Um die drohende Freigabe der Alten Messe abzuwenden, sind die französischen Bischöfe sogar zaghaft bereit, das liturgische Chaos in ihren Diözesen einzugestehen.
(kreuz.net, Paris) Am Donnerstag feierte das französische liturgische Institut in Paris sein 50jähriges
Bestehen.
Zum festlichen Anlaß versammelten sich der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Francis
Kardinal Arinze sowie rund zwanzig Bischöfe und zweihundert Liturgiker.
Mehrere französische Bischöfe
benützten die Gelegenheit, um gegen eine mögliche Freigabe der Alten Messe zu polemisieren. Das berichtete
die Pariser Tageszeitung ‘Le Figaro’.
Kardinal Arinze äußerte sich selber nicht zur Freigabe der Alten
Messe.
Er kritisierte die Manieriertheit offen egozentrischer Messen und
eine falsche Demut der Priester, wenn sie ihre Rolle mit den Laien teilen.
Der Vorsitzende der Liturgiekommission
der französischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Toulouse, Mons. Robert Le Gall (60), sorgte sich,
daß die Freiheit der Alten Messe zu einer Front des Mißtrauens, der Trauer und der Entmutigung gegenüber
dem Heiligen Stuhl führen könnte.
Der Bischof hofft, daß der Widerstand aus Frankreich den Vatikan
bewegen werde, den Text des erwarteten Motu Proprio zu verändern.
Mons. Le Gall bedauerte ferner, daß
der Heilige Stuhl manchmal tatsächlich vorgefallenen, doch aus dem Kontext gerissenen Liturgiemißbräuchen
zuviel Aufmerksamkeit schenke.
Der Erzbischof sprach auch über „Befürchtungen und Fragen“ der französischen
Bischöfe – berichtete die französische Tageszeitung ‘La Croix’.
Mons. Le Gall meinte, daß für den
überlieferten Ritus Mittel der Regulierung gefunden werden müßten. Diese würden es dem Oberhirten
erlauben, seiner vom Zweiten Vatikanum und dem Kirchenrecht vorgesehenen Rolle nachzukommen:
„Mit anderen
Worten: Die Gerüchte, die wir kennen sind wesentlich weniger wichtig, als die bislang unbekannten Anwendungsbedingungen,
die eine solche Maßnahme begleiten.“
Der konservative Pariser Erzbischof André Vingt-Trois warnte,
daß die kirchliche Einheit auf dem Spiel stehe.
Bei den Gegnern der Liturgiereform nach dem Zweiten
Vatikanum – der Priesterbruderschaft St. Pius X. – sei eine radikale Ablehnung des ganzen Konzils zu erkennen.
Erzbischof Vingt-Trois erinnerte auch an die illegale Besetzung der Kirche St. Nicolas du Chardonnet
in Paris im Jahr 1977.
Gleichzeitig räumte er ein, daß es seit der Liturgiereform zu Ausuferungen bei
der Messe komme. So würden die Gläubigen in manchen Messen „eher sich selber als Gott“ feiern.
Das
letzte Zucken der Konzilsfundamentalisten?
Indes schrieb der emeritierte Bischof von Amiens, Mons. Jacques
Noyer (79), dem Heiligen Vater einen offenen Brief – „bevor es zu spät ist“. Er bat, die geplante Freigabe
der Alten Messe nicht umzusetzen: „Machen Sie das nicht!“
Das Schreiben wurde unter anderem in der französischen
Wochenzeitung ‘Témoignage Chrétienne’ veröffentlicht.
Mons. Noyer verfaßte seinen Brief, obwohl er
die „liturgische Gewohnheiten von gestern“ und „Marotten des zeremoniellen Geschmacks“ als unwichtig bezeichnete:
„Schließen wir die Sakristeitür und gehen wir zu ernsthaften Sachen über.“
Der emeritierte Bischof
zieht scharfe Grenzen zwischen Alt und Neu:
„Auf der einen Seite ein Gott, Chef und Richter, der den
Gehorsam verlangt. Auf der anderen ein Gott der seinen Sohn sendet, um sein Vaterherz zu offenbaren. Auf
der einen Seite stolze Beamte im Auftrag göttlicher Autorität, die ihnen übertragen wurde. Auf der
anderen Brüder, ausgewählt, um gemeinsam das Evangelium Christi zu lesen.“
Bischof Noyer verglich die
Kirche mit einer Flotte, auf der es durchaus Spannungen geben könne: Aber es sei schlimm, wenn der Admiral
selber zu zögern scheine, dem Weg zu folgen:
„Warum sollte man auf Anfrage nicht für ein verlorenes
Schiff Platz machen? Aber man kann nicht akzeptieren, wenn es zum Steuer strebt, um die allgemeine Richtung
zu ändern.“
Wenn man jedem Priester unter dem Vorwand von Toleranz und Nächstenliebe die Kehrtwende
erlaube, führe man auf der Flotte die Anarchie ein.
Copyright Bild: latin-mass-society.org
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47 Lesermeinungen
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„Tridentinische“ Messe Die Gänsefüßchen, weil das Konzil von Trient nur unwesentlich Änderungen eingeführt
hat. Daß der Gebrauch beider Liturgien nebeneinander zu Verwirrung und Chaos führt, ist nachweislich
Unsinn. Denn auch vor VII hat es mehrere Liturgien nebeneinander gegeben: die Dominikaner hatten die Gabebereitung –
genauso, wie heute noch die Byzantiner und die Liturgie von Praga/Portugal – vor der Messe, also eine
eigene Liturgie. Ferner hatten und haben wir in Italien neben der römischen Liturgie noch die mailändische
Ambrosiusliturgie und die byzantinische Liturgie der Italobyzantiner in Unteritalien. Negative Folgen
mehrerer nebeneinander bestehender Liturgien sind bisher nicht bekannt geworden und wohl nur in den Köpfen
französischer Bischöf vorhanden. Weitestgehend unbekannt sind die weit umfangreicheren Möglichkeiten
einer feierlichen „neuen“ Liturgie gegenüber der alten. Wie schon einmal erwähnt, haben die Benediktiner
von San Anselmo, Rom, im Rahmen der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ in St. Georg
mehrfach eine ausschließlich gesungene lateinische Liturgie (greg. Choral) gefeiert. Die Konzelebranten
haben den Kanon abwechselnd und die Wandlungsworte gemeinsam gesungen. Zwei Diakone haben assistiert.
Eine solche Feierlichkeit kennt die „alte“ Liturgie nicht. Es bedarf also nicht der Wiedereinführung
der tridentinischen Liturgie, sondern einer gebührenden Feierlichkeit der VATII-Messe. Übrigens hat
der Kirchenbesuch bereits vor dem Konzil stark nachgelassen
@thaumaturgos lasst doch beides, die messe alt und die neue nebeneinander existieren und macht kein dogma
draus… Ja, genau!!! :)3 Doch versuchen Sie, das mal den Bischöfen klarzumachen! Die sagen dann zuerst
, dann entweder oder .
#45 Athanasius 12:11:53 | Samstag, 28. Oktober 2006
Zur Lüge der französischen Kleriker dass zwei Riten in der lateinischen Kirche unter dem „Patriarchat
von Rom“ eine „Neuerung gegen die Tradition“ darstellen würde, hier mal noch ein Beweis dass es sich
dabei um eine Lüge und Geschichtsfälschung der Franzen geht: Mass in the Sarum Rite (Rite of Salisbury).
www.youtube.com/watch?v=21pnAoiGnjs Ganz anders als der (alte) römische Ritus und doch lateinischer Ritus!
#44 thaumaturgos 09:09:03 | Samstag, 28. Oktober 2006
@alle hier lasst doch beides, die messe alt und die neue nebeneinander existieren und macht kein dogma
draus, beide – richtig und den rubriken nach gefeiert – sind die eucharistia. was wollen wir denn mehr …
die messe allein macht den glauben nicht aus, wewr sich nichtum die glaubensinhalte kümmert, wird nie
christ!
@ Athanasius: Den hatten wir zwar schon … Kassiererin: „Brauchen Sie ‘ne Tüte?“ Oma: „Nee, Fräulein,
wenn ich jetzt kiffe, vergess’ ich wieder die Hälfte.“
@ Frasim Danke für das Kompliment, wenn Ihnen die Witze entfallen, einfach auf kreuz.net nachschauen,
hi, hi… Nin, ich habe mich zu dem Thema „Alte Messe“ schon sehr oft sehr ausführlich geäussert…
siehe auch unten…
@ Stephanus Uih, das wird ein teurer Abend Stephanus, die Tridentinische Messe ist sicher schön, aber
sie ist nicht das Non Plus Ultra unseres Glaubens. Was mich bei dieser Diskussion um die Alte Messe etwas
befremdet ist, dass sie anscheinend zu einer Art fixen Idee für manche geworden ist, zu einer Keule,
mit der man den Gegenpart seinen angeblichen Unglauben um die Ohren hauen kann.
#37 Athanasius 00:44:13 | Samstag, 28. Oktober 2006
Wozu… …die Freigabe der alten Messe und deren „Anhänger“ (Römische Katholiken) bei aufrechten Atheisten
führt, schaut euch hier mal an: Across the Atlantic: Papa Stronsay – Redemptorist Island (BBC 2 Report)
www.youtube.com/watch?v=d20nzljVYPM
@tau und Breze Die Witze sind zum Teil wirklich gut , ich hoffe, ich kann mir den einen oder anderen
merken… ?:) Frage zwischendurch: Was ist Ihre Meinung zum Diskussionsthema?
Mann war in Russland im Urlaub und erzählt: „Ich war auf dem Roten Platz in Moskau, sah die Menschenschlange
vor dem Leninmausoleum. Hatte keine Lust, mich hinten anzustellen, ging ich zur Wache und bot ihnen fünf
Mark.“ Freund fragt: „Und, haben sie dich dann vorgelassen?“ Antwort: „Ne, da ham’ se den Lenin rausgeholt.“
@ tau der ist auch gut… Kommt ein Tscheche zum Augenarzt. Der hält ihm die Buchstabentafel vor, auf
der steht C Z W X N Q Y S T A C Z, und fragt ihn: „Können Sie das lesen ?“ „Lesen ?“ ruft der Tscheche
erstaunt aus, „Ich kenne den Kerl !“
#33 Stephanus 00:27:09 | Samstag, 28. Oktober 2006
für veröffentlichte witze müssen je 25 euro bezahlt werden:für einen guten zweck!!! vielleicht kann
ich die belustigungen ja mit einer frage unterbrechen: vor was haben die konzilliaren eigendlich angst.???
vor 35 jahren wurde doch auch keiner gefragt ob er den sogenannten nachkonzilliaren ritus gutheißen oder
ablehnen würde. das was wir hier in westeuropa sonntäglichst geboten bekommen hat doch mit den bekannten
konzills fassungen oft sehr wenig und noch öfter fast gar nichts mehr zu tun. der glaubende aber braucht
„rechtssicherheit“ und dafür steht der sogenannte tridentinische ritus!!!. allein vom künstlerischen
standpunkt aus betrachtet ist der tridentinische ritus, denken wir z.b. an ein levitiertes hochamt, doch
ausserordenlich bereichernd. daher meine bitte an alle toleranten und liberalen: zeigt nun endlich eure
toleranz, eure liberale einstellung: laßt den heiligen vater mal arbeiten und nachher jeden nach belieben
selig werden. wir werden dann ja sehen wer recht hat. vor einer so mickrigen schar ewiggestriger braucht
sich doch nicht wirklich jemand zu fürchten, oder????
Kommt ein Mann an einem Teppichladen vorbei. Vor der Ladentür steht ein Araber und klopft gerade einen
seiner Teppiche sauber. Darauf der Mann: „Na, was ist – springt er nicht an?“
@ tau Hi, hi… Klassisches Konzert. Beethoven, Nr.3 . Das Orchester spielt sich die Seele aus dem Leib.
Das Publikum ist mitgerissen. Plötzlich ein Schrei aus den vorderen Reihen : „Ein Arzt, ein Arzt, befindet
sich ein Arzt im Saal ?“ Das Orchester hört zu spielen auf, der Dirigent dreht sich um, Totenstille .
Von weiter hinten kommt die Antwort :„Hier, ich bin Arzt, was ist passiert ?“ Rufts von vorne zurück :
„Ist das nicht ein herrliches Konzert, Herr Kollege ?“
Meier geht zu dem Mieter, der die Wohnung unter ihm hat, und sagt: „Ich will meinen Flur tapezieren –
wieviele Rollen Tapete haben sie denn damals für ihren gekauft?“ „Sieben“. Herr Meier bedankt sich, und
geht wieder nach oben. Eine Woche später kommt er erneut: „Was haben sie denn da erzählt? Ich habe ganzen
fünf Rollen übrig behalten!“ „Das war bei mir damals genauso…“
@ tau BOAHHHHH!!!!! Der Pfarrer hat im Ausland billig Kaffe gekauft. Bevor er zur Grenze kommt, klebt
er sich je ein Pfund unter jede Achsel. An der Grenze: „Haben Sie etwas zu verzollen? Alkohol, Zigaretten,
Kaffee?“ „Nein, mein Sohn, ich habe zwar zwei Pfund Kaffee gekauft, aber ich habe sie schon unter den
Armen verteilt.“
Sitzt ein Mann an der Bar und versucht ein Gespräch mit seinem Nachbarn anzufangen. „Sagen Sie mal, was
sind sie eigentlich von Beruf?“ „Ich bin Logiker.“ „Was is denn das?“ „Na zum Beispiel: Haben sie zu Hause
ein Aquarium?“ „Ja“ „Daraus schlußfolger ich logisch, daß sie sehr tierlieb sind. Und sicher haben sie
Kinder?“ „Ja“ „Daraus schlußfolger ich logisch, daß sie auch sehr kinderlieb sind und eine Frau haben.“
„Ja“ „Daraus kann ich weiterhin schlußfolgern, daß sie heterosexuell sind.“ „Das is ja toll!“ Nächsten
Tag will er das erlernte seinem Freund beweisen und fragt ihn also auch: „Sag mal, haste eigentlich zu
Hause ein Aquarium?“ „Nein.“ „Du schwule Sau!“
@ tau LOL!!! Noch einer: Der Pfarrersgarten hat die größten Äpfel im ganzen Dorf. Zur Erntezeit klettern
die Kinder immer in den Garten und sorgen für ihr leibliches Wohl. Dem Pfarrer wird das irgendwann zu
bunt und er stellt ein Schild auf: GOTT SIEHT ALLES. Am Tag darauf steht darunter: ABER ER PETZT NICHT!
Telefonat: „Ist da die Beratungsstelle für Alkoholiker?“ „Hier Alkoholikerberatung, haben Sie Sorgen?“
„Ja, ich wüßte gerne, wie man Erdbeerbowle ansetzt!“
#23 ExBochumer † 23:38:50 | Freitag, 27. Oktober 2006
@ ottaviani Sind diese Herren nicht schon mit den von Dir genannten Plagen geschlagen? Wie sie sich doch
winden und wenden, so wie jetzt z.B. der Herr Bischof Murx und andere Herren? Was haben diese Herren denn
noch zu verlieren, außer ihrer Glaubwürdigkeit? Und im Übrigen: Anarchie wird doch schon seit mindestens
x Jahren betrieben. Jeder Priester treibt doch Schindluder in seiner Gemeinde – mit mehr oder weniger
(sic!) Wissen und schweigender Zustimmung seines Oberhirten. – Beispiele könnten genug genannt werden.
@ Laikos >>Demut, Aufopferung, Bußgürtel und Peitsche zum selbstgeißeln brauchen unsere Priester damit
sie endliche einmal ihren Stolz vergessen.<< Reichlich pauschal. Und den Stolz baut man ab, indem man
sich für Christus „abarbeitet“ (in diesem Sinne jedenfalls der Apostel Paulus), nicht mit einer Peitsche.
Man könnte wirklich glauben, dass Sie ein „Trojaner“ sind, der hier durch bewussten Unsinn konserv. Positionen
in einem schrägen Licht erscheinen lässt (sic Pünktchen). Also stelle ich die Frage: Sind Sie ein „Trojaner“?
#20 verecundus 22:10:28 | Freitag, 27. Oktober 2006
@gotthard Soso, die bösen Fundis ham keinen Nachwuchs. Da sind Sie ja besser informiert als alle doofen
Tradis zusammen, gell? Und ich dachte schon, Sie hätten dieses halsstarrige Pack mit einer, womöglich
ihrer DurchschnittsNOMdiözese verwechselt.
@muntu vielleicht sollten wir nun mal auf die Gemeinschaften schauen, denen die Tradition etwas bedeutet.
Die haben anscheinend genug Kirchenbesuch und Nachwuchs. Wem das nicht zu denken gibt, der tut mir leid.
also die Pius-Leute haben in Deutschland praktisch keinen Nachwuchs … ist schon einmal in einem anderen
Thread diskutiert worden. Ich meine, in diesem Jahr ist kein Deutscher für Pius geweiht worden … und
bei Goesche in Berlin ist es auch nciht besser … und sonst noch…?
@Pünktchen: Hm ja, schon möglich. Im Netz gibt es ja nichts, was es nicht gibt. @die Dominikaner von
kath. Hl. Kreuz in Augsburg: Viele Grüße und bis Donnerstag, 12.15 Uhr in der Kapelle Hagia Sophia,
freu mich schon drauf!
#16 Pünktchen 21:09:55 | Freitag, 27. Oktober 2006
Frasim seit Monaten weise ich nun auf die genannten „Leser“ als Satire-Accounts hin! Bezeichnenderweise
haben die Angesprochenen niemals auf meine öffentliche Anschuldigung reagiert! Klar? ?:)
Die Spreu vom Weizen trennen Nicht selten werden Priester, die in ihren Gemeinden die liturgische Ordnung
der Kirche einigermaßen einhalten, umsetzen oder wieder in kraft setzen wollen, bedrängt, angeschwärzt
oder gemobbt. Nicht wenige (vormals katholische) Gemeinden dürften nach 36 Jahren LiturgieDEform protestantisch
geworden sein. Es herrscht eine regelrechte Diktatur des Proletariats, gegen die ein traditions- und glaubenstreuer
Priester (auch wenn der den NOM würdig feiern will) allein kaum ankommt. Hilfe von der Bistumsleitung
kommt nur zögerlich oder gar nicht. 35 Jahre LiturgieDEform und Nachkonzilszeit haben nicht nur die einst
Göttliche Liturgie zerstört, sondern auch viele Gemeinden in eine Anarchie verwandelt, in der jeder
tut und lässt, was er will. Schuld daran sind nicht zuletzt die Bischöfe, die eine schöne neue Kirchenwelt
schaffen wollten und nun zusehen müssen, wie sie die traurigen Reste einigermaßen beieinander halten
sollen. Die Zulassung der Alten Messe wird für die Kirchenvolksbegehrer in den Gemeinden und Bischofspalästen
eine ungeheure Provokation sein. Es wird übertragen ähnlich zugehen, wie in den Pariser Vorstädten.
Trotzdem muss die Kirche durch diese Phase hindurch. Der Krankheitsherd, der durch den Ruch Satans (Papst
Paul VI) in die Kirche getragen wurde, muss vollständig ausgebrannt werden. Das ist ein schmerzlicher
Prozess, bei dem die Streu vom Weizen getrennt wird.
@Pünktchen Die Accounts… Was macht Sie da so sicher, es gibt doch viele Spinner hier… Natürlich
glaube ich auch nicht, dass die alte Messe in den nächsten zwei Jahren den NOM verdrängt haben wird
(leider ), aber langfristig gesehen glaube ich, dass die trid. Messe die Messe „aller Zeiten“ ist…!
#13 Pünktchen 20:55:44 | Freitag, 27. Oktober 2006
Die Accounts „laikos“ „Ketzerjäger“ und „priest“ sind offensichtlich der Versuch, konservative od. traditionalistische
Positionen durch Übertreibungen und argumentative Hilflosigkeit zu diskreditieren! Die Beiträge sind
nicht ernst gemeint, Erwiderungen können unterbleiben!
Stolz und Hoffart Heutzutage sind ja sogar die Priester stolz. Sie bekommen Auszeichnungen und lassen
sich dann wieder einmal in der Zeitung abdrucken das jeder sie bewundern kann. Wie hat der Heilige Josefmaria
schon gesagt: „Das alles bedeutet nichts“. Demut, Aufopferung, Bußgürtel und Peitsche zum selbstgeißeln
brauchen unsere Priester damit sie endliche einmal ihren Stolz vergessen
„verrat (der französischen Bischöfe) in den letzten vierzig jahren“ ist ein Euphemismus: ich könnte
Bände erzählen über den Verrat und den Zeitraum. Aber nicht auf 1500 Zeilen. Da haben es die großen
Vereinfacher – einfacher!
das wilde aufbäumen in frankreich zeigt eigentlich nur die angst der hirten vor sich selbst und daß
ihr verrat in den letzten vierzig jahren an die oberfläche kommt. sie haben angst, daß die noch verbliebenen
gläubigen, nicht mehr den erfolgen des V2 huldigen, sondern „altvatrisch“ wieder den priester lieben.
diese prälaten sollten eigentlich nikodemus, den ratsherren im hohen rat der pharisäer, einmal ernst
nehmen: ists von gott, so nützt der protest nicht; ists nicht von ihm, so vergehts. sancte michael, defende
nos contra nequitiam et insidias diaboli…
#9 Horst Metzker 20:25:30 | Freitag, 27. Oktober 2006
Nein, sie führt nicht zur Anarchie. Haben sie denn immer noch nicht begriffen, daß Banalitäten, Primitivitäten
und speziell Obszönitäten, heutzutage die Gesellschaftsordnung beherrschen. „Ja da muß man tolerant
sein, auf die Leute zu gehen!“ Wer entrüstet sich denn, über die Massaker des Christen Bush in Afghanistan
und im Irak? Wieviele können doch nur noch mitleidig lachen, wenn Skelette als Modells gekürt Mode anpreisen?
Zugleich aber täglich 40.000 Kinder weltweit verhungern. Wer schaltet denn noch um, wenn auf den privaten
Fernsehsendern, die erste Werbepause beginnt? Mehr noch? Ich lasse es! Wen interessiert es denn wirklich,
ob der Priester den Hochaltar oder den Volksaltar benützt? Jedoch den Seiten und den Lesermeinungen nach
meint man, es gehe um das Überleben des Katholizismus. Natürlich haben die 68iger Spuren hinterlassen
die, die Enkel heute nachträglich spüren, weil deren Eltern, die Kinder der 68iger Generation sind.
Daß karnevalistische Homos immer wieder mit Berichten hofiert werden, ist schon bald eine Groteske! (Manchmal
meine ich, sie wollen da den „Zeugen Jehovas“, den Rang streitig machen.) Dann haben wir noch das Thema
Abtreibung. Dazu möchte ich nur bemerken, daß ich vor 16 Jahren in meiner Familie auch den Fall hatte,
daß meine Schwägerin schwanger war, und ihr Freund meinte mit ihr nach Amsterdam fahren zu müssen.
Sie hörte damals auf meinen Rat, und der junge Mann ist jetzt 15 Jahre alt. Es geht nicht um Hoch- oder
Volksaltar, sondern um das Leben, das wir von Gott bekamen.
Ein ganz großer Schritt voran zur Reform der Reform wäre es, wenn die Messe gem. NOM häufiger apud
Deum (apsidem) zelebriert würde in den Kirchen, die aufgrund ihres Alters und ihrer Architektur einen
unzerstörten und hervorgehobenen Hochaltar haben! Der Volksaltar könnte/sollte hier entfernt werden,
denn er bildet ja nicht die Vorbedingung zur Feier der Messe nach der neuen Form. Als Beispiel verweise
ich wieder einmal auf St. Peter München …sches-jugendsozialwerk.de/…ES/PICTURE120766.jpg! Auf dem
Foto ist eine würdige Feier nach dem NOM zu sehen! Undenkbar wäre es, wenn hier noch ein funktionsloser
Volksaltar im Raume stünde und die Priester ihn beim Herabsteigen vom Hochaltar zu umschreiten hätten.
geordnet sollte … … es in der Tat weiterlaufen. Es ist nicht ok, wenn die Gläubigen erst bei Beginn
der Messe merken, welches Missale sie diesmal brauchen. Vorschläge: jeder Priester legt es für sich
fest, aber darf dies nur 1mal pro Jahr ändern. dito für bestimmte Messen. Nochmal dito für bestimmte
Kirchen – nach freier Wahl durch den jeweiligen Pfarrer. Das bedeutet aber, dass bei einer Aushilfe auf
den Ritus geachtet werden müsste. Wenn der Priester das alleinige Wahlrecht hat, ist das in der Tat eine
schwere Aufgabe und eine Sache, die natürlich auch absichtlich in ein Chaos geführt werden kann, um
zu dokumentieren, dass der Alte Ordo „schlecht“ wäre.
@ artikel als die neue Messe in Nacht und Nebel Aktion eingeführt wurde, wurde auch nicht nachgefragt,
ob jemand dagegen was hätte…als über Nacht ein Tisch als „Altar“ aufgestellt wurde, fragte auch keiner
nach, ob das allen recht wäre…nun, sollte man sich fragen, was die Früchte der letzten 40 Jahren gebracht
haben… – nichts! – die Messen werden nicht mehr besucht; im Gegenteil der Kirchenbesuch wird weniger
– die ganze Messe in nun in der Landessprache und trotzdem versteht keiner was da vorne passiert; der
Priester meint innerhalb einer Messe an 5 verschiedene Stellen predigen zu müssen… – der Priesternachwuchs
wird auch immer weniger… …vielleicht sollten wir nun mal auf die Gemeinschaften schauen, denen die
Tradition etwas bedeutet. Die haben anscheinend genug Kirchenbesuch und Nachwuchs. Wem das nicht zu denken
gibt, der tut mir leid.
Geordnetes Angebot Völlig in das Belieben des jeweiligen Priesters sollte man den zu wählenden Ritus
nicht stellen. Das würde den Eindruck von Chaos erwecken (auch wenn es faktisch natürlich nicht so ist).
Aber wenn sich ein Priester dafür ausspricht, sollte der Bischof ihm gestatten, einmal in der Woche,
bei wirklich gut begründetem Bedarf auch mehrmals, an einem DEM PRIESTER genehmen und für passend befundenen
Tag, eine solche Messe anzubieten. Eine pauschale Ablehnung des tridentinischen Ritus ist jedenfalls rückschrittlich
und in keiner Weise „up-to-date“.
Frasim Ich kann Ihre Einschätzung nicht ganz teilen! Ähnlich wie der Leser Benedikt z.B. schätze ich
die Wahrscheinlichkeit, daß durch die Freigabe der alten Messe eine Massenbewegung ausgelöst wird, als
gering ein. Zu voraussetzungsreich sind die „Teilnahmebedingungen“ für den durchschnittlichen deutschen
Katholiken. Unvorbereitet und kenntnislos wird ihm das stille Geschehen am Altar wie ein frommes Simsalabim
erscheinen, das die billige Kritik der Neu-Liturgiker zu bestätigen scheint. Eher könnte eine verstärkte
Präsenz der alten Meßform als Stachel im Fleische der Neu-Liturgiker dienen und so dazu beitragen, daß
durch eine „Reform der Reform“ der gewöhnliche Meßordo (NOM) seine würdige und theozentrische Gestalt
gewinnt.
@Pünktchen Einige tun ja so, als ob die Zulassung einer Alternative jeden dazu zwänge, diese auch zu
wählen! Die Bischöfe scheinen zu ahnen, dass dem über kurz oder lang so kommen wird. Aber sie können
sich noch so dagegen wehren, die alte Messe ist nicht totzukriegen!
Ich kann nicht erkennen, an welcher Stelle einem Anhänger des NOM die von ihm präferierte Form des römischen
Ritus weggenommen wird durch eine Freigabe der alten Form desselben Ritus? Einige tun ja so, als ob die
Zulassung einer Alternative jeden dazu zwänge, diese auch zu wählen! Und wieder einmal sind es gerade
die gestrigen Apostel der Toleranz, die nun auf einmal „amtliche“ Homogenität einfordern! Merkwürdig!