Viel hängt von der Entschlossenheit des Papstes ab
Wenn der Heilige Vater sagt: „So ist es, ich spreche als euer Papst“ würde man sich – mehr oder weniger schnell – mit der Freigabe der Alten Messe arrangieren. Der Generalobere der Piusbruderschaft über die jüngsten Gerüchte.
(kreuz.net, Menzingen) „Ich zögere, ich zögere“ – erklärte der Generalobere der Priesterbruderschaft
St. Pius X. – Bischof Bernard Fellay – zu den jüngsten Gerüchten um eine Freigabe der Alten Messe durch
den Papst.
Mons. Fellay sprach am Donnerstag knapp eine Stunde lang mit dem französischen Kulturrundfunk
‘Radio Courtoisie’.
Es heiße seit einem Jahr, daß die Erlaubnis komme, ein Dokument veröffentlicht
werde, im Büro des Papstes liege oder sogar schon unterschrieben sei.
Bischof Fellay glaubt, daß an
den kursierenden Gerüchten etwas Wahres sei: „Es ist tatsächlich etwas in Vorbereitung.“
Das Motu proprio
werde den Neuen Ritus als ordentlichen und den Alten als außerordentlicher Ritus definieren und beiden
die gleichen Rechte zuerkennen.
Man müsse aber auf den Text warten: „Ich kann nicht ausschließen, daß
das Motu proprio unseren Forderungen entsprechen könnte.“
Mons. Fellay betrachtet es als sicher, daß
der Papst die Möglichkeiten zur Zelebration der Alten Messe ausweiten wolle. Das sei ein „Akt der Gerechtigkeit“.
Wenn sich die Dinge normal entwickelten, könnte man – wie es auch die Zeitungen schreiben – zu einer
wirklich großen Freiheit der Alten Messe gelangen.
Man müsse allerdings mit der wütenden Opposition
jener rechnen, die vor dreißig Jahren triumphiert hätten.
Viel hänge von der Entschlossenheit des
Chefs ab.
Wenn der Heilige Vater sage: „So ist es, ich spreche als euer Papst“ würde man sich – mehr
oder weniger schnell – mit der Freigabe arrangieren.
Dagegen sei die heutige, kollegiale Vorgangsweise
darum bemüht, sich mit jedem zu beraten. Auf diese Weise komme man nie zu einem Ergebnis und es würden
viele Gerüchte entstehen.
Dadurch alarmiere man auch die Gegner und versetze sie in Kriegszustand.
So etwas habe sich bei der Bischofssynode über die Eucharistie im Oktober 2005 ereignet. Eine Woche vor
ihrem Ende sei eine sehr gut plazierte Quelle im Vatikan überzeugt gewesen, daß die Alte Messe zum Abschluß
der Synode freigegeben werde.
Doch während der gleichen Woche habe es mehrere Aktionen gegeben, die
schließlich eine Freigabe der Alten Messe verhindert hätten.
Mons. Fellay betonte, daß die von der
Piusbruderschaft gesammelten eine Million Rosenkränze für den Papst und die Freiheit der Alten Messe
nach wie vor nötig seien.
Wenn man von einer bevorstehenden Möglichkeit der Freigabe der Messe – „auf
die wir schon so lange warten“ – spreche, sei das der Augenblick, das Gebet zu verdoppelt. Man müsse
den Himmel bestürmen.
Die Freigabe der Alten Messe sei kein Akt der Diplomatie, sondern eine Gnade zum
Wohl der Kirche.
Zu einer Aussöhnung der Piusbruderschaft mit dem Vatikan erklärte Mons. Fellay, daß
seine letzten Kontakte mit dem Vatikan fast ein Jahr zurückliegen würden.
Zuletzt traf Mons. Fellay
am 15. November 2005 den Präsidenten der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon
Hoyos.
Der Bischof rechnet damit, die Gespräche mit Rom in diesem Jahr aufzunehmen: „Wir wollen in Verbindung
bleiben.“
Zur Gründung des altrituellen Instituts vom Guten Hirten am 8. September erklärte er, daß
sie den Zorn der französischen Bischöfe geweckt habe.
Diese würden sich im Gegenteil darum bemühen,
die von Rom abhängigen altrituellen Gemeinschaften unter die Kontrolle der Diözesen zu bringen.
Bischof
Fellay erklärt, daß sich die Bischöfe vor einer möglichen Apostolischen Administratur für Traditionalisten
fürchteten.
Ein entsprechender Vorschlag könnte – so Mons. Fellay – auch im Motu proprio dargelegt
werden:
„Für die französischen Bischöfe wäre das unannehmbar.“
Email-Adressen der Empfänger
52 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Paul Gerhardt Sei mir tausendmal gegrüßet, Der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet
Das, womit ich dich betrübt. Ach wie ist mir doch so wohl, Wenn ich knien und liegen soll An dem Kreuze,
da du stirbest Und um meine Seele wirbest. 2. Ich umfange, herz und küsse Der gekränkten Wunden Zahl
Und die purpurroter Flüsse Deiner Füß- und Nägelmal. O wer kann doch, schönster Fürst, Den so hoch
nach uns gedürst, Deinen Durst und Liedsverlangen Völlig fassen und umfangen? 3. Heile mich, o Heil
der Seelen, Wo ich krank und traurig bin, Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Schaden
hin, Den mir Adams Fall gebracht Und ich selbsten mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, Wird
sich all mein Jammer setzen. 4. Schreibe deine blutgen Wunden, Mir Herr, in das Herz hinein, Daß sie
mögen alle Stunden Bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, Da mein ganzes Herze ruht,
Laß mich hier zu deinen Füßen Deiner Lieb und Gunst genießen. 5. Diese Füße will ich halten, Auf
das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten Und mich selbsten freundlich an Von des hohen Kreuzes
Baum Und gieb meiner Bitte Raum, Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, Ich, ich tilg all deine Sünden.
!:)
@Sozialkatholisch Sie schrieben: Ihr Gedicht von Paul Gerhard ist nicht ganz so gut deshalb bitte höchstens
3x posten und nicht 17x. Danke. Wo habe ich die Strophe 17x gepostet? Bitte Beweise!
#49 Protestant 08:59:35 | Freitag, 20. Oktober 2006
@sozialkatholisch@mitsou Naja, von den Beiträgen Paul Gerhardts ist sicherlich eins schöner als das
andere. Würden wir aber alle Lieder und gedichte von Paul Gerhardt veröffentlichen, wären wir höchstwahrscheinlich
nächste Woche noch nicht mit Lesen fertig! Ich bin ja außerdem froh, wenn ich hier mal gelobt werde,
im übrigen kann man mir mit Paul Gerhardt immer was Gutes antun!
@Protestant Endlich! Endlich!! Endlich!!! mal was Gescheites zum Lesen auf dieser Seite! Sie lieber, Protestant
:(3 , haben diese Seite mit Ihrem Posting um ein Vieeelfaches aufgewertet! Danke! Danke!! Danke!!! Aber
auch ich habe etwas total Gutes von Paul Gerhardt: Führe deines Lebens Lauf Allzeit Gottes eingedenk.
Wie es kömmt, nimm alles auf Als ein wohlbedacht Geschenk. Geht dir’s widrig, laß es gehn, Gott und
Himmel bleibt dir stehn. :(3 Einen schönen Tag allerseits! :(3
Einen wunderschönen Guten Morgen Ich möchte allen einen wunderschönen Guten Morgen mit einem abgewandelten
Morgengruß von Jürgen von der Lippe begrüßen: Guten Morgen lieber Protti bist du auch schon wieder
da hast du auch so gut geschlafen Na dann ist ja alles klar Ich wünsche allen gutes Wetter und morgen
6 Richtige im Lotto, Moment wenn ihr alle und ich im Lotto gewinne drückt ihr meine Quote runter. Also
wüsche ich nur gutes Wetter, da hab ich ja auch was von.
#45 Protestant 07:32:04 | Freitag, 20. Oktober 2006
Guten Morgen zusammen! Einen schönen Guten Morgen wünsche ich allen Diskutierenden mit einem Morgengruß
von Paul Gerhardt: 1. Wach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter,
dem frommen Menschenhüter. 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein
begehret; Gott aber hat’s gewehret. 3. Du sprachst: »Mein Kind, nun liege, trotz dem, der dich betrüge;
schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, das ist geschehen: Ich
kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. Also, viel Spaß heute-und
erfreut euch an dem neuen Tag, als wenn es euer letzter wäre!
es feht an der Lust Der Hund liegt bestimmt dort begraben dass man absolut keine Lust hat die Messe freizugeben,
ihre Existenz zeigt die Differenzen zu den Kasperltheatermessen zu deutlich auf.
#43 Aldo Carigiet 09:16:34 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
Trid. Messe: JA oder nein Ob der Papst die alte Messe in der von der Pius-Bruderschaft geforderten Form
freigibt ist unwichtig. Es zählt nur, dass Klarheit herrscht, dass in jeder Kirche -weltweit- ohne Einschränkung
die trid. Messe wieder zugelassen ist. ja sogar gefördert werden soll… Damit ist aber die Pius-Bruderschaft
noch nicht von der Exkommunikation befreit. Dies bedarf bei der Ausdrucksart wahrscheinlich noch lange.
Als Katholik lasse ich mich nicht auf dieses Hick-Hack ein und bin dem Papst und allen dankbar, wenn die
trid. Messe wieder von jedermann frei und ohne Erklärung überall gelesen werden darf. Es wäre auch
ein Schritt in die richtige Richtung, weil damit wieder die Einheitssprache „LATEIN“ WELTWEIT seine Gültigkeit
hätte. Man kann in China, USA, Russland, Europa, gleich wo in die Kirche und versteht die Muttersprache
der Kirche (ausser der Predigt) und kann so der hl. Messe folgen. Schon 1979 habe ich dies in den USA
sehr vermisst, weil ich null und nichts verstand, als ich englisch lernen musste.
@ golfi Breze ist weiblich… Ich verstehe was Sie meinen, aber der Vergleich hinkt meiner Meinung trotzdem…
Eine kleine Gruppe sondert sich (mehr oder weniger aus Trotz) von der Mehrheit ab. Nach einer Weile kommt
die kleine abgespaltene Gruppe und stellt Forderungen an die grosse, die sie gefälligst zu befolgen hat.
#41 landorganist 14:19:26 | Montag, 16. Oktober 2006
Immer wieder belustigend, wie die Athanasiusse I-IV und andere, das Recht so biegen, wie es ihnen in den
Kram passt. Da werden irgendwelche Notstände konstruiert, und mit Paragraphen belegt, die keine Gültigkeit
mehr haben. Kämen Sie eigentlich auch auf die Idee, heute im weltlichen Bereich Urteile mit aufgehobenen
Gesetzen aus der Kaiserzeit zu begründen? Oder ist sowas nur im Kirchenrecht üblich? Ebenfalls belustigend
ist die Tatsache, dass ein exkommunizierter Führer einer schismatischen Gruppe etwas vom Vatican, rep.
Papst fordert.
Mehrheit Natürlich hat die Mehrheit nicht automatisch Recht. Aus dieser Weisheit haben aber einige längst
„die Mehrheit sagt es, als MUSS es falsch sein“ gemacht. Das ist noch absurder.
Herr Breze Das ist doch kein Vergleich, ich denke Sie haben den Sinn immer noch nicht verstanden. Hier
geht es, wie Sie es sagen: „ Was die Mehrheit macht muß schließlich richtig sein“. Die Mehrheit vor
2000 J. hat auch unseren Herrn gekreuzigt.
An Breze: 1 Millíarde Stimmen Ihr aufgeführtes Mehrheitsprinzip ist nicht gerade Überzeugend, schauen
wir nur in unsere jüngst vergangene Zeit, als das 1000 Jh.- Reich aufgebaut werden sollte. Oder glauben
Sie, daß nur 4 % „heil Hittler „ geschrieen haben.
#35 Sulpicius 17:13:28 | Sonntag, 15. Oktober 2006
@aurelius Meinen Sie, dieses Zitat wurde zufällig zur Schlagzeile? Außerdem findet sich der Begriff
auch bei anderen hohen Mitbrüdern. Ich kann für Sie gerne meine Ordner mit Zeitungsartikeln durchsuchen,
aber das dauert, und heute am Sonntag habe ich keine Lust, mir dieses Kapitel um die Ohren zu schlagen.
Da mache ich líeber etwas anderes, z.B. eine feierliche lateinische Vesper besuchen… Nix für ungut.
@ Sulpicius Träumen Sie weiter… Suplicius, Sie haben mir Zitate (Plural!) versprochen, die zeigen sollen,
daß sich die Una Sancta seit dem Ende des letzten Konzils als „Konzilskirche“ bezeichnet. Statt dessen
kommen Sie mir einer Äußerung eines Kardinals und der FAZ. Ziemlich dürftig.
Sulpicius: „Konzilskirche“ Der Begriff wurde von Giovanni Cardinal Benelli 1965 direkt nach Schließung
von Vat.II geprägt (die FAZ machte dieses Zitat am Tag darauf zur Schlagzeile). Aha. Da haben wir also
einen Kardinal und die FAZ. Etwas dürftig, um die Behauptung zu belegen, die „Konzilskirche nennt sich
selber so seit Beendigung der Vat. II.“ Zumal die Äußerung dieses Kardinals ja nicht bedeutet, daß
sich die römisch-katholische Kirche selber so nennt. Seien wir doch mal ehrlich. Die römisch-katholische
Kirche nennt sich nicht nicht selber „Konzilskirche“. Der Begriff mag ja einem Kardinal mal in seiner
Reformtrunkenheit rausgerutscht sein, vielleicht auch jemand anderem, wird aber in erster Linie von der
FSSPX, ihren Anhängern sowie anderen Traditionalisten und Schismatikern als anti-kirchlicher Propagandabegriff
gebraucht. Eine weitere Stammtischparole. Nichts weiter.
@ Benedikt @ Aurelius und weil das so ist, wie in Ihren postings beschrieben, interessiert es mich herzlich
wenig, was das Begehr der Pius Bruderschaft ist. Es ist ziemlich einfach, eine kleine Gemeinschaft, die
sich vor 18 Jahren de facto von der Kirche losgelöst hat, versucht jetzt einer Gemeischaft von mehr als
einer Millíarde Katholiken ihre Sicht und ihr Kirchen- und Gottesbild aufzudrängen, das ist lächerlich
und zeugt von einer gewissen Art von Selbstüberschätzung
#30 Sulpicius 16:51:25 | Sonntag, 15. Oktober 2006
Konzilskirche Der Begriff wurde von Giovanni Cardinal Benelli 1965 direkt nach Schließung von Vat.II
geprägt (die FAZ machte dieses Zitat am Tag darauf zur Schlagzeile).
Sulpicius Konzilskirche… Ich weiß nicht, wen oder was Sie mir „Konzilskirche“ meinen. Nennt mal so
die römisch-katholische Kirche innerhalb der Lefebvre-Sekte?
Die unsägliche Arroganz des exkommunizierten Bischofs Fellay „Ich kann nicht ausschließen, daß das
Motu proprio unseren Forderungen entsprechen könnte.“ Der exkommunizierte Bischof Fellay scheint noch
nicht begriffen zu haben, daß seine Priesterbruderschaft nicht in der Position ist, Forderungen an Rom
zu stellen. Es liegt an der FSSPX, ihre Einheit mit Rom herzustellen und in Anbetracht dessen, würde
deren Generaloberen etwas mehr Demut und viel weniger Arroganz gut zu Gesicht stehen. Auch nach dem Motu
Proprio, auch falls die alte Messe „freigegeben“ würde, wird die FSSPX da bleiben, wo sie ist, nämlich
extra ecclesiam. V
@ Heggi Ja, dass Ecclesia Dei von „schismatischer Akt“ gesprochen hat, dass hat natürlich zu allerlei
Wortklaubereien geführt, „schismatischer Akt“ sei nicht gleich „Schisma“ etc. Darauf möchte ich mich
jetzt nicht einlassen, auch nicht auf irgendwelche Aussagen von Kard. Hoyos. Denn: Auch eine gegenteilige
Aussage von Kard.Hoyos oder tausend Bekenntnisse der FSSPX zum Papst können nicht über Fakten hinwegtäuschen.
Und die sehen eben so aus: -die FSSPX ignoriert das Kirchenrecht -die FSSPX baut Parallelhierarchien auf
-die FSSPX konstruiert ein „ewiges Rom“, um dem Rom von heute nicht nachfolgen zu müssen -Offizielle
der FSSPX beschimpfen den Papst als Apostaten (JPII) und Häretiker (BXVI) Die FSSPX behauptet zwar nicht
offiziell, dass die neue Messordnung ungültig ist, die Aussagen ihrer Priester wie P. Mählmann ua können
aber nicht anders verstanden werden. Die FSSPX hat so die Sakramentengemeinschaft mit der Restkirche aufgekündigt.
Die FSSPX erzieht ihre Anhänger in einem Geist, dass nur sie wahre Katholiken sind (vgl. den letzten
Beitrag von Marcel), die anderen sind entweder Häretiker oder wenigstens Verirrte. Die FSSPX behauptet
das natürlich nicht selber. Die Äußerungen ihrer Anhänger sind jedoch immer dieselben. Das muss ja
irgendwoher kommen. Da fragt man sich doch: Was soll man davon halten? Wenn auch die Bruderschaft als
Institution nicht schismatisch ist, so verbreitet sie doch einen schismatischen Geist, der viele Anhänger
zu Kryptoschismatikern hat werden lassen.
Notstand Dieses Gerede vom Notstand ist das Mantra der FSSPX. Sie verwenden es, wo immer sie sich einfach
über das Kirchenrecht hinwegsetzen, ob bei Weihen oder bei anderen Sakramente, wie etwa der Beichte.
Wer bezüglich der Weihen einen Notstand annimmt, der muss davon ausgehen, das die kirchliche Hierarchie
zusammengebrochen ist, ansonsten existiert kein Notstand. Nun ist aber ohn Zweifel eine Hierarchie vor
Ort existent. Immer noch zu behaupten, die Hierarchie sei zusammengebrochen bedeutet also, der vorhandenen
Hierarchie (Ortskirchen) die Legitimität abzusprechen. Das ist ganz klar ein schismatischer Akt, und
das hat der Papst dann auch so festgestellt. Für die Beichten gilt genau das gleiche: Dort einen Notstand
anzunehmen bedeutet, die Absolutionen der regulären Ortsgeistlichen für ungültig zu halten, und zwar
obwohl diese Geistlichen gültig geweiht sein und die nötige Fakultas besitzen. Hier wird wiederum eine
Parallelstruktur aufgebaut, ein weiterer schismatischer Akt also.
#21 Athanasius 12:25:22 | Sonntag, 15. Oktober 2006
@Stimme aus Wien „gueltig und erlaubt“ Die Frage der Bischofsweihen der FSSPX geht ausschliesslich ueber
die Lizeitaet, also die „Erlaubt“-heit, nicht ueber Gueltigkeit. Die Gueltigkeit ist ohne weiteres gegeben
und offiziell bestaetigt.
möchtegern-kathole: Wir reden anscheinend aneinander vorbei. Meine Kritik beim vergleich des @AthanasiusII
war, dass man aus zwei verschiedenen „Notständen“ die gleiche Konsequenz zog, nämlich: die Weihen in
den Ostblockstaaten waren ohne Mandat des Hl. Stuhles waren aber auf Grund des Notstands gültig und erlaubt –
ergo: sind die Weihen der Piusbrüder ebenso gültig und erlaubt. Sie werden zugeben müssen, dass das
so nicht stimmen kann. Ich bechaupte nicht, dass diese Gleichung die persönliche Meinung des @Athanasius
wiederspiegelt. Es könnte sein, dass er nur eine gängige Gleichung wiedergibt, die in einigen Kreisen
im Forum kursieren. Die Gleichung selbst ist aber Fehlerhaft.
@Stimme aus Wien A. hat nicht die Notstände miteinander verglichen, sondern die jeweilige Konsequenz
daraus. Ein kleiner Unterschied, den Sie vermutlich nur überlesen haben Bei den Situationen an sich
sind wir uns ja alle einig, dass sie sehr verschieden sind.
Hmmmmmmmmmmmm Ich bin verwirrt, ich gebe es zu… Da warten der Generalobere der Pius-Bruderschaft und
seine Schäfchen auf ein Wort des Papstes, den sie eigentlich gar nicht für voll nehmen, weil er ja der
Papst der V2 Sekte ist. Auf ein Wort des Papstes zur Freigabe der „Alten Messe“, die eigentlich nie verboten
war und von der Pius Bruderschaft ja eh schon praktiziert wird. Warum, um Himmels Willen, kümmert sich
die Pius-Bruderschaft um Dinge, die sie im Grunde ja gar nicht interessieren müssten, schliesslich handelt
es sich um die katholische Kirche (mit ca. 1 Milliarde Katholiken) laut den Piuslern um eine Sekte, also
um eine andere, separate Glaubensgemeinschaft. Ich, als Mitglied dieser „V2 Sekte“, muss mir von keiner
anderen Kirche, Bruderschaft und von wem auch immer, vorschreiben lassen, was ich zu wollen habe, und
mein Hirte, der Papst ebensowenig…
Gotthard Dauernd führen Sie im Zusammenhang mit FSSPX das Wort Sekte im Mund. Meinen Sie denn, wenn es
sich bei FSSPX um eine „Sekte“ handelt, daß es sich dann bei den Lutheranern und Reformierten nicht auch
um „Sekten“ handelt und nicht um „Kirchen“?
Notstand @möchtegern-kathole: AthanasiusII hat nicht (!) die ‘Notstände’ an sich verglichen, Zitat Athanasius
II: Nur ist der Casus Lefebvre natürlich sehr umstritten und schwieriger (auch für den Apostolischen
Rota), da eine moralische Überzeugung einer Notsituation vorliegt, da man etwa in kommunistischen Ländern
auch ohne Normen des Hl. Stuhles Bischöfe ohne Mandat weihte, wie in Rußland. Alles klar?? @golfi: Durch
die Einführung der neuen Messe ist für viele die Gefahr diesen „ Tode“ zu erleben, größer geworden.
Haben Sie da mal darüber nachgedacht. Mein Lieber! Am gedeckten Tisch zu sitzen und über den Tod zu
sprechen ist einfach lächrlich. Haben Sie vieleicht mal darüber nachgedacht. In die Situation der Kirche
in der ehemaligen UdSSR oder Tschechoslowakei können Sie sich nicht einmal im Traum versetzen. Erst wenn
das Ihnen gelingen würde, dann könnten wir über die Wertigkeit eines geistigen oder körperlichen Todes
unterhalten. Bis dorthin schlage ich Ihnen vor:
@golfi Durch die Einführung der neuen Messe ist für viele die Gefahr diesen „ Tode“ zu erleben, größer
geworden. interessante Feststellung … bevor ich darüber nachdenke, hätte ich gerne mal Deine Gründe
für diese Behauptung gelesen…
An die Stimme aus Wien Der leibliche Tot ist schon sehr schlimm, aber der geistige Tot, der ewig anhält
und für uns unbegreiflich ist , ist doch ein unendlich größeres Drama. Durch die Einführung der neuen
Messe ist für viele die Gefahr diesen „ Tode“ zu erleben, größer geworden. Haben Sie da mal darüber
nachgedacht.
#13 Athanasius 18:14:21 | Samstag, 14. Oktober 2006
Der Mann Paul VI. habe gesagt, es sei sein Wunsch, dass man den NOM annehme. Dann bleibe er bei der alten
Form, erwiderte der Priester. Der Name: Hw. Jean Marie Charles-Roux. Dieser bekannte Priester kannte Papst
Pius XII., Johannes XXIII. und Paul VI. persönlich und lebt noch. Er zelebrierte auch mehrfach für Mel
Gibson die überlieferte hl. Messe. Die buchstäblichen Worte Pauls VI. waren: „Sicherlich, ich habe niemals
die Zelebration der alten Messe verboten. Ich habe nur die Option als Alternative gegeben.“ Die alte Messe
ist also immer noch Option. Nicht umsonst konnte Paul VI. 1971 so einfach durch einen Erlass in England
und Wales das Agathie Christi Indult verleihen, das aber von englischen Bischöfen nicht akzeptiert wurde.
Hw. J.M. Charles-Roux lebt noch. Diés war es was cgi.omroep.nl/cgi-bin/streams?/vpro/30648800… die
alte hl. Messe hervorbrachte an Berufungen!
auch in dieser Sache … … hat der Hl.Geist eine sehr wesentliche Sache bewirkt: auch in der ersten
Zeit des NOM, als es gar keine Indultmesse gab und alle NOM-Befürworter jubelten, der Alte Ritus geradezu
hinweggefegt wurde, wurde der Alte Ritus nie von einem Papst verboten. Mit keinem Nebensatz, mit keinem
Schreiben, keiner Predigt … nichts. Deo Gratias.
#11 Copertino 17:20:42 | Samstag, 14. Oktober 2006
werte Stimme aus Wien: Ganz so war es nicht wie Sie beschreiben. Es gab nämlich mindestens einen mit
ihm gut befreundeten Priester (dessen namen mir momentan entglitten ist), welcher Paul VI. fragte, ob
eine unbedingte Verpflichtung bestehe, die Messe in der neuen Form zu lesen, weil ja das Generalindult
Pius V. dagegen steht. Paul VI. habe gesagt, es sei sein Wunsch, dass man den NOM annehme. Dann bleibe
er bei der alten Form, erwiderte der Priester. Ebenso habe der heilig gesprochene José Escriva de Balaguer
nach einer kurzen Zeit, in welcher er den NOM zelebrierte, ihn wieder zur Seite gelegt mit dem aufschlussreichen
Kommentar im Sinne von: „Es funktioniert nicht.“ und für den Rest seines Lebens tridentinisch zelebriert.
Allerdings stellte ihm Paul VI. die Bedingung, er erhalte für sein Opus Dei die Personalprälatur nur,
wenn sein Werk den NOM annehme. Escriva sei nach der Audienz völlig konsterniert gewesen, habe sich dem
Diktat dann aber gebeugt. Aber er selber behielt den alten Ritus bei.
@wiener Stimme AthanasiusII hat nicht (!) die ‘Notstände’ an sich verglichen, sondern gesagt, dass in
einem Notstand eine andere Vorgehensweise sinnvoll sein kann als im Normalfall. Sein Beispiel legte nur
dar, dass in einem Notstand das Handeln angepaßt werden darf. Inwieweit heute ein (vom Typ her sicherlich
anderer) Notstand vorliegt, mögen Sie anhand der Gottesdienstbesucherzahlen erkennen
Athanasius II Es ist einfach lächerlich den s.g. „Notstand“ des E.B. Lefebvre mit dem Notstand der Kirche
in den ehemaligen Ostblockstaaten zu vergleichen. Dort handelte sich um Leben und Tod beim Kontakt mir
Vatikan – beim Lefebvre einfach nur um eine Sturheit eines alten Herrn. Es wird den „Modernisten“ immer
wieder Rechtspositivismus vorgeworfen. Meine Frage in dieser Angelegenheit ist: wer ist rechtspositivistisch:
die Bischöfe in den Ex-Ostblockstaaten, die unter Lebensgefahr Priester und Bischöfe weihten, damit
die Sache Christi wetergeführt wird, oder die Brüder der PSSPX die sich im vollgefressenen Westen auf
diese Bischöfe berufen, ohne einer Lebensgefahr und ähnlich ausgesetzt zu werden und Bischöfe weihen
lassen nur um ihre eigene Sache durchzusetzen?
#8 AthanasiusII 16:08:17 | Samstag, 14. Oktober 2006
@Aquins Urenkel Auch nach dem CIC von 1917 hätte die Weihe von Bischöfen gegen den ausdrücklichen Willen
des Papstes zur Exkommunikation ipso facto geführt. Nein, so einfach ist dies nicht. Der Codex Iuris
Canonici von 1917 (vel Pio-Benedictinum) hatte anfangs nur eine suspensio a divinis vorgesehen für diejenige
die ohne apostolisches Mandat einen Bischof weihten. Nur nach den illegalen Bischofsweihen 1951 in China,
wo man für die künftige Patriotische Vereinigung Bischöfe weihte ohne Erlaubnis und diese tatsächlich
auch eine Jurisdiktion zugewiesen wurde (usurpatio, de facto schisma), wurde ein Anhang am 1917 Codex
gehängt, durch den es ab da so war, daß unerlaubte Bischofsweihen die gültig durchgeführt wurden,
mit der excommunicatio latae sententiae bestraft werden. (Beispiel: Die Bischofsweihen von fünf Priestern,
darunter ein Diözesanpriester, ein Amerikanischer Benediktinerpater und ein irischer Kaplan, am 1.1.1976
in El Palmar de Troya, Spanien, durch Exz. Ngô Dinh Thuc, der sich aber im selben Jahr mit Papst Paul
VI. versöhnte.) Ursprünglich war es also anders; schon im Mittelalter gab es deswegen mancher Wanderbischof
ohne kanonische Missio. Nur ist der Casus Lefebvre natürlich sehr umstritten und schwieriger (auch für
den Apostolischen Rota), da eine moralische Überzeugung einer Notsituation vorliegt, da man etwa in kommunistischen
Ländern auch ohne Normen des Hl. Stuhles Bischöfe ohne Mandat weihte, wie in Rußland. Notstand… Das
macht die persönliche Sache schwieriger.
@laikos Die Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. sind gültig, aber unerlaubt geweiht. Sie sollten
also nicht von Rechtmäßigkeit sprechen. Diese Bischöfe sind exkommuniziert. Und zwar nicht nur nur
nach dem moderenen Kirchenrecht. Auch nach dem CIC von 1917 hätte die Weihe von Bischöfen gegen den
ausdrücklichen Willen des Papstes zur Exkommunikation ipso facto geführt. Ich gebe Ihnen allerdings
recht, dass Sie sich über das niedrige Niveau und die teilweise unqualifizierten Äuißerungen auf diesen
Seiten echauffieren.
@Gotthard Sekte Bischof Fellay ist ein rechtmäßig geweihter Bischof. Das sieht auch das moderne Kirchenrecht
so und du Beschimpfst ihn und bezeichnest seine rechtmäßige Bruderschaft als Sekte. Die Exkommunizierung
ist übrigens auch nicht Kirchenrechtlich gedeckt. Du bist wieder einmal so ein typischer Haßprediger
und dier sollte man einfach ein Redeverbot erteilen Oder dich ignorieren da du sehr viel Teuflisches
in dier Trägst wenn du den Bischof beleidigst. Entschuldige dich wenigstens dafür (Beichte). Dann wird
dir alles vergeben werden.
Despot Dagegen sei die heutige, kollegiale Vorgangsweise darum bemüht, sich mit jedem zu beraten. Auf
diese Weise komme man nie zu einem Ergebnis diese Aussage läßt einen tiefen Blick zu in die Gemütsverfassung
dieses exkommunizierten Herrn und seiner Sekte…
zur Entschlossenheit Wenn der Heilige Vater sage: „So ist es, ich spreche als euer Papst“ War das nicht
der Fall anläßlich der Liturgiereform? Und was ist passiert? – Ein sturer Erzbischof war der Meinung,
er kann es besser als der Papst. Jetzt auf einmal wünscht man sich wieder diese Vorgehensweise. Wenn
das keine Politik ist!!!
Gute Worte … danke an die Kreuznet-Redaktion für die Reportage. Wer als „dem apostolischen katholischen
Glauben treuer Katholik“ (*) in Ruhe und ungestört von den Modernisten hier über das Thema diskutieren
möchte, ist herzlich eingeladen, dies bei uns im Kreuzforum hier www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=1069&pid=1…
zu tun, wo der Artikel gespiegelt wurde. (*) Kürzlich wies hier jemand darauf hin, daß jeder Katholik
nur traditionstreu sein kann. Anders kann man nicht zur einen, katholischen, apostolischen, heiligen Kirche
gehören. Deswegen sei die Bezeichnung „traditionalistische Katholiken“ wenig hilfreich, so als ob es
verschiedene Glaubens“geschmacks“richtungen in der Kirche geben könnte. Das finde ich gut gesagt. Wie
auch wollte man sonst den apostolischen Glauben der Kirche haben – und nur auf den kommt es an. Diesen
haben die häretisch-modernistischen „Katholiken“ leider nicht, weil sie sich willentlich von diesem apostolischen
Glauben getrennt haben. Das sind die, die nun wegen der potentiellen Lockerung der Diskriminierung der
hl. Messe aller Zeiten so laut schreien – bei den Laien und im Klerus. Es tut sich etwas. 40 Jahre Kirchenzerstörung
scheinen mehr als genug zu sein. So Gott es will, wird es aufhören. Ganz langsam – aber sicher.