Erleuchtung + Pro multis korrekt übersetzt? + Friedhof verwüstet + Gewalt statt Klugheit +Öffentliches Schamgefühl?
Erleuchtung
Vatikan. Papst Benedikt XVI. unterstrich beim gestrigen Angelusgebet auf dem Petersplatz
die Bedeutung der Glaubensunterweisung. Der Glaube sei ein Weg der Erleuchtung. Darum sei die Vorbereitung
auf den Empfang der Sakramente nötig. Mit Bezug auf das Sonntagsevangelium von der Heilung des blinden
Bartimäus, sagte der Papst, eine gesunde Sehkraft ermögliche es, den Mitmenschen ganz wahrzunehmen und
ihm nahe zu sein.
Pro multis korrekt übersetzt?
USA. Der in Rom lebende Priester Hw. John T. Zuhlsdorf
behauptet auf seinem Weblog, daß Papst Benedikt XVI. entschieden habe, in der englischen Übersetzung
des Meßbuches die Konsekrationsworte „pro multis“ korrekterweise mit „für viele“ statt wie bisher mit
„für alle“ zu übersetzen. Hw. Zuhlsdorf beruft sich auf drei verschiedene, gut plazierte, jedoch ungenannte
Quellen im Vatikan.
Friedhof verwüstet
Österreich. Jugendliche Täter haben in der Nacht auf Samstag
in Birkfeld in der Oststeiermark über hundert Gräber verwüstet und 25 Autos in der Ortschaft beschädigt.
Laut einem Bericht des ‘Österreichischen Rundfunks’ wurden auf die Fahrzeuge Hakenkreuze geritzt. Am
Friedhof wurden Grabsteine und Kreuze umgerissen. Bei den Tätern handelt es sich zwischen 14 und 16jährige
Jugendliche, die aus purer Zerstörungswut handelten.
Gewalt statt Klugheit
USA. Der mexikanische Kurienkardinal
Javier Lozano Barragan hat den Bau eines Grenzzauns mit schußbereiten Wachposten an der amerikanisch-mexikanischen
Grenze verurteilt. Gegenüber der italienischen Tageszeitung ‘Avvenire’ bedauerte der Kardinal, daß sich
die USA „gegen alle Klugheit für einen Weg der Gewalt entschieden“ hätten. Kardinal Lozano verglich
die USA mit historischen Imperien wie dem alten China oder dem Römischen Reich. Auch diese hätten, als
sie zu wanken begannen, ihre Probleme mit dem Bau einer Mauer zu lösen versucht.
Öffentliches Schamgefühl?
„Unsere friedliebende Gesellschaft regt sich zur Zeit auf über makabre Spiele junger Bundeswehrsoldaten
in Afghanistan mit einem Totenschädel. So verwerflich das ist, ist man doch erstaunt über das Erwachen
eines öffentlichen Schamgefühls in unserem Land! Machen wir der Jugend nicht vor, wie man ohne schlechtes
Gewissen Kinder abtreibt? In unseren Nachbarländern werden kranke, alte Menschen am Lebensabend durch
Euthanasie entsorgt! Natürlich geschieht das alles medizinisch sauber und hinter verschlossenen Türen,
nicht so sichtbar wie das Treiben mit dem Totenschädel!“
Johanna Gräfin von Westphalen, Lebensrechtsaktivistin
bei ‘Ja zum Leben’, im Kommentar der Woche für ‘Radio Vatikan’.
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23 Lesermeinungen
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Dogmatische Konstitution Lumen Gentium 2. Kapitel Teil 1 (IV) @ tau Die schlafen echt schon, oder verkrümeln
sich, wenn wir da sind… Komisch… Weiter geht’s: . Das gemeinsame Priestertum der Gläubigen aber und
das Priestertum des Dienstes, das heißt das hierarchische Priestertum, unterscheiden sich zwar dem Wesen
und nicht bloß dem Grade nach. Dennoch sind sie einander zugeordnet: das eine wie das andere nämlich
nimmt je auf besondere Weise am Priestertum Christi teil16. Der Amtspriester nämlich bildet kraft seiner
heiligen Gewalt, die er innehat, das priesterliche Volk heran und leitet es; er vollzieht in der Person
Christi das eucharistische Opfer und bringt es im Namen des ganzen Volkes Gott dar; die Gläubigen hingegen
wirken kraft ihres königlichen Priestertums an der eucharistischen Darbringung mit17 und üben ihr Priestertum
aus im Empfang der Sakramente, im Gebet, in der Danksagung, im Zeugnis eines heiligen Lebens, durch Selbstverleugnung
und tätige Liebe. Das reicht wohl für heute, viel „Spass“ beim Lesen, liebe Katholisten
schlafen schon alle? Der alte, reiche Erbonkel hatte den Arzt kommen lassen. Dieser trat mit ernster Miene
aus dem Zimmer und ver- kündete der versammelten Verwandtschaft: „Es besteht keine Hoffnung. Es ist nur
eine leichte Erkältung.“
Selig,die EIN reines Herz haben,sie dürfen Gott schauen Sehen können kann auch Versuchung bedeuten,Versuchung
dass man das Herz sprechen lässt,und doch (undankbar)die Vernunft ausser acht lässt;im Herzen des Menschen
wohnt doch das Begehren! Nur unser Papst Benedikt klammert das Gesetz des Mitgefühls nicht aus, bei ihm
sieht der, der mitfühlt mit dem Nächsten besser als jeder Sehende, für den nur allein das Gesetz der
Vernunft gilt. Wer mitfühlend,sensibel liebt, kann Berge und Hügel überspringen und schafft mit einem
Wort mehr Nähe als jemand der mit Vernunft und Weitsicht ohne UNVOLLKOMMENHEITEN plant und denkt und
schafft! WEr das Privileg dieser Gabe des Mitgefühls jedoch nicht besitzt,also nicht in die Wiege gelegt
bekommen hat,wie P.Benedikt,der ist auch mit sehenden Augen blind oder er verschließt die Augen vor Wahrheiten
die er nicht wahrhaben will,um der Wahrheit nicht ins Angesicht sehen zu müssen,und dann seinen Schatz
im Acker zu verlieren? !:) O:O o^/
@ tau Alle Ideologien (ob diktatorisch oder nicht) haben gemeinsam, dass sie durch die Manipulation von
Kunst, Wissenschaft und sogar der Religion (Ablehnung oder politische Vereinnahmung), die Menschen für
sich gewinnen wollen. In unserer hedonistischen Gesellschaft ist das nicht anders
@ tau Danke für das posten dieses Briefs. Die sache mit den totenkopfküssenden Soldaten, die Sache mit
Idomeneo zeigt nur allzudeutlich inwieweit unsere Gesellschaft schon pervertiert ist. Der Respekt ist
abhanden gekommen, der Respekt vor den Toten, vor den Religionen (egal welcher!) und letztendlich der
respekt vor dem Menschen
@ Breze, @ alle: Öffentliches Schamgefühl? „Unsere friedliebende Gesellschaft regt sich zur Zeit auf
über makabre Spiele junger Bundeswehrsoldaten in Afghanistan mit einem Totenschädel. So verwerflich
das ist, ist man doch erstaunt über das Erwachen eines öffentlichen Schamgefühls in unserem Land! Machen
wir der Jugend nicht vor, wie man ohne schlechtes Gewissen Kinder abtreibt? In unseren Nachbarländern
werden kranke, alte Menschen am Lebensabend durch Euthanasie entsorgt! Natürlich geschieht das alles
medizinisch sauber und hinter verschlossenen Türen, nicht so sichtbar wie das Treiben mit dem Totenschädel!“
Johanna Gräfin von Westphalen, Lebensrechtsaktivistin bei ‘Ja zum Leben’, im Kommentar der Woche für
‘Radio Vatikan’. Danke, liebe Frau Gräfin! Jedes Wort ist wahr! Diese Lebensfeindlichkeit der sogenannten
liberalen Gesellschaft hat, bei allem Irrsinn, sogar eine gute Seite. Sie führt den Vorwurf gegen die
Kirche, leibfeindlich zu sein, ins Lächerliche!
@breze ich habe in diesem Text versucht Ironie und Kritik miteinander zu verbinden. ich muss mich anscheinend
klarer ausdrücken um hier verstanden zu werden.
@ agmen Seien Sie mir nicht böse, aber das Verscharren von toten Menschen, das „Schmusen“ mit den deren
skelettierten Köpfen, die respektlose Verhöhnung von Christus, Mohammed und Buddha in Idomeneo soll
Kunst sein???? Geht’s noch tiefer????????
Noch was: Bei allem Rummel um die Fotos, die uns aus Afghanistan erreichen, wird übersehen, dass diese
Ausdruck einer kreativen Auseinandesetzung junger Soldaten mit der Möglichkeit des eigenen, sinnlosen
Todes auf diesem so fern-fremden Schlachtfelde sind. Diese Fotos sind Kunst. So, wie die Bilder enthaupteter
Köpfe, die uns in der Oper Idomeneo gezeigt werden, Kunst sind, so sind es auch diese Fotos. Auch das
Verscharren von Toten in einer afghanischen Kiesgrube ist Kunst, welche uns verdeutlichen soll, dass einfache
Soldaten nichts anderes sind als Sand im Getriebe der Politik.
Doppelmoralisch Da haben einige Soldaten in ihrem Leichtsinn unüberlegt nicht korrekt und pietätvoll
gehandelt. Aber gleichzeitig passieren in der Welt viel schlimmere Dinge. Auch in Deutschland. Da käme
dieser Vorgang vielleicht nach der Wertigkeit auf Platz 50. Auch im islamischen Raum werden solche Handlungen
missbilligt und stellen (genau wie bei uns) eine nicht korrekte Handlung dar. Aber, dies alles ist nichts
gegenüber Mohammed-Karrikaturen oder ähnlichem, insbesondere deshalb, weil wohl keine akut Verstorbenen
Toten geschändet wurden. Mann kann und muss diese Handlung missbilligen und die Soldaten gemäßigt abstrafen.
Aber bitte keine Überreaktionen. Und übrigens: Wer hat denn die Bilder geschossen und wer hat sie an
die BILD-Zeitunn, usw. weitergeleitet? Wer kassiert die Kohle?
Schauspielerrei ich glaube, dass niemand von den ganzen Politikern, die sich zu Wort gemeldet haben, durch
diese Totenschändung ernsthaft getroffen fühlt.
der Skandal der Bundeswehr … … besteht darin, dass die Soldaten irgendwo am Hindukusch Menschen umbringen,
und nicht selten Zivilisten. Wer nun glaubt, das wären nur „die anderen“, der irrt, deutsche Soldaten
töten auch in amerikanischem Auftrag. Sich angesichts dieser Tatsache wegen der paar Knochen zu beschweren
ist vollkommener Politiker-Schwachsinn.
Skandal Darin zeigt sich doch die Verrohung! Begreift denn niemand wie abscheulich Leichen- und Grabschändungen
sind? Das da gewissermaßen ein ganzes menschliches Leben mit allem, was es je an Freude, Trauer, Angst,
Glück und überhaupt an Schicksal umfaßte, grob verhöhnt und buchstäblich mit Füßen getreten wird?
Da ist es doch völlig egal, wie alt diese „Dumpfbacken“ sind, ob sie unter Drogeneinfluß standen oder
nicht und ob damit irgendwelche Straftatsbestände berührt werden oder nicht. Was ich meinte, ist das,
was glücklichere Zeiten als Anstand bezeichneten. Es gibt Dinge, die macht man einfach nicht, ganz unabhängig
vom Alter, Rauschzustand oder Strafrecht. Und daß genau dieser Anstand völlig zerrüttet wurde macht
doch diese Gesellschaft zu einer darwinistischen Hölle, in der etwas humanistisch verbrämt das Recht
des Stärkeren gilt.
schlechte Recherche Und wieder einmal schlechte Recherche – die Täter der Grabschändung sind bekannt,
es sind 14 – 16jährige Schüler bzw. Lehrlinge, die besoffen einfach ihre Wut abreagieren wollten. Ihren
Alk bekamen sie übrigens vom örtlichen Dealer, einem braven Wirten …
Skandal? Ich halte die Vorkommnisse bei der BUndeswehr nicht für einen Skandal. Es ist eine Straftat
begangen worden, kombiniert mit Dienstvergehen und Verletzung der Dienstaufsichtspflicht. Bei einem strapaziösen
Einsatz wie in Afghanistan, der bei einem größeren Prozentsatz von Soldaten das Posttraumatische Stresssyndrom
auftreten lässt, sind mE Vorkommnisse gewisser Art auf Dauer nicht vermeidbar (wenn auch nicht zu rechtfertigen).
Man sollte lieber froh sein, dass es nur so eine vergleichsweise harmlose Geschichte ist.
Leben und Tod an sich! Grundsätzlich ist ja der Gräfin beizupflichten,wenn Sie beklagt, dass die Gesellschaft
jetzt aufschreit und wenige Tage später alles Entsetzen wieder vergessen ist und wir zur Tagesordnung
übergehen! Der Umgang unserer Gesellschaft mit dem Leben an sich, aber auch mit dem Tod, ist äußerst
problematisch! Abtreibung ist nur ein Bereich! Der Umgang mit alten und kranken Menschen ebenso! Rassismus,
zunehmende Gewaltbereitschaft in vielen Schichten der Gesellschaft, gesellschaftliche Diskriminierung,
Mobbing, sorgloser Umgang mit uns letztendlich von Gott anvertrauten Gütern u.v.m. sprechen hier eine
deutliche Sprache! Und natürlich auch die Sprache! Wenn ich mir anschaue, in welcher respektlosen Art
und Weise hier in diesem Forum einige Teilnehmer miteinander umgehen, dann wundert mich nichts mehr und
auch das refkletiert die Geschehnisse in Zshg. mit der Bundeswehr nur! Wir denken doch fast ausschließlic
nur noch in Falsch/Richtig und Gut/Böse-Schemen! Umso wichtiger ist es doch, das dieser Skandal jetzt
ans Licht kommt! Noch wichtiger ist allerdings, dauerhaft Lehren daraus zu ziehen und nicht hinzugehen
und zu rufen“Das ist ja schlimm, aber ich weiß noch viele Sache, die noch viel schlimmer sind!“ Das relativiert
ungemein! Wenn es uns nicht gelingt den Respekt vor Leben und Tod als Ganzheitliches zu sehen, eben als
Teil jedermanns Leben, solange werden sich diese Dinge immer wiederholen!
@Gräfin von Westphalen Wie recht hat doch diese gute Frau! Genau das geht mir schon von der ersten Meldung
dieses Skandals in den Massenmedien durch den Kopf. Was regen sich denn alle so auf? Ist es denn nicht
die allgemeine communis opinio, daß das Menschsein von dem willkürlichen Urteil anderer abhängt? Und
daß alle, die eben das Pech haben, als Un- oder Untermenschen definiert zu werden, wie Dreck behandelt
werden dürfen? Wie verlogen ist diese ganze Hysterie. Ich habe zahllose Menschen erlebt, für die ein
sterbender bzw. verstorbener Angehöriger nur ein „Entsorgungsproblem“ ist. Kinder und Jugendliche, die
sich vor den Augen ihrer gleichgültigen Eltern auf Friedhöfen höchst ungebührlich betragen. In all
diesen Fällen höre ich auf meine Einwände stets: was soll’n das, der is doch tot. Is doch egal…“
Man muß schon wissen, was man will. Diese Gesellschaft hat sich nun einmal darauf geeinigt, daß das
menschlche Leben disponibel ist. In diesem Fall muß man neben dem Massenmord an Kindern auch die Hilflosentötung
und eben Leichenschändung akzeptieren. Sich aber etwas aus dem „Angebot“ an Unmenschlichkeit noch aussuchen
zu wollen, ist höchst unredlich und falsch. Denn wie man sieht, gibt es Unzählige, die diese Auswahl
mißverstehen und alles für egal und erlaubt halten.