Spiel mit dem Feuer
Diözesanräte und Kirchenzeitungen starten in diesen Tagen eine deutschlandweite Unterschriftenkampagne gegen sogenannte Spätabtreibungen. Die ‘Aktion Leben Deutschland’ warnt vor der Unterschriftenaktion.
(kreuz.net/Aktion Leben, Abtsteinach) In diesen Tagen ist in kirchlichen Kreisen, Bistumszeitungen etc.
eine Unterschriftenaktion gegen „Spätabtreibungen“ angelaufen. Ist eine solche Initiative für das Leben
nicht lobenswert?Walter Ramm, Vorsitzender der „Aktion Leben Deutschland“, der mitgliederstärksten Lebensrechtsorganisation in Deutschland warnt: „Nicht nur die sogenannten ‘Spätabtreibungen’ sind von Übel, sondern alle Abtreibungstötungen in allen Entwicklungsstadien des Menschen, von der Befruchtung, d.h. von der Verschmelzung der mütterlichen Eizelle mit der väterlichen Samenzelle an!“
Initiativen, die sich allein gegen „Spätabtreibungen“ wenden, ließen den Eindruck des „je früher, desto besser“ entstehen. Am Ende betrachte man die Selektion durch die sogenannte ‘Präimplantations-Diagnostik’ als das „kleinste Übel“. Der Begriff ‘Präimplantations-Diagnostik’ bezeichnet die Diagnostik an einem im Reagenzglas erzeugten Embryo. Dadurch können krankheitsrelevante Merkmale festgestellt und in industriellen Verfahren ‘Kinder nach Maß’ produziert werden.
Auch Forderungen an Bundestag und Bundesregierung, die nur eine „Eindämmung“ oder „Reduzierung“ der „viel zu hohen Zahl“ von „Spätabtreibungen“ zum Ziel haben, könnten kein Anliegen wirklicher Lebensrechtler sein. Auch der ständige Verweis auf eine „Nachbesserungspflicht“ der Abtreibungsgesetzgebung in Bezug auf Spätabtreibungen sei keine Lösung.
Die „Aktion Leben Deutschland“ sieht ihre Bedenken durch eine Ende Oktober herausgegebene Medieninformation der ‘Christdemokraten für das Leben’ CDL bestätigt. Die CDL ist eine Initiative in der CDU/CSU, gegründet von Mitgliedern der Unionsparteien.
Darin heißt es: „Die Tatsache, daß das im Mutterleib getötete Kind nicht abgesaugt werden kann, sondern geboren werden muß, führt hinterher in der Regel zu schweren psychischen Belastungen und Schuldgefühlen bei den betroffenen Frauen.“
Dazu stellt Ramm fest: „Hier wird nicht mehr das Töten der Kinder beklagt, sondern nur noch das psychische Leid der Mutter, die naturgemäß eine Spätabtreibung deutlicher miterlebt als eine Tötung ihres Kindes im ersten Schwangerschaftsdrittel.“ Der Vorsitzende der „Aktion Leben Deutschland“ weist darauf hin, daß jede Abtreibung, egal ob früh oder spät, die Tötung eines unschuldigen, wehrlosen Menschen ist.
Organisationen, die einerseits für die Rechte ungeborener Kinder eintreten wollten, andererseits aber solche Akzentverschiebungen vornähmen, könnten nicht ein wirklicher Teil der Lebensrechtsbewegung sein.
Die „Aktion Leben Deutschland“ hat alle deutschen Bischöfe in einem persönlichen Brief gebeten, diesen Weg der Halbheiten und kosmetischen Übertünchungen eines tödlichen Gesetzes nicht zu unterstützen, sondern statt dessen mit Nachdruck für das uneingeschränkte Lebensrecht aller ungeborenen Kinder einzutreten.
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Mittwoch, 29. Dezember 2004 20:12
Dolfus: @bonifatius
Ich sehe das genauso!
Die Arianer innerhalb der Katholischen Kirchenadministration – schlimmer als die Ur-Arianer! – dürfen nicht mehr länger durch die Katholiken finanziert werden.
Von mir wird mein Wohnbistum keinen Cent sehen.
Die Arianer innerhalb der Katholischen Kirchenadministration – schlimmer als die Ur-Arianer! – dürfen nicht mehr länger durch die Katholiken finanziert werden.
Von mir wird mein Wohnbistum keinen Cent sehen.
Mittwoch, 29. Dezember 2004 18:44
bonifatius: Den Sumpf trockenlegen
Immer mehr wird mir bewußt, daß die Finanzierung von Diözesanräten und „amtlichen“ Kirchenzeitungen
gestoppt werden müßte. Aber wie? Aufhebung der Kirchensteuer?--
Noch haben anscheinend unsere Diözesen für unnütze Dinge zu viel Geld. Es ist ein Skandal, wenn man mit seinem eigenen Steuergeld für dieses Verbrechen der Verschleierung und der Verharmlosung von Kindstötungen im Mutterleib beiträgt!
Es ist ein Sumpf, der da trockengelegt werden müßte, zumal die dafür Verantwortlichen mit dem Brustton der Überzeugung noch glauben, etwas Schlimmeres verhüten zu können. Denke dabei wieder an Kündigung der Steuermitgliedschaft. Wie oft habe ich schon daran gedacht, dieses Geld anderen Institutionen zukommen zu lassen!
Bonifatius
Noch haben anscheinend unsere Diözesen für unnütze Dinge zu viel Geld. Es ist ein Skandal, wenn man mit seinem eigenen Steuergeld für dieses Verbrechen der Verschleierung und der Verharmlosung von Kindstötungen im Mutterleib beiträgt!
Es ist ein Sumpf, der da trockengelegt werden müßte, zumal die dafür Verantwortlichen mit dem Brustton der Überzeugung noch glauben, etwas Schlimmeres verhüten zu können. Denke dabei wieder an Kündigung der Steuermitgliedschaft. Wie oft habe ich schon daran gedacht, dieses Geld anderen Institutionen zukommen zu lassen!
Bonifatius
Mittwoch, 29. Dezember 2004 17:23
Niclaas: Widrigkeit der künstlichen Befruchtung schon lange aus den Augen verloren
Der Perspektive auf das Problem in diesem Artikel ist voll zuzustimmen. Als einen Teilaspekt fällt mir schon seit längerem auf, daß von den Bischöfen nahezu nichts zur Ablehnung der künstlichen Befruchtung zu hören ist. Man bekommt den Eindruck, als wäre dieses Thema schon zu abstrakt, als daß die Öffentlichkeit hierüber aufklärbar wäre. Schließlich sei es für die betroffenen kinderlosen Paare positiv, wenn sich ihr Kinderwunsch erfüllt. Die überzähligen Embryonen werden in der Praxis als hinnehmbare Kollateralschäden abgebucht. Bedauerlich zwar, doch diese hätten mangels Geschichte eine andere Wertigkeit. Und selbst diese Geschichte ist der Willkür ausgeliefert, etwa durch längeres Einfrieren der Embryonen. Werden die Eltern über die volle Wirklichkeit aufgeklärt, bevor sie sich in die Hände der Techniker begeben? Gibt es Untersuchungen darüber, was diese Eltern über ihre ,,beiseitegelegten’’ Kinder im Flüssigstickstoff denken?
Mittwoch, 29. Dezember 2004 12:02
Dolfus: Warnungen Marias vor einem göttlichen Strafgericht
Der in diesem Artikel wiedergegebenen Meinung möchte ich mich voll und ganz anschließen: Eine Campagne
nur gegen Spätabtreibungen ist eine Kapitulationsurkunde der Amtskirche in Deutschland.
Eben las ich, daß beim Seebeben nun gar 80.000 Tote befürchtet werden, und Wissenschaftler nehmen an, daß sich die Erde in ihrer Laufbahn nun dauerhaft eine Spur schneller vorwärtsbewegt als vor dem Beben (ich hoffe, ich habe mir das korrekt gemerkt).
Wir sollten im Hinterkopf behalten, daß Maria in Fátima vor schrecklichen Strafen warnte, gar vor der Vernichtung mehrerer Nationen.
Menschheit, halte inne, erkenne, daß Dein Schicksal nicht in Deiner Hand liegt!
Gab es eigentlich jemals größere Bosheiten der Menschen als zu unserer Zeit?
Eben las ich, daß beim Seebeben nun gar 80.000 Tote befürchtet werden, und Wissenschaftler nehmen an, daß sich die Erde in ihrer Laufbahn nun dauerhaft eine Spur schneller vorwärtsbewegt als vor dem Beben (ich hoffe, ich habe mir das korrekt gemerkt).
Wir sollten im Hinterkopf behalten, daß Maria in Fátima vor schrecklichen Strafen warnte, gar vor der Vernichtung mehrerer Nationen.
Menschheit, halte inne, erkenne, daß Dein Schicksal nicht in Deiner Hand liegt!
Gab es eigentlich jemals größere Bosheiten der Menschen als zu unserer Zeit?
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