Kurienkardinal verstorben
Wer war Kardinal Pompedda?
Der verstorbene Kurienkardinal soll der Autor einer geheimnisvollen Schrift gewesen sein, die vor einem Jahr für Aufregung sorgte.
(kreuz.net) Am 19. Oktober veröffentlichte Maurizio Di Giacomo im italienischen Nachrichtendienst ‘Nuova Agenzia Radicale’ einen Nachruf auf Kardinal Francesco Pompedda.

Kardinal Pompedda war bis Mai 2004 Präfekt der ‘Signatura Apostolica’, des obersten vatikanischen Gerichtshofes.

Der 77jährige Kardinal starb am 18. Oktober an den Folgen eines Hirnschlags.

Er war ein bekannter Kirchenrechtler und gilt als Vater der neuen Rechtsbestimmungen für die Sedisvakanz und Papstwahl. Die neuen Normen wurden von Johannes Paul II. promulgiert und kamen bei der Wahl von Benedikt XVI. zum ersten Mal zur Anwendung.

Der verstorbene Kardinal war auch Kardinalprotektor des ‘Souveränen konstantinischen Militärordens des Heiligen Georg’.

Es handelt sich dabei um eine Rittervereinigung, die sich durch Werke der Nächstenliebe für die Verherrlichung des Kreuzes Christi, die Verbreitung des Glaubens und die Unterstützung der Kirche einsetzt.

Der Kardinalprotektor war dafür bekannt, auch ungewohnte Wege zu gehen.

Für die Präsentation einer Studie über den Konstantinischen Orden lud er den Journalisten Alceste Santini ein, der früher als Vatikanist bei der kommunistischen und antiklerikalen Tageszeitung ‘L’Unità’ gearbeitet hat.

Der Kardinal stand in der Vergangenheit auch im Zentrum einiger Gerüchte, die möglicherweise gezielt gestreut wurden.

Man dichtete ihm eine Liebesgeschichte mit einer sardischen Edelfrau, einer verheirateten Mutter von zwei Söhnen, an.

Der Kardinal hatte die Hochzeit der betreffenden Frau zelebriert.

Es wurde auch gemunkelt, daß Kardinal Pompedda der Autor des Tagebuches war, das über den Ablauf des letzten Konklaves berichtete und von einem Journalisten der zweiten italienischen Tagesschau, Lucio Brunelli, veröffentlicht wurde.

Kardinal Pompedda galt im privaten Leben als Liebhaber der guten Küche. Er war auch als guter Zuhörer bekannt.

Nachdem er von seinen kurialen Ämtern zurückgetreten war, exponierte er sich immer wieder in der Öffentlichkeit.

Dabei vertrat er vor Journalisten nicht selten Ansichten, die den Stellungnahmen des Präsidenten der Italienischen Bischofskonferenz, Camillo Kardinal Ruini, widersprachen.

Es ist wahrscheinlich, daß Renato Raffaele Kardinal Martino (73) den Verstorbenen als Kardinalprotektor des Konstantinischen Ordens ablösen wird.

Kardinal Martino ist Präsident des Päpstlichen Rates ‘Iustitia et Pax’ und des Päpstlichen Rates für die Pastoral für Migranten und Itineranten.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Rudolfus   17:37:06 | Samstag, 3. November 2007
„Lege mir jede beliebige Ehe vor, ich erkläre sie dir ungültig“
Die Kirchenbehörden mit ihren Formalitäten kann man zwar belügen, nicht aber Christus und die Kirche des Himmels, selbst wenn es ein korrupter Papst wie Alexander VI. wäre.
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#9   Spätmerker   16:51:24 | Freitag, 20. Oktober 2006
Former top canonist says divorce is not sinful
www.cardinalrating.com/…79__article_2958.htm
o^/ = >:) ???? ?:)
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#8   Karl Murx   16:46:28 | Freitag, 20. Oktober 2006
War es also dieser „Kardinal“, der zum Cefredakteur der KU gesagt hatte:
„Lege mir jede beliebige Ehe vor, ich erkläre sie dir ungültig“??????
Wenn ja, dann sollte man das Wirkungsfeld dieses Mannes tatsächlich einmal genauer unter die Lupe nehmen.
!:)
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#7   Gratianus   16:31:10 | Freitag, 20. Oktober 2006
Das Wichtigste vergessen!
Nun muss ich verschiedenen Kreuz.net Kritikern Recht geben. Die hier aufgeführte Berichterstattung über den Tod eines der grössten Kanonisten der letzten 50 Jahre ist doch wohl sehr blamabel. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass der Verstorbene vor seiner Ernennung zum Präfekten der Apostolischen Signatur langjähriger Dekan der Römischen Rota war. Während seiner Zeit als Richter und Dekan hat er sich in unzähligen Urteilen, welche die kirchliche Rechtsprechung beeinflussten, und in brillanten wissenschaftlichen Werken um eine genaue Auslegung des Ehe- und Prozessrechtes bzw. um deren Weiterentwicklung bemüht.
Er war desweiteren jahrelang oberster Kurat der Vereinigung katholischer Juristen.
Der scharfe Intellekt, sowie der Sinn für Gerechtigkeit des Kardinals werden der Kurie und dem Kirchenrecht fehlen!
Requiescat in pace.
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#6   Cato   13:14:32 | Freitag, 20. Oktober 2006
@bubogans
Sehr geehrter bubogans,
Informationen zum konstantinischen Orden finden Sie unter: …ww.constantinianorder.org/
@ Gotthard
Mit scheint der Orden nicht gerade ein Hort der Freimaurer zu sein. o.O
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#5   bubogans   12:39:31 | Freitag, 20. Oktober 2006
Souveräner konstantinischer Militärorden des Heiligen Georg
Wo gibt es genauere Informationen zu diesem Ritterorden, dessen Kardinalprotektor nun verstorben ist?
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#4   Gunsenum   11:59:36 | Freitag, 20. Oktober 2006
Ein Freund der guten Küche? Kochrezeptezeit!
zum andenken an unseren Küchenfreund – Kochrezept des Tages:
Gefüllte Weinblätter
150 ml Granatapfelessig
20 Weinblätter
250 g Naturreis
1 TL Salz
1 El Pfeffer
2 Frühlingszwiebeln
2 El Olivenöl
200 g Tomatenmark
1 El Paprika (gepulvert, edelsüß)
1/2 Bund Minze
1/2 Bund Zitronenmelisse
Zubereitung:
Weinblätter 5 Stunden lang in Granatapfelessig einlegen. Dann herausnehmen und in kochendem Wasser 10 Minuten im Topf lassen. Anschließend herausnehmen und auf bereitgestelltes Holzbrett (oder Küchentuch) ausbreiten (liegen lassen).
Reis kochen (in heißem Wasser mit dem Salz), anschließend Wasser abgießen und Reis in einem Sieb gut abtropfen lassen.
Olivenöl in Topf oder Pfanne und kleingehackte (muss man machen) Frühlingszwiebeln ca. 12 Minuten braten lassen. Jetzt das Tomatenmark mit in den Topf, durchmischen und klein gehackte Minze, Zitronenmelisse mit Pfeffer während des Erkaltens dazumischen. Jetzt noch das ganze mit dem Reis mischen.
Die Masse auf den Weinblättern mit Häufchen verteilen, die Seiten der Blätter einschlagen und Blätter zusammenrollen.
Noch nicht ganz fertig: Die gefüllten Weinblätter dicht aneinandergepresst in Topf mit (bisschen höher als die Weinblätter) Wasser geben und beschweren (z.B. mit umgedrehten Teller), dann ca. 35 Minuten garen lassen.
Tadaaaaaaaaaaaaaaaaa!
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#3   landorganist   11:56:37 | Freitag, 20. Oktober 2006
Ach ja…
er war mindestens Freimaurer, und wer weis was die kreuz-nattern sonst noch alles über den Verstorbenen auskübeln…V2-Kardinal z. B.
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#2   Gotthard   11:54:14 | Freitag, 20. Oktober 2006
Maurer
der Kardinal war doch bestimmt ein Fraumaurer …oder?
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#1   Protestant   11:25:17 | Freitag, 20. Oktober 2006
Hochinterressant!!!
Ein Kardinal ist also verstorben. Und dieser Kardinal war ein Freund der guten Küche, über den wahrscheinlich diverse Gerüchte ausgestreut wurden. Außerdem konnte er gut zuhören und hat dem Sprecher der ital. Bischofskonferenz ab und zu widersprochen und sich in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet (wie Sie sagen“exponiert“)!So so,einfach unglaublich! Der Mann ist tot!Man sollte ihn in Frieden ruhen lassen! Oder beabsichtig „kreuz.net“ mit seinen seltsamen Formulierungen, dass sich nunmehr die altbekannten Hetzer auf den Kardinal stürzen, um den Spekulationen und Gerüchten weitere Nahrung zu geben?
Ansonsten wüsste ich nicht, was dieser Artikel in dieser Länge und Ausführlichkeit bewirken sollte!
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