14:24:38 | Samstag, 28. Oktober 2006
(kreuz.net) Ein beachtliches Aufsehen erregte die Geburt von ‘kreuz.net’ bei der Leserschaft der neokonservativen
Linzer Nachrichtenseite ‘kath.net’.
Am interessantesten waren dabei die Äußerungen im internen Forum
von ‘kath.net’ sowie in den dortigen geschlossenen Diskussionen.
Diese Informationen kamen ans Licht,
als das Forum von ‘kath.net’ auf einen Computer der Firma ‘strato.de’ in Berlin übertragen wurden.
Offenbar
hat es dabei kurzfristige Sicherheitslücken gegeben, die ein Computerspezialist ‘kreuz.net’ zugespielt
hat.
Am 28. Oktober 2004 schrieb „Gandalf“ – ein Administrator im ‘kath.net’-Forum – den folgenden Eintrag:
Na, wer hat denn da ganz eifrig kath.net „kopiert“?
Jetzt dürfen mal alle raten, wer da dahinter steckt?
Da wollen wir doch gleich ein wenig Reklame dafür machen.„Gandalf“ gab sich wenig später selbst und
„Josephus“ – dem Webmaster von ‘stjosef.at’ – die entsprechende Antwort:
1.) Wer wohl ist der geheimnisvolle
„Autor“ der Anti-Medjugorje-Artikel auf kreuz.net?
2.) Und wer ist wohl die „Stimme aus dem Tradiland“?
Zwei Fragen – zwei Antworten oder doch nur eine?Während am Anfang Interesse vorherrschte, dominierte
im Dezember 2004 bereits der Liebesentzug. Als Grund wurde eine angebliche Spam-Aktion seitens ‘kreuz.net’
genannt:
Nach der heutigen SPAM-FLUT ist der THREAD – Diskussionsstrang – vorerst mal geschlossen. Wir
checken da mal was durch, außerdem hat die Werbung für den Verein ab sofort ein Ende.„Gandalf“ überlegte
wegen der angeblichen Spam-Aktion auch „Anzeige gegen ‘kreuz.net’ zu erstatten“.
„Unsere Anwälte freuen
sich sicherlich auf Arbeit.“
Allerdings erklärte er, daß ab jetzt „zurückgeSPAMMT“ werde – was freilich
nach geltendem Recht verboten ist.
Im Februar 2005 gab es sogar erste Anzeichen von Anti-Werbung.
So
empfahl „Gandalf“ allen „wohlgesonnenen Werbern“ dieser „angeblich katholische page“ lieber heute als
morgen den Rückzug anzutreten und „besser rasch aus dem Rampenlicht“ zu verschwinden.
Inzwischen wüßten „
bereits mehrere Leute, darunter mehrere Journalisten, wer dahinter steckt“. Die Veröffentlichung sei
nur mehr „eine Frage der Zeit“.
„Gandalf“ erklärte, „bereits definitive Beweise über die Hintermänner
(!) im Archiv“ zu haben.
Außerdem würden auf kreuz.net „nachweislich“ falsche Dinge verbreitet sowie
regelmäßig Nachrichten von anderen Agenturen geklaut.
Wo nachweislich falsche Dinge geklaut wurden,
erklärte er nicht.
„Mit ziemlicher Sicherheit“ wisse er auch, wer hinter ‘kreuz.net’ stehe. Er möchte
aber „mit den Leuten, die aus gutem Grund die Anonymität wählen, nichts zu tun haben“ – hieß es jetzt.
Leser „Philosophus“ bezeichnete ‘kreuz.net’ als ein Portal „mit diversen Enthüllungen und Äußerungen,
die unkatholisch, sedisvakantistisch oder gar menschenverachtend“ seien.
Er habe „in einem Telefongespräch
mit dem zuständigen Referenten in der Deutschen Bischofskonferenz“ erörtert, daß man „gegen die Äußerungen
in ‘kreuz.net’“ nicht vorgehen könne.
„Die dürfen augenscheinlich alles verbreiten, was sie wollen.“
Auf die Frage von „Philosophus“, warum „nicht eine Warnung vor ‘kreuz.net’ in den Amtsblättern der Diözesen
erfolge“, hieß es von der Deutschen Bischofskonferenz, daß „Anfragen einzelner Bistümer schon beantwortet
würden“.
„Philosophus“ hält das für einen Skandal. Man trete nicht prophylaktisch gegen dieses sogenannte
Nachrichtenportal auf, weil gemäß deutschem Recht gegen ‘kreuz.net’ nicht vorgegangen werden könne.
„Gandalf“ antwortete auf den Beitrag von „Philosophus“, daß er ‘kreuz.net’ genauso oft wie das ‘freidenkerforum’
oder ähnliche Webseiten lese, „nämlich praktisch nie“.
Bei ‘kreuz.net’ handle es sich um eine „anonyme
und feige Page“.
Im ‘kath.net’-Forum ist es üblich, daß Beiträge, die ‘kreuz.net’ erwähnen entweder
gelöscht oder umgeschrieben werden.
Dazu schrieb „Gandalf“ an den Leser „Werner“:
Bitte keine kreuz.net-„Meldungen“
im kath.net-Forum posten!
Das habe ich gelöscht. Die schismatische und menschenverachtende Hetzpage hat
bei uns nichts verloren. Bitte um Verständnis.Er mache „genausowenig wie ‘stjosef.at’ und zahlreiche
andere Medien keine Werbung für solche extreme Spinner“.
„kotz.net“ würde auf „primitive und dumme
Weise“ agieren.
„Sorry, wer auf so einem MÜLL-Niveau, den können wir nicht Ernst nehmen.“
Man wolle
dort nur „provozieren und auf primitivste Weise Aufmerksamkeit erregen, sozusagen im pseudo-katholischen
NEWS-Stil“.
„Der OUTING-Artikel“ stehe „schon längst“ bereit. ‘kath.net’ verzichte aber darauf, weil
er sie nicht „wichtig“ nehme und „keine Werbung für sie machen“ wolle.
Man möge Verständnis haben,
daß ‘kath.net’ mit dem „St. Pöltner Racheprojekt“ nichts zu tun haben wolle.
Schützenhilfe bekam „Gandalf“
dabei von dem Kölner Thomisten
David Berger. Dieser schreibt im Mai 2005 folgende Nachricht an „Gandalf“:
Herzlichen Dank für die Richtigstellung bez. kreuz.net: was der Club da macht, wird immer abstruser
und widerlicher …
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