Euthanasie
Umbringen oder nicht? Das ist hier die Frage
Einen mutigen Schritt hat Jeb Bush, der Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, im Kampf um das Leben von Frau Terri Schiavo gesetzt.
(kreuz.net, Miami) Die US-Amerikanerin Terri Schiavo, geborene Schindler, liegt seit 1990 im Koma. Mit 26 Jahren erlitt sie wegen einer Eßstörung einen Zusammenbruch. Dieser bewirkte einen schweren Hirnschaden. Seitdem liegt Frau Schiavo hilflos in einem Pflegeheim im US-Bundesstaat Florida.

Einige Ärzte sind der Ansicht, daß Frau Schiavo nie mehr aus ihrem vegetativen Zustand herauskommen werde. Andere hingegen vertreten die Auffassung, daß sie Chancen hat, bestimmte Fähigkeiten wieder zu erlangen. Bisher hat Frau Schiavo überlebt, weil sie über eine Magensonde künstlich ernährt wird. Auf andere lebensrettende Maßnahmen ist sie nicht angewiesen.

Schon seit längerem ist in den USA wegen Terri ein Kampf um Leben und Tod ausgebrochen.

Ihr damaliger Ehemann, mit dem sie formell immer noch verheiratet ist, möchte „das Leiden von Terri abkürzen“ und sie verhungern lassen. Allerdings kümmert er sich schon lange nicht mehr um seine Gattin. Er lebt in der Zwischenzeit mit einer neuen Frau im Konkubinat und hat mir ihr Kinder gezeugt.

Die Eltern von Frau Schiavo, Robert und Mary Schindler, möchten ihre Tochter am Leben erhalten. Sie sagen, daß Terri durchaus ansprechbar sei und auf verschiedene Impulse reagiere.

Frau Schiavo selbst hat keine schriftlichen Anordnungen hinterlassen. Ihr Gatte behauptet zwar, daß sie vor ihrem Zusammenbruch gesagt habe, daß sie nicht künstlich am Leben erhalten werden wolle, ihre Eltern bestreiten dies allerdings.

Im Jahre 2003 hatte der formelle Ehemann von Terri über einen Richter erwirkt, daß der Ernähungsschlauch seiner Frau entfernt wurde. Frau Schiavo sollte verhungern. Doch Gouverneur Jeb Bush, ein Bruder des gegenwärtigen Präsidenten der USA, reagierte schnell. Innerhalb weniger Tage brachte er ein Gesetz durch das Lokalparlament von Florida, so daß die Ernährung von Frau Schiavo nach sechs Tagen wiederaufgenoommen werden konnte. Frau Schiavo überlebte die sechs Tage ohne Essen und Trinken.

Doch im Frühjahr wurde das Gesetz, das von Journalisten das „Terri-Gesetz“ genannt wurde, durch den Obersten Gerichtshof von Florida wieder außer Kraft gesetzt.

Gouverneur Jeb Bush, der vor Jahren zum Katholizismus konvertiert ist und in seiner Familie Spanisch spricht, gab sich nicht geschlagen. Anfang Dezember wandte er sich über seine Rechtsanwälte an den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, um das Leben von Frau Terri Schiavo zu retten.

Die Begründung: Das fatale Gerichtsurteil des Obersten Gerichtes in Florida habe „unheilvolle Konsequenzen für die schwächsten unserer Mitbürger, die nicht mehr für sich selber sprechen können“.

Mehr Informationen in englischer Sprache.
      
5 Lesermeinungen
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#5   Dolfus   11:16:40 | Dienstag, 28. Dezember 2004
@1+1=7
Ich stimme Deiner Analyse komplett zu!
Laut über etwas nachzudenken, heißt auch gemeinsam über etwas nachzudenken, und dies bedeutet auch, daß Taten folgen und hervorgebracht werden.
Es ist vergleichbar mit einer ständigen Gewissensüberprüfung, man prüfe sich selber, und das tut der Christ in der Regel auch.
Denn wenn ich nur so gedankenlos dahinlebe, dann wüßte ich nicht, ob ich auf dem richtigen Weg bin, und kann und werde schleichend von Gott abkommen.
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#4   Dolfus   11:13:36 | Dienstag, 28. Dezember 2004
@Zweiter Atvent
Ob ein wichtiger Politiker ein heiligmäßiges Leben führt, dürfen die Bürger beurteilen, ja müssen demokratische Bürger beurteilen, und ich bilde mir auch mein Urteil, wie dies ein freier Bürger tun sollte – kein endgültiges Urteil, man muß es auch revidieren können, aber es ist mir von Bedeutung, ob unsere Weltenführer gute Christen, Schein-Christen oder Christenverfolger sind.
Bush Jun. hat m.E. die klügste Strategie gewählt, denn ich denke, er ist kein Christ, sondern ein Schauspieler-Christ.
Das Urteil von uns Bürgern ist in der Demokratie, in der wir nominell leben, tatsächlich von Bedeutung. Aufgeweckte Bürger könnten etwas ändern, und das war auch das Ideal der Väter der US-Verfassung.
Meine Devise ist: schaut auf die Taten, nicht auf die Worte.
Und es gibt einen Riesenberg an Indizien, die tatsächlich daraufhin deuten, daß Bush Jun. die Vorgänge vom 11. September 2001 – die Zerstörung des WTC – persönlich angeordnet hat, um für seine Leute einen weiteren Schritt in Richtung Weltherrschaft zu gehen.
Da ist es tatsächlich von großer Bedeutung, ob dieser Präsident jetzt ein Jünger Jesu oder ein Judas ist. Aus diesem Grund ist jedes einzelne Mitglied einer so mächtigen Dynastie wie der Walker Bushs sehr genau zu beäugen. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Errichtung einer Weltdiktatur, so abenteuerlich das klingen mag.
Hochrangigste Politiker als auch Insider – sowohl aus den USA, aber auch aus der BRD – haben sich in diese Richtung hin geäußert.
Der Alltagsbürger glaubt leider an die Gutheit derer, die uns regieren. Daß phantastischste Theorien die Realität sein könnten, findet der Mann von der Straße lächerlich, und genau das möchten die Machthaber auch.
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#3   1+1=7   10:47:13 | Dienstag, 28. Dezember 2004
Ja, wir sind auch HEILIGE,
denn was ich erkenne und was ich verstehe ist wohl auch dasjenige, dass mich zum Handeln treibt.
Und da ja in unserem Rechtsstaat „meckern“ das Einzige Mittel ist politisch zu wirken muss ich dementsprechend HEILIG sein. Heilig ist kein Zustand HEilig ist eine Durststrecke.
Meckern ist die Alternative zum ins Gesicht schlagen.
Begleitet von Fasten und vom Gebet natürlich.
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#2   Zweiter Atvent   10:38:32 | Dienstag, 28. Dezember 2004
@Dolfus : „Du sollst nicht urteilen und richten“
… so hab ich’s gelernt. Und Heilige sind wir doch alle nicht. Oder bist Du schon ein Heiliger? Ich denke, dann währest Du die einzige Ausnahme von den Lebenden (unserer Art). Wir bemühen uns, das will ich den Bush’s & Co.‘s genau so zuschreiben, wie Dir und allen anderen, wie auch mir selbst.
Wir, die Kirche und andere Glaubensgemeinschaften sind bestrebt Heilig zu werden (der eine mehr als der andere), doch sind wir alle Sünder.
Ob man dabei einen Berg voll Sünden auf den Rücken hat, oder nur eine Unze vom Staub, das ist egal. Wichtig ist doch, zu erkennen – umzukehren und wirklich einen Neuanfang zu machen. Das bedeutet, für alle anderen Sünder zu beten, das auch sie erkennen – umkehren und einen wirklichen Neuanfang machen!
Jeder der meckert, richtet trägt keine Unze dazu bei, das ein Mensch sich ändert, sondern hilft dem Feind aller, dem Menschen im Bösen schlimmer zu werden.
Denn Gott kann nicht ein Gebet annehmen, wenn es im Herzen selbst nicht mit Frieden und Liebe bewachsen ist. Und dieser Beitrag ist einer von den vielen, wo ich erkennen muss, da hat jemand sich mächtig an die Brust geschlagen, wie Stolz er doch ist, nicht so einer zu sein …
Vielleicht denken wir erst mal alle über unsere eigenen Fehler nach, unterlassen sie – und dann beten wir gemeinsam, das auch die anderen die Sünden unterlassen. Ich denke, das gefällt GOTT und kann dann auch eingreifen.
Segenswünsche zum Weihnachtsfest und neuem Jahr 2005
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#1   Dolfus   09:09:07 | Dienstag, 28. Dezember 2004
Ein katholischer Bush?
Jeb Bush ist katholischer Konvertit? Das wußte ich nicht, ich wußte nur, daß sein Sohn wie eine verjüngte Latino-Version von ihm selbst aussieht, und daß seine Gattin Lateinamerikanerin ist.
Unabhängig davon, daß man der Bush-Familie leider Gottes nicht trauen kann – es wäre doch zu schön, um wahr zu sein –, so ist Jebs offensichtlicher Einsatz für ein christliches, gar katholisches Ethos doch erstaunlich. Inwiefern er tatsächlich katholisch ist, also ein potentieller John F. Kennedy – jener leider kein Heiliger, aberdafür mit einem anständigen Charakter – wäre, dazu weiß ich leider nichts.
Sein ältere Präsidentenbruder gebärdet sich ja als evangelikaler Christ, so mit allem drum und dran, dürfte aber ein Massenmörder und Kriegshetzer sein.
Ansonsten ist die Causa der gebürtigen Frau Schindler doch eine schwierige Frage. Verhungern ist grausam, das soll kein Mensch. In was für einem Jammertal lebt doch die irdische Menschheit. Möge der liebe Gott eine Lösung finden.
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