Protestantismus
Rätselhafte Selbstverbrennung
Am Reformationstag verbrannte sich ein evangelischer Pfarrer in Erfurt aus Protest gegen die Ausbreitung des Islam. Der Arzt, der um sein Leben kämpfte – war ein Moslem.
Martin Luther Statue in Erfurt
Martin Luther Statue in Erfurt
(kreuz.net, Erfurt) Letzten Mittwoch veranstalteten Erfurter Kirchenvertreter eine Pressekonferenz zum Selbstmord von Pfarrer Roland Weißelberg (73).

Dieser hatte sich vor dem evangelischen Augustinerkloster in Erfurt selber verbrannt.

Das berichtete die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ am Freitag.

Um Spekulationen vorzubeugen, legte Elfriede Begrich – Pröpstin von Erfurt-Nordhausen mit Sitz im ehemaligen Augustinerkloster – an der Pressekonferenz das Motiv des Pfarrers offen.

Pfarrer Weißelberg sei es mit seinem Selbstmord „um die Ausbreitung des Islam und die Haltung der Kirchen dazu gegangen“.

Das sei für ihn „wirklich ein Dauerthema gewesen“.

Die Kirche, sagt die Pröpstin, habe sich zwar damit beschäftigt, „aber nicht so exzentrisch“.

Die Pröpstin schildert den Verstorbenen als „sehr, sehr aktiv“.

Noch vor vierzehn Tagen habe er Gottesdienstvertretungen übernommen. Zu Weihnachten wollte er mit seiner Frau zum Sohn nach Schweden reisen.

Weißelberg habe ein exzellentes Gedächtnis gehabt. Er sei stets froher Sinne gewesen. Bei Versammlungen habe er oft Gedichte rezitiert, vor allem von Theodor Fontane († 1898) und Friedrich Hölderlin († 1843).

Der anwesende evangelische Landesbischof Axel Noack aus Magdeburg erklärte, daß Pfarrer Weißelberg seine Tat nicht zufällig am Reformationstag und am Ort beging, wo der Reformator Martin Luther ins Kloster eintrat und seinen Weg begann.

Vor dem Selbstmord parkte Weißelberg sein Auto fünf bis zehn Minuten vom ehemaligen Augustinerkloster entfernt. Den Schlüssel hinterlegte er im Kloster an der Rezeption.

Offenbar wollte Weißelberg am Gottesdienst zum Reformationstag teilzunehmen.

Doch sein Versuch, in die Kirche zu gelangen, scheiterte, weil die gewählte Eingangstüre ausnahmsweise geschlossen war.

Danach ging Weißelberg zwischen 10.30 und 10.40 Uhr auf eine 2,5 Meter tiefe und mit einem leichten Gitter abgesperrte Baugrube vor dem Kloster. Dort wird die alte Bibliothek wiedererrichtet.

Aus einem kleinen Kanister goß er sich brennbare Flüssigkeit über den Kopf und rief die Namen „Jesus“ und „Oskar“.

Mit „Oskar“ meinte er offenbar Oskar Brüsewitz, der sich am 18. August 1976 in der Fußgängerzone der Stadt Zeitz im jetzigen Bundesland Sachsen-Anhalt mit Benzin übergoß und anzündete, um als lebende Fackel gegen den Kommunismus zu protestieren. Brüsewitz starb später an seinen Verbrennungen.

Nach seiner Tat erhielt Pfarrer Weißelberg sofort Erste Hilfe und wurde in ein Erfurter Krankenhaus und später in eine Spezialklinik nach Halle gebracht.

In der Zwischenzeit rief Frau Weißelberg in dunkler Vorahnung im ehemaligen Kloster an, um nach ihrem Mann zu fragen, auf den sie zu Hause mit Gästen wartete.

Während des Telephonats erfuhr sie, daß im Kloster etwas geschehen war. Danach suchte sie nach Hinweisen auf den Verbleib ihres Mannes und fand einen Abschiedsbrief.

Das Schreiben enthielt eine Entschuldigung sowie Anweisungen für die Beerdigung.

Die ‘Frankfurter Allgemeine’ bezeichnet den evangelischen Pfarrer zwar als streitbar, aber zugleich als menschlich und ausgeglichen.

Er sei eloquent, gottesfürchtig, vernünftig, bis zuletzt agile und vitale und kein verschrobener Charakter gewesen.

Weißelberg wurde am 4. Juli 1933 in Königsberg geboren. Er studierte von 1953 bis 1958 in Jena und Berlin evangelische Theologie.

Von 1959 bis 1961 war er als Lektor in der Evangelischen Verlagsanstalt Berlin tätig.

Am 8. Dezember 1963 wurde er zum evangelischen Pfarrer ordiniert.

Nach einer Zeit als Hilfsprediger war er 25 Jahre Pfarrer in Windischholzhausen – ein Stadtteil von Erfurt.

Zum 1. Mai 1989 wurde er wegen schwerer Erkrankung – offenbar ein Herzinfarkt – vorzeitig pensioniert.

In den DDR-Zeiten legte sich Weißelberg immer wieder mit der ‘Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands’ an.

Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigte er sich intensiv mit dem Islam.

In einer kurzen Diskussion bedauerte Weißelberg einmal, daß der Islam zu stark werde, daß die Christen zu wenig Profil hätten und daß das Christentum deshalb untergehe.

Nach seiner Tat betete die evangelische Schwester Ruth aus dem ehemaligen Kloster mit dem zunächst geretteten Weißelberg.

Der Schwerverletzte bat im Krankenhaus während seiner letzten Stunden um Verzeihung für seine Tat.

Der Arzt in der Klinik für Schwerbrandverletzte, der Weißelberg in Halle behandelte, war ein Muslim.

Die Witwe, Frau Weißelberg, entschuldigte sich bei ihm.
      
36 Lesermeinungen
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#36   Frag würdig   10:45:30 | Sonntag, 12. November 2006
Ruth Meili Erfurt hat es richtig gesagt
Sicher: führende Kirchenvertreter sagen nun, daß die Islamfurcht eine irrationale Sorge von Weißelberg gewesen sei, in Erfurt und ganz Thüringen gebe es so wenige Moslems, da sei der Islam überhaupt kein Problem. Aber es wird Weißelberg auch nicht um die Moslems in Erfurt gegangen sein. Lehrt nicht gerade die Kirche, daß wir es lernen sollen, über den eigenen Kirchturm hinauszublicken und größere Zusammenhänge zu sehen. Das hat die Leiterin der Erfurter Communität „Casteller Ring“, Ruth Meili, die sich auch als erste zu dem Verbrannten in die Grube begab, sehr klar erkannt. Im Gespräch mit Anni Mursula von der „Jungen Freiheit“ (10.11.06) sagt sie:
„Für uns hier in Thüringen ist Islam kein großes Problem, weil hier kaum Moslems leben. Wir lesen zwar darüber in der Zeitung und machen uns Gedanken, aber bisher ist die Bedrohung für uns abstrakt geblieben. Aber damit ist Weißelbergs Sorge nicht abgetan. Es ist die weltweite Bedrohung, die ihm Sorgen bereitete. Der 11. September 2001, der Karikaturenstreit, die Christenverfolgung in moslemischen Ländern und der letzte Papstbesuch in Deutschland sind alles Signale, die wir ernst nehmen müssen. Wir müssen uns fragen, wie wir mit dieser islamischen Radikalisierung als Kirche und als Christen umgehen. Alle betonen, daß der Islam eine friedliebende Religion sei – was ich gerne glaube –, aber kann man uns vorwerfen, daß wir durch die Ereignisse der letzten Jahren ein anderes Bild entwickelt haben? Da hilft es nicht nur zu sagen, daß Is
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#35   Dr. Christoph Heger   11:12:07 | Montag, 6. November 2006
@Adrian Leverkuehn, Breze
Meine Güte, Adrian und Breze, Sie können offenbar gar nicht genug von mir kriegen …
Naja Sie fänden es sicher auch nicht lustig wenn die 3,5 Mio. Muslime hierzulande sich vor jeder Kirche postieren würden und Christen missionieren wollten, oder?
Abgesehen von Ihrer Übertreibung – die Muslime missionieren sehr wohl, auch hier in Deutschland. Und das dürfen sie hier.
Sie fänden es sicher auch nicht lustig wenn sich muslimische Missionare die enormen Fortschritte in Sachen Bibelforschung zunutze machen würden, oder?
Auch das tun sie – mehr oder weniger klug. Es geht hier auch gar nicht darum, ob die Muslime (oder die Juden, die Sie andernorts ansprechen) das lustig finden. Das ist unerheblich.
Ich hab nichts gegen Missionierung (egal durch wen!!!),
Auf einmal? Sie wollten sie doch mit der Besorgnis um den „sozialen Frieden“ einschränken.
aber „organisierte Anstrengung“ ist wohl eher Reconquista und Inquisition!
Sie sind etwas phantasielos! Eine organisierte Anstrengung wäre zum Beispiel ein gescheites Schriftenapostolat.
Im übrigen weiß ich nicht, was die Inquisition mit Mission zu tun haben sollte. Der historischen Inquisition unterstanden bekanntlich nur schon Getaufte.
Das ist bei der neueren bundesrepublikanischen Inquisition auf historische Korrektheit anders: Ihr unterstehen Gläubige und Ungläubige, und das unter Mißachtung des strafrechtlichen Territorialprinzips weltweit.
MfG
Christoph Heger
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#34   Maurice Corvisier   06:05:39 | Montag, 6. November 2006
Auch eine Art von Reconquista:
hoffentlich klappt der link hier www.fsspx.info/special/?id=img11627433…
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#33   Beobachterin   01:22:47 | Montag, 6. November 2006
Islamisierung auf dem Vormarsch
Adrian Leverkuehn: Naja Sie fänden es sicher auch nicht lustig wenn die 3,5 Mio. Muslime hierzulande sich vor jeder Kirche postieren würden und Christen missionieren wollten, oder?
Die Muslime treiben doch wohl genug Missionierung bei uns. Eine Moschee nach der anderen wächst in Deutschland aus dem Boden hervor. Die Moscheen sind ihre Kasernen, die Minarette ihre Bajonette, die Kuppeln ihre Helme und die Gläubigen ihre Soldaten. (nach Erdogan)
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#32   Breze   23:59:01 | Sonntag, 5. November 2006
@ Adrian
Schade. Dr. Heger lässt uns wohl bis morgen warten, so wie es aussieht…
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#31   Adrian Leverkuehn   23:54:48 | Sonntag, 5. November 2006
Ja ich auch…
…aber fast weiß ich schon wie sie aussieht…!
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#30   Breze   23:45:52 | Sonntag, 5. November 2006
@ Adrian
Okay, ich verstehe was Sie meinen.
und ich bin, gemeinsam mit Ihnen, auf die Antwort Dr. Heger’s gespannt
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#29   Adrian Leverkuehn   23:44:08 | Sonntag, 5. November 2006
@ Breze
Das sollten Sie vielleicht Dr. Heger fragen.
Eine organisierte Anstrengung war eben auch die Reconquista.
Eine organisierte Anstrengung wäre es wohl wenn die Kirche bspw. in München eine Konferenz veranstalten würde um konkrete Schritte in Hinblick auf eine Missionierung der 3,5 Mio. Moslems in Dtl. zu beraten.
Das würde sicherlich sowohl von den Moslems, als auch den Protestanten und Juden abgelehnt.
Verständlicherweise!
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#28   Breze   23:39:36 | Sonntag, 5. November 2006
@ Adrian
Mich würde interessieren, wie die von Ihnen besagte „organisierte Anstrengung“ denn aussehen könnte…
Es liegt in der Natur des Christentums zu evangelisieren, ansonsten gilt das, was ich in meinem letzten posting geschrieben habe.
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#27   Adrian Leverkuehn   23:34:36 | Sonntag, 5. November 2006
@ Breze
Hab ich doch gesagt. Natürlich kann jeder missionieren wie er will. Eine organisierte Anstrengung würde aber den sozialen Frieden in Dtl gefährden. Die Moslem (und vermutlich auch die Protestanten, Atheisten und Juden) würden es sicher nicht gutheißen wenn die Katholische Kirche eine organisierte Anstrengung unternehmen würde!
Das würde eine Menge böses Blut geben.
Außerdem könnte man auch sagen daß eine solche Anstrengung die Religions und Glaubensfreiheit missachtet.
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#26   Breze   23:20:35 | Sonntag, 5. November 2006
@Adrian
Jetzt muss ich Ihnen auch widersprechen:
Die Verkündigung des Evangeliums ist keineswegs mit der Conquista oder ähnlichem zu vergleichen, das Evangelium zu verkündigen setzt voraus, dass derjenige, dem es verkündigt wird, in Freiheit annimmt oder ablehnt, das liegt in der Natur des Evangeliums (Frohe Botschaft). Das Evangelium ist ein Geschenk Gottes an jeden einzelnen.
Aber Dr. Heger sieht das bestimmt anders als ich
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#25   Adrian Leverkuehn   23:13:50 | Sonntag, 5. November 2006
@ Dr. Heger
Wieso sehe ich (abgesehen von der Evangelischen Allianz) bei den Großkirchen keinerlei organisierte Anstrengung, den Muslimen hierzulande das Evangelium zu verkünden
Naja Sie fänden es sicher auch nicht lustig wenn die 3,5 Mio. Muslime hierzulande sich vor jeder Kirche postieren würden und Christen missionieren wollten, oder?
Ich sehe auch nicht, daß die Kirchen für ihren „Dialog“ mit dem Islam sich den enormen wissenschaftlichen Fortschritt in der Erforschung des Ursprungs des Korans und des Frühislams (Lüling, Luxenberg, Popp, Ohlig, Puin usw.) zunutze machen.
Sie fänden es sicher auch nicht lustig wenn sich muslimische Missionare die enormen Fortschritte in Sachen Bibelforschung zunutze machen würden, oder?
Ich hab nichts gegen Missionierung (egal durch wen!!!), aber „organisierte Anstrengung“ ist wohl eher Reconquista und Inquisition!
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#24   Breze   23:00:18 | Sonntag, 5. November 2006
@ Dr. Heger
Danke für die Korrektur, wir haben beide recht…
Aber im Gegensatz zu Ihnen erlebe ich sehr wohl, dass in der Kirche das Evangelium verkündet wird. Ich stimme Ihnen zu, dass es nicht immer und überall in der Kirche so ist. Aber wenn Sie beispielsweise die Priester ansprechen, die Priester, die ich kenne, verkünden sehr wohl das Evangelium und die Lehre der Kirche, unverkürzt und in seiner reinen Form
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#23   Dr. Christoph Heger   22:45:54 | Sonntag, 5. November 2006
@Breze: „Kirche“ mal so, mal so
Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, die Kirche sind Sie und ich…
Nicht in jeder Hinsicht. Wenn ich Kirchensteuer zahle, geht die nun nicht gerade an Sie und mich.
Also es hat schon seine Richtigkeit, wenn ich je nach Kontext mit „Kirche“ auch schon mal die Körperschaft des öffentlichen Rechts meine oder die herrschende Klerisei in der Kirche usw. Denn es ist deren Versäumnis, was ich angekreidet hatte.
MfG
Christoph Heger
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#22   Breze   22:40:01 | Sonntag, 5. November 2006
@ Christoph Heger
Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, die Kirche sind Sie und ich…
Sie reden ja daher wie jene Kritiker von links, die gerne die „Amtskirche“ kritisieren, die Institution, und dabei ganz vergessen, das mit der Kirche das Volk Gottes gemeint ist.
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#21   Dr. Christoph Heger   22:34:51 | Sonntag, 5. November 2006
Islam
Es liegt an uns, dieses Vakuum zu füllen, bevor es der Islam tut.
Das ist so ein bißchen wie „Gut gebrüllt Löwe!“
Die sich mir aufdrängende Frage ist doch: Wieso sehe ich (abgesehen von der Evangelischen Allianz) bei den Großkirchen keinerlei organisierte Anstrengung, den Muslimen hierzulande das Evangelium zu verkünden – wo man es doch endlich mal unter den Bedingungen der Religionsfreiheit könnte?
Ich sehe auch nicht, daß die Kirchen für ihren „Dialog“ mit dem Islam sich den enormen wissenschaftlichen Fortschritt in der Erforschung des Ursprungs des Korans und des Frühislams (Lüling, Luxenberg, Popp, Ohlig, Puin usw.) zunutze machen.
Insgesamt scheint der Gedanke der Mission so ausgedünnt, daß man glauben könnte, die Herren meinen Jesus Christus habe seinen Aposteln einen unsittlichen Antrag gemacht, als er sie aufforderte, die Völker zu lehren und zu taufen.
MfG
Christoph Heger
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#20   Graf von Galen   22:24:16 | Sonntag, 5. November 2006
Wider den Islam, @ Methusalix
Wenn es darum geht, Deutschland vor dem Islam zu
retten, würde ich grundsätzlich auch eine Hilfe durch
Polen begrüßen. Danach kann man sich ja immer noch
über eine Rückgabe der deutschen Ostgebiete unter-
halten.
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#19   Jawohl!   22:06:52 | Sonntag, 5. November 2006
KREUZ.NET auf RADIO VATIKAN
Gratulation, Dr. Goesche! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so schnell erleben darf: Radio Vatikan übernimmt direkt und gekennzeichnet eine Meldung von kreuz.net!
…ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=102361
Im Vatikan soll ein Dokument in Vorbereitung sein, das die Feier der Alten Messe erleichtern soll. Das schreibt der Internet-Nachrichtendienst kreuz.net unter Berufung auf den Rom-Korrespondenten der »Deutschen Tagespost«. Allerdings stehe die Veröffentlichung des Dokuments nicht unmittelbar bevor, sondern könne noch bis zum Frühjahr kommenden Jahres dauern. Im Dokument solle festgehalten werden, daß die »römische Messe« der überall gültige Ritus der Katholischen Kirche bleibe.Diese Messe solle aber künftig aus zwei Formen bestehen: »der gewöhnlichen Form, so wie sie im ›neuen‹ Meßbuch von Paul VI. enthalten ist, und der außergewöhnlichen Form, wie sie das Meßbuch von Pius V… vorsieht.«
Angeblich seien bei der Abfassung des neuen Dokumentes noch einige Detailfragen zu klären. Auch die Tatsache, dass mehrere vatikanische Behörden für das Papier zusammenarbeiten müßten, führe zu Verzögerungen. Aus dem Vatikan gibt es zu Spekulationen über ein entsprechendes Dokument keinen Kommentar. (kreuz.net 05.11.06 sk)
PS: Ich wusste gar nicht, dass in Sankt Afra auch ein Mädchen ministrieren darf (….institut-philipp-neri.de/neu/faure.html 2. Bild von oben – oder ist es ein Mann?). Da werde ich demnächst doch einmal vorbeischauen.
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#18   Breze   16:54:10 | Sonntag, 5. November 2006
@ tau
Ein wirklich gläubiges, gelebtes und offensives, missionierendes, mutiges Christentum ist die Lösung.
Sehr gut, und mit Breze’s Worten:
eine Re-Evangelisation
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#17   tau †   16:47:39 | Sonntag, 5. November 2006
@ evangelischer Diakon: Sie
haben meine Sympathie und meine Unterstützung. Wie Breze auch schon schrieb, liegt es an uns persönlich, das Vakuum in unserer Gesellschaft, mit unserem Glauben und unserer Tat GEMEINSAM (CDL, TCLG und so weiter) zu füllen. Ein wirklich gläubiges, gelebtes und offensives, missionierendes, mutiges Christentum ist die Lösung.
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#16   Breze   16:35:43 | Sonntag, 5. November 2006
@ frag würdig
Sie haben recht, das Problem der Abtreibung, niedriger Geburtenrate ist in dem Punkt auch ein Faktor
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#15   Frag würdig   16:21:25 | Sonntag, 5. November 2006
Das stimmt, Breze
Das stimmt nun auch wieder (und hab ich z.B. mit Pkt. drei Abtreibung angedeutet)
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#14   Breze   15:57:48 | Sonntag, 5. November 2006
Lieber evangelischer Diakon
Ich stimme Ihrem post zu,
möchte es aber durch meine Meinung ergänzen.
Die Ausbreitung des Islam in Deutschland bzw. in Europa stellt isofern eine Gefahr dar, weil der Islam das Vakuum füllt, das durch Nihilismus, Hedonismus, der Verlust des Glaubens an Gott in unserer postchristlichen Gesellschaft entstanden ist. Es liegt an uns, dieses Vakuum zu füllen, bevor es der Islam tut.
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#13   Frag würdig   15:42:58 | Sonntag, 5. November 2006
Ernst nehmen
Weißelberg wendet sich doch nicht generell gegen „die Moslems“ und schon gar nicht gegen friedliche Moslems in Erfurt… Nur: Es ist bereits – laufen die Dinge so weiter – jetzt sicher, daß wir in wenigen Jahrzehnten in Deutschland eine muslimische Mehrheit haben werden. Wie es dann mit Freiheit/Toleranz bestellt sein wird, läßt sich ahnen, wenn man auf moslemische Länder schaut, in denen christl. Minderheiten leben. Von Marokko bis Indonesien erleiden sie schwerwiegende Benachteiligung , oft Verfolgung. D i e s e Sorge trieb Pfr. Weißelberg um. Kirchenvertreter mußten einräumen, daß es sich bei Weißelberg um einen besonnenen, fleißigen Mann handelte. Dennoch beschwichtigen sie – wie im Fall Brüsewitz. Sicher ist Suizid keine Lösung, wenn man meint, einer Sache Gehör verschaffen zu müssen. Dennoch sollte man die t i e f e S o r g e aufgreifen, die Weißelberg mit dieser Verzweiflungstat offenbart hat.Wir sind es unseren Kinder und Enkeln schuldig, noch einmal neu über folgende Fragen nachzudeneken:
– Zuzug: für wen? In welchen Fällen? Zeitl. Begrenzung?
– Rückführungen für Straftäten, Hetzer, Staatsfeinde ?
– Warum eigene niederige Geburtsrate (Kindstötung im Mutterleib)
Das Nachdenken muß geschen können, ohne daß man «Echte Toleranz bedeutet, auszuhalten, dass ein anderer etwas anderes glaubt als man selbst.»
in eine fundamentalstische oder gar braune Ecke gestellt wird.
Evangelischer Diakon
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#12   Beobachterin   11:54:18 | Sonntag, 5. November 2006
Scharia nicht verfassungsfeindlich?
methusalix: Beobachterin: Also irgendwie haben Sie die Wörter extrem und Extremismus noch nicht ganz verstanden, Beobachterin.
Ich kann mir schon recht gut vorstellen, was (politischer) Extremismus bedeutet.
Aber fragen Sie doch bitte einmal beim Bundesamt für Verfassungsschutz nach, was man dort darunter versteht oder auch nicht.
Da es sich bei der Scharia also nicht um einen abgeschlossenen Rechtskodex handelt, sondern um eine historisch gewachsene Methode der islamischen Rechtsfindung, die prinzipiell ergebnisoffen ist, kann nicht davon die Rede sein, dass eine Befürwortung oder ein Festhalten an der Scharia an sich verfassungsfeindlich wäre.
(zitiert aus: www.im.nrw.de/sch/595.htm)
Pfarrer Weißelberg wußte – ebenso wie Oskar Brüsewitz – schon, was und warum er es tat.
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#11   athanasius1957   10:25:37 | Sonntag, 5. November 2006
zeichen setzen
warum entschuldigt sich die gattin des pfarrers beim muslimischen arzt und wofür?
Klärt mich bitte auf.
ich empfehle allen, nicolai de cusa CRIBRATIO ALKORANI, besser bekannt unter Nikolaus von Kueß Siebung des Korans.
Auch wenn in unserer Zeit die Mission Andersgläubiger nicht besonders geschätzt wird, ist dieses Büchlein sicherlich die Grundlage für einen Dialog bzw. Disputation.
Schönen Sonntag.
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#10   tau †   01:30:27 | Sonntag, 5. November 2006
@ Breze: gute
Nacht !!!!!!!!!
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#9   Johann Gerhard   01:27:21 | Sonntag, 5. November 2006
Selbstverbrennung
Mir ist es unverständlich, wie ein vermeintlich so engagierter lutherischer Pfarrer so agieren konnte. In der lutherischen Kirche besteht bzw. bestand zumindest früher einmal kein Zweifel darüber, dass die Warnung des St. Paulus, dass kein Mörden das Himmelreich ererben werde, auch bei Selbsttötungen gilt. Einem Christen ist es nun einmal nicht gestattet, seinen (auch berechtigten) Protest in jeder denkbaren Form zu äußern.
Es scheint aber glücklicherweise, als ob dem Pfarrer noch Zeit zur Reue und Buße bestanden hat, um auch für diese Sünde durch Christi Blut Vergebung zu erlangen.
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#8   methusalix †   01:20:43 | Sonntag, 5. November 2006
fünf Zeichen als Titel
Beobachterin: Quo vadis, Deutschland?
Pfarrer Weißelberg war offensichtlich jemand, der keine Art von Extremismus ertragen konnte…
Also irgendwie haben Sie die Wörter extrem und Extremismus noch nicht ganz verstanden, Beobachterin. Was glauben Sie eigentlich ist ein Freitod im Feuer? Eine einfache, alltägliche Angelegenheit? Oder doch – ein klein wenig nur – extrem?
Graf von Galen: Wider den Islam
…Was die Ausbreitung des Islam in Deutschland angeht, kann wohl nur noch ein Wunder das deutsche Volk davor bewahren, unter dessen Knute zu kommen.
Na vielleicht sollten wir uns dann mit diesen schrecklichen Kaczinsky-Zwillingen in Polen gut stellen. Meinen Sie nicht auch, Euer Peinlichkeit? Die Polen haben uns ja schon mal vor den Islamisten gerettet. Damals vor Wien, am 12. September 1683. Oder haben Sie was gegen die Polen?
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#7   Graf von Galen   23:24:13 | Samstag, 4. November 2006
Wider den Islam
Zum Selbstmord haben Protestanten sicher ein
falsches Verständnis. Was die Ausbreitung des Islam
in Deutschland angeht, kann wohl nur noch ein Wunder
das deutsche Volk davor bewahren, unter dessen Knute
zu kommen. Die Führer sind blind und das Volk ist durch
Bild und Glotze zum größten Teil so verblödet, daß es
die Gefahr entweder nicht wahr nimmt oder aber
daraus keine entsprechenden Konsequenzen zieht.
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#6   Maurice Corvisier   20:22:58 | Samstag, 4. November 2006
Mir ist diese Selbstverbrennung,
so entsetzlich sie ist, überhaupt nicht rätselhaft. Ein einfacher Gang durch eine Stadt am Nachmittag, die Erlebnisse eines schulplichtigen Kindes oder Enkels (und die Lektüre seiner Schulbücher), das kritische Wahrnehmen der veröffentlichten Meinung: das reicht schon als satte Erklärung.
Daß des Pfarrers Tat wohl als Verzweiflungstat einen milden Richter finden wird, dafür will ich morgen die Sonntagsmesse aufopfern.
Gestern war ich in Reichenstein bei Monschau (Montjoie!!! – wem auch immer das etwas sagt). Kreuz.net hat über das neue Benediktinerkloser berichtet. In der ehemaligen und künftigen Klosterkirche sangen Mädchen (naja, eher junge Frauen) lateinische Lieder. Wenn der arme Pfarrer das gehört hätte, dann hätte er gewußt, wo die Zukunft liegt. Vielleicht hätte er sie sogar nachvollziehen können! Seine Verzweiflung ist jedoch (in seiner Situation) verständlich und nachvollziehbar.
requiescat in pace. Amen.
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#5   Breze   20:01:58 | Samstag, 4. November 2006
@ beobachterin
Wie kommt’s dass Sie plötzlich den Protestanten, den „Ketzern“ so milde gestimmt sind?
Moslems als Extremisten zu beschimpfen ist das eine, vor der eigenen Haustüre zu kehren das andere…
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#4   Beobachterin   19:50:06 | Samstag, 4. November 2006
Quo vadis, Deutschland?
Pfarrer Weißelberg war offensichtlich jemand, der keine Art von Extremismus ertragen konnte und dem unsere Religion, unsere Kultur und unser Land am Herzen lag.
Ich fürchte, auch seine Tat, mit der er die für unsere Zukunft Verantwortlichen endlich wachrütteln wollte, wird nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Deutschland quo vadis?
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#3   Rodolfo Panetta   19:46:19 | Samstag, 4. November 2006
Oskar Brüsewitz
Wie Pfarrer Oskar Brüsewitz die Kumpanei mit dem gottlosen SED-Regime anprangerte, wandte sich Pfarrer Roland Weißelberg gegen die Kumpanei mit dem Islam, der in unserem Land stark und stärker wird. Das Opfer von Pfarrer Brüsewitz hat mich seinerzeit so stark beeindruckt, daß ich mit meiner Familie einige Zeit nach der Maueröffnung – es war 1991 – nach Zeitz und Rippicha gefahren bin. Wir besuchten die inzwischen verstorbene Witwe von Pfarrer Brüsewitz und hatten ein längeres Gespräch mit ihr. Sie erläuterte uns seine konsequent christliche Denkweise, die wir voll und ganz nachvollziehen konnten. Für Menschen wie Pfarrer Brüsewitz und wohl auch Pfarrer Weißelberg gibt es keine faulen Kompromisse.
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#2   Sulpicius   18:34:29 | Samstag, 4. November 2006
Punkte
In einer kurzen Diskussion bedauerte Weißelberg einmal, daß der Islam zu stark werde, daß die Christen zu wenig Profil hätten und daß das Christentum deshalb untergehe.
Punkt 1 und 2 Zustimmung, Punkt 3 nicht korrekt. Aber gehörig zurecht gestutzt wird das Christentum. Alles Überflüssige wird beseitigt werden.
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#1   Hypatia   18:33:55 | Samstag, 4. November 2006
Selbstverbrennung
Das Martyrium freiwillig zu suchen ist falsch. Ein solches Selbstopfer ist zutiefst unchristlich und drückt genau das Gegenteil dessen aus, was es vorgaukelt. Zur Demonstration einer religiösen Entrüstung ist ein solches Verhalten folglich nicht geeignet. Der Glaube an Gnade und Erlösung lässt keinen Raum für eine solche Weltverneinung, pervertiert durch Ketzerei. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Mann Gottes diesen Weg beschreitet. Wer kennt schon die wahren Nöte dieses Menschen? Mein Mitgefühl ist ganz besonders bei der Witwe.
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