Priestern, die für ihre Glaubenstreue unter Druck gesetzt werden, soll juristische und kirchenrechtliche Hilfe angeboten werden.
(kreuz.net, Hofheim) Das ‘Netzwerk katholischer Priester’ spricht sich für die Gründung einer „Notwehr-
gemeinschaft für Priester“ aus.
Das ‘Netzwerk’ ist eine Sammlungsbewegung glaubenstreuer Priester im
deutschsprachigen Raum. Es wurde 2001 in Frankfurt am Main gegründet. Nach eigenen Angaben gehören ihm
ungefähr 300 Geistliche an.
Priester, die sich in Pastoral und Liturgie an den Vorgaben des Lehramts
orientierten, würden zunehmend unter Druck geraten – stellte das ‘Netzwerk’ bei der diesjährigen Bundesversammlung
in Hofheim bei Frankfurt am 11. und 12. Oktober fest.
Der Priestermangel sorge zusätzlich für eine
Verschärfung der Situation.
Da die Rückendeckung durch die Ordinariate oftmals unzureichend sei, plant
das Priesternetzwerk eine Anlaufstelle, die juristische und kanonistische Hilfestellung und Beratung anbiete.
Außerdem wolle man das Thema „Mobbing“ in den Pfarrgemeinden genauer analysieren und Methoden zur Gegenwehr
für Priester entwickeln.
Bei der Bundesversammlung, an der 30 Geistliche aus 14 deutschsprachigen Diözesen
teilnahmen, wurde zudem eine engere Kooperation mit dem ‘Linzer Priesterkreis’ vereinbart.
Insbesondere
die „Aigener Sommerakademie“, bei der namhafte Theologen wie der jüngst verstorbene Leo Kardinal Scheffczyk
oder auch der damalige Joseph Kardinal Ratzinger referierten, soll in Zukunft vom ‘Priesternetzwerk’ und
dem ‘Linzer Priesterkreis’ gemeinsam veranstaltet werden.
In einem Schlußcommunique verweist das ‘Priesternetzwerk’
auf zunehmende Hindernisse bei der würdigen Vorbereitung und Spendung der Sakramente.
Dies betreffe
insbesondere die Erstkommunion und Firmung, aber auch das Bußsakrament.
Ein fahrlässiger Umgang mit
dem Sakrament der Eucharistie habe vielerorts zu einem katastrophalen Verlust von Ehrfurcht und Glauben
an die Realpräsenz geführt.
Wer sich als Priester an die Lehre der Kirche über die Zulassung zum Kommunionempfang
halte, stoße in den Pfarreien nicht selten auf Unverständnis.
In diesem Zusammenhang kritisiert das
‘Priesternetzwerk’ auch die Kommunionspendung an den protestantischen Gründer von Taizé, Frere Roger
Schütz, während des Requiems für Papst Johannes Paul II. am Petersplatz.
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39 Lesermeinungen
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#39 Perpetua 02:11:46 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
Bitte betet um wahre Priester! Ein Geheimtip „Die Verschwörung gegen die Kirche“ von Maurice Pinay Satan
mit seinem Anhang jagt förmlich mit teuflischer List und Tücke und unbändigem Haß die Priesterseelen.
Fällt ein Priester, so fällt die ganze Gemeinde. Kürzlich sagte ein Prediger: „Heute braucht ein Priester
1000 Beter um überhaupt noch existieren zu können.“ Leider hat diesen Hilferuf niemand verstanden. Kurze
Zeit später begann eine Tragödie! Ein Sprichwort sagt: „Das Volk bekommt die Priester, die es verdient!“
Das Gebet für die Priester ist heiligste Pflicht für jeden Christen.
#38 Athanasius 13:32:21 | Samstag, 14. Oktober 2006
Sicherlich wahr… …erstes Problem ist aber Handkommunion. Wenn sich die Priester des Priesternetwerkes
erstmal weigern würden diese sakrilegische Praxis, die nichts anderes als eine protestantische Gepflogenheit
zur Zerstörung des Glaubens an der Realis Praesentia ist, durchzuführen, würde sich die Lage schnell
verbessern. Man kann noch so fromm reden, mit der Fortsetzung der Handkommunion (d.h. im Normalzustand
ohne Verfolgung und Isolation) im Gottesdienst wo Kleriker anwesend sind, die vom Konzil von Trient (Sessio
XIII, Caput VIII history.hanover.edu/…exts/trent/ct13.html) und vom (6. Ökumenischen) Dritten Konzil
von Konstantinopel (Canon LVIII www.ccel.org/…-14/Npnf2-14-136.htm), verdammt und verurteilt wurde,
wird sich nichts zum guten ändern. Alle Schäden, vor denen auch schon der unter Druck gesetzte Papst
Paul VI. in ‘Memoriále Domini’ warnte (er gab selber nie die Handkommunion, nicht einmal geweihten Klerikern,
was an sich nicht verboten wäre), sind aufgetreten und die Auswirkungen der Handkommunion haben in Holland,
Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland, Grossbrittannien, Italien, Spanien und den USA den eucharistischen
Glauben und die ganze Idee der Gottesfurcht und -Liebe, vernichtet. Möge das ‘Priesternetzwerk’ dá mal
dran denken und ein Verbot ökumenischer Konzile auch implementieren. Kardinal Lehmann steht nicht über
dem Konzil von Trient oder Konstantinopel!
Könnte Johannes Paul I. die „klar erkennbare Trendwende“ mal näher umschreiben? Sicher wird es leichter
sein, die alte Messe zu zelebrieren, aber das ist Anliegen einer Minderheit. Der Terror der Laienideologien,
der wie saurer Regen alle verbliebene katholische Glaubenssubstanz zersetzt, wird von den Ordinariaten
gefördert. Priester, die dagegen wirken, werden „im Regen stehen gelassen“. Ob da ein „Netzwerk“ mehr
als kurzfristigen Trost spenden kann, sei dahingestellt. Es müsste sich das „Netzwerk“ mit Laien zusammentun,
um eines Tages Bischöfe und Ordinariate erreichen zu können.
@ tau …auch schön… so, noch einer vor dem Schlafengehen Der Papst geht zum ersten mal mit seiner
Kurie in die Sauna. Er ist ganz begeistert. Nach dem Schwitzen wendet er sich an Kardinal Ratzinger: „Das
ist ja so entspannend hier. Diese Sauna gefällt mir, das sollten wir öfter machen. Lasst uns morgen
wieder in die Sauna gehen.“ Kardinal Ratzinger wird hochrot: „Das geht nicht Hochwürden!“ „Warum denn
nicht?“ „Morgen ist hier gemischte Sauna.“ „Ach die paar Protestanten stören mich nicht.“
@ tau sehr schön, das ist so wahr… Noch einer: Eine Delegation eines nicht näher genannten österreichischen
Bundeslandes und eine aus Ostfriesland überreichen dem Papst in Rom eine Torte. Sie gratulieren dem Heiligen
Vater zum Namenstag. Darauf der Papst verdutzt: „Ich danke Euch, aber heute ist weder Johannes noch Paul!“
„Ja, das stimmt, aber heute ist der II.“, verkünden die Delegationsmitglieder mit strahlenden Augen
@ Breze: Die heitere Gemütsruhe ist der Seelenzustand desjenigen, der ein für allemal sämtliche Dinge
in Gottes Hände gelegt hat. Nicolás Gómez Dávila, Auf verlorenem Posten, S. 202
Ein Benediktiner, ein Dominikaner, ein Franziskaner und ein Jesuit beteten zusammen, als plötzlich die
Lichter erloschen. Der Benediktiner wollte mit dem Gebet fortfahren, denn er kannte es auswendig. Der
Dominikaner regte ein Streitgespräch über „Licht und Dunkel in der Bibel“ an. Der Franziskaner kniete
nieder und schlug vor, daß alle dem Herrn für das Licht danken sollten, das ihnen so sehr fehlte. In
diesem Augenblick wurde es wieder hell. Der Jesuit hatte die Sicherung ausgewechselt.
Wichtige Anfrage Eine Frage stellt sich jedoch: wenn das Priesternetzwerk wirklich eine Anlaufstelle für
juristische und kanonistische Hilfestellungen und Beratungen anbieten möchte, wer wird dies namens dieser
inoffiziellen Bewegung durchführen? Wenn es der auf den Seiten des Netzwerkes massiv verlinkte Ex-Subregens
Dr. Rothe www.priesternetzwerk.net/…he_abhandlungen.html als rechtskräftig www.kreuz.net/bookentry.657.html
in homosexuellem Bezug gestandener und durch nachweisliche Druckausübung unglaubwürdig gewordener Kanonist
sein sollte, dann könnte man jetzt schon „Gute Nacht, Priesternetzwerk!“ sagen. Im übrigen stellt sich
die Frage, wer hier wirklich verfolgt wird. Daß früher vor allem jene, die Sympathien für die überlieferte
Liturgie hatten bzw. diese wirklich zelebrierten, verfolgt wurden, okay. Aber alles andere erscheint nicht
besonders glaubhaft angesichts einer klar erkennbaren Trendwende.
#29 Protestant 23:35:26 | Freitag, 13. Oktober 2006
@benedikt Wenn Sie meine Beiträge in der angemessenen Aufmerksamkeit gelesen hätten, wüsstenSie, dass
ich die röm.-kath. Kirche keinesfalls in Bausch und Bogen (nett formuliert) ablehne!!! Da meine Frau
röm.-kath. ist,genauso wie mein Vater und meine Kinder könnte ich dies gar nicht!Aber wenn Sie meiner
Frau oder meinem Vater mit Gehorsam dem Papst oder Bischof gegenüber ankommen, dann werden ihnen diese
mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen. Wir sind Gott gehorsam und unserem Gewissen-aber nicht irgendwelchen
Personen, die zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort verweilen! Ich besuche ebenfalls ab und zu
die heilige Messe und kommuniziere auch(Für Sie ein Greuel-kann ich aber gut mit leben). Mit dem kath.
Pfarrer und Diakon versteh ich mich bestens!Aber für Sie ist das ja alles abenteuerlich und häretisch!Kümmern
Sie sich um Ihre eigenen Probleme und lassen Sie andere Leute einfach in Ruhe ihren Glauben leben!Das
habe ich Ihnen schon einmal gesagt!
@ tau hat sich ja heute Abend beim Budweiser bekehrt, der pater Dingsbums freut sich und Frere Roger hat
auch die Kommunion zurückgegeben. Na dann, ist ja alles im Butter… Oh Mann, sind die Menschen kleinlich…
@ Protestant Selbstverständlich ist mit allen Mitteln zu versuchen, Protestanten den Kommunionempfang
nicht zu ermöglichen Warum wollen Sie das überhaupt? Offenbar lehnen Sie die r.-k. doch in Bausch und
Bogen ab. Glauben Sie an die fortdauernde reale Präsenz Christi in der Eucharistie? wahrscheinlich sind
diese Leute sogar allen Ernstes der Meinung, Frere Roger würde der ewigen Verdammnis anheimfallen, da
er offensichtlich immer noch evangelisch war So offensichtlich ist das nicht. Warum sollte ein Protestant
ein kath. Requiem wünschen? Diese Priester setzen sich in ihrer Arroganz über Jesus Christus. Das behaupten
Sie. Eine generelle Gültigkeit können Sie nicht beweisen und somit nicht in Anspruch nehmen. Es gibt
kein Recht darauf, ein r.-k. Sakrament zu empfangen, ohne Gläubiger der r.-k. Kirche zu sein. Jede Kirche
kann das autonom für sich entscheiden. Das ist eine innenrechtliche Frage, in der jede Institution autonom
ist. Was jedem Verein zugestanden wird, kann auch eine Kirche in Anspruch nehmen. Aber jeder soll halt
nach seiner eigenen Facon selig werden! Das ist doch genau Ihre Meinung.
@ sympatischer Protestant: der Papst hat sich ja heute Abend beim Budweiser bekehrt, der pater Dingsbums
freut sich und Frere Roger hat auch die Kommunion zurückgegeben.
@möchtegern-kathole Diese Art der Frömmigkeit kann ich in der Tat nicht nachvollziehen … welchen „Gewinn“
sollte das tägliche Gebet des Rosenkranzes für einen Priester haben?
#24 Protestant 22:28:15 | Freitag, 13. Oktober 2006
Hartherzig ist in! Klar doch, Globalisierung,eiskalter Kapitalismus und die Ellenbogengesellschaft haben
jetzt auch vor manchen Priestern keinen Halt mehr gemacht!Selbstverständlich ist mit allen Mitteln zu
versuchen, Protestanten den Kommunionempfang nicht zu ermöglichen, wahrscheinlich sind diese Leute sogar
allen Ernstes der Meinung, Frere Roger würde der ewigen Verdammnis anheimfallen, da er offensichtlich
immer noch evangelisch war- und -Ei der Daus,so eine Frechheit, doch tatsächlich die Kommunion empfangen
hat- und das noch aus der Hand des Papstes!Ei-wäre es da nicht an der Zeit zu prüfen, ob der Papst für
diesen Frevel nicht selbst exkommuniziert werden muss?!Na dann Mahlzeit oder wie man bei uns sagt „Nacht
Mattes!“ Diese Priester setzen sich in ihrer Arroganz über Jesus Christus. Diese Priester sind hartherzig
und haben sicherlich noch nicht allzuviel von Gnade gehört!Ich bete zum lieben Gott, dass mir von diesen
„Seelsorgern“ nie wirklich einer die Seele versorgen muss! Aber jeder soll halt nach seiner eigenen Facon
selig werden!
@ laikos ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in jedem Ihrer postings mindestens einmal das Wort „Hassen“
vorkommt? Das sollte Ihnen zu denken geben, entweder sind Sie so ein armer, einsamer Tropf, der sich von
der ganzen Welt abgelehnt und gehasst fühlt, oder, was eigentlich noch trauriger wäre, dass die eigentliche
Botschaft des Christentums an Ihnen vollkommen vorbeigegangen ist?
@Gotthard …ein Priester, der sich ganz der Gottesmutter geweiht hat, und diese Weihe auch täglich lebt.
(Echte heitere Demut, grenzenloses Gottvertrauen …Rosenkranz…alles was halt so nach dem Konzil lächerlichgemacht
wurde.) Marienweihe nach dem genannten hl.Ludwig Grignon.
@Hacki die sich bei einem marianischen Priester Was bitte soll ein „marianischer Priester“ sein? Mir ist
nur das durch Jesus Christus eingesetzte Priestertum bekannt …
@Dr.Otterbeck es klingt ja fast als ob Sie ausgerastet wären. Typischer Theologenhochmut. Da kann ich
nur noch sagen: „Ich preise Dich Vater, daß Du dies den Weisen und Klugen verborgen, den kleinen aber
offenbart…“ Der Glauben der kleinen Leute, die sich bei einem marianischen Priester (der von seinem
Ordinariat gern gemobbt wird) geborgen wissen gibt mehr Frieden. Apropos französische Landstriche: Der
hl Ludwig Maria Grignon v. Monfort hat ganz wunderbare Gedanken zu Papier gebracht. Heute ganz immer noch
ganz aktuell!
Mobbing ist Alltag In sehr vielen Diözesen in Deutschland werden fromme Priester von einer machtbewußten
Laien-Mafia gemobbt. Es wird Zeit, daß sich die betroffenen Priester zusammenschließen und wehren.
#17 ExBochumer † 17:39:21 | Freitag, 13. Oktober 2006
@ konrad Wenn schon, dann hatte frere roger eine Ansicht zur katholischen kirche. Er „hatte“. Er kann
nicht mehr befragt werden. Vielleicht ist er im Geiste katholisch geworden oder auch nicht. Vielleicht
hat er auch nur geheuchelt, um die pilgernden Massen zu seinem „Wallfahrtsort“ Taize zu locken. Man weiß
es nicht. Gottlob vielleicht nicht.
Die Kommunionspendung an Frère Roger am 8. April 2005 sollten die Netzwerker klugerweise nicht weiter
thematisieren, allenfalls, dass es keine Mund-, sondern eine Handkommunion war (oder wie war es?). Bei
dem Prior von Taizé weiss man (wie bei Klaus Berger, dem Heidelberger Exegeten und Publizisten) nicht
genau, ob er nun katholisch oder evangelisch ist. Aber wenn er den wahren Glauben an die Eucharistie hat,
warum soll er nicht teilnehmen?
Rückendeckung für glaubenstreue Priester ist bei den Ordinariaten nicht nur „unzureichend“, sondern
vielfach überhaupt nicht vorhanden. Beschwerde führende Laienaktivisten und Hobbyliturgen werden eher
Gehör finden als ein sich auf „Redemptionis Sacramentum“ berufender Priester. Leider hat es keine einzige
Äusserung des Papstes auf seiner Bayern-Tour gegeben, die hier eine Stütze für derart gemobbte Priester
hätten sein können. Damit werden aber glaubenstreue Priester, die an einer ordentlichen Liturgie festhalten
wollen, zunehmend in die FSSPX-Richtung oder noch weiter weg gedrängt. Kirchenrechtlich kann allenfalls
eine Zwangsversetzung verhindert werden.
#14 ExBochumer † 16:49:34 | Freitag, 13. Oktober 2006
Die Kommunionspendung an den Bruder Roger bleibt immer noch ein wohlgehütetes Geheimnis. Vielleicht wird
Frere Roger mal als Präzedenzfall herhalten müssen, damit auch die protestantischen Christen die Hl.
Kommunion empfangen? Ich halte nichts von Gleichmacherei. Die Protestanten um den Häretiker Luther wollen
doch heute nur noch eines bewirken: GLEICHMACHEREI. Warum eigentlich noch die Reformation? Was wollen
die Lutheraner, die Protestanten etc. ??? Die haben sich von der wahren Kirche entfernt und wollen jetzt
die „volle Gemeinschaft“ mit uns Christen herstellen?
@Hacki Priester, die aus Feindesliebe für den Papst und die Bischöfe beten? Ist das eine neue Art „Kirche
von unten“? Priester, die besser Bescheid wissen als der Papst? (Luther war mal so einer…)
#12 Dr. Otterbeck 16:13:26 | Freitag, 13. Oktober 2006
Saint Sulpice, der Tele-Analytiker! Keine Sorge, Ihr Freund aus Nantes, Dipl. Ing. Thilo Stopka, ist nicht
mein Herbergsvater. Beste Grüße an „Karl Murx“!
#10 Dr. Otterbeck 16:06:21 | Freitag, 13. Oktober 2006
Ach, Hacki, Ihr „Glaube“ war in einigen frz. Landstrichen von 1815-1830 „richtig“. Was Sie zum Problem
der Christologie heute sagen, das hat Kardinalstaatssekretär Bertone jüngst durchaus eleganter vorgetragen.
Aber dieses Problem beginnt nicht mit dem Konzil, sondern ungefähr mit Reimarus (+ 1768!); aber da ist
doch längst eine „reconversion“ im Gange. Für Ihre „Glaubensgetreuen“ wäre doch die größte Katastrophe,
wenn die ‘civiltà dell’amore’ eben doch kommt, die Paul VI. kommen sah (1975) und vor ihm Johannes XXIII.
(‘neues Pfingsten’), Pius XII. (‘mondo migliore’), Pius XI. (‘pax christi’), Benedikt XV. (‘pacem Dei
munus pulcherrimum’), Pius X. (‘omnia instaurare…’), Leo XIII. (‘liberté, egalité, fraternité’ christlich
gedeutet, cfr. Enz. Annum ingressi, 1902), Pius IX. (1878)… Alle diese Päpste hatten ein viel weiteres
Land vor Augen als Ihre Freunde, die Pius X. benutzen, um ihre Abhängigkeit von Charles X. (1815-1830)
zu bemänteln. Japan hat nunmal die weibliche Erbfolge erstmal abgelehnt, also wird es auch von dort keine
„Kaiserin“ geben, die der „Schlange“ Demokratie den Schädel spaltet. „Unsere Liebe Frau“, die Salus populi
romani, bevorzugt andere Waffen als die spirituelle Hisbollah von Econe.
@Gotthard Es ist ein echtes Bild des Jammers, wenn es nur noch in 14 Diözesen 30 glaubenstreue Priester
gibt… In der Tat. Möchte gern wissen, warum die anderen nicht glaubenstreu sind bzw. warum diese Herren
zum kath. Priester geweiht wurden…
@stimme der vernunft Sektierer sind die wirklich nicht: Sie haben den Glauben, der 1900 Jahre richtig
war. Sie haben die Hoffnung, daß „die Frau“ der Schlange bald auf den Schädel tritt. Sie haben die Liebe,
sogar die Feindesliebe. Sie beten für den Papst, die Bischöfe, und alle… in jeder Messe und darüber
hinaus (Sühnerosenkränze…). Der Hauptgrund meiner „Konversion“ zur Tradition waren Glaubensprobleme
mit dem nachkonziliären „Volk Gottes“, das sich zum Mahl versammelt: In Gesprächen stellte ich fest,
daß die eine „sich gut vorstellen konnte, daß Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war“, sehr viele
meinen, daß Jesus ein guter Mensch war, aber natürlich kein Gott. Viele glauben an eine Reinkarnation.
Fast keiner kann mit der Realpräsenz in der Eucharistie etwas anfangen, es ist ja nur so ein gesegnetes
Brot. Was „Erbsünde“ bedeutet, wissen nur noch ganz wenige alte Leute, und was eine „Sünde gegen den
Heiligen Geist“ ist, das wußte nicht einmal der Pfarrer! Aber das Gebot, daß man an erster Stelle Gott
liebensoll, das ist den „nachkonziliaren Katholiken“ vollkommen fremd geworden.
Massenphänomen Es scheint ein Massenphänomen zu sein, dass „glaubenstreue“ Priester gemobbt werden …
30 fanden die Zeit, sich in ihrer ach so schrecklichen Situation gegenseitig zu stützen und im Jammern
noch zu übertreffen. Es ist ein echtes Bild des Jammers, wenn es nur noch in 14 Diözesen 30 glaubenstreue
Priester gibt…
@Hacki Nee, ich hab es nicht so mit Sektierern Ausserdem behaupten die doch auch immer, sie seien gar
nicht exkommuniziert? Nun bin ich erst recht verwirrt.
#4 Dr. Otterbeck 14:57:37 | Freitag, 13. Oktober 2006
Wer als Bischof täglich kiloweise geisteskranke Post von „glaubenstreuen“ Katholiken bekommt, kann für
solche nur noch beten und opfern, aber nicht diesen zuliebe nur noch Dorfsheriff spielen und täglich,
um 12 Uhr mittags, zum Duell mit dem nächstbesten „Gangster“ antreten. „Spiel mir das Lied vom Tod??“
Die Kirche feiert Ostern, nicht „Niedergang“. Das war der Choral von Oswald Spengler.
Da bin ich ja wirklich zu Tränen gerührt. „Wirkliche“ Katholiken werden von den bösen Bischöfen exkommuniziert.
Das finde ich jammerschade. Wo sind denn die ganzen Exkommunizierten zu finden? Oder gibt es vielleicht
gar keine? Das würde aber dann ja heissen, es gibt gar keine Katholiken? Jetzt bin ich verwirrt.
Was ist die Ursache für diesen Niedergang? Die Bischöfe nehmen ihr Wächteramt seit 45 Jahren nicht
mehr wahr. Mit einer einzigen Außnahme: Ein wirklich glaubenstreuer Katholik wird in jeder Hinsicht behindert,
schikaniert, und wenn das alles nichts hilft, dann eben „exkommuniziert“. Da könnte die Amtskirche mal
einen Untersuchungsausschuß einsetzen, aber einen „unabhängigen.“
Wunderbar Das ist eine geniale Idee . Sobald man bei uns einem Menschen (egal ob Satanist, Budhist, Islamist
oder Protestant) eine Kommunion verweigern würde, muss ma von allen Seiten mit Haß rechnen. Wenn sich
diese verachteten Priester jetzt aber an jemanden wenden können, der sich mit dem Kirchenrecht gut auskennt
und der dann auch noch obendrein beweisen kann, dass es sich um kein fehlerhaftes Verhalten handelt, dann
müssen die Kleriker welche die „standhaften“ Priester mobben – was in meiner Diozöse sowieso alltag
ist , weil nicht einmal der Bischof gegen das Kirchenrecht verstoßen darf) – verstummen. Weiters sollten
Priester eine Gewerkschaft oder ähnliches bekommen, welche sich um solche Dinge kümmert. Da der Dialog
mit vielen verirrten Schafen nichts bringt,werden wir halt auch mit Jura/Politik/Wissenschaft zurückschlagen