Die Kirche wird oft gemahnt, biblischer zu sein – allerdings nicht, wenn es um die Verteidigung des Scheidungsverbotes geht. Zusammengestellt von Michael K. Hageböck.
(kreuz.net) Das schöne lateinische Wort matrimonium – Ehe – bezeichnet die Ehe als Schutzeinrichtung
für Mutter und Kinder. Gott will, daß diese Institution monogam und unauflöslich sei.
Gebot der Unauflöslichkeit
Dtn 5,18 Du sollst nicht die Ehe brechen.
Gebot der Einheit
1 Kor 7,2 Wegen der Gefahr der Unzucht
soll aber jeder seine Frau haben und jede soll ihren Mann haben.
Trennung ist möglich – aber keine erneute
Heirat
1 Kor 7,10-11 Den Verheirateten gebiete nicht ich, sondern der Herr: Die Frau soll sich vom Mann
nicht trennen. Wenn sie sich aber trennt, bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich wieder mit dem
Mann. Der Mann darf die Frau nicht verstoßen.
Mt 5,31-32 Euch ist gesagt worden: Wer seine Frau aus
der Ehe entläßt, muß ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entläßt,
obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus. Und wer eine Frau heiratet, die aus
der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.
Mt 19,3-9 Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle
stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? Er
antwortete: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen
hat und daß er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden
und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden
hat, das darf der Mensch nicht trennen. Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Moses vorgeschrieben, daß
man der Frau eine Scheidungsurkunde geben muß, wenn man sich trennen will? Er antwortete: Nur weil ihr
so hartherzig seid, hat Moses euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht
so. Ich sage euch: Wer seine Frau entläßt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet,
der begeht Ehebruch.
Mk 10,2-12 Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus
der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen. Er antwortete ihnen: Was hat euch Moses vorgeschrieben?
Sie sagten: Moses hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlassen.
Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der
Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,
und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden
hat, das darf der Mensch nicht trennen. Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. Er antwortete
ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.
Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entläßt und einen anderen heiratet.
Lk 16,18 Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch. Auch wer eine
Frau heiratet, die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.
Röm 7,1-3 Wißt
ihr nicht, Brüder – ich rede doch zu Leuten, die das Gesetz kennen –, daß das Gesetz für einen Menschen
nur Geltung hat, solange er lebt? So ist die Ehefrau durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange
er am Leben ist. Wenn ihr Mann aber stirbt, ist sie frei von dem Gesetz, das die Frau an den Mann bindet.
Wenn sie darum zu Lebzeiten des Mannes einem anderen gehört, wird sie Ehebrecherin genannt. Ist aber
der Mann gestorben, dann ist sie frei vom Gesetz und wird nicht zur Ehebrecherin, wenn sie einem anderen
gehört.
Sir 7,26 Hast du eine Frau, so verstoße sie nicht und schenke dein Vertrauen keiner Geschiedenen.
Ehebruch beginnt bei anzüglichen Gedanken und Worten
Dtn 5,21 Du sollst nicht nach der Frau deines
Nächsten verlangen.
Mt 5,27 Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr
begangen.
Eph 5,3 Von Unzucht aber und Schamlosigkeit jeder Art oder von Habgier soll bei euch, wie es
sich für Heilige gehört, nicht einmal die Rede sein. Auch Sittenlosigkeit und albernes oder zweideutiges
Geschwätz schickt sich nicht für euch, sondern Dankbarkeit.
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Abraham, Sara(i) und Hagar An seinem Beispiel wird klar, daß er nicht nur Hagga, seiner Magd, beiwohnen
durfte, es wurde ihr und ihrem Sohn Ismael auch ein großes Volk vorausgesagt. Wieso „durfte“ er? Er tat
es einfach. Von einer Erlaubnis Gottes ist in der Genesis nicht die Rede. Wohl aber ist von dem Willen
Sara(i)s die Rede, die sich nachher sehr häßlich gegen ihre Magd und deren Sohn aufführte – der rechtens
von ihr als ihr Sohn hätte angesehen werden müssen. Aber auch diese Schändlichkeit führte Gott zu
einem guten Ende. MfG Christoph Heger
Abraham An seinem Beispiel wird klar, daß er nicht nur Hagga, seiner Magd, beiwohnen durfte, es wurde
ihr und ihrem Sohn Ismael auch ein großes Volk vorausgesagt.
Moses war nicht Gott. „Wenn ein Mann zwei Frauen hat…“ heißt es im 5. Buch Mosis 21.15. Offensichtlich
gestattete Gott im AT einem Mann mehr als eine Frau zu haben. Hat Gott später seine Meinung geändert?
Nein. Das Gesetz des Moses darf nicht mit dem (sittlichen) Gesetz Gottes gleichgesetzt werden. Das macht
Jesus Christus im Evangelium am Beispiel der vom Gesetz des Moses erlaubten, aber von Christus verworfenen
Möglichkeit des Ehemanns, seine Frau zu „entlassen“, klar. Er sagt, daß Moses das „wegen eurer Herzenshärte“
erlaubt habe, aber „am Anfang war es nicht so“. Auch in der Frage der Einehe ist Jesus Christus unmißverständlich.
Andernfalls wäre seine Lehre auch sittlich mangelhaft und sein Anspruch wäre dahin. MfG Christoph Heger
„Wenn ein Mann zwei Frauen hat…“ …heißt es im 5. Buch Mosis 21.15. Offensichtlich gestattete Gott
im AT einem Mann mehr als eine Frau zu haben. Hat Gott später seine Meinung geändert?
@ Navon Es gibt Fälle, wo eine katholische Ehe geschlossen wird, ohne, daß eine standesamtliche Trauung
vorausgegangen wäre. Wenn z.B. eine Witwe ihre Rente bei Wiederheirat verliert. Diese Ehe wird staatlicherseits
dann ignoriert.
christliches Eheverständnis Dem widerspreche ich nicht. Um nochmal auf das christliche Eheverständnis
zurückzukommen: Die Ehe soll doch die Liebe Gottes zur Kirche widerspiegeln, steht es doch so geschrieben:
Eph 5,25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben
hat und weiter Eph 5,32f Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche. Was
euch angeht, so liebe jeder von euch seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre den Mann. Hilf uns
lieber Gott, dass wir alle getreu nach Deinen Worten unser Leben ausrichten, um Deine Verheißungen zu
erlangen.
#39 Protestant 09:25:07 | Montag, 23. Oktober 2006
@die fidele Ja, das sind ja auch die Dinge, die ich meine! Die Ehe darf kein Schutzraum für körperliche
oder seelische Grausamkeiten sein-dazu gehört für mich auch die „Vergewaltigung in der Ehe“! Und solchen
Menschen steht Jesus eben ganz besonders nah-unabhängig von irgendeinem Versprechen!
klipp und klar, nicht schwafeln Jesus hat nicht gesagt, daß es meine Ehepflicht ist, mich von meinem
Mann verprügeln lassen zu müssen. Deshalb sagt uns hier schon die Vernunft, daß in solchen Fällen
eine Trennung möglich ist, ja sogar höchst angebracht.
#37 Protestant 09:05:48 | Montag, 23. Oktober 2006
@diefidele Guten Morgen, natürlich sollte die Regel sein, sich an Versprechen zu halten-wie im täglichen
Leben auch,da haben Sie vollkommen recht! Aber sind wir nicht alle fehlbar? Und ein Versprechen dass ich
unter ganz anderen Umständen abgebe (z.B. als Frau,als mein Mann mich und die Kinder noch nicht regelmäßig
verprügelt hat, oder zu einem Zeitpunkt, da einer der beiden Partner noch nicht fremdging, oder es zumindest
nicht bekannt war, jemand, der plötzlich die Kinder vernachlässigt,u.v.m.) Ich rede hier nicht von Lust-und
Laune-Trennungen (diese Leute haben wahrscheinlich eh nicht viel mit Gott und der Kirche am Hut! und glauben
Sie nicht auch, dass Jesus Christus gerade am allermeisten Verständniss für die hat, die einfach nicht
mehr können, die in ihrer Beziehung/Ehe zugrundegehen, obwohl diese Menschen Gott versprochen haben,
zusammenzubleiben! Denken Sie, das Gott so engstirnig ist und das zahlreiche Leid von Menschen nicht sieht?
Aber Gott vergibt!Wenn er denjenigen vergibt, die vielleicht in der Ehe fürchterliches Unrecht getan
haben, um wieviel mehr wird Gott dann demjenigen vergeben, der genau aus diesem Grund sein Versprechen
nicht mehr einhalten kann? Und den weist er garantiert nicht von seinem Tisch!
Man kann Drumrumreden, oder klipp und klar reden! Guten Morgen lieber Protestant! Sie reden vom Eheversprechen
„bis der Tod euch scheidet“ und dann sprechen Sie davon, möglicherweise mit einem neuen Partner in der
gleichen Weise versuchen, ihr Versprechen Gott gegenüber einzulösen. Was glauben Sie, wie oft kann denn
ein Mensch einem anderen dieses Eheversprechen abgeben, ohne das vorhergehende Eheversprechen zu brechen?
Denn Sie kennen ja das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“ Hat Jesus selbst gesagt, btw. Sehen Sie, da
hilft kein Drumherumgerede!
#35 Protestant 08:25:31 | Montag, 23. Oktober 2006
@navon @gelasius Auch ich bin kirchlich verheiratet (ökumenisch, mit einem röm.-kath. und einem evang.
Geistlichen).Auch ich habe-wie meine Frau- das Eheversprechen „bis der Tod euch scheidet“ abgegeben und
wir beide haben auch vor, dieses Versprechen zu halten. Ob dies klappt, man wird sehen-wenn jedoch die
Mentalität stimmt(nicht beim kleinsten Krach, die Flinte ins Korn werfen), dann stehen die Chancen gut.
Klappt es im Endeffekt doch nicht (und es mag durchaus Gründe geben), dann wird uns Gott sicherlich nicht
verstoßen und von seinem Tisch weisen! Und ganz bestimmt nicht diejenigen, die glauben möglicherweise
mit einem neuen Partner in der gleichen Weise versuchen, ihr Versprechen Gott gegenüber einzulösen.
Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Geschiedener(oder sogar ein geschiedener Wiederverheirateter),
der den Glauben an Jesus Christus eben nicht verloren hat, vom Tisch des Herrn ausgeschlossen ist. Dies
ist nicht meine Affassung vom „Strafgericht“ Gottes. Und es ist in der Tat so, dass ich natürlich auch
ohne kirchlichen Segen gültig verheiratet sein kann-andersrum aber nicht! Und das ist auch gut so- der
Glaube ist schließlich etwas wunderbares-aber freiwilliges- und ich freue mich über jeden, der den Segen
Gottes hierfür erbittet, ohne diejenigen zu kritisieren oder auszugrenzen, dies (noch) nicht möchten.
@ gelasius Das Du geschichtliche Erkentnisse, die durchaus weiter zurückreichen als die Zeitabschnitte
Deiner Religion, ignorierst, sei Dir unbenommen, änder aber nichts dran, dass es sie gibt. Natürlich
kann die kath. Kirche definieren, was eine kath. Ehe ist und wie die „abzulaufen“ hat. Tut sie ja auch.
Nur ist die kath. Ehe als Rechtsform nicht existent. Wenn sich 2 Menschen entschließen, kath. zu heiraten,
aber nicht auf dem Standesamt, dann sind sie NICHT verheiratet. Umgekehrt kann man verheiratet sein, ohne
kirchlich geheiratet zu haben. Für den rechtlichen Status „Ehe“ ist die kath. Kirche und deren Vorstellungen
schlicht irrelevant. Und da die Kirche nunmal keinen Herrschaftsanspruch (im Sinne von gesetzgebenden
Anspruch) hat, haben sich ihre Riten den Gesetzen unterzuordnen. N. Für Nichtkatholiken sowieso.
#33 Protestant 07:13:37 | Montag, 23. Oktober 2006
Morgengruß Guten Morgen, habe mich am Wochenende etwas rar gemacht…hatte einfach keine Zeit, da ich
Familie und Kinder habe---dafür bin ich heute wieder da… 1. All Morgen ist ganz frisch und neu des
Herren Gnad und große Treu; sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag. 2. O Gott,
du schöner Morgenstern, gib uns, was wir von dir begehrn: Zünd deine Lichter in uns an, laß uns an
Gnad kein Mangel han. 3. Treib aus, o Licht, all Finsternis, behüt uns, Herr, vor Ärgernis, vor Blindheit
und vor aller Schand und reich uns Tag und Nacht dein Hand, 4. zu wandeln als am lichten Tag, damit, was
immer sich zutrag, wir stehn im Glauben bis ans End und bleiben von dir ungetrennt So ist das. Und jetzt
einen schönen Tag und eine noch schönere Woche!
navon-nicht zwei sondern eins Daß es die Ehe schon seit Olims Zeiten gibt,daß die alten Hochkulturen
die verschiedenartigsten Ehegesetzgebungen hatten, ist eine Binsenweisheit. Ob die Kirche für alle Ehen
Verbindliches sagen kann, darüber kann man streiten.Unbestritten ist aber, daß die Kirche definieren
kann, was eine katholische Ehe ist, was das Sakrament der Ehe beinhaltet,unter welchem Recht diese Ehe
steht und wie dieses Recht anzuwenden ist. Und daran können Sie nicht das Geringste ändern. Da geben
auch Neanderthaler-ehen nichts her.
Navon @apex konnte bisher noch keine Argumente bringen – Sie müssen verstehen, da ist halt einer gezwungen,
in tiefere Schublade zu greifen, sonst könnte er sich hier nicht zu Wort melden.
@ apex Nun ich gehe in der Tat davon aus, dass Deine Kenntnisse zu meiner Person gegen Null gehen. Aber
Du kannst mich gerne vom Gegenteil überzeugen und hier Dein Wissen zu meiner Person kundtun. Bin ja echt
gespannt! N. P.S.: Was hat es mit „Blender“ zu tun, wenn man eine andere Meinung hat als Du? Du kennst
sicher die Bedeutung von „Argumentation ad hominem“, oder?
@ apex: Da Du nur auf mich als Person eingehst (und damit mangels Kenntnis falsch liegst), gehe ich davon
aus, dass Du mir inhaltlich zustimmst, danke! @ Christian: Wie Du von einem Recht auf Ehe auf eine Pflicht
kommst, weißt Du wahrscheinlich selber nicht. Vielleicht solltest Du mal den Unterschied zwischen Recht
und Pflicht nachlesen! Das unser Gesellschaftssystem Deine Vorstellungen nicht möglich macht und ich
eine Diktatur, die mich meiner Freiheit berauben und mich zu Deinem Gedankenspiel verpflichten will, bekämpfen
werde, habe ich kein Problem mit dem bisherigen System. Ich bin mit unserem bisherigen Gesellschaftssystem
weitgehend zufrieden, was nicht heißt, dass ich jede Änderung, die es vielleicht durchmacht, gutheiße.
Vielleicht verstehst Du mich ja doch… N.
@ Navon Die Kirche hat also kein Recht, sich als Bestimmer der Regeln, was eine Ehe ist, was nicht und
ob sie geschieden werden darf, aufzuspielen. Der Einzige, der sich hier aufspielt, bist du, weil du die
Heiligkeit der Moral- und Sakramentenlehre der Kirche nicht ertragen kannst. Entsorge deinen weltlichen
gottlosen Schwachsinn wo anders.
@ Isistochter und Navon @ Isistochter Wie schon der weise Dalai Lama sagte: „Der Sinn unserer Existenz
ist Glücklichsein“. Schön, aber nicht auf Kosten anderer – nicht auf Kosten der Nachkommen und nicht
auf Kosten derer, denen man sich -wie sagte ein frz. Schriftsteller doch so schön- „vertraut gemacht
hat“. Also lesen Sie ihren Dalai Lama in Zukunft mal genau!!!! @ Navon Sie Staatsgläubiger! Passen sie
bloß auf, dass der Staat Ihnen nicht eines Tages vorschreibt, sechsmal im Leben verheiratet sein zu müssen,
um keine Abschläge bei der Rente hinzunehmen. Begründen ließe sich SELBST SO eine QUATSCHbestimmung
(und per Mehrheitsbeschluss auch für alle verbindlich durchsetzen). Mein Rat an Sie: Legen Sie unbedingt
Ihren dümmlichen Staatsglauben ab. Der ist echt rückständig und unaufgeklärt.
Gedanken zur Ehe Zu allererst mal ist die Ehe keine originär christliche Erfindung, die gab es lange
vor den Christen, sogar vor den Israeliten und sogar schon an Orten der Welt, die noch nie von diesen
Religionen gehört haben. Die Kirche hat also kein Recht, sich als Bestimmer der Regeln, was eine Ehe
ist, was nicht und ob sie geschieden werden darf, aufzuspielen. Sie kann allenfalls ihre Gläubigen aufrufen,
sich nicht scheiden zu lassen, ob diese sich dran halten, sei dahingestellt. Die die Nichtkatholiken,
was sowohl in Deutschland, wie auch in der Welt die Mehrheit der Menschen sind, sind die Aussagen und
Vorschriften der kath. Kirche erstmal irrelevant. Und das wichtigste wird natürlich übersehen, die Ehe
ist ein Status, welcher der Staat verleiht, kein Kirchenverein! Die Kirche mag ne nette Zeremonie für
die Leute liefern, die sich das für ihren Ehestart wünschen, aber damit erschöpft es sich auch schon.
Bindend sind nur die gesetzlichen Regeln für die Ehe, welche im staatlichen Eherecht ihre Legitimation
finden. Wünsche der Kirche, wie sich die Eheleute verhalten sollen, sind eben nur Wünsche, die keinerlei
bindende Wirkung haben, weder auf Kirchenmitglieder, noch auf Nichtkatholiken. N.
Scheidungsverbot und ähnlich gelagerter Quatsch! Ihr könnte in Euren Beiträgen noch so viel fromme
Bibelverschen zitieren, wie Ihr wollt! Fakt ist: Kein normal denkender Mensch macht sich absichtlich unglücklich.
Wenn jemand aus einer unglücklichen Ehe ausbricht, sich neu verliebt und neu heiratet, dann ist daran
nicht das Geringste auszusetzen. Wie schon der weise Dalai Lama sagte: „Der Sinn unserer Existenz ist
Glücklichsein“ Legt doch endlich mal eure alten, vermoderten Zwangsvorstellungen ab! Das nimmt echt langsam
krankhafte Formen an!
@ Stimme aus Wien Die systematisch aufgeschlüsselte Lösung brachte hier aber der Möchtgern-Kathole.
Die war aber nicht unbedingt moralisch, sondern beschreibt das gängige Kirchenrecht. Falls dem Mann also
nicht nachgewiesen werden kann, dass Kinderwunsch schon bei Eheschließung definitiv ausgeschlossen war,
bedeutet das in der Tat, wie Sie und ich referiert haben, >>als „Single“ weiterleben oder sich wieder
zusammenfinden<<. Aber sind wir doch mal realistisch: Wer schließt DAS beim Eingehen einer Ehe definitiv
aus? Die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft eine Singleexistenz führen zu müssen, um nicht dem kanonischen
Recht zu widersprechen, ist also bei beiden ziemlich hoch. Bestraft wird im Grunde also eher die Frau!
Was bleibt, ist der Versuch, wieder zusammenzukommen – aber wir alle wissen, wie schwierig das bei einer
zerrütteten Partnerschaft ist. Hier zeigen sich m. E. ganz klar die Grenzen unseres glorreichen Kirchenrechts
auf!
Gotthard Ich muss mich der Feststellung von @Christian Hüller anschließen. Vom Standpunkt der kath.
Kirchenrechts muss man sagen: Pech für den Mann. ‘Ist eben eine Dumpfbacke Ihr Beispiel zeigt aber ganz
genau die Grenzen der Regelung der kath. Kirche: 1. Die Ehe ist ein Sakramen, dennsie veranschlaulicht
die Liebe Gottes zu den Menschen – auf welcher Weise eine so gescheiterte Ehe dies wiederspiegeln kann,
ist mir schleierhaft. 2. Für die beiede Geschiedene ist eine neue Partnerschaft unmöglich – vom Sex
nicht zu reden – hier ist die Verpflichtung zum Zölibat als eine Strafe zu verstehen, bei den Klerikern
ist beruht diese Verpflichtung auf der Gnade Gottes, sie haben nämlich das Charisma, ehelos zu leben.
Hier müsste man entweder sagen, jeder kann ehelos leben – dann wäre das Charisma weg – oder man behält
das Charisma – dann müsste man aber eine zweite Ehe zulassen. Übrigens: es könnte sein – ich schließe
darauf aus der dummen Antwort des Mannes – dass in ihm eine Berufung zum Priestertum verloren ging, denn
so eine dumme Antwort ohne „Rücksicht auf Verluste“ wird bei den Piusbrüdern als Aufrichtigkeit. Kirchentreue
und Geradlicnigkeit sehr hoch geschätzt.
@Gotthard: aus trockener Moral-Sicht … … versuch’ ich mal eine Interpretation: Ehe war dem Anschein
nach gültig und wurde vollzogen, die Ehe ist unauflöslich. Also als „Single“ weiterleben oder sich wieder
zusammenfinden. Ausnahme: Falls der Kommentar des Ehemannes zum Kindersegen tatsächlich seine Meinung
zum Zeitpunkt der Eheschließung widergibt (Prüfung muss durch kirchliches Ehegericht erfolgen) und er
tatsächlich keine Kinder wollte, dann gilt jedoch: * Ehe kam nicht zustande * Aus seiner Sicht war die
Eheschließung sakrilegisch und muss gebeichtet werden * Die Frau (wenn sie kath. Standpunkt vertreten
hat) wurde betrogen. Sie darf sich einen anderen Mann suchen. * Der Mann darf sich auch eine neue Frau
suchen, wenn er seine Meinung ändert. * Natürlich dürfen die beiden auch eine Ehe eingegehen, wenn
er seine Meinung ändert. Insgesamt haben eine Abweichung von der göttlichen Linie viel Leid, Tod, und
Bitterkeit heraufbeschworen. SEIN Kreuz ist eben doch leichter.
@ Gotthard Mein Rat: Pech für den Mann. ‘Ist eben eine Dumpfbacke. Nächstes mal nicht so dumm daherreden.
Für’s Nächste ist nun erst mal Schluss mit Beischlaf. – er muss sich jetzt wohl sehr gut halten mit
der Frau, wenn’s noch einmal etwas werden soll. Im Übrigen scheint „ihr Mann“ eine sehr verkürzte Auffasung
von der Sexualität zu haben, nicht sehr katholisch jedenfalls, diese Auffassung.
Ausweg? Kurz nach der Eheschließung wird die Frau schwanger … und erleidet in der 5 Woche eine Fehlgeburt.
Der Ehemann reagiert darauf mit „wir haben sowieso nicht genug Geld für ein Kind“. In der Folge dieses
traumatischen Erlebnisses und dieser – wohl tröstlich gemeinten Einlassung des Ehemannes – zieht sich
die Frau emotional und körperlich immer mehr zurück. Eine Scheidung ist das Ergebnis … Ich bitte um
Ratschläge für die Zukunft…
@ Sirilo Ein wesentlicher Unterschied zur causa Katharina scheint mir im Falle der Eleonora schon darin
zu bestehen, dass diese gegen die Annulierung ihrer Ehe nichts ernsthaft einzuwenden hatte – hatte sie
ihren Gatten im Zusammenhang mit der Annulierung doch u. A. als „Mönch“ bezeichnet- , was bei Katharina
sicher nicht der Fall war. Nichtvollzug der Ehe kann ein Grund sein, diese für nichtig zu erklären,
wenngleich hier offiziell auf angebliche Blutsverwandtschaft abgestellt wurde. Wie dem auch sei: Gerade
wenn diese Annulierung hier unter fadenscheinigen Gesichtspunkten gewährt worden sein sollte, kann sie
NICHT der Maßstab sein, an dem das Annulierungsanliegen des unzüchtigen Despoten zu messen ist.
#13 wolfgang e. 22:44:54 | Samstag, 21. Oktober 2006
Caroline von Monaco ist wohl ein sehr schlechtes Beispiel. Immerhin hat die Anullierung bei ihr 12 Jahre
gebraucht. Bei den meisten weniger prominenten Anullierungen ging das doch schneller. Offenbahr wurde
ihr gerade wegen ihrer Prominenz von Seiten der Kirche mehr Widerstand geleistet als all den anderen unprominenten
Anullierungsfällen, obwohl die Nichtigkeit ihrer ersten „Ehe“ doch recht deutlich war.
@Christian Hüller Nochmal: Es geht mir nicht um die tragische Ehegeschichte der Katherina von Aragon
(für die ich volle Sympathie empfinde), sondern um das zweierlei Maß, das die Kirche in Sachen Ehe anlegt.
Beispiele: Eleonora von Aquitanien, Caroline von Monaco…
@ Sirilo Das weiß ich nicht – wir sollten uns darüber auch nicht in Spekulationen ergehen. Aber lassen
Sie mich an dieser Stelle die wirklich ergreifenden Abschiedsworte von Katharina von Aragon an ihren unzüchtigen,
spielsüchtigen Gatten wiedergeben: >> Mein teuerster Herr, König und Gemahl, da die Stunde meines Todes
naht, kann ich, aus Liebe, die ich für Euch empfinde, nicht anders, als Euch bitten, an das Heil Eurer
Seele zu denken, welchem Ihr vor allen weltlichen Dingen und den Dingen des Fleisches den Vorzug geben
solltet, um derentwillen Ihr mich in manches Ungemach und Ihr Euch selbst in viele Verdrießlichkeiten
gestürzt habt. Doch ich vergebe Euch alles und bitte Gott, das gleiche zu tun. Im Übrigen empfehle ich
euch Maria, unsere Tochter, und bitte Euch, ihr ein guter Vater sein zu wollen, wie ich es immer gewünscht
habe …<< Hier zeigt sich edelster Großmut gegenüber einem tyrannischen Despoten. Es ist eine Schande,
auf was die anglikanische Staatskirche gegründet ist – auf Unzucht gepaart mit zügelloser Dreistigkeit.
Die kath. Kirche sollte sich indessen überlegen, Katharina von Aragon offiziell in die Reihe der Seligen
aufzunehmen, falls das noch nicht geschehen ist.
@Christian Hüller In Ihrer Beurteilung des Charakters von Heinrich VIII. gehe ich durchaus mit Ihnen
konform; aber das ist nicht der Punkt, um den es mir in meinem Beitrag ging. Wäre Heinrich in 1. Ehe
mit Anne Boleyn verheiratet gewesen und hätte dann Katharina von Aragon heiraten wollen, dann wäre der
Papst sicher kooperationsbereiter gewesen. (Siehe die Trennung der Ehe von Eleonora von Aquitanien mit
Ludwig VII. von Frankreich. Dazu haben Sie sich übrigens nicht geäußert.) Daß die Kirche in Ehesachen
mit zweierlei Maß mißt, hat auch der Fall der Caroline von Monaco bewiesen. Deren 1. Ehe, die 1980 zivilrechtlich
geschieden wurde, hat Johannes Paul II. auf Druck ihres fürstlichen Vaters 1992 „annulliert“, als Caroline
aus ihrer zweiten Ehe schon drei Kinder hatte. (Übrigens, wenn man Bibelstellen über die Ehe auflistet,
dann sollte man die Patriarchen nicht vergessen, die das Privileg mehrerer Bettgenossinnen hatten, z.B.
Abraham 2, Jakob 4…)
@ Sirilo; Stimme aus Wien @ Sirilo >>Und eben deshalb (weil Katharina spanische Prinzessin war) konnte
der König sich ihrer nicht so einfach entledigen, wie er es mit Anne Boleyn und Catherine Howard getan
hat – durch Hinrichtung.<< Mit Letzteren hatte der DESPOT auch keine gültige Ehe geschlossen. Ich darf
darauf verweisen, dass ich mir bei wenigen Leuten in meinem moralischen Urteil so sicher bin wie bei Heinrich
VIII: dieser Frauenschänder war nichts anderes als ein ZYNISCHER, UNZÜCHTIGER und MACHTGEILER APOSTAT.
Die kath. Kirche in England sollte eine Messe feiern, um die Höllenqualen seiner Seele zu erleichtern –
denn in der Hölle dürfte er gelandet sein, der ERZSCHISMATIKER. @ Stimme aus Wien …was mal wieder
beweisen würde, dass mir Schubladendenken ziemlich Schnuppe ist.
@ Stimme aus Wien Es wundert mich, wieso in der Zusammenstellung kein Wort vom Privilegium Paulinum und
Petrinum steht, wo eine gültig geschlossene Ehe aufgelöst wird. Gehören sie nicht zur Lehre der Kirche?
Die Kirche hat nicht die Aufgabe Möglichkeiten zu finden oder zu schaffen, mit denen man die Gebote Gottes
und das Evangelium Christi umgehen kann, sie hat die Pflicht in erster Linie den Menschen das klarzulegen,
was dem Willen Gottes entspringt – und darum geht es in der Glaubensverkündigung der Kirche und hier
in diesem Artikel.
Nicht konsequent Die Kirche ist nicht immer so konsequent bei der Verteidigung der Unauflöslichkeit der
Ehe. Im Mittelalter wurden oft Ehen von Adeligen geschieden. Ein berühmtes Beispiel: Nach fünfzehnjähriger
Ehe und Geburt einer Tochter wurde Eleonore von Aquitanien vom französischen König Ludwig VII. geschieden
und durfte zwei Monate später in der Kathedrale von Poitiers den späteren König Heinrich II. von England
heiraten. Im Falle Heinrichs VIII. widersetzte sich der Papst einer Auflösung der Ehe vor allem, weil
Katharina von Aragon die Tochter des spanischen Königspaars war. Eine Trennung der Ehe hätte dem Papst
politische Schwierigkeiten mit Spanien eingebracht. Und eben deshalb (weil Katharina spanische Prinzessin
war) konnte der König sich ihrer nicht so einfach entledigen, wie er es mit Anne Boleyn und Catherine
Howard getan hat – durch Hinrichtung.
Christian Hüller m. E. ist in diesem Zusammenhang zu viel Entscheidungsvollmacht beim Papst konzentriert,
was man vielleicht einmal überdenken müsste… Liebe Grüße von Pater Lingen und den restlichen Sedivakant-lern …
Interessant Interessant. Ich habe jetzt leider nicht die Zeit, mich mit dem „Privilegium Paulinum“ oder
„Petrinum“ zu beschäftigen, aber m. E. ist in diesem Zusammenhang zu viel Entscheidungsvollmacht beim
Papst konzentriert, was man vielleicht einmal überdenken müsste…
Privilegium Die Ehe, die zwei Ungetaufte eingegangen sind, wird kraft des Paulinischen Privilegs (cann.
1143-1147; 1150 CIC) zugunsten des Glaubens jenes Teiles, der die Taufe empfangen hat, dadurch gelöst,
dass von diesem eine neue Ehe geschlossen wird, sofern der nicht getaufte Partner ihn verlassen hat. Das
gilt, wenn der nichtgetaufte Partner mit dem Getauften nicht mehr weiter oder nicht ohne Verunehrung des
Schöpfers zusammenleben will, es sei denn, der getaufte Teil hätte nach Empfang der Taufe seinem Gatten
einen gerechten Grund für das Fortgehen gegeben. Zitat: www.bistum-eichstaett.de/…ilegium_paulinum.htm
Trennung ist möglich – aber keine erneute Heirat Es wundert mich, wieso in der Zusammenstellung kein
Wort vom Privilegium Paulinum und Petrinum steht, wo eine gültig geschlossene Ehe aufgelöst wird. Gehören
sie nicht zur Lehre der Kirche?
@ Super Hübsche Zusammenstellung von Bibelzitaten. Wirklich äußerst gelungen und im Prinzip auch eindeutig.
Man wundert sich wirklich, wie angesichts dieses eindeutigen Befundes einige Kirchenreformer dazu gekommen
sind, der Ehe die Sakramentalität abzusprechen, war sie doch Bruder Jesus ein ganz besonderes Anliegen.
Im Übrigen (etwas vonm Thema wegführend): Dass „Bloody Mary“ in England buchstäblich einem Protestantenhass
verfallen war, hat einen ganz klaren Grund: Sie wollte Rache nehmen für die Unzucht ihres Vaters, und
Objekt der Rache waren die Anhänger des neuen Glaubens. Hier rächte es sich gewissermaßen, dass der
unzüchtige König seine unzüchtigen Gelüste über das Wort der Schrift zu stellen wagte. Und heute
sterben sie aus – DIE Anglikaner, weil sie das Wort des Heiligen Buches immer mehr verlassen haben. Es
bleibt eben nichts von Bestand außer dem, was auf Gottes Wort sich gründet und gegründet ist. !:)
#1 -=Richard=- 18:41:01 | Samstag, 21. Oktober 2006
Ehebruch und Scheidung sind leider ein weitverbreites Problem das von den Feinden des Christentums verbreitet
wurde (z.B. Freimaurer, Schwule, MTV). Es sollte mehr Fernseh Programme geben die das Fundamentale des
Glaubens verbreiten.