Biritualismus in Le Barroux
Entwarnung
Sollen die Benediktiner von Le Barroux zum Biritualismus verpflichtet werden? Ein Dementi aus Rom.
Profeß im Benediktinerkloster Le Barroux
Profeß im Benediktinerkloster Le Barroux
(kreuz.net) Kürzlich berichtete eine französische Webseite, daß die Priestermönche der Benediktinerabtei Le Barroux zum Biritualismus verpflichtet werden sollen.

Die Webseite, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahesteht, berief sich auf Insider-Informationen.

Die Abtei Sainte-Madeleine in Le Barroux befindet sich in der Erzdiözese Avignon.

Gründer der Abtei ist der Benediktinerpater Gérard Calvet. Er wurde im Mai 1956 in der Pyrenäen-Abtei Tournay zum Priester geweiht.

Im August 1970 verließ er sein Mutterkloster und gründete in Le Barroux das Kloster Sainte Madeleine, in dem die Regel des Hl.Benedikt „secundum primaevam observantiam“, – nach der ursprünglichen Befolgung der Regel – gelebt wird und die Liturgie nach dem alten monastischen Ritus gefeiert wird.

Benediktinerabtei in Le Barroux
Im Bild: Stundengebet in Le Barroux Die Benediktinerabtei St. Madeleine entwickelte sich im Einflußbereich der Piusbruderschaft.Im Bild: Der spätere Dom Gérard spendet seiner Mutter am 13. Mai 1956 den Primizsegen. Die Benediktinerabtei entstand im August 1970, als der Benediktinerpater Gérard Calvet sein Mutterkloster verließ und sich in Le Barroux in die Einsamkeit zurückzog, um dort in den Zeiten des konziliaren Umbruchs die alte benediktinische Regel zu bewahren.Im Bild: Hochamt im Überlieferten Ritus am Fest St. Joseph Erst im Juni 1989 kehrte das bislang dem Alten Ritus verpflichtete Kloster unter die römische Jurisdiktion zurück.

Das Kloster wurde 1988 zur Abtei erhoben und untersteht der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’.

In der Meldung hieß es, daß der Gründerabt von den jüngsten Entwicklungen in seinem Kloster enttäuscht sei.

Doch jetzt kommt Entwarnung.

„Diese Meldung beruht nicht auf der Wahrheit“ erklärte Mons. Camille Perl – Sekretär der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ – auf Anfrage.

In der Abtei Le Barroux sei nie öffentlich eine Messe nach dem Ritus von Papst Paul VI. zelebriert worden.

Der Abt wolle auch keineswegs den Biritualismus einführen.

Der im Artikel genannte Pater Gabriel habe die Gemeinschaft nicht verlassen, um vor dem Biritualismus zu flüchten.

Im Gegenteil. Er wolle persönlich manchmal auch den Neuen Ritus zelebrieren.

Die Webseite ‘Pour l’honneur de nos prêtres’ besteht in einer Veröffentlichung von heute auf ihrer Darstellung.
      
10 Lesermeinungen
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#12   mahner   09:48:04 | Mittwoch, 8. November 2006
@ gotthard
… interess an einer französischen Abtei am land??? – Wohl eher als am Geschwätz des Herätikers Gotthard!!
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#11   Gotthard   00:25:01 | Dienstag, 7. November 2006
Abtei
ich weiß wirklich nicht, warum mich diese Abtei interessieren sollte.
Mich würde aber interessieren, warum du diese französische Abtei auf dem platetten Land kennst.
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#10   Sulpicius   00:17:30 | Dienstag, 7. November 2006
@Gotthard
Daß Ihnen diese Abtei unbekannt ist, wundert mich nicht. Sei’s drum! Sie paßt natürlich nicht in Ihre „katholische“ Kirche!
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#9   Gotthard   23:56:14 | Montag, 6. November 2006
unbekannte Abtei
Wen interessiert denn im deutschen Sprachraum eine unbekannte französische Abtei und deren innere Probleme?
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#8   Salomonius   17:46:06 | Montag, 6. November 2006
Lis Exactement
@ Malecida: Doch was solls, die Piusbruderschaft streut weiterhin Gerüchte…
‘Pour l’honneur de nos prêtres’
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#7   Maledica   15:30:59 | Montag, 6. November 2006
1. Quelle
Die Abtei hat selbst Entwarnung gegeben, vor einiger Zeit in ihrem Rundbrief.
Doch was solls, die Piusbruderschaft streut weiterhin Gerüchte…
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#6   Sulpicius   15:26:31 | Montag, 6. November 2006
@Redaktion
06. November 2006 14:46 Sulpicius: Von der Redaktion entfernt
;-)
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#5   mahner   15:26:17 | Montag, 6. November 2006
Jetzt bin ic’h wegen eines kleinen Scherzes zensuriert worden…
… sonst ist ja die Red. auch nicht so empfindlich wenn’s ums Bully Winnetouch Thema geht ??!!
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#4   zwobbel   15:10:26 | Montag, 6. November 2006
Zur Klärung einfach in Le Barroux anrufen
Gründer der Abtei ist der Benediktinerpater Gérard Calvet. Er wurde im Mai 1956 in der Pyrenäen-Abtei Tournay zum Priester geweiht.
Im August 1970 verließ er sein Mutterkloster und gründete in Le Barroux das Kloster Sainte Madeleine, in dem die Regel des Hl.Benedikt
Das ist ziiiiemlich verkürzt. Dom Gerard war zwischenzeitlich nicht in seinem franz. Mutterkloster stationiert. Als er zurückkehrte fand er es in einem andren Zustand als vorher. (Der Ungeist des Konzils hatte gewirbelt.) Deshalb bat er seinen Abt als Einsiedler leben zu dürfen. Sein Abt bewilligte es. Aber bald kamen andere junge Männer und dann gründete er eine Gemeinschaft um diese nicht ohne geistliche Weisung zu lassen. Erst später suchte man dann einen Bauplatz und fand diesen etliche km entfernten Hügel.
Aber zur eigentlichen Meldung: Wäre es nicht ganz einfach in der Abtei St. Madeleine anzurufen und nachzufragen? Man könnte sozusagen eine Primärquelle anzapfen. Wie wäre es mit einer O-Ton-Stellungnahme der Betroffenen? Zu einfach? Zu erhellend?
Ich hatte hier www.kreuz.net/article.4125.html
schon dazu Angaben gemacht.
Wenn ein Pater sich in einer Diozöse inkardinieren läßt ist das offenbar eine Abwendung vom AUSSCHLIESSLICHEN Gebrauch der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Ich denke mir so: Würde er diese Abwendung im Kloster tun können, so könnte er bleiben.
Nach meiner Zählung hat diese Abtei in den ca. 30 letzen Jahren drei Neugründungen hervorgebracht. Wieviele sind es bei den dt
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#1   Marcel   14:24:37 | Montag, 6. November 2006
Ausgerechnet Mgr. Camille Perl…
… gibt „Entwarnung“ ?
Dann war die Warnung offenbar begründet.
Es gibt zuverlässige bischöfliche Stimmen, die diesen Prälaten als nicht vertrauensvoll und noch schlimmeres erlebt haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch höhere Stellen in Rom erfahren.
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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