Requiem
Die Feier des Lebens von Pfarrer Chuck
Das Leben eines sehr populären Priesters der US-Erzdiözese Cincinnati kam kürzlich zu einem abrupten Ende.
Nach dem Tod wird beim besonderen Gericht durch einen göttlichen Urteilsspruch über das ewige Schicksal des Verstorbenen entschieden. Beim allgemeinen Gericht am Jüngsten Tag wird Christus die Lebenden und die Toten richten.
Nach dem Tod wird beim besonderen Gericht durch einen göttlichen Urteilsspruch über das ewige Schicksal des Verstorbenen entschieden.

Beim allgemeinen Gericht am Jüngsten Tag wird Christus die Lebenden und die Toten richten.
(kreuz.net) Am Freitag versammelten sich Freunde und Familien- angehörige von Hw. Charles Mentrup (47), „um dessen Leben zu feiern“.

Die Formulierung bezeichnet die Abhaltung einer Beerdigung.

Das Leben des Priesters endete am vergangenen Dienstag um 2.58 morgens.

Das berichtete die US-Tageszeitung ‘Middletown Journal’ am Freitag.

Der Geistliche verlor auf einer Autobahn im US-Bundesstaat Ohio die Kontrolle über seinen 2004 Buick LeSabre.

Der Wagen fuhr über den rechten Straßenrand, stieß gegen einen Erdwall und überschlug sich.

Hw. Mentrup war nicht angegurtet. Er wurde aus dem Wagen geschleudert und war auf der Stelle tot.

Der Blutalkoholspiegel des Priesters war dreimal höher als gesetzlich erlaubt.

Der Geistliche – der als „Pater Chuck“ bekannt war – verbrachte sein Leben als Pfarreigeistlicher, Lehrer und Direktor katholischer Schulen.

Außerdem war er als Trainer von Basketball- und Fußball-Mannschaften tätig.

Er war für seine kurzen, auf den Punkt gebrachten Predigten bekannt.

In der Stadt Franklin im US-Bundesstaat Ohio zog er damit jeden Sonntag Scharen von Gläubigen an, die oft stehen mußten, weil in den Kirchenbänken kein Platz mehr war.

Freunde wußten auch, daß sich der Priester gerne in einem Casino in Cincinnati dem Glücksspiel widmete. An seinem letzten Abend hatte er dort 1.600 Dollar gewonnen.

Allerdings zeigte sich ein Sprecher der Erzdiözese Cincinnati über die Alkoholisierung des toten Priesters wenig erfreut:

„Das ist nicht die Verhaltensweise, die wir von einem Priester oder von irgendeinem Gläubigen der Erzdiözese erwarten würden.“

Hw. Mentrup war Diabetiker und nicht für Alkoholprobleme bekannt.

Wegen des Andrangs der Bevölkerung wurde das Requiem für den toten Priester in einem Sportstadion zelebriert.

Etwa 6.000 Gläubige nahmen daran teil.

Bild: Ausschnitt der Darstellung des Jüngsten Gerichtes von Michelangelo Buonarroti († 1564) in der Sixtinischen Kapelle
      
9 Lesermeinungen
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#9   Ketzerjäger †   12:47:11 | Montag, 6. November 2006
@Beobachterin
Wenn es um Sünde geht, hat nicht die Bibel priorität, sondern die Kirche. Es ist nicht so, dass in der Bibel alle Sünden aufgelistet sind. So denken die Protestanten und irren gewaltig.
Jesus selbst sagt ja, dass noch vieles erst offenbart wird. Durch wen? Paulus sagt klar und deutlich durch wen, durch das apostolische Lehramt!
Die Kirche hat in dieser Sache aber schon gesprochen, Glückspiel ist Sünde. Der Kirchenbann wurde im 18. Jahrh. ausgesprochen.
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#8   Camaurus2   09:20:53 | Montag, 6. November 2006
Requiescat in pace.
De mortuis nil nisi bene.
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#7   Beobachterin   01:26:51 | Montag, 6. November 2006
Glücksspiel
Ketzerjäger: @ ein Priester darf doch nicht Glücksspiel betreiben. Glücksspiel ist laut Bibel eine Sünde!
So? Wir sind alle kleine Sünderlein. Auch die, die freitags zuhauf ihren Lottoschein abgeben.
Mir ist keine Stelle in der Bibel bekannt, die das Glücksspiel behandelt oder gar als Sünde bezeichnet. Und: Wer von euch ohne Sünde sei, der werfe den ersten Stein …
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#6   Ketzerjäger †   23:21:47 | Sonntag, 5. November 2006
@Beobachterin
Liebe Beobachterin, ein Priester darf doch nicht Glücksspiel betreiben. Glücksspiel ist laut Bibel eine Sünde! Auch soll der Mensch mässig sein, ein Priester also erstrecht! Er war bestimmt ein guter Mann, aber ob er ein guter Priester war ist eine andere Frage.
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#5   laikos   22:34:24 | Sonntag, 5. November 2006
Typisch
Wenn ein gefallener Priester stribt dann ist er auf einmal ein Nationalheld. Wenn ein seliger stirbt interessiert es niemanden. Auch gut so, denn selig sind die die arm sind vor Gott :(3
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#4   Breze   22:09:08 | Sonntag, 5. November 2006
@ Jawohl
Gratulation, Dr. Goesche! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so schnell erleben darf: Radio Vatikan übernimmt direkt und gekennzeichnet eine Meldung von kreuz.net!
ich muss vor allem wegen der Bezeichung „Internet-Nachrichtendienst“ sehr, sehr schmunzeln… :-) .
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#3   Jawohl!   22:04:19 | Sonntag, 5. November 2006
KREUZ.NET auf RADIO VATIKAN
Gratulation, Dr. Goesche! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so schnell erleben darf: Radio Vatikan übernimmt direkt und gekennzeichnet eine Meldung von kreuz.net!
…ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=102361
Im Vatikan soll ein Dokument in Vorbereitung sein, das die Feier der Alten Messe erleichtern soll. Das schreibt der Internet-Nachrichtendienst kreuz.net unter Berufung auf den Rom-Korrespondenten der »Deutschen Tagespost«. Allerdings stehe die Veröffentlichung des Dokuments nicht unmittelbar bevor, sondern könne noch bis zum Frühjahr kommenden Jahres dauern. Im Dokument solle festgehalten werden, daß die »römische Messe« der überall gültige Ritus der Katholischen Kirche bleibe. Diese Messe solle aber künftig aus zwei Formen bestehen: »der gewöhnlichen Form, so wie sie im ›neuen‹ Meßbuch von Paul VI. enthalten ist, und der außergewöhnlichen Form, wie sie das Meßbuch von Pius V… vorsieht.«
Angeblich seien bei der Abfassung des neuen Dokumentes noch einige Detailfragen zu klären. Auch die Tatsache, dass mehrere vatikanische Behörden für das Papier zusammenarbeiten müßten, führe zu Verzögerungen. Aus dem Vatikan gibt es zu Spekulationen über ein entsprechendes Dokument keinen Kommentar. (kreuz.net 05.11.06 sk)
PS: Ich wusste gar nicht, dass in Sankt Afra auch ein Mädchen ministrieren darf (….institut-philipp-neri.de/neu/faure.html 2. Bild von oben – oder ist es ein Mann?). Da werde ich demnächst doch einmal vorbeischauen.
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#2   möchtegern-kathole   12:28:42 | Sonntag, 5. November 2006
Befreie, …
o Herr, die Seelen aller Verstorbenen Gläubigen von jeder Fessel der Schuld. Deine Gnade komme Ihnen zu Hilfe, auf dass sie entrinnen dem Rachegerichte. Lass sie geniessen des ewigen Lichtes Glückseligkeit.
aus dem alten Tractus der Messe für Verstorbene.
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#1   Beobachterin   11:45:56 | Sonntag, 5. November 2006
ein Unglück
Ein Priester ist auch nur ein Mensch und darf selbstverständlich Freude an weltlichen Dingen haben. Vielleicht sind das nicht die schlechtesten … aber er hätte sich in alkoholisiertem Zustand nicht ans Steuer setzen sollen.
Das gilt auch für alle, egal ob Priester oder nicht. Schade, daß er es getan hat – die Welt hätte ihn noch gebraucht.
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