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Dienstag, 28. Dezember 2004 10:39
kreuzmeldungen
Kardinal Schönborn landet im Katastrophengebiet + Indische Bischofskonferenz zum Seebeben + Indisches ‘Lourdes’ beklagt mehrere hundert tote Pilger + Lebende Fremdsprache Latein + Bischofshomilie oder Präsidentenrede?
Kardinal Schönborn landet im Katastrophengebiet

Indonesien. Nach einem Bericht des ‘Österreichischen Rundfunks’ reist der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn (59), trotz der Katastrophe nach Indonesien. Er wird heute um 18.00 Uhr in der indonesischen Hauptstadt Jakarta landen. Die Reise auf Einladung des apostolischen Nuntius in Indonesien, Erzbischof Malcolm Ranjith (57), war seit längerem geplant. Kardinal Schönborn entschied gestern, die Reise nicht abzusagen. Er führe sie als Zeichen der Solidarität mit den leidenden Menschen durch.

Indische Bischofskonferenz zum Seebeben

Indien. Die indische Bischofskonferenz bezeichnete gestern das Seebeben als „furchtbare Tragödie“. Die Bischöfe drückten ihre Trauer aus. Die indische Kirche „ist äußerst betrübt und traurig über die schockierenden Nachrichten von dem gewaltigen Erdbeben und der daraus resultierenden Flutwelle, die am Sonntag Morgen über die Küstengebiete hereinbrach.“ Das schwerste Erdbeben seit 44 Jahren forderte am Sonntag nach jüngsten Angaben mehr als 40.000 Menschenleben. Besonders betroffen sind die Küstenregionen von Sri Lanka, Südindien, Indonesien und Thailand.

Indisches ‘Lourdes’ beklagt mehrere hundert tote Pilger

Indien. Bei dem Seebeben in Süd-Ost-Asien am vergangenen Sonntag starben 500 katholische Pilger im Marienheiligtum Velankanni. Das Heiligtum befindet sich südlich von Chennai, einer Stadt an der Ostküste Südindiens am Golf von Bengalen. „Ich habe nie eine vergleichbare Katastrophe gesehen“, kommentierte der zuständige Bischof Devadass Ambrose Mariadross (57) von Tanjore die Ereignisse. Fast 20 Millionen Pilger kommen jedes Jahr auf der Suche nach Heilung ihrer physischen Leiden zu Unserer Lieben Frau von Velankanni. Den 2000 Pilgern in der Kirche ist nichts geschehen. Die Wassermassen klatschten gegen die Wände der Basilika, doch das Mauerwerk konnte der Flutwelle standhalten. Im Wallfahrtsort werden fast 500 Tote beklagt, die sich zum Zeitpunkt der Flutwelle in der Nähe des Strandes oder vor der Basilika aufhielten.

Lebende Fremdsprache Latein

Deutschland. Vom 24. Juli bis zum 30. Juli 2005 wird in Deutschland wieder der katholische Freundeskreis für die Lateinische Sprache tagen. Er nennt sich in der Originalsprache: „Conventiculum amicitiae catholicae pro latinitate“. Das Treffen findet in der Nähe von Bonn statt. Es handelt sich bereits um das zweite Sommertreffen dieser Art. Der Austragungsort ist die Schule zur heiligen Theresa ad Montem Praeclarum (Schönenberg). Die Veranstaltung wird von Dominicus Viain präsidiert und von Dr. Henricus-Lotharius Barth geleitet. Prof. Waltherus Hoeres und andere werden vortragen. Geistlicher Leiter der Tagung ist Pater Bernardus Rulleau O.S.B. Interessenten können sich bei folgender Adresse anmelden: dominique.viain@wanadoo.fr.

Bischofshomilie oder Präsidentenrede?

USA. „Seit 2000 Jahren verkündet Weihnachten eine Botschaft der Hoffnung: Die geduldige Hoffnung von Männern und Frauen in allen Jahrhunderten, die auf die Worte der Propheten hörten und in freudiger Erwartung lebten. Die Hoffnung Mariens, die den Plan Gottes in großem Glauben annahm. Die Hoffnung der Weisen, die sich auf einen langen Weg machten, geführt einzig von der schwachen Verheißung der Sterne. Weihnachten erinnert uns, daß die größten Werke Gottes an den demütigsten Orten gefunden werden können. Es gibt uns Hoffnung, daß all die Liebe und Gaben dieses Lebens Zeichen und Symbole sind für eine weit größere Liebe und Gabe, die in der heiligen Nacht erschien.“ (George W. Bush, Weihnachten 2004)
4 Lesermeinungen:
Donnerstag, 30. Dezember 2004 13:36
Tom Pullings: Aktionismus
Ist die Landung des Kardinals im Katastrophengebiet Aktionismus? Sollte man nicht lieber den Dialog mit dem Tsunami suchen? Ich bin empört und verletzt von so einem Unbesonnenen.
Donnerstag, 30. Dezember 2004 09:22
Dolfus: @FioreGraz
Ja!
Donnerstag, 30. Dezember 2004 06:27
FioreGraz: Sarkasmus?
@Dolfuß

Hoffentlich war das nur Sarkasmus.
Dienstag, 28. Dezember 2004 11:02
Dolfus: St. George W.
Vielleicht hat ja George W. zuerst in seiner Privatkapelle bei seiner Ranch meditiert, und dann diese Worte zu Papier gebracht.
Oder er hat einen befreundeten Pastor oder Redenschreiber engagiert, je nachdem.
Aber wenn das George W. wirklich selbst geschrieben hat, dann muß ihm jemand geholfen haben (wenn man dies mit dem gewohnten rauhbeinigen Bush-O-Ton vergleicht) – vielleicht half ja Gott Selbst, Der ja manchmal auf Besuch im Weißen Haus und auf der Bush-Ranch weilen soll, wie man zuweilen munkelt. Oder vielleicht war auch wieder mal Jesus Christus bei Präsident Bush zu Besuch, einer seiner besten Freunde.
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