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Sonntag, 5. November 2006 13:24
Was sollen wir unseren Kindern sagen?
Nach dem jüngsten Linzer Sex-Skandal wenden sich ratlose Eltern an den verantwortlichen Bischof, Mons. Ludwig Schwarz. Von Herbert und Elfriede Lindner, Gunskirchen.
Bildschirmfoto der auch nach Bekanntwerden der skandalösen Inhalte nur geringfügig geänderten Homepage der Diözese Linz 'Raum für mein Leben'. Einige Links wurden entfernt.
Bildschirmfoto der auch nach Bekanntwerden der skandalösen Inhalte nur geringfügig geänderten Homepage der Diözese Linz ‘Raum für mein Leben’. Einige Links wurden entfernt.
(kreuz.net, Linz) Am letzten Freitag im Oktober erhielt unsere 19jährige Tochter, wie 15.000 andere Jugendliche in Oberösterreich, von der Diözese Linz die berüchtigte CD „Raum für mein Leben“.

Darin werden die katholischen Jugendlichen unter anderem aufgefordert, nicht miteinander ohne Verhütung ins Bett zu gehen.

Sie sollen sich – so die diözesane Empfehlung – darüber informieren, was es so alles an Verhütungsmitteln gibt (Pille, Kondome, Pflaster), was auch vor Geschlechtskrankheiten schützt und was den Jugendlichen samt „ihren Partnern gut tut“.

Für den „schlimmsten Fall“ gibt es den Hinweis, daß man ein gezeugtes Kind bis zum dritten Monat umbringen kann.

Das ist nur ein kleiner Auszug aus der diözesanen „Aufklärung“ für die Jugendlichen.

Daß die Linzer Kirchenzeitung diese CD nur positiv findet, überrascht nicht.

Bereits am 20. Oktober meldete der Nachrichtendienst ‘kath.net’, daß Sie, Exzellenz, von dieser CD nichts gewußt und gefordert hätten, die CD „teilweise zu überarbeiten“.

Das ist offenbar nicht geschehen.

Wir sind als katholische Eltern bemüht, unseren Kindern die Lehre der Kirche nahezubringen. Das ist heutzutage schwer genug.

Wie kann es aber sein, daß unser Mühen von der Kirche selbst untergraben wird?

Für uns Eltern stellt sich die Frage: Was sollen wir unseren Kindern sagen?

Etwa: „Ihr dürft das, was von der Kirche kommt, nicht ernst nehmen?“

Oder: „Der Bischof weiß nicht, was in seiner Diözese verzapft wird, aber er selber meint es eh’ anders?“

Wir können Ihnen Ihre Verantwortung vor dem Ewigen Richter nicht abnehmen.

Aber wir sind der Meinung, daß es für die Glaubwürdigkeit der Kirche in Oberösterreich an der Zeit wäre, das Linzer Pastoralamt aufzulösen.

Es ist Zeit, die dort tätigen kirchenfeindlichen Laienangestellten sozialverträglich freizustellen, das Gebäude zu verkaufen und den Erlös für die katholische Mission zu verwenden.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 94 Lesermeinungen:
Donnerstag, 9. November 2006 14:54
Michael07: Was sollen wir unseren Kindern sagen?
Tolle Überschrift und ich denke mal für einen gläubigen Christ sehr einfach zu beantworten.
Die Wahrheit.
Die Wahrheit zu suchen ist nicht immer ganz einfach. Die Wahrheit zu finden schon wesentlich schwieriger. Und die Wahrheit auch als Wahrheit zu erkennen, verdammt schwer. Woran liegt das? Die Wahrheit gefällt uns nicht.
Dienstag, 7. November 2006 00:07
Gotthard: Verführung
hat der Bischof von Linz nun Beihilfe zur Verfühurung Minderjähriger geleistet oder nicht?

Ist dieses Delikt nun nach Rom gemeldet worden oder nicht? (übrigens an alle Diesbezüglichen: Rom ist nicht der Abteilungsleiter eines Bischofs).
Montag, 6. November 2006 21:58
Breze: @ Thaddäus
Ich erspare mir den Kommentar
Montag, 6. November 2006 21:29
Maurice Corvisier: Das trägt, werter Thaddäus,
zur Vermenschlichung dieses Forums bei.

Ich mag das. Mit überzeugter Begeisterung.
Montag, 6. November 2006 21:21
Thaddäus: Habe durch Zufall jetzt den…
…trotz Brezes Bemühungen nicht gelöschten Text von „Pünktchen“ entdeckt. Und frage mich was daran zensurbedürftig sein sollte.
Montag, 6. November 2006 21:16
Maurice Corvisier: Na ja, liebe Alexandra, ist doch so,
(übrigens danke für’s Gefallen): wenn man das Glück hat, jemanden zu finden, der diametral entgegengesetzt denkt, wenn man sich dann auseinandersetzt und mißt: wie sollte man da nicht wachsen?

Der enge Freund und ich, wir sind uns nie einig geworden; er blieb der Papistenfresser, der er war, und ich bin der alte Tradi, der ich bin. Der Segen auf dem Ganzen war, daß wir aufrecht stehen und uns immer in die Augen sehen konnten.

Das Seltsame daran war, daß er auch noch Westfale war. Von ihm habe ich die Geschichte mit den Eichen, Du erinnerst Dich. Aber die Bauern, die die Eichen pflanzte und von denen er erzählte, die waren katholisch. Von-Galen-mäßig.

Ist die Welt, ist das Leben nicht herrlich kompliziert und interessant, ma chère?

Ansonsten: in Paris gibt es ein Geschäft, das heißt „Le Lit National“. Unübersetzbar, vom Sinn her. „Das nationale Bett?“ Quatsch.

Aber genau dahin gehe ich jetzt bald, wenn nicht noch was passiert, ein Gotthard oder so. Nein, nicht nach Paris. Ins nationale Bett!

Dir und den Deinen une bonne nuit, et: fais de doux rêves!
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