11:07:46 | Freitag, 20. Oktober 2006
Der verstorbene Kurienkardinal soll der Autor einer geheimnisvollen Schrift gewesen sein, die vor einem Jahr für Aufregung sorgte.
(kreuz.net) Am 19. Oktober veröffentlichte Maurizio Di Giacomo im italienischen Nachrichtendienst ‘Nuova
Agenzia Radicale’ einen Nachruf auf Kardinal Francesco Pompedda.
Kardinal Pompedda war bis Mai 2004 Präfekt
der ‘Signatura Apostolica’, des obersten vatikanischen Gerichtshofes.
Der 77jährige Kardinal starb am
18. Oktober an den Folgen eines Hirnschlags.
Er war ein bekannter Kirchenrechtler und gilt als Vater
der neuen Rechtsbestimmungen für die Sedisvakanz und Papstwahl. Die neuen Normen wurden von Johannes
Paul II. promulgiert und kamen bei der Wahl von Benedikt XVI. zum ersten Mal zur Anwendung.
Der verstorbene
Kardinal war auch Kardinalprotektor des ‘Souveränen konstantinischen Militärordens des Heiligen Georg’.
Es handelt sich dabei um eine Rittervereinigung, die sich durch Werke der Nächstenliebe für die Verherrlichung
des Kreuzes Christi, die Verbreitung des Glaubens und die Unterstützung der Kirche einsetzt.
Der Kardinalprotektor
war dafür bekannt, auch ungewohnte Wege zu gehen.
Für die Präsentation einer Studie über den Konstantinischen
Orden lud er den Journalisten Alceste Santini ein, der früher als Vatikanist bei der kommunistischen
und antiklerikalen Tageszeitung ‘L’Unità’ gearbeitet hat.
Der Kardinal stand in der Vergangenheit auch
im Zentrum einiger Gerüchte, die möglicherweise gezielt gestreut wurden.
Man dichtete ihm eine Liebesgeschichte
mit einer sardischen Edelfrau, einer verheirateten Mutter von zwei Söhnen, an.
Der Kardinal hatte die
Hochzeit der betreffenden Frau zelebriert.
Es wurde auch gemunkelt, daß Kardinal Pompedda der Autor
des Tagebuches war, das über den Ablauf des letzten Konklaves berichtete und von einem Journalisten der
zweiten italienischen Tagesschau, Lucio Brunelli,
veröffentlicht wurde.
Kardinal Pompedda galt im privaten
Leben als Liebhaber der guten Küche. Er war auch als guter Zuhörer bekannt.
Nachdem er von seinen kurialen
Ämtern zurückgetreten war, exponierte er sich immer wieder in der Öffentlichkeit.
Dabei vertrat er
vor Journalisten nicht selten Ansichten, die den Stellungnahmen des Präsidenten der Italienischen Bischofskonferenz,
Camillo Kardinal Ruini,
widersprachen.
Es ist wahrscheinlich, daß Renato Raffaele Kardinal Martino (73)
den Verstorbenen als Kardinalprotektor des Konstantinischen Ordens ablösen wird.
Kardinal Martino ist
Präsident des Päpstlichen Rates ‘Iustitia et Pax’ und des Päpstlichen Rates für die Pastoral für
Migranten und Itineranten.
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Rudolfus 17:37:06 | Samstag, 3. November 2007
#9
Spätmerker 16:51:24 | Freitag, 20. Oktober 2006
#8
Karl Murx 16:46:28 | Freitag, 20. Oktober 2006
#7
Gratianus 16:31:10 | Freitag, 20. Oktober 2006
#6
Cato 13:14:32 | Freitag, 20. Oktober 2006
#5
bubogans 12:39:31 | Freitag, 20. Oktober 2006
#4
Gunsenum 11:59:36 | Freitag, 20. Oktober 2006
#3
landorganist 11:56:37 | Freitag, 20. Oktober 2006
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Gotthard 11:54:14 | Freitag, 20. Oktober 2006
#1
Protestant 11:25:17 | Freitag, 20. Oktober 2006