Le Barroux auf dem Weg in den Biritualismus?
Das bekannte traditionalistische Benediktinerkloster in Südfrankreich begann seinen Weg zusammen mit der Piusbruderschaft.

Das berichtete die französische Webseite „Pour l’honneur de nos prêtres“, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahesteht.
Die Abtei Sainte-Madeleine in Le Barroux befindet sich vierzig Kilometer nordöstlich von Avignon in der gleichnamigen Erzdiözese.
Sie entstand im August 1970, als der Benediktinerpater Gérard Calvet sein Mutterkloster verließ und sich in Le Barroux in die Einsamkeit zurückzog, um dort in den Zeiten des konziliaren Umbruchs die alte benediktinische Regel zu bewahren.
Sehr schnell traten Novizen ein. Es entstand eine Gemeinschaft, welche die alte Römische Liturgie pflegte.
Im Juli 1974 erteilt der damals von Rom noch nicht suspendierte Erzbischof Marcel Lefebvre in Le Barroux Priesterweihen in Alten Ritus.
Daraufhin wollen die Oberen von Pater Calvet das junge Kloster schließen.
Darum setzte die Gemeinschaft ihre Entwicklung in den folgenden Jahren im Einflußbereich der Priesterbruderschaft St. Pius X. fort.
Erst im Juni 1989 kehrte das Kloster unter die römische Jurisdiktion zurück.
2002 war das Kloster bereits von über siebzig Mönchen bewohnt, sodaß man zu einer Neugründung schritt.
Nach dem Rücktritt des Gründers wählte die Gemeinschaft im November 2003, Abt Louis-Marie de Geyer d’Orth zum neuen Oberen der Gemeinschaft. Nach anderen Stimmen soll der neue Obere direkt vom Gründerabt ernannt worden sein.

Das würde bedeuten, daß jeder Mönch des Klosters in Zukunft auch den Neuen Ritus lesen und konzelebrieren muß.
Hinter den Maßnahmen steckt der neue Abt, der offenbar einen ausgeprägten Biritualismus vertritt. Er wünscht angeblich, daß auch die Konventmesse der Klostergemeinschaft nach dem Ritus von Papst Paul VI. zelebriert wird.
Im Kloster ist diese Maßnahme nicht unangefochten.
Mehrere Mönche – unter ihnen die ältesten Mitglieder der Gemeinschaft – sollen sich bei Altabt Gérard Calvet beklagt haben. Dieser sei zwar selber sehr enttäuscht, habe aber die Mönche angewiesen, dem neuen Abt zu gehorchen.
Im Jahr 1998 hatte Abt Gérard in Rom mit Papst Johannes Paul II. konzelebriert.
Zwei oder drei Mönchen von Le Barroux scheinen jetzt die Absicht zu haben, in die Abtei Bellaigue zu wechseln, die mit der Piusbruderschaft verbunden ist.
Einer der Mönchen, Pater Gabriel, hat das Kloster bereits verlassen.
Er wurde angeblich in die Erzdiözese Avignon inkardiniert und zelebriert die Messe in einer Kapelle, wo die Messe bisher von Mönchen von Le Barroux gelesen wurde.
Weiterlesen:
Freitag, 3. November 2006 13:37
Agiafortuni: Gotthard: ein freundschaftlicher Rat
die Lektüre der Werke Jean Guitton’s rate ich Ihnen dringend, denn kaum jemand stand Paul VI näher als er.
Freitag, 3. November 2006 10:41
zwobbel: Hier kann man selber sehen http://www.barroux.org/
Dort sind die Rundbriefe abrufbar. Allerdings nur die französischen. und davon gibt es mehr als die in
deutsch.
Ich überblicke jetzt nicht so schnell ob und wo da die Stellungnahme wegen der Anschuldigungen von una voce abgedruckt ist. http://www.barroux.org/
Aber wenn hier jemand den deutschen Rundbrief in elektronischer Form hat, wäre es nett wenn er es hier einstellt. Vielleicht schaffe ich es sonst nächste Woche mit einer Texterkennung drüber zu scannen. Oder jemand schafft eine Epost-Anfrage, ob die Mönche die deutsche pdf-Version dieser Stellungnahme zur Verfügung stellen können.
Hier gibt es Fotos, wie die Mönche von Le Barroux das Konzil interpretieren
Fotos Abbaye Sainte Madelaine
Ich überblicke jetzt nicht so schnell ob und wo da die Stellungnahme wegen der Anschuldigungen von una voce abgedruckt ist. http://www.barroux.org/
Aber wenn hier jemand den deutschen Rundbrief in elektronischer Form hat, wäre es nett wenn er es hier einstellt. Vielleicht schaffe ich es sonst nächste Woche mit einer Texterkennung drüber zu scannen. Oder jemand schafft eine Epost-Anfrage, ob die Mönche die deutsche pdf-Version dieser Stellungnahme zur Verfügung stellen können.
Hier gibt es Fotos, wie die Mönche von Le Barroux das Konzil interpretieren
Fotos Abbaye Sainte Madelaine
Freitag, 3. November 2006 10:00
Gotthard: von mir
Jedes einzelne Wort war von mir. Das genennte Buch kenne ich nicht.
Freitag, 3. November 2006 09:35
Agiafortuni: Gotthard: diese Worte sind nicht von Dir
haben zufälligerweise Jean Guitton’s: Paolo VI segreto gelesen. Dort spricht nämlich der Frevler Montini
(133 ff.) sinngemäss die gleiche Sprache wie Sie. Unter anderem wirft er dem Erzbischof vor, die Messe
des heiligen Pius V auf seine Fahne geschrieben zu haben, um auf diese Weise die Beschlüsse des Konzils
anzufechten. Würde er die alte Messe wieder zulassen, käme die apostolische Autorität des Konzils ins
Wanken.
Von seinem Standpunkt aus gesehen hatte er ohne Weiteres Recht. Gleichzeitig beweisen seine Worte, dass weder er noch das Konzil eine katholische Gesinnung hatten. Daher sollte jeder Katholike dem Erzbischof und all jenen Priester dankbar sein, die den Mut hatten dem Frevler Montini zu widerstehen.
Von seinem Standpunkt aus gesehen hatte er ohne Weiteres Recht. Gleichzeitig beweisen seine Worte, dass weder er noch das Konzil eine katholische Gesinnung hatten. Daher sollte jeder Katholike dem Erzbischof und all jenen Priester dankbar sein, die den Mut hatten dem Frevler Montini zu widerstehen.
Freitag, 3. November 2006 00:19
Bernado: Aus dem Rundbrief von Le Barroux, Nr. 75
Eine letzte Frage: Zelebrieren Sie immer noch nach dem Ordo des hl. Pius V.?
„Ja, denken Sie daran, daß der hl. Pius V. nicht sein Verfasser ist, er hat nur einen bereits vorhandenen Ritus kodifiziert, der weiter zurückreicht als bis ins 16. Jh. Was Sie die Messe Pius’ V. nennen, ist in Wirklichkeit der alte römische Ritus, der zur Zeit des hl. Papstes Damasus (4. Jh.) eingerichtet und vom hl. Gregor (6. Jh.) endgültig abgeschlossen wurde. diese Treue zum Ritus harmoniert wunderbar mit den Erfordernissen einer kontemplativen Liturgie und erscheint uns immer mehr als ein Dienst an der Kirche. Die Kirche, Mutter und Lehrmeisterin, hat uns in der Liturgie auch eine Methode geistlicher Erziehung gegeben, deren wohlgefertigte Grundsätze der Vorrang der Kontemplation, der Sinn für die Kirche, die Freude an der Schönheit, die Liebe zur Regel und ein sanftes Verlangen nach dem Himmel sind.“ (Ende Zitat)
Was die Variante des OM von 1965 betrifft, so enthält sie mehrere Elemente, die auf monastische Formen des traditionellen Ritus zurückgehen. Ihre Aufnahme in einer klösterlichen Gemeinschaft sollte also niemanden überraschen.
„Ja, denken Sie daran, daß der hl. Pius V. nicht sein Verfasser ist, er hat nur einen bereits vorhandenen Ritus kodifiziert, der weiter zurückreicht als bis ins 16. Jh. Was Sie die Messe Pius’ V. nennen, ist in Wirklichkeit der alte römische Ritus, der zur Zeit des hl. Papstes Damasus (4. Jh.) eingerichtet und vom hl. Gregor (6. Jh.) endgültig abgeschlossen wurde. diese Treue zum Ritus harmoniert wunderbar mit den Erfordernissen einer kontemplativen Liturgie und erscheint uns immer mehr als ein Dienst an der Kirche. Die Kirche, Mutter und Lehrmeisterin, hat uns in der Liturgie auch eine Methode geistlicher Erziehung gegeben, deren wohlgefertigte Grundsätze der Vorrang der Kontemplation, der Sinn für die Kirche, die Freude an der Schönheit, die Liebe zur Regel und ein sanftes Verlangen nach dem Himmel sind.“ (Ende Zitat)
Was die Variante des OM von 1965 betrifft, so enthält sie mehrere Elemente, die auf monastische Formen des traditionellen Ritus zurückgehen. Ihre Aufnahme in einer klösterlichen Gemeinschaft sollte also niemanden überraschen.
Donnerstag, 2. November 2006 23:34
Breze: so etwas…
…nennt man Hetzpredigt…
Wenn es Euch erbaut, bitte…
Wenn es Euch erbaut, bitte…
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