Kinderschlachtung
Österreichischer Bundesrat spricht vom „Babycaust“
Mag. John Gudenus sieht im „Babycaust“ neben dem Holocaust die „größte Menschenvernichtung“.
(kreuz.net, Wien) Der freiheitliche Seniorensprecher Mag. John Gudenus fordert nach einem Bericht der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ den Ausbau der flankierenden Maßnahmen zur Fristenregelung.

„Österreich hat nicht zu viele Senioren, sondern zu wenig Kinder,“ stellte der österreichische Bundesrat fest. Er sieht den „Babycaust“ neben dem Holocaust als die „größte Menschenvernichtung“. Dies sei keine Verniedlichung des Holocaust. Gudenus betont, daß der Vergleich in Deutschland sogar vom Bundesgerichtshof als zulässig angesehen wurde.

Der österreichische Bundesrat stützt sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vor drei Jahren. Es billigte dem Lebensschützer Klaus Günter Annen den Slogan „Damals: Holocaust – heute: Babycaust“ in letzter Instanz zu. Der Bundesgerichtshof (BGH) mit Sitz in Karlsruhe ist das oberste Gericht der Bundesrepublik Deutschland.

Die Fristenregelung würde Gudenus dennoch beibehalten. Ihm gehe es darum, die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren. Es gelte, „alle Möglichkeiten ausschöpfen, den Müttern Mut zum Kind zu machen „. Er unterstreicht, daß Abtreibung keine Serviceleistung des Staates sei. Die Abtreibung sei weder sozial noch demokratisch.
      
17 Lesermeinungen
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#18   Dolfus   23:00:40 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@Tom
Ist auch nicht zum Seelenheil notwendig.
Politisch gesehen finde ich den Rückzug unseres liebgewonnen Österreichs aus dem Deutschtum jammerschade – das Deutsche Volk, das als Europas Volk der Mitte mit einer großen Sendung ausgestattet ist, die Piusbrüder haben da eine exzellente Betrachtung verfaßt, auch Erzherzog Otto nennt es das „Reichsvolk“ –, noch dazu ein Rückzug zugunsten des preußischen Emporkömmlings, der Deutsch als Fremdsprache gelernt hat, um es mal verkürzt zu sagen.
Auch hatte Österreich eine Sendung für die Kirche Jesu Christi, mitunter von St. Pius X. vor Kaiserin Zita gewürdigt, und den Einfall mit der isolationistischen „Insel der Seligen“ halte ich auch nicht Österreichs ursprünglicher Mission entsprechend, vielmehr erinnert mich das heutige Österreich an das einst erwählte Israel, das seiner Sendung untreu wurde.
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#17   Tom Pullings   15:32:13 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
Österreich
@Dolfus: Das trennt uns wirklich, da kommen wir auf keinen grünen Zweig. Ich bin Österreicher, für mich ist „ganz Deutschland“ keinesfalls Vaterland.
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#16   Dolfus   14:34:10 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@Tom P.
Ich bitte Dich! Diese alte Kollektivschuldbezichtigungen durch die Massenmedien … ich werde den Verdacht nicht los, daß genau jene, die dieser Propaganda aufsitzen, auch jene gewesen wären, die die NS-Propaganda am meisten geschluckt hätten. Übrigens läßt sich für diese These durchaus Indizien sammeln: 1. Die Prozentzahl der Leute, die diesen Quatsch glauben (in damaliger brauner als in heutiger roter Zeit) 2. Die Durchleuchtung der Karrieren der BRD-Größen (die „Sühnedeutschen“, um einen Otto von Habsburg-Ausdruck zu gebrauchen): eine beeindruckende Zahl von ihnen taten sich vor 1945 als besonders loyale National-Sozialisten hervor, um dann in BRD-Zeiten besonders israeltreu zu werden.
Vaterland: „Was ist des Deutschen Vaterland? Ist’s Preußenland? Vielleicht ist es das Österreich, an Ehren und an Siegen reich? Nein, nein, des Deutschen Vaterland muß größer sein! Das ganze Deutschland muß es sein.“
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#15   Tom Pullings   13:34:39 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
Vaterland? Verbrechen Weniger?
Zum Thema Vaterland fragt sich nur, welches Vaterland Mölzer & Co. lieben. Die Republik Österreich? Wohl kaum.
ad „Verbrechen Weniger“: Diese These, und das dürfte heute jeder wissen, ist schon längst widerlegt. Nazi-Ideologie und Methoden genossen die überwiegende Unterstützung der Bürger in Deutschland und im angeschlossenen Österreich. Keine soziale Schicht ist da auszunehmen. Ärzte, Soldaten, Juristen, „deutsche Arbeiter“, sie alle hielten mehrheitlich bis zum bitteren Ende zum „Führer“.
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#14   Dolfus   10:30:22 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@1+1=7
Man muß nur deutsche Texte aus den Jahren vor 1933-1945 vergleichen, also alle Epochen davor.
Das Vokabular dieser Zeit kann ja wohl kaum von Deutschlands Charlie Chaplin-Verschnitt und seinen Freunden stammen.
Auch ist es ja mal interessant, nicht-deutsche Texte Wort für Wort ins Deutsche zu übersetzen. Da muß der politisch Korrekte manchmal nach Alternativübersetzungen suchen, um sich nicht verdächtigen lassen zu müssen, zu Chaplins letzter Kolonie zu gehören.
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#13   1+1=7   10:17:12 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@Dolfus Natürlich,
stammt das Gute nicht aus der NS-Zeit und nicht von den Nazis. Aber, sie haben sich Begriffe und Inhalte auf die Fahnen geheftet die gut sind.
Wenn aber jetzt die Fahnen verbrannt werden, fällt das Gute auch dem Schnitter zum Ofer.
So ist etliches Brauchbares versaut worden und zwei Tätern zum Ofer gefallen.
Den Nazis, die in Summe mit all den Greueln nicht sehr berühmt geworden sind.
Und uns Nachkriegsschuldigen die angesichts der Verbrechen Weniger das Gute der Mehreren nicht aussprechen dürfen.
tu felix austia ora
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#11   Dolfus   10:03:28 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@1+1=7
Das Gute stammt doch gar nicht aus der NS-Zeit!
Man gewinnt aber durch die vielen Tabus, die die deutsche Kultur heute auf allen Gebieten durchziehen, den Eindruck, viele Errungenschaften wären dem Gutpunktkonto der Nazis hinzuzufügen.
Vaterlandsliebe, die deutschen Tugenden, gute Organisation etc., das soll auf die Nazis zurückgehen? Mitnichten! Sie haben es für ihre finsteren Zwecke mißbraucht.
Ebenso, wie das Weiße Haus die US-amerikanischen Tugenden für seine dunklen Pläne zweckentfremdet, „the greatest leader of the free world“, G.W.B., hat diese Strategie mit seinem Beraterstab beeindruckend perfektioniert. Er ist unserm GröFaZ wirklich sehr ähnlich, was viele nicht verwundert, schließlich hat Opa Bush ja auch die NSDAP mitfinanziert.
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#10   1+1=7   09:49:04 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@Tom @Dolfus
Es macht sich wieder „ich darf nichts sagen weils so ähnlich klingt wie …“ (NS-Schuldsyndrom) breit.
Die Summe dessen was in Deutschland, bzw Österreich während des NS-Regimes in Politik und Wirtschaft als gut und achtenswert angesehen kann, darf und soll jeder Christ und/oder politisch Denkende und Handelnde in sein Tun miteinfliessen lassen.
Prüft alles (sehr genau) und behaltet das Gute(auch wenn es nur wenig ist)
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#9   Dolfus   09:39:54 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
@Tom
Hallo Tom,
nein, ich möchte Deine konkreten Bedenken nicht ignorieren. Ich glaube nur, daß manche Deiner Bedenken nicht so „konkret“ sind, wie Du hier schreibst. Denn „Antiintellektualismus“, Sportlichkeit, Showtalent etc. sind ja keine Argumente an sich. Auch könnte man statt Heydrich auch jeden anderen x-beliebigen Politiker nennen: Vranitzkys Inszenierung als Banker (ein Bluffer), seine Hobbies Golf und Basketball (schon wieder Sport), oder Clintons Auftreten als sympathischer Kumpel von nebenan, seine Liebe zum Jazz und Saxophonspielen, die Weihnachtssketchfilme von US-Präsidenten etc.
Ich behaupte jetzt mal, daß George W. mehr Charakteristika des GröFaZ aufweist, als jeder andere deutsche Politiker. Analysieren Sie mal GWB’s Auftreten, Reden, Inszenierungen, politische Lügen, Intentionen … auch seine Bewunderung für das Britische Weltreich … richtig hitler-like …
Ansonsten kann ich keinerlei NS-Sympathien erkennen. Die Ehrung der Deutschen Soldaten ist auch theologisch gesehen eine Tugend, und selbst führende britische und französische, baltische Staatsmänner äußerten Ablehnung über die sonst zur Schau getragene Ablehnung der damaligen ehrenhaften Soldaten durch die offizielle Politik der deutschen Staaten.
Aber sag nur was Du denkst, das ist schon o.k. Ernstgemeinte konstruktive Kritik ist ja bekanntlich ein Freundschaftsdienst.
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#8   Tom Pullings   22:06:21 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
Strache?
Du kannst natürlich meine konkreten Argumente ignorieren und ins Generelle schweifen. Ich bleibe dabei, daß Konservative sich nicht mit Leuten verbünden sollen, die ein ungeklärtes Verhältnis zur Hitlerzeit haben.
Wenn Du von Strache sprichst, dann muß ich anfügen, daß mich dessen Selbstinszenierung fatal an Reinhard Heydrich erinnert. Treudeutsche Familienidylle mit der Werbung gemacht wird, Fechtkämpfe und Duellantentum, Antiintellektualismus und Konzentration auf physische Aktivität (Strache hat nur Sportarten als Hobbies anzugeben) sowie letztendlich weltanschauliche Beliebigkeit. Allein, H.C. mangelt es an der Intelligenz, Gerissenheit und Flexibilität seines (un?)bewußten Vorbildes. Nach der Wiener Landtagswahl ist er erledigt.
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#7   Dolfus   20:10:12 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
@Tom (Teil 2)
Wir könnten hier noch lange und detailliert disputieren. Es sind in vielem Ansichtsfragen. Nur meine persönliche Meinung: Leute, die den Ernst der Lage Österreichs, Deutschlands und Europas durchschaut haben, kann ich unter den etablierten österreichischen Parteien nur mehr in der FPÖ ausmachen, und das ist eigentlich ein Armutszeugnis, denn die gegenwärtige FPÖ ist vergleichbar mit der Kirche nach dem Eindringen des Konzilsgeistes.
Ebenso sehr, wie es damals Widerstandskämpfer gegen den unkatholischen Geist gab, gibt es in der heutigen FPÖ ähnliche Widerstandskämpfer. Diese gruppieren sich um das Trio Volksanwalt Ewald Stadler (ein wahrer Katholik) – EU-Parlamentarier Andreas Mölzer (dessen Publikation Du so zu unrecht verreißt, denn wer setzt sich heute noch für die deutschen Minderheiten ein – Berlin und Wien lassen sie seit langem im Regen stehen; also Mölzer ein wahrer Minderheitenanwalt) und Wiens FP-Chef Strache, den ich persönlich für den Politiker halte, den Haider nur zu sein vorgab, ohne es wirklich zu sein. Jörg Haider kann leider heute von keinem mehr – außer von den hartgesottenen Kärtner Fans – ernstgenommen werden. Er hat der österreichischen Politik gute Lektionen gegeben, aber leider hat er sich selbst demontiert, indem er sich als prinzipienuntreu entpuppte (der heutige Jörg Haider lehnt offiziell das deutsche Bekenntis Österreichs ab und möchte uns die Türkei in die EU holen – was unterscheidet ihn da noch von ÖVP/Grün/SPÖ?).
Ich glaube daher, es muß eine Allianz zwischen den treugebliebenen Katholiken und dem sog. „nationalen Lager“ geben. Diese Allianz zeigt sich daran, daß gerade in Mölzers „Zur Zeit“ viele gute Katholiken mitschreiben wie Bischofs Krenns Sprecher (ein 110%iges ÖVP-Mitglied, einer noch von der alten guten ÖVP-Partie) oder auch andere Bischof Krenn-Weggefährten, die eigentlich aus dem VP-Lager kommen. Aber die heutige ÖVP ist leider prinzipienloser als die desolate FPÖ, das ist meine Meinung: Die FPÖ kennt wenigstens Richtungskämpfe, die ÖVP nicht einmal das. Sie mag die letzte Wahl gewonnen haben, aber das kann sich bald wieder ändern. Denn: wozu gibt es eigentlich eine Partei wie die ÖVP ohne Parteilinie? Ich sehe dort nicht einmal mehr ein Potential, das das Abendland retten wollte, in der FPÖ zumindest ein Potential, wenn auch nicht ausgeschöpft, denn die VP-Lookalikes führen momentan die Rechtsliberalen, was ihnen sehr schaden wird, und das hat das Trio S-M-S richtig erkannt.
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#6   Dolfus   20:07:02 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
@Tom Pullings
O.k., das wären zumindest konkrete Einwände. Da kann man ja schon konkreter diskutieren.
Ich höre nur nicht gerne das, was man von 1986 an uns unaufhörlich weismachen wollte durch das Estabilshment – Medien, Lehrerschaft, Künstlerszene –, nämlich, die FPÖ sei die NSDAP-Neuauflage. Ich habe das lange Zeit in der Schule tatsächlich geglaubt, das gebe ich gerne zu, und ich dachte auch, für einen Christen käme nur die ÖVP in Frage.
Ansonsten vermute ich halt, daß Deine Ressentiments gegen den langjährigen FPÖ-Chef LH Haider, Mölzer, Stadler & Co eher auf persönlichen Gefühlen der Ablehnung des Bekenntnisses zum Deutschtum basieren.
Dafür habe ich als gelernter Österreicher vollstes Verständnis, denn den Nachkriegsösterreichern hat man die germanophobe Haltung praktisch mit der Muttermilch gegeben, einige wackere Südösterreicher ausgenommen. Außerdem sind unsere Schulbücher – besonders die Geschichtsbücher – nachweislich voll von fehlerhaften Darstellungen, Unterschlagungen und manipulierten Begriffen, gerade was die Geschichte Deutschlands betrifft. Es ist sehr ähnlich wie die Staatserziehung der DDR-Jungbürger, was man ja in den äußerst unterschiedlichen Ansichten zwischen den heutigen West- und Mitteldeutschen (die Ost-BRD-Bürger) bis heute nachvollziehen kann, auch im äußerst unterschiedlichen Wahlverhalten. Welcher West-BRD-Bürger würde schon die Post-Kommunisten wählen?
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#5   Tom Pullings   19:08:39 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
Nana, …
@Dolfus: Bitte nicht so scharf zur Sache gehen. Ich kann alles durchargumentieren.
Dafür, daß Langzeitparteichef Jörg H. ein ungeklärtes Verhältnis zum Nationalsozialismus hat, gibt es mannigfaltige Belege. Ich erinnere z.B. an den Auftritt bei der Kameradschaft IV (=Waffen-SS) in Krumpendorf.
Im Detail geht es hier um die verbliebenen Deutschnationalen um’s Ewalde und Mölzer. Wenn man deren Publikation „Zur Zeit“ liest, kommt man nicht umhin, selbiges festzustellen. Krause antisemitische Verschwörungstheorien im Blattinneren („Ostküste“), Berichte von Wehrsportübungen von Burschenschaftern sowie Überbetonung und Vereinnahmung deutscher Minderheiten im Ausland inklusive Instrumentalisierung deren Leids nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Man kann ohne unfair zu sein feststellen, daß die Gruppe um Mölzer mit Symphatien für die NS-Zeit zumindest spielt oder diese gar selbst bis zu einem gewissen Grad hegt.
Für Christlich-Konservative sind diese Leute denkbar ungeeignete Verbündete.
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#4   Dolfus   06:50:08 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
@TomPullings
Deine Anspielungen „blau = braun“ halte ich aber für eindeutig geschmacklos und für eine Demokratie unwürdig.
Das ist die typische Ausgrenzungsdiffamierungspolitik eines Franz Vranitzky und seiner Genossen.
SPÖ und ÖVP haben noch mehr um Ex-Nazis gebuhlt als daß die Freiheitlichen das jemals getan haben.
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#3   Dolfus   06:47:04 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
@TomPullings
Guter Einwand – besonders was Bundesratsmitglied Gudenus betrifft. Seine Ansicht über „Beibehaltung der Fristenlösung, aber mit flankierenden Maßnahmen“ halte ich für den grundfalschen Ansatz – ich habe nur positiv hervorgestrichen, daß ein liberaler Politiker immerhin inhaltlich das will, was ja auch die österreichischen Bischöfe mehrheitlich, wenn auch mehr durch saftlose Lippenbekenntnisse, fordern. Das ist doch schon mal eine Art „Fortschritt“ für Österreichs Politik, wenn man bedenkt, daß die Christdemokraten die Kanzlerpartei sind, und sich nicht einmal einen Augenblick für die Kippung dieses verfassungsfeindlichen Gesetzes einsetzen.
Prof. Waldstein hat auf kreuz.net sehr gut Einblick gegeben, wieso der Oberste Gerichtshof dieses Ostblock-Gesetz durchließ (in seiner Parteilichkeit vergleichbar mit dem US-Florida-Entscheid, der den unterlegenen Bush Jun. zum US-Präsidenten machte).
Besonders beeindruckend an Herrn Gudenus’ Wortmeldung finde ich dagegen – im Gegensatz zu seiner bischofstreuen zahnlosen Forderung – seine klaren Worte, die einen Tabubruch unter den kuschenden Christen darstellen. Es zeugt von einem anständigen Charakter, denn er weiß zu gut, daß er nun vom linken Mob als vogelfrei erklärt wird.
Wir müssen schon harte Worte machen – es geht um das Leben müssen wir Abgestumpfte uns stets ins Gedächtnis rufen! –, denn die Sozialisten beflegeln die eh schon kuschenden Christen auf perfide Weise. (Wer sich selbst zum Schani macht, braucht sich nicht wundern, wenn er rumgeschubst wird.)
Noch ein Wort zum brillianten Volksanwalt Ewald Stadler, der sich in der einfachen Bevölkerung quer durch alle Lager durch seine TV-Auftritte als eloquenter Bürgerrechtler größtes Ansehen erworben hat: Er ist gegenwärtig der einzige österreichische Politiker, der hunderprozent loyal hinter dem Papst und der Kirche Christi steht, und sich keinen Millimeter von katholischen Grundsätzen abbringen läßt. Wäre er Kanzler, bliebe kein Stein im sozialistischen Österreich auf dem anderen. Stadler ist jemand, der seinen Worten Taten folgen läßt, und keine Macht der Welt würde ihn von seinen Prinzipien abbringen. Außerdem ist er ein vorbildlicher Familienvater und Ehemann, der sogar gelegentlich seine Kinder wickelt.
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#2   Tom Pullings   20:44:46 | Dienstag, 28. Dezember 2004
Hmm…
Deine positive Beurteilung kann ich nicht teilen. Schließlich sagt Gudenus nichts anderes als zahlreiche linke Politiker. Das ist Applaus für den Lebensschutz aus der falschen, nämlich der blau-braunen, Ecke.
Auch für’s Stadler Ewaldle habe ich nichts übrig. Der gibt sich nur radikalkatholisch, weil die burschenschaftsnahen traditionellen Deutschnationalen Schichten für einen Einzug ins Parlament nicht mehr die Kopfstärke an der Urne zusammenbringen. Mit dem superkatholischen Geplappere vom Ewaldle sollen sehr betont katholische (und somit von der ÖVP enttäuschte) Wähler in eine Wählerkoalition mit den deutschnationalen Resten gelockt werden. Dort wären sie aber schlecht aufgehoben, wie die Fristenregelungs-Bejahung des Grafen Gudenus zeigt.
Zudem wird aus den kirchenpolitischen Ankündigungen vom Ewaldle regelmäßig nichts. Man erinnere sich an den Kirchenbeitragsboykottaufruf, weil Krenn zurückgetreten wurde. Alles warme, braune, Luft …
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#1   Dolfus   16:25:40 | Dienstag, 28. Dezember 2004
Zivilcourage
Es ist schon einmal mutig, daß ein freiheitlicher Palamentarier mutig genug ist, um Klartext zu reden. Hut ab darum vor einem Politiker mit echter Zivilcourage! Die angeblichen katholischen ÖVP-Politiker sind Kartoffelsäcke, wie der ehrenhafte Don Reto einen wunderbaren Begriff für solche Leute gefunden hat.
Beibehaltung der „Fristenlösung“ mit „flankierenden Maßnahmen“ halte ich dagegen für den prinzipiell falschen Weg, wobei man diesem österreichischen Rechtsliberalen zugute halten muß, daß er somit inhaltlich die Position der meisten österreichischen Bischöfe vertritt.
Schade übrigens, daß Ewald Stadler als FPÖ-Klubchef weggelobt wurde. Solche Freiheitliche scheinen die einzigen katholischen Politiker zu sein, die Österreich noch hat.
Schande über Österreich und seine „Christdemokraten“.
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