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Donnerstag, 19. Oktober 2006 10:11
Ein Kirchenverleumder als islamischer Prophet?
Das Christentum sei zwar der Theorie nach friedliebend, aber in der Praxis sei es jene Glaubensgruppe, die am meisten Blut vergossen habe.
Der kirchenfeindliche Autor Karlheinz Deschner
Der kirchenfeindliche Autor Karlheinz Deschner
(kreuz.net) Muslime freuen sich über Kirchenkritiker Deschner.

Das berichtete das ‘Institut für Islamfragen’ der Deutschen Evangelischen Allianz am 14. Oktober.

Der kirchenfeindliche Autor Karlheinz Deschner (82) ist in Deutschland durch seine antikirchlichen Schriften und Pamphlete bekanntgeworden.

Lob erhielten Deschners kirchenfeindliche Werke zum Beispiel von der türkischen Tageszeitung ‘Yeni Mesaj’.

Dort äußerte sich der Leiter der Religionsabteilung der 19.-Mai-Universität in der nordtürkischen Stadt Samsun, Mahmut Aydin, zu Deschners umstrittenem, bisher achtbändigem Werk „Kriminalgeschichte des Christentums“.

In seiner „Kriminalgeschichte“ zeige Deschner die Geschichte der Kreuzzüge, der Inquisition, des Antisemitismus und anderer „Untaten“, die er der Kirche anlaste.

Aydin erwähnt auch die Worte Jesu in Matthäus 10,34:

„Denkt nicht, daß ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“

Damit will er zeigen, daß sogar im Neuen Testament von Gewalt die Rede sei.

Aydin: „Das größte Argument des Christentums gegenüber dem Islam ist, daß der Islam sich mit dem Schwert ausgebreitet habe, das Christentum dagegen durch Liebe.“

Dem sei aber nicht so. Das Christentum sei zwar der Theorie nach friedliebend, aber in der Praxis nach jene Glaubensgruppe, die am meisten Blut vergossen habe.

Leider sei bisher keines der acht Bücher von Deschner ins Türkische übersetzt.

Der bisher letzte Teil von Deschners „Kriminalgeschichte“ erschien 1994.

Aydin gesteht freilich zu, daß das Christentum seine Anhänger nicht zur Gewalt aufrufe. Das sei allerdings auch bei anderen Religionen nicht der Fall.

Im übrigen stehe jede Religion in Gefahr, mißbraucht zu werden.

Genauso wie die historisch-kritische Bibelexegese den Muslimen diene, um den christlichen Glauben – besonders die Bibel – zu kritisieren, würden „Experten“ wie Deschner als Kronzeugen gegen das christliche Abendland herangezogen – erklärt dazu das ‘Institut für Islamfragen’.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 53 Lesermeinungen:
Dienstag, 7. November 2006 12:21
gh74: selbst lesen.
Deschners Werke habe ich soweit möglich alle gelesen und kann verstehen, dass nicht jeder diese Darstellung erträgt. Aber nur auf diesem schmerzvollen Weg durch die Geschichte konnten wir dahin gelangen, wo wir jetzt sind. Ihn deshalb als Verleumder zu bezeichnen ist zu einfach. Übrigens stammt sein z.Zt. letzer Band zur Kriminalgeschichte aus dem Jahr 2005. Wenn Anhänger Mohammeds für diese Werke plädieren, müssen sie sich fragen lassen, ob sie etwas Gleichartiges hervorbringen können. Sind sie schon bereit?
Freitag, 20. Oktober 2006 21:20
Fühlen Sie sich jetzt schon als Lückenbüßer?
Freitag, 20. Oktober 2006 21:11
Maurice Corvisier: Protestantismus pur,
in Form und Inhalt, ist:

Ich schreib es heut an alle,
der Hans Küng macht alle malle!
Doch in diesem einen Falle,
lesen alle Küng, statt malle!
Wer Küng liest-sprach malle an alle,
passt auf,das ich euch keine Knalle,
denn wenn ich malle, euch eine knalle,
dann seid auch ihr, wie Küng,alle malle!
Drum lest Küng, nicht etwa malle,
sonst sitzt ihr ganz schnell in der Falle!
Denn sicher wisst ihr längst schon alle,
der malle ist oft wirklich malle!


Irgendwo ist gesagt worden, Katholizismus sei etwas für die ganz Doofen und für die ganz Intelligenten – es gebe aber kein Mittelmaß.

Nun ja. Diese Lücke ist ja wohl gefüllt.
Freitag, 20. Oktober 2006 20:59
Adrian Leverkuehn: @ Dr. Heger
der im amerikanischen Sezessionskrieg als General und zuletzt Oberbefehlshaber den widerwärtigen Südstaaten, seiner Heimat, diente

Na jetzt erzählen Sie uns aber nicht Sie seien ein Anhänger Lincolns!
In Gettysburg gibt es übrigens ein hübsches kleines Museum zum Bürgerkrieg. Am Ende des Rundgangs steht man vor einer kreisrunden Öffnung, dann wirds dunkel und plötzlich erschallt ohrenbetäubende Musik. Dann steigt Rauch auf aus dem Loch und ein Roboter der an C3PO aus StarWars erinnert aber aussieht wie Lincoln und wild gestikuliert taucht ebenfalls langsam auf.
Sehr lustig!
Typisch Amerikaner!
Freitag, 20. Oktober 2006 13:03
Dr. Christoph Heger: @Protestant: Völlige Versagung wäre Verrat gewesen.
Durch die Versagung jedweder Unterstützung – gemeint: der national-sozialistischen Reichsregierung – wäre vermutlich Deutschland und der Welt einiges erspart geblieben.

Diese Vermutung ist auch heute nur eine Vermutung und wäre in der damaligen Zeit, vor allem im Krieg, keine Grundlage für eine moralische Entscheidung gewesen. Die Verweigerung jedweder Unterstützung wäre im Gegenteil Verrat gewesen.

Man kann dieses Dilemma sehr schön studieren an dem Fall von Robert Edward Lee, der im amerikanischen Sezessionskrieg als General und zuletzt Oberbefehlshaber den widerwärtigen Südstaaten, seiner Heimat, diente – aber nichts desto weniger seine „Kollegen“ von den Unionisten-Staaten nicht nur militärisch, sondern vor allem auch moralisch überragte.

MfG
Christoph Heger
Freitag, 20. Oktober 2006 12:11
Protestant: Es geschehen Wunder!!!@malle
Hallo, mein lieber Freund!
Ja, was muss ich denn da hören? Sie kennen seriöse Quellen? Kaum zu glauben, habe ich doch erwartet, dass außer denen, die Sie genannt haben, Ihnen keine weiteren bekannt wäre? Na, da sind wir hier aber alle überrascht!
m Gegensatz zu Ihnen pflegt Herr Küng allerdings in seinen Werken einen sachlichen und verbindlichen Umgangston und haut den Lesern seine Auffassungen nicht in dieser rabiaten Art um die Ohren! Auch wenn ich sicherlich mit Herrn Küng nicht immer meinungskongruent bin, so ist Ihr neuerlicher Beitrag wieder mal ein weiterer Grund, um sich etwas intensiver mit ihm zu befassen!

Ich schreib es heut an alle,
der Hans Küng macht alle malle!
Doch in diesem einen Falle,
lesen alle Küng, statt malle!
Wer Küng liest-sprach malle an alle,
passt auf,das ich euch keine Knalle,
denn wenn ich malle, euch eine knalle,
dann seid auch ihr, wie Küng,alle malle!
Drum lest Küng, nicht etwa malle,
sonst sitzt ihr ganz schnell in der Falle!
Denn sicher wisst ihr längst schon alle,
der malle ist oft wirklich malle!
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