Rücktritte in der Schweizer Bischofskonferenz
Die Schweizer Bischofskonferenz trennt sich vom Generalsekretär und seinem Stellvertreter. ‘Radio kath.ch’ interviewte Bischof Koch zur Neustrukturierung des Sekretariats. „War der Konflikt nicht anders zu lösen, als durch die Trennung von beiden?“

Auch Marc Aellen (42), der stellvertretende Generalsekretär der Bischofskonferenz, verläßt das Sekretariat in einigen Tagen.
Rickenmann hat sein Amt zu Beginn des Jahres 2000 angetreten. Der Priester stammt aus dem Kanton St. Gallen. Marc Aellen war Redakteur in Paris und arbeitet seit 2001 als Vizegeneralsekretär und Pressesprecher der Schweizer Bischofskonferenz.
Im Gespräch mit Radio kath.ch unterstrich der Bischof von Basel, Kurt Koch (54), daß die Bischöfe beiden Mitarbeitern sehr dankbar seien für die in den letzten Jahren geleisteten qualifizierten und vielseitig anerkannten Dienste.
Auf die Frage, weshalb sich die Bischofskonferenz von ihren beiden Mitarbeitern trenne, verwies Bischof Koch auf eine Neustrukturierung des Sekretariats. Dieses sei ein kleines Team. „Wir müssen nun überlegen, wie wir das am effizientesten, am besten machen können, wie vor allem die Verantwortungen verteilt werden können auf die wenigen Mitarbeiter, die wir uns leisten können.“
Der Journalist von ‘Radio kath.ch’ sprach Bischof Koch auf Spannungen zwischen Rickenmann und Aellen an. Verschiedene Gremien hätten mit Sorge mitverfolgt, daß ein Konflikt zwischen den beiden herrsche. In der Folge sei auch Herr Aellen eine Zeit krank geschrieben gewesen. „War der Konflikt nicht anders zu lösen, als durch die Trennung von beiden?“
Bischof Koch antwortete, daß er „zu einem Konflikt überhaupt nicht Stellung nehmen möchte“. Er meinte, wie die Mitarbeiter und die Verantwortlichen des Sekretariats die Angelegenheit beurteilten, sei ihre Sache. Die fachliche Kompetenz der beiden sei bei der Trennung jedenfalls kein Thema gewesen.
Zur Frage nach möglichen Nachfolgern meinte Bischof Koch: „Wir suchen und vertrauen, daß wir sie finden.“
Weiterlesen:
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





