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Sonntag, 29. Oktober 2006 17:43
Können organische Moleküle „spontan“ entstehen?
Die Evolutionstheorie muß ständig beweisen, daß Dinge von selber entstanden sind, die gar nicht von selber entstehen können. Von Dr. med. Stephan Puls.
Schon Charles Darwin wußte, daß "die Annahme, daß das Auge mit all seinen unnachahmlichen Einrichtungen durch die natürliche Zuchtwahl entstanden sei, in höchstem Grade absurd" sei.
Schon Charles Darwin wußte, daß „die Annahme, daß das Auge mit all seinen unnachahmlichen Einrichtungen durch die natürliche Zuchtwahl entstanden sei, in höchstem Grade absurd“ sei.
(kreuz.net) Auf dem hypothetischen Weg vom Leblosen zum Leben wären chemisch vier Stationen zu durchlaufen.

Wenn nur einer dieser Schritte der Lebensentstehung chemisch nicht von selbst ablaufen kann, haben Lebewesen nicht „von selbst“ entstehen können.

Nehmen wir einmal an, daß die Bestandteile der Proteine und der DNS irgendwie „von selbst“ und in ausreichender Menge entstanden sind.

Vier Stationen auf einem hypothetischen Weg vom Leblosen zum Leben, die im Verlaufe einer "chemischen Evolution" - die der biologischen Evolution vorausgehen muß - notwendigerweise durchlaufen werden müßten: Sollte nur einer dieser Schritte auf natürlichem Weg, also aufgrund von Naturgesetzen unmöglich sein, könnten Lebewesen nicht "von selbst" entstehen.
Vier Stationen auf einem hypothetischen Weg vom Leblosen zum Leben, die im Verlaufe einer „chemischen Evolution“ – die der biologischen Evolution vorausgehen muß – notwendigerweise durchlaufen werden müßten: Sollte nur einer dieser Schritte auf natürlichem Weg, also aufgrund von Naturgesetzen unmöglich sein, könnten Lebewesen nicht „von selbst“ entstehen.
Dann hätten sich Aminosäuren in wässriger Lösung „von selbst“ zu längeren Ketten und kurzen Proteinen zusammenfügen müssen. Eiweiße bestehen aus langen, unverzweigten Ketten von Aminosäuren, die durch die sogenannte „Peptidbindung“ entstehen.

Verbindung zweier Aminosäuren unter Wasserabspaltung mit Ausbildung einer typischen Peptidbindung (farblich hervorgehoben). Das chemische Gleichgewicht dieser Reaktion liegt in wässeriger Lösung auf der Seite der einzelnen Aminosäuren (angedeutet durch die Pfeilgröße).
Verbindung zweier Aminosäuren unter Wasserabspaltung mit Ausbildung einer typischen Peptidbindung (farblich hervorgehoben).
Das chemische Gleichgewicht dieser Reaktion liegt in wässeriger Lösung auf der Seite der einzelnen Aminosäuren (angedeutet durch die Pfeilgröße).
Da die angenommene „Ursuppe“ der Urozeane definitionsgemäß größtenteils aus Wasser bestand, verläuft eine solche Reaktion allerdings nicht spontan. Vielmehr bewirkt der Wasserüberschuß, daß bestehende kurze Proteine wieder in Aminosäuren gespalten werden.

Darum sind die Peptidbindungen in heute bestehenden organischen Proteinen im Inneren gelegen und vor Wasser geschützt.

Weiterhin müßten die zu Eiweißen reagierenden Aminosäuren von vielen der anderen entstandenen organischen Stoffe getrennt werden.

Die Anwesenheit monofunktioneller Komponenten – also von Stoffen mit nur einem „reaktiven Ende“ statt zweien – verhindert nämlich die Ausbildung längerer Ketten, weil die überschüssigen monofunktionellen Moleküle die Enden der wenigen kurzen Kettenfragmente blockieren und so eine weitere Kettenverlängerung verunmöglichen.

Man kann sich das so veranschaulichen: In einer Menschenmenge reicht jeder seinen beiden Nachbarn jeweils eine Hand. Wenn sich in der Menge mehr einarmige als zweiarmige Menschen befinden, können die entstehenden Menschenketten nicht lang werden, weil immer wieder ein „Einarmiger“ die Kette abbrechen wird.

Dasselbe gilt für die „von selbst“-Entstehung langer Nukleinsäuremoleküle. Man erinnere sich, daß in den Ursuppe-Experimenten von Stanley Miller eine Vielzahl von Substanzen entsteht, von denen aber nur eine kleine Minderheit in heutigen Lebewesen vorkommt.

Zur sogenannten EvolutionZur sogenannten EvolutionKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 5 Bildern zu starten.

Die Veröffentlichung „Evolution Ein kritisches Lehrbuch“ – inzwischen in sechster Auflage erschienen – vertieft die hier gebrachten Argumente. Eine Rezension der fünften Auflage ist hier einsehbar.

© Bild: pixelquelle.de
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 24 Lesermeinungen:
Dienstag, 31. Oktober 2006 16:06
obelix †: Daniel Clement Dennett (b. March 28, 1942 in Boston, Massachusetts), is a prominent American
philosopher. Dennett’s research centers on philosophy of mind, philosophy of science and philosophy of biology, particularly as those fields relate to evolutionary biology and cognitive science.

OK Pünktchen; der Mann ist Philosph, beschäftigt sich, wie im Link zu SpOn angegeben mit Evolutionsbiologie und so ganz nebenbei mit einigen anderen Dingen, die oben aufgelistet sind, und von denen Sie noch nie gehört haben. Daher könne Sie’s ja auch nicht wissen.

Sie können es aber lernen (wenn Sie wollen und dazu fähig sind). Schlagen Sie einfach bei Wikipedia nach. Den Link zur englischen Ausgabe habe ich Ihnen schon gesetzt.

Viel Spass und das nächste mal bitte besser aufpassen, sonst muss ich Sie auch noch zum Legastheniker erklären und das wäre doch schade.
Dienstag, 31. Oktober 2006 10:25
Pünktchen: Dennett
ist weder Biologe, wie von obelix behauptet:

wenn es den Evolutionsbiologen, zusammen mit den Hirnforschern, gelingt nachzuweisen“…

noch „Naturphilosoph“, wie jetzt zuletzt behauptet!

Wie wäre es, wenn sich obelixchen erst mal informieren würde und dann postet?!?
Montag, 30. Oktober 2006 18:09
obelix †: Haben Philosophen, genauer gesagt Naturphilosophen, Denk- und Redeverbot
von den römisch-katholischen Kirchenbeamten erteilt bekommen?

Also früher war das ja so; wenn man da als Wissenschaftler oder Philosoph nicht gehorsam das dachte, was der Klerus befahl, lief man Gefahr, auf dem Scheiterhaufen verheizt zu werden.

Wollen Sie, Pünktchen, mit Ihrem Beitrag andeuten, dass Sie Dennett nicht mögen und am liebsten brennen sehen würden, oder sind Sie einfach der Meinung, dass Philosophengedanken keinen Platz in der Forschung, in unserem Wissen oder gar in der Kirche haben sollten?

Das würde den guten alten Aristoteles, der ja das philosophische Grundgerüst für unser „christliches Abendland“ gelegt hat, doch sehr betrüben. Meinen Sie nicht auch, Pünktchen?

Oder wollten Sie Dennett schlicht und einfach die wissenschaftliche oder gar geistige Qualifikation für seine Arbeit absprechen?

Es kommt ja immer wieder vor, dass Menschen, die nicht den blassesten Dunst von wissenschaftlicher Arbeit haben, sei sie jetzt Geistes- oder naturwissenschaftlich ausgerichtet, den Forschern jedwede Eignung zu ihrer Arbeit absprechen. Natürlich ist das Aufwachen aus dem schönen Traum dann um so bitterer, wenn der so abqualifizierte, seine Hypothesen belegt und zur allgemein anerkannten Theorie weiterentwickelt.

Aber gemach mit der Hysterie, Pünktchen. Die Forscher sind erst am Anfang die evolutionsbedingte Entwicklung der Religionen nachzuweisen. Vielleicht gelingt es ihnen nie, vielleicht nächstes Jahr, wer weiss.
Montag, 30. Oktober 2006 17:26
Pünktchen: Dennett ist kein Biologe, sondern Philosoph.
Was obelix ist, darüber möchte ich für heute !
Montag, 30. Oktober 2006 17:14
obelix †: Die Evolutionsbiologen sind dabei, Religion als Nebenprodukt der Evolution nachzuweisen!
bonifatius: @obelix: ein Extralangsamer an einen ultraschnellen Geistesblitzer:
Lieber Blumengießer a. D.: Evolutionsbiologen haben noch nie beschreiben und beweisen können, wie, und dass aus einem Huhn eine Schlange sich „entwickeln“ könnte…


Um gottes Willen, was für einen hanebüchenen Unsinn schreiben Sie da. Ich habe nicht die geringste Lust Ihre Pappkameraden einzeln zu zuerpflücken und Ihnen, nur weil Sie Legastheniker sind, The Origin Of Species von Darwin oder Das ist Evolution von Ernst Mayr vorzulesen. Wenn Sie sich die beiden Bücher vorlesen lassen, sollten sie hinterher Bescheid wissen, was Evolutionsbiologen nachweisen können und was sie gar nicht nachweisen wollen. Das neueste Buch von Dawkins The God Delusion schlage ich Ihnen erst gar nicht zum vorgelesen bekommen vor. Sie würden es höchstwahrscheinlich nicht begreifen können, bei Ihrem nicht vorhandenen Basiswissen.

Interessant könnte es auch für Sie werden, wenn es den Evolutionsbiologen, zusammen mit den Hirnforschern, gelingt nachzuweisen, dass Religion an sich (egal welche Religion selbstverständlich) ein Nebenprodukt der Evolution ist. Sie sind auf dem Weg dorthin, wie ein Überlegung von Dennett zeigt:

…man’s affinity for the supernatural is a byproduct of evolution. The philosopher Daniel Dennett, 64, of Tufts University in Medford, Massachusetts, speculates that evolution has programmed our brains in such a way that religious tales spread among human beings like successful biological species.
Montag, 30. Oktober 2006 16:46
Burgorus: @Desperatus: Kreationismus in der einen katholischen und den vielen evangelischen Kirchen
Der Kreationismus wird von vielen evangelikalen Christen vertreten. Dennoch gibt es ihn in der katholischen Kirche genauso. Dort ist er offizielle Lehre. Eine katholische Bibelkommission hat 1909 entschieden, dass es sich bei den in der Genesis beschriebenen Ereignissen um tatsächliche Geschehnisse handelt. Auch heißt es: Die Lehre der Abstammung der Menschen von einem Menschenpaar ist zwar nicht dogmatisiert, jedoch Voraussetzung für die dogmatisierte Lehre von der Erbsünde.

Die unterschiedliche Wahrnehmung des Kreationismus in beiden Konfessionen beruht auf der Struktur dieser Kirchen. Ein Katholik bekennt sich zur kath. Kirche, auch wenn sich noch so viele häretische Bischöfe und Profs in sie eingeschlichen haben, die der Evolutionslehre glauben. Wir konservativen Katholiken, die die katholische Lehre noch nicht den Hunden vorgeworfen haben, müssen diese Bischöfe dennoch als Amtsträger der einen Kirche Jesu achten. So tritt unser eigenes Profil weniger stark in den Vordergrund.

Die Protestanten dagegen sind in viele Gruppen zersplittert. Die offizielle Amtskirche huldigt ebenfalls der Evolutionslehre. Die bibeltreuen Gruppen können sich aber – im Gegensatz zu den Katholiken – völlig von ihr lösen und treten eigenständig und damit wirksamer auf.

Kurz: Fast alle vom evolutionsgläubigen Staat bezahlten Würdenträger (nicht Papst B.XVI.) sind Evolutionisten, egal ob evangelisch oder katatholisch, fast alle wirklich Gläubigen sind aber Kreationisten, egal ob ev. oder kath.
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