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Mittwoch, 29. Dezember 2004 14:46
So habe ich die Kirchweihe erlebt
Der nachfolgende Erlebnisbericht ist wahr und stammt von einer echten Schweizer Sekundarschülerin. Er berichtet von einer Feier, die sich am 2. Oktober dieses Jahres (2004) wirklich zugetragen hat. Eine Botschaft aus dem Weltall? Von Priska Hug, 2. Sekundarklasse Privatschule Domink Savio.
(kreuz.net, Wil/Schweiz) Als ich erfahren hatte, daß wir Schülerinnen in der Turnhalle, auf einer Großleinwand, die Kirchweihe mitverfolgen sollten, war ich zuerst sehr enttäuscht! Doch meine Enttäuschung hielt nicht lange an. Schon bald sah ich, wie nah man alles miterleben konnte.

Mich faszinierte dieser ganze Weiheritus sehr! Alles hatte seinen Sinn. Als der Bischof am Anfang die Außenwände der Kirche segnete, wurde die Kirche zum Hause Gottes bestimmt.

Das lateinische und griechische Alphabet, das der Bischof in Form eines Andreaskreuzes auf den Fußboden schrieb, bedeutete, daß die Kirche ganz dem lieben Heiland gehört. Auch die zwölf Stellen, die der Bischof mit heiligem Chrisam salbte, waren ein Zeichen für die zwölf Apostel.

Besonders eindrücklich fand ich, daß so viele Seminaristen bei der Konsekration der Kirche dabei waren, und mit ihren wunderschönen Gesängen der ganzen Weihe einen noch schöneren Höhepunkt gaben.

Immer wieder beeindruckt es mich sehr, wie diese Seminaristen ihr Leben ganz dem Heiland aufopfern wollen.

Mit den Gesängen riefen sie Gott um Hilfe an, lobten und priesen ihn für das, was er uns schenkte: diese prachtvolle Kirche.

Etwas vom Faszinierendesten war für mich die Weihe des Altares. Der Bischof brachte ein duftendes Lichtopfer von Weihrauch und Wachs dar. Die fünf Lichtopfer auf dem Altar waren ein Symbol für die fünf Wunden des Heilandes.

Zum Schluß, an die Weihe anschließend, folgte das feierliche Pontifikalamt. Es war die erste Messe in der neugeweihten Kirche.

Die ganze Kirchweihe war für mich ein einmaliges Erlebnis. Es ist wirklich schön, daß ich das erleben durfte!

Der Bericht bezieht sich auf die Weihe der neuen Kirche der Priesterbruderschaft des hl. Papstes Pius X. in Wil (Ostschweiz). Die Priesterbruderschaft des hl. Papstes Pius X. wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefèbvre gegründet.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 8 Lesermeinungen:
Donnerstag, 30. Dezember 2004 14:39
Dolfus: @dilettantus
Genau das ist ja ein Argument gegen die FSSPX. Die Frage ist nur, ob es diese Institute jemals ohne FSSPX heute gäbe. Auch ist es so, daß die Situation je nach Bistum, gar je nach Ortschaft komplett anders ist. Es gibt viele anti-katholische Diözesanbischöfe. Insofern halte ich den Notstand nach anfänglichem Zweifel inzwischen für tatsächlich gegeben.
Donnerstag, 30. Dezember 2004 13:12
Natürlich stimmt das mit Modernisten, aber zumindestens in Deutschland habe ich keine Probleme an einem „tridentinischen“ Amt teilzunehmen. Seit Petrusbruderschaft und Christus König und Hohepriester besteht m.E. außer (vielleicht sogar berechtigter) Verletzung und (menschlich verständlicher) Rechthaberei kein Grund, daß die Fsspx nicht in die volle kirchliche Gemeinschaft zurückkehrt.
Donnerstag, 30. Dezember 2004 09:54
Dolfus: Schisma?
Sicher nicht so eindeutig zu klären, diese Frage. Die FSSPX argumentiert mit Notstand. Je besser man die Kirchenadministration kennt, desto mehr müßte man ihnen zustimmen. Denn die Realität ist, daß im regulären Kirchenapparat Arianer und Modernisten tatsächlich über katholische Priester und Gläubige zu Gericht sitzen und diese verfolgen, während die Rechtgläubigen ihnen ihre Diskussionsabende und „Arbeitsbehelfe“ etc. finanzieren.
Donnerstag, 30. Dezember 2004 08:57
Nicht schon wieder die Schisma-Keule, darüber lacht doch schon ganz Rom. Nur in gewisse Kreise in Deutschland ist das noch nicht durchgedrungen.
Ansonsten: schön, daß es so etwas gibt!!
Mittwoch, 29. Dezember 2004 19:17
Sulpicius: Schisma???
Was für ein Schisma?
Mittwoch, 29. Dezember 2004 18:59
Yersinia: Es war wohl eine eindrückliche Weihe.
Aber welche „Botschaft aus dem Weltall“ soll da gewesen sein? Bei solchen Dingen denkt amn eher an Obskures, wobei der Ausdruck „duftende Lichtopfer“ mehr esoterisch als christlich klingt; und das will diese „Priesterbruderschaft“ sicher nicht.
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