Mission
Eingeschlafener Missionseifer?
Es gibt in Europa inzwischen auch Türken, die zum Christentum übertreten – allerdings meist nicht zum Katholizismus.
(kreuz.net) In Mitteleuropa tritt mittlerweile eine meßbare und steigende Zahl von Türken zum Christentum über. Es handelt sich hauptsächlich um sogenannte Aleviten.

Zu diesem Phänomen äußerte sich Professor Dr. Rudolf Grulich, der an der Universität Gießen Mittlere und Neuere Kirchengeschichte lehrt, in einem Interview mit dem Hilfswerk ‘Kirche in Not’.

Er kenne derartige türkisch-christlichen Gemeinden in Wien und Berlin- so Professor Grulich:

„Ich bewundere auch die Aktivitäten von freikirchlichen Missionswerken, etwa der Mission für Südosteuropa.“

Diese nichtkatholischen Organisationen vertreiben Kalender mit Bibelzitaten in türkischer, kurdischer und anderen Sprachen.

Die meisten türkischen Konvertiten sind Aleviten.

Es handelt sich dabei nach Angaben von Professor Greulich sozusagen um die Protestanten des Islams. In der Türkei sollen sie zwischen einem Fünftel und einem Drittel in der Bevölkerung ausmachen.

Das wären mindestens vierzehn Millionen und bei einem Drittel entsprechend mehr. Es gibt keine genauen Unterlagen.

Die Aleviten kennen die Benachteiligung der Frau nicht. In den Gotteshäusern können also Frauen neben Männern sitzen, knien und beten.

Aleviten beten nicht in Moscheen, sondern in speziellen Gebetsräumen.

Außerdem nehmen sie es auch mit dem Alkoholverbot nicht so genau und trinken Wein. Sie gelten als tolerant und liberal, werden allerdings auch von radikalen Sunniten zum Teil bedroht und verfolgt.

Vor einigen Jahren ereignete sich im osttürkischen Ort Sivas ein Pogrom mit 38 toten Aleviten.

Es gebe auch Bevölkerungsgruppen, die im Lauf der türkischen Geschichte unter Druck zum Islam übertreten mußten. Bei diesen Menschen sei aber noch christliches Gedankengut vorhanden.

„Das hat sich gezeigt, als 1856 der Sultan Religionsfreiheit verkündet hatte. Damals sind ganze Dörfer, die offiziell zum Islam übergetreten waren, aber „Krypto-Christen“ geblieben sind, wieder zum Christentum zurückgekehrt.“

Diese christlichen Dörfer wurden 1923 umgesiedelt.

Ein neuer englisch-türkischer Reiseführer erwähnt in der Umgebung von Trabzon am Schwarzen Meer solche Dörfer und weist auf ihre Kirchen hin, die heute leer stehen.

„Im Hinterland von Trabzon gibt es sogar noch Griechen, die zum Islam konvertierten und bleiben konnten. Dort spricht man noch griechisch in den Moscheen“ – so Professor Grulich.
      
4 Lesermeinungen
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#4   wickerl   19:59:51 | Sonntag, 22. Oktober 2006
alle kommen in den Himmel
Mission ist seit dem II. Vaticanum unerwünscht, weil sie gegen das Dokument der „ Religionsfreiheit“ verstößt. Mike Krüger singt „ wir kommen alle, alle in den Himmel „ und das scheint man im Vatican auch so zu sehen. Allerdings muss man aus der Bibel das Gegenteil ableiten, Jesus sagt ja dass hartnäckiger Unglaube das Schlimmste ist und Sodam wird es am Jüngsten Gericht besser gehen als den hartnäckig Ungläubigen.
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#3   Kreuzfidel   01:05:48 | Sonntag, 22. Oktober 2006
Jerusalem
Europa schläft. Was will man von einer Kultur erwarten, die ihre eigenen Kinder der Bequemlichkeit „opfert“. Was haben wir denn zu bieten? Wir sind doch selber längst zu einen Missionsland geworden. Wenn wir wieder von Christus angezündet sind, werden wir ihn auch wieder weitergeben.
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#2   Dr. Christoph Heger   18:51:12 | Samstag, 21. Oktober 2006
Unsittlicher Antrag?
Man wundert sich: Da besteht zum ersten Mal die Gelegenheit, einer Millionenzahl von Muslimen das Evangelium unter den Bedingungen wirklicher Religionsfreiheit zu verkünden – und nichts ist von irgendwie organisierter Mohammedaner-Mission zu sehen (abgesehen von seiten der Evangelischen Allianz). Dabei stünden den Missionaren heute ganz neue Erkenntnisse über die Entstehung des Korans und des frühen Islams zur Verfügung, die einen „Dialog“ zu mehr machen würden als dem derzeitigen Austausch höflicher Bücklinge (mit viel taqîja, also Flunkerei).
Dabei ist es gar nicht wahr, was man dauernd liest, daß es sozusagen nie vorkäme, daß ein Muslim sich bekehrt. Die algerische Regierung hat kürzlich neue Gesetze erlassen, um die Bekehrungsbewegung in berberischen Gebieten zu stoppen.
Man hat den Eindruck, als sei der Missionsauftrag Christi der „Kirche des Konzils“ peinlich und ihre Verdenker meinten, Christus habe seinen Aposteln einen unsittlichen Antrag gemacht, als er sie aufforderte, die Völker zu lehren und zu taufen.
MfG
Christoph Heger
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#1   -=Richard=-   18:37:06 | Samstag, 21. Oktober 2006
Gut Für Sie
Sollte die Türkei eines Tages wieder Christlich werden, könnte sie dann der EU beitreten, nach meiner Meinung.
Eine Islamische Türkei allerdings nicht den der Islam ist eine faschistische Religion die von einem pädophilen Frauenschläger gegründet wurde. Da Deutschland eine urchristliche Nation ist, ist es unsere Pflicht die Christianisierung und Zivilisierung der Türkei voran zu treiben.
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