15:40:52 | Dienstag, 7. November 2006
Die Probleme wurden vom Papst angesprochen. Doch solange die Besserung nicht konkret angegangen wird,
dürfte alles beim Alten bleiben.
Aktualisierung: Die Rede wurde nie gehalten.

(kreuz.net, Vatikan) Heute empfing Papst Benedikt XVI. die Schweizer Bischöfe zum Abschluß des Ad-Limina-Besuches
vom Februar 2005.
Damals mußte der bischöfliche Rom-Besuch wegen der tödlichen Erkrankung Johannes
Paul II. vertagt werden.
Benedikt XVI. sprach in seiner auf Französisch gehaltenen Rede vor den Bischöfen
konkrete kirchliche und gesellschaftliche Probleme in der Schweiz an.
Er nannte zuerst die tiefe Krise
in Ehe und Familie, die steigende Zahl der Scheidungen, die zahlreichen Kinderabtreibungen und die staatlich
anerkannten Homo-Konkubinate.
In einer gottlosen Gesellschaft brauche es die Stimme der Bischöfe.
Auch
unter den praktizierenden Katholiken sei eine Schwächung des Glaubens zu bemerken.
„Es ist für euch
eine schmerzhafte Erfahrung zu sehen, daß Gläubige – und leider auch in manchen Fällen Priester – Bereiche
der kirchlichen Lehre und Disziplin in Frage stellen.“
Manche würden sich sogar anmaßen, in Glaubensfragen
nur bestimmte Lehren anzunehmen beziehungsweise abzulehnen: „Die fundamentale Pflicht des Bischofs, Priesters
und des Lehrers im Glauben ist es, die Gläubigen einzuladen, die vollständige Lehre der Kirche anzunehmen.“
In der Liturgie forderte der Heilige Vater, daß sich alle an die Regeln halten.
Die Priester müßten
sich bemühten, daß jede Zelebration von einer großen Würde begleitet sei.
„Wacht also, daß sie ihren
zentralen Platz in den Pfarreien und den pastoralen Einheiten eurer Diözesen behält, und vermeidet –
besonders an den Sonntagen – daß sie nicht ohne gewichtigen Grund durch einen Wortgottesdienst ersetzt
wird.“
Eine besondere Aufmerksamkeit müsse der Predigt geschenkt werden.
Sie sei für die religiöse
und spirituelle Bildung ein bedeutender Moment. Als Teil der Liturgie sei die Homilie dem Priester oder
dem Diakon vorbehalten – zitiert der Papst das kirchliche Gesetzbuch.
In der Schweiz ist es mit bischöflicher
und römischer Unterstützung üblich, daß hauptamtliche Laien während den Messen predigen.
Ferner
forderte der Papst die Bischöfe auf, die Ohrenbeichte zu fördern: „Ich lade die Priester ein, die Normen
der Kirche zur Generalabsolution streng zu befolgen.“
Es brauche wirklich außergewöhnliche Umstände,
um auf diese außerordentliche Form des Bußsakramentes zurückzugreifen.
Der Papst sprach auch die Restrukturierung
von Pfarreien und die Bildung von Pastoraleinheiten an, die aus Priestern, Diakonen, pastoralen Mitarbeitern
und Ehrenamtlichen bestehen.
Dabei dürfe die zentrale Rolle des Priesters nicht verlorengehen. Der Priester
sei der Hirte, während die Laien dem Priester helfen.
„Wie könnten Jugendliche das Verlangen haben,
Priester zu werden, wenn dessen Rolle innerhalb der Gemeinschaft nicht klar definiert und anerkannt ist?“
Aktualisierung 19:18 UhrDie vom Vatikan auf Französisch und Englisch veröffentlichte Ansprache ist
vom Papst nie gehalten worden. Das erklärte die Schweizerische Bischofskonferenz am Dienstag abend.
Der Text gebe den Inhalt eines früher verfaßten Entwurfs wieder, der im Rahmen des ‘Ad limina’-Besuches
2005 vorbereitet worden war.
Morgen Mittwoch werden eine Predigt Benedikt XVI. als auch eine auf Deutsch
gehaltene Ansprache veröffentlicht.
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#18
Breze 22:35:06 | Mittwoch, 8. November 2006
#15
golfi 22:09:28 | Dienstag, 7. November 2006
#14
turk 20:21:20 | Dienstag, 7. November 2006
#13
Botschafter 19:54:22 | Dienstag, 7. November 2006
#12
Guldin 19:49:30 | Dienstag, 7. November 2006
#11
Botschafter 19:44:54 | Dienstag, 7. November 2006
#10
Guldin 19:12:11 | Dienstag, 7. November 2006
#9
Hacki 17:33:41 | Dienstag, 7. November 2006
#7
Guiseppe 17:13:09 | Dienstag, 7. November 2006
#5
Botschafter 16:51:32 | Dienstag, 7. November 2006
#4
ottaviani 16:51:20 | Dienstag, 7. November 2006
#3
Pünktchen 16:36:45 | Dienstag, 7. November 2006
#2
Botschafter 16:32:14 | Dienstag, 7. November 2006
#1
Guiseppe 16:09:54 | Dienstag, 7. November 2006