Nach der Entlassung dreier Patres der ‘Servi Jesu et Mariae’ steht die Diözese Fulda unter Begründungsdruck. Deshalb werden Dinge an den Haaren herbeigezogen.
Bildschirmfoto der Homepage des Bistums Fulda
(kreuz.net, Rhön) Heute berichtet die ‘Fuldaer Zeitung’ über die Entlassung von drei Priestern der Ordensgemeinschaft
‘Servi Jesu et Mariae – SJM’ durch den Fuldaer Bischof, Mons. Heinz Josef Allgermissen.
Die drei Priester
waren bisher in der Pfarreiseelsorge der Diözese tätig.
Die ‘Fuldaer Zeitung’ fungiert bereits seit
längerem als Hofberichterstatter des Bistums Fulda. Der Skandal war schon vor zwei Tagen über die größte
deutschsprachige katholische Onlinezeitung ‘kreuz.net’ bekannt geworden.
Die drei Patres Franz Krenzel,
Hans-Peter Reiner und Lorenz Pfaffenhuber wurden mit 1. Dezember als Administratoren ihrer Pfarreien in
den Rhönorten Eckweisbach und Schwarzbach entlassen.
Diözesangebiet von Fulda
Die Rhön ist ein Mittelgebirge im Grenzgebiet
der deutschen Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen.
Bistumssprecher Christof Ohnesorge erklärte,
daß sich die drei Ordensleute angeblich nicht in die Pastoral des Bistums Fulda eingeordnet hätten.
Dies sei aber in den 90er Jahren durch einen Vertrag zwischen dem damaligen Erzbischof Johannes Dyba
(† 2000) und dem Ordensoberen der SJM, Pater Andreas Hönisch, ausdrücklich vereinbart worden.
Die Mitglieder
der SJM würden sich den pastoralen Planungen der Diözese verweigern.
Ohnesorge verweist auf einen Leserbrief
von Pater Reiner aus dem Jahr 2005 in der katholischen Zeitung ‘Die Tagespost’.
In dem Leserbrief forderte
der Priester bezüglich des ‘Pastoralen Prozesses’ im Bistum Fulda ein Einschreiten Roms.
Bistumssprecher
Ohnesorge sieht in dem Leserbrief nun – immerhin ein Jahr später – einen Widerspruch zur Loyalitätspflicht
gegenüber dem diözesanen Oberhirten.
Seit Guido Horst als Rom-Korrespondent von seinem Chefredaktionsposten
entbunden wurde, druckt die ‘Tagespost’ keine kritischen Berichte zur deutschlandweiten Zusammenlegung
von Pfarreien mehr.
Bischof Algermissen erklärt zu den Entlassungen, daß das Vertrauen zur Ordensleitung
der Ordensgemeinschaft SJM irreparabel zerstört sei.
Pater Hönisch habe zwei persönliche, vertrauliche
Briefe der Bistumsleitung vom 1. Juni und 20. September 2006 – die dem Orden den Abzug der Patres nahelegten –
gezielt der Öffentlichkeit preisgegeben:
„Der Leidensdruck war schon längere Zeit da, aber jetzt ging
es nicht mehr.“
Angehörige der Pfarrgemeinde Schwarzbach erklärten dagegen, daß Pater Hönisch nur
seine Pflicht als Generaloberer wahrgenommen und die pfarrlichen Gremien über eine amtliche Mitteilung
von Bischof Algermissen informiert habe.
Mons. Algermissen anerkennt, daß die jungen Ordensmänner in
der Rhön „auch Anhänger“ haben.
Den einstimmigen Beschluß des Pfarrgemeinderates für den Verbleib
der Patres erwähnt der Bischof nicht.
Er erinnert vielmehr an Beschwerden von Eltern der betroffenen
Pfarreien, wonach die Priester im Erstkommunionunterricht für die Mundkommunion geworben und angeblich
religiöse Angst-Szenarien aufgebaut hätten.
Der Ortsvorsteher von Schwarzbach erklärte, daß die große
Mehrheit der Gläubigen hinter ihrem jungen Pfarrer, Pater Pfaffenhuber, stehe. Er sei „sehr beliebt“.
Die Pfarrei reagierte schockiert auf die Anordnung des Bistums. Am Sonntag wurde eine Unterschriftenaktion
zugunsten des Priesters gestartet.
Auch in Eckweisbach liegen Unterschriftenlisten aus. Hier gibt es
zusätzlich eine eigene Aktion der Erstkommunionkinder.
Doch Mons. Algermissen will das von ihm erzeugte
Problem offenbar mit Brachialgewalt aus der Welt schaffen.
Als Übergangslösung hat er Mons. Günter
Etzel für die Pfarreien bestimmt: „Die beiden Pfarrhäuser werden im Frühjahr wieder besetzt sein.“
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119 Lesermeinungen
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#121 zwobbel 11:11:59 | Mittwoch, 8. November 2006
Aber sammeln wir noch mal: 1. Bischof Algermissen ist kommunikationsunwillig. 2. Bischof Algermissen läßt
glaubenszersetzende Priester gewähren. 3. Bischof Algermissen wird von häretischen Apostaten gelobt.
4. Bischof Algermissen ist nachtragend und schikaniert Leute noch 16 Monate nach dem diese um Verzeihung
für die Form einer Äußerung gebeten haben. 5. Bischof Algermissen betreibt Sippenhaft. 6. Bischof Algermissen
versucht nach dem bekannten Motto „Teile und herrsche“ seine Macht zu behalten. 7. Bischof Algermissen
setzt den pastoralen Prozeß über das Heil der Seelen. 8. Bischof Algermissen nimmt notfalls den CIC
nicht so eng. 9. Bischof Algermissen will, daß andere ihm falsche Entscheidungen abnehmen z.B. in dem
er Obere zu nötigen versucht Ordensangehörige abzuberufen. 10. Bischof Algermissen hat die Unwahrheit
gesagt. 11. Bischof Algermissen hat jedes Vertrauen in weiten Teilen seines Bistums verloren. 12. Bischof
Algermissen bleibt nur ein Weg, falls er über Selbstachtung verfügt: Rücktritt!
@Maurice Corvisier … zu keiner, die Sie je verstehen könnten oder zu der ich Ihnen ohne Not Zugang
verschaffen würde. Merkwürdig nur, wie plötzlich einige so aufgeschreckt tun, wenn man selbst mal ähnlich
deutliche Töne anschlägt, mit denen die „guten Tradis“ so großzügig um sich werfen, ohne im Geringsten
zu wissen, mit wem sie reden oder von was sie reden! Solange man hier besonnen schreibt und auf das Wesentliche
des Glaubens hinweisen möchte, scheint das aber keinen zu jucken!
@Sulpicius Wo weiß ich etwas besser? Im übrigen habe ich SIE nicht angesprochen Mir geht dieses pseudo-demütige,
dabei aber nichts anderes als selbstgerechte Getue dieser ach so besorgten, aber nicht mehr als bigotten
„Konservativen“ (wenn sie’s nur mal im Sinne des hl. Paulus wären!!) ziemlich auf die Nerven. Giftnattern,
nichts anderes ist das, was einem hier so unterkommt!
@mathild … was für ein scheinheiliges Gesülze! Hauptsache, Sie wissen, was auf Sie zukommt, wenn Sie
einmal die Augen für immer schließen. Sie sollten sich erstmal um Ihr eigenes Seelenheil kümmern und
Ihr Vokabular sortieren, bevor Sie sich so scheinheilige Sorgen um das ewige Heil unserer Bischöfe machen!
Ihre Wortwahl ist so grotesk und gleichzeitig diffamierend, dass man entweder an Ihrem Verstand oder Ihrer
Gesinnung /Moral zweifeln muss!
@ heggi / ein bisschen bi Die rhön-österreicher von SJM sind als als bi-ritualisten iin der diözese
FD ja nicht ganz allein: auch in glockenklag-entfernung vom dom kann man regelmäßig auf zeitreise in
die ach so gute alte Zeit gehen, als V II noch ganz was anderes war.
Bischof Algermissens Verdikt gegen die drei Patres kommt nicht von Ungefähr. Mit der Kündigung des Seelsorgeauftrags
ist Algermissen mehr als nur ein Problem los. Ist der Rausschmiß nicht auch eine Notbremse gegen die
mögliche Freigabe der alten Liturgie? Konkret: Da sind drei Patres, die zumindest Biritualisten sind.
Hat hier nicht Algemissen die Gefahr gewittert, daß möglicherweise in diesen drei Gemeinden mit der
Freigabe die alte Liturgie zur Regelliturgie wird?
KREUZ.NET bei RADIO VATIKAN Gratulation, Dr. Goesche! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so schnell
erleben darf: Radio Vatikan übernimmt direkt und gekennzeichnet eine Meldung von kreuz.net! …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=102361
Im Vatikan soll ein Dokument in Vorbereitung sein, das die Feier der Alten Messe erleichtern soll. Das
schreibt der Internet-Nachrichtendienst kreuz.net unter Berufung auf den Rom-Korrespondenten der »Deutschen
Tagespost«. Allerdings stehe die Veröffentlichung des Dokuments nicht unmittelbar bevor, sondern könne
noch bis zum Frühjahr kommenden Jahres dauern. Im Dokument solle festgehalten werden, daß die »römische
Messe« der überall gültige Ritus der Katholischen Kirche bleibe.Diese Messe solle aber künftig aus
zwei Formen bestehen: »der gewöhnlichen Form, so wie sie im ›neuen‹ Meßbuch von Paul VI. enthalten
ist, und der außergewöhnlichen Form, wie sie das Meßbuch von Pius V… vorsieht.« Angeblich seien
bei der Abfassung des neuen Dokumentes noch einige Detailfragen zu klären. Auch die Tatsache, dass mehrere
vatikanische Behörden für das Papier zusammenarbeiten müßten, führe zu Verzögerungen. Aus dem Vatikan
gibt es zu Spekulationen über ein entsprechendes Dokument keinen Kommentar. (kreuz.net 05.11.06 sk) PS:
Ich wusste gar nicht, dass in Sankt Afra auch ein Mädchen ministrieren darf (….institut-philipp-neri.de/neu/faure.html
2. Bild von oben – oder ist es ein Mann?). Da werde ich demnächst doch einmal vorbeischauen.
Bischof Dr. Felix Genn hat sogar einen Hartz4 – Priester den er angeblich nicht einsetzen kann [fett]Wundert
es einen noch das unsere sogenannten Kirchenfunktionäre nicht auf den Spuren Christi wandeln – NEIN –
sie sind der Welt verfallen und oftmals eine Schande vor dem Herrn. Besonders auch der Vorsitzende der
deutschen Bischofskonferenz hat eine gespaltene Zunge. Alle zusammen wissen nicht, was auf sie zukommt
wenn sie in dieser Welt die Augen schließen. Sie tragen für jede einzelen Seele Verantwortung, die verloren
geht, auch Bischof Dr. FELIX GENN aus dem Bistum Essen, der einen frommen guten Priester ibewußt weiterhin
in Hartz4-Bezügen der Arbeitsagentur beläßt. Schämen muß man sich für solche bestbezahlten Kirchenfürsten –
ich tue es. Orate Fratres – besonders das diese nicht für immer verdammt werden.
Gunsemann Das, was Sie an kreuz.net kritisieren, daß bei Meldungen richtungsorientiert selektiert wird,
finden Sie auch bei KNA. Oder schauen Sie mal bei kath.de herein. Oder auch bei kath.net. Kreuz.net ist
in manchem provokativ, aber man läßt Ihnen den Raum für Kritik. Oder wird Ihre Meinung permanent gelöscht?
Wohl nicht!
#109 Breze 17:25:59 | Donnerstag, 2. November 2006
@ Mon chèr ami Maurice Dass hier einige ein sehr faschistoides Gedankengut an den Tag legen, lässt sich
kaum abstreiten. Lesen Sie nur mit besonderes Aufmerksamkeit die Diskussionen eines Herren hier, mit dem
ich auch schon des öfteren das „Vergnügen“ eines Gedankenaustausches hatte.
#107 Maledica 15:04:31 | Donnerstag, 2. November 2006
Äpfel und Birnen @Dummbabbler aus Rhoihesse In der Schweiz hat der Pfarrer von Röschenz eine Haltung
welche der katholischen Lehre widerspricht. Daher ist es völlig legitim bzw. die Pflicht diesen aus dem
Amt zu entfernen. In Fulda haben die Patres der SJM nur eine persönlich andere Meinung als der Bischof.
Diese Meinung ist aber durch und durch katholisch. Doch der Bischof nicht mehr…
#106 Gunsenum 11:56:16 | Donnerstag, 2. November 2006
Sehr inkonsequent! Inkosequenz: Für einen Schweizer Priester, dessen Gemeinde sich mit ähnlichen Mitteln
(Petition, Unterschriftenlisten) für seinen Verbleib in der Pfarre stark machte, hatte kreuznet nur Spott
und Verachtung übrig. Bei den Rhöner Patres findet kreuznet das Engagement lobenswert, keine Worte der
Kritik. Ein erneutes Beispiel für Inkonsequenz!
#105 Jawohl! 09:50:31 | Donnerstag, 2. November 2006
In der Tat Werter Gotthard, wenn Sie sich die Instruktion und deren Quellenverweise genau anschauen, werden
Sie sehen, dass in dieser nichts anderes als die Prinzipien und Rubriken der nachkonziliaren liturgischen
Ordnung der Kirche eingeschärft werden. Dort ist aber auch nichts „Vorkonziliares“ zu finden. Somit bin
ich über Ihre offensichtliche Geringschätzung dieses Dokumentes sehr erstaunt, da ich bisher dachte,
Sie würden die nachkonziliare liturgische Gesetzgebung der Kirche voll bejahen. Sie sind in Ihren Statements
leider überhaupt nicht konsequent. So ist es.
Nachtrag Zum Thema der liturgischen Gewandung möchte ich auf diese sehr interessanten Seiten verweisen:
New liturgical movement …icalmovement.blogspot.com/…-development-of.html Der zweite Teil findet sich
auch auf dieser Seite. Hier finden sich auch verschiedene schöne Bilder, die die große Kunstfertigkeit
zeigt, die man Paramenten zu allen Jahrhunderten gewidmet hat. Für die Hl. Liturgie ist halt das Beste
gerade gut genug. Es kommt nicht auf die Form als solche an (römische versus neogotische Kasel), sondern
auf die Gestaltung, auf die verwendeten Symbole, auf die Wahl eines schönen und edlen Stoffes etc. Die
Seite „New liturgical movement“ ist im übrigen eine Seite, die man wirklich empfehlen kann. Dort finden
sich immer wieder interessante Abhandlungen und Verweise. Genau das ist es nämlich, was unsere Zeit braucht:
Eine neue liturgische Bewegung. Gewidmet ist diese Seite übrigens dem Hl. Vater und seinen als Kardinal
bereits getätigten Äußerungen zur Liturgie. Hieraus kann wirklich eine neue liturgische Bewegung entstehen,
so dass sich ganz allmählich das liturgische Bewußtsein im Klerus und unter den Gläubigen ändert:
Weg von einer Bastelliturgie hin zu einer Liturgie, die in ihren Formen, Gesten, ihrer Musik wirklich
sakral ist, ob diese nun im „Ordo vetus“ oder „Ordo novus“ gefeiert wird, ob in der Volkssprache oder
im erhabenen Latein, eine Liturgie, die alles Banale(z.B. Guten Morgen, liebe Christen) und Profane (z.B.
Schlagzeug und Gitarren) verbannt!
@Redemptionis sacramentum Werter Gotthard, wenn Sie sich die Instruktion und deren Quellenverweise genau
anschauen, werden Sie sehen, dass in dieser nichts anderes als die Prinzipien und Rubriken der nachkonziliaren
liturgischen Ordnung der Kirche eingeschärft werden. Dort ist aber auch nichts „Vorkonziliares“ zu finden.
Somit bin ich über Ihre offensichtliche Geringschätzung dieses Dokumentes sehr erstaunt, da ich bisher
dachte, Sie würden die nachkonziliare liturgische Gesetzgebung der Kirche voll bejahen. Sie sind in Ihren
Statements leider überhaupt nicht konsequent. Was die Mantelalben angeht, so dürfte klar sein, dass
die Albe in der Westkirche ein liturgisches Untergewand ist, dass bei der Zelebration eines Obergewandes
bedarf. Lediglich bei der Chorkleidung (Talar und Rochett) genügt eine Diakonen- bzw. Priesterstola,
nicht jedoch bei der Messkleidung, wo Kasel und Dalmatik den jeweiligen Stand erkennen lassen und bezeichnen.
Warum sollte man auf die liturgische Obergewandung ohne wirkliche Not (z.B. Kriegssituation oder Verfolgung)
verzichten? Lediglich Konzelebranten dürfen, wenn wirklich keine Kaseln in ausreichender Menge zur Verfügung
stehen, eine Albe mit Stola verwenden. Sie möchten eine Begründung? Die liturgischen Gewänder entsprechen
der diesbezüglichen liturgischen Tradition der westlichen Kirche, die nach wie vor in Geltung ist. (Vgl.
die Einführung ins Messbuch). Sie dienen der Feierlichkeit und Erhabenheit der heiligen Handlungen und
unterstreichen die Sakralität der Liturgie.
#101 zwobbel 08:37:32 | Donnerstag, 2. November 2006
Sippenhaft zum „Pastoralen Prozess“ Dorothea 01.Nov.06 14:26: Nochmal zum Mitschreiben Die beliebten SJMler
wurden rausgeworfen: * wegen eines kritischen Leserbriefes aus dem Jahr 2005 * wegen der Bevorzugung der
Mundkommunion Nicht nur. Es geht um mehr. Aber es ist schon pikant: weil einer einen Leserbrief schrieb
müssen alle weg. Weil der Kaplan einer Pfarrei einen Leserbreif schrieb muß der Pfarrer einer anderen
weg. Das ist Sippenhaft. Was den Kampf des Bischofs gegen die Mundkommuion betrifft, so läßt das tief
auf sein Sakramentsverständnis und Glauben an die Realpräsenz im Allerheiligsten Altarssakrament schließen.
Dabei verweigern die SJM’ler die Handkommuion eben nicht, sondern sie bitten um Mundkommunion. Aber schon
diese Bitte ist schon ein maximales Ärgernis. Zur Kenntnisnahme bzw. Fuldaer Zeitung Wer den Pastoralen
Prozess untergräbt… Und wer den katholischen Glauben untergräbt wird im Amt belassen. Ist der Pastorale
Prozess eine Art heilige Kuh? So wie der sog. „Geist des Konzils“, der die Worte des Konzils konterkariert
hat. Dieser Ungeist des Konzils, dem man absoluten Kadavergehorsam zu leisten hat, einerlei das Glauben
und Gewissen das Gegenteil fordern. Der zum Ungehorsam und zum Bruch der Einheit geführt hat. Dessen
Autorität von den Autoritätsfeinden höher angesetzt wurde als die Autorität des Papstes oder sogar
die Gottes. Wollt ihr den totalen Pastoralen Prozess? Wollt ihr ihn totaler und radikaler als ihr ihn
euch vorstellen könnt? NEIN ! ! ! Wir wollen den vollen wahren Glauben!
#100 Aliatus 04:37:03 | Donnerstag, 2. November 2006
Servi Jesu et Mariae Hallo Lorenz, vielleicht liest du das. Du hast als Priester die Mitkreuzigung gewählt.
Ich konnte damals nicht weiter mitgehen. Gottes Segen und vor allem den Schutz der geharnischten Gottesmutter
im Krieg! Ich bete für euch! Seid nicht zu loyal dem Algenmann, resp. loyolagemäß. Algermissen ist
vor allem dumm und willentlich böse. Gut Pfad!
@ Breze: Gott fügt! Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg
von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich
war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken
gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt
mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden
auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank
oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage
euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie
werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.
@ Breze: Danke für das passende Evangelium Evangelium nach Matthäus 25,31-46. Wenn der Menschensohn
in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit
setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die
Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von
meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt
ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken
gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung
gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben,
oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen,
oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind
zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner
geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite
wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, d
#89 Gotthard 00:41:44 | Donnerstag, 2. November 2006
Mantelalbe Mantelalben mit Überstola sind für die Feier der Eucharistie nicht zugelassen. Nach Redemptionis
Sacramentum 123 sind die Bischöfe ausdrücklich aufgefordert, jede entgegenstehende Praxis zu unterbinden.
genau an solchen „Bestimmungen“ wird deutlich, warum dieses Schreiben so wenig Zustimmung und Anerkennung
und solch geringe Wirkung findet. Jedefrau/ jederman hätte wohl eine Erklärung für diese obskure Anordnung
erwarten können … aber nein: eine Anordnung. Folge: niemand schert sich drum! Interessant ist auch,
dass hier auf inhaltliche Begründungen für eine andere Praxis immer nur mit päpstlichen Schreiben geantwortet
wird. Katholisch sein heißt allerdings nicht, eigenes Denken auszuschalten!
#84 Bernado 00:25:14 | Donnerstag, 2. November 2006
@marsilius Sie schrieben:„Die Kasel im Bild ist sicherlich kein Glanzstück der Paramentenkunst, aber
in meinen Augen besser als eine geschmacklose Mantelalbe mit Batikstola. Das sind letztlich Geschmacksfragen,
die aber doch etwas über die zugrundeliegende Theologie der Liturgie aussagen.“. Nein, das sind keine
Geschmacksfragen. Mantelalben mit Überstola sind für die Feier der Eucharistie nicht zugelassen. Nach
Redemptionis Sacramentum 123 sind die Bischöfe ausdrücklich aufgefordert, jede entgegenstehende Praxis
zu unterbinden. Laut Dekret der Kongregation für den Gottesdienst vom 3. April 1985 ist die Mundkommunion
die reguläre Form der Kommunionspendung in der katholischen Kirche. Bischöfe bzw. Bischofskonferenzen,
die anderes wünschen, müssen dafür ein Indult einholen.
@ Gotthard Du weisst doch mittlerweile, würdig ist das, was Piussens als würdig definieren. PUNKT Dass
das würdig auch auf die Person anzuwenden ist, die die Kommunion empfängt, das sparen sie aus. Wahrscheinlich
ist es ihnen peinlich darüber zu sprechen. Faschistoides Denken und würdig, d.h. in Demut die Kommunion
zu empfangen, nun ja… …passt nicht so wirklich zusammen…
#75 Gotthard 00:12:20 | Donnerstag, 2. November 2006
Würdig vor 3 Stunden schrieb ich: „Würdig“ heißt alles und nichts – und ist individuell stark variierend.,
keine Antwort auf dieses so sehr strapazierte Wort hier.
@ gräflein Das mit den Krümeln kann auch bei der Mundkommunion passieren, aber egal, es ist Korinthenkackerei,
was hier betrieben wird. Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, das die Themen „Munkommunion“ und
„Alte Messe“ von einigen, auch von Ihnen zu (kirchen)politischen, profilierenden Zwecken missbraucht,
also profanisiert werden. Das hat weder die Eucharistie noch der Empfang der Kommunion verdient. Ich sage
noch mal: Die innere Haltung ist das eigentliche Kriterium für die Würde des Kommunionsempfang!!!!
#71 Gotthard 00:01:10 | Donnerstag, 2. November 2006
@Graf Bei der Handkommunion besteht jedoch immer die Gefahr der Profanierung Graf, schade, dass Du diese
wichtige Erkenntnis nicht vor der Publizierung von „Redemptionis sacramentum“ nach Rom geschrieben hast.
Ich bin mir absolut sicher, diese Erkenntnis wäre in die Instructio eingeflossen und die Handkommunion
wäre aus Deinen dargelegten Gründen absolut verboten worden. Du hast leider eine Chance verpasst – und
kannst sie auch nicht mehr nachholen … also ist die Handkommunion nicht in die Beliebigkeit eines Priesters
gelegt.
#69 Graf von Galen 23:51:45 | Mittwoch, 1. November 2006
Wider die Handkommunion, @ Gotthard Lesen Sie einmal „Redemptionis sacramentum“, was ja wohl auch für
die deutschen Bistümer gültig ist. Dort steht im Kapitel IV, „Die heilige Kommunion“, Punkt 2, Vers
92 „…Wenn die Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die
Hand gegeben werden.“ Bei der Handkommunion besteht jedoch immer die Gefahr der Profanierung z.B. dadurch
das Krümmel, obwohl diese vom Empfänger bemerkt werden, trotzdem abgestreift, auf die Erde geworfen
und zertreten werden. Dies ist sogar ein Sakrileg. Wenn also ein Priester, die Gefahr der Profanierung,
wie hier dargelegt, erkannt hat, hat er das Recht und die Pflicht, die Handkommunion zu verweigern.
@ gräflein Und ums jetzt noch ein bisschen komplizierter zu machen: Ich, Breze, bin ein Kind der V2 Kirche,
die sie so gerne beschimpfen. Ich habe weder ein Problem mit der Mundkommunion noch mit der Handkommunion.
Beides ist würdig. Und noch wichtiger ist die innere Haltung, Demut und Ehrfurcht vor Christus, der mir
zuliebe sich erniedrigt hat. Ach, ja und übrigens, haben Sie sich schon den Teil von Lumen Gentium reingezogen,
den ich die letzten Tage hier gepostet habe? Wenn nicht, sollten Sie das dringend nachholen. Man kann
nicht etwas bekämpfen, was man nicht kennt.
#66 Gotthard 23:31:36 | Mittwoch, 1. November 2006
@Graf Was die Handkommunion angeht, so hat jeder Priester das Recht, diese zu verweigern, da hierbei immer
die Gefahr der Verunehrung besteht. in Deutschland ist die Handkommunion allgemeines kirchliches Recht
der Gläubigen. Kein Priester hat das Recht, einem Gläubigen die Handkommunion zu verweigern und ebenfalls
hat kein Priester hat Recht, einem Gläubigen die Mundkommunion zu verweigern. Graf, deine Kenntnisse
sind rudimentär … aber ist nicht das Problem, du bist ja lernfähig – hoffe ich.
#65 Graf von Galen 23:15:12 | Mittwoch, 1. November 2006
Wider VII, @ Gotthard, haher Wenn hier jemand ewig gestrig ist, dann ja wohl Sie mit Ihrem abgestandenen
68’er Habitus. An Frauen und Mädchen mit langen Röcken werden Sie Sie sich in Deutschland gewöhnen
müssen. Die einzige Frage, die noch nicht endgültig entschieden ist, ist die, ob diese Damen mohammedanisch
oder katholisch sein werden, deutsch oder türkisch/arabisch. Im Übrigen ist es gar nicht lange her,
daß Kardinal Ratzinger schriftlich zugunsten der SJM interveniert hat. Im Zusammenhang mit der von der
SJM geplanten Gründung eines Gymnasiums in Lippborg, hatte ein Sozi vor ca. 2 Jahren Kardninal Ratzinger
angeschrieben. Dieser antwortete dann im o.g. Sinne. Die Geschichte kam sogar ins deutsche Fernsehen,
in der Sendung Monitor. Was die Handkommunion angeht, so hat jeder Priester das Recht, diese zu verweigern,
da hierbei immer die Gefahr der Verunehrung besteht. Priestern hieraus einen Strick drehen zu wollen,
ist moralisch und rechtlich ein antikatholisches Unding. Warum werden Sie nicht Protestant oder Altkatholik?
Die haben doch bereits alles eingeführt, was Ihr Herz begehrt ? Daß die Priester sich weigern sich zum
Hanswurst für irgendeine Pastoralreferentin zu machen, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Ein Bischof,
der seine Diözese zwangsprotestantisiert, gehört schnellstens abgesetzt. Er ist eine Schande für die
Diözese Fulda, die Kirche und das deutsche Volk.
Ungehorsam solcher Bischöfe Durch den Ungehorsam solcher Bischöfe, und davon gibt es heute leider viele,
wird die Kirche Christi demontiert. Diese Stellvertreter kümmern sich doch gar nicht um Anordnungen aus
Rom. Hier ist der echte Ungehorsam zu finden. Der Hl. Vater möge die Kraft, durch die Gebete der noch
Gläubigen erhalten und wie damals Jesus den Tempel gereinigt hat, diese mächtigen Verdreher in die Schranken
weisen.
#61 Gotthard 22:29:39 | Mittwoch, 1. November 2006
@iustus et @lioba bisher kann ich gegen die Amtsführung und die Amtshandlungen von Benedikt XVI. nichts
aussetzen … da bin ich wirklich viel papsttreuer als viele hier im Forum. Gegen manche Massnahmen des
Kurienkardinals habe ich massive Bedenken – zB im blick auf die südamerikanische Befreiungstheologie.
@Lioba – Gegenstimmen kannst Du wohl nicht vertragen – ich hoffe, du lernst noch diskutieren und nerven
zu behalten, wenn es Gegenstimmen gibt.
@Gotthard Für wen sprechen Sie eigentlich? Sind Sie das Bistum? Oder ist der Bischof das Bistum? Ihre
Rolle, Gotthard, widert einen an! Sie sind doch nur in diesem Forum, um zu stänkern! Vielleicht verlassen
Sie mal das Bistum, am besten freiwillig! Viel Spaß bei Ihrer neuen Aufgabe.
#59 Gotthard 22:07:11 | Mittwoch, 1. November 2006
@Dorothea An die Lokalen: Kann man irgendetwas tun für die SJMler diese SJMler sind keine unversetzbaren
Pfarrer … was haben sie persönlich gegen eine neue Aufgabe? Eine Kongregation, die in einem Bistum
nicht mehr erwünscht ist, sollte sich sagen: ok, wir sind mit euch nicht verheiratet – wir suchen uns
was neues.
Msgr. Algermissen www.kreuz.net/article.2959.html An diesem Verhalten des Bischofs gibt es nichts zu beschönigen.
Nota bene: Algermissen selbst bestreitet gar nicht, dass Rom im Sinne des SJMlers reagiert hat.
@Gotthard „Die (Mantel)-Albe ist schließlich das Taufkleid des Priesters und die Stola das Abzeichen
seines Priesterseins. Was will der Christ mehr?“ Ganz so einfach ist es nicht. Und Messe ist Messe, ob
in der Kirche oder in der freien Natur. Es gelten für eine Bergmesse die gleichen Rubriken wie für eine
Messe in einem Kirchengebäude. Natürlich, man wird in der Natur nicht die feierlichste Kasel nehmen
können. Aber ganz auf die Kasel zu verzichten, widerspricht dem folgenden: Vgl. Instruktion „Redemptionis
Sacramentum“ 123. «Zur Messe und zu anderen heiligen Handlungen, die unmittelbar mit der Messe verbunden
sind, ist das Meßgewand (Kasel), das über Albe und Stola zu tragen ist, das dem zelebrierenden Priester
eigene Gewand, sofern nichts anderes vorgesehen ist». Der Priester, der das Meßgewand den Rubriken entsprechend
anzieht, soll es auch nicht unterlassen, die Stola zu tragen. Alle Ordinarien haben darauf zu achten,
daß jede gegenteilige Gewohnheit beseitigt wird.
@ haher @Romulus @ Gotthard Nun ja, das Foto ist ein Produkt der nostalgischen Erinnerungen an alte Zeiten,
in denendie manche Leute auf diesem Forum eben schwelgen… Lasst doch den Leuten ihre Freude wenn es
ihnen gefällt… Mein Ding ist es nicht. Kriegen die überhaupt mit, was der Priester da, im Abstand
von ca 10 Metern, betet und sagt? Na, ja, knielange Röcke, hier, das muslemische Kopftuch da. Beides
entspringt einer leibfeindlichen Interpetation der Religion…
#53 Gotthard 21:45:25 | Mittwoch, 1. November 2006
@justus Jede Wette: Gotthard hat schon lange ein Problem mit Ratzinger. Ratzinger hat mit seinem Buch
„Einführung ins Christentum“ einen echten – positiven – Umbruch in meinem Leben bewirkt.
@sturmius Kardinalsworte sind Kardinalsworte und Papstworte bleiben Papstworte. Im übrigen ist es schon
erheiternd, wie jede Gruppierung in und außerhalb der katholischen Kirche versucht, den Hl. Vater zu
vereinnahmen und in ihrem Sinne zu instrumentalisieren. Gut, dass der Papst da nicht mitmacht.
#50 Gotthard 21:35:44 | Mittwoch, 1. November 2006
@sturmius dieses Zitat kannte ich schon … es sagt aber nicht aus. Ich sagte doch schon einmal: nicht
jedes Zitat und jeder Brief eines Kardinals irgendwann einmal hat Relevanz für alle Zeit bzw traf die
Realität zur Zeit des Verfassens. Was wußte Ratzinger konkret? Wer hatte ihm was gesagt? Wer hatte ihn
um was wozu gebeten? Dieses Ratzinger Zitat sagt nichts …
#49 Sturmius 21:27:08 | Mittwoch, 1. November 2006
Solide Jugendarbeit Speziell die KPE wurde … von Joseph Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt
XVI., „ausdrücklich gelobt und alle Unterstützung empfohlen“: „Die Jugendarbeit in der KPE ist im Ganzen
durchaus positiv einzuschätzen und gibt vielen jungen Menschen eine solide Grundlage für ihren Weg im
Leben.“ Gefunden bei Wikipedia, Artikel „Katholische Pfadfinderschaft Europas“ Haben haher und Gotthard
jetzt ein Problem mit Ratzinger bzw. Benedikt XVI.?
#48 Gotthard 21:25:31 | Mittwoch, 1. November 2006
@marsilius Sollte man nicht beides verwenden: würdige (!) und schöne „neue“ Kaseln und würdige und
schöne Kaseln im römischen Stil? ich habe mit diesem Begriff „würdig“ meine heftigen Probleme. Was
heißt „würdig“? Warum ist eine Mantelalbe mit Überstola bei einer Bergmesse „unwürdig“ aber eine „römische
Kasel“ würdig? Eine römische Kasel bei einer Bergmesse mit 10 Leuten ist eindeutig „overdressed“ – um
mal diesen Begriff zu benutzen, der einiges aussagt. Die (Mantel)-Albe ist schließlich das Taufkleid
des Priesters und die Stola das Abzeichen seines Priesterseins. Was will der Christ mehr? Angemessenheit
wäre ein sinnvollerer Ausdruck – auch in der Liturgie. „Würdig“ heißt alles und nichts – und ist individuell
stark variierend.
@Haher Die Kasel im Bild ist sicherlich kein Glanzstück der Paramentenkunst, aber in meinen Augen besser
als eine geschmacklose Mantelalbe mit Batikstola. Das sind letztlich Geschmacksfragen, die aber doch etwas
über die zugrundeliegende Theologie der Liturgie aussagen. Ich selber bin kein Anhänger der Piusbruderschaft,
schätze aber sehr wohl die Schönheit klassischer Paramente und Stoffe, ob es sich um „römische“ oder
„neogotische“ Paramente handelt. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mit der „sakralen Ästhetik“
des „ausgehenden 20. Jahrhunderts“, wie sie sich in Kirchenbau, Kirchenmusik (Stichwort: „Rockmessen“)
und Paramentik oft zeigt, in der Regel persönlich eher wenig bis gar nichts anfangen kann. Und wie ich
aus vielen Gesprächen weiß, geht es durchaus noch mehreren so. Das hat mit der Piusbruderschaft übrigens
nichts zu tun. In manchen Kreisen wird man belächelt, wenn man mit moderner Kunst nichts anfangen kann,
anderswo lästert man halt über die moderne Kunst. Sie mögen keine römischen Kaseln, ich halt keine
Mantelalben und gebatikte Kaseln mit breiter Überstola. Das heißt nicht, dass es auch schöne und würdige
„moderne“ Kaseln gibt und auch geben muss. Bei Papstmessen in Rom kann man solche etwa sehen. Sollte man
nicht beides verwenden: würdige (!) und schöne „neue“ Kaseln und würdige und schöne Kaseln im römischen
Stil?
Handkommunion Wenn jemand für die Mundkommunion wirbt und zum Beispiel es wagt über den Teufel und das
Fegefeuer zu erzählen hat sich laut „Modernistenansicht“ quasi selbst exkommuniziert. Weitere „Exkommunizierungsgründe“
sind: Lateinisch aramäisch beten Demütig sein Mundkommunion statt Handkommunion bei einer modernisten-Kirche
erbitten Katholisch sein
Folklore Also das Bild mit der Bergmesse ist echt der Hammer… Man sieht deutlich: Wenn das Vatikanum
II. nicht gekommen wäre, wäre die Hl. Messe tatsächlich zu einer reinen Folkloreveranstaltung verkommen
wie wir sie in den verschiedenen Tradigruppen sehen. Auch drüben in diesem stock konservativen kreuforum.net
hat der Beitrag, in dem es um eine vermeintliche „Kleiderordnung“ bei der Hl. Messe geht, die höchste
Zugriffszahl… Bild 3 inder Fotostrecke spricht von einem „Mutterhaus“ dieser Kongregation SJM, Mutterhäuser
gehören doch zu Frauenorden… Bei Männerorden spricht man Koster oder Ordenshaus.
#44 Gotthard 20:52:58 | Mittwoch, 1. November 2006
gegen Ende Im Bund Neudeutschland (ND) Ende der 50er Jahre haben wir schon andere Messen gefeiert …
selbst Kelchkommunion war möglich… Wenn die website der KPE die Wirklichkeit widerspiegelt, bin ich
sehr gelassen – dann ist diese Gruppierung am Ende. Wenn die website der SJM die aktuelle Situation widerspiegelt,
ist es auch nicht weit her mit diesen Leuten. Und ob vor mehr als 10 Jahren mal ein Kardinal in Rom ein
gutes Wort eingelegt hat, sagt nichts über die Qualität dieser Gemeinschaft, über ihr Leben und ihre
Pastoral noch über ihre Theologie… wenn knöchellanger Sack-Rock für junge Frauen Ergebnis der Jugendpastoral –
oder Mittel derselben ist – weiß ich genug. An ihren Früchten erkenne ich sie.
Gotthard: Kluft … Ja, aber die „Burschen!“ müssen/können/sollen selbst mit 18, 19, 20+ mit kurzen
Hosen sich bewegen. ABER: kurz heißt! nicht zu modisch, also knielang, sondern (gott- wie erotisch!)
knapp unter’m Gesäß enden! Die Kluft der HJ ist ein Glanzstück dagegen … Wenn ich daran denke, wie
oft wir angefragt wurden, ob wir denn die neue Ausgabe davon seien. Nee, im Ernst. Eine Zeitreise könnte
nicht anders sein.
@richi: Bergmesse … es gibt keinen Grund zum Neid … Nur, ich für meine Person möchte (zumal in freier
Natur) weder die ganze Zeit auf den Rücken des Priesters schauen noch mir als Mensch des ausgeh. 20 Jahrhds.
mit Sinn für zeitgenössische Ästhetik während der Dauer der Liturgie so eine ätzend geschmacklose
„Casel“ anschauen. Denn dann wäre ich garantiert gleich zu „Pius X“ und Gefolge gegangen. Dort habe ich
diese theol.-liturgischen und ästhetischen Geschmacksverirrungen doch in Rein(un)kultur.
@Bernd Stromberg In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Bild in der Biographie eines gewissen
Kardinals Ratzinger, in dem er bei der Zelebration einer solchen Bergmesse zu sehen ist. Auch dies war
eine würdige und andächtig vollzogene Liturgie, was man auf dem Bild klar erkennen kann. Genau aber
dies ist heute das Problem: Der liturgische Wildwuchs, die liturgischen Eigenmächtigkeiten und spleenigen
Ideen, die „Bastelliturgie“ vor allem in Gottesdiensten für junge Menschen. Eine Bergmesse ist bestimmt
eine großartige Erfahrung nicht nur für junge Menschen, gerade vor einer solch beeindruckenden Kulisse.
Allerdings muss die Größe der Liturgie der Erhabenheit dieser Kulisse auch entsprechen. Und man kann
auch als Nichtteilnehmer immerhin begründet davon ausgehen, dass dies bei der abgebildeten Bergmesse
sehr wohl der Fall war. Wie übrigens bei der Bergmesse, die einst der junge Josef Ratzinger zelebrierte,
genauso!!
Bergmesse Habe mir dieses Bergmessefoto jetzt auch mal näher angeschaut. Was soll denn daran auszusetzen
sein? Es gibt viele Formen der Liturgie aber bei dem Foto erkenne ich nicht, was irgendwelchen AKTUELLEN
liturgischen Vorschriften widersprechen sollte.
Gotthard: Diese maiden, sehen aus wie Amish ja, … sie sehen so aus und sie benehmen sich auch meistens
so, begeben sich nicht nur zum Altar in ehrfürchtigen Abstand, sondern auch, wenn männl. Pfadfinder /
Burschen sich ihnen nähern! In Kirchen wird streng getrennt gesessen und wehe, eine dieser Maiden kommt
mit HOSEN zur Messe! Ich ging mit 18 einmal aus purer Opposition gegen den BDKJ und dessen Indoktrination
zur KPE … und fand mich im rechtsextremen Pendant wieder.
@haher-Bergmesse Sie sind zu beneiden, wenn Sie solche Bergmessen erlebt haben. Überhaupt ist jeder zu
beneiden, der halbwegs katholische Messen besuchen kann. Wann kommt endlich die wahre hl. Messe für alle,
ohne Geschwätz von Laien und Priestern, sondern nur mit den Worten der Hl. Kirche. Man kann nicht immer
drei Stunden fahren.
Bergmesse Was sollte gegen die „Bergmesse“ einzuwenden sein? Gut, der räumliche Abstand zwischen Gläubigen
und Klerus könnte etwas geringer sein. Aber insgesamt handelt es sich bestimmt um eine sehr würdige
Liturgie in der freien Natur. Es ist in jedem Fall besser als irgendwelche „Gitarrenmessen“ am Lagerfeuer,
bei denen der Priester sich lediglich eine Stola über die Altagskleidung legt und Lieder wie „Herr, deine
Liebe ist wie Gras und Ufer“ zum besten (?) gegeben werden. Und man wird auch davon ausgehen können,
dass der Priester die korrekten Messtexte verwendet, egal ob es sich um den „Ordo novus“ oder „Ordo vetus“
handelt. Im Gegenteil, es zeigt, dass auch eine Zelebration in der freien Natur kein Freibrief für eine
„Freistilliturgie“ sein darf. Eine Bergmesse gleich welchen Ritus dispensiert nicht von der liturgischen
Gesetzgebung der Kirche und von der Feier einer würdigen und erhabenen, kurzum sakralen Liturgie!!
@ haher und Gotthard @haher Natürlich ist Algermissen autoritär im soziologischen Sinn, wie Sie es nennen,
er lässt ja nicht einmal einen Dialog in pastoralen Fragen zu. Im theologischen Sinn ist Algermissen
keineswegs autoritär, wie man bei seinem Hofieren von Priestern des glaubensfeindlichen „Fuldaer Kreises“
sehen kann. @ Gotthard Das Zweite Vatikanische Konzil hat aber doch die zölibatäre Lebensform für Priester
der lateinischen Kirche dringend empfohlen (vgl. Presbyterorum Ordinis 16) und daran mit überwältigender
Mehrheit festgehalten. Sind Sie jetzt plötzlich gegen das Konzil? Und was ist mit der Frauenordination,
die der „Fuldaer Kreis“ begrüßt? Da hatte doch Johannes Paul II. mit „Ordinatio sacerdotalis“ eine eindeutig
dogmatische Entscheidung getroffen.
#34 Gotthard 20:04:04 | Mittwoch, 1. November 2006
ich fasse es nicht! diese Bilder finden Sie in den Publikationen der KPE und der SJM zuhauf und DIE SIND
TATSÄCHLICH aktuell! ich habe befürchtet, dass diese Bilder aktuell sind. Diese maiden, die da auf dem
Berggipfel in ehrfürchtigem Abstand vom Altar entfernt stehen – warum eigentlich so weit weg? – sehen
aus wie Amish-people. WENN das die hier so gepriesene Pastoral sein sollte, dann hat der Bischof viel
zu spät gehandelt. Augsburg hatte wohl schon viel früher die Reißleine gezogen… In welchen Diözesen
befinden sich denn eigentlich Niederlassungen dieser SJM. Auf der website findet sich da nichts – ich
denke mal, nicht ohne Grund.
Bischof Algermissen ist mitnichten autoritär im soziologischen Sinn, wohl aber im theol., was der Autorität
seines Amtes entspricht! Pater Höhnisch maßt sich diese aber an, wo und wann immer ihm das passt. @Gotthard:
Bergmesse diese Bilder finden Sie in den Publikationen der KPE und der SJM zuhauf und DIE SIND TATSÄCHLICH
aktuell!! Wäre ich nicht selbst einmal Pfadfinder der KPE gewesen und hätte nicht wenigstens in den
hl. Messen unseres Trupps gegen diese Art des Zelebrierens mich durchgesetzt, ich würde diese Spiritualität
nicht mehr für existent halten. Zum Glück war unser Pfarrer in der Hinsicht mit mir einer Meinung! Also:
Pater Höhnisch und Konsorten – wenn man es nicht leibhaftig erlebt hat, man hält es nicht für möglich
und fühlt sich tatsächlich um mind. 100 Jahre zurückverstezt!
#32 Sturmius 19:50:27 | Mittwoch, 1. November 2006
@ haher Ich bin noch nie zur Mundkommunion gezwungen worden. Es gibt im Bistum Fulda aber Pfarrer, die
bei der Feier der hl. Messe alle daran teilnehmenden Gläubigen in unverschämter und anmaßender Weise
auffordern, (ihnen zuliebe) auf die Mundkommunion zu verzichten und stattdessen Handkommunion zu praktizieren.
DAS ist nicht nur auf rein menschl.-sozialer Ebene einfach widerlich, sondern widerspricht dem kirchlichen
Gesetz und aufrichtiger eucharistischer Gesinnung!
#31 Gotthard 19:47:24 | Mittwoch, 1. November 2006
@toby Finden Sie es in Ordnung, wenn Geistliche in Fulda offen für die Abschaffung des Zölibats eintreten?
Klar finde ich das in Ordnung… Ich wüßte nicht, warum ein Bischof gegen diese Priester vorgehen sollte.
Der Zölibat gehört nicht zum Glaubensgut der katholischen Kirche.
Pater Andreas Höhnisch ist nicht nur ein reaktionärer Theologe und unduldsamer Mensch, sondern auch
absolut autoritär gegen andere Personen, denen er seiner Meinung nach „etwas zu sagen“ hat. Nicht umsonst
wurde er aus der „Gesellschaft Jesu“ (SJ) hinauskomplimentiert. Er genauso wie Patres seines „Pfadfinder“-Ordens
fordern u.A. in ganz normalen Diözesan-Pfarreien, in denen ihnen die hl. Messe zu feiern gestattet wird,
alle daran teilnehmenden Gläubige in unverschämter und anmaßender Weise auf, (ihnen zuliebe) auf die
Handkommunion zu verzichten und stattdessen Mundkommunion zu praktizieren. DAS ist nicht nur auf rein
menschl.-sozialer Ebene einfach widerlich, sondern widerspricht dem kirchlichen Gesetz und aufrichtiger
eucharistischer Gesinnung!
@ propst zu paderborn Haben Sie noch etwas anderes zu bieten als Ihre sich ständig wiederholenden Schutzbehauptungen?
Warum unternimmt Bischof Algermissen nichts gegen den „Fuldaer Kreis“? Finden Sie es in Ordnung, wenn
Geistliche in Fulda offen für das Frauenpriestertum und die Abschaffung des Zölibats eintreten? Was
ist das für ein Bischof, der diese Herren gewähren lässt und unbescholtene Priester rausschmeißt?
Außerdem war es Kardinal Ratzinger, der – wie an anderer Stelle schon erwähnt wurde – 1994 die kanonische
Errichtung der „Servi Jesu et Mariae“ maßgeblich vorangetrieben hatte – und das nicht zuletzt auch gegen
bischöfliche Widerstände. Der Papst schätzt Pater Hönisch sehr! Was hat Algermissen gegen ihn?
#27 Sulpicius 19:05:57 | Mittwoch, 1. November 2006
„Pastoral“ daß sich die drei Ordensleute angeblich nicht in die Pastoral des Bistums Fulda eingeordnet
hätten. Diese Pastoral kann ich mir lenhaft vorstellen…
wer nicht hören will… …der muss eben fühlen. bischof heinz jsoef algermissen hat richtig gehandelt,
egal was hier andere schreiben! ich stehe voll und ganz hinter dem bischof!
#25 Gotthard 17:49:46 | Mittwoch, 1. November 2006
@sturmius ja, in dem Artikel wird ein Schreiben erwähnt – doch ob es dieses Schreiben gibt, weiß niemand –
bestimmt nicht die Poster dieses Forums hier.