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Montag, 30. Oktober 2006 18:31
Zukunftsmusik
Kinder bringen ihre alten oder kranken Eltern in eine staatlich anerkannte Beratungsstelle. Dort erhalten sie einen Schein und können die Eltern anschließend straffrei entsorgen.
Das Bild stammt von einem Karikaturenwettbewerb zur bevorstehenden deutschen Altersheimgesellschaft.
Das Bild stammt von einem Karikaturenwettbewerb zur bevorstehenden deutschen Altersheimgesellschaft.
(kreuz.net) „Unser Mitgefühl gehört in diesem Moment den Angehörigen“, erklärte Dr. Behrend Behrends – der Direktor des Klinikums Charité in Berlin.

Eine dortige Krankenschwester hatte kürzlich die Tötung von zwei Patienten zugegeben. Weitere 15 Todesfälle werden zur Zeit von der Polizei untersucht.

„Ich verstehe die Aufregung nicht“, so Günter Annen, Leiter der Initiative ‘Nie Wieder!’ in Weinheim bei Mannheim.

„Im gleichen Klinikum wurden im Jahre 2004 mindestens 88 ungeborene Menschen unter den Augen und unter der Verantwortung des Klinikumsdirektors ermordet.“

Mord sei das vorsätzliche Zu-Tode-Bringen eines unschuldigen Menschen: „Hat sich jemand hierüber aufgeregt?“

„Kann man der Krankenschwester verdenken, daß sie so gehandelt hat? Sie wollte ja schließlich den kranken Menschen helfen – wollte Leid lindern.“

Wie diese „Hilfe“ und dieses „Lindern“ aussehen können, hat sie vielleicht vorher in der gynäkologischen Abteilung des Charité sehen können – so Annen:

„Sie hat vielleicht den Arzt, die Eltern, die Großeltern und Freunde reden hören: »Es ist doch besser für das Kind!«.“

Sie sei vielleicht dabeigewesen, als ungeborene Menschen im Charité bei lebendigem Leib zerschnitten, zerstückelt, abgesaugt und in den Klinikmüll geworfen wurden.

„Warum sollte sie ihre Einstellung ändern?“ Kranke und Alte seien doch auch nur Menschen – so wie die Ungeborenen.

Hinter der lautstarken Präsentation dieses Charité-Falles in allen Medien sieht die Initiative ‘Nie Wieder!’ ein Wirken der Euthanasierungs-Lobby.

Annen befürchtet, daß Politiker nun die Debatte um die Sterbehilfe einläuten und „Rechtssicherheit“ fordern werden:

„Ich bin mir sicher, daß der neue Gesetzestext zur Euthanasierung Teile der Paragraphen 218 und 219 des Strafgesetzbuches enthalten werden: »rechtswidrig, aber nach Beratung straffrei!«“

Praktisch würde das heißen, daß Kinder mit ihrem kränklichen Vater oder mit ihrer alten Mutter in eine staatlich anerkannte Beratungsstelle – zum Beispiel von ‘Pro Familia’ – gehen könnten.

„Dort erhalten sie den vorgeschriebenen Beratungsschein und können den kränklichen Vater oder die alte Mutter anschließend straffrei entsorgen.“

Natürlich bleiben auch die Ärzte und das Hilfspersonal der Ärzte straffrei.

„Über das, was in Zukunft geschehen wird, dürfen wir uns nicht mehr wundern, denn wir haben die gleichen Gene von damals aktiviert.“

Im Vergleich zu dem, was uns die Zukunft bringen wird, ist Auschwitz auch nur ein schwarzer Schandfleck in der deutschen Geschichte.

© Bild: Wolfgang Horsch
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 24 Lesermeinungen:
Samstag, 4. November 2006 19:19
ing_less: hergelaufen // dyba
Es war in der Bonfiatiusstadt im Jahr 1991 während der Herbstvollversammlung der (wie wir hier lernen) rotarisch gesteuerten katholischen deutschen Bischöfe. Und das wurde ein halbes jarh später daraus: „Der Fuldaer Erzbischof Dyba muß sich nicht vor Gericht verantworten. Der Leitende Oberstaatsanwalt der Bischofsstadt, Weiss-Bolandt, Dyba habe zwar mit den Ausdrücken „Chaoten und hergelaufene Schwule“ den Tatbestand der Beleidigung erfüllt, stellte aber nach dem Widerruf des Oberhirten das Verfahren wegen „geringer Schuld“ und angeblich fehlendem öffentlichen (vor allem aber kirchlichen) Interesse ein. Für Dybas Reaktion auf die „Provokation“ einer Aids-Gruppe zeigte er ausdrücklich Verständnis. (Frankfurter Rundschau, 21.2.92; Augsburger Allgemeine, 21.2.92; vgl. auch MIZ 1/92, S. 25 ff.)“
Dienstag, 31. Oktober 2006 13:33
athanasius1957: Abtreibung – Euthanasie
Schon Robert Spaemann weist in seinem bei Herder 1997 erschienen Buch „Töten oder sterben lassen“ auf die Problematik Abtreibung-Euthanasie als Büchse der Pandora hin.
Sogar ein österreichischer Mediziner meinte in News 2001, daß, wenn die Interruptio „erlaubt“ (sic!) sei, müsse auch die Euthanasie gestattet sein.
Dienstag, 31. Oktober 2006 13:23
Sie habens damit gerade getan, wie kreuz.net es so oft tut.
Dienstag, 31. Oktober 2006 10:12
Beobachterin: Erzbischof Dyba
Jawohl! schreibt: Hier bei kreuz-net schimpft niemand über »hergelaufene Aids-verseuchte Schwule« wie weiland Erzbischof Dyba.
Ich weiß nichts davon, daß sich Erzbischof Dyba in dieser Weise geäußert haben soll.

Ich wäre Ihnen dankbar zu erfahren, wo und wann er dies so gesagt hat.
Dienstag, 31. Oktober 2006 00:15
Breze: @ Burgorus
Ich habe Ihre Erklärung sehr wohl gelesen. Meine Meinung ist deshalb nicht mehr auf Sie gemünzt, aber sie bleibt meine Meinung. Leider kann ich mein posting von vorhin nicht bearbeiten, somit habe auch ich nichts dagegen, wenn es gelöscht wird.
Dienstag, 31. Oktober 2006 00:09
Burgorus: Nochmals
Möglicherweise haben Sie meine Erklärung nicht gelesen.
Eine Mail konnte ich Ihnen nicht schicken.
Ich möchte auf jeden Fall, dass alles inclusive der provokativen Frage wieder wegkommt. Ich hoffe, dass das die Redaktion morgen macht.
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