Nie gehaltene Rede
Die Helvetier beim Papst
Die Probleme wurden vom Papst angesprochen. Doch solange die Besserung nicht konkret angegangen wird, dürfte alles beim Alten bleiben.
Aktualisierung: Die Rede wurde nie gehalten.
(kreuz.net, Vatikan) Heute empfing Papst Benedikt XVI. die Schweizer Bischöfe zum Abschluß des Ad-Limina-Besuches vom Februar 2005.

Damals mußte der bischöfliche Rom-Besuch wegen der tödlichen Erkrankung Johannes Paul II. vertagt werden.

Benedikt XVI. sprach in seiner auf Französisch gehaltenen Rede vor den Bischöfen konkrete kirchliche und gesellschaftliche Probleme in der Schweiz an.

Er nannte zuerst die tiefe Krise in Ehe und Familie, die steigende Zahl der Scheidungen, die zahlreichen Kinderabtreibungen und die staatlich anerkannten Homo-Konkubinate.

In einer gottlosen Gesellschaft brauche es die Stimme der Bischöfe.

Auch unter den praktizierenden Katholiken sei eine Schwächung des Glaubens zu bemerken.

„Es ist für euch eine schmerzhafte Erfahrung zu sehen, daß Gläubige – und leider auch in manchen Fällen Priester – Bereiche der kirchlichen Lehre und Disziplin in Frage stellen.“

Manche würden sich sogar anmaßen, in Glaubensfragen nur bestimmte Lehren anzunehmen beziehungsweise abzulehnen: „Die fundamentale Pflicht des Bischofs, Priesters und des Lehrers im Glauben ist es, die Gläubigen einzuladen, die vollständige Lehre der Kirche anzunehmen.“

In der Liturgie forderte der Heilige Vater, daß sich alle an die Regeln halten.

Die Priester müßten sich bemühten, daß jede Zelebration von einer großen Würde begleitet sei.

„Wacht also, daß sie ihren zentralen Platz in den Pfarreien und den pastoralen Einheiten eurer Diözesen behält, und vermeidet – besonders an den Sonntagen – daß sie nicht ohne gewichtigen Grund durch einen Wortgottesdienst ersetzt wird.“

Eine besondere Aufmerksamkeit müsse der Predigt geschenkt werden.

Sie sei für die religiöse und spirituelle Bildung ein bedeutender Moment. Als Teil der Liturgie sei die Homilie dem Priester oder dem Diakon vorbehalten – zitiert der Papst das kirchliche Gesetzbuch.

In der Schweiz ist es mit bischöflicher und römischer Unterstützung üblich, daß hauptamtliche Laien während den Messen predigen.

Ferner forderte der Papst die Bischöfe auf, die Ohrenbeichte zu fördern: „Ich lade die Priester ein, die Normen der Kirche zur Generalabsolution streng zu befolgen.“

Es brauche wirklich außergewöhnliche Umstände, um auf diese außerordentliche Form des Bußsakramentes zurückzugreifen.

Der Papst sprach auch die Restrukturierung von Pfarreien und die Bildung von Pastoraleinheiten an, die aus Priestern, Diakonen, pastoralen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen bestehen.

Dabei dürfe die zentrale Rolle des Priesters nicht verlorengehen. Der Priester sei der Hirte, während die Laien dem Priester helfen.

„Wie könnten Jugendliche das Verlangen haben, Priester zu werden, wenn dessen Rolle innerhalb der Gemeinschaft nicht klar definiert und anerkannt ist?“

Aktualisierung 19:18 Uhr

Die vom Vatikan auf Französisch und Englisch veröffentlichte Ansprache ist vom Papst nie gehalten worden. Das erklärte die Schweizerische Bischofskonferenz am Dienstag abend.

Der Text gebe den Inhalt eines früher verfaßten Entwurfs wieder, der im Rahmen des ‘Ad limina’-Besuches 2005 vorbereitet worden war.

Morgen Mittwoch werden eine Predigt Benedikt XVI. als auch eine auf Deutsch gehaltene Ansprache veröffentlicht.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Breze   22:35:06 | Mittwoch, 8. November 2006
@ Sr. Maria Andrea
Cara Suora,
Ich „verstehe“ Ihr letztes posting nicht… ;-)
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#17   Sr. Maria Andrea †   22:33:07 | Mittwoch, 8. November 2006
Schwe5z
WB Gächter, WB V6330ar, <b5sch6f 6ch, GV Tra4ffer + TE NACHTG
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#16   Aldo Carigiet   01:14:26 | Mittwoch, 8. November 2006
Schweizer-Bischöfe sind (heute) un-be-lehrbar
Schon die heutigen Informationen in der Tagesschau von Bischof Kurt und Amédée zeigen in aller Klarheit, dass es keine Aenderungen in der Schweiz gibt.
Wir sind und bleiben -offensichtlich- eine Ausnahme, die ja in ganz Europa, bzw. der westlichen Welt -so die Bischöfe- normal ist.
Warum gehen dann 15 Bischöfe nach Rom zum ad limina Besuch, wenn sie sich vom Hl. Vater nichts sagen lassen?
Alles bleibt -leider- beim alten Zustand.
Ob es um die Hl. Eucharistie oder den Wortgottesdienst, um die Homilie/Predigt oder die Generalabsolution geht, was kümmert es die Schweizer Bischöfe! Sie sind doch weit weg von Rom, spätestens dann, wenn sie zurück gekehrt sind.
Ich frage mich nur eines:
Was erwarten ungehorsame Bischöfe von Ihren Priestern?
Was erwarten un-gehorsame Priester von den Laien, Gläubigen oder den braven Schäflein?
Genau dieses Bild der Hirten ist deckungsgleich mit den Priestern, die auch -noch- Hirten/Seelsorger sein sollten.
Und genau das gleiche Bild ist in der Gesellschaft von A-Z.
Alles klar?
Ihr Aldo Carigiet
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#15   golfi   22:09:28 | Dienstag, 7. November 2006
Ja Hacki
Ihre Meinung ist auch die meinige , wofür sind dann noch
die Christienachfolger gut, wenn doch alle in den Himmel kommen? Solche Ansichten werden leider von vielen dieser
hohen Herren vertreten und gelehrt. Ich stell mir nur die Frage, wie diese Herren dies einmal vor Gott verantworten
werden. Ich denke mal ganz naiv : „ Die sind so gebildet,
die glauben gar nicht mehr an Gott“.
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#14   turk   20:21:20 | Dienstag, 7. November 2006
Warum hat das kein Nachrichtendienst sofort erkannt?
Hätte man ein wenig gefragt, z. B. einen der „betroffenen“ katholischen Bischöfe der Schweiz, wäre die Sache mit der „nicht gehaltenen Rede“ sofort aufgekommen. Warum hat das kein Nachrichtendienst sofort erkannt?
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#13   Botschafter   19:54:22 | Dienstag, 7. November 2006
@Guldin
Ja, meistens schon.
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#12   Guldin   19:49:30 | Dienstag, 7. November 2006
@ Botschafter
Die heilige Messe, in der Myrtha Maria die Botschaft der Muttergottes empfängt, findet jeweils im Hotel Bären Grueb AR, kleine Kapelle statt, meistens am Dienstag vor 8°°.
Und Sie sind jeweils anwesend?
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#11   Botschafter   19:44:54 | Dienstag, 7. November 2006
@Guldin
9035 Grub AR ist Protestantisch, Grub SG (gleiches Dorf, andere Seite) katholisch. Der Film, den Sie unter www.fatima.ch oder www.kath.eu.tf sehen, wurde in der kath. Kirche in Grub SG gedreht.
Die heilige Messe, in der Myrtha Maria die Botschaft der Muttergottes empfängt, findet jeweils im Hotel Bären Grueb AR, kleine Kapelle statt, meistens am Dienstag vor 8°°.
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#10   Guldin   19:12:11 | Dienstag, 7. November 2006
In Grueb / Appenzell / Schweiz ?
Es heisst nicht Grueb, sondern Grub.
Grub in Appenzell ist reformiert und dort seht nur eine reformierte Kirche. Die katholische Kirche steht in Grub im Kanton St.Gallen.
Bitte vorher informieren ;-)
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#9   Hacki   17:33:41 | Dienstag, 7. November 2006
unseren Bischöfen ist nicht mehr bewußt,
daß sie dafür verantwortlich sein werden, wenn viele der ihnen anvertrauten Priester- und Laienseelen auf ewig verloren gehen.
Oder sind die neuen Lehren, daß ALLE die ewige Glückselugkeit erlangen richtig?
Dann wäre logischerweise der Beruf „Bischof, Priester, ect. überflüssig und sein Geld sollte man lieber direkt den Armen, oder dem Tierschutz, oder dem eigenen Vergnügen geben als dem Kirchensteueramt.
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#8   Maurice Corvisier   17:15:49 | Dienstag, 7. November 2006
neuer Versuch
Ostermontagsmesse Chicago 1941 www.youtube.com/watch?v=R6AOvStZS64
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#7   Guiseppe   17:13:09 | Dienstag, 7. November 2006
Ausführlich berichtet …
… auch kath.net darüber: www.kath.net/detail.php?id=15143
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#6   Maurice Corvisier   17:11:17 | Dienstag, 7. November 2006
Gerade entdeckt: aus alter Zeit …
und erläutert von Bischof Fulton Sheen!
dieses hier! www.youtube.com/watch?v=R6AOvStZS64
hoffentlich hab’ ich’s richtig gemacht.
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#5   Botschafter   16:51:32 | Dienstag, 7. November 2006
@Pünktchen
In Grueb / Appenzell / Schweiz leidet die Sühneseele Myrtha Maria seit über 10 Jahren. Sie leidet für die Bischöfe und Priester. Sie empfängt Botschaften der Muttergottes. Siehe unter: www.fatima.ch oder www.kath.eu.tf
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#4   ottaviani   16:51:20 | Dienstag, 7. November 2006
es wird
keine umsetzung geben darauf gehe ich jede wette ein
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#3   Pünktchen   16:36:45 | Dienstag, 7. November 2006
Wer ist denn
die „Muttergottes in Grueb“?
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#2   Botschafter   16:32:14 | Dienstag, 7. November 2006
Welche Konsequenzen bei nichtbefolgen?
Eine Frage stellt sich: Was sind die Konsequenzen, wenn der Wille des Papstes nicht umgesetzt wird? Alle Bischöfe haben ihm doch die Treue geschworen.
Heute morgen sagte die Muttergottes in Grueb, dass die Kirche vor einer Spaltung steht und der hl. Vater um sein Leben fürchten muss. Er wird nicht so sehr von den Muslimen, sondern von den eigenen Reihen im Innern bedroht!
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#1   Guiseppe   16:09:54 | Dienstag, 7. November 2006
Papst Benedikt XVI…
… bringt es voll auf den Punkt.
Jetzt muss es „nur“ noch umgesetzt werden.
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