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Dienstag, 7. November 2006 08:06
kreuzmeldungen
Höllenpredigt + Doch kein Spitzel + Gastfreundschaft in Lourdes + Vertragsbruch + Eine peinliche Predigt
Höllenpredigt

„Der wahre Tod, den man fürchten muß, ist der Tod der Seele. Wer durch die Todsünde der Liebe Gottes stirbt, keine Reue zeigt und in stolzer Verweigerung verharrt, schließt sich selber vom Reich des Lebens aus.“

Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem Angelusgebet am 5. November.

Doch kein Spitzel

Polen. ‘Radio Vatikan’ dementierte gestern die Meldung, wonach der Bischof der südpolnischen Diözese Tarnow, Mons. Wiktor Skworc, als Informant für das frühere kommunistische Regime tätig gewesen sei: „Unsere Meldung war offenbar nicht richtig. Wir hatten uns auf eine Nachricht der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ berufen.“ Die Agentur will heute Dienstag eine Klarstellung veröffentlichen.

Gastfreundschaft in Lourdes

Frankreich. Am letzten Oktoberwochenende veranstaltete die Priesterbruderschaft St. Pius X. ihre jährliche Wallfahrt in den südfranzösischen Marienerscheinungsort Lourdes. Am letzten Oktobersonntag wird nach dem alten Kalender das Christkönigsfest gefeiert. Bei der Wallfahrt versammelten sich über 9.000 Pilger zu einem Hochamt in der unterirdischen Basilika des Heiligtums. Heuer durfte die Piusbruderschaft erstmals auch in der Rosenkranzbasilika das Allerheiligste Altarsakrament aussetzen und eine Sakramentsprozession veranstalten.

Die Piusbruderschaft in LourdesDie Piusbruderschaft in LourdesKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 7 Bildern zu starten.

Vertragsbruch

Vereinigte Staaten. Am 25. Oktober traf sich eine Kommission der US-Bischofskonferenz mit Vertretern des Judentums in New York. Das berichtete die US-Bischofskonferenz. Dabei sprachen die katholischen Delegierten auch die Weigerung des Staates Israels an, die ‘Grundlegende Vereinbarung’ zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel umzusetzen. Die jüdischen Delegierten versprachen, die Sache zu studieren und darüber beim nächsten Treffen Rechenschaft abzulegen.

Eine peinliche Predigt

USA. Der Erzbischof von Boston, Sean Kardinal O’Malley, sprach kürzlich vor Studenten über seine erste Predigt vor über dreißig Jahren. Das berichtete die US-Lokalzeitung ‘Lowell Sun’. Kardinal O’Malley begann seine pastorale Tätigkeit als Gefängniskaplan. Für seine erste Predigt im Gefängnis suchte er lange nach einem passenden Thema. Schließlich beschloß er, über die großen Fluchtversuche in der Bibel zu reden: „Ich muß sagen, daß ich die ungeteilte Aufmerksamkeit der Häftlinge hatte. Leider büchsten in der folgenden Nacht sechs Gefangene aus. Ich fürchtete, daß meine erste auch zugleich meine letzte Predigt gewesen sein könnte.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 45 Lesermeinungen:
Donnerstag, 9. November 2006 09:05
Brigitte Bussmann: Höllenpredigt
Hallo Castus,
ich hoffe nicht, dass Sie das mit der Mücke ironisch meinten. Aber auch die Mücke ist nicht nur ein Geschöpf Gottes, sondern in der Evolution als wichtig und notwendig vorgesehen.
Sicherlich kennen Sie auch den Spruch
„Wehe dem Menschen, wenn nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt.“
Wenn wir die Nähe Gottes, die wir ja alle anstreben wollen, als Garten, als Paradies sehen, da sind nun mal auch Tiere, wahrscheinlich auch Mücken, die Sie aber dann nicht mehr piesacken werden –- denn wenn sie die neue Welt in der Apokalypse sehen, wird der Löwe neben dem Lämmlein lagern. Also, Nähe Gottes, Himmel, Paradies, oder wie immer Sie das nennen mögen, bedeutet Frieden, Frieden mit sich und der ganzen Schöpfung, denn die ganze Schöpfung harrt auf Erlösung, wie Paulus schreibt. Als Mensch bin ich nun mal ein Teil der Gesamtschöpfung und auf diese im irdischen Leben angewiesen, warum dann nicht auch im ewigen Leben. Wenn ich die Arche als Beispiel für Rettung, für ewiges Leben nehme, dann wurden nicht nur Menschen gerettet. Warum sollte, denn nur der katholische Christ die Nähe Gottes erfahren, wo gerade so fromme und gute Katholiken sich oft im Alltag als Menschen darstellen, die alles andere als die Liebe zum Nächsten darstellen.
Mittwoch, 8. November 2006 16:36
Breze: @ Sozialkatholisch
Mit diesem Post rennen Sie bei mir offene Türen ein, danke!!!!

Ich bin bestimmt kein Moralapostel, habe aber lernen müssen das ein gewisses Streben nach Moral für einen Christen unumgänglich ist. Die Leute die ständig die Moral hochhalten muss es auch geben und wenn sich einer darüber ständig aufregt könnte man glatt davon ausgehen das er sich irgendwo ertappt fühlt bzw. einige Sünden aus dem Sündenkatalog streichen will.In der Herde, in welcher Jesus Christus der Hirt ist, gibt es nun mal viele verschiedene Menschen, mit vielen verschiedenen Anschauungen, von denen man sich alle mehr oder weniger bereichern lassen kann. Als Kontrollfunktion für die verschiedenen Anschauungen kann nun mal für mich nur das Lehramt der röm/kath. Kirche dienen und das ist ungefähr genau schon fast 2000 alt.Seis drum, ich wünsche ihnen, wie allen anderen Christen auch (ich eingeschlossen) viel Frieden, Freude und gesundes Wachstum im Glauben. Die Widrigkeiten braucht man eigentlich keinem Christen zu wünschen, denn die kommen ganz von alleine.

Danke für Ihre guten Wünsche, dasselbe wünsche ich Ihnen von Herzen auch!!!!
Mittwoch, 8. November 2006 16:30
Ich bin bestimmt kein Moralapostel, habe aber lernen müssen das ein gewisses Streben nach Moral für einen Christen unumgänglich ist. Die Leute die ständig die Moral hochhalten muss es auch geben und wenn sich einer darüber ständig aufregt könnte man glatt davon ausgehen das er sich irgendwo ertappt fühlt bzw. einige Sünden aus dem Sündenkatalog streichen will.
In der Herde, in welcher Jesus Christus der Hirt ist, gibt es nun mal viele verschiedene Menschen, mit vielen verschiedenen Anschauungen, von denen man sich alle mehr oder weniger bereichern lassen kann. Als Kontrollfunktion für die verschiedenen Anschauungen kann nun mal für mich nur das Lehramt der röm/kath. Kirche dienen und das ist ungefähr genau schon fast 2000 alt.
Seis drum, ich wünsche ihnen, wie allen anderen Christen auch (ich eingeschlossen) viel Frieden, Freude und gesundes Wachstum im Glauben. Die Widrigkeiten braucht man eigentlich keinem Christen zu wünschen, denn die kommen ganz von alleine.
Mittwoch, 8. November 2006 16:00
Breze: @ Sozialkatholisch
Immer nur loben, gutheißen und bestätigen (selbst bei bestimmten Sünden die gerade in sind) ist meist mehr Selbst- als Nächstenliebe, weil man in erster Linie oft nur die eigene Bequemlichkeit will. Piep ,Piep, piep wir haben uns alle lieb ist nicht unbedingt das Evangelium, oder der enge Weg.

Danke für Ihre Antwort, die mich hoffen lässt.

Wie, glauben Sie, habe ich den Weg in die Kirche gefunden? Eben so, wie Sie es, wie oben zitiert, beschrieben haben. Mir würde in Strenge und in Liebe, das Evangelium und die Lehre der Kirche verkündet, und so wie ich den Glauben empfangen habe, versuche ich ihn weiter zu geben. Ich bin mir meiner Unzulänglichkeit, meiner Sündhaftigkeit bewusst, das hält mich davon ab, ein Urteil über die Menschen zu fällen, die, im Gegensatz zu mir, Gott noch nicht kennen. Ich habe nicht das Recht, mich über andere zu erheben, und dieses Recht spreche ich auch denjenigen ab, die hier in einer masslosen Überheblichkeit die Moralkeule schwingen. Von den verbalen „Ausrutschern“ jener ganz zu schweigen.
Mittwoch, 8. November 2006 10:25
tau †: @ Campo Santo und alle:
Danke für die Blumen. Ich habe sie am Sonntag, gegen 19:30 Uhr am Grabe Herzbischof (!) Dybas gerne weitergegeben.
Mittwoch, 8. November 2006 09:56
Gastus: @Frau Bussmann
In der Nähe Gottes wird sich alles tummeln, was auf Erden gelebt hat, egal ob Hindu, Buddhist, Moslem, Jude, Christ, Atheist, Pflanze, Tier oder Mensch.

Wenn sich da wirklich ausnahmslos alles tummelt, tummeln darf, was ich so nebenbei als ganz private Privatoffenbarung an Sie liebe Frau Bussmann halte, wobei ich den Absender eher in der Ecke ansiedle, der gemeinhin auch als der Affe Gottes bekannt ist, so gehe ich doch recht in der Annahme, um diesen langen Satz jetzt endlich einmal zu Ende zu bringen, daß sich die dämliche Mücke, der ich gerade mit meinem Schlappen den Garaus bereitet habe, jetzt in höheren Sphären befindet und dort dankbar meiner, ob ihres vorzeitigen Schlappentodes gedenkt, der ihr diesen Aufstieg ermöglicht hat.
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