Lage der Traditionalisten
Zurück auf die richtigen Geleise
Was wurde seit der Papstwahl im April 2005 erreicht? In Sachen Entscheidungen oder Errungenschaften, ist die Antwort wenigstens bis jetzt ganz einfach: „Nichts!“
(kreuz.net) Wie hat sich die Lage der Traditionalisten seit dem Treffen des Papstes mit dem Generaloberen der Piusbruderschaft im August 2005 verändert?

Dieser Frage stellte sich Professor Luc Perrin Anfang September in einem Interview.

Perrin ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Straßburg 2. Er ist Verfasser verschiedener Bücher und Fachmann in der Frage des Traditionalismus.

Das Gespräch wurde am 2. September vom Weblog ‘Rorate Caeli’ veröffentlicht.

Jeder Papst könne die „Situation der Traditionalisten“ verbessern, wenn er das wolle und als Notwendigkeit betrachte – so Professor Perrin.

Es sei bekannt, daß der frühere Kardinal Ratzinger über das Scheitern der sogenannten „Liturgischen Reform“ geschrieben habe.

Nicht nur die Traditionalisten hätten verstanden, daß die revolutionäre Zerstörung des Sakralen ein Grund für die Kirchenkrise sei: „Kardinal Ratzinger hat deutlich gesagt, daß er selber kein Traditionalist ist.“

Im weiteren analysiert Perrin das bisherige Pontifikat und stellt die Frage: „Was wurde seit der Papstwahl im April 2005 erreicht?“

Die Antwort: „In Sachen Entscheidungen oder realen Errungenschaften, ist die Antwort ganz einfach: nichts!“

Jeder habe auf eine liturgische Entscheidung gewartet. Aber die erste Enzyklika habe ein ganz anderes Thema angeschnitten.

Eine hervorragende Gelegenheit sei die Bischofssynode im Oktober 2005 gewesen: „Aber sie wurde vertan.“

Die Führungsriege im katholischen Episkopat sei immer noch in der Illusion der „Erneuerung“ festgefahren:
Professor Luc Perrin
Das Jahr 2005 war für die Lösung der Traditionsfrage eine reine Zeitverschwendung.


„Zu viele Bischöfe, die große Mehrheit der Priester und zahlreiche aktive Gläubige leben in den 60er und 70er Jahren. Sie versuchen die liberalen Medien mit einem Schuß Feminismus und mit mehr »Unterhaltung« und »Inkulturation« zu besänftigen.“

Die „Lösungen“, die man seit vierzig Jahren anbiete, hätten sich als zerstörerisch und negativ erwiesen: „Aber sie wollen mehr davon.“

Man könne nur hoffen, daß das postsynodale Schreiben des Papstes inhaltsreicher sein werde als die mittelmäßigen Vorschläge, die nach der Synode veröffentlicht wurden.

Professor Perrin faßt die Fortschritte in der Traditionsfrage in den ersten acht Monaten des neuen Pontifikates zusammen:

„Bezüglich des Jahres 2005 kann man von einer reinen Zeitverschwendung sprechen.“

Die direkte Auswirkung der Wahl beschränke sich auf die vereinzelte Gewährung örtlicher Indulte.

Perrin erwähnt den antitraditionalistischen Bischof von Nanterre – wenige Kilometer westlich von Paris – der in seiner Diözese eine Alte Messe erlaubte.

Ein kleiner Fortschritt sei in der südfranzösischen Diözese Toulon-Fréjus durch die Errichtung der ersten traditionellen Personalpfarrei in Europa zu vermelden.

Dagegen habe die päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’ ihre nachgeberische Politik widerspenstigen Bischöfen gegenüber nicht korrigiert.

Eine bessere Bilanz sieht Professor Perrin für das laufende Jahr 2006. Es habe einige Ereignisse gegeben, die zu Fortschritten führen könnten.

Die Frage der Piusbruderschaft sei bei zwei Kurientreffen behandelt worden. Eine solche Aufmerksamkeit habe die Traditionalistenfrage seit 1986 nicht mehr erhalten.

Auch Erzbischof Albert Malcom Ranjith – der zweite Mann in der Gottesdienstkongregation – habe sich im Juni/Juli zum Thema der Tradition geäußert:

„Er hat dabei nichts Neues gesagt – außer daß niemand auf dieser Ebene der Verantwortung vor ihm je so gesprochen hat.“

Man müsse bedenken, daß die Gottesdienstkongregation immer noch eine Bugnini-Hochburg sei.

Mons. Annibale Bugnini († 1982), der in Ungnade als Pro-Nuntius in Teheran starb, gilt als Vater des Neuen Meßritus.

Im Augenblick sei die Lage der Traditionalisten unverändert. Der Status der Alten Liturgie sei so konfus wie unter Johannes Paul II. Die Diskussionen mit der Piusbruderschaft hätten nichts Neues gebracht.

„Das liturgische Chaos im Neuen Meßritus ist noch so wie im April 2005. Eine echte Erneuerung wird immer noch erwartet.“

Am 20. September beantwortete Professor Perrin weitere Fragen des Weblogs Rorate Coeli.

Inzwischen hatte der Vatikan das altrituelle Institut vom Guten Hirten errichtet. Gleichzeitig kursierten erste Spekulationen um eine im November bevorstehende Freigabe der Alten Messe.

Professor Perrin bezeichnete das neugegründete Institut in der südfranzösischen Diözese Bordeaux als nur teilweise Überraschung. Dessen Mitglieder seien von den französischen Bischöfen bereits unter Quarantäne gestellt worden.

Der Professor befürchtet auch, daß mit dieser Gründung eine Versöhnung mit der Piusbruderschaft behindert worden sei.

Im örtlichen Klerus wachse der Widerstand gegen das Institut. Von einer „wahren Arbeit der Gemeinschaft“ – wie die französischen Bischöfe im April 2006 schrieben – könne keine Rede sein.

Prof. Perrin nennt das Motu Proprio ‘Ecclesia Dei’ aus dem Jahr 1988 ein bedeutendes Geschenk von Johannes Paul „dem Großen“. Aber das Baby wachse, während seine Kleidung auf der Größe von 1984-1988 stehengeblieben sei:

„Es ist längst überfällig, den kanonischen Status der traditionellen Gemeinschaften weltweit aufzurüsten.“

Zu den ersten Gerüchten um die Freigabe der Alten Messe erklärte der Professor: „Warte und sieh!“

Auch im Jahr 1978 sei nach einem Treffen zwischen Erzbischof Marcel Lefebvre und dem Papst gesagt worden, daß ein ähnliches Dokument verabschiedet werde: „Aber das Ergebnis war das restriktive Indult von 1984.“

1986 habe sich eine Kardinalskommission positiv zur Freigabe der Alten Messe geäußert: „Aber diese Ergebnisse warten immer noch auf ihre Veröffentlichung.“

Die Publikation sei im Jahr 2001 von der Piusbruderschaft offiziell erbeten worden. Doch Johannes Paul II. habe dem Widerstand der Kurie und des Episkopats nachgegeben.

Der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, habe im Jahr 2003 in einer veröffentlichten Predigt in Rom die Alte Messe als „legitimen Ritus“ bezeichnet.

Doch die Instruktion ‘Redemptionis Sacramentum’ vom März 2004 schweige zum Thema.

Wenn eines Tages ein Dokument die Freiheit der Alten Messe anerkenne, wäre das ein signifikanter Schritt vorwärts:

„Es würde zeigen, daß dieser Papst vom liturgischen Chaos, das dem letzten Konzil folgte, nicht nur verbittert ist, sondern daß der Nachfolger Petri sich nicht fürchtet, die ganze Kirche auf die richtigen Geleise zurückzuführen.“
      
36 Lesermeinungen
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#36   Horst Metzker   13:20:40 | Sonntag, 15. Oktober 2006
Liebe Protestanten!
Als praktizierender Katholik, frage ich mich immer wieder worum es manchen Schreiberlingen überhaupt geht? Haben die ganzen Traditionalisten eine andere Bibel als ich? Steht da etwas über das Ornat Jesu? Hatte er, als er mit 2 Fischen und 5 Broten 5.000 Menschen speiste einen ganz speziellen Altar? Saß er am Gründonnerstag in Mitten seiner Jünger, oder mit dem Gesicht zur Wand, als er mit ihnen das Brot brach? Hat er, oder hat er nicht vor Pharisäern und Schriftgelehrten gewart? Hat er nicht auch gesagt, daß zum Gebet eine stille Kammer genügt?
Wieviel Macht- und Prunkgehabe braucht ein Christ?
Auch im schlichten Anzug, geht die geistig wie geistliche Überlegenheit eines Papst Benedikts, nicht verloren.
Wenn ich von A nach B will, geht es mit dem Kleinwagen ebenso, wie mit der Staatskarosse. Macht Glamour den Weg schneller bei „stop and go“ Verkehr?
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#35   Frasim   02:13:12 | Samstag, 14. Oktober 2006
@Protestant
Wenn ich diese ganzen Beiträge zum Papst lese, wer dem Papst wie gehorcht und welchen Glaubensgrundsätzen er zu folgen hat(oder auch nicht) kann ich eigentlich nur dankbar sein, dass ich nicht römisch-katholisch bin
Genau. Und freuen Sie sich, dass Sie protestantisch (schon dieses Wort als meine Religionsbezeichnung würde mir zuwider sein, da es doch negativ und agressiv klingt) sind, da kann sich dann jeder raussuchen, was er glauben mag und was nicht. Von der Einheit des Protestantismus mal ganz zu schweigen…
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#34   Breze   22:34:17 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ tau
O Dio mio, è veramente incredibile…
Oh Gott, das ist wirklich unglaublich…
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#33   tau †   22:29:36 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ Breze: Gefährdung
Im katholischen Italien beschlagnahmte während des Ersten Weltkrieges die dafür zuständige Behörde unter anderem einen Posten von 4 500 Madonnenbildern. Sie trugen die Aufschrift, die nach der maßgeblichen Meinung der Beamten die Moral zersetze: „Heilige Maria, Königin des Friedens, bitte für uns!“
Aus: Johannes Kirnich, Den Seinen gibt’s der Herr im Schlafe
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#32   Benedikt   22:28:10 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ Protestant
Wenn ich diese ganzen Beiträge zum Papst lese, wer dem Papst wie gehorcht und welchen Glaubensgrundsätzen er zu folgen hat(oder auch nicht) kann ich eigentlich nur dankbar sein, dass ich nicht römisch-katholisch bin
Folgen Sie denn keinen Glaubensgrundsätzen?
kann aber das ganze Papsttheater nicht akzeptieren
Ja und? Schreiben Sie das doch den zuständigen Intendanten. Der Papst hat den Besuch doch nicht gemacht um im Fernsehen zu sein.
Sie hat zwar nichts gegen ihn (…) hält nichts vom Papst
Was denn nun?
Hochachtung allerdings vor ihr-sie hat ihrem Pfarrer gegenüber die Aussage gemacht: Wenn mein Mann die Kommunion nicht bekommt, bleibe ich auch sitzen und gehe dafür mit ihm gemeinsam zum evangelischen Abendmahl!
Hochachtung für eine kindische Erpressung? Warum?
Würde ich andersrum genauso machen, wenn die Evangelen so bekloppt wären und die Katholiken vom Tisch des Herrn ausschließen würden!
Das könnten die gerne tun. Ich würde das nicht im mindesten kritisieren.
Ich tue eigentlich vieles, weil es so ist!Aber warum, weiß ich halt irgendwie auch nicht!
Ja meine Güte, wie wäre es mit informieren? Es sollen tatsächlich Bücher zu dem Thema erschienen sein.
Lasst doch den Leuten die Freiheit des Glaubens-auch innerhalb der röm.kath.Kirche!
Eine Kirche hat einen bestimmten Glauben. Wenn ich in dieser Kirche sein will, dann, weil ich auch diesen Glauben habe. Welchen Sinn macht eine Kirchenzugehörigkeit, wenn man an etwas ganz anderes glaubt?
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#31   Breze   22:27:21 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Protestant
Hmmmm… keiner wird gezwungen, Katholik zu sein, und ich kann gut damit leben, dass Sie uns nicht verstehen… Ich lese in Ihren postings einen Hauch von Aggression, eine Aggression, die ich nicht nachvollziehen kann… Sie sind Protestant, was kümmert es Sie, was wir Katholiken treiben? Was regen Sie sich so über den Papst auf, wenn er für Sie keine Bedeutung hat, und wenn Sie als Protestant, denn Sinn eines Papstes (lat. Papa) nicht verstehen? Was regen Sie sich über unsere Eucharistie auf, die nun mal nicht mit Ihrem Abendmahl identisch ist? Lieber evangelischer Bruder, ich liebe meine Kirche, wie Sie Ihre (hoffe ich), ich liebe den Papst, der die Wahrheit und das Evangelium verkündet, ich fühle mich in keinster Weise von ihm und der Lehre der Kirche bevormundet oder überfordert, die Lehre und die Tradition meiner Kirche ist wunderschön und weise. Sie sind Protestant, ich Katholikin, ich respektiere Sie und ich fordere von Ihnen den selben Respekt für mich und meine Kirche. Niemand zwingt Sie als Protestant das zu glauben, woran ich glaube
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#30   Protestant   22:13:18 | Freitag, 13. Oktober 2006
Zum Glück nicht römisch-katholisch!
Wenn ich diese ganzen Beiträge zum Papst lese, wer dem Papst wie gehorcht und welchen Glaubensgrundsätzen er zu folgen hat(oder auch nicht) kann ich eigentlich nur dankbar sein, dass ich nicht römisch-katholisch bin!Meine Frau (ist röm.-kath.) hat während des Papstbesuches die Flimmerkiste ausgemacht oder umgeschaltet, wenn Benedikt zu sehen war! Sie hat zwar nichts gegen ihn, kann aber das ganze Papsttheater nicht akzeptieren.Wenn Sie meiner Frau allen Ernstes sagen würden, sie solle dem Papst gegenüber gehorsam sein, ich glaube, sie würde ihnen mit dem nackten Hinterteil ins Gesicht springen.Im übrigen ist meine Frau sehr gläubig, mag Lehmann, meckert ständig über Meisner und hält nichts vom Papst (und das schon,bevor sie mich kennenlernte)!Hochachtung allerdings vor ihr-sie hat ihrem Pfarrer gegenüber die Aussage gemacht: Wenn mein Mann die Kommunion nicht bekommt, bleibe ich auch sitzen und gehe dafür mit ihm gemeinsam zum evangelischen Abendmahl!Würde ich andersrum genauso machen, wenn die Evangelen so bekloppt wären und die Katholiken vom Tisch des Herrn ausschließen würden!
Im übrigen sind unsere Kinder röm.katholisch getauft, aber meine Frau hat größte Mühe, diesen das gesamt Regel-und Verhaltenswerk der röm.katholischen Kirche zu erklären. Sie sagt ganz einfach und ehrlich: Ich tue eigentlich vieles, weil es so ist!Aber warum, weiß ich halt irgendwie auch nicht! Lasst doch den Leuten die Freiheit des Glaubens-auch innerhalb der röm.kath.Kirche!
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#29   tau †   21:30:32 | Freitag, 13. Oktober 2006
Hi Breze,
… ist ja ne lustige Runde hier. Für essen und trinken ist gesorgt und der Papst hat sich soeben bekehrt.
… hat er mir gerade beim Piratenfilm und ‘nem Budweiser erzählt
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#28   Breze   21:16:47 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ P. Lingen
dass Ratzinger die Bekehrungsrufe seitens der Katholiken so hartnäckig überhört. Ist wohl tatsächlich sein Hochmut dran schuld.
Nun ja, vielleicht interpretiere ich da etwas falsch, aber zu diesen in Ihrem posting erwähnten Katholiken zählen Sie sich doch auch, oder????
Sei’s drum, ist wurscht,
mir ist diese Sorte Katholiken suspekt, die die Chupze haben, zu behaupten sie besässen im Gegensatz zum Papst die einzig seligmachende Wahrheit. Ganz egal ob diese Brüder von rechts oder links schreien…
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#27   Benedikt   21:00:55 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ P. Lingen
Ratzinger die Bekehrungsrufe seitens der Katholiken so hartnäckig überhört.
Wieso sollten Katholiken ihren Papst dazu auffordern?
Aber – wer wohl hinter den ganzen KzM-Zugriffen aus dem Vatikan steckt?
Nun, Lachen entspannt bekanntlich – es werden daher überarbeitete Kurienmitarbeiter sein.
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#26   Pater Lingen   20:58:12 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ich habe den Papst nicht aufgerufen, sich zu bekehren.
Das habe ich auch nirgends behauptet.
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#25   Breze   20:40:42 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ Pater Lingen
Lieber Pater, ich finde es schon etwas überheblich, den Papst aufzurufen, sich zu bekehren… Wie sieht denn eine Bekehrung des Papstes in Ihren Augen aus? Ich ahne es, aber trotzdem bin ich auf Ihre Antwort gespannt…
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#24   Pater Lingen   20:38:08 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ja, wirklich sehr schade,
dass Ratzinger die Bekehrungsrufe seitens der Katholiken so hartnäckig überhört. Ist wohl tatsächlich sein Hochmut dran schuld.
Dabei könnte er bei KzM so viele päpstliche Texte lesen. Aber – wer wohl hinter den ganzen KzM-Zugriffen aus dem Vatikan steckt?
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#23   Benedikt   20:26:04 | Freitag, 13. Oktober 2006
Schismatiker…
…haben vom Papst auch nichts zu erwarten. Bestenfalls ein Ruf zur Umkehr. Den aber lässt sie ihr Hochmut überhören.
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#22   Pater Lingen   20:22:51 | Freitag, 13. Oktober 2006
„Nichts!“
Mehr habe ich von Ratzinger ehrlich gesagt auch nicht erwartet.
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#21   Benedikt   18:47:50 | Freitag, 13. Oktober 2006
Für den Zitierten…
…ist offenbar nur Änderung, was der FSSPX nutzt, und alles außer einer Anpassung der Kirche an die FSSPX kommt für ihn nicht in Frage. Lebt man zulange in der abgeschlossenen Welt der Integralisten sind offenbar Wahnvorstellungen die Folge.
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#20   ExBochumer †   17:40:18 | Freitag, 13. Oktober 2006
Stimme der Vernunft?
Ich weiß nicht.
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#19   Sulpicius   15:53:47 | Freitag, 13. Oktober 2006
Genau
ästhetisch „traditionell“, bestimmte Zitate memorierend
Es wäre damit schon sehr viel gewonnen…
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#18   Dr. Otterbeck   14:43:10 | Freitag, 13. Oktober 2006
Und hier sind es die „wahnsinnigen“ Modernisten??
Sartre? Che Guevara?? Bin Laden?
P.S.
Fast alle mit „Lamentabili“ 1907 verurteilten Sätze waren Loisy entnommen; das ist der „Modernist“. Aber was der gelehrt hat, das lehrt heute fast niemand mehr.
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#17   stimme der vernunft †   14:16:17 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Exbochumer
Spinner. – Mehr sage ich nicht.
Angenehm, ich bin Stimme der Vernunft!
Schön dich zu treffen.
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#16   Dr. Otterbeck   14:15:58 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ja, Ansgar,
„wir gehorchen dem Papst“ ((vorausgesetzt, er befiehlt, was wir hören wollen)); das ist nunmal die integralistische Variante des Papstgehorsams. Am wirklichen Amt und seiner Funktion sind die Vernagelten nicht interessiert. Während hierzulande mancher einer vom Papsttum in den Grenzen der praktischen Vernunft träumte (tags darauf wäre der III. Weltkrieg ausgebrochen, wetten??), will man seitens der „Frontkämpfer“ ein rein virtuelles Papsttum, ästhetisch „traditionell“, bestimmte Zitate memorierend, aber nur bloß keine reelle Funktion. Die Giftzwerge werden sich ihre Tiara aus Packpapier basteln müssen und können sich dann gegenseitig zum „Lenker der Fürsten und Könige“ krönen. „In meiner Badewanne bin ich Kapitän“ (cfr. Institut Philipp Neri, Berlin).
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#15   laikos   14:11:25 | Freitag, 13. Oktober 2006
Typisch Moderne Kirche
Man redet großartig mit allen weil die Kirche für ALLE offen ist und gemacht wird natürlich nicht viel. Allen anderen als der Tradition wird mehr geglaubt (Islam, Protetanten, Emanzipation, Politik, …), weil die Traditionalisten ja nur 2000 jährige Katholische Tradition besitzen was natürlich nicht ausreicht damit der Vatikan ihnen zuhöhrt. Ein einziger Aufschrei irgend eines Wahnsinnigen Terror-Islamisten und schon gibt sich der Vatikan fast bedingungslos dem Islam hin weil der Islam mit Terror und Gewalt droht und die Traditionalisten mit Fakten und Argumentation kommen. Gut gemacht ihr wahnsinnigen Modernisten :-! :-! :-! :-!
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#14   Ansgar   14:04:37 | Freitag, 13. Oktober 2006
Frech und anmaßend
Der Text ist unverschämt und zeugt von einer realitätsfernen Auffassung der Möglichkeiten eines Papstes. Wortmeldungen wie diese verfestigen meinen Eindruck, daß ein Teil der Traditionalisten sich längst mit ihrer Giftzwerg-Rolle identifiziert und gar nicht mehr in die Kirche zurückkehren will.
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#13   ExBochumer †   13:33:31 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ „stimme der Vernunft“
Spinner. – Mehr sage ich nicht.
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#12   landorganist   13:21:02 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ach Du liebe Zeit,
Sulpicius verrichtet seine Notdurft also immer im Vatican. Sehr interessant und von allumfassender Bedeutung.
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#11   Dr. Otterbeck   13:12:18 | Freitag, 13. Oktober 2006
„Was wollt Ihr denn?“ „Maoam… Maoam…“
Herr Praepositus,
mäßigen Sie doch bitte solcherlei Omnipotenzphantasien. Kein Papst und kein Bischof kann die „Herde“ (Infektionsherde??) in „richtige Geleise“ zurückführen. Dass jemals das Führerprinzip in der Kirche gegolten habe, ist doch eine Halluzination, die man bruchlos aus der liberalen Presse entnimmt: Man „glaubt“, was die Kritik kritisierte. So wird das nichts. Das reale Glaubensleben befindet sich seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in einer Erosion, massiv verstärkt durch die Folgen des I. Weltkriegs. Und die Kirche ist seit Pius X. und (!) Benedikt XV. heftig dabei, den „Massen“ wieder den Zugang zu den Geheimnissen des Glaubens zu eröffnen. Ein „Phantomschmerz“, der an eine eingebildete „Geschlossenheit“ des Katholizismus anknüpft, die es nie gab, wird seinen Kulturpessimismus nie loswerden (hält diesen wohl für „de fide“?). Oder wollen Sie lieber einige Hundert Katholiken im richtigen „Gleis“ als einige hundert Millionen mit (immerhin) Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche. Der Katholizismus ist kein Gesinnungs-TÜV, sondern eine Lebensform für die Vielen, Geduld!
Das Missale Romanum taugt nicht als Ersatz für die Mao-Bibel.
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#10   Matthias_DD   12:49:05 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Tridentinus
Aufgabe der Kirche ist nicht nur die Bewahrung der Tradition, sondern vor allem die Verkündung des Evangeliums!. Der Herr sagte: „Nun gehet hin und verkündet es allen Völkern“ und nicht:“ Bewahrt alle Traditionen, egal ob jemanden die frohe Botschaft erreicht oder nicht!“ Die Aufgabe ist es, eine brauchbare Form der Verkündigung und Mission zu finden. Wenn ich mir das Lebenswerk des Heiligen Vaters betrachte, hat er dazu Großartiges geleistet.
Nur durch die von der einizigen kirche Christi verkündete Botschaft ist Heil möglich, dafür ist der Heiland für uns gestorben.
Das ändert jedoch nicht und rein gar nichts an der Lehre wie im Katechismus beschrieben. Wer sich nicht vollständig dazu bekennt, ist kein Katolik.
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#9   stimme der vernunft †   12:45:52 | Freitag, 13. Oktober 2006
Missbrauch!
Das zweite Bild des Artikels dokumentiert ja geradezu himmelschreienden Mißbrauch.
Da ist eindeutig ein Laie zu sehen, wahrscheinlich ein „Pastoralassistent“, daer ganz offensichtlich das Hochgebet „konzelebriert“
(so etwas ähnliches würden wir vermutlich lesen, wenn das Bild einen anderen Priester 50 Jahre später darstellen würde…)
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#8   Sulpicius   12:36:47 | Freitag, 13. Oktober 2006
Genau:
Ein bischen etwas:
Das neue Klopapier im Apostol. Palast ist jetzt von „Charmin“…
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#7   duc in altum   12:07:08 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ Matthias_DD
Da möchte ich ausdrücklich zustimmen. Der Papst ist nicht nur Papst der Traditionalisten sondern der Weltkirche und hier wurde einiges bewegt. Die Umstrukturierung der Kurie, die gerade bei jungen Menschen durchbrechende Begeisterung für die Kirche, die mit Händen zu greifen ist und vieles mehr sind ein absolut positives Zeichen, das Benedikt der XVI. die Kirche mit Bedacht in die Richtige Richtung lenkt ohne dabei jemandem in der A… zu kriechen und sich anzubiedern. Ich bleibe dabei: Benedikt XVI. wird noch so manchen positiv überraschen und sein bisheriges Pontifikat war eine Aneinanderreihung von Glanzpunkten.
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#6   Hacki   12:05:35 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ein bischen etwas
wurde in die Wege geleitet durch Personalentscheidungen. Allerdings scheint der Papst mit dem Problem „Marini“ noch überfordert zu sein.
Eine geistliche Erneuerung von innen her ist in Deutschland bei den offiziellen NOM-Katholiken in keinem Fall zu spüren.
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#5   Tridentinus   12:01:28 | Freitag, 13. Oktober 2006
@Matthias_DD
Traditionstreue ist keine Kür für besonders Fromme oder retrospektive, randständige Minderheiten, sondern indispensables Kriterium der Katholizität der ganzen Kirche. Insofern kann es keine Katholiken geben, die nicht traditionstreu sind und ist es irreführend von katholischen Traditionalisten zu sprechen, so als sei die Bindung an die Tradition und ihre gewachsene, ausgereifte Ausdrucksform und Gestalt eine unverbindliche Ausprägung des Katholischen, der man sich je nach Anlage und Belieben anschliessen kann oder nicht – vergleichbar etwa einer besonderen Spiritualität: benediktinisch oder franziskanisch.
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#4   Dani California   11:56:36 | Freitag, 13. Oktober 2006
Was wurde seit der
Papstwahl im April 2005 erreicht? In Sachen Entscheidungen oder Errungenschaften, ist die Antwort wenigstens bis jetzt ganz einfach: „Nichts!“
„Bezüglich des Jahres 2005 kann man von einer reinen Zeitverschwendung sprechen.“
Schwachsinn. Was sich manche unter „Entscheidungen“ vorstellen, ist mir vollkommen klar. Das Thema leiert sich ja langsam tot und ich will nicht wieder mit diesem Quatsch anfangen, das hatten wir heute ja schon mal …
Der Papst wird mit Sicherheit nicht mit dem Holzhammer an die Probleme der Kirche herangehen, auch wenn viele das gerne sehen würden. Man muss schon stockblind sein um behaupten zu können, es wäre „nichts“ passiert.
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#3   Matthias_DD   11:45:18 | Freitag, 13. Oktober 2006
Nur der Papst der Traditionalisten?
Der Artikel weckt bei mir den Eindruck, der Heilige Vater sei nur für die Traditionalisten da. Die Behauptung, seit der Papstwahl sei nichts passiert, ist schlicht und ergreifend falsch. Man denke beispielsweise an den WJT in Köln, an den Besuch in Bayern usw. Durch diese ap. Reisen hat der Heilige Vater mehr für Verkündung des Evangeliums, besonders unter jungen Menschen geleistet, als die meisten Schreiberlinge hier das jemals erreichen werden.
Nochmal: Die Aufgabe des Heiligen Vaters ist die Verkündung des Evangeliums und die Wahrung der Einheit der einzigen Kirche Christi und hier ist im letzten Jahr eine ganze Menge passiert, auch wenn vieles davon den ewigen Nörglern nicht gefällt.
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#2   ottaviani   11:45:14 | Freitag, 13. Oktober 2006
um die sache
wirklich zu lösen währe ein päpstlicher kraftakt notwendig ob es dazu kommt wage ich zu bezweifeln
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#1   Sulpicius   11:38:52 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ja, diese Analyse…
… kann man unterschreiben.
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