Pater Jacques Dupuis verstorben
Der belgische Jesuitenpater Jacques Dupuis ist heute 81-jährig gestorben. Der Jesuit geriet vor allem wegen seiner Thesen zum interreligiösen Dialog in Konflikt mit der Glaubenskongregation.
(kreuz.net, Rom) Der belgische Jesuitenpater Jacques Dupuis SJ (81) ist nach einer Meldung von CWNews
heute in einem römischen Krankenhaus an einem Gehirnschlag gestorben.Jacques Dupuis trat 1941 der Gesellschaft Jesu bei. Zwischen 1958 und 1984 lebte der Belgier in Indien und lehrte in Delhi.
Pater Dupuis war anschließend Professor für Dogmatik an der von den Jesuiten geführten Päpstlichen Universität Gregoriana. Die Gregoriana ist die mit Abstand größte der Päpstlichen Universitäten in Rom. Der belgische Theologe war Redakteur der Zeitung ‘Gregorianum’ und Mitglied des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog.
Anlaß zur Kontroverse gab ein Werk Jacques Dupuis, das er im Herbst 1997 veröffentlichte: „Toward a Christian Theology of Religious Pluralism [Zu einer christlichen Theologie des religiösen Pluralismus]“. Die Glaubenskongregation schrieb eine sogenannte Notifikation zu diesem Buch. Das vier Seiten lange Dokument sucht „die katholische Glaubenslehre vor Irrtümern, Zweideutigkeiten oder gefährlichen Interpretationen zu schützen“. Die Glaubenskongregation kritisiert vor allem das Versäumnis die einzige und universale Heilsmittlerschaft Jesu Christi und seiner Kirche herauszustreichen.
Diese vom Heiligen Vater in der Audienz vom 24. November 2000 approbierte Notifikation wurde P. Jacques Dupuis vorgelegt und von ihm angenommen. Mit seiner Unterschrift verpflichtete sich der Jesuit den Ausführungen der Glaubenskongregation zuzustimmen und sich in seinem künftigen theologischen Wirken und in seinen Veröffentlichungen an die in der Notifikation enthaltenen lehrmäßigen Punkte zu halten.
Eine seiner letzten Konferenzen hielt er in englischer Sprache in Fatima Mitte Oktober diesen Jahres bei einem interreligiösen Kongreß unter dem Titel: „Die Gegenwart des Menschen – Die Zukunft Gottes: Die Stellung der Heiligtümer in Beziehung zur Heiligkeit“. Auf dieser Konferenz vertrat Pater Dupuis erneut seine These, daß alle Religionen dem positiven Willen Gottes entsprächen.
Er forderte seine Zuhörer auf, die anderen Religionen keinesfalls als „nicht-christlich“ zu bezeichnen. Dies wäre eine negative Beurteilung, die der Realität nicht gerecht werde, weil sie „genau das nicht sind“. Statt dessen sollte man sie als „die Anderen“ bezeichnen. Aus dem Zusammenfinden verschiedener Religionen in der Figur eines universalen Christus werde die Religion der Zukunft entstehen, die alle befriedigen werde.
„Die anderen religiösen Traditionen in der Welt sind Teil von Gottes Plan für die Menschheit. Der Heilige Geist wirkt und ist gleichermaßen gegenwärtig in buddhistischen, hinduistischen und anderen heiligen Schriften christlicher und nichtchristlicher Glaubensrichtungen“, so Pater Dupuis. Der Heilige Geist wirke auch in den heiligen Ritualen der anderen.
Die Universalität des Reiches Gottes erlaube solch ein Zusammengehen. Dies sei letztlich nichts anderes als ein in unterschiedlichen Ausdrucksformen geschehendes gegenseitiges Anteilnehmen an demselben Mysterium der Erlösung. Der Christ müsse zu einem besseren Christen und der Hindu zu einem besseren Hindu werden.
Zu dem Dogma, verkündet auf dem Konzil von Florenz, daß es keine Erlösung außerhalb der Kirche gäbe, meinte Pater Dupuis auf dem Kongreß: „Es besteht keine Notwendigkeit, sich auf diesen schrecklichen Text des Konzils von Florenz aus dem Jahre 1442 zu beziehen.“
Donnerstag, 30. Dezember 2004 22:01
marcellus: Gott der Dreieine
Man muß sich wirklich fragen, was wohl im Hirn eines gelehrten Jesuiten vorgegangen sein muß, der bei
aller Toleranz anderen Religionen gegenüber das Grundlegende des christlichen Glaubens quasi beiseite
schiebt: Daß Gott nur begreifbar und erlebbar wird in den drei Personen des einen göttlichen Wesens.
Nur so wird man Gott – insofern das unserer menschlichen Beschränkthewit überhaupt möglich ist – gerecht. Wer in anderen Religionen also ehrlich Gott sucht, wird immer bei der Erkenntnis des dreifaltigen Gottes ankommen und bei der Glaubensgewißheit, daß Christi Opfer am Kreuz das Tor des Himmels geöffnet hat.
Ich gestehe, daß ich all das dumm-arrogante Gequatsche selbsternannter klerikaler Heilsbringer nicht mehr ertragen kann- das nur noch um ihre Eitelkeit und um allzu offensichtliche Menschlichkeiten kreist.
Das ganze Gerede über Pastoral usw. offenbart nur einen erschreckenden Mangel an Glauben und Frömmigkeit.
Einen Gott in drei Personen, beten wir in Demut an.
Alle, die auf Erden wohnen, alle sind ihm untertan.
Seine Huld und seine Güte, seine Allbarmherzigkeit,
preisen wir in Ewigkeit.
( GL Bamberg Nr. 912 „Sei gelobt und hochgepriesen, heiligste Dreifaltigkeit- 6. Strophe)
Nur so wird man Gott – insofern das unserer menschlichen Beschränkthewit überhaupt möglich ist – gerecht. Wer in anderen Religionen also ehrlich Gott sucht, wird immer bei der Erkenntnis des dreifaltigen Gottes ankommen und bei der Glaubensgewißheit, daß Christi Opfer am Kreuz das Tor des Himmels geöffnet hat.
Ich gestehe, daß ich all das dumm-arrogante Gequatsche selbsternannter klerikaler Heilsbringer nicht mehr ertragen kann- das nur noch um ihre Eitelkeit und um allzu offensichtliche Menschlichkeiten kreist.
Das ganze Gerede über Pastoral usw. offenbart nur einen erschreckenden Mangel an Glauben und Frömmigkeit.
Einen Gott in drei Personen, beten wir in Demut an.
Alle, die auf Erden wohnen, alle sind ihm untertan.
Seine Huld und seine Güte, seine Allbarmherzigkeit,
preisen wir in Ewigkeit.
( GL Bamberg Nr. 912 „Sei gelobt und hochgepriesen, heiligste Dreifaltigkeit- 6. Strophe)
Donnerstag, 30. Dezember 2004 09:46
Dolfus: Ansonsten
Requiem aeternam dona ei, Domine,
et lux perpetua luceat ei.
Orate pro eo!
et lux perpetua luceat ei.
Orate pro eo!
Donnerstag, 30. Dezember 2004 09:44
Dolfus: @De mortuis …
Sachliche Kritik muß doch bei einflußreichen Leuten auch posthum möglich sein, gerade bei gefährlichen Irrlehrern, das „bona fide“ wollen wir natürlich immer voraussetzen, und wer das einzige gültige Urteil spricht, weiß der Christ natürlich auch.
Mittwoch, 29. Dezember 2004 22:13
Copertino: De mortuis nihil nisi bene…
…doch der Übervater P. Teilhard de Chardin SJ lässt freundlich grüssen. Er hatte dem Verstorbenen P. Dupuis SJ die (philosophischen) Türen geöffent hin in das weite Feld des neuen Zeitalters (= New Age).
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