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Es steht zu viel auf dem Spiel + Eine fortschrittliche Nation + Wie weit wird die Freiheit gehen? + Ketzerwürdigung + Gegen den Strom?
Es steht zu viel auf dem Spiel

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern Teilnehmer der ‘Christian World Communions’ in Audienz. Dem Zusammenschluß gehören Vertreter der Anglikaner, Baptisten und Lutheraner sowie der Päpstliche Rat für die Einheit der Christen an. Der Heilige Vater mahnte, das Ziel – die volle sichtbare Einheit in Christus und in der Kirche – nie aus den Augen zu verlieren: „Auch wenn die Reise manchmal entmutigend ist.“ Es stehe zu viel auf dem Spiel, um umzukehren: „Im Gegenteil gibt es gute Gründe voranzuschreiten.“

Eine fortschrittliche Nation

Nicaragua. Das Parlament in Nicaragua hat am Donnerstag die bisher aus sogenannten therapeutischen Gründen legalisierte Kinderabtreibung wieder abgeschafft. Bisher durften Kinder umgebracht werden, wenn das Leben ihrer Mutter in Gefahr war oder sie durch Vergewaltigung oder Inzucht gezeugt wurden. Mit dem Töten von Kindern ist jetzt Schluß. Das Verbrechen wird mit zwischen vier und acht Jahren Haft bestraft. Die Gesetzesreform muß noch vom Präsidenten ratifiziert werden.

Wie weit wird die Freiheit gehen?

USA. Die Freiheit der Alten Messe würde nur von wenigen Priestern genützt werden – glaubt der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Mons. William Skylstad. Es sei „sehr wichtig“, daß der Oberhirte weiterhin die Verantwortung über das liturgische Leben in seiner Diözese trage. Bischof Skylstad sprach vor zehn Tagen mit dem liberalen katholischen Magazin ‘National Catholic Reporter’.

Ketzerwürdigung

Deutschland. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick wird am Reformationstag, dem 31. Oktober, bei einem protestantischen Festgottesdienst in der Erlöserkirche in Bamberg gemeinsam mit dem evangelischen Regionalbischof Wildfried Beyhl von Bayreuth predigen. Um 21.30 Uhr werden in allen katholischen und evangelischen Kirchen des Erzbistums die Glocken geläutet. Zwischen 22.00 und 24.00 Uhr wird Beyhl an einer Vigil im Dom mitwirken.

Gegen den Strom?

Ich denke, Paulus als jüdischer Gelehrter hat Gott nicht als Mann gedacht, wohl aber männlich angesprochen. Ich begreife aber seine Worte: „Schwimmt nicht mit dem Strom…erneuert euer Denken“ als Herausforderung für eine erneuerte Theologie. Die Idee, daß Gott Männlichkeit und Weiblichkeit übersteigt, ist tief in der Bibel verwurzelt. Es gibt auch eine Stelle, wo es explizit heißt: „Denn Gott bin ich und nicht ein Mann.“

Privatdozentin Claudia Janssen, theologische Referentin der Evangelischen Frauenarbeit in Frankfurt und Mitherausgeberin der sogenannten ‘Bibel in gerechter Sprache’ in einem Interview mit ‘SpiegelOnline’.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Benedikt   14:50:05 | Montag, 30. Oktober 2006
@ Protestant
Ein außerordentliches Glockengeläut gibt es in der kath. Kirche eigentlich nur bei ganz besonderen Anliegen (neuer Papst/ Bischof/ Weihezeremonien etc.). Warum am Reformationstag die Glocken läuten sollten ist mir daher nicht ersichtlich. Das entspricht nicht ihrem üblichen Gebrauch.
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#13   Protestant   13:50:42 | Montag, 30. Oktober 2006
Wahre Größe
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick wird am Reformationstag, dem 31. Oktober, bei einem protestantischen Festgottesdienst in der Erlöserkirche in Bamberg gemeinsam mit dem evangelischen Regionalbischof Wildfried Beyhl von Bayreuth predigen. Um 21.30 Uhr werden in allen katholischen und evangelischen Kirchen des Erzbistums die Glocken geläutet. Zwischen 22.00 und 24.00 Uhr wird Beyhl an einer Vigil im Dom mitwirken.[kursiv]
Das, was dort in Bamberg passiert,sollte nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein! Viele Katholiken denken, der Reformationstag sei eine rückwärts gerichtete Anbetungsveranstaltung Martin Luthers! In den Gottesdiensten an diesem Tag, welche ich in den letzten Jahren besucht habe, wurde versucht-meist unter Mitwirkung des röm.-kath. Pfarrers-Gemeinsamkeiten zu erkennen und Trennendes zu überwinden! Dies kann auch nur der Sinn des Reformationstages sein -Miteinander statt Auseinander! Es ist im übrigen bei uns auch nichts neues, dass evangelische Christen an Fronleichnamsprozessionen und an Allerheiligen teilweise mit eigenen Beiträgen mitwirken! Der Buß- und Bettag wird bei uns immer mit einem ökumenischen Gottesdienst gefeiert!
Es ist daher schön zu wissen, dass eben auch „oben die“ mitspielen! In diesem Sinne einen schönen Reformationstag und ein schönes Allerheiligen!(ich werde übrigends morgen abend einen Gottesdienst bei uns besuchen und Allerheiligen eine Messe in der Altkatholischen Kirche)
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#12   Unschuld   13:42:09 | Montag, 30. Oktober 2006
Hyazinth
Zitat Hyazinth: „man sollte statt einen gedenktag zu feiern, der die Kirche Gottes so stark erschüttert hat, so dezimiert hat und unendlich viele Seelen ins ewige Verderben geführt hat und immer noch tut“.
Die Dämonisierung der Protestanten ist ja bei Leuten Ihres Schlages ja bereits krankhaft!
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#11   Benedikt   13:36:04 | Montag, 30. Oktober 2006
Luther
Eine Auseinandersetzung mit Luther halte ich auch für nötig, aber Glockenläuten für Luther? Was soll das denn werden? Ob die Bamberger auch immer brav für jeden ihrer Heiligen und Bischöfe läuten?
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#10   golfi   00:22:27 | Sonntag, 29. Oktober 2006
Lieber Herr Gotthard
Bitte versuchen Sie es einmal so zu verstehen, „ Wir sind die von Gott gewollte Kirche, mit dem Stellvertreter Christi auf Erden, dem Papst“. Der Papst istunserOberhaupt, dem die Verantwortung, der Leitung der kath. Kirche übertragen wurde. Dies gefällt unendlich vielen nicht und sie wollen diese Einheit zerstören, dazu zählt m. E. auch die „ Innere Kirche“
vorrangig als schimmste Waffe, selbst, auch Ihr Gedankengut hat Anteil dabei.
Bitte , m. E.
Vergessen Sie nicht morgen in die Kirche zu gehen.
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#9   Hyazinth   22:52:32 | Samstag, 28. Oktober 2006
Gotthard
Schade eigentlich, daß Sie so wenig verstehen. Dumm wären Sie ja nicht… :-|
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#8   Gotthard   19:44:07 | Samstag, 28. Oktober 2006
@Hyazinth
Warum spricht dieser Pius-Verein den Gründer Marcel nicht heilig? Ein Meßformular müßte sich doch auch noch formulieren lassen…
Der Konzilsreligion wünscht man doch den Tod, also wird man dort auch keinen Antrag auf Seligsprechen stellen wollen …
dann bleibt doch nur noch „die katholische Religion, die auf Gott zentriert ist“ – und die im Pius-Verein verwirklicht ist.
Also rann ans Verfahren – dann gibt es auch bald ein neues Hochfest!
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#7   Hyazinth   18:44:36 | Samstag, 28. Oktober 2006
Ich finde,
man sollte statt einen gedenktag zu feiern, der die Kirche Gottes so stark erschüttert hat, so dezimiert hat und unendlich viele Seelen ins ewige Verderben geführt hat und immer noch tut, lieber einen Hochfest einführen zur Erinnerung an einen gewissen Tag anno Domini 1988, der so viel Segen gebracht hat, immer noch bringt und die Kirche Gottes wieder erneuern wird o^/ !
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#6   methusalix †   18:15:46 | Samstag, 28. Oktober 2006
Das sind ja wieder alle Misogynen! Willkommen beim Frauenhauen!
Dr. Christoph Heger: …Es galt hier das ius necessitatis…
Na so was! Ich dachte immer die Fundamentalkatholiken bei kreuz.net würden nur das Faust- und Willkürrecht des Naturrechts zulassen. Wie man sich doch täuschen kann! Wenn es in den Kram passt interessiert niemanden von den versammelten Frauenverächtern und -schlächtern sein blödes Geschwätz von gestern.
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#5   Dr. Christoph Heger   11:26:56 | Samstag, 28. Oktober 2006
strikt medizinische Indikation
Pünktchen spricht einen häufig genannten Zweifel an:
Ob ein vollkommenes Abtreibungsverbot (auch in den seltenen Fällen lebensbedrohlicher medizinischer Probleme) eine gerechte und einwandfreie Lösung ist, scheint mir auch zweifelhaft!
Ein strafrechtliches Abtreibungsverbot im Falle einer das Leben der Schwangeren bedrohenden Schwangerschaft hat es m.W. faktisch nie gegeben. Es galt hier das ius necessitatis wie in anderen vergleichbaren Fällen: wenn ein Schiffbrüchiger den anderen vom Rettungsboot wirft, um sich selbst zu retten, usw.
Das von der Kirche eingeschärfte moralische Abtreibungsverbot umfaßt allerdings auch diese Situation, und zwar zu Recht: Die Kirche hat nicht die Aufgabe, ihre Lehre zu verbiegen, um ihre Kinder vor dem Martyrium zu bewahren.
MfG
Christoph Heger
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#4   Pünktchen   11:10:02 | Samstag, 28. Oktober 2006
Der Abtreibungsmediziner
Dr. med. Bernard Nathanson leitete die größte Abtreibungsklinik der USA, als er durch die in den 70er Jahren sich verbreitende Ultra-Schall-Untersuchung Zweifel an seinem Tun bekam. Er konnte das lebende und sich bewegende Kind im Fötal-Stadium auf dem Bildschirm erkennen und ihm wurde schlagartig klar, daß es sich bei seinem Tun um weit schlimmeres handelte als um einen „chirurgischen Eingriff“! Der Mediziner/Gynäkologe, der auch der pro-choice-Bewegung in den USA angehangen hatte, wechselte die Seiten und wurde zum vehementen Abtreibungsgegner.
Auf www.youtube.com kann man seine Stellungnahme zum Abtreibungsmord www.youtube.com/results?search_query=b… abrufen und sich seinen Aufklärungsfilm ansehen!
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#3   laikos   10:51:10 | Samstag, 28. Oktober 2006
Ketzerwürdigung und Strom
Schick hat sich soeben exkommuniziert :-]. Wenn Paulus eine Frau war dann bin ich der Apostel Petrus :-). Da Martin Luther nachweißlich ein Ketzer war, verehren die Evangelischen deshalb auch andere Ketzer. Deshalb glauben sie auch das Menschen die dem Ketzer Luther ähnlich sind selige bzw. heilige sind.
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#2   Pünktchen   10:10:49 | Samstag, 28. Oktober 2006
Mord ist die vorsätzliche Tötung
eines Menschen.
In diesem Sinne werden in allen Staaten, in denen liberale Abtreibungsgesetze gelten, täglich tausend- und abertausendfach ungeborene Menschen ermordet. Methusalix, der jetzt in den seltenen Fällen einer lebensbedrohlichen medizinischen Komplikation während der Schwangerschaft das vollkommene Abtreibungsverbot als „Mord“ an der Frau hinstellt, hatte hier seit langem den Babymord geleugnet, bagatellisiert und propagiert!
Ob ein vollkommenes Abtreibungsverbot (auch in den seltenen Fällen lebensbedrohlicher medizinischer Probleme) eine gerechte und einwandfreie Lösung ist, scheint mir auch zweifelhaft! Ein Methusalix/Obelix als Babycaust-Leugner kann sich hier gewiß nicht als Anwalt des „Lebensrechtes“ aufschwingen! Die kategorische Art und Weise, in der er hier die Abtreibung (vorsätzliche Tötung des Kindes) als einziges medizinisches Mittel der Wahl in Problemfällen hinstellt, überführt Methusalix/Obelix als Komplize der klinischen Massentötungen.
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#1   methusalix †   09:31:54 | Samstag, 28. Oktober 2006
Jetzt bringen sie halt die Frauen um!
kreuz.net:
Eine fortschrittliche Nation
Nicaragua. Das Parlament in Nicaragua hat am Donnerstag die bisher aus sogenannten therapeutischen Gründen legalisierte Kinderabtreibung wieder abgeschafft…Mit dem Töten von Kindern ist jetzt Schluß. Das Verbrechen wird mit zwischen vier und acht Jahren Haft bestraft…
Wird der Mord an der Mutter auch bestraft werden, oder lässt man das bleiben, weil es ja NUR eine Frau erwischt hat?
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