Gestern streute eine französische Tageszeitung Gerüchte über eine kurz bevorstehende spektakuläre Aussöhnung zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
(kreuz.net, Menzingen) Bischof Bernard Fellay – der Generalobere der Piusbruderschaft – steht angeblich
kurz davor, den Papst um die „Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Bruderschaft“ zu bitten.
Das behauptete jedenfalls die Journalistin Sophie de Ravinel in der Montagsausgabe der konservativen
französischen Tageszeitung ‘Le Figaro’.
Die Piusbruderschaft dementierte umgehend.
In einer Stellungnahme
erklärte die lefebvristische Homepage ‘Dici.org’ am Montag, daß der Bericht des ‘Figaro’ eine Falschmeldung
sei und die Beziehungen der Bruderschaft zu Rom in ein völlig falsches Licht rücke.
Dennoch fand die
Zeitungsente Einzug in die internationale Berichterstattung.
Auf Deutsch berichtete zum Beispiel die
Schweizerische katholische Nachrichtenagentur „Kipa-Apic“.
In der Falschmeldung von Frau de Ravinel heißt
es, daß der Generalobere der Piusbruderschaft dem Papst noch vor Monatsende ein „Unterstützungsschreiben“
senden wolle.
Dieser Brief von Mons. Fellay sei als Antwort auf ein Schreiben gedacht, das Dario Kardinal
Castrillon Hoyos – der Präsident der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ – der Piusbruderschaft etwa
vor vier Monaten geschickt hat.
Darin soll Kardinal Castrillon der Piusbruderschaft eine baldige Freigabe
der Alten Messe und eine Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft mit dem Stuhl Petri angeboten haben –
sofern die Piusbruderschaft um eine Aufhebung der Exkommunikationen bitte.
Die Piusbruderschaft bestätigte,
vor vier Monaten einen Brief von Kardinal Castrillon erhalten zu haben. Man wolle das Schreiben zu einem
angebrachten Zeitpunkt veröffentlichen.
Im Schreiben des Kardinals sei aber weder die Rede von einer
Versöhnung mit Rom noch von einer Freigabe der Alten Messe.
Es gebe auch kein Antwortschreiben von Mons.
Fellay an den Kardinal.
Bischof Fellay gedenke dem Papst lediglich eine spirituelle Unterstützung zu
schicken: eine Million Rosenkränze.
Der ‘Figaro’ hat den gestrigen Artikel trotz des Dementis bislang
nicht korrigiert.
Ein kurzer Blick auf bekannte traditionalistische Webseiten hätte Frau de Ravinel
von ihrer – gezielten? – Falschmeldung abhalten können.
Bereits am Sonntag dokumentierte das bekannte
‘Forum catholique’ einen Vortrag von Bischof Fellay, in dem es heißt: „Eine Einigung mit Rom ist gegenwärtig
unmöglich“ – wobei der Bischof das Wort „unmöglich“ wiederholte.
Der Vortrag wurde am Samstag in Villepreux –
wenige Kilometer westlich von Paris – gehalten.
Der Generalobere erklärte, daß der Papst bereit wäre,
die Exkommunikation der vier Bischöfe zu annullieren, sofern ihn die Priesterbruderschaft beknien würde.
Das gut einstündige Referat ist mittlerweile auch als Audiodatei auf der Homepage der Piusbruderschaft
‘Dici.org’ verfügbar.
Der weitere Inhalt des Artikels im ‘Figaro’ wird von der Piusbruderschaft weder
dementiert noch bestätigt.
Unter anderem erklärt Frau de Ravinel noch, daß Mons. Fellay die Errichtung
des ‘Institutes vom Guten Hirten’ in Bordeaux als „Testballon“ bezeichnet habe, um in Frankreich eine
mögliche Wiederversöhnung Roms mit der Piusbruderschaft auszuloten.
Gleichzeitig schreibt Frau de Ravinel,
daß der Generalobere glaube, daß eine solche Versöhnung von „einem Krieg in der Kirche“ begleitet werde
und eine Erschütterung auslöse, „die mit jener einer Atombombe identisch“ sein werde.
Mons. Fellay
wolle auch keine administrativen Lösungen, solange die Lehrfragen nicht geklärt sind:
„Es könnte eine
Beziehung zwischen Rom und uns geben. Aber das wird noch keine kirchenrechtlich geordnete Beziehung sein.“
Diese Meldung verbreitete auch die internationale Nachrichtenagentur ‘Reuters’ am Montag. Die Agentur
bezog sich auf Aussagen, die Mons. Fellay am Wochenende angeblich „vor Journalisten“ in Paris gemacht
haben soll.
Der Bischof habe erklärt, daß die Dinge in die richtige Richtung liefen und schneller als
erwartet eintreffen könnten: „Ich glaube, wir werden eine Einigung finden.“
Bischof Fellay hat die Piusbruderschaft –
will man ‘Reuters’ glauben – auch mit der schismatischen Gegenkirche in China ‘Patriotische Gemeinschaft’
verglichen.
Die Bruderschaft suche einen „intermediären Status“ in der Kirche – so ‘Reuters’.
Wenigstens
diese Formulierung hat Bischof Fellay auch bei seinem Vortrag am Samstag verwendet.
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103 Lesermeinungen
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#103 Benedikt 14:59:57 | Dienstag, 7. November 2006
@ Dr. Heger Die im Westen parallel mit der sonstigen liturgischen Verwilderung üblich gewordenen Massenkonzelebrationen
sind irgendwie abgeschmackt. Insofern die Zahl der Konzelebranten so groß ist, dass sie nicht um den
Altar passen: Ja. @ Malachias Schön und gut, aber das ist irrelevant. Die Legitimität der Konzelebration
ist ein Fakt.
Konzelebrationen im Osten und im Westen Konzelebration war früher üblich, bis sie auf Priester- und
Bischofsweihen eingeschränkt wurde. In den unierten Kirchen blieb sie weiter üblich und erlaubt. Ja,
aber so wie bei den Orientalen überhaupt, wo nach meiner Kenntnis die Zahl der Konzelebranten 12 nicht
übersteigt, um in etwa das Apostelkollegium darstellen zu können. Die im Westen parallel mit der sonstigen
liturgischen Verwilderung üblich gewordenen Massenkonzelebrationen sind irgendwie abgeschmackt. MfG Christoph
Heger
#101 Malachias † 19:08:05 | Montag, 6. November 2006
@Benedikt: „Konzelebration“ Wenn Sie sich mal das Bild im Strang Ein päpstlicher Rückzieher? www.kreuz.net/article.4151.html
ansehen , können Sie sich denken, warum es nach meinem Dafürhalten angemessener ist, wenn nur ein Priester
die (wahre) Heilige Messe zelebriert und Christus darin vertritt!
@ Malachias Jesus, den der Priester in der Hl. Messe bekanntlich in persona vertritt, hat auch nicht „konzelebriert“…!
Haben Sie was gegen Konzelebration? Konzelebration war früher üblich, bis sie auf Priester- und Bischofsweihen
eingeschränkt wurde. In den unierten Kirchen blieb sie weiter üblich und erlaubt. Papst Benedikt XIV.
dekretierte in der Konstitution Demandatum, dass dieser Brauch beizubehalten sei (wiederholt in „Allatae
sunt“).
#98 Malachias † 22:14:43 | Sonntag, 29. Oktober 2006
@Breze was sollen Ihre Unterstellungen? Es ging schlicht und ergreifend darum, ob „B16“ eher mit dem häretisch-apostatischen
Küng oder dem katholischen Bischof Fellay zu vergleichen ist. Die Antwort dürfte inzwischen jedem klar
sein…
@ Malachias Sie glauben doch nicht im Ernst, „B16“ hätte einen Bekehrungsversuch (z.B. hinsichtlich des
Glaubens an das Unfehlbarkeitsdogma oder die mariologischen Dogmen) oder dergleichen mit Küng vorgehabt?
Malachias, Sie wissen es genausowenig wie ich, über was B16 mit Küng gesprochen hat, also was sollen
Ihre Unterstellungen????
Auch Schüttel antwortet GOTTHARD: viele sind drinnen, die eigentlich draußen sind, und viele sind draußen,
die in Wirklichkeit drinnen sind (in der Kirche als Leib Christi) – das sagt Augustinus. Was heisst das
nun für Küng und Fellay? @ Malachias. nicht so zögerlich! Hans Küng glaubt mit SICHERHEIT nicht an
die Transsubstantiation und hat das mehrfach ausgedrückt. Er ist ein nicht-exkommunizierter Häretiker
und Apostat. Deshalb ist die kirchenrechtliche Situation der FSSPX nicht nur formal zu sehen!!
#95 Malachias † 21:39:03 | Sonntag, 29. Oktober 2006
@Breze, Gotthard vielleicht hatte es Küng einfach nötiger als Falley Sie glauben doch nicht im Ernst,
„B16“ hätte einen Bekehrungsversuch (z.B. hinsichtlich des Glaubens an das Unfehlbarkeitsdogma oder die
mariologischen Dogmen) oder dergleichen mit Küng vorgehabt? Pfeifendeckel! Sie werden sich über Weltethos
(das Thema ist übrigens das einzige, was ich an Küng akzeptiere!), Jerusalem als Zentrum der suprakatholischen
Welteinheitsreligion und dgl. unterhalten haben. Keinesfalls aber über die entzogene kirchliche Lehrerlaubnis
des Hans Küng… @Gotthard Küng könnte mit Benedikt XVI. konzelebrieren – Fellay nicht. Ob Fellay
jemals den Wunsch danach hatte? ?:) Jesus, den der Priester in der Hl. Messe bekanntlich in persona vertritt,
hat auch nicht „konzelebriert“…! Küng könnte in einer Papst-Messe die hl. Kommunion empfangen – Fellay
nicht. Fellay glaubt sicher an die Realpräsenz/Transsubstantiation glauben, Küng wohl eher nicht…!
Küng und Fellay Küng könnte mit Benedikt XVI. konzelebrieren – Fellay nicht. Küng könnte in einer
Papst-Messe die hl. Kommunion empfangen – Fellay nicht. Eine Exkommunikation hat halt Folgen … ob ich
(bzw Fellay) sie akzeptiert oder nicht.
@ Malachias Und dennoch ist Ihr „Heiliger Vater“ der Ansicht, er müsse mit diesem Herrn ganze zwei (!)
Stunden in Audienz verbringen, wohingegen er sich für S.E. Msgr. Bernard Fellay nicht mehr als eine knappe
halbe Stunde Zeit nehmen wollte… Denken Sie mal so rum, lieber Malachias, vielleicht hatte es Küng
einfach nötiger als Falley?
#92 Malachias † 19:36:04 | Sonntag, 29. Oktober 2006
@Breze: Küng und „Papa Ratzi“ Dieser Mann (Hans Küng) hat nicht alle beinander und betreibt bewusst
eine Zersetzung des Glaubens, gepaart mit Häme und billigen Verbalangriffen gegen alles was aus Rom kommt.
Und dennoch ist Ihr „Heiliger Vater“ der Ansicht, er müsse mit diesem Herrn ganze zwei (!) Stunden in
Audienz verbringen, wohingegen er sich für S.E. Msgr. Bernard Fellay nicht mehr als eine knappe halbe
Stunde Zeit nehmen wollte… Woran mag das liegen? ?:) Kann es sein, daß das Erkenntnisvermögen unserer
Breze das des „Papa Ratzi“ bei weitem übersteigt…? ?:) Bestimmt! Oder etwa nicht…?!?!
@ Malachias Der Amtsinhaber muß in jedem Fall das katholische Glaubensgut vollumfänglich und unverfälscht
vertreten, ansonsten kann er nicht Papst sein! Das weiss ich doch, mein Lieber, und ich sehe nicht, in
welchen Punkten der Papst (selcher auch immer) nicht das Glaubensgut unverfälscht weitergegeben haben
soll… Herrn Küng und Joseph Ratzinger, jetzt Benedikt XVI in einem Atemzug zu nennen, ist wohl etwas
daneben gegriffen. Haben Sie den mal ein Interview von Küng gelesen oder gehört? Dieser Mann hat nicht
alle beinander und betreibt bewusst eine Zersetzung des Glaubens, gepaart mit Häme und billigen Verbalangriffen
gegen alles was aus Rom kommt.
#90 Malachias † 13:18:51 | Samstag, 28. Oktober 2006
@Breze wie vereinbaren Sie Ihren Anspruch auf die Heilsnotwendgkeit des Papstamtes und Ihre gleichzeitige
Ablehnung desselben Sie haben offensichtlich die Position des „Sedisvakantismus“ noch nicht richtig verstanden:
Es geht uns – im Gegensatz zu linksreformerischen Kräften à la Hans Küng und Joseph Ratzinger – nicht
darum, das Papstamt als solches in Frage zu stellen, ganz im Gegenteil: Niemand stellt wohl so hohe Ansprüche –
eben katholische – an dieses wie wir: Der Amtsinhaber muß in jedem Fall das katholische Glaubensgut vollumfänglich
und unverfälscht vertreten, ansonsten kann er nicht Papst sein! o^/ Der Gehorsam dem (richtigen) Papst
gegenüber wurde übrigens schon von Papst Bonifaz VIII. (1294-1303) für heilsnotwendig erklärt…!
@ Malachias gute Werke, Sakramente, Maria, Papst usw. sind dagegen nicht heilsnotwendig…! Ich bin kein
Theologe, aber all das, was Sie hier aufzählen, sind Teile der katholischen Glaubenslehre. Maria ist
die Mutter des Erlösers, aber der Satz „Ich glaube an Maria, weil sie uns erlöst hat“, ist nicht im
Glaubensbekenntnis zu finden, ebensowenig der Papst, ebensowenig die Sakramente. Gott hat uns dies alles
als Hilfe gegeben, um das Heil zu erlangen. Der Glaube an Gott steht über allem, ohne Glauben werden
die Sakramente zum leeren Ritual, ohne Glauben kann keiner das Papstamt nicht verstehen, ohne Glauben
werden gute Werke zum lieblosen Moralismus, ohne Glauben kein Zugang zu Maria… Ach ja, und übrigens,
Sie zählten ja auch den Papst auf, wie vereinbaren Sie Ihren Anspruch auf die Heilsnotwendgkeit des Papstamtes
und Ihre gleichzeitige Ablehnung desselben?
#86 Malachias † 14:47:41 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Benedikt Maria hat zwar nicht selbst die Erlösungstat vollbracht, sie hat aber in freier Entscheidung
ja zum Erlösungplan Gottes gesagt und so die Erlösung ermöglicht: Bei der Menschwerdung (vgl. Lk 1,26-38),
während des Erdenlebens ihres Sohnes bis unter das Kreuz auf Golgota (vgl. Joh 19,25-27). P. Kentenich
fährt fort: „Die Mitwirkung der Gottesmutter ist nicht absolut notwendig, sondern nur unter der Bedingung,
daß Gott sie von Ewigkeit in seinen Plan aufgenommen hat. Die abstrakte Idee der Erlösung hätte auch
verwirklicht werden können ohne Mithilfe der Gottesmutter, genauso wie ohne Geburt, Leiden und Sterben
des Heilandes. Beides war nur deswegen notwendig, weil der Vater es so von Ewigkeit her bestimmt hat.
Das nennen wir ‘bedingt notwendig’, das heißt notwendig unter der Bedingung, daß es so im Plane stand…
Erster Grund: Der Weg, auf dem die zweite Person nach Gottes Plan vom Vater zu uns kam, ist und bleibt
der Weg, auf dem wir zum Vater kommen müssen (vgl. Wahre Marienverehrung Nr. 75). Anders ausgedrückt:
Der Weg zur Menschwerdung Gottes ist schlechthin der Weg zur ‘Gottwerdung des Menschen’. Zweiter Grund:
Maria ist Mutter des ganzen Christus. Der ganze Christus ist Christus als Gott, ist Christus als Mensch,
ist Christus als Haupt seiner Glieder (vgl. Geheimnis Mariens Nr. 12); der ganze Christus ist vor allem,
wie Augustinus schreibt, ‘er und wir’. Füglich ist sie nicht nur Mutter Gottes und Mutter des Erlösers,
sondern auch Mutter der Erlösten.“ (aaO, 116-119)
#84 Malachias † 12:56:38 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Benedikt Heilsnotwendigkeit bedeutete, dass jeder(!) verloren ginge, der keine ausreichende Marienverehrung
betriebe Im Mittelalter wurde diese Wahrheit der christlichen Praxis noch in der Art des dem hl. Bonaventura
zugeschriebenen Satzes „Wen du anschaust, Maria :(3 , der wird gerettet; und von wem du deine Augen abwendest,
geht verloren“ formuliert. Neuzeitliche Theologen und Kirchenlehrer wie Alfons von Liguori und Grignion
von Montfort haben sie dann weiter entfaltet. Über den letzteren schreibt P. Kentenich in Anlehnung an
den bedeutenden Mariologen der Pallottiner Heinrich Maria Köster: „Sein (Grignions) marianischer Leitgedanke,
der gleichzeitig das Mariengeheimnis nach der objektiven und subjektiven Seite wiedergibt, ist leicht
verständlich. Er läßt sich in unserer Sprechweise auf die Form bringen: Nach des ewigen Vaters Plan
ist Person, Stellung und Funktion der Gottesmutter bedingt heilsnotwendig. Hat das Gesetz ‘ordo essendi
est ordo agendi’ (die Seinsordnung muß die Ordnung des Handelns bestimmen, Ma.) allgemeine Gültigkeit,
so muß auch die Marienverehrung als bedingt heilsnotwendig angesprochen werden. Es ist zuwenig, wenn
man sie nur als heilsnützlich darstellt. Mehr noch: Die doppelte Notwendigkeit wächst in dem Grade,
als das Heil durch die Erlösungsgnade den einzelnen Seelen zuteil wird oder werden soll. Je größer
der Grad der Heiligkeit, zu dem jemand berufen ist, desto größer muß auch der Grad der Marienverehrung
sein.“ (Lebensgeheimnis Schönstatts II, 114)
@ Malachias Die Ansicht, daß Marienverehrung heilsnotwendig ist, wurde zwar auch nie als Dogma verkündet,
aber von zahlreichen katholischen Theologen und Heiligen, z.B. vom Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort
oder vom Diener Gottes P. Josef Kentenich, ausdrücklich vertreten. Somit sind es theologische Prämissen
und nicht mehr. Schon im frühen Mittelalter setzte sich die Überzeugung durch: Servus Mariae nunquam
peribit (ein Diener Mariens geht nie verloren). Das ist aber nicht dasselbe wie eine Heilsnotwendigkeit.
Die Verehrung ist danach dem Heil dienlich und nützlich. Heilsnotwendigkeit bedeutete, dass jeder(!)
verloren ginge, der keine ausreichende Marienverehrung betriebe. Das widerspricht aber den Dogmen.
#82 Malachias † 11:37:51 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Benedikt Wo steht eigentlich nochmal das Dogma von Maria Miterlöserin? Da haben Sie mich wohl nicht
ganz richtig verstanden: Mit der Heilsnotwendigkeit, von der ich sprach, war die Heilsnotwendigkeit der
Marienverehrung, gemeint, nicht die Annahme eines – in der Tat noch nicht feierlich verkündeten – Glaubenssatzes
der von Ihnen genannten Art…! Die Ansicht, daß Marienverehrung heilsnotwendig ist, wurde zwar auch
nie als Dogma verkündet, aber von zahlreichen katholischen Theologen und Heiligen, z.B. vom Hl. Ludwig
Maria Grignion von Montfort www.heiligenlexikon.de/…ion_de_Montfort.html oder vom Diener Gottes P. Josef
Kentenich www.heiligenlexikon.de/…Josef_Kentenich.html, ausdrücklich vertreten. o^/ Schon im frühen
Mittelalter setzte sich die Überzeugung durch: Servus Mariae nunquam peribit (ein Diener Mariens geht
nie verloren). In ähnlicher Formulierung wurde sie z.B. vom Hl. Anselm von Canterbury www.heiligenlexikon.de/…m_von_Canterbury.htm
vertreten…!
katholisch (griechisch: allgemein, allumfassend)? Diese Auslegung kam nach meiner Kenntnis in den 60er
Jahren auf. Sie ist falsch. Griechisch „katholikos“ heißt im kirchlichen Kontext nicht „alles (auch sein
Gegenteil) umfassend“, sondern „für alle verbindlich“. MfG Christoph Heger
#79 Malachias † 11:08:57 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Breze Was sollen diese Fragen? Natürlich glaube ich das alles, sonst wäre ich kein Katholik! Allerdings
glaubt ein echter Katholik über das von Ihnen Genannte hinaus noch ein wenig mehr, sonst gäbe es ja
keinen Unterschied mehr zwischen katholischen und nicht-katholischen Christen…! Ich vermute aber, daß
Sie mich noch nicht richtig verstanden haben. Was ich sagen wollte: Die „Katholische Kirche“ ist inzwischen
da angelangt, wo Martin Luther und die anderen Reformatoren sie haben wollten: Beim sola fide – der Glaube
allein genügt(, um selig zu werden), gute Werke, Sakramente, Maria, Papst usw. sind dagegen nicht heilsnotwendig…!
@ Malachias Ich weiss nicht was Sie unter Glauben verstehen: Ich glaube an Gott, an Jesus Christus, der
für mich am Kreuz gestorben ist, aus Liebe zu mir, Breze, in München, die jeden Tag aufs neue fällt
und sündigt, der für mich das Heil (auch schon in dieser Welt)will und das ewige Leben. Glauben Sie
nicht, dass der Glaube an Gott und seinen eingeborenen Sohn etwas mit Ihnen persönlich zu tun hat? Das
Gott Sie liebt, so wie mich, einen Menschen, der schwach ist, sündigt, und immer wieder SEINER Barmherzigkeit
bedarf? Glauben Sie nicht, dass Gott Tag für Tag Ihr Geschick leitet, glauben Sie nicht, dass ER durch
die Kirche wirkt, durch die Sakramente, die Eucharistie, die Beichte? Glauben Sie nicht, dass er Sie ernährt
durch die Sakramente und das Gebet? Dass er alles aus Liebe zu Ihnen tut, eine Liebe, die letztendlich
Sie und ich nicht verdienen?
#77 Malachias † 00:21:15 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Breze, Christian H. @Christian H.: Danke für das Kompliment…! :(3 Sollten Sie der Meinung sein, ich
verwende die netten Bildchen (ich hab sie ja nicht erfunden, finde aber, sie lockern die Sach doch ziemlich
auf; gerne würde ich auch auf ein noch größere Repertoire zurückgreifen… ) zu üppig, lassen Sie
mich das bitte wissen? Danke im Voraus! @Breze: sie holen sich Ihre Argumente ausschliesslich aus der
Lektüre diverser Bücher des allbekannten Verlages…Diesmal ist das Buch (leider schon wieder) nicht
aus dem Schmid-Verlag; der vertreibt es „nur“, eben weil es katholisch ist…! Mir reicht meine persönliche
Erfahrung, und die ist reich genug, ich muss mir meine Argumente nicht aus Büchern suchen… Typisch
für Ihre Sekte! Hauptsache wir glauben – was oder an wen, ist vollkommen nebensächlich…?!
@ Christian Hüller @ Malachias @ Christian Ja, in gewisser Weise finde ich Malachias auch süss @ Malachias
Ich habe darauf gewartet, sie holen sich Ihre Argumente ausschliesslich aus der Lektüre diverser Bücher
des allbekannten Verlages… Mir reicht meine persönliche Erfahrung, und die ist reich genug, ich muss
mir meine Argumente nicht aus Büchern suchen…
#75 Malachias † 00:00:15 | Freitag, 27. Oktober 2006
@Breze: „Katholische Kirche“? …ich könnte Ihnen hier meine Lebensgeschichte erzählen Ich glaube kaum,
daß Sie die bei max. 1500 Zeichen hier unterbringen können…! …und wie ich das Heil und Jesus Christus
in eben dieser Kirche, meiner Mutter Kirche, gefunden habe Schön für Sie! Dennoch müssen Sie und alle
anderen Konzilskatholik(inn)en sich die Frage gefallen lassen, ob Ihre „Kirche“ (noch) „katholisch“ ist
im Sinne von „den ganzen überlieferten Glauben umfassend“ – nicht mehr und nicht weniger – und „stets
bestrebt, alle Menschen zu getauften und gläubigen Katholiken zu machen“… o^/ Die Wahrheit – und das
ist auch in meinen Augen sehr bedauerlich – ist eben die, daß „katholisch“ inzwischen im Sinne einer
„Allerlösungslehre“ verstanden wird, wonach alle Menschen schon aufgrund ihres Menschseins erlöst sind
und so weder einer Taufe noch einer förmlichen Bekehrung zum Dreifaltigen Gott bedürften… Der ehem.
Münsteraner Professor für Missions- und Religionswissenschaft Johannes Dörmann hat dies in einem mehrbändigen
Werk (zu beziehen auch über den Verlag Anton Schmid …ww.verlag-anton-schmid.de/) für die Person Karol
Wojtylas/„Johannes Paul II.“ unwiderlegbar nachgewiesen. Dessen Nachfolger Joseph Ratzinger/„Benedikt
XVI.“ lehnt, wie gesagt, katholische Zentraldogmen wie die Unbefleckte Empfängnis oder die leibliche
Aufnahme Mariens in den Himmel ab. Und dann kommen Sie daher und wollen behaupten, diese Herren seinen
noch „katholisch“ oder gar Päpste…?? Ist nicht vielmehr das zum , um nicht zu sagen, zum oder ?
@ Malachias Lieber Malachias, lassen Sie mich Ihnen ganz unhomophil sagen, dass ich Sie süß finde. Besonders
Ihr vielen o^/ !:) ?:) (tiefsinnigen Zeichen) nehmen mich immer wieder in Beschlag. Sie offenbaren mir,
dass sie eher ein „Bildlerntyp“ sind, der durch die imaginäre Welt, also Bilder, Ritus und Zeremonien,
sicherlich sehr stark zu beeindrucken ist, was mir selbst ein bisschen abgeht, und ich bei anderen deshalb
umso interessanter finde. Ohne Sie wäre dieses Forum sicherlich nicht das, wofür es mittlerweile einen
Ruf gewonnen (und auch wieder zu verlieren) hat. Und wenn wir hier alle „total normal“ wären, wie etwa
bei kath.net, würde sich a) keiner für dieses Forum interessieren, würden b) nicht die Fetzen fliegen
und wäre es c) stinklangweilig.
@ Malachias katholisch (griechisch: allgemein, allumfassend) Als früheste Belegstelle für die Verwendung
des Begriffs kann Ignatius von Antiochien (35 – 117) angeführt werden: Denn da, wo Jesus Christus ist,
ist auch die katholische Kirche“ (Smyrn. 8,2). Lieber Malachias, ich könnte Ihnen hier meine Lebensgeschichte
erzählen, und wie ich das Heil und Jesus Christus in eben dieser Kirche, meiner Mutter Kirche, gefunden
habe. Aber das führt zu weit, sprengt den Rahmen, und IHNEN erzähle ich das sehr ungern, 1. nehmen Sie
mich nicht ernst und 2. verstehen Sie es sehr gut, einem das Wort im Mund umzudrehen, darauf hab ich keine
Lust…
#72 Malachias † 23:00:59 | Donnerstag, 26. Oktober 2006
@Breze: Was ist „katholisch“? Erlauben Sie, dass ich mal wieder kurz einen Lachkrampf erleide? In diesem
Fall leider nein, da einfach zu ernst…! Vielleicht sagen Sie uns einfach mal, was Sie unter „katholisch“
verstehen (ich selbst habe bereits andernorts meine – natürlich die katholische – Definition geliefert
o^/ ), dann kommen wir der Sache vielleicht so langsam näher…?!
@ lieber Malachias Nicht so empfindlich, mein Lieber… Sie wissen ja, wer austeilt, muss auch einstecken
können… Falley ist sakrosankt, der Papst ist es nicht? Hoppla!!!!
#68 Malachias † 20:59:04 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
@Benedikt …vielleicht ist es auch eine Lüge des Verlags… Sie meinten wohl eher eine Lüge der Herausgeber
des „Mitteilungsblatts“, sprich des deutschen Distrikts der Piusbruderschaft…?! Daß S.E. Mgr. Fellay
ein Lügner ist, wird übrigens auch auf der (französischsprachigen) Seite Virgo Maria www.virgo-maria.org/
vertreten: Mgr Fellay, le manipulateur des fidèles de Villepreux www.virgo-maria.org/…es_de_Mgr_Fellay.htm
#67 Benedikt 15:49:04 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
@ Pg Malachias Sie bezichtigen also seine Exzellenz, Msgr. Bernard Fellay, der Lüge…?! Wenn das Zitat
so stimmt, natürlich. Aber vielleicht ist es auch eine Lüge des Verlags.
#66 Malachias † 20:42:12 | Dienstag, 24. Oktober 2006
@Benedikt Es ist weder ein Argument, noch „sachdienlich“, die Behauptung(!) Mgr. Fellays zu zitieren,
wonach 120 Kardinäle Freimaurer sind. Denn das dies eine „bekannte Tatsache“ ist, kann höchstens als
dreiste Lüge angesehen werden. Sie bezichtigen also seine Exzellenz, Msgr. Bernard Fellay, der Lüge…?!
Wenn wir schon beim Thema „Glaubwürdigkeit ‘katholischer’ Episkopen“ sind: Was ist denn mit der Anfang
des Jahres ganz „offiziell“ verbreiteten Meinung Ihres „Kirchen“oberhauptes zu halten, 6 Millionen Juden
seien Opfer des Nazi-„Holocaust“ geworden? Das beruht doch sicher auf einwandfrei nachprüfbaren Tatsachen…?!
Geh’ fort…!!!
#65 Gunsenum 18:39:54 | Dienstag, 24. Oktober 2006
Fraglich, ob die eminente und selbstredendnatürlich in der einzig wahren und der einzig richtigen und
der einzig und sowieso und überhaupt befindliche Kleingruppe die böse, böse V2-sekte überhaupt möchte
?:)
#63 Benedikt 13:41:15 | Dienstag, 24. Oktober 2006
@ Malachias Wenn Sie etwas Sachdienliches zum Thema beizutragen haben, argumentieren Sie entsprechend!
Aber gerade dies scheinen Sie ja nicht zu können…! Es ist weder ein Argument, noch „sachdienlich“,
die Behauptung(!) Mgr. Fellays zu zitieren, wonach 120 Kardinäle Freimaurer sind. Denn das dies eine
„bekannte Tatsache“ ist, kann höchstens als dreiste Lüge angesehen werden. Dererlei ist weder bekannt
noch eine Tatsache. Überhaupt fehlt jeder Beweis, aber das ist ja kein Wunder, und vermutlich der Grund,
warum der obskure Anton-Schmid Verlag das Zitat (falls es überhaupt wahrhaftig ist) übernommen hat.
Der Verlag hat sich ja bekanntlich () auf völlig aus der Luft gegriffene „Fakten“ spezialisiert.
#62 Malachias † 12:39:33 | Dienstag, 24. Oktober 2006
@Breze: Das Lustprinzip… …scheint zum beherrschenden Prinzip in Ihrer „Kirche“ geworden zu sein…!
Ich habe schlicht und einfach keine Lust mehr… Wo wären wir heute, wenn alle großen Persönlichkeiten
der (Kirchen-)Geschichte nach diesem Prinzip verfahren wären und wo kämen wir hin, wenn es zur allgemeinen
Lebenshaltung würde…?! Bevor Sie hier einen wirklich katholischen Verlag „obskur“ nennen, sollten
Sie mindestens eines der dort verlegten Bücher bzw. einige der dort verlegten Schriften erst einmal gelesen
haben! !:) ?:) :)3
@ Alexandra Sie haben recht, liebe Alexandra… Ich bin auch eine Frohnatur (wenn auch nicht rheinisch),
aber leider bezweifle ich es, dass unsere Freude am Glauben auch nur annähernd abfärbt… Nun gut, wir
tuen unser Bestes, schön Sie hier zu treffen, als jemanden der genauso wie ich die Kirche liebt (und
wirklich, wir hatten wunderbare Päpste!!!!Gott habe sie selig!!!)
@ Breze Natürlich haben Sie Recht! Aber jetzt zu bestätigen, was Sie anfragen, würde mir als Hybris
erscheinen. Wir sind doch Frohnaturen, lassen Sie uns so weitermachen in der Hoffnung, es möge abfärben.
Stellen Sie sich doch einmal diese armen Mitmenschen vor, deren Herz nicht hüpft und deren Auge nicht
weint angesichts der Schönheit unseres Glaubens. Gott behüte unsere vorzüglichen Päpste seit Giovanni
23. und Gott schütze Sie! Eine gute Nacht.
@ Soziakatholisch Kriegen Sie, kriegen Sie, ich habe bis heute aber immer noch nicht die offizielle Bestätigung,
dass Sie tatsächlich unsere Wette gewonnen haben…
@ Malachias @ Alexandra @ Malachias Wir hatten ja lange und ausführliche Diskussionen (Sie erinnern sich
sicherlich), geführt haben sie zu gar nichts, was Ihnen vielleicht noch Kummer bereitet. Ich habe schlicht
und einfach keine Lust mehr, mir ist es egal was Falley sagt (oder angeblich gesagt hat), mich juckt es
nicht, was in diversen Büchern eines obskuren Verlages zu lesen ist. @ Alexandra Ich habe Sie auch vermisst!!!!
Aber geht es Ihnen nicht auch so wie mir, langsam bin ich diese Diskussionen, die sich immer um die selben
Themen drehen, die immer dieses grottenschlechte Niveau haben, einfach leid…
#53 Malachias † 23:02:23 | Montag, 23. Oktober 2006
@Breze für mich bleiben die Thesen, die Sie und Perpetua gerne zitieren purer Schwachsinn Das mag ja
sein. Da sie bisher aber noch kein einziges Argument für Ihre, deutlich von der USrAelischen Umerziehung
und der Suggestion Ihrer längst nicht mehr „römisch-katholischen“, vielmehr zionistisch-freimaurerischen
Konzilssekte geprägten, Meinung vorbringen konnten, sollten Sie diese in Zukunft bitte etwas zurückhaltender
anbringen…!
#49 Malachias † 21:36:24 | Montag, 23. Oktober 2006
@Brezel Ganz davon abgesehen, dass Ihr Zitat ein ziemlicher Schwachsinn ist Nun halten Sie mal die Luft
an…! Wenn Sie etwas Sachdienliches zum Thema beizutragen haben, argumentieren Sie entsprechend! Aber
gerade dies scheinen Sie ja nicht zu können…! Wie weit sind Ihre Recherchen im Fall Tondi denn schon
gediehen…?!
@ Liebe Perpetua… nehemen Sie es mir nicht übel, aber vom Anton Schmid Verlag und Zitaten aus dem solchen
habe ich mittlerweile die Nase voll… Ganz davon abgesehen, dass Ihr Zitat ein ziemlicher Schwachsinn
ist, schon oft gehört bzw gelesen, aber Schwachsinn bleibt es trotzdem…
Bernard Fellay sagte: „Es ist eine bekannte Tatsache, daß unter den Kardinälen und Bischöfen in der
römischen Kurie wenigstens 120 Freimaurer sind, organisiert in drei oder vier verschiedenen Logen. Vor
zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren hat die NATO einen Bericht veröffentlicht, in dem es heiß, daß
dreitausend kommunistische Agenten in die katholische Hierarchie eingedrungen sind, um dort subversiv
zu wirken. Dreitausend! Wer würde glauben, daß diese Leute einfach däumchendrehend ihre Zeit totschlagen?
Nein, sie vollbringen ihr Zerstörungswerk in der Kirche, obwohl sie Mitren und rote Kardinalshüte tragen.
Es sind Feinde, das ist das große Problem.“ (Msgr: Bernard Fellay im „Mitteilungsblatt“ Nr. 258 Juni
2000, Seite 19) Siehe: www.verlag-anton-schmid.de www.kreuz.net/ Priesterbruderschaft
#46 Alois Hudal 02:47:47 | Samstag, 21. Oktober 2006
@Athanasius Es dürfte auch Ihnen bekannt sein, daß Noah 3 Söhne hatte, die die verschiedenen Rassen
repräsentieren. Damit bestreite ich ja nicht die Einheit des Menschengeschlechts, aber ich habe etwas
gegen multikulturalistische Staaten mit all ihren sozialen Verwerfungen. Dies gilt für 1789 wie für
katholische Monarchien und ihre Staatsvergötzung gleichermaßen. Der Papst hat den historischen NS als
Häresie verurteilt, aber nicht die nationale Weltanschauung. Sie mögen Militärparaden der damaligen
Zeit gut finden, ich bin aus diesem Alter heraus. Ich kenne die Zusammensetzung des deutschen Volkes,
sie ist aber weit homogener als Sie glauben, s. Prof. Schröcke. Übrigens ist die „Haltbarkeit“ von Völkern
doch auch um einiges länger als diejenige von Staaten, soweit zu Ihrem Begriff „evolutiv“.
#45 Athanasius 14:04:56 | Freitag, 20. Oktober 2006
@Alois Hudal Gott viele Völker und Rassen geschaffen hat. Gott hat ein Menschenpaar geschaffen, aus dem
alle Völker der Welt hervorgegangen sind. Somit sind alle Völker brüderlich irgendwie mit einander
verbunden, nicht in freimaurerischem Hass gegen die Kirche und die Gebote, sondern sogar rassisch verbunden.
Ich bin nicht für Multikulturalismus, aber Sie sollen mir unverzüglichst andeuten, wo die Röm.-Kath.
Kirche meine Ansichten als „Häresie“ verurteilt hat. Noch nie, hat sie so etwas getan. Dass das Ihnen
nicht in den Kram passt, ist Ihr eigenes Problem. Ich bin selber stark emotional dem Nationalismus zugeneigt,
finde die Militärparaden des 3. Reiches grossartig (emotional + ästhestisch), aber lasse mich davon
nicht verführen. Ich bin Patriote und Katholik, kein Volksnationalist oder gar NS, wie Hudal. Die Völkerordnung
ist immer evolutiv gewesen, Völker sind verschwunden und entstanden. Die Deutschen z.B. sind aus nordischen
Einwandern aus Skandinavian, aus den Nordwestblockstämmen (Alteuropäer, bei den Niedersachsen findet
man das rassisch deutlich zurück in blonden Haaren, aber dicken breiten Schädeln und Körperbau), sowie
aus Elementen des Westslawen (seit 1400 in mehr als 1/3 der deutschen Bevölkerung, vor allem östlich
der Elbe, vorhanden) und der Balten (Ostpreussen). Dazu die Einmischung Gallorömischer Elemente in der
Eifel, Luxemburg und dem Rheingebiet. So ist es, und sonst nicht. Völker gehen und vergehen. Wir sollten
nicht vergötzen. Sed veritas manet. Veritas Domini
#44 Alois Hudal 13:15:14 | Freitag, 20. Oktober 2006
@Athanasius Ein Volk ist eine gottgegebene Tatsache der Schöpfungsordnung, das hat nichts mit der Defintion
irgendwelcher Ideologien vor 200 Jahren zu tun. Wenn Sie das leugnen, leugnen die das Naturrecht und einen
Teil der göttlichen Ordnung. Leider hat sich diese Häresie bei einem Teil der römischen Katholiken
eingeschlichen, da es nicht in ihre Uniformitätsideologie paßt, daß Gott viele Völker und Rassen geschaffen
hat. Sie begehen mit dieser Völker-verleugnenden Haltung den gleichen Fehler wie die Kommunisten und
Liberalkapitalisten, denen das nicht in ihr materialistisches Weltbild von heute paßt. Staatsvergötzung,
wie man dem Alten Preußen und dem NS vorgeworfen hat, kann man auch Katholiken wie Ihnen vorhalten, die
sich eben auf multikulturelle Staaten berufen, auch wenn diese Monarchien sind, sowie den Anhängern der
französischen Revolution, nur daß diese einen anderen Staat wollten, der aber ruhig auch multikulturell
sein darf, siehe heute.
#43 Athanasius 10:28:20 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
@Alois Hudal Das ist die Idee der französischen Revolution. Nein, der Nationalismus an sich, die Definition
eines Volkes an Hand von bestimmten Eigenschaften (Sprache, Haarfarbe, Hautfarbe, Augenfarbe) war typisch
für das liberale Bürgertum, das seine Zugehörigkeit nicht länger an Hand von einem Monarchen definieren
wollte nach 1789. Der Nationalismus als „konservativ“ darzustellen, ist ein großer Fehler. Die „Bruderschaft“-These
der Revolution führte direkt zum Nationalismus. …cademic.brooklyn.cuny.edu/…/virtual/core4-7.htm
wie fremde Völker in die Reichshauptstadt vordringen und diese dann zu einem multikulturellen Gemisch
nach heutigem Vorbild wird. Klar, aber die Einwanderung der Juden ins K.-u.-K.-Reich und nach Wien, war
ein späterer Prozeß der erst nach 1860 einsetzte, als die Gleichberechtigungsbewegung aufkamen. Die
war aber nicht direkt liberal im Sinne der Franz. Rev. Auch war diese jüdische Einwanderung nicht Schuld
an irgendwelchem Verrat der Monarchie 1918, das waren primär österreichische Freimaurer (können Sie
bei etwa S.K.H. Otto von Habsburg nachfragen). Eine gewisse Integration und Einwanderung behält man immer
herbei. Das ist natürlich. 1/3 der Deutschen hat mehrheitlich wendisch-slawische Vorfahren die durch
Assimilation in Pommern, Schlesien und Ostbrandenburg im deutschen Volke aufgenommen wurden. Es geht halt
darum, daß keine völkerfeindliche Gruppen (wie Muslime) aufgenommen werden und daß nicht zu viele Immigranten
zugleich einziehen wie heute der Fall ist.
#42 Alois Hudal 00:39:53 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
@Athanasius Schön, daß Sie sich wenigstens gegen die Immigration aussprechen. Ihr Beispiel der Niederlande
zeigt mir aber, daß Sie hier nicht konsequent sind, da Sie hier auf nichteuropäische Einwanderer des
niederländischen Kolonialreichs abzielen. Womit ich auch schon gesagt habe, daß ich gegen den Kolonialismus
bin und es sich bisher gezeigt hat, daß diese Idee auf die Kolonialvölker zurückfällt. Zu Ihren anderen
Ausführungen. Nicht der Volkstumsbegriff an sich ist liberal im Sinne von 1789, sondern der Verfassungspatriotismus
und die damit verbundene Idee, daß jeder Staatsbürger werden könne, der sich zu einer selbstgestrickten
Verfassung bekennt. Das ist die Idee der französischen Revolution. Mit Ihrer Idee der übernationalen
Monarchien wäre ich an Ihrer Stelle vorsichtig, da das Beispiel des alten K.-u-k.-Reichs Österreich-Ungarn
um 1900 herum deutlich zeigt, wie fremde Völker in die Reichshauptstadt vordringen und diese dann zu
einem multikulturellen Gemisch nach heutigem Vorbild wird. Dies ist zwar heute viel schlimmer, war aber
damals schon in Ansätzen vorhanden und hat die politischen Ideen eines Herrn sehr stark geprägt, der
später 12 Jahre lang im deutschen Reich regierte.
#41 Athanasius 23:03:39 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Frau Zayadeh Es gibt ganz einfach keine Legitimation ein anderes Volk auszubeuten. Das beweist schon,
dass Sie eine andere Definition von Kolonialismus haben wie ich. Ich verurteile den Kolonialismus nicht
direkt, da er auch viel positives bewirkt hat, was in den barbarischen Zuständen etwa der Stämme Mittelafrikas
ohne europäischen Einfluss nie hätte aufgebaut werden können. Dass Weisse die natürlichen Resourcen
dieser Länder benutzt („ausgebeutet“) haben, wo es die Einheimischen nicht wollten, konnten oder durften,
ist doch nicht schlecht oder? Also dann. Kolonialismus ist mehr als Krieg und Goldsucht. Viel mehr. Die
Mission war vielerorts kolonial. Und sieh wie gross Südamerika heute geworden ist, befreit vom menschenopfernden
Maya-Joch!
@ Athanasius Nennen Sie mir EINEN „anständigen“ Menschen, der Kolonialismus heute nicht verurteilt, ich
glaube, Sie werden keinen finden. Es gibt ganz einfach keine Legitimation ein anderes Volk auszubeuten.
Die ehemaligen Kolonialstaaten büßen bis heute für die Sünden der Väter.
#39 Athanasius 21:34:14 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Frau Alexandra Zanayadeh Ich unterstelle Ihnen keinen Sozialismus, nur eine sozialistische Auffassung
des Kolonialismus. Dieses Bild vom Kolonialismus bzw. von den Kolonien selbst ist seit den 1960er in allen
europäischen Schulen leider vertreten worden. Davon bin ich, wahrscheinlich ebenso wie Sie (angenommen
Sie wurden nicht in den 1930er, 1940er oder 1950er unterrichtet), beeinflusst worden. Dazu muss man politisch
noch keine KPD (PDS) wählen.
@ Athanasius Sie kennen mich nicht, sonst würde Ihnen „sozialistisch“ nicht in einem Satz mit mir aus
der Feder fließen. Aber, was ich interessant finde, gleich mal zu Anfang: Sie sind Niederländer, apart.
Ich komme aus Ingelheim und Eduard Dowes Dekker lebte 500 m von meinem Haus entfernt. Er hatte ein sehr
spezielles Verhältnis zur Ingelheimer Bevölkerung, aber wir sind alle noch mächtig stolz, ihn hier
gehabt zu haben. Es finden hier regelmäßig Symposien statt unter Teilnahme niederländischer Diplomaten
und es gibt eine Multatuli-Gesellschaft, der ein Ingelheimer Germanistikprofessor vorsteht. Auch in Amsterdam
gibt es ein Multatuli-Museum, insgesamt hat in unseren Tagen die niederländische Bevölkerung ein sehr
viel besseres Mutatuli-Bild, als seine Zeitgenossen es hatten. Von allen ehemaligen Kolonialmächten haben
die Niederlande ganz sicher die größte Verantwortung denjenigen gegenüber übernommen, die einst unter
ihrer Politik zu leiden hatten.
#37 Athanasius 21:09:01 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Frau Zayadeh Ich kann Ihnen an dieser Stelle den Max Havelaar von Multatuli empfehlen. Und Sie glauben,
dass ich als Niederländer jenes Buch noch nicht gelesen habe? Das Buch ist aber nicht als historisches
Dokument zu verstehen, und sicherlich nicht als Dokument das ganz Niederländisch-Indien (ein Gebiet,
das so gross ist wie fast das gesamte Europa) damals beschreibt. In Atjeh haben sich die Soldaten sicherlich
in den Jahren 1890 nicht immer gut benommen, aber im grossen und ganzen wurde sicherlich nach 1900 den
Indern da Unterricht geboten, Schulung usw. Gelitten wurde auch, aber wirklich nicht nur. Sie haben leider
die sozialistische Interpretation des Kolonialismus übernommen. Nicht umsonst weinen noch heute die ganzen
Molucken dem Abzug der Niederländer nach, so wie die Papuas in Irian Jaya. Der von Pan-Indonesiern begonnene
Kampf war blutig und grausam, nicht verdient, und eine von der Sowjetunion unterstützte Kampagne gegen
den ganzen Westen. Im Vergleich zu der heutigen Lage, war die der 1930er damals viel besser. Nur wenn
man Titularbesitz als „Imperialismus“ andeutet, wie es die Sozialisten tun, könnte man nícht dieser
Meinung sein.
@ Athanasius So zimmert sich ein jeder sein Weltbild! Und dem einen seine Eule ist dem anderen seine Nachtigall.
Interessant, daß Sie die Indonesier ins Feld führen, gerade die haben ja 400 jahre lang unter der niederländischen
Kolonialmacht leiden müssen. Ich kann Ihnen an dieser Stelle den Max Havelaar von Multatuli empfehlen.
Was gefällt Ihnen an den Türken nicht? Wir haben sie ins Land geholt, nachdem die Italiener bereits
hier waren. Die Geister die ich rief …! Seltsam, auch Marrokaner erfreuen sich bei Ihnen nicht so großer
Beliebtheit. Allerdings hier, am Rhein, waren wir französisch besetzt und von den Koloniesöldnern des
französischen Erbfeinds dermaßen beeindruckt, daß diese Menschen eine eigene Bezeichnung erhielten:
Utschebebbesse nämlich.
Bravo, Athanasius, Sie sprechen einem leidenschaftlichen Historiker aus der Seele. Genau das trifft den
Kern der Sache. Um es an einem Beispiel festzumachen: ich habe schon von der kleinen Schwarzen aus meiner
Gemeinde erzählt, die deutscher ist als mancher Weiße, weil sie unsere europäische Kultur vollkommen
aufgenommen hat und weil unsere Kultur dadurch die ihre geworden ist. Das ist ein urkatholisches Prinzip:
man wird katholisch, weil man es verinnerlicht und dann annimmt. Logischerweise gilt das gleichermaßen
für unsere trotz allem immer noch katholisch geprägte deutsche, flämische, französische, wallonische… :
abendländische Kultur. Danke für Ihrfen Beitrag und: beste Grüße! M.C.
#34 Athanasius 20:38:41 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Alois Hudal Ich halte es für wichtig, sich auch für das Volk einzusetzen und kann hier Ihre Dialektik,
zwischen Volk und Vaterland unterscheiden zu wollen, nicht nachvollziehen. Ich halte wichtig für das
Vaterland zu kämpfen, aber nicht für „das Volk“. Die ganze Idee des „Volkes“ ist revolutionär und aus
dem liberalen Bürgertum hervorgekommen. Erst nach 1900 entwickelte sich auch ein „konservativer“ Nationalismus,
der Nationalismus ist aber überall zutiefst eine Folge der Französischen Revolution. Damit kann ein
Katholik nichts zu tun haben. Der Maya-Indianer, der Mulatte, der Kastillianer und der Baske waren alle
Mitglieder des gleichen Spanischen Vaterlandes, und so sollte es auch sein. Wie im I. Weltkrieg für das
Deutsche Kaiserreich viele Juden für ihr Vaterland kämpften und starben. Die Dialektik ist postmodernistisch,
und stammt vom liberalen Völkerdenken, von der notwendigen Neudefinition nach den Revolutionen und den
Ermordungen vieler Monarchien. Verstehen Sie mich gut: ich bin nicht für Immigration, aber schon für
einen Vaterlandsbegriff der über Völker, Kulturen und Rassen hinausreicht. Ich betrachte etwa die Inder
(Indonesier) in den Niederlanden als meine Kompatrioten, sie kämpften auch für unser Königreich und
waren mit unserer Kultur gleichmässig verbunden in den Kolonien in Ostasien. (Angesichts der eingewanderten
Türken und Marokkanern tue ich dies aber nicht, aus mehreren Gründen.)
#33 Alois Hudal 16:17:00 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Athanasius Nachtrag: Sie haben Bischof Alois Hudal zwar nicht direkt, aber indirekt als nationalsozialistischen
Bischof bezeichnet. Ich zitiere wörtlich: „…obskuren nationalsozialistischen Bischofs…“. Ich danke
Ihnen für den Verweis zum Thema Vertreibung der Ost- und Sudetendeutschen.
@Athanasius: Fluchthilfe Betreffend die Fluchthilfe, die Mons. Hudal geleistet haben soll: Angesichts
der Mißstände könnte man es verstehen, aber gutheißen wohl kaum. Nein, nein, ich heiße Mons. Hudals
Fluchthilfe ausdrücklich gut. Es gab unter den von ihm zur „Ausreise“ verholfene Politiker und Offizieren
wirklich eine große Zahl von objektiven Kriegsverbrechern. Das will ich nicht bestreiten. Aber auch in
diesen Fällen finde ich es gut, daß Hudal sie vor der Mimikry einer Strafjustiz bewahrt hat, wie sie
nach dem Krieg von den Alliierten aufgezogen worden ist. MfG Christoph Heger
#31 Alois Hudal 14:27:02 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Athanasius Reichskirche: Was wäre an einer evangelischen Reichskirche denn so falsch gewesen, das wollten
nicht nur die „Deutschen Christen“, sondern auch Bischof Bodelschwingh. Es war übrigens auch nicht alles
an den DC schlecht, ich verweise nur auf das Buch „Gott und Nation“ von Walter Grundmann. Hier wird der
Liberalismus Rosenbergs ausdrücklich kritisiert, so daß es mitnichten stimmt, was die Redaktion vor
Wochen über Grundmann publizierte. Schön übrigens, daß Ihnen bekannt ist, daß Hudals „Grundlagen“
nach kurzer Zeit im nationalsozialistischen Deutschland verboten wurde. Über die Ausreisen und über
das Parteiabzeichen hat Ihnen ja Dr. Christoph Heger schon die passende Antwort gegeben. Ich halte es
für wichtig, sich auch für das Volk einzusetzen und kann hier Ihre Dialektik, zwischen Volk und Vaterland
unterscheiden zu wollen, nicht nachvollziehen. Dies hätte übrigens auch Clemens Graf von Galen nie getan.
Er hat sich ja bekanntlich nach 1945 für die eigenen Landsleute, gegen Übergriffe der Sieger, gegen
die Vertreibung und gegen die Kollektivschuldthese eingesetzt.
#30 Athanasius 13:54:48 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Dr. C. Heger Also das finde ich ausgesprochen nett von ihm, daß er einige vor dem „Rechtssystem“ der
Alliierten bewahrt hat. Angesichts der Mißstände könnte man es verstehen, aber gutheißen wohl kaum.
Es gab unter den von ihm zur „Ausreise“ verholfene Politiker und Offizieren wirklich eine große Zahl
von objektiven Kriegsverbrechern. Er hat leider nicht einfache Waffen-SS-Freiwillige oder andere Soldaten
niedrigen Ranges zur Flucht verholfen. Und gerade die normale, niedrigsten waren der Willkür französischer,
amerikanischer und britischer Rachegerichten überliefert, wie dieser Soldat der Waffen-SS (der von Amerikanern
illegal im Lager Dachau 1946 hingerichtet wurde, obwohl unschuldig, längst nach Kriegsende, als „Spielzeug“)
www.opfergang.de/neu099.gif. Aber man kann kaum sagen, daß etwa Pavelic ein Heiliger war. Das Auftreten
Papst Pius’ XII. war beispielhaft, das von Hudal wohl kaum!
@Athanasius Ich habe Mons. Hudal nicht als „Nazi“ beschimpft, Das stimmt, wie ich bei nochmaligem Lesen
feststelle. Insofern muß ich mich entschuldigen. obwohl man das mit Recht tun könnte in objektivem Sinne
(also ohne negative Konnotation, was heute unmöglich ist), da Mons. Alois „Luigi“ Hudal im Jahre 1936
das Goldene Parteiabzeichen bekam Das ist ja ein bißchen wenig, um Hudal als Nazi zu bezeichnen. Im Jahre
1936 (olympische Spiele!) konnte man mit etwas Optimismus in die Zukunft schauen, selbst Juden kehrten
ins Deutsche Reich zurück. und es stolz bis 1945 trug. Meine Güte, was Sie nicht alles wissen, sogar
mit welchem Gefühl er es trug! Hudal war unrealistisch. Nach dem, was unser Alois Hudal hier vortrug
und was auch meiner Kenntnis entspricht, war er gar nicht so unrealistisch. Und wieso … konnte Mons.
Hudal straflos Parteimitglied sein? War er das überhaupt? Außerdem war die Exkommunikation 1933 in Deutschland
nach der Machtergreifung nicht mehr angedroht. Weshalb hat er sich aber auch direkt nach dem II. Weltkrieg
so den „Ausreisen“ von NS-Funktionären gewidmet? Also das finde ich ausgesprochen nett von ihm, daß
er einige vor dem „Rechtssystem“ der Alliierten bewahrt hat. MfG Christoph Heger
#28 Athanasius 12:29:15 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Dr. Heger Ich habe Mons. Hudal nicht als „Nazi“ beschimpft, obwohl man das mit Recht tun könnte in objektivem
Sinne (also ohne negative Konnotation, was heute unmöglich ist), da Mons. Alois „Luigi“ Hudal im Jahre
1936 das Goldene Parteiabzeichen bekam und es stolz bis 1945 trug. Hudal war unrealistisch. Und wieso
konnten die niederländischen, katholischen Bischöfe, die damals (1940) alles andere als sozialistisch
oder liberal waren, ihre Gläubigen mit der Exkommunikation und sofortiger Verweigerung des Sakramentsempfangs
bestrafen (Anmerkung: dies traf nicht auf deutschen Soldaten und deutschen Staatsbürger zu, nur auf Niederländer),
wenn diese nationalsozialistischen Parteien oder nur NS-gleichgeschalteten Organisationen beitraten, und
Mons. Hudal straflos Parteimitglied sein? Hudal war im besten Falle naiv. Weshalb hat er sich aber auch
direkt nach dem II. Weltkrieg so den „Ausreisen“ von NS-Funktionären gewidmet? Hatte er da noch die Illusion
die Nazis wollten lediglich das abendländische Christentum retten?
@Alois Hudal Vielleicht sollten Sie sich besser eingehend mit der Person Alois Hudals beschäftigen, bevor
Sie hier mit Ihren Behauptungen loslegen… Was Sie hier über Ihren Namensvetter sagen, entspricht auch
meiner Kenntnis. Die Beschimpfung von Mißliebigen als „Nazis“ usw., die auch heutzutage wieder Konjunktur
hat, ist bei Toten, die sich nicht mehr wehren können, besonders widerlich. MfG Christoph Heger
#26 Athanasius 11:26:04 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Alois Hudal Ich habe noch nie von christlichen Kräften im Nationalsozialismus gehört oder etwas gespürt,
oder finden Sie die „Reichskirche“ mit ihrer lutherischer Bibelneuschreibung „christlich“? Von Anfang
an, war klar, dass man das Christentum zwar tolerierte, aber auflösen wollte in einer zwar fakultativen
aber evolutionistischen Religion von Rasse und Kampf. Sieh: Prof. H. Hürten, „Endlösung“ für den Katholizismus?
Das nationalsozialistische Regime und seine Zukunftspläne gegenüber der Kirche. In: Stimmen der Zeit
(8/1985). Natürlich weiss ich, dass das Buch „Grundlagen des Nationalsozialismus“ von Mons. Hudal …ww.catholic-hierarchy.org/bishop/bhudal.html
am Ende vom NS-Ministerium für Propaganda verboten wurde, weil man es „zu klerikal“ fand. Aber wer arbeitet
schon mit den NS-isten zusammen? Das war ja immer unmöglich. Mit Mussolini (der sich 1927 taufen liess)
war es möglich in Italien, aber doch nicht mit den Apostaten Hitler und Goebbels! Oder mit dem Okkultisten
Himmler – oder Rosenberg! Für Kirche und Vaterland. „Volk“ nicht, denn Nationalismus hat die hl. katholische
Kirche immer zurückgewiesen. Patriotismus ja, Nationalismus nein. Die beiden genannten Bischöfe dienen
uns hier als Vorbild. Von Galen ja, Hudal nein, Danke. Wer will schon Satan (Bolschewismus) mit Beëlzebub
(Nationalsozialismus) bekämpfen?!
#25 Alois Hudal 10:19:08 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Athanasius Vielleicht sollten Sie sich besser eingehend mit der Person Alois Hudals beschäftigen, bevor
Sie hier mit Ihren Behauptungen loslegen. Womit belegen Sie den Vorwurf, er sei Spion gewesen ? Alois
Hudal war der erste Bischof in Rom, der empfohlen hatte, das Werk des NS-Chefideologen Rosenberg „Der
Mythus des 20. Jahrhunderts“ auf den Index setzen zu lassen, was dann auch geschah. In Hudals Werk „Die
Grundlagen des NS“ wird zum Thema Weltanschauung dargelegt, weshalb sich der NS auf die Politik zu beschränken
habe und nicht in den metaphysischen Bereich vordringen dürfe. Das Gottesbild müsse gewahrt bleiben,
andernfalls handele es sich um kulturellen Liberalismus. Hudal war deutschnational, aber kein Nationalsozialist.
Er hat versucht, durch ein Abstecken der Sphären zu einem Modus vivendi mit dem Regime zu kommen und
die christlichen Kräfte im NS, die es auch gab, für sich zu gewinnen. Da die christlichen Kräfte unterlegen
waren und immer mehr zurückgedrängt wurden, ging dies schief und Hudal wurde zur tragischen Figur. Gemäß
dem Spruch des Schreibers Graf von Galen „Für ein heiliges Deutschland“ denke ich, daß wir uns gerade
heute für Christus, die hl. Kirche und unser Volk und Vaterland einsetzen sollten. Die beiden genannten
Bischöfe dienen uns hier als Vorbild.
#24 athanasius1957 22:20:06 | Dienstag, 17. Oktober 2006
ad benedictum & athanasium zustimmung und ergänzung an beide: der ritus romanus war im grunde genommen
der dominikanische ritus, wie er im vatikan verwendet wurde. die dominikaner kamen aus gallien und somit
auch deren ritus mit geringen variationen in rom zu ehren. das alter lässt sich insbesondere durch die
konsekrationsworte für den kelch „…praeclarum calicem…“ auf vor konstantin zurückverfolgen. das
adjektiv praeclarum verweist direkt auf den gral, sprich den kelch vom letzten abendmahl. und nur im canon
romanus wird dieses eigenschaftswort verwendet, in keinem anderen mir bekannten, auch in keiner der ostkirchlichen
anaphoren.
#23 Athanasius 20:52:39 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@Alois Hudal Haben Sie wirklich den Namen des obskuren nationalsozialistischen Bischofs genommen um zu
schockieren, oder aus Sympathie zu seinen braunen Sympathien? Ich finde es eher ekelig wenn Leute mit
solchen Namen für die Tradition sprechen. Es schadet dem Image der röm.-kath. Tradition durchaus. Hudals
Auftreten vor und unmittelbar nach dem Krieg, und im Krieg als SD-Spion gegen den „zu pazifizierenden“
Vatikan, war skandalös und wenig tugendvoll. Kardinal Siri war der Tradition immer freundlich gesonnen,
zelebrierte aber selber den Neuen Ritus, so wie er in tridentinischem Geiste es für gut hielt, also ohne
Handkommunion und Falschübersetzung.
Schaut nach Mainz Ich hoffe der Schreiber hat recht mit der Behauptung, dass der alte Ritus auch ohne
der Bruderschaft überlebt hätte. Aber Bischof Lehmann und Co. denken da anders und sinnen nach allen
denkbaren Mitteln um dieses, auch gegen den Willen des Papstes, durchzusetzen. Dies ist Ungehorsam an
höchster Stelle.
#21 Alois Hudal 16:57:36 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@Copertino Der tridentinische Ritus hätte auch ohne die Bischofsweihen des Erzbischofs Lefebvre überlebt,
da Kardinal Siri 1984 von Johannes Paul II. die Möglichkeit des ersten, strenger gehaltenen Indults bekam.
Dadurch hätte dieser aber natürlich bis heute nur ein kümmerliches Schattendasein fristen können.
So gesehen waren die Bischofsweihen durchaus ein Segen.
#20 Benedikt 14:17:56 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@ Athanasius Na klar, es kann man wieder nicht sein, was nicht sein darf. Der römische Ritus von 1570
ist durch und durch mit gallikanischen Elementen angereichert, diese ganze ausprägende Formensprache
war dem nüchternen Urritus der Stadt Rom fremd. Ich frage mciht, ob sie schonmal ein liturgiewissenschaftliches
Buch in der Hand hatten, dass nicht in der Absicht geschrieben wurde, den alten Ritus irgendwie einen
Platz einzuräumen, den er nie hatte. Meine Informationen können Sie bei Adolf Adam „Grundriss Liturgie“
ohne weiteres nachlesen. Sie können aber auch über diese Textstelle von anderswo meditieren: Nach genauer
Untersuchung der alten Bücher Unserer Vatikanischen Bibliothek und anderer, von überall herbeigeholter,
verbesserter und unverderbter Handschriften sowie nach der Prüfung der Aufzeichnungen der Alten und der
Schriften anerkannter Autoren, die Uns Schriften über die heiligen Riten hinterlassen haben Sie kennen
Sie ja sicherlich .
#19 Athanasius 14:11:16 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Unsinn Der Röm. Ritus ist spätestens 1570 ein Mischmasch vieler Liturgien geworden. Unsinn. Quellen
für diese groteske Behauptung? Wenigstens Historiker sind damit nicht einverstanden: „Es gibt keine Liturgie
die heute noch im Gebrauch ist, die so alt ist wie die Römische Messe und dessen Kern.“ Adrian Fortescue’s
classic work The Mass: A Study of the Roman Liturgy [London: Longmans, 1912], S. 213. Nun weiß man aber,
daß der byzantinische Ritus direkt mit dem des hl. Johannes Chrysostomos übereinstimmt. Die römische
Messe ist wesentlich noch älter, die Sakramentarien findet man sogar im 3. Jh. zurück in Handschriften,
wie die Ordinationsworte.
#18 Tridentinus 13:55:33 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Stundengebet-Brevier Das wird auch ein Problem sein: Wenn jeder Priester des röm. Ritus sozusagen abwechselnd
„nomatisch“ oder tridentinisch zelebrieren darf, welche Stundenliturgie muß er dann einhalten? Diese
ist zwar im Tagesrhytmus strukturiert, betrifft aber größere zeitliche Zyklen: Wochen/Monate.
#17 Benedikt 13:44:28 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@ Athansius Diese mittelalterlichen Missálen waren Varianten des einen Lateinischen Ritus, stammten alle
vom Urritus Roms ab, Athanasius, umgekehrt wird ein Schuh draus: Der urrömische Ritus mag diese ausstrahlwirkung
gehabt haben, der römische Ritus ab 950 aber stammt vom Mainzer Ritus ab, schließlich hat ihn der Kaiser
höchstpersönlich mit einem Sakramentar aus der Mainzer Abtei St. Alban restauriert. Rom war eine viel
zu chaotische Stadt, um eine Ritustradition dauerhaft bewahren zu können. Der Röm. Ritus ist spätestens
1570 ein Mischmasch vieler Liturgien geworden. Die Ähnlichkeiten in den Riten liegen auch vor allem an
den verwendeten Sakramentaren (Sacramentarium Hadrianum) usw. Was aber gänzlich anders war, dass war
das Stundengebet und nicht zuletzt der Kalender. Von daher werden das einige sehr wohl als Bruch empfunden
haben. Schon weil auf einmal die Festfarbe blau verschwinden sollte…
#15 Athanasius 13:38:09 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@Benedikt Diese mittelalterlichen Missálen waren Varianten des einen Lateinischen Ritus, stammten alle
vom Urritus Roms ab, wie der Sarum-Ritus. Nur der keltische Ritus (antiochenischer Herkunft) und der mozarabische
Ritus sind separate Riten gewesen. Die Leute haben keinen Bruch zwischen Missále Romanum und Coloniense
empfunden, oder kaum eine.
@ Copertino Da bin ich mir nicht so sicher. Möglicherweise wäre der alte Ritus, hätte Exzellenz Lefebvre
sich konzillianter und weitherziger verhalten, nicht so restriktiv behandelt worden. Die Fronten waren
verhärtet, die Tridentina wurde den Revoltierern zugeordnet und wie diese bekämpft. Wie dem auch sei:
Unser Papst liebt die alte Messe, unser Papst will sie, unser Papst wird ihr zu gebührenden Ehren verhelfen.
Ärgerlich, daß so lange viel Energie vergeudet wurde, einen solchen Schatz zu verstecken.
#13 Tridentinus 13:33:01 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@Benedikt:Ich bedauere den Verlust des Missale Trevirense und aller überlieferten Eigenriten, die die
Bulle Quo primum geschützt hatte und die dann faktisch doch durch die rön.-trid. Einheitsliturgie verdrängt
wurden, entgegen der ursprunglichen Intention des Tridentinums und besonders durch den zentralistischen
Ultramontanismus nach Vaticanum I!
#12 Benedikt 13:26:48 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@ Copertino: Einfache Antwort Wo hätte sich der Tridentiner Ritus, derart unter Druck gesetzt, effektiv
halten können, wäre da nicht EB. Lefèbvre gewesen? Dann gäbe es ihn nicht mehr, und das würde auch
niemanden mehr interessieren. Oder kennen Sie Leute, die dem Missale Moguntinum, Coloniense, Trevirense
oä nachweinen? Die Leute, die das noch bedauert haben, wären irgendwann gestorben, und von der nachwachsenden
Generation wäre keiner mehr mit dem alten Ritus in Kontakt gekommen. Und so wären auch keine Ansprüche
entstanden. So ist das eben, wenn eine Sache nicht weiter gepflegt wird.
#11 Copertino 13:10:49 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Einfache Frage: Wo hätte sich der Tridentiner Ritus, derart unter Druck gesetzt, effektiv halten können,
wäre da nicht EB. Lefèbvre gewesen? Einige betagte Vertreter einer aussterbenden Priestergeneration,
Teile der chinesischen Untergrundkirche, die Diözese Campos, und das wäre es dann so ziemlich gewesen.
Aber keine Struktur, welche diesen Ritus weltweit fürderhin am Leben erhalten hätte. Man mag zu diesem
Sachverhalt und zu einzelnen Aspekten und Entscheidungen des EB. stehen wie man will, die Geschichtsschreibung
wird nicht umhin kommen, ihn übers Ganze betrachtet als DEN „defensor missae tridentinae“ zu notieren.
#10 Athanasius 12:02:29 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@Ansgar Daran ist aber Papst Paul VI. selbst primär Schuld gewesen. Obwohl er wußte, daß er die überlieferte
hl. Messe nach römischem Ritus (letzte Fassung: Joánninum, 1962) nicht verboten hatte, ließ er sich
von Kardinälen Benelli und Casaroli dennoch erpressen dies so erscheinen zu lassen. Übrigens wurde 1970
bis 1972 in Ecône immer noch eine Änderung aus 1965 implementiert: die Lesungen in der Volkssprache
ohne das Singen auf Latein (was schöner ist aber). Auch verkürztes Stufengebet. Übrigens geht der Kampf
gegen den Liberalismus, den falschen Ökumenismus und den Neomodernismus der an deren Wurzeln liegt, weiter
als nur der apostolische römische Ritus 1962. Vergessen Sie nicht: Loisy, Tyrrell usw. haben völlig
tridentinisch zelebriert, und zwar andächtig (wenigstens Loisy). Ebenso Hw. Hans Küng z. Zt. des II.
Vatikanischen Konzils. In der Krypta von St. Peter hat er damals wirklich keine Rockmesse für Agnostiker
abgehalten.
@ Sozialkatholisch Daß Erzbischof Lefebvre die alte Messe bewahrt habe, stimmt nicht uneingeschränkt.
Durch seinen Krawallkurs hat er sie ins Ghetto geführt und verdächtig gemacht. Heute mißtrauen viele
Katholiken der alten Messe auch deshalb, weil sie durch Lefebvres Verhalten (unberechtigterweise) den
Stempel des Sinistren, Spalterischen trägt.
@ Benedikt Ich denke mal mit der Lesung und Evangelium nur auf deutsch wird die Piusbruderschaft nicht
die größten Probleme haben weil sie ja wahrscheinlich ihren Wortgottesdienst in beiden Sprachen fortführen
dürften. Von den vielen Treuen, weniger Treuen und kaum noch Treuen Amtskirchlern die ich kenne feiern
viele ihren Namenstag noch vorkonziliar, eben weil es in ihren Familien immer schon so gemacht wurde.
Auch bei einer Kalenderreform sollte der Papst weise vorgehen und nicht irgendetwas zwanghaft überstülpen
wollen. Zum anderen denke ich das sich viele Priester der Piusbruderschaft sich freuen würden z.B. dem
Maximilian Kolbe eine Messe zu feiern, aber das sind nur meine persönlichen Einschätzungen.
@ Sozialkatholisch Ich bin sehr gespannt, wie die FSSPX auf die Freigabe der alten Messordnung reagieren
wird. Glaubt man den Gerüchten, dann wird Papst Benedikt XVI. die alte Ordnung so festlegen, dass sie
eine außerordentliche Form des Römischen Ritus ist. Das bedeutet, dass der Ritus nicht länger der alte
Ritus sein wird, sondern eben ein aktueller. Das bedeutet auch, dass er wieder verändert werden kann
(das war vorher nicht möglich: Man kann keine alte Version verändern, ohne das sie aktuell wird). Die
Frage ist doch, wie wird die FSSPX reagieren, wenn etwa der Papst nun den Kalender für beide Formen vereinheitlicht?
Werden sie das akzeptieren? Was werden sie machen, wenn die Lesungen der außerordentlichen Form des Römischen
Ritus auch auf Deutsch gelesen werden dürfen. Das müssen sie zwar nicht mitmachen (weil fakultativ),
aber die Veränderung akzeptieren, das müssten sie.
@ Ansgar & Benedikt Es ist nicht nur die „Alte Messe“ die einen zur Piusbruderschaft zieht, sondern weil
man dort viele Priester findet die versuchen eine wahre Hingabe an Jesus Christus zu leben. Wenn es der
Amtskirche gelingen sollte nach einer eventuellen Freigabe der „Alten Messe“ Priester zu finden die sie
würdig und ohne großen liturgischen Experimente zu zelebrieren, eine gewisse Treue und Gehorsam gegenüber
Christus und seiner katholischen Kirche durch Wort und Tat zu verkünden, wird die Piusbruderschaft wahrscheinlich
die Gemeinschaft mit Rom suchen. Wenn man aber Erkennt das durch die Freigabe der „Alten Messe“ viele
geistige gute Früchte in der röm/kath Kirche entstehen sollte man aber auch dem Erzbischof Lefèvre
die Ehre und Annerkennung zukommen lassen das er sie uns bewahrt hat.
Die Freigabe der Alten Messe… …wird an den Beziehungen zwischen Rom und der FSSPX nichts ändern,
gar nichts. Die FSSPX hat gar kein reales Interesse an einer Einigung, sondern fühlt sich in ihrem jetzigen
Status überaus wohl. Die Diskussionen über eine mögliche Einigung sind bloß Platitüden der Pius-Offiziellen,
um den Schein einer Rom-Anhänglichkeit vor den eigenen zT (noch) romtreuen Anhängern und der Restkirche
zu wahren. Was die FSSPX von Rom wirklich hält, kann man in den unzähligen halboffiziellen Verlautbarungen
nachlesen. Wer glaubt ernsthaft, dass sich diese Herren nach 18 Jahren Unabhängigkeit wieder unter die
Fuchtel Roms stellen?
@ Von außen betrachtet… … gewinnt man den Eindruck, die Pius-Bruderschaft begreife nicht, was die
Stunde geschlagen hat. Wenn die alte Messe großzügig zugelassen wird und interessierte Gläubige sie
ohne große Probleme besuchen können, werden diese doch wohl in die Kirche gehen – und den Turnhallen
und Hotelfrühstücksräumen der FSSPX den Rücken kehren. Wenn die Pius-Brüder weiterbestehen wollen,
müssen sie hurtig in Mutter Kirches Schoß zurück.