12:32:57 | Samstag, 14. Oktober 2006
Die bereits seit längerem durchgesickerte Information hat sich heute bestätigt. Der Benediktinerabt Gregor Maria Hanke wird neuer Bischof von Eichstätt.
(kreuz.net, Eichstätt) Papst Benedikt XVI. hat Abt Gregor Maria Hanke (52) zum 82. Bischof von Eichstätt
ernannt. Das gaben das Bistum und der Vatikan heute mittag bekannt.
Der designierte Bischof ist seit
1993 Abt der oberpfälzischen Benediktinerabtei Plankstetten.
Der Bischof von Eichstätt ist kraft seines
Amtes Großkanzler der Katholischen Universität Eichstätt.
Der bisherige Diözesanadministrator, Dompropst
Johann Limbacher, informierte heute die Priester, Diakone sowie die pastoralen Mitarbeiter: „Wir entbieten
unserem neuernannten Bischof herzliche Grüße und wünschen ihm für seinen Dienst als 81. Nachfolger
des heiligen Willibald Gottes reichen Segen“.
Die Ernennung war bereits am Dienstag abend aus Kreisen
der ‘Christlich-Sozialen Union’ durchgesickert und von der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’
veröffentlicht
worden.
Dompropst Limbacher erklärte noch am Mittwoch mittag, von
keiner Ernennung zu wissen.
Der neue
Bischof von Eichstätt stammt auch aus der Diözese Eichstätt. Er wurde am 2. Juli 1954 als Franz Hanke
und jüngstes von sechs Kindern in Elbersroth geboren. Die Ortschaft befindet sich rund 60 km südwestlich
von Nürnberg.
Die Eltern – der Lehrer Franz Hanke und seine Frau Elisabeth – kamen 1946 mit ihren fünf
Kindern als Heimatvertriebene aus dem heutigen Tschechien nach Mittelfranken.
Von den fünf Geschwistern
sind zwei Schwestern und ein Bruder verheiratet. Zwei Brüder sind Priester.
Nach dem Besuch der Volksschule
Elbersroth wechselte Franz Hanke 1965 nach Eichstätt in das Bischöfliche Studienseminar.
Nach seinem
Abitur im Jahr 1974 trat er in das Bischöfliche Priesterseminar ein. Sein Theologiestudium absolvierte
er in Eichstätt und in London.
Im September 1981 trat er bei den Benediktinern in Plankstetten ein.
1982 begann Gregor Hanke mit einem Studium der Anglistik an der Katholischen Universität Eichstätt,
um später an der Realschule des Klosters in Plankstetten zu unterrichten.
Am 10. September 1983 empfing
er von Bischof Alois Brems in Plankstetten die Priesterweihe.
Sieben Jahre später, im Jahr 1990, begann
er mit der Doktorarbeit im Fachgebiet Byzantinische Liturgiewissenschaft bei als sehr liberal bekannten
Professor Robert F. Taft SJ am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom.
Am 13. Juli 1993 wählte
die Benediktinerabtei Plankstetten den 39jährigen zum 54. Abt des im Jahr 1129 gegründeten Klosters.
2002 schloß er sein durch die überraschende Wahl zum Abt unterbrochenes Promotionsstudium an der Jesuitenhochschule
St. Georgen Frankfurt ab.
Unter Abt Hanke stellte das Kloster die Bewirtschaftung des Klostergutes auf
Biolandwirtschaft um. Für die Umsetzung dieses ökologischen Konzepts erhielt Abt Gregor 2001 die Umweltmedaille
des Freistaates Bayern.
Für sein ökumenisches Engagement wurde der Abt im Jahr 2004 vom Metropoliten
der tschechisch-slowakischen orthodoxen Kirche in Prag mit dem Orden der heiligen Konstantin und Helena
ausgezeichnet.
Der designierte Bischof wirkte auch in der Jugendarbeit. Bereits seit 1980 ist die monatliche
Plankstettener Jugendvesper Anziehungspunkt für viele hundert Jugendliche.
Aus dem Fotoalbum des designierten
Bischofs
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#5
Pünktchen 17:37:26 | Samstag, 14. Oktober 2006
#4
Gregorius magnus 14:15:39 | Samstag, 14. Oktober 2006
#3
Athanasius 13:42:08 | Samstag, 14. Oktober 2006
#2
Gregorius magnus 13:32:09 | Samstag, 14. Oktober 2006
#1
Athanasius 13:13:10 | Samstag, 14. Oktober 2006