Eichstätter Bischofsernennung
Jetzt ist es offiziell
Die bereits seit längerem durchgesickerte Information hat sich heute bestätigt. Der Benediktinerabt Gregor Maria Hanke wird neuer Bischof von Eichstätt.
(kreuz.net, Eichstätt) Papst Benedikt XVI. hat Abt Gregor Maria Hanke (52) zum 82. Bischof von Eichstätt ernannt. Das gaben das Bistum und der Vatikan heute mittag bekannt.

Der designierte Bischof ist seit 1993 Abt der oberpfälzischen Benediktinerabtei Plankstetten.

Der Bischof von Eichstätt ist kraft seines Amtes Großkanzler der Katholischen Universität Eichstätt.

Der bisherige Diözesanadministrator, Dompropst Johann Limbacher, informierte heute die Priester, Diakone sowie die pastoralen Mitarbeiter: „Wir entbieten unserem neuernannten Bischof herzliche Grüße und wünschen ihm für seinen Dienst als 81. Nachfolger des heiligen Willibald Gottes reichen Segen“.

Die Ernennung war bereits am Dienstag abend aus Kreisen der ‘Christlich-Sozialen Union’ durchgesickert und von der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ veröffentlicht worden.

Dompropst Limbacher erklärte noch am Mittwoch mittag, von keiner Ernennung zu wissen.

Der neue Bischof von Eichstätt stammt auch aus der Diözese Eichstätt. Er wurde am 2. Juli 1954 als Franz Hanke und jüngstes von sechs Kindern in Elbersroth geboren. Die Ortschaft befindet sich rund 60 km südwestlich von Nürnberg.

Die Eltern – der Lehrer Franz Hanke und seine Frau Elisabeth – kamen 1946 mit ihren fünf Kindern als Heimatvertriebene aus dem heutigen Tschechien nach Mittelfranken.

Von den fünf Geschwistern sind zwei Schwestern und ein Bruder verheiratet. Zwei Brüder sind Priester.

Nach dem Besuch der Volksschule Elbersroth wechselte Franz Hanke 1965 nach Eichstätt in das Bischöfliche Studienseminar.

Nach seinem Abitur im Jahr 1974 trat er in das Bischöfliche Priesterseminar ein. Sein Theologiestudium absolvierte er in Eichstätt und in London.

Im September 1981 trat er bei den Benediktinern in Plankstetten ein.

1982 begann Gregor Hanke mit einem Studium der Anglistik an der Katholischen Universität Eichstätt, um später an der Realschule des Klosters in Plankstetten zu unterrichten.

Am 10. September 1983 empfing er von Bischof Alois Brems in Plankstetten die Priesterweihe.

Sieben Jahre später, im Jahr 1990, begann er mit der Doktorarbeit im Fachgebiet Byzantinische Liturgiewissenschaft bei als sehr liberal bekannten Professor Robert F. Taft SJ am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom.

Am 13. Juli 1993 wählte die Benediktinerabtei Plankstetten den 39jährigen zum 54. Abt des im Jahr 1129 gegründeten Klosters. 2002 schloß er sein durch die überraschende Wahl zum Abt unterbrochenes Promotionsstudium an der Jesuitenhochschule St. Georgen Frankfurt ab.

Unter Abt Hanke stellte das Kloster die Bewirtschaftung des Klostergutes auf Biolandwirtschaft um. Für die Umsetzung dieses ökologischen Konzepts erhielt Abt Gregor 2001 die Umweltmedaille des Freistaates Bayern.

Für sein ökumenisches Engagement wurde der Abt im Jahr 2004 vom Metropoliten der tschechisch-slowakischen orthodoxen Kirche in Prag mit dem Orden der heiligen Konstantin und Helena ausgezeichnet.

Der designierte Bischof wirkte auch in der Jugendarbeit. Bereits seit 1980 ist die monatliche Plankstettener Jugendvesper Anziehungspunkt für viele hundert Jugendliche.

Aus dem Fotoalbum des designierten Bischofs
      
5 Lesermeinungen
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#5   Pünktchen   17:37:26 | Samstag, 14. Oktober 2006
Auf „Kathpedia“ ein sehr ausführlicher Artikel über
Gregor Maria Hanke www.kathpedia.com/index.php?title=Gregor_M….
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#4   Gregorius magnus   14:15:39 | Samstag, 14. Oktober 2006
@ Athanasius
Ich glaube, Sie Lesen nicht zwischen den Zeilen: Ich schätze den Choral sehr und habe auch nichts gegen die alte Messe. Jede Liturgie reforiert sich im Laufer der Zeit selbst, wie es der Papst immer auch betonte. Doch alles nur an der alten Messe festzumachen ist Irrsinn!!!!
Ein würdiges Opfer im Ordo Novus, evtl. auch auf Latein, ist genau so würdig und fruchtbringend, als die alte Messe!
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#3   Athanasius   13:42:08 | Samstag, 14. Oktober 2006
@Gregorius Magnus
Er wird sein Bistum und seine Herde treu durch die Stürme der Zeit geleiten, auch wenn die „Rechten“ anderer Meinung sind.
Wer sind wohl „die Rechten“.
Sind es die Rechtgläubigen? Die Rechtliturgisten? Oder die linksliberale neomodernistische Recht-Haben-Woller?
Wie es hier steht, fürchte ich aber das erste. Es wäre nur ein Beweis, dass die diözesanen Strukturen Deutschlands zutiefst verdorben sind. Aber der Herr wird schon was neues anfangen. Auch ohne Bischöfe.
Und Gregorius Magnus, mit der Liturgie Ihres Namenspatrons en.wikipedia.org/wiki/Tridentine_Mass haben Sie wohl nicht viel auf, oder? Fürchte ich mich.
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#2   Gregorius magnus   13:32:09 | Samstag, 14. Oktober 2006
Gute Wahl für das Bistum Eichstätt
Dem neuen Bischof von Eichstätt, Abt Gregor Maria, ein herzliches Willkommen und Gottes Segen!
Mit der Entscheidung des Papstes wird ein kluger, umsichtiger und die Zeichen der Zeit erkennender Priester der Kirche Christi ein würdevoller Nachfolger von Bischof Mixa.
Er wird sein Bistum und seine Herde treu durch die Stürme der Zeit geleiten, auch wenn die „Rechten“ anderer Meinung sind.
Vorab sollten keine Gefühlsregungen und irgendwelche Vermutungen angestellt werden; man sollte ihm die nötige Zeit geben, sich in seinem Amt einzuleben, schließlich kennt er sein Bistum und ist in Leitungsaufgaben wohl bewandert, nicht umsonst steht die Abtei Plankstetten sehr gut unter den Abteien da!
Das Wichtigste, das unser neuer Bischof beötigt, ist die Unterstützung im Gebete aller Gläubigen im Bistum Eichstätt; keine Bemängelung, dass „sich doch nichts ändern werden!!!!!!“
Lasset uns beten für unseren Bischof Gregor, in deiner Kraft, o Herr, möge er deine Herde weiden. Herr Jesus Christus, du Haupt deiner Kirche und Hirte deines Volkes, wir bitten dich, stehe unserem Oberhirten mit der Kraft deines Segens bei, dass er an uns deine Stelle vertritt, uns entflammt durch seinen Eifer, uns beschämt durch seinen Wandel, uns trägt durch seine Liebe, uns stärkt durch seine Geduld, uns segnet durch seines Gebete, uns weidet durch seine Lehre und uns reinigt und läutert zu deinem heiligen Volk und zum unbefleckten Gottesdienst im Geist und in der Wahrheit. Amen.
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#1   Athanasius   13:13:10 | Samstag, 14. Oktober 2006
Vom „Pastoralis Officii Culmen“ zum…
…„ministerii tui summam“. Ich hoffe, dass mit dieser Ernennung die Situation im Bistum sich verbessert, dazu einen herzlichen Wunsch. (Auch wenn ich fast das Vertrauen in den „Novus Ordo“-Bischöfen verloren habe angesichts der vierzigjährigen Krise und Zerstörung.)
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