Jahreszeiten wiedererkannt habe („Aha, jetzt ist wieder die Zeit, in der das Kreuz verhüllt
wird“ etc.).
@Athanasius So habe ich das nicht unbedingt gemeint. man kann über das Problem der Sedisvakanz durchaus
diskutieren. Es gibt dazu Stellungnahmen nahmhafter Theologen in beide Richtungen. Leider sind die lehramtlichen
Aussagen zu diesem Punkt sehr schwach und allesamt nicht schlagend. So gibt es durchaus Indizien, daß
der Papst nicht Papst ist (trifft auf den letzten in erhöhtem Maße zu). Demgegenüber gibt es durchaus
Argumente für die Gegenposition, welche mir augenblicklich gewichtiger erscheinen. Festzustellen bleibt,
daß die Theorie des Sedisvakantismus eine theologische Meinung ist. In jedem Fall darf man nicht intuitiv,
sondern sachlich und quellenbezogen diskutieren. Vielfach werden jedoch in solchen Kreisen die wüstesten
Theorien verbreitet, die nicht zu halten sind. Insgesamt ist die Frage jedoch nicht relevant für unser
Seelenheil und lediglich akademisch interessant. Denn wie man alles auch beurteilen mag, wenn der Papst
irrt, darf man ihm nicht folgen. In der praktischen Auswirkung ist die Frage also ohnehin geklärt. Warum
man dann ein so ideologisches Aufheben macht, ist mir schleierhaft. Man kann die Beurteilung dieser Phase
in der Kirchengeschicht durchaus den Päpsten der Zukunft überlassen.
#71 Athanasius 13:12:02 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Criticus Dem kann ich völlig zustimmen. Oft ist es nur die Empörung über die Krise die emotional-leichtgefühlige
Leute über Honoriusfall und Pertinacitas hinwegschauen läßt, und Sedisvakantismus verkünden läßt.
Die „Kreuz“-Vorwürfe perpetuas sind deutlich. Im Wappen Benedikts XVI. stehen genau soviele Kreuze wie
im Wappen vom hl. Pius X. Genau 2, in den Schlüßeln.
@Benedikt Naja, wer sie verscherbelt hat, der hat sie noch. Zwei Kerzen werden sich doch wohl noch auftreiben
lassen. Dann werden halt ausschliesslich stille Messen gelesen, damit man nicht wegen Kerzenmangels gar
noch ungültige Messen liest.
@Perpetua Vor allem bitte nicht alles nachplabbern, was auf irgendwelchen Hetzseiten verbreitet wird,
sondern sich in die nächste theologische Bibliothek begeben und lesen, lesen, lesen!
@ athanasius1957 kerzenständer minimum 6 (2 bei den stillmessen und 6 bei den ämtern)… Naja, wer sie
verscherbelt hat, der hat sie noch. Allzuviele Kirchen sind nach 1969 ja nun nicht gebaut worden. @ Heggi
Welchen Sinn macht z.B. die…„viel reichlicher gedeckte Leseordnung“ bei weiterhin massiv rückgängigem
Gottesdienstbesuch? Die Frage ist falsch gestellt. Sie muss heißen: Was macht eine reichere Leseordnung
in den liturgischen Büchern für einen Sinn, wenn in wenigstens 70% der Kirchen nie oder nur zu 3-4 Gelegenheiten
die dritte Sonntagslesung verkündet wird? Die Ausnahmeregelung im Missale ist ein Verstoß gegen Sacrosanctum
Concilium. Der standardmäßige Wegfall der Lesung ebenfalls. @ Perpetua Er zeigte sich nach seiner „Papst“-Wahl
als Förderer der Verehrung der heidnischen Götter Pan und Pros Ah ja? Wo? sucht, wo es geht, das Kreuz
zurückzudrängen, wie (…) sein Wappen beweis[t]. Ich bitte Sie, mit zu zeigen, wo sich ein Kreuz im
Wappen zB des Hl. Pius X. upload.wikimedia.org/…/7f/Stemma-Pio_X.jpg befindet. Sie schwätzen einfach
dummes Zeug daher. Ein Teil sind irgendwelche Tiraden, der andere Teil leicht widerlegbare Behauptungen.
@ tau Hallöchen!!!! Danke Dir für das Lob! Ich bin eigentlich schon so müde, dass ich keinen richtigen
satz nehr zusammenkrieg, aber das musste noch gesagt werden… hmmm… werd gleich mal das mit dem Hasenbraten
im Leserbereich checken (grins), sonst habe ich da heute nur zwei mittellustige Rätsel gelesen, konnt
mir grad noch das Lachen verkneifen…
@ Breze: Super Beitrag eben (hat was mit dem christlichen Glauben zu tun)! Übrigens, im Leserbereich
hab’ ich gerade gelesen, „religiöser Hasenbraten ist im katholischen erlaubt“ (oder so ähnlich). Was
meinst Du dazu? tau
@ Andreas Wo denkst Du hin, die werden doch nicht die Sedis sperren!!!! Dann ist hier ja tote Hose! Nimms
von der lustigen Seite, ich habs mir auch schon angewöhnt, nach diversen fruchtlosen Diskussionen hier…
#55 Perpetua 23:27:53 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Ratzingers römische Apostasie-Symbolik In der römischen Kirche, die sich noch „katholische Kirche“ nennt,
geht ein Rückfall in das Heidentum vonstatten. Hauptverantwortlicher für diese Entwicklung ist der Priester
(1) und Theologieprofessor Joseph Ratzinger, der als Benedikt XVI. die ihm folgenden Christen in den Glaubensabfall
führt und die Welt über seine wahren Absichten bisher im Unklaren ließ. Er zeigte sich nach seiner
„Papst“-Wahl als Förderer der Verehrung der heidnischen Götter Pan und Pros und sucht, wo es geht, das
Kreuz zurückzudrängen, wie seine liturgische Kleidung am Tag seiner Amtseinführung auf dem Petersplatz
in Rom und sein Wappen beweisen. Als vom Glauben abgefallener Apostat fühlt er sich mit dem römischen
Kaiser Julian dem Apostaten verbunden und stürmt in eine Zukunft, die dem Wiederaufbau des Tempels in
Jerusalem förderlich sein dürfte.
@ es bochumer Mich würde es brennend interessieren, was Sie so unter enem „modernen“ Priester verstehen,
was Sie dazu bringt, ihn als „Satanspriester“ zu bezeichnen… Na los, beschreiben Sie so einen, bin gespannt!
#52 ExBochumer † 21:55:24 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Moderne Priester … was heißt schon „modern“? Diese „modernen Priester“ gehen mit der Zeit, sie biedern
sich dem Zeitgeist an. Mit Gott und seinem Reich hat das nichts mehr zu tun. Sie dienen einem anderen
Herrn, dem Herrn der Zeit, Satanspriester somit.
#51 athanasius1957 21:51:07 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
ad thaumaturgos der ritus wird vielleicht für alle wieder eingeführt aber es giubt keinen zwang ihn
auch zu nehmen so, vergessen Sies dass das geschieht und damit alles besser wird ich nehm mir nur die
freiheit zu träumen und zu glauben. schon martin luther king meinte „I had a dream“ und dies ist durchaus
liturgisch gemeint (joseph in ägypten, nährvater joseph, die weisen aus dem morgenland,…) gut machen
kann es nur gott (und er sah dass es gut war, genesis und so ). Er weiß schon, was er vorhat und tut.
schauen wir uns beide doch einfach in ruhe die entwicklung in nächster zeit an und ziehen dem hasen nicht
das fell ab, bevor er erlegt worden ist. ps: bzgl besser werden: schau doch einfach auf die homepage von
st. john cantius www.cantius.org/. diese kirche war zum abbruch aufgegeben und ist heute die größte
biritualkirche. empfehlenswert ist der link bzgl Musik in der Liturgie www.cantius.org/Special-Events.htm.
Diese Fülle an Musikliteratur in der Liturgie ob Novus Ordo oder Ritus Romanus findest Du kaum.
#50 laikos 21:46:08 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Mutige moderne Priester Ich bin mir sicher das sich ein mutiger moderner Priester finden wird welcher
es sich traut. Danach wird ihn der Bischof wahrscheinlich haßen eh klar. Aber da der Papst persönlich
es so gewollt hat kann er nicht exkommuniziert werden. Er wird von fast allen Menschen gehaßt und verachtet
werden, fast keiner wird seine Kirche mehr betreten und es wird ihm egal sein weil ein paar echte Katholiken
sich schon finden werden. Ein Katholik im Gnadenstand ist mehr Wert als eine Milliarde Katholiken welche
am Tag 20 Mal den Rosenkranz beten Wo wir wieder beim Thema Marianerscheinungen und Medjugorje sind
#49 thaumaturgos 21:26:34 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@athanasius1957: altäre und reste davon der ritus wird vielleicht für alle wieder eingeführt aber es
giubt keinen zwang ihn auch zu nehmen so, vergessen Sies dass das geschieht und damit alles besser wird
…
Gotthard -Welchen Sinn macht z.B. die… „viel reichlicher gedeckte Leseordnung“ bei weiterhin massiv
rückgängigem Gottesdienstbesuch? Wäre da nicht weniger im Grunde mehr? Will heißen: Was bleibt denn
z.B. bei unregelmäßigem Gottesdiensbesuch und einer Leseordnung, die sich über drei Jahre hinzieht,
am Ende hängen? Beispiel: Wenn jemand im Schnitt nur einmal im Monat seine Sonntagspflicht erfüllt,
trifft er auf die Lesung vom vergangenen Sonntag erst wieder in ca. zwölf Jahren. Ist nicht da eine einjährige
Leseordnung pädagogisch sinnvoller? Und: Was ist mit den für die meisten sehr schwierigen alttestamentlichen
Texten, die es erheblich vermehrt in der neuen Leseordnung gibt? Ich höre immer wieder: Das vesteht eh
kein Mensch. Gilt ja für viele auch bei der alten Leseordnung z.B. mit Texten aus dem „Buch der Weisheit“.
Ich wäre dankbar für erbeblich weniger Texte.
#47 ottaviani 21:13:17 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
wenn das dekret kommt wie überall beschrieben ist endlich klar daß es sich um 2 verschiedene riten handelt
auf die dauer kann das wie bei allen anderen riten nur gut gehen wenn aus jenen die die Messe des hl.
piusV wünschen eine eigene ritenkirche wird weil hier die frage nach den anderen sakramenten gestellt
wurde nun alle Indultgemeinschaft haben a<usdrücklich das Recht alle Liturgischen Bücher des Jahres
1962 somit ist klar das auch die Gläubigen auch aölle Sakramente im überlieferten Ritus empfangen können
nun Gotthard keine Sorge sie dürfen schon bei ihrer zeitgeist liturgie bleiben bis die ganze Struktur
der deutschen Kirche bankrott macht wirtschaftlich dauerts ja nicht mehr lang gottseidank ich bin sicher
Traditionsfreunde lassen sichern gerne ihnen und den gläubigen die das wünschen die Liturgischen Bücher
1970 der reich gedeckte Tisch der Lesungen bleibt ihnen auch wir sind bescheiden uns reicht die logische
Leseordnung der alten messe sie dürfen natürlich auch ihre komunionhelferinen und die Lekrtorinen behalten
wir brauchen das alles nicht wir haben ja gebnug priester und ministranten
#46 iustus 20:53:51 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Gotthard??? Entweder alles doppelt, was nun wirklích nicht sein kann, oder man ordnet alles neu. nein,
es muss bleiben, wie es ist!!!!!!!! Eine Änderung für einige wenige Reaktionäre ist unnötig… Jetzt
bin ich ja baff. „Nein, es muss bleiben wie es ist“ und das noch mit Ausrufezeichen. Das ist doch der
Standardsatz eines Reaktionärs. So werden die Alten die Neuen sein und die Neuen die Alten…
#45 clemens 20:51:18 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Ach, Turk: der alte Ritus kann nicht mehr so leicht Rückzugsort potentiell eigentümlicher, manchmal
psychisch gestörter und teilweise leider verrückter oder sogar verkappt widersittlicher Personen werden.
Wen meinen Sie da bitte mit dieser Unverschämtheit? Bei den Eventmessen sind die „potentiell eigentümlichen,
manchmal psychisch gestörten und teilweise leider verrücktenoder sogar widersittlichen Personen“wenigstens
nicht verkappt? Und Gotthard wiedermal: eure Freude scheint schon pathologisch zu sein! Ach wo, eher Ihre
Angst vor der MT. Oder soll man das sonst verstehen:nein, es muss bleiben, wie es ist!!!!!!!! Ist das
nicht eher reaktionär??? Eine Änderung für einige wenige Reaktionäre ist unnötig… Echt, Sie verwechseln
die Seiten!
#44 athanasius1957 20:06:28 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
altäre und reste davon nehmen wirs doch mal pragmatisch. wieviel arbeitsplätze werden dadurch neu geschaffen:
kunstdruckereien: missale romanum 1962, altartafeln mit rahmen, evangeliar, lectionar, die letzteren fürs
levitierte amt lateinlehrer: nachhilfe für priester und ministranten schneidereien und stickereien: paramenten
ein sonntagsset fürs levitierte amt: 2 stolen, 3 manipel, tunica, dalmatik, event. zeremoniale (bischofskirchen),
kassel, vespermantel, 3 birette, velum, bursa, palla, antependium… chor: leiter und sänger orgelfabriken:
orgel goldschmiede: kelch und patene, ciborien, monstranzen, kandelaber, kerzenständer minimum 6 (2 bei
den stillmessen und 6 bei den ämtern)… baugewerbe, steinmetze, architekten, innenarchitekten, schreiner,
tischler, intarsientischler… da wirds viel zu tun geben ad majorem gloriam dei. o^/
#43 Andreas 19:58:34 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Ja, Gotthard, Danke!!!!!!!! Endlich gibt ein Modernist mal zu, daß die Liturgiereform lebensnotwendig
für ihn ist! Danke, danke, danke. Es wird aber nicht so bleiben. Spätestens wenn die Alte Messe allgemein
erlaubt wird, fängt der Spaß und Kampf an.
#42 Gotthard 19:51:16 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
unnötig Entweder alles doppelt, was nun wirklích nicht sein kann, oder man ordnet alles neu. nein, es
muss bleiben, wie es ist!!!!!!!! Eine Änderung für einige wenige Reaktionäre ist unnötig…
#41 Andreas 19:14:56 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Die Kalenderreform war so unnötig, unnötiger geht es nicht. Sonntage nach Pfingsten war logisch und
gut. (Man tät dann sogar den Protestanten einen Gefallen) Alle anderen Daten, die geschoben wurden, Kappes!
Als wäre man so in Reformwut geraten, daß man alles, was einem in die Wege kam, reformierte. Erinnert
ja ein bißchen an 1792. Dort wurde ja auch das Jahr 1 eingeführt mit dem neuen 10-Monatskalender. Die
Kalenderreform ist eigentlich, meines Erachtens, der olzen gegen das Missale von 1962 gewesen. Hätte
man den alten Kalender behalten, wäre eine Kontinuität zwischen 1962 und 1969 erkennbar gewesen. Nein,
alles neu macht der Mai. Mit dem NOM begann eine neue Zeitrechnung. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es wird
in den nächsten Jahren eine Menge Probleme geben. Ich komme nicht umhin zu behaupten, eine Reform der
Reform ist unausweichlich. Entweder alles doppelt, was nun wirklích nicht sein kann, oder man ordnet
alles neu.
#40 thaumaturgos 18:58:38 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
das ist ja eine erstaunliche ansicht … Aus Furcht vor der Gemeinden werden viele Priester nur zögerlich
eine Tridentinische Messe lesen und hier wird doch immer wieder behaupte5t, dass 192% der katholiken die
messen der ewigen zeiten haben wollen ich bin sicher, die messe, wie sie heute gefeiert wird bleibt …
sie ist eben doch der ordo romanus wie konzil und past es wollten der rest ist für ein paar reaktionärte
…
#39 Benedikt 18:41:51 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ Andreas Nebenbei: Verunstaltungen à la NOM funktionieren nicht. Wieso sollte das nicht gehen? Sie haben
selber das Beipsiel von komischen Liedern im „NOM“ gebracht. Da nach dem alten Messbuch Liturgie nur das
ist, was der Priester spricht/betet, könnte man während der ganzen Messe irgendwelche Liedchen pfeifen.
Das wäre nicht mal ein Missbrauch, sondern lediglich unangebracht. Nach dem neuen Messbuch dagegen ist
streng genommen sogar ain Sanctus Lied, in dem das „Heilig“ nur einmal vorkommt verboten (es gibt aber
solche Sanctuslieder, eben weil das früher irrelevant war – der Priester betete ja das Sanctus). Das
ist nur ein Beispiel. Die alte Messe kann man genauso verunstalten wie die neue. @ ottaviani es muß das
meßbuch von 62 sein auch mit dem alten kalender Es muss vor allem einen Kalender geben. Ich persönlich
wäre dafür, die Kalenderreform rückgängig zu machen. Sie hat kaum eine Verwurzelung in der Gemeinde
(Werktagsmessen sind selten). Die wirklich wichtigen Termine sind gleich geblieben. Lokal wichtige Termine,
wie etwa das Matthiasfest in Deutschland, wurden zwar im Allg. Kalender verschoben, im Regionalkalender
steht aber der alte Termin drin. In der Slowakei gibt es auch so einer Regelung und wer weiß wo sonst
noch. Auch das Argument, dass einige Gedenktage auf dem falschen Datum lagen kann ich nicht nachvollziehen.
Das hat sich, wie zB beim Hl. Franz, auch nach der Reform nicht geändert. Also das ist wirklich Murks.
#38 Andreas 18:41:26 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Hier liegt die Sau begraben Ich denke mal, alleine bei uns im Dekanat Bad Kreuznach, wo überwiegend Liberalisten
sich die Stola umlegen, wird es so schnell keine Änderung geben. Das Motu wird zunächst wahrgenommen
als: Schön, hat das was mit uns zu tun? Dann beginnen die alten Repressalien direkt an Ort und Stelle.
Es kommt also auf die Gläubigen an. Und die Entwicklung in den nächsten Jahren. Je mehr Priester die
MT feiern, umso eher wird alles als „normal“ akzeptiert. Der Rest kommt von alleine. Besonders in D und
NL sehe ich große Probleme. CH sowieso. Es kann in Zukunft nicht bei einem Motu bleiben. Es muß noch
mehr nachfolgen. Wer weiß, was in dem Motu drinsteht. Evtl. bezieht der Papst sich auch auf die Mißstände
im NOM. Benedikt wird sich doch nicht von seinen liberalen Kardinälen unterkriegen lassen. Das wäre
untypisch für Ratzinger. Der Mann ist schlau, verdammt schlau!
#36 Gotthard 18:38:35 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Was wird aus …? was soll aus dem reformierten Liturgischen Kalender werden? Was wird aus der viel reichlicher
gedeckten Leseordnung? Was wird aus dem Kirchenjahr? Was wird aus der Spendung der anderen Sakramente?
eure Freude scheint schon pathologisch zu sein!
FSSP-Priester Die FSSP und andere sind doch glücklich mit ihrer derzeitigen Situation. Sind sie das?
Das sollten sie eigentlich nicht sein, werden sie in ihren Handlungsmöglichkeiten bislang doch seh stark
eingeschränkt. Das wäre überhaupt noch so einThema. Warum nicht FSSP-Priester in die ganz normale pastorale
Planung der Diözesen einbeziehen? In vielen Bistümern dürfen solche Priester bislang nicht einmal vertretungsweise
bei der Zelebration der genehmigten Indultmessen einspringen.
#34 Andreas 18:20:40 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Möchte mal so sagen: Im Gegensatz zum Indult von 1984 haben wir es hier eigentlich nicht mit Mausefang
zu tun. Es ist ganz klar ein Schritt in Richtung FSSPX. Die FSSP und andere sind doch glücklich mit ihrer
derzeitigen Situation. Wenn nun die Möglichkeit besteht, daß ein Priester, wenn er will, ein MT feiern
kann, dann denke ich, sollte dem nichts im Wege stehen. Wer fragt eigentlich jemanden, wenn diese ollen
Familiengottesdienste mit den Zeltlager-Liedern veranstaltet werden? Ist das liturgisch korrekt? Oder
einfach eine post-V2-Motte? Ich habe unserem Pater gesagt: Du machen Family-Meeting, ich nix spielen Orgel.
Pater sprechen: Iss’ o.K. Meine Combo spielen. Bitteschön. Wenn ich dann eine MT will, sage ich: Ich
wollen MT, weil Du machen auch Family-Meeting. Oder Du sein einseitig und intolerant? Benedikt hat bzw.
wird hier eindeutig den Tradis zuspielen. Welchen Nutzen haben Lehmann und Co. davon? Sie fürchten einen
Biritualismus bzw. spielen alles als „Formsache“ runter (auf einmal!). Als wäre ihnen die Einheit der
Kirche je ein Anliegen gewesen (siehe §218 und f.) Es gibt viele junge Priester, die jetzt erst recht
auf die MT neugierig werden. Wer sie einmal erlebt, den fasziniert sie. Sie muß natürlich würdig und
anspruchsvoll gefeiert werden. Nebenbei: Verunstaltungen à la NOM funktionieren nicht. Denn: Das bringt
den Ablauf durcheinander. Da klappt nichts mehr. Lediglich mit Handkommunion etc. sehe ich schwarz. Ich
denke, das Motu ist der Auftakt zu einer Reform der Reform. Stückweise
Ausbildung für die klassische Form des Ritus Romanus Wichtig wäre auch, dass die normalen Priesteramatskandidaten
in den normalen diözesanen Priesterseminaren die ganz normale Möglichkeit erhalten, die klassische Form
des Römischen Ritus zu erlernen, ohne deshalb schikaniert oder vom Regens schief angesehen zu werden.
#32 Freinsberg 18:16:06 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Benedikt widerspricht sich Im Liturgischen Jahrbuch schrieb Kard. Ratzimger über die Liturgireform: „Es
musste ein dringendes Anliegen sein, Priester und Gläubige wieder in einer einzigen, gemeinsamen Liturgie
zu vereinen; den gläsernen Schrein wieder zu öffnen zu einer gemeinsamen Anbetung in einem ‹vernünftigen
Gottesdienst›, wie man das Wort des römischen Kanons vom rationale obsequium übersetzen könnte.“
J. Kard. RATZINGER: 40 Jahre Konstitution über die heilige Liturgie. Rückblick und Vorblick. In: Lit.
Jahrbuch 53 (2003) 209-221. Wenn Benedikt XVI. die alte Messe (ohne jede Änderung) wiueder zulässt,
nimmt er zurück, was er da geschrieben hat. Denn die alte Messe trennt Priester und Gemeinde!
#31 Pünktchen 18:12:00 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Bischöfe Hoffentlich enthält das motu proprio auch ein „Schikaneverbot“ ! Wir alle wissen, daß es Bischöfe
gibt, die ihre Ablehnung des klassischen Ritus dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie ihn zwar gewähren,
aber nach dem Motto: „Wenn Du schon so superfromm bist, daß Du den alten Ritus haben willst, dann bist
Du doch sicher auch bereit, jegliche Unbill und Unbequemlichkeit auf Dich zu nehmen …“ (z.B lange Anreisen,
unbeheitze Räume, Kniebänke ohne Polsterung, ästhetisch weniger ansprechende Sakralräume … Der Phantasie
sind keine Grenzen gesetzt! ) Bei den konkreten diözesanen „Ausführungsbestimmungen“ geht es los und
auf örtlicher/gemeindlicher Ebene geht es munter weiter so …
#30 Aurelius 18:09:56 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ turk Außerdem bringt diese weltweite Öffnung noch etwas: der alte Ritus kann nicht mehr so leicht
Rückzugsort potentiell eigentümlicher, manchmal psychisch gestörter und teilweise leider verrückter
oder sogar verkappt widersittlicher Personen werden. Sie sagen es!
Detailfragen erst später eruierbar Über einzelrechtliche Details zu diskutieren, hat erst Sinn, wenn
die Sache draußen ist und kanonistisch einzuordnen ist. Meines Erachtens ist es bereits für den ersten
Schritt ausreichend, das bisherige „Zelebret“, das gewöhnlich nur im Konsens mit dem Inkardinationsbischof
gegeben wurde, zu „universalisieren“. Mehr wird es zunächst kaum geben. Damit kann immerhin niemand mehr
von irgendwelchen pseudo-neu-konservativen oder progressistischen Aufpassern und Rechtspositivisten „angezeigt“
werden. Allein das ist ein enormer Fortschritt. Außerdem bringt diese weltweite Öffnung noch etwas:
der alte Ritus kann nicht mehr so leicht Rückzugsort potentiell eigentümlicher, manchmal psychisch gestörter
und teilweise leider verrückter oder sogar verkappt widersittlicher Personen werden. Eine allgemeine
Normalisierung ist daher absolut zu begrüßen. Der Schlüssel liegt in der Priesterausbildung, wobei
bekanntlich der alte Ritus auch im Selbststudium angeeignet werden kann.
#28 Gotthard 17:36:54 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Erlaubnis Offen erscheint mir die Frage, wie verfahren wird, wenn Räumlichkeiten (Kirchen/Kapellen) „nicht
zur Verfügung stehen“. Muss dann der zuständige Pfarrer um Erlaubnis ersucht werden? der zuständige
Pfarrer muss immer um Erlaubnis gefragt werden, wenn ein auswärtiger Priester in seiner Gemeinde eine
liturgische Handlung vornehmen will.
#27 Copertino 17:32:22 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Neue Überlegungen für Chorraumgestalter Werden Architekten beim Neu- oder Umbau von Chorräumen in Zukunft
Rücksicht darauf nehmen müssen, dass auch die Feier des „ausserordentlichen Ritus“ ohne Behinderung
vollzogen werden kann, indem etwa vor dem Altar genügend Freiraum bis zu den Stufen bleibt zur Zelebration
versus Orientem?
#26 Gotthard 17:29:08 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@Andreas Ich werde eine für Weihnachten fordern. Da bin ich mal gespannt. im Text stand etwas von „erbitten“ …
und es stand kein Wort darin, dass ein Priester dieser Bitte stattgeben müsse…
#25 Benedikt 17:25:55 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ Athanasius Seit wann handelt es sich hier um eine Frage von Wahrheit oder nicht? Es geht ganz einfach
um zwei verschiedene Ausgaben des Messbuches. Übrigens sagen ordentlich und ausserordentlich nur etwas
über die Verwendungsfrequenz aus. Allerdings. Und in sofern ist die Titulatur des „NOM“ als „ordentlicher
Ritus“ durchaus zutreffend. Einen umgekehrten Zustand werden wir beide trotz unseres jüngeren Alters
nie mehr erleben.
„Klassischer“ Ritus statt „außergewöhnlicher“ Ritus @ Benedikt Klar, wir müssen Realisten sein und
bleiben. Aber – wie schon gesagt – ich denke, dass die Quantität, also hier die Anzahl der Gläubigen,
kein Kriterium sein sollte, etwas als „gewöhnlich“ oder „außergewöhnlich“ zu bezeichnen. Mein Vorschlag
wäre: „traditionelle“ bzw. „klassische“ Form des Römischen Ritus und „neue“ Form des Römischen Ritus.
Die Bezeichnung „klassischer Ritus“ stammt ursprünglich übrigens von Kardinal Ratzinger. Dieser Begriff
wurde dann von einigen Ecclesia-Dei-Gruppen aufgegriffen und insbesondere auch von der Laienvereinigung
„Pro Missa Tridentina“
#23 Athanasius 17:22:28 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@Benedikt Seit wann hat die Mehrheit die Wahrheit inne? Der Römische Ritus ist wie er bis 1965 bestand.
Der Ritus von 1969 ist ein ritus novus ac alius, der formiert wurde, nicht entstand aus dem Römischen
Ritus. Übrigens sagen ordentlich und ausserordentlich nur etwas über die Verwendungsfrequenz aus.
#22 Benedikt 17:18:42 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ Toby Bis 1969 war die traditionelle Form des Römischen Ritus dessen „gewöhnliche“ Form. Zählt man
die Tradition mit allen Gläubigen der letzten 2000 Jahre dazu, ist der alte Ritus der „gewöhnliche“,
und der Novus Ordo, der noch nicht einmal 40 Jahre alt ist, ist der „außergewöhnliche“ Keine Ahnung,
ob man den urrömischen Ritus noch rekonstuieren kann. Der wäre älter. Ist das dann nicht der gewöhnliche?
Eine Umkehrung der Liturgiereform wirde es nicht geben. Ordentlicher Ritus ist der nach dem Missale von
2002, außerordentlicher ist der von 1962. Einen Ritus als „ordentlichen Ritus“ zu titulieren, obwohl
der (auch nach der allg. Freigabe) vermutlich nur in jeder 20. Pfarrei ab und zu mal zelebriert wird,
wird sicher niemandem einfallen.
#21 Sulpicius 17:18:42 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Athanasius… … ist voll zuzustimmen. Wenn die Bischöfe hier schon wieder rumpfuschen können, ist
die Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt. Generalindult ist gefordert!
#20 ottaviani 17:17:05 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@andreas man kann nicht in das alte meßbuch neue heillige reinflicken da müten neue meßformulare geschrieben
werden ect nes muß das meßbuch von 62 sein auch mit dem alten kalender
Was heißt „gewöhnlich“? Laut vatikanischen Quellen streicht er in dem Schreiben auch das Prinzip heraus,
dass es nur einen liturgischen Ritus in der lateinischen Kirche gibt, der wiederum zwei Formen habe: Den
gewöhnlichen Ritus (Novus Ordo), der gewöhnlich in der Landessprache gefeiert wird, und den außergewöhnlichen
(alten) Ritus. Die Unterscheidung zwischen „gewöhnlicher“ und „außergewöhnlicher“ Form des Römischen
Ritus ist m. E. interpretationsbedürftig. Es ist nirgendwo vorgeschrieben, dass der Novus Ordo in der
Landessprache und dem Volk zugewandt zu feiern ist. Man kann also auch den Novus Ordo in einer „ungewöhnlichen“
Form zelebrieren, nämlich auf Latein und versus orientem. Aber dann handelt es sich immer noch um den
Novus Ordo und nicht um den alten. Außerdem kann die Quantität kein hinreichendes Kriterium sein, etwas
als „gewöhnlich“ oder „außergewöhnlich“ zu qualifizieren. Bis 1969 war die traditionelle Form des Römischen
Ritus dessen „gewöhnliche“ Form. Zählt man die Tradition mit allen Gläubigen der letzten 2000 Jahre
dazu, ist der alte Ritus der „gewöhnliche“, und der Novus Ordo, der noch nicht einmal 40 Jahre alt ist,
ist der „außergewöhnliche“.
#18 Benedikt 17:05:37 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
@ Pünktchen Wieso fürchten? Wo ist das Problem? In Speyer und Köln standen schon immer Altäre vor
dem Hochaltar, und so ist das auch jetzt noch. Das ist doch nichts besonderes. Ein Problem wird es höchstens,
wenn der „Volksaltar“ zu stark durch Stufen erhöht ist – das aber ist (wie oft kritisiert wurde) nur
selten der Fall.
#14 Hyazinth 16:53:13 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Andreas Durufle und die gnazen Franzosen des 20. Jahrhunderts und der heutigen Zeit sind natürlich für
süddeutsch-katholische Ohren etwas gewöhnungsbedürftig, aber natürlich unbedingt empfehlenswert! Welcher
Landchor das aber wohl zustande bringt!
#12 Pünktchen 16:49:22 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Was geschieht eigentlich in einer Kirche, in der bevorzugt der römische Ritus in seiner „außerordent
lichen Form“ d.h. als der alte Ritus zelebriert wird, mit den sog. „Volksaltären“? Bleiben die?
#11 Andreas 16:49:08 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Wenn ich kath.net richtig lese… …dann heißt das, daß es einen Ritus in zwei Formen gibt. Einmal
NOM und einmal MT. Nun gut, interpretationsbedürftig… Oder clever, um die Modernisten mundtot zu machen.
Dann müßte jawohl auch bald eine neue Fassung des Missale rauskommen, mit aktualisierten Tagen etc.
Die Benediktiner in F machen da doch was, oder? Exclusive for the pope. Wenn B XVI an Weihnachten eine
MT zelebriert, freß ich einen Besen. Lehmann ist dann bis weit über Fastnacht hinaus nicht ansprechbar.
Wenn ich hier keine MT krieg, beschwere ich mich eben in Rom. Basta.
#10 Athanasius 16:38:41 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Indult? Wie es hier steht, wäre das kein Generalindult. Denn wenn die Bischöfe immer noch Priester von
der Zelebration des Alten Ritus abhalten können durch Berufung auf ihr Recht die Liturgie „zu regeln“
(als könne man auch einen armenischen Priester zur Zelebration des römischen RItus zwingen!). Das wäre
nichts mehr als das was heute geschieht. Jeder Priester soll frei wählen können und öffentlich im alten
Ritus zelebrieren dürfen, auch in seiner Pfarrei, wenn er das so will. Dem gläubigen VOlke soll auch
die Benutzung einer Pfarrkirche durch Berufung auf „Regeln der Liturgie“ nicht verweigert werden, wenn
es die alte hl. Messe Roms fordert. Wenn wieder Klauseln und Regeln erlassen werden, so wäre das kein
Generalindult, keine allgemeine Freilassung, sondern Bestätigung der Einschüchterungspolitik 1988-2006,
durch die Bischöfe Priester androhten mit Strafen, wenn diese die alte hl. Messe zelebrieren würden.
Ich bleibe skeptisch. Wenn das hier wahr sein soll, gibt es keinen Generalindult. Es würde den Beziehungen
zur FSSPX núr Schaden zufügen, da somit alles Vertrauen weggeblasen wäre. Es soll Generalindult sein,
oder gar nichts.
#9 Guiseppe 16:38:28 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Messen im Überlieferte Ritus in der künftigen Praxis Bei dem (hoffentlich bald unterschriebenem!) Motu
Proprio geht es m.W. nicht darum, den Überlieferten Ritus irgendwelchen Priestern/Gemeinden „aufzuzwingen“.
Ich fürchte, dass dieses Gerücht von Gegnern der Freigabe des alten Ritus weidlich unter die Leute gebracht
werden wird!!! Es wird wohl darum gehen, den Überlieferten Ritus zu erlauben, wo dieser gewünscht ist.
Der Antrag beim Diözesanbischof / Unterschriftensammlung bleibt einem dann erspart. Priester, die im
alten Ritus zelebrieren können, gibt es zahlreiche (auch diözesane Priester), und sie werden erst Recht
bei einer Freigabe des Überlieferten Ritus in ihrer Anzahl wachsen und (auch) im alten Ritus zelebrieren.
Offen erscheint mir die Frage, wie verfahren wird, wenn Räumlichkeiten (Kirchen/Kapellen) „nicht zur
Verfügung stehen“. Muss dann der zuständige Pfarrer / Pfarrgemeinderat um Erlaubnis ersucht werden?
(Evtl. ernstzunehmeder Stolperstein.) Wie ist es, wenn ein Gemeindepfarrer Messen im Überlieferten Ritus
anbietet und „die Gemeinde“/der Pfarrgemeinderat fängt an zu murren? („Pastorale Sorgen“, „Spaltung der
Gemeinde“, „vorkonziliär“ usw.)
Besser ginge es nicht Wenn das alles so stimmt, wie es im Artikel äußerst erfreulich geschildert wird,
so sage ich klar: besser ginge es derzeit nicht. Wer sich angesichts einer solchen praktischen Gleichstellung
des älteren lateinischen Ritus noch aufregt über ein „Zuwenig“ oder über weitere mögliche Stolpersteine,
möge einen Praxiskurs im geschickten Durchsetzen der Rechte jener Gläubigen besuchen, die den älteren
Regelungen des Römischen Meßbuches und der anderen Ritenbücher verbunden sind. Faktum ist, daß mit
einer solsche Erweiterung durch Benedikt XVI. die bisher hinderlichen und ängstlichen Rechtspositivisten
keine wirklichen Argumente mehr hätten. Der nächste Schritt müßte sein, daß in jedem Priesterseminar
eine Zusatzausbildung für das Missale 1962 optionale oder verpflichtend angeboten werden müßte.
#3 Benedikt 16:09:24 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Neue Messe Darin erklärte der Erzbischof, daß die Alte Messe vom Meßbuch von Paul VI. nicht als „abgeschafft“
betrachtet werden könne. Und schon ist die Messe Pauls VI. die alte Messe . @ Andreas Aus Furcht vor
der Gemeinden werden viele Priester nur zögerlich eine Tridentinische Messe lesen. Viele Priester werden
gar keine Notwendigkeit sehen, die alte Messe zu lesen. Ganz unklug wäre es, sie den Gemeinden gegen
deren Willen aufs Auge zu drücken. Das führt zu gar nichts. Ich werde eine für Weihnachten fordern.
Da bin ich mal gespannt. Wenn der Priester nicht will, dann kann er nicht gezwungen werden. Weihnachten
würde sich allerdings ganz hervorragend eignen, da die Messe „Lux fulgebit super nos“ (2. Weihnachtsmesse)
fast nie genommen wird, sondern nur die erste (Dixit dominus) in der Christmette und die dritte (Puer
natus est nobis) am Weihnachtstag.
#2 Guiseppe 15:58:37 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
… die Zelebration der Alten Messe regeln … „Das bevorstehende Motu proprio werde den Bischöfen in
Zukunft die Möglichkeit nehmen, eine Bitte um die Alte Messe zu verweigern. Die Bischöfe hätten nur
noch das Recht, die Zelebration der Alten Messe zu regeln, während diese direkt von den Priestern erbeten
werden könne.“ Dieses „Regeln“ der Alten Messe könnte für den einen oder anderen Bischof auch als „behindern“
mißverstanden werden. Beten wir doch dafür, dass dem Überlieferten Ritus nicht noch weitere diözesane
Stolpersteine in den Weg gelegt werden.
#1 Andreas 15:54:25 | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Der Teufel liegt dann wohl im Detail! Welche Steine können die Bischöfe denn nun wieder in den Weg legen?
Aus Furcht vor der Gemeinden werden viele Priester nur zögerlich eine Tridentinische Messe lesen. Ich
werde eine für Weihnachten fordern. Da bin ich mal gespannt.