Priesterseminar Essen
Jetzt wird die Rechnung präsentiert
Der gegenwärtige Zusammenbruch im Bistum Essen ist die Frucht der sorglosen und unverantwortlichen Priesterausbildung der letzten Jahrzehnte.
(kreuz.net, Essen) Schon vor 15 Jahren erlebte ein Medizinstudent den Niedergang im Studienkolleg des Bistums Essen.

Der Student X. lebte damals als Gastbewohner im Studienkolleg. Er berichtet über seine Erfahrungen auf seiner Webseite.

Angesichts der Mißstände im Studienkolleg intervenierte der Medizinstudent beim damaligen Direktor Hw. Karl-Heinz Berger. Der Direktor zeigte kein Verständnis. Er hielt den Kritiker für einen unreifen und fundamentalistischen Querulanten.

Mit Unterstützung seines Beichtvaters schrieb der Student nach zwei Jahren einen Protestbrief an den damals neu eingesetzten Bischof Hubert Luthe.

Darin informierte er den Bischof über die grassierenden Häresien in seinem Seminar.

Er zitierte im Schreiben auch ausführlich aus der Diplomarbeit des Priesteramtskandidaten Johannes Breining.

Der Student hatte seine Arbeit bei dem damals neuen Generalvikar Heribert Heinemann – der bis dato Professor für Kirchenrecht war und im Studienkolleg wohnte – verfaßt.

In der Arbeit kam er zu folgenden Erkenntnissen:

„Die lateinische Kirche vertritt als einzige Kirche die Lehre von der absoluten Unauflöslichkeit der Ehe“

„Es muß jedoch kritisch hinterfragt werden, ob die lateinische Kirche sich bei der Lehre von der ontologischen Unauflöslichkeit der Ehe auf die heilige Schrift berufen kann.

Denn weder aus dem AT, noch aus dem NT läßt sich eine solche Lehre direkt herleiten. Hier muß angeführt werden, daß die katholische Kirche nicht von Beginn an diese Lehre vertreten hat.

Eine solche Entwicklung läßt sich erst mit dem Erstarken der Kanonistik und der Scholastik feststellen. Eine Möglichkeit des menschlichen Versagens, das zum Scheitern der Ehe führt, wird hier nicht in Betracht gezogen“.

„Die einzige Möglichkeit zur Zulassung zur eucharistischen Mahlgemeinschaft besteht nach Ansicht des Papstes im Leben der »cohabitatio fraterna«.

Es ist hier ernsthaft anzufragen, ob erwachsenen Menschen bei einer gescheiterten Ehe ein Zusammenleben wie Geschwister zuzumuten ist, oder ob diese Forderung nicht in Wirklichkeit eine Karikatur der hiesigen Ehetheologie ist, hat doch das Zweite Vatikanum die Bedeutung des ehelichen Aktes als Höhepunkt der ehelichen Liebe deutlich hervorgehoben.

Die Durchführung dieser »Lebensform« setzt ein Menschenbild voraus, das heute nicht mehr allzuhäufig vertreten wird und weitgehend einheitlich abgelehnt wird.“

Der Generalvikar war ein langjähriger Duzfreund des Bischofs. Angesichts zahlreicher Verfilzungen waren die Aussichten auf Besserung eher gering.

Der Bischof antworte unter anderem mit einem Zitat aus der Einheitsübersetzung:

„Haben Sie bedacht, was in 1 Tim 5, 19 vorgeschrieben wird: Nimm gegen einen Ältesten keine Klage an, außer wenn zwei oder drei Zeugen sie bekräftigen?“

Die richtige Übersetzung von „presbyter“ wäre – nebenbei bemerkt – „Priester“.

Die Seminargemeinschaft war empört. Über Bekannte hörte der Student, daß einige ansonsten sehr konziliante Konzilskatholiken ihn am liebsten verprügelt hätten.

Es folgte noch ein Nachspiel von Leserbriefen in der ‘Deutschen Tagespost’. Konkret änderte sich nach dem Protestbrief natürlich nichts.

Damals folgten nach dem Studium zwei Jahre Ausbildung im Priesterseminar in Essen-Werden.

Doch Mitte der 90er Jahre wurde das Priesterseminar wegen Nachwuchsmangels geschlossen und mit dem Studienkolleg zusammengelegt.

Was damals in Essen geschah, lag im Trend.

Ein französischer Allgemeinmediziner und ehemaliger Seminarist hat in einem vielbeachteten Buch beschrieben, wie das berühmte Priesterseminar St. Sulpice bei Paris – wo zum Beispiel der Heilige Ludwig Maria Grignon von Montfort ausgebildet wurde – in den Jahren 1965 und 1966 auf Konzilsline gebracht wurde.

Die Folgen sind ein bis heute ungebrochener Abwärtstrend.

Ein Gutes hat das Ganze trotzdem: Der Kollaps der Konzilskirche ist kein Schicksal, sondern hat behebbare Ursachen.
      
59 Lesermeinungen
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#60   Joannis Battista Georgius   08:20:23 | Samstag, 21. April 2012
Zwar liegt damit das Priesterseminar nicht mehr fern ab der Zivilisation und die Kommunitätsgröße wird sicherlich gut tun, aber es gibt auch Hürden. Es weiß leider scheinbar niemand so richtig, wie es mit dem Studium weitergehen soll und ob bei einem Wechsel der Studenten von Bochum nach Münster alle erbrachten Studienleistungen anerkannt werden. Von dem Problem, dass Münster nicht alles anerkennt, hört man nämlich leider immer öfter.
Bistum Essen: Priesterausbildung optimieren und weiterentwickeln
www.bistum-essen.de
Die Zahl der Priesterkandidaten ist seit Jahren rückläufig. Deshalb wird das Bistum Essen die Kooperation mit dem Bistum Münster verstärken und weite Teile der Priesterausbildung von Bochum nach Münster verlagern. Mit dieser Entscheidung will Bischof Overbeck die bewährten Standards in der Priestera…
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#59   mathild   08:48:58 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Es fängt beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz an – zu . Sr. Maria Andrea
Der Vorsitzende der DBK ist Ihnen sicherlich bekannt – andere Namen möchte ich mir sparen – schauen Sie einfach mal ins Bistum Essen, Münster, Aachen etc. – welcher Bischof unterweist uns in römisch-katholischer Lehre? Wer ist guter Hirte ?
Es ist alles andere – meistens Häresie – gerade die Jugendkirche Tabgha im Bistum Essen und auch die Ü30-Kirche des Herrn Propst Ludwig aus Bochum. Alles andere als hl. Messopfer – steht hier in kreuz.net bereits zu lesen. Mit der finanziellen Unterstützung von Bischof Dr. Felix Genn.
Dazu stehen – aber JA, ansonsten wäre es ja noch schlimmer im Bistum Essen. Wir treten offen dafür ein.
Die Menschen begreifen einfach nicht, dass sie lieber ihre Kirchensteuer auf ein Treuhandkonto einzahlen sollten, anstatt diese bestbezahlten Funktionäre weiterhin zu unterstützen. Soviel Dummheit kann es doch gar nicht geben.
Trennung vom Staatskirchensteuerzwang (es gibt ein Schreiben aus Rom an Bischof Dr. G. Fürst aus Rottenburg, welches eindeutig besagt, dass man nicht exkommuniziert ist)
Schauen Sie mal unter kath.net „Kirchensteuer“ nach.
Betet weiterhin für diesen abgefallenen Klerus und nicht nur für diese, sondern auch für uns Christen. Seid also wachsam !
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#58   Sr. Maria Andrea †   13:57:57 | Freitag, 12. Januar 2007
Bitte konkret Namen
der betr. Bischöfe nennen und dann auch dazu stehen!
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#57   Rüdesheim   13:57:47 | Freitag, 12. Januar 2007
Mathild
Ihren letzten Satz schreiben wir uns am besten alle mal hinter die Ohren!!!!
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#56   mathild   13:56:31 | Freitag, 12. Januar 2007
Häretiker stehen heute als Pfarrer auf der Bühne
Einen gläubigen römisch-katholischen Christen kann dieser Niedergang der Kirche nicht verwundern. Schließlich stehen die „Produkte“ dieser Seminare mittlerweile allerorts auf der Bühne. (vergleich auch Propst Michael Ludwig -Ü30 Kirche hier in kreuz.net oder auch Jugenkirche „Tabgha“ in Oberhausen))
Das wir häretische Bischöfe haben ist eineindeutig, denn ansonsten ständen solche profillosen Marionetten des jeweiligen Diözesanbischofs nicht in der hohen Verantwortung einen Gemeinde zu „leiten“. Sie würden sofort ihres Amtes enthoben! …auch die Bischöfe !
Seid wachsam und betet, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde!
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#54   Heggi   21:46:23 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
stat crux
Ich mache mir Sorgen. Sie schreiben hier zu viel. Statt dessen sollten Sie mehr an Ihr berufliches Fortkommen denken.
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#53   Benedikt   16:30:03 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@ Heggi
Sie lesen Häme heraus, wo keine ist. Das ist natürlich ein Problem.
Sie wollen mir hier doch nicht ernsthaft weismachen, dass hier auf kreuz.net im Leserbereich noch nicht Kübel von Spott und Häme über die „Konzilskirche“ ausgegossen wurde?
Meldungen vom Niedergang wurden regelmäßig mit Hohnlachen und Verweis auf die blühende Tradition quittiert.
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#52   Heggi   16:16:22 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Benedikt
Sie lesen Häme heraus, wo keine ist. Das ist natürlich ein Problem.
Die Tradition hat aus ihrem Priesternachwuchs nie ein Geheimnis gemacht. Nur diese Zahlen (ich sag es nochmals: einer 35-jährigen Tradition!!!) in Relation zu stellen zu denen der Bistümern, ist wirklich grotesk, und dann daraus den Erfolg oder Mißerfolg der Tradition insgesamt abzulesen.
Ich habe mich nur auf die mitteleuropäischen Seminare beziehen wollen. Der Verweis auf die vollen Seminare in Asien und Afrika ist mindestens schwierig, weil man dabei eine Reihe soziologischer und sozioökonomischer Aspekte bedenken muß, ohne diesen Seminaren Abbruch tun zu wollen.
Ich bitte um Nachsicht, aber für heute genug. Ich hab’ noch einen Haufen anderer Arbeit zu erledigen.
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#51   Benedikt   16:00:16 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@ Heggi
Ich reduziere gar nichts. Ich leide darunter, daß in meinem Bistum nur 1-2 Priester pro Jahr geweiht werden. Und jetzt geht es sogar gegen null. Wer diese Zahlen mit Schadenfreude sieht, ist doch nicht ganz dicht im Kopf (Verzeihen Sie den Ausdruck!). In der Tradition befaßt man sich nur mit den Ursachen für diesen Niedergang.
Naja, wenn Sie das wirklich glauben, dann bitte. Was soll die Häme zum Status der diözesanen Seminare anders sein als Schadenfreude?
Der 35 Jahre alten Tradition vorzuhalten, sie bilde auch nur sehr wenig Priester aus, bleibt schlicht grotesk und lenkt nur vom Versagen der Bischöfe ab.
Ich kann mich gerne widerholen: Die FSSPX und ihre Anhänger haben immer auf den Zahlen der anderen herumgehackt und mit ihren eigenen geprotzt. Offenbar sind die aber auch nicht so gut. Wer lenkt hier also ab?
Aber im Regelfall handelt es sich nicht um die bischöflichen Standardseminare.
Also vor allem von Asien (Vietnam etc) kann man das so nicht sagen. Zu den Berufungszahlen beim Opus Dei und den Legionären kann ich nichts sagen. Ich habe allerdings auch noch keinen Opus Dei-Anhänger erlebt, der bei einem die Kirchenkrise beschreibenden Artikel schadenfrohe Anmerkungen gemacht hat.
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#50   stat crux   15:58:16 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Heggi: Wirkungsgrad gleich Null!
Endlich ein Anfang von Einsicht: Die „35 Jahre alte Tradition“. Das ist sie: 35 Jahre alt! Genauer: Geburtstag 21.11.1974 = bald 32… („il manifesto“); Antwort des Hl. Vaters vom 11.10.1976: „absolut falscher Traditionsbegriff“. Daher: Wirkung nahe Null (außer als Störfaktor gegenüber dem kirchlichen Amt); die „Druidenfabrik“ von Econe hat nicht die Spur einer Chance außerhalb ihres pharisäisch-kranken Spezialmilieus. Wetten dass?
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#49   Heggi   15:52:58 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Benedikt
Ich reduziere gar nichts. Ich leide darunter, daß in meinem Bistum nur 1-2 Priester pro Jahr geweiht werden. Und jetzt geht es sogar gegen null. Wer diese Zahlen mit Schadenfreude sieht, ist doch nicht ganz dicht im Kopf (Verzeihen Sie den Ausdruck!). In der Tradition befaßt man sich nur mit den Ursachen für diesen Niedergang. Und daraus resultiert die Kritik. Und hier gibt es im Blick zurück eine Menge von Kritikpunkten.
Da die Bistümer immer das entscheidende Reservoir für den Priesternachwuchs waren, muß man man sogar auf ihr Versagen herumhacken. Was denn sonst? Die Bischöfe müssen das wieder in Ordnung bringen!!!
Der 35 Jahre alten Tradition vorzuhalten, sie bilde auch nur sehr wenig Priester aus, bleibt schlicht grotesk und lenkt nur vom Versagen der Bischöfe ab.
Natürlich gibt es auch ziemlich volle Seminare außerhalb der Tradition. Aber im Regelfall handelt es sich nicht um die bischöflichen Standardseminare. Das Opus Dei hat z.B. keinen Nachwuchsmangel. Offensichtlich die Legionäre Christi auch nicht usw. Vielleicht unterliegen diese Gemeinschaften aber auch Ihrer Kritik.
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#48   stat crux   15:47:35 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Zwobbel: „noch unterrepräsentiert“??
Die so gen. „Familie der Tradition“ hat in Asien und Südamerika NICHT DEN HAUCH EINER CHANCE, es sei denn, sie will in den Gewässern des protestantischen Fundamentalismus fischen. Wird aber auch nicht hinhauen.
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#47   zwobbel   15:36:00 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Wie viele werden denn nun jährlich geweiht? – Wie viele bleiben treu?
1. Sollte man die „Familie der Tradition“ nicht auf die FSSPX verengen.
2. Habe ich schon darauf hingewiesen und tue es in abgewandelter Form nochmals: Man sollte erstmal nachrechnen, wie viele Weihejahrgänge nötig waren bzw. sind um die Laisierungen der letzten 35 Jahre wieder auszugleichen.
3. Gibt es die Tradition in der kath. Kirche seit ca. 2000 Jahren.
4. Ist die Umerziehung, die Gehirnwäsche und der Seelenmord an der Jugend in Deutschland besonders effektiv und erfolgreich. DAs wirkt sich in absolut ALLEN Lebensbereichen aus.
5. Es geht hier nicht um einen weltweiten Vergleich, weil die „Familie der Tradition“ in Asien und Südamerika noch unterrepräsentiert ist.
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#46   stat crux   15:35:48 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Rechnungen, Zahlenspiele: Benedikt et al.
Wirklich interessant ist doch die frappant niedrige Zahl von „Benutzern“ der Anstalt SSPX („Bruderschaft“ ist glatt irreführend).
Eine x-fache Überklerikalisierung! Man kann „klerozentrisch“ jubeln, wie wunderbar viele „Berufungen“ die Lefebvristen herausgepresst haben. Aber wozu?? Wirkungsgrad tendiert gegen Null. Allein die frz. Neugründung Congregation St. Jean (1975) hat gleichfalls rd. 500 Priester hervorgebracht. Der Vergleich zieht! Denn die wollen nur ein bestimmtes Charisma innerhalb der Kirche leben. Die selbsternannte „Schutzstaffel“ des Tridentinums (in Wahrheit eines Integralismus, der sich nie auf das Tridentinum stützen dürfte) sieht sich als „Zentrale des Universums“, blanker Hochmut! Aber „Zulauf“ kriegt der Verein nur von angeknacksten Esoterikern, die im „Wassermannzeitalter“ ein katholisch inspiriertes Ritual dem Stühlerücken und Tarotlegen vorziehen; im übrigen: Unfruchtbar!
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#45   Benedikt   14:37:36 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@ Heggi
Was reden Sie da? FSSPX auf das Seminar in Zaitzkofen zu reduzieren, wo es tatsächlich mit dem Priesternachwuchs hapert, ist reichlich kurz gesprungen. Die Eintritte 2006 sind aber wieder gestiegen. In Winona läufts es offensichtlich sehr gut und auch in Flavigny. Wenn Sie schon bei Ihrer instrumentalen Schwarzmalerei bleiben wollen, so müssen Sie dann schon auf die Entwicklung des Priesternachswuchses in der Kirche der letzen 40 Jahre in Deutschland und Europa schauen.
Aha, aber Sie dürfen hier munter reduzieren oder wie? Falls Sie es nicht wissen, so lassen Sie sich gesagt sein, dass es durchaus volle Seminarien außerhalb traditionalistischer Gemeinschaften gibt.
Hier wurde zuvor nur von Deutschland gesprochen, ergo habe ich mich nur auf Zaitzkofen bezogen. Schön, dass jetzt auch regionale Unterschiede anerkannt werden, bislang war das eigentlich immer eine „V2-Ausrede“.
Und nun kommen Sie daher und vergleichen die Priesternachwuchs in der Tradition mit dem der sog. Amtskirche. Sie sind ein statitischer Witzbold.
Das ist einfach ein Witz. Diejenigen, die dauernd auf den Zahlen der Diözesen herumhacken und stolz auf ihre eigenen zeigen sind die Piusbrüder. Das das mal klar ist. Wenn ein internationales Seminar in drei Jahren nur 5 Priesterweihen hat, dann ist das keine besonders herausragende Zahl. Die FSSPX und ihre Anhänger haben mit diesen Zahlensspielen begonnen. So sieht’s aus!
Sie haben offenbar in diesem Forum eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.
Nämlich?
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#44   Heggi   14:28:13 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Benedikt
Was reden Sie da? FSSPX auf das Seminar in Zaitzkofen zu reduzieren, wo es tatsächlich mit dem Priesternachwuchs hapert, ist reichlich kurz gesprungen. Die Eintritte 2006 sind aber wieder gestiegen. In Winona läufts es offensichtlich sehr gut und auch in Flavigny. Wenn Sie schon bei Ihrer instrumentalen Schwarzmalerei bleiben wollen, so müssen Sie dann schon auf die Entwicklung des Priesternachswuchses in der Kirche der letzen 40 Jahre in Deutschland und Europa schauen. Fürwahr ein düsteres Kapitel. Und auch auf allen anderen Sektoren. Die Tradition gibt es dagegen erst seit maximal 35 Jahren. Und nun kommen Sie daher und vergleichen die Priesternachwuchs in der Tradition mit dem der sog. Amtskirche. Sie sind ein statitischer Witzbold. Sie haben offenbar in diesem Forum eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Nur dieser kommen Sie mehr schlecht als recht nach.
Im übrigen werde ich an dieser Stelle kein Wort über gewisse gegenwärtige Schwierigleiten der Petrusbruderschaft (FSSP) verlieren. Ich möchte, daß die Tradition gemeinsam etwas zur Erneuerung der Kirche beiträgt.
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#43   Hacki   14:08:45 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Priesterausbildung
Wenn ein Priester nicht gelernt und geübt hat, an erster Stelle Gott zu lieben, wird sein Wirken unfruchtbar bleiben, wie wir es jetzt bei dieser Modernistengeneration erleben können. (Nächsten- und Eigenliebe sind nur Prüfstein der Gottesliebe.)
Hier wird der Unterschied deutlich: bei den Pius- und Petrusbrüdern fand ich bisher diesen absoluten Primat der Gottesliebe. Die alte Messe, richtig verstanden, ist ja die höchste Form der Gottesliebe, nicht eine Volk(gotte)sversammlung.
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#42   Benedikt   12:59:41 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@ Heggi
Was wollen Sie? FSSPX ist doch ungemein erfolgreich gewesen!
Die Frage ist, was die FSSPX will. Schließlich redet sie permanent vom Untergang der „Konzilskirche“ und verweist nicht selten darauf, dass man dies auch an den leeren Seminaren sehen könnte. Nun sieht man aber vielmehr, dass es mit dem Internationalen (!) Seminar von Zaitzkofen auch nicht viel besser aussieht. Die FSSPX hat somit keinerleic Grund, hochmütig auf die Ortkirchen zu schauen. Zumal der Beweis, dass die Tradition a la FSSPX grenzenlos ausdehnbar ist, bislang nicht erbracht werden konnte und wohl auch nie erbracht wird.
Trotz unerlaubter Bischofsweihen ist FSSPX innerhalb der Tradition der führende Gesprächspartner für Rom.
Mit Ausnahme einer Kurzaudienz von Mgr. Fellay beim Papst und einem Essen bei Kard. Hoyos sind mir im letzten Jahr keine Gespräche zwischen Rom und der FSSPX bekanntgeworden. Ihnen etwa?
Es läuft doch alles wie am Schnürchen!
Das wird sich noch zeigen.
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#41   Heggi   12:44:09 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Benedikt
Was wollen Sie? FSSPX ist doch ungemein erfolgreich gewesen! Die alte Liturgie steht möglicherweise vor ihrem endgültigen Comback. Trotz unerlaubter Bischofsweihen ist FSSPX innerhalb der Tradition der führende Gesprächspartner für Rom. Es läuft doch alles wie am Schnürchen!
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#40   Sulpicius   12:38:33 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
V2-Masche
Anfeindungen, gegen Prof. Heinemann, Spiritual Heiermann und gegen den jetztigen Stadtdechanten Berger sind lieblos, verletzend, verrachtend und ungerechtfertig und damit spaltend und nicht einend, also dem Wesen des Katholizismus entgegengesetzt.
Muß ich jetzt weinen? Erst spalten und dann heuchlerisch die anderen moralisch verurteilen. Das ist die V2-Masche…
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#39   Benedikt   12:36:02 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Zahlen
Piusbruderschaft , Stand April 2006:
Regelmässige Gottesdienstbesucher: 150’000
Katholiken mit Verbindung zur Bruderschaft: 350’000
Priester 463
Seminaristen 173
Bedenkt man, dass die wesentlich kleinere und jüngere Petrusbruderschaft 107 Seminaristen hat…
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#38   PietroParente   12:32:48 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Der Peinlichkeiten zweiter Teil!!!
*Gähn* Das ist so kalter Kaffee, dass er schon eine grüne Schimmelschicht ansetzt!!!
Ich wiederhole nochmals: Welche Seminarstrukturen werden als ideal vorausgesetzt??? Die Strukturen, die in Zaitzkofen vorherrschen??? *doppellach*
Weltfremde, verklemmte Priester, eher Eigenbrödler und abegehoben – Solche Priester sind für die Seelsorge ungeeignet!!! Denn, wer versucht zu spalten, statt zu einen, ist doch der Hölle näher, als ein Seminarist des Bochumer Priesterseminars!!!!
Anfeindungen, gegen Prof. Heinemann, Spiritual Heiermann und gegen den jetztigen Stadtdechanten Berger sind lieblos, verletzend, verrachtend und ungerechtfertig und damit spaltend und nicht einend, also dem Wesen des Katholizismus entgegengesetzt.
Einige Personen hier, bewegen sich wohl in ihrem „eigenen Saft“, der Tag für Tag neu aufgemischt. Man hat ja schließlich Angst, sich nach außen hin zu bewegen, denn wer kommt schon gerne unter die Räder!
kreuz.net ist für einige menschliche Wesen persönlichkeitsstiftend. Das ist traurig und besorgniserregend.
Ich muss jetzt leider meine Ausführungen beenden, weil ich ein leben habe, und dieses besteht nicht darin, stundenlang, schimpfend, emotionalisiert und an Hass grenzend vor dem Internet zu hocken!
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#37   Michael II   11:48:18 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Zahlenvergleich Katholische Kirche /
Piusbruderschaft
Jetzt wollen wir mal nicht schätzen, sondern Fakten sprechen lassen.
Die (für mich) letzten verfügbaren Zahlen lauten wie folgt:
Kath. Kirche:
Katholiken 1,098 Milliarden
Priester 405.891
Seminaristen 113.044
Quelle: www.kath.net/detail.php?id=12880
Piusbruderschaft , Stand April 2006:
Regelmässige Gottesdienstbesucher: 150’000
Katholiken mit Verbindung zur Bruderschaft: 350’000
Priester 463
Seminaristen 173
Quelle: www.piusx.ch/german/werk3.htm
Verhältnisrechnung Piusbruderschaft/Kirche:
Priester 1 zu 876,65 bzw. 0,11 %
Seminaristen 1 zu 653,43 bzw. 0,15 %
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#36   Benedikt   11:47:29 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@Zwobbel
Aber aus Zaitzkofen kommen eben nicht alle deutschen Priester für den alten Ritus. Zählen Sie alle zusammen und dann alle für den NOM.
Und wieviele Weihen hat denn das Institut Christus König und Hoherpriester und die FSSP?
Die Zahl der deutschen Neupriester bei der FSSPX 2006 liegt bei genau 0. Das Verhältnis zu den „NOM“-Weihen ist somit gar nicht bestimmbar.
Bedenkt man, dass das Seminar in Zaitzkofen ja offenbar den ganzen deutschsprachigen Raum abdeckt, sowie Polen etc, so glaube ich nicht, dass die FSSPX in diesen Ländern weit vor dem Diözesanschnitt liegt. Sie liegen eher darunter.
Man kann sich also entscheiden: Entweder, der Einzugsbereich der FSSPX ist doch nicht so groß, wie man immer behauptet, oder er ist so groß, dann aber ist das Seminar auch nicht besser aufgestellt als jedes diözesane Seminar.
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#35   zwobbel   11:23:54 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Wenn man schon Statistiken deuten will
Aber aus Zaitzkofen kommen eben nicht alle deutschen Priester für den alten Ritus. Zählen Sie alle zusammen und dann alle für den NOM.
Ich lehne mich hier mal aus dem Fenster und schätze ein Verhältnis von 5:1 neu geweihten Priestern. Und das angesichts der 100:1
Daraus kann man einen Attraktivitätsvorsprung von Faktor 20 entnehmen.
Warum Priester werden, wenn man doch nur als religiöser Sozialarbeiter fungieren soll?
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#34   Benedikt   10:25:03 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Seminarzahlen
Die Zahlen des Priesterseminars in Zaitzkofen können dem Seminarbrief entnommen werden:
…esterseminar-herz-jesu.de/…%2016_Mai%202006.pdf
(pdf)
Einkleidung: 5
Tonsur: 5
Niedere Weihen: 4
Subdiakon: 1
Diakon: 2
Priester: 2 (offenbar beides Schweizer)
Nationalitäten: Polen, Schweizer, Deutsche, Tschechen, Österreicher, Belgier, Italiener, Schweden
Diese Zahlen sind – bedenkt man den Einzugsbereich des Seminars – keinesfalls besser als die der meisten anderen Seminare. Die Ausreden hier zu den schlechten Zahlen erinnern mich doch sehr an jene der ach so schrecklichen sog. „Konzilskirche“.
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#33   zwobbel   09:33:41 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Priesternachwuchs im Verhältnis 100:1 ???
Es gibt ca. 27Mio Katholiken in D.
Davon gehen grob gesagt 3Mio zum NOM und ca. 30.000 zum VOM (in der ganzen sog. „Familie der Tradition“) also Verhältnis 100:1.
Alterstruktur (betrifft eher NOM als VOM): wenige im typ. Seminareintrittsalter. (Warum ist die Altersstruktur im VOM-Bereich gesünder?)
Die Frage nach der unterschiedlichen Anziehung junger Männer zum Priestertum bei Anhängern dieser oder jener Ausrichtung beantwortet sich m.E. ganz einfach und schnell dadurch, daß der Priesternachwuchs aus der Menge der NOM-Anhänger eben nicht 100 mal höher ist als derjenige aus der Menge der VOM-Anhänger! (Jemand der alle Zahlen kennt möge diese bitte mal einzeln auflisten, dann jeder selbst addieren.) Denn auch hier gilt, daß man allen Priesternachwuchs sowohl in allen Diozösen und Orden im Kontrast zu der ganzen sog. „Familie der Tradition“ zusammenzählen muß.
Was die Anziehungskraft und die Förderung priesterlicher Identität und Spritualität der beiden Riten betrifft, muß auch beachtet werden wie viele Priester sich aus dem NOM-Bereich haben laisieren lassen und wie wenige aus dem VOM-Bereich!
+ + + + + + +
Offenbarung abgeschlossen? Na klar. Aber nicht Ende jeder Erkenntnis die aus genau dieser Offenbarung aufgrund der zwingend anzuwendenden Regeln zu gewinnen ist. Derartige Erkenntnisse hatte die Päpste und Kirchenlehrer in der Vergangenheit.
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#32   Dr. Christoph Heger   09:30:46 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@FioreGraz
„presbyter“ kommt aus dem Griechischen und heißt Ältester, ob ihr wollt oder nicht,
Das hat mit wollen nichts zu tun und ist unstreitig.
die Bedeutung Priester in unserem umfassenden kultischen Sinne kam erst später, …
Was heißt denn hier „später“? Um zu entscheiden, in welchem Sinn das NT „presbyteros“ verwendet, genügt es nicht auf die Etymologie zu schauen. Vielmehr muß der Sinn aus dem Kontext und weiteren relevanten Umständen erschlossen werden. Daher ist die folgende Behauptung:
Somit ist die Übersetzung nicht nur vom Wort sondern auch von der Bedeutung richtig.
zumindest kurzschlüssig.
– Schrift und Tradition dürfen sich nicht widersprechen,
Wenn sie es täten, könnte man dem katholischen Glauben den Abschied geben.
die TRadition muß sich in der Schrift und die Auslegung der Schrift in der Tradition wiederfinden.
Beides ist meiner Kenntnis nach lediglich eine theologische Meinung – der ich zu widersprechen wage:
1. Es kann ja wohl nicht sein, daß wir in der Auslegung, also der Erkenntnis der Schrift nichts mehr hinzulernen könnten.
2a. Wenn sich die Inhalte der Tradition auch schon in der Hl. Schrift wiederfinden lassen müssen, wäre die Tradition überflüssig.
2b. Nur die Tradition kann uns versichern, daß es eine Hl. Schrift gibt und was zu ihr gehört.
2c. Es scheint Inhalte der katholischen Lehre zu geben, für die man wohl bisher keine Spur in der Hl. Schrift finden konnte.
MfG
Christoph Heger
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#31   Heggi   09:26:19 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Gotthard
Was soll ich nun antworten: Entweder Du kennst die Tradition, aber sie hat Dich aus welchen Gründen auch immer persönlich enttäuscht, weil die Tradition subjektiv nicht so funktioniert hat, wie Du das wolltest, und solche Leute gibt es inzwischen auch zahlreich, oder Du kennst sie wirklich nicht und läufst stattdessen nur der ecclesiastical correctness nach.
Übrigens: die Tradition besteht aus Menschen und nicht aus Heiligen. Höre vorurteilslos in die Tradition heinein, und Du wirst staunen. Die Sorge, die man sich dort (unabhängig von der Bestandsgarantie durch Christus) um den nachkonzialiaren Zustand der Kirche macht, ist ja wahrlich nicht unberechtigt. Die Tradition hat mit ihrer entwickelten Spiritualität ein Recht darauf, sich in die Kirche einzubringen, denn Kirche war nie uniform, deshalb gab es schon immer unterschiedliche Gemeinschaften. Niemand rechnet auch in der Tradition damit, daß mit der Freigabe der alten Messe die Welt wieder in Ordnung ist. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr nicht!
Jedoch: Wenn ich B. XVI als Kardinal richtig verstanden habe, dann bedarf der NOM mindestens einer gründlichen Reform, was er als Reform der Reform verstanden haben will und wie er es 1997 auf der Konferenz von Fontcombault (ob richtig geschrieben, weiß ich jetzt nicht) gesagt hat. Und Meßlatte dabei ist ganz offensichtlich dabei die alte Liturgie.
Schließlich: Niemand glaubt bei FSSPX und in der weiteren Tradition schlechthin, daß die Kritik nach einer Versöhnung
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#30   DieFidele   09:11:00 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Ehebund
an Christian: Ich habe ein Versprechen gegeben, woran ich gebunden bin. Dessen bin ich mir vollauf bewußt und sollte ich dennoch die Ehe brechen, so wäre es eine Sünde wider den Hl. Geist, die mir der Herrgott auf ewig nicht verzeihen würde.
Das wäre das größte Drama, wenn ich mein Seelenheil aufs Spiel setzen würde.
Mein Vorbild ist da der Onkel meines Mannes, der seit seiner Scheidung – weit über 10 Jahre schon her – alleine lebt. Das alles ohne Verbitterung, ohne Hass, getragen von der Liebe Gottes. Ich zolle ihm meinen größten Respekt und meine Hochachtung.
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#29   FioreGraz   06:40:42 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@kreuz.net
Die richtige Übersetzung von „presbyter“ wäre – nebenbei bemerkt – „Priester“.
Liebes kreuz.net, „presbyter“ kommt aus dem Griechischen und heißt Ältester, ob ihr wollt oder nicht, die Bedeutung Priester in unserem umfassenden kultischen Sinne kam erst später, das Presbyteramt in der Schrift war jedoch an das israelische Ältestenamt in der Diaspora angelehnt. Somit ist die Übersetzung nicht nur vom Wort sondern auch von der Bedeutung richtig.
@Ketzerjäger
muss nicht alles aus der Bibel ableiten!
– Es gibt nichts neues die Offenbarung ist abgeschlossen, wir lernen nur zu verstehen
– Schrift und Tradition dürfen sich nicht widersprechen, die TRadition muß sich in der Schrift und die Auslegung der Schrift in der Tradition wiederfinden.
LG
Fiore
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#28   Ketzerjäger †   01:44:07 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
Die Kirche
muss nicht alles aus der Bibel ableiten! Jesus selbst hat ja zu seinen Jüngern gesagt, dass Sie vieles jetzt noch nicht fassen können und das der Heilige Geist ihnen nach und nach alles offenbaren wird.
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#27   Gotthard   00:45:29 | Mittwoch, 18. Oktober 2006
@heggi
Wer meint, die nachkonziliare Zeit bis heute ginge an der Tradition wirkungslos vorbei, lebt nicht in dieser Welt.
dann bin ich also mitten in dieser Welt … doch die glühenden Vertreter dieses Sonderweges sind deiner Definiton nach nicht in dieser Welt.
Wir sind da einer Meinung.
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#26   Christian Hüller   23:54:54 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@ DieFidele
Na’ hoffentlich haben sie auch eine Wahl getroffen, die Sie NIEMALS enttäuschen wird.
Andernfalls nämlich müssten Sie nach Ihren eigenen Worten durchhalten, selbst wenn der Partner in Ihnen nur noch den „Unterhaltsleister“ oder „Schuldigen an all seinem/ihrem Unglück“ sieht, von dessen „Liebe“ oder „Zuneigung“ er oder sie ganz und gar nichts (mehr) wissen will.
Schön für Sie, wenn Sie da durchhalten bis zum Grab.
Ein fast schon bewundernswertes Martyrium.
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#25   Sirilo   23:53:08 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Unauflöslichkeit der Ehe!??
Bei der immer so sehr als hehres Beispiel der Verteidigung der Unauflöslichkeit der Ehe dargestellten Weigerung der Kirche, die ohnedies nur durch päpstliche Dispens zustande gekommene Ehe zwischen Heinrich VIII. und Katharina von Aragon zu scheiden, ging es doch wohl vor allem auch um Politik: Katharinas Eltern waren König und Königin von Spanien, mit denen es sich der Papst nicht verderben wollte.
In anderen Fällen war die Kirche nämlich gar nicht so zögerlich, wenn es darum ging, adelige Ehen zu scheiden. Das berühmteste Beispiel ist wohl Eleonore von Aquitanien, die nach 15jähriger Ehe (und Geburt einer Tochter) vom französischen König Ludwig VII. geschieden wurde (unter aktiver Mithilfe von Bernhard von Clairvaux) und schon zwei Monate nach der Scheidung in der Kathedrale von Poitiers den späteren König Heinrich II. von England heiratete.
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#24   DieFidele   23:41:58 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Unauflöslichkeit der Ehe
Wir dürfen uns nicht in die Irre führen lassen! Die Unauflöslichkeit des Ehebundes ist von immenser Bedeutung, ist doch der Ehebund ein Abglanz des Bundes Gottes mit den Menschen.
Gemäß unserem Versprechen halten wir die Treue, auch wenn der Ehepartner unsere Liebe mit Füssen tritt. So ist es auch mit der Liebe Gottes, der uns die Treue hält; den verlorenen Schafen nacheilt; die Türen stets offen hält, für den verlorenen Sohn. Auch wenn der Mensch Seine Liebe mit Füssen tritt, oftmals bis zum bitteren Ende, Seine Treue wanket nicht, das Versprechen wird nicht gebrochen!
Dank sei Gott!
Und danke an Maurice, das ist der richtige Titel. Ich habe gehofft, daß ihn mir jemand nennen kann. :(3
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#23   Christian Hüller   23:35:11 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@ Heggi
Heinrich VIII war moralisch unterbelichtet – und bei diesem Urteil drücke ich mich reichlich milde aus.
Man muss es ganz offen sagen: die anglikanische Staatskirche gründet auf dem Werk eines zynischen Ehebrechers und Despoten.
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#22   Heggi   23:18:53 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Gotthard
Wer meint, die nachkonziliare Zeit bis heute ginge an der Tradition wirkungslos vorbei, lebt nicht in dieser Welt. In Deutschland ist der schlechte Priesternachwuchs ebenso ein Dauerproblem, wie in anderen Teil Zentraleuropas für die Tradition. Nur: in den Bistümern versucht man die Probleme administrativ in den Griff zu kriegen. Statt wirklich etwas für den Priesternachwuchs zu tun, organisiert man sich tot. (Übrigens bei 10 % Meßbesuchern im Schnitt und der daraus resultierenden Seelsorge gibt es noch Priester genug. Nur die Zahl der kirchlichen Begräbnisse, die sich am Lebensende weit mehr als 70 % wünschen, macht irgendwann drastische Hilfsperdonal-Lösungen notwendig.)
Soweit ich das überblicke, kämen bei der gesamten Tradition weit mehr Priester zur hl. Weihe, wenn die Anforderungen das Niveau von St. Georgen oder einigen anderen Seminaren hätten. Einzige „Sünde wider den üblichen Seminargeist“ ist, sich zu sehr der Tradition nahe zu fühlen. Und dazu gehört auch leider immer noch das zu häufige Rosenkranzbeten.
hätten. erforderlich. und lobt dann in Fulda verrückte Zeit habe keine Auswirkungengehe
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#21   Christian Hüller   22:23:50 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Trennung trotz gültiger Ehe
„Wenn bei einer katholischen Ehe keine Ehehindernisse zum Zeitpunkt der Eheschließung vorlagen, ist eine Scheidung nach Vollzug im Nachhinein nicht mehr möglich.“
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang aber
Mt 5, 32: „Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus.“
Interessant ist die Einschränkung im Gliedsatz: „obwohl…“ sowie der Kontext der Aussage.
Aus meiner Sicht ist die Schrift hier so zu verstehen, dass Jesus die Trennung (von Scheidung will ich gar nicht reden!) von Ehepartnern nicht prinzipiell ausschließt, was ja auch nach kanonischen Recht durchaus möglich ist (siehe Artikel).
Allerdings wären demnach auch der Tatbestand der Unzucht bzw. bewussten Untreue und die entsprechenden, hier vorgesehenen Optionen (siehe Artikel) nach dem kan. Recht eventuell einer Neubewertung zu unterziehen.
Es kann jedenfalls nicht sein, dass ein Partner es zu ertragen hat, dass der andere permanent fremd geht und
damit seine Verachtung gegenüber dem Ideal der ehelichen Treue zeigt.
In einem solchen Fall ist die Trennungsgedanke m. E. nicht völlig deplaziert, OHNE DASS die Betroffenen WEITEREN kirchlichen Sanktionen zu unterwerfen wären und ohne dass ein weiteres partnerschaftliches Leben prinzipiell auszuschließen wäre.
Die staatlich vollzogene Scheidung braucht die Kirche in solchen Fällen auch nicht weiter zu interessieren; sie bezieht sich ohenhin nur auf die „weltliche Ehe“ bzw. die entsprechende Rechtsfolgen.
Dennoch BLEIBE…
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#20   Gotthard   22:21:52 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@heggi
nachfolgendes gilt auch für Sie: Die einzige Statistik die für Sie stimmt, ist offenbar, die, die Sie nicht gefälscht haben.
Deinen Vorwurf der Statistik-Fälschung ertrage ich ganz gelassen …meine Zahlen habe ich von der homepage dieser Pius-Leute.
Ich habe sehr sehr viele Beiträge hier immer so verstanden, dass ausbleibender Priesternachwuchs ein untrügliches Zeichen sei, dass die nach dem Vaticanum II erneuerte Liturgie vom Satan sei, denn: an ihren Früchten (sprich mangelndem Priesternachwuchs) sei sie zu erkennen.
Ich lege jetzt einmal die Pius-Messlatte an diese Sonderbewegung selbst an: siehe – Priesternachwuchs tendiert gegen Null.
Es möge sich jeder seine eigenen Gedanken zu dieser Tatsache machen.
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#19   Heggi   22:12:19 | Dienstag, 17. Oktober 2006
DieFidele / Stimme aus Wien
Ja, das Opfer, das nicht nur der hl. Thomas Morus, sondern die ganze Kirche für die Unauflöslichkeit der Ehe von Heinrich VIII mit Katharina v. Aragon gebracht hat, ist gewiß ein wahres Ruhmesblatt. Und das sollen wir nun dem Zeitgeist unterwerfen? Nicht die Theologen am Katheter bestimmen, was Wahrheit ist, sondern das Lehramt der Kirche.
Gewiß, man muß bei den Zahlen des Priesternachwuchses genau hinschauen. Aber das ist genau das Problem, nämlich dann muß ich auch berücksichtigen, wieviel Ordensgeistliche inzwischen schon im diözesanen Dienst stehen. Will heißen: Ordensgeistliche haben eine differenzierte Berufung und werden eigentlich zuerst und zuletzt für ihre Gemeinschaft geweiht, und die der Bischof seiner Seelsorge nicht einfach zuschlagen kann. Sie unterstehen ihm grundsätzlich auch nicht. Auch bei FSSPX werden die dort geweihten Ordensgeistlichen (seien es z.B. Benediktiner, Dominikaner oder Redemptoristen) nicht einfach den Priestern von FSSPX zugerechnet.
Ein besonderer Punkt sind auch die „Wanderungsbewegungen“ zwischen den Priesterseminaren (aus verschiedenen Gründen) und die „Sonderseminare“ wie in z.B. in Deutschland in Berlin oder Lantershofen.
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#18   Maurice Corvisier   21:54:14 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Hallo, Fidele,
es ist wohl: „Ein Mann für alle Jahreszeiten“ (keine 100%ige Garantie, aber hohe Wahrscheinlichkeit).
Was kaum jemand weis: Jean Anouilh (ja: genau der!!!) hat sich am Lebensende bekehrt und ein ganz hervorragendes Filmszenario als Dank hinterlassen, kurz vor seinem Tod: Thomas More ou l’homme libre. Frei übersetzt: Thomas More, ein wirklich freier Mann. ISBN 2-7103-0334-5.
Es gibt’s nur auf französisch – man kann es aber mit Grundkurskenntnissen und etwas Anstrengung gut verstehen.
Herzliche Grüße! M.C.
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#17   DieFidele   21:47:27 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Thomas Morus
Zum Thema Scheidung fällt mir ad hoc der Hl. Thomas Morus ein, der als Märtyrer starb, weil er den Scheidungsplänen von Heinrich VIII. und anschließend der Abspaltung von der kath. Kirche entgegenstand.
Da gibts übrigens einen ausgezeichneten Film über den Hl. Thomas Morus, mit einem etwas eigenartigen Titel, den ich leider nicht mehr weiß.
Hl. Thomas Morus bitte für uns!
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#16   Stimme aus Wien   21:46:19 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Heggi:
Dass es Probleme mit dem Priesternachwuchs gibt, steht außer Diskusion. Bin aber der Meinung, dass die Zahlen der Weihen in den Diözesanseminaren nicht alles über den Priesternachwuchs einer Diözese aussagen.
Bekanntlich gibt es auch einige Ordenpriester, die vor dem Eintritt in den Orden auf dem Gebiet einer Diözese wohnten.Sie müssen natürlich nicht in der Heimatdiözese geweiht und eingesetzt werden, aber sie gehören ebenso zum Priesternachwuchs der jeweiligen Diözese.
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#15   Heggi   21:29:34 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Stimme aus Wien
Es geht nicht um Ausreden, sondern um objektive Gründe. Und ich bestreite gar nicht, daß sich z.B. die Probleme in den Familien bei den Berufungen in den diözesanen Priesterseminaren auswirken usw. usw. Aber man wird auch die Größenverhältnisse zwischen der „Amtskirche“ und der Tradition betrachten müssen. Und da sind z.B. die deutschen Bistümer vom mangelnden Priesternachwuchs in einem viel schlimmeren Ausmaß betroffen. Und speziell bei FSSPX ist noch nachzutragen, daß die Bruderschaft quasi unter dem „Dauerstress“ des Schisma-Vorwurfs steht. Das macht sich bei FSSPX gewiß auch negativ bemerkbar.
Nehmen wir aber mal ein Bistum im Norden Deutschlands: das relativ junge Erzbistum Hamburg. Die Zahlen: 400.000 Katholiken zwischen Flensburg, Hamburg und Rostock. 170 Priester. Und der Priesternachwuchs? 1-2 Weihen pro Jahr! Manchmal nur Ausländer unter den Weihekandidaten. Und wie sieht z.B. in Relation dazu im Erzbistum München aus? Und wie groß ist die „Anhängerschaft“ von FFSPX in Deutschland?
Ein anderer Aspekt ist auch die Frage nach der Solidität in den diözesanen Priesterseminaren. Die Bischöfe sind hier ernsthaft zu mahnen, das Steuer herumzureißen. Meine Sorge gilt dem Priesternachwuchs insgesamt.
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#14   Stimme aus Wien   21:15:29 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Heggi
„Ich werde euch den Tröster senden, und er wird euch in alle Wahrheit einführen…“
Nun, auf diesen Tröster berufen sich auch die Modernisten nach dem 2. Vat – sie sehen dieses Konzil als Werk dieses Trösters.
Aber wie Sie sehen, es gibt doch Gruppen, die doch nicht so viel Vertrauen in die Worte Christi haben und der Meinung sind, der Hl. Geist darf nur so wirken, wie sie sich das vorstellen.
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#13   Hypatia   21:06:58 | Dienstag, 17. Oktober 2006
@ Christian Hüller
Die Juden fragten Jesus, weshalb die Scheidung verboten sei, wo Gott sie doch den Vorvätern gestattete. Wegen „der Härte Eurer Herzen“, antwortet Jesus. Die Scheidung wird oft zu schnell, zu impulsiv begehrt, was wohl der Natur des Menschen entspricht. Wenn bei einer katholischen Ehe keine Ehehindernisse zum Zeitpunkt der Eheschließung vorlagen, ist eine Scheidung nach Vollzug im Nachhinein nicht mehr möglich.
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#12   Heggi   20:57:05 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Vieles ist in den Evangelien…
nicht einheitlich. So sind die Abendmahlworte Jesu z.B. auch nicht einheitlich überliefert. Und das Vater unser findet sich nur in zwei Evangelien, etc. etc. Andrerseits: „Ich werde euch den Tröster senden, und er wird euch in alle Wahrheit einführen…“ Wie ist das mit dem Vertrauen in diese Worte Jesu?
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#11   Stimme aus Wien   20:53:16 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Heggi:
So eine Stellungnahme war zu erwarten.
Ich frage Sie: an welche von Ihnen angeführten Ausreden darf sich eine „modernistische“ Diözese nicht berufen? Oder treffen sie alle auch bei den Modernisten zu?
Wieso dann die ständige Schwarzmalerei betreffend Priesternachwuchs bei den ungläubigen oder lachsen Modernisten?
@Laikos: eine Empfehlung – bevor Sie etwas schreiben, versuchen Sie sich zu informieren.
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#10   Christian Hüller   20:44:57 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Interessant …
>>Es ist hier ernsthaft anzufragen, ob erwachsenen Menschen bei einer gescheiterten Ehe ein Zusammenleben wie Geschwister zuzumuten ist, oder ob diese Forderung nicht in Wirklichkeit eine Karikatur der hiesigen Ehetheologie ist, hat doch das Zweite Vatikanum die Bedeutung des ehelichen Aktes als Höhepunkt der ehelichen Liebe deutlich hervorgehoben.<<
Ich denke, man wird dieser Argumentation eine gewisse Überzeugungskraft nicht gänzlich absprechen können.
Die in den verschiedenen Evangelien überlieferten Worte von Jesus Christus im Hinblick auf die Ehescheidung sind zudem nicht einheitlich.
Im Matthäusevangelium findet sich hierzu nach meinem Wissensstand eine Regelung, die in einen Widerspruch zum aktuellen Kirchenrecht treten KANN.
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#9   Heggi   20:28:48 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Pius-Seminare mit wenig Output??
Lieber Gotthard, nachfolgendes gilt auch für Sie: Die einzige Statistik die für Sie stimmt, ist offenbar, die, die Sie nicht gefälscht haben. Zugegeben: Statt „gefälscht“ müßte man gerechterweise vielleicht sagen „entstellt“. Natürlich geht es beim Priesternachwuchs in der Tradition (hier bei FSSPX) nicht wie bei Pilzen in einem feuchtwarmen Herbst zu. Dazu:
1. Natürlich ist auch die Tradition davon betroffen, wenn die Hauskirche, sprich: die Familien in einer massiv säkularisierten Welt nicht mehr intakt sind.
2. Ferner: Die immer weniger geborenen Kinder schlagen sich quantitativ auch beim Priesternachwuchs nieder.
3. Objektiv ist die Tradition auch relativ klein gegenüber dem, was sich zur sog. Amtskirche zählt. Dabei bin ich mir der Problematik des begriffs „Amtskirche“ durchaus bewußt.
4. Ist ist offensichtlich auch so, daß bei den Seminareintritten innerhalb von FSSPX (und das gilt auch für FSSP), die sog. Ausfallquote weit höher ist,weil die Anforderungen an die Kandidaten, allein was das spirituelle Leben betrifft, weit höher sind, als in den diözesanen Priesterseminaren. St. Georgen läßt grüßen, und ich weiß, wovon ich rede.
5. Was diesjährigen Neueintritte bei FSSPX betrifft, so sind es in Winona (USA) 23, Flavigny (F) 23, Zaitzkofen (D) 8. Was am Ende davon übrig bleibt, wird man sehen.
Das nur zur Information!
Das nur zur Relativierung
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#8   Pater Lingen   20:15:51 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Eine Information zu „Spiritual“ Heiermann:
Der hatte permanent den Namen Karl Rahner auf den Lippen, und das nicht nur in privaten Gesprächen: Bei seinen „geistlichen Vorträgen“ (lach!) fing er oft mit einem Rahner-Zitat an.
Bei „Exerzitien“ (doppel-lach!) kam er dann vor versammelter Mannschaft mit der Schote, dass Gott den Menschen brauchen würde. Zu dem Zeitpunkt war ich schon dabei, mich innerlich aus der „Seminargemeinschaft“ (?) zu lösen. Für so einen Haufen sah ich einfach kaum eine Berechtigung, mich einzusetzen, aber das war natürlich noch lange Jahre vor dem „Sedisvakantismus“.
Nun denn, die versammelte Mannschaft schluckte diese Blasphemie ohne Widerrede – nur einer (Marius Linnenborn) stellte immerhin die Frage, ob man das denn so sagen könnte.
Aber keine Sorge, Linnenborn interessierte sich schon damals weitaus mehr für Chorgesang als für Katholizismus.
Noch etwas: Dass ich mir Schillebeeckx „Jesus“-Buch gekauft habe, obwohl ich praktisch kaum etwas über Schille wusste, lag einfach an der penetranten Werbung, die Heiermann für diesen Schinken machte.
Ach wie gut, dass ich diesem Verein den Rücken gekehrt habe.
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#7   laikos   19:47:51 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Zum Thema Ehe
Laut Modernistischer Ansicht hat eine Ehe nichts viel was mit katholischen zu tun. Sie glauben das eine Standesamtliche Ehe genau so heilig sei und das auch ohne Priester die Ehe stattfindet. Aber da gibt es ja noch die Ringweihe welche angeblich das wiedergut macht. So ein Schwachsinn. Die Ehe ist ein Sakrament. Die Eheleute geben sich das Gegenseitig mit hilfe eines Priesters und Trauzeugen. Hat der Modernist natürlich schon wieder vergessen da ja Priester sowieso heiraten dürfen Milingo und die Vereinigung verheirateter Priester in den USA sind wieder einmal ein Paradebeispiel.
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#6   Stimme aus Wien   19:28:09 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Gotthard
:-D Ein echter Hammer!!!!
Gotthard, wocher habe Sie diese Angaben.
Wenn sie stimmen, dürfte betreffend der „echten Erneuerung der Kirche“ von Seiten der „rechtgläubigen“ Tradis alles klar sein.
:-D :-D
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#5   Gotthard   19:19:04 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Pius-Seminare mit wenig Output
die Seminare der Pius-Leute haben auch keine großen Zahlen an Priesterweihen zu melden:
in 2005 in Zaitkofen 4 Weihen – aber kein Deutscher
in 2006 in Zaitkofen 2 Weihen – Staatsangehörigkeit nicht angegeben (wohl wieder kein Deutscher dabei)
in Econe in 2005 5 Weihen aus Amerika, Schweiz, Frankreich, Australien und Afrika…
eine echte Blüte!
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#4   Stimme aus Wien   19:07:48 | Dienstag, 17. Oktober 2006
Häresie
Ich habe keine Ahnung, wieso im Artikel und im Beschwerdebrief Auszüge aus der Diplomarbeit des Betreffenden präsentiert wurden.
Wollte der Herr auf sich aufmerksamm und eine Werbung für sich machen? Oder: Wollte er auf irgend welche Häresien hinweisen?
Weder das eine noch das andere ist ihm gelungen:
– solche Arbeiten sind ein alter Hut – keiner interessiert sich wirklich dafür – die Werbung war also nutzlos.
– eine Häresie bei den Fragestellungen ist nicht zu finden. Fragen kann bekanntlich nicht häretisch sein. Außer der Feststellung: nach dem Eheverständnis der lat. Kirche sei die Ehe ontologisch unauflösbar.
Diese Feststellung ist nicht häretisch, sondern nur einfach dumm und fußt nicht im Irrgaluben sondern in fahlender Kenntnis der Dinge. Ontologisch unauflösbar ist die Ehe nach dem Verständnis der Orthodoxen Kirchen, nicht aber nach dem katholischen Eheverständnis.
Diese Feststellung reicht aber trotzdem nicht zur Häresie.
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#3   Gotthard   18:42:43 | Dienstag, 17. Oktober 2006
noch einmal
gehen langsam die Themen aus oder warum wird dies hier noch einmal aufgewärmt? Stand doch schon alles in einem früheren Artikel …
in dem früheren Artikel hatte die Redaktion allerdings geschrieben, das Seminar hätte eine Fronleichnamsprozession ohne Allerheiligstes gefeiert.
Tatsächlich schreibt dieser ehemalige Student: an Fronleichnam fand der Wortgottesdienst in der KHG statt, danach Prozession zum Seminar und dort „Eucharistiefeier“ (warum die Anführungszeichen?). Bei einer solchen Art von Fronleichnamsfeier kann kein Allerheiligstes mitgeführt werden, denn es gab noch keine Frucht aus der Eucharistiefeier…
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#2   möchtegern-kathole   18:42:02 | Dienstag, 17. Oktober 2006
in deutschen …
… Seminarien wird mindestens ein offen Schwuler Priester-Kanditat toleriert – die meisten Bistümer sind verschuldet und verschleudern dadurch Geld (Zins für die Schulden) – die deutschen Bistümer machen keine Volksmission mehr in Deutschland – die deutschen Bischöfe tolerieren Mitwirkung von Klerikern an Donum Vitae – die deutschen Bischöfe bekämpfen den alten Ritus – die deutschen Bischöfe gehen kaum noch gegen Häresien vor.
Liebe Bischöfe, steigt herab von Euren Bischofsstühlen – sonst wird euch Gott der allmächtige davonjagen, sobald er diese Bischofssitze wieder vernünftig besetzt haben möchte.
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#1   Aragorn   18:32:34 | Dienstag, 17. Oktober 2006
In my end is my beginning (Maria Stuart)
Die Schottenkönigin Maria Stuart hatte ein Motto, das wir gut auf die heutige Situation der Kirche anwenden können:
;-) In meinem Ende ist mein Anfang.
Hoffen wir, dass das Ende der „Konzilskirche“ bald kommt, damit wir wieder neu anfangen können.
Aragorn
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