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Montag, 30. Oktober 2006 16:03
Der Bischof von Fulda auf radikalem Kurs
Das Bistum Fulda kündigt den „Servi Jesu et Mariae“ trotz angeblichen Priestermangels. In der Diözese wächst der Unmut über die Amtsführung des Bischofs. Von Daniel Schneider.
Mons. Heinz Josef Algermissen
Mons. Heinz Josef Algermissen
(kreuz.net, Fulda) Die seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen der Ordensgemeinschaft „Servi Jesu et Mariae“ (SJM) und der Diözese Fulda steht vor dem Aus.

Während der Amtszeit des vorhergehenden Bischofs von Fulda, Erzbischof Johannes Dyba († 2000), wurden entsprechende vertragliche Vereinbarungen für den Einsatz der Ordenspriester in der Pfarrseelsorge ausgehandelt und in Kraft gesetzt.

Aufgrund dieser bestehenden Übereinkunft trat Pater Franz Krenzel SJM im Herbst 2000 seinen Dienst als Pfarradministrator der Pfarrgemeinde St. Michael in Hilders-Eckweisbach (Dekanat Hilders) mit den dazugehörenden Filialgemeinden an.

Ein Jahr später, im Herbst 2001, begann die Kaplanszeit von Pater Hans-Peter Reiner SJM in Eckweisbach.

Ebenfalls im Herbst 2001 wurde Pater Lorenz Pfaffenhuber SJM vertragsgemäß in sein Amt als Pfarradministrator der Pfarrgemeinde St. Maria vom Berg Karmel in Hofbieber-Schwarzbach (Dekanat Margretenhaun) eingeführt.

Die Kongregation der Servi Jesu et MariaeDie Kongregation der Servi Jesu et MariaeKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 8 Bildern zu starten.

Nun hat Bischof Heinz Josef Algermissen den Gestellungsvertrag der Diözese Fulda mit der Ordensgemeinschaft zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Sommer 2007 gekündigt.

Gleichzeitig hat er die drei Ordenspriester bereits mit Wirkung vom 1. Dezember 2006 kurzfristig von ihren Ämtern als Pfarradministratoren in Schwarzbach und Eckweisbach entpflichtet.

Dies teilte Bischofsvikar Gerhard Stanke in entsprechenden schriftlichen Erklärungen mit.

Der Grund liege im Verhalten des Generaloberen der Ordensgemeinschaft, Pater Andreas Hönisch.

Wie von Angehörigen der Pfarrgemeinde Schwarzbach zu erfahren war, hatte Pater Hönisch lediglich seiner Pflicht als Generaloberer entsprechend die pfarrlichen Gremien über eine amtliche Mitteilung von Bischof Algermissen informiert.

Dieser habe den Orden „Servi Jesu et Mariae“ zunächst nach mündlichen Drohungen schließlich schriftlich aufgefordert, seine drei Patres aus den Pfarrgemeinden Schwarzbach und Eckweisbach mit den dazugehörenden Filialen abzuziehen und damit die Diözese Fulda zu verlassen.

Wenn sie dieser Aufforderung freiwillig nachkämen und sich eine andere Diözese suchten, könnten sie noch bis zu den Sommerferien 2007 bleiben, und der „Ruf des Ordens“ würde „keinen Schaden nehmen“.

Kämen sie der Aufforderung aber nicht nach, müsse er – Mons. Algermissen – administrative Maßnahmen ergreifen.

Der Orden SJM habe es jedoch durch dessen Generaloberen, Pater Hönisch, abgelehnt, die Diözese Fulda freiwillig zu verlassen.

Nun wurde die Zusammenarbeit durch Bischof Algermissen einseitig aufgekündigt, womit er einen offenen Konflikt mit der Ordensgemeinschaft provoziert hat.

Die von Bischofsvikar Stanke nachträglich als „persönliches Schreiben des Bischofs“ bezeichnete amtliche Mitteilung sei von Pater Hönisch „einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht“ worden.

Dadurch sei das Vertrauensverhältnis zwischen dem Generaloberen und dem Bischof beziehungsweise zwischen dem Orden und den Verantwortlichen des Bistums Fulda „derart zerstört“, daß für eine weitere Zusammenarbeit keine Grundlage mehr bestehe, so Stanke.

Außerdem erfolgte ein durch Bischof Algermissen willkürlich verhängtes Verbot, das im SJM-Verlag erschienene Vorbereitungsbuch „Mein Weg zur heiligen Kommunion“ von Barbara Haid bei der Erstkommunionvorbereitung zu verwenden.

Dieses Buch findet über den Orden hinaus in der Katechese weite Verbreitung und wird in Fulda unter anderem von Ehrendomkapitular Monsignore Ludwig Vogel, dem Direktor des in Petersberg bei Fulda ansässigen Fatima-Weltapostolats, vertrieben.

Nicht nur die Gläubigen in ihrer Mehrheit, sondern auch der Pfarrgemeinderat von Schwarzbach haben sich für Pater Pfaffenhuber und den Verbleib des SJM-Ordens gegenüber dem Diözesanbischof ausgesprochen.

Der Pfarrgemeinderat faßte dazu sogar einen einstimmigen Beschluß.

Bischof Algermissen zeige sich jedoch wenig gesprächsbereit und verweigere jeden ernstzunehmenden Dialog.

Die pfarrlichen Gremien sollten in dieser Angelegenheit offensichtlich übergangen und nicht einmal angehört werden.

Kritikwürdig erscheint den Gläubigen außerdem das mangelnde pastorale Einfühlungsvermögen, das willkürliche Vorgehen und der autoritäre Führungsstil des Bischofs.

Man sage ihm nach, gemäß dem Motto zu agieren: „Wenn ihr mich nicht liebt, sollt ihr mich wenigstens fürchten lernen“.

Insider vermuten, daß der Streit um das Vorbereitungsbuch von Bischof Algermissen lediglich als Vorwand dazu gedient habe, um die Zusammenarbeit mit den „Servi Jesu et Mariae“ aufzukündigen.

Der Orden ist dem Oberhirten schon länger ein Dorn im Auge, da er nach seinem Selbstverständnis nicht in das „pastorale Konzept“ der Diözese paßt.

Das widerspricht allerdings dem häufig gebrauchten Argument des angeblichen Priestermangels, mit dem die teilweise völlig seelsorgefremden Umstrukturierungen in Pastoralverbünde beim sogenannten „Pastoralen Prozeß im Bistum Fulda“ begründet werden.

Im Gegensatz zu den unbescholtenen und in ihren Pfarreien angesehenen Ordenspriestern haben die beim kirchenkritischen „Fuldaer Kreis für eine offene Kirche“ engagierten Diözesanpriester keine disziplinären Maßnahmen zu befürchten, auch wenn sie weiterhin für die Frauenordination und die Abschaffung des Zölibats eintreten.

Zuletzt berief Bischof Algermissen mit Dechant Franz Langstein (Marburg) auch ein Gründungsmitglied dieser glaubensfeindlichen Gruppierung in die zum 1. August 2006 neu errichtete „Bistumskommission für Ökumene“.

Kardinal Ratzinger hatte als Präfekt der Glaubenskongregation eine aktive Mitarbeit von Priestern bei derartigen Initiativen verboten.

© Bild: Dirk Grote, Creative Commons Licence
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 188 Lesermeinungen:
Montag, 3. September 2007 17:32
Bokrug †: Die FDP ist die Interessenvertretung der Freimaurer…
…in Deutschland!

Rotary-Clubs wie Lions und Kiwanis sowie Odd-Fellow-Orden kontrollieren Deutschland. 60% der Mitglieder des EU-Parlamentes sind Freimaurer…!!!

http://…ww.steinbergrecherche.com/…lfterseptember.htmar

http://www.bilderberg.org
Sonntag, 5. November 2006 22:21
Breze: @ Jawohl
Aber noch mehr interessiert mich, ob das da wirklich ein Mädchen ist als Ministrantin. Wahrscheinlich eher ein junger Mann mit langen Haaren. Aber auch das gibt es bei den SJM-Patres in der Rhön nicht. (Genausowenig wie Turnscjuhe beim ministrieren…)

Ich hab mal nachgeschaut, für mich ist das ein Bursche, mit einem fein-säuberlich gerichteten Zopf, mit, wie ich glaube zu sehen, schwarz-weissen Turnschuhen…
Sonntag, 5. November 2006 22:17
Jawohl!: Exakt
Die Meldung ist doch mindestens eine Woche alt.

Aber sehr interessant, dass die bei Radio Vatikan zuerst bei Kreuz.net lesen müssen, um zu erfahren, was im Vatikan los ist …


Das waren auch meine ersten Gedanken…
Sonntag, 5. November 2006 22:15
Breze: @ Adrian
Tja, ich fürchte da gibts eine undichte Stelle in der Freimaurerregierung des Vatikan!Ich hab den Mossad schon informiert!

LOOOOOOOOOOOOOOOOL!!!!!!!!!!!!!!

Sonntag, 5. November 2006 22:12
Toby: Guten Morgen, Radio Vatikan!
Die Meldung ist doch mindestens eine Woche alt.

Aber sehr interessant, dass die bei Radio Vatikan zuerst bei Kreuz.net lesen müssen, um zu erfahren, was im Vatikan los ist …
Sonntag, 5. November 2006 22:11
Adrian Leverkuehn: Tja, ich fürchte da gibts eine undichte Stelle in der Freimaurerregierung des Vatikan!
Ich hab den Mossad schon informiert!
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