Die französischen Bischöfe haben ihr Ziel offenbar erreicht. Die vom Papst gewollte Befreiung der Alte Messe ist – wenn nicht gescheitert – so zumindest vertagt.
Totenmonat November: Requiem im Alten Ritus
(kreuz.net, Lourdes) Jean-Pierre Kardinal Ricard hat sich gestern zum Thema „Alte Messe“ fast wörtlich
wiederholt.
Der Kardinal ist Erzbischof von Bordeaux und Präsident der französischen Bischofskonferenz.
Er sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz: „Das Projekt des Motu Proprio [über die Alte Messe]
wird Gegenstand verschiedener Beratungen sein. Wir können von jetzt an unsere Ängste und Wünsche mitteilen.“
Noch bis Donnerstag tagen die Bischöfe Frankreichs anläßlich der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz
im südfranzösischen Marienwallfahrtsort Lourdes.
Der Kardinal hatte das Thema der Alten Messe bereits
am Samstag bei der Eröffnung der Französischen Bischofskonferenz angesprochen.
Am Montag erklärt er,
daß er wie alle anderen Kardinäle der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, vom Papst um eine Stellungnahme
gebeten worden sei.
Doch schon am 26. Oktober hatte der Kirchenfürst – nach einer 40minütigen Privataudienz
beim Papst – gesagt, daß ihm der Heilige Vater versichert habe, es müsse noch gearbeitet und nachgedacht
werden.
Ein Motu Proprio zur Alten Messe sei in Wahrheit – so Kardinal Ricard damals vor der römischen
Nachrichtenagentur ‘I Media’ – nur ein Vorschlag des Präsidenten der Päpstlichen Kommission Ecclesia
Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, gewesen.
Die Pariser Tageszeitung ‘Le Figaro’ kommentierte, daß
dann die Aufregung der französischen Bischöfe nur auf dem Projekt eines kolumbianischen Kardinals und
auf frühgeborenen Presseberichten beruht habe.
In Wahrheit habe der Vatikan im Oktober – so ‘Le Figaro’ –
durch die Blume verlauten lassen, daß ein Dekret zur Freigabe der Alten Messe existiere:
„Haben die
französischen Bischöfe einen Rückzieher Benedikts XVI. erwirkt?“ – fragt das Blatt.
Kardinal Barbarin
gegen die Ökumene?
Der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin (56), erklärte am Montag vor
‘Le Figaro’, daß die Freigabe der Alten Messe nicht das eigentliche Problem sei.
Er habe im letzten
Mai bei einer Firmung in der Indultgemeinde von Lyon diesen Ritus – auf Anraten des Papstes – selber zelebriert.
Das Problem liege vielmehr beim Vertrauen der Traditionalisten in den Papst und die Bischöfe.
Der Papst
riskiere mit der Versöhnung des traditionalistischen Schismas ein neues: „Ich fühle große Besorgnis
in meiner Diözese.“
Doch Kardinal Barbarin beruhigt sich damit, daß diese Reaktion mehr „auf unseren
eigenen Ängsten gründet als auf realen Projekten von Benedikt XVI.“.
Ferner glaubt der Kirchenfürst,
daß die Aussöhnung mit den Lefebvristen noch nicht unter Dach und Fach sei: „Wenn ein Schisma noch am
Anfang steht, ist es leichter möglich, sich zu verständigen. Nach mehreren Jahrzehnten ist das schwieriger.“
Der traditionalistische Weblogger ‘Rorate Caeli’ begrüßte diese antiökumenische Stellungnahme des
Kardinals.
Sie betreffe umso deutlicher die 485 oder gar 952 Jahre zurückliegenden Schismen der Reformatoren
und Ostgemeinschaften:
„Wir hoffen, daß Kardinal Barbarin dieselben Gedanken auch bei seinen zukünftigen
Besuchen in Rußland und Konstantinopel zum Ausdruck bringen wird.“
Nach Insiderberichten ist die Haltung
von Kardinal Barbarin zur Traditionalistenfrage auch ein Versuch, sich von seiner eigenen Vergangenheit
abzusetzen.
Der Kardinal stammt aus einem traditionalistischen Elternhaus und war in seiner Jugend kurz
Mitglied der traditionalistischen Jugendbewegung ‘Mouvement de Jeunesse Catholique de France’.
Offenbar
wäre er sogar um ein Haar ins französischsprachige Priesterseminar von Erzbischof Marcel Lefebvre im
Schweizerischen Ecône eingetreten.
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57 Lesermeinungen
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#55 Breze 17:03:23 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Sozialkatholisch Wenn die alte, runzelige Mutter mit ihren schlechten Augen auf ein tiefes schwarzes
Loch zurennt solte man ihr zumindest Bescheid sagen das dort ein schwarzes Loch ist. Vollste Zustimmung,
lieber Sozialkatholisch! Als erstes aber, sind wir, jeder einzelne, jeden Tag aufs Neue aufgerufen uns
zu bekehren. Die Kirche ist der Leib und wir sind die Glieder
@ Breze Wenn die alte, runzelige Mutter mit ihren schlechten Augen auf ein tiefes schwarzes Loch zurennt
solte man ihr zumindest Bescheid sagen das dort ein schwarzes Loch ist.
#52 Breze 00:36:29 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Adrian Ich finde meine Priester weder im Zirkus noch auf dem Katholikentag (der in gewisser Weise nichts
anderes als ein Zirkus ist)… Ich habe da so meine Quellen…
ich suche mir meine guten Priester, da wo ich weiss, dass ich sie dort finde. Aber gewiss nicht … auf
dem Katholikentag!?! Warum eigentlich nicht !?! Ich finde meine Heiligen auch nicht auf Jahrmärkte –
aber vielleicht finden Sie und und ich – unsere Heiligen in Zirkusssen!?! Man weiß es nicht!?!
#50 Breze 00:14:11 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Malachias Beim Katholikentag würden Sie wahrscheinlich auch Ihre Kirche so erleben, wie sie wirklich
ist. Das könnte Sie möglicherweise schockieren… Malachias, ich weiss sehr gut, was in meiner Kirche
los ist, schockieren tut mich das schon lange nicht mehr… Eben das ist der Grund, warum ich nicht zum
Katholikentag gehe, ich suche mir meine guten Priester, da wo ich weiss, dass ich sie dort finde. Aber
gewiss nicht auf den Katholikentag. Ansonsten: Die Kiche ist eine alte Mutter mit Runzeln und Falten.
Aber sie ist meine Mutter und eine Mutter schlägt man nicht.
@ malachias Na, na, na… Nur keine Breitseiten… Ich sehe keinen Grund zum Katholikentag zu gehen, aus
Gründen, die Sie vielleicht sogar verstehen werden. Ich kann auch auf anderen Plattformen diskutieren,
was ich tue, und meinen Glauben auch woanders bezeugen, was ich auch und sehr häufig tue
#46 Malachias † 23:17:59 | Mittwoch, 15. November 2006
@Breze, die Katholikentage verabscheut Sie finden mich überall, nur nicht auf dem Katholikentag, Gott
bewahre!!!!!! Hätte ich mir eigentlich denken können: Sie scheuen ja geistige Auseinandersetzung ?:)
wie der Teufel das Weihwasser o^/ …!
#44 Malachias † 20:49:30 | Mittwoch, 15. November 2006
@Breze Perpetua hat lediglich die Zwischenüberschriften und eine kurze Zusammenfassung aus dem erstklassigen,
sechsseitigen Infoblatt des Anton-Schmid-Verlags …ww.verlag-anton-schmid.de/ zum Amtsantritt Ratzingers
Habemus – Ratzinger! Was sollen wir von „Benedikt XVI.“ halten…? …ww.verlag-anton-schmid.de/infoblaetter.htm
:)3 wiedergegeben. Das Infoblatt können Sie beim Verlag – selbstverständlich auch in größerer Stückzahl –
bestellen. Ich durfte davon ca. 3.000 Stück eigenhändig beim Katholikentag in Saarbrücken unter’s Volk
bringen… Vielleicht haben Sie ja auch eins von mir überreicht bekommen und haben wir uns somit schon
mal gesehen…?
@ Perpetua Ich bin auf Ihre Alternativen für die angeblichen Irrlehren von JP2 und B16 gespannt. Aber
bitte selbst formulieren, kein abgekupfertes post aus irgendeinem Buch des allseits bekannten Verlag!
Geht das?
#41 Perpetua 22:52:30 | Dienstag, 14. November 2006
Ratzinger – Sein Hauptziel: die freimaurerische „Einheit der Menschheit“ – Sein Hauptanliegen: der faule
„Friede“ – Seine Strategie: der „Friede“ unter „den Anhängern aller Religionen“ – Seine ur-protestantische
„Ökumene“ der vielen „Kirchen Christi“ (sic!) – Diese Irrlehren stellt Joseph Ratzinger auf – Diese Glaubenswahrheiten
lehrt unfehlbar die wahre Kirche – Seine ganz besondere Herzensangelegeinheit: das hemmungslose Judaisieren
Es kann also kein Zweifel daran bestehen, daß Ratzinger das volle Programm des Glaubenszerstöreres Karol
Wojtyla allezeit bejaht hat. Und daß er gerade deshalb zu dessen Nachfolger gewählt wurde, weil das
die beste Garantie dafür ist, daß dieses antichristliche Programm Zions und der Logen nahtlos weiterläuft.
Doch sehen wir ruhig einmal näher zu; lassen wir Ratzinger für sich selbst sprechen…
#40 Malachias † 12:42:07 | Montag, 13. November 2006
Zuerst A, dann B! Was nützt es, den alten Ritus der Hl. Messe allgemein verwendbar zu machen, wenn gleichzeitig
die gültig, d.h. nach dem katholischen Ritus, wie er vor 1969 in Gebrauch war, geweihten Priester und
Bischöfe am Aussterben sind? Interessanterweise wird die Frage der Gültigkeit der Weihe(n) im neuen
Ritus von der Piusbruderschaft (z.B. in dem von P. Matthias Gaudron verfassten, von P. Franz Schmidberger
mit einem Geleit-wort versehenen „Katholische(n) Katechismus zur kirchlichen Krise“ (Verlag Rex Regum,
Jaidhof, ²1999) systematisch über-gangen. Ganz zu schweigen von der Frage der rechtmäßigen (nach-)konziliaren
Besetzung des Apostolischen Stuhls… Solange es der Piusbruderschaft und den anderen, von Rom ge-trennten,
Priestergemeinschaften der Tradition nicht gelingt, sich auf die Frage der Gültigkeit der Sakramente
nach der Liturgiereform von 1969 einzulassen, bringen sie nicht die nötigen Vorausset-zungen mit, einen
allgemeinen Indult zu fordern und zu fördern, geschweige denn, sich mit der Konzils“kirche“ zusammenzuschließen.
Literaturempfehlung: – Johannes Rothkranz: Sind die neuen Sakramente noch gültig?, Verlag Anton Schmid,
Durach 1998, ISBN 3-932352-17-3 …ww.verlag-anton-schmid.de/start.htm?kirchen-__glau… – Oratorium von
der Göttlichen Wahrheit (Hrsg.): Katechismus des Oratoriums. Römisch-katholischer Katechismus und Unterweisung
der Gläubigen für die heutige Zeit, SAKA-Verlag, Saarbrücken, 2. verbesserte Auflage 1990, ISBN 3-928198-00-9
(zum Thema: S. 323-347; Übersicht über die neuen Riten auf S. 346) www.oratorium-editor.de/index.php?lang=DE
#39 Camaurus2 00:39:21 | Montag, 13. November 2006
Oremus pro Pontifice Nostro Benedicto Lasst uns beten für unseren Papst Benedikt: Herr, vermehre in ihm
die Tugend der Tapferkeit, aufdass er dem Druck der modernistischen Bischöfe widerstehe – zum Heil der
Seelen, die bei der Teilnahme an der klassischen Liturgie bekehrt werden!
Guiseppe Offensichtlich kennen Sie die Situation gut, aber nicht gut genug. Ich könnte hier das vom „im
Windschatten ernten“ an vielen Beispielen belegen. Es gibt nur ein Problem dabei: Ich könnte anschließend
unter meinem Namen in diesem Forum auftreten. Und das möchte ich aus vernünftigem Grund nicht. Ein Beispiel
aber, das mich nicht enttarnt: Ein Bischof glaubte sogar meine Überlegungen für eine sog. Indultmesse
mit der Bemerkung unterstützen zu müssen, der vor Ort seit über 15 Jahren seelsorglich tätigen FSSPX
„so das Wasser abgraben zu können“. Ich habe dieses Thema bei diesem Bischof seither nicht mehr angesprochen.
Und es gibt bis heute keinen Indult. Ich darf sagen, daß ich das Apostolat von FSSP über Jahre sehr
und vielleicht außergewöhnlich großzügig unterstützt habe. Seitdem mir mehrere Petrusbrüder (und
davon einer ganz dezidiert) jedoch gesagt haben, daß sie auch überall dort hingehen, wo FSSPX ist, ich
ernüchtert FSSP nur noch so unterstütze, daß es dem allgemeinen Anliegen der alten Liturgie zugute
kommt. Ich vergeude keinen Pfennig für einen Kampf der Bruderschaften untereinander. Vor den Karren des
„Schisma“ lasse ich mich zudem nicht spannen. Alles andere und mehr dazu vielleicht per Mail an Sie direkt.
#37 Guiseppe 15:16:11 | Donnerstag, 9. November 2006
Heggi und die FSSPX Heggi: „Die besondere Leitung der Petrusbruderschaft besteht bisher leider fast ausschließlich
darin, daß sie seit ihrer Gründung 1988 die Aussaat FSSPX überläßt, aber in ihrem Windschatten versucht
zu ernten.“ So ein kühne (um nicht zu sagen freche) Behauptung müssen Sie erst einmal belegen. Ich kenne
die FSSP gut und ich weiß, wie gut die Saat ist, die sie aussäht, und welche guten Früchte sie hervorbringt.
Tatsache ist, dass viele Bischöfe/Priester den überlieferte Ritus mit Erzbischof Lefebvre oder der FSSPX
und damit auch mit „Schisma“ in Verbindung bringen, ohne zwischen Petrus- und Piusbruderschaft zu unterscheiden.
Die FSSPX – und so manche ihrer eher selbstgerecht als selbstbewußt erscheinenden Stellungnahmen gegenüber
dem „modernistischen Rom“ – erscheinen hier als ein Klotz am Bein des überlieferten Ritus und seiner
längst überfälligen Freigabe. Ein schwerer Fehler der FSSPX war es, die Freigabe der alten Messe dem
Papst als eine der Bedingungen für „Verhandlungen mit Rom“ zu präsentieren, wie es letztes Jahr geschah.
Natürlich wollen sich Bischöfe jetzt nicht „der Piusbruderschaft und ihren exkommunizierten Bischöfen“
beugen.
#36 Agiafortuni 14:47:53 | Donnerstag, 9. November 2006
Benedikt sie haben natürlich völlig recht und alles übrige ist reines Wunschdenken und es ist an der
Zeit einzusehen, dass Rom nicht bereit ist der FSSPX jenen Status in der Kirche zu gewähren, den die
FSSPX zu haben wünscht. Auch möge man berücksichtigen, dass Benedikt XVI sich zum Assisi Schwachsinn
seines Vorgängers eindeutig bekannt hat
#34 CampoSanto 08:50:54 | Donnerstag, 9. November 2006
Selbsternannte Experten Es dürfte jedenfalls wohl nicht viele Nicht-Mitglieder geben, die es auch nur
annähernd so gut kennen wie ich. Ich „bewundere“ immer wieder diese selbsternannten Experten, de mit
solchen vorangestellten Sätzen sofort dem Gegenüber suggerieren wollen, dass alle anderen keine Ahnung
hätten.
#33 Pater Lingen 23:20:17 | Mittwoch, 8. November 2006
Die guten Seiten des Opus Dei? Hmm, also ich kenne das Opus Dei wirklich sehr lange und sehr aus der Nähe.
Es dürfte jedenfalls wohl nicht viele Nicht-Mitglieder geben, die es auch nur annähernd so gut kennen
wie ich. Deshalb schwärme ich auch nicht von vermeintlichen „guten Seiten“ im „Werk“. Und über Ratzingers
sonstige Führungsqualitäten gibt ja in den heutigen kreuz.net-Meldungen seine Schweizer-Rede Auskunft.
Stichwort :„Wie man das praktisch macht, weiß ich nicht.“
#32 Athanasius 19:01:11 | Mittwoch, 8. November 2006
Opus Dei qui tollit pecuniam mundi dona nobis partem! Nein, mal ernsthaft. Das Opus Dei hat wirklich seine
guten Seiten, trotz der Verschwörungstheorien… Wie kräftig wäre jene Organisation mit der überlieferten
römischen hl. Messe! Aber es kommt bald wohl eine zweite Personalprälatur hinzu… Nicht? Die immer
dem Römischen Ritus der Väter treu geblieben sind.
#30 AthanasiusII 17:49:21 | Mittwoch, 8. November 2006
Opus Dei und DVD Sie glauben, doch wirklich nicht im ernst, daß viele, welche die DVD bestellt haben,
auch diesen Ritus positiv gegenübergestellt sind? So sehr dies auch zu wünschen ist, doch auch ich beziehe
gerne von der Gegenpartei Info-Material um mir ein Bild zu machen, wenn dieses noch dazu kostenlos ist.
Die vielen Bestellungen geschehen meist wohl aus Neugierde… Wenn sie nur aus Neugierde bestellt würden,
dann hätten nicht zwei Bischöfe positiv reagiert. Auch hätten dann viele Priester nicht, wie heute,
eine alternative Geheimadresse (bei Eltern oder einer alten Tante z.B.) benutzt um sich den DVD zu besorgen.
@Bernado: Obwohl der Gründer des Opus Dei, Hw. Josemaría Escrivá de Balaguér, dem Novus Ordo Missae
von Paul VI. seit Anfang negativ gegenüberstand und diesen auch selber ablehnte (nie zelebrierte), ist
die gegenwärtige Leitung des OD nicht um die Liturgie sondern um Einfluss bemüht. Ja, man zelebriert
den NOM korrekt soweit wie möglich, aber auch beim OD kriechen Missbräuche hinein. Tatsache ist aber,
dass ein grosser Teil der Opus Dei-Priester ernsthaft an der Zelebration im Alten Ritus interessiert ist;
dies aber von der Führung des OD in Rom (noch) nicht erlaubt wird. (Man muss das OD ja ultra-päpstlich
erscheinen lassen.) Ein UNiversalindult könnte vieles verschieben.
#29 Athanasius 17:43:11 | Mittwoch, 8. November 2006
Korrektur Der Papst riskiere mit der Versöhnung des traditionalistischen Schismas ein neues: „Ich fühle
große Besorgnis in meiner Diözese.“ 1. Ein „traditionalistisches“ Schisma gibt es nicht. 2. Das „neue“
Schisma ist schon alt, schon mindestens seit 1968, vielleicht schon seit 1962. Es ist die Entfernung etwa
des französischen (deutschen, amerikanischen) Episkopats von den Dogmen der katholischen Religion sowie
die Ablehnung der Moral der Kirche, die ab 1968 immer deutlicher wurde. 3. Es ist heute deutlich, wer
wirklich schismatisch ist. Wer mit einem Schisma droht wenn ein anderes „Schisma“ geheilt wird, ist schon
längst inwendig Schismatiker und von der röm.-kath. Kirche ausgeschlossen. Die Aussagen von Kardinal
Barbarin sind typisch für die drohende Haltung der „Gallikano-Modernen“ Kirche die etwa die FSSPX als
diabolum incarnatum (praeconciliarensem) ansieht.
@Konrad Sie schrieben: „Auch könnte die schon bestehende Personalprälatur Opus Dei das Privileg erhalten,
den tridentinischen Ritus für seine Gläubigen anzuordnen.“ Wieso sollte sie – ein dahingehender Wunsch
des Opus Dei ist mir nicht bekannt. Opus Dei gehört zu denen, die den NO so begehen, wie die hl. Messe
gefeiert werden soll – ohne Sperenzchen in der Form und Aufweichungserscheinungen im Inhalt. Worauf es
ankommt, ist a) daß in Zukunft der NO überall in dem Geist gefeiert wird, wie das von OD vorgemacht
wird – und nicht in einer als angeblicher Geist des Konzils ausgegebenen protestantisierenden Beliebigkeit.
und b), daß Gläubige und Priester überall und ohne Diskriminierung und ohne Blockade durch modernistische
Bischöfe auch den herkömmlichen Ritus feiern können. Beides sind Ziele, die der Papst mit Nachdruck
verfolgt und von denen er sich auch nicht durch das Geschrei derer hindern lassen wird, die das 21. Konzil
in der „Hermeneutik des Bruches“ mißdeuten.
#27 Tridentinus 16:19:30 | Mittwoch, 8. November 2006
@Maledica Meine Stellungnahme hat ja wohl deutlich gezeigt, dass ich mir verschiedene Motive denken kann,
die DVD zu bestellen. Aber sicher gibt es auch tatsächlich ernstlich interessierte Priester unter den
Bestellern. Aus eigener Anschauung weiß ich, daß manche Seminaristen ein fast spielerisches, unreifes
Interesse am alten Ritus haben. Aber leider wird auch echte Ernsthaftigkeit zu oft durch Feigheit überlagert,
wenn’s sonst unbequem wird. Allerdings wird niemand echt bedrohlichen Angriffen ausgesetzt, wenn er sich
dem tridentinischen Ritus zuwendet, eher ausgegrenzt und gemobbt. Vielleicht haben ein paar Männer dazu
den Mut. Martyrer werden oder sind sie deswegen noch lange nicht.
#26 Maledica 15:26:32 | Mittwoch, 8. November 2006
Verblendete Piusbrüder Wenn alle, die jetzt dieZelebrations-DVD der FSSPX bestellt haben ein ernsthaftes
Interesse haben, den überlieferten römischen Ritus zu erlernen, ihn dann einfach zelebrieren Sie glauben,
doch wirklich nicht im ernst, daß viele, welche die DVD bestellt haben, auch diesen Ritus positiv gegenübergestellt
sind? So sehr dies auch zu wünschen ist, doch auch ich beziehe gerne von der Gegenpartei Info-Material
um mir ein Bild zu machen, wenn dieses noch dazu kostenlos ist. Die vielen Bestellungen geschehen meist
wohl aus Neugierde…
#25 Benedikt 14:57:25 | Mittwoch, 8. November 2006
@ timpressum Es ist schon bezeichnend, daß kein anderes Medium über die angeblich bevorstehende Freigabe
der Tridentinischen Messe berichtet hat – nur x.net schreib und schrieb und schrieb – ohne Beweise, ohne
Namen… Sie enthüllen mal wieder, wie trefflich Sie über die Themen informiert sind, über die Sie
sich hier äußern.
#24 Tridentinus 14:53:18 | Mittwoch, 8. November 2006
Zum Thema Mut Wenn alle, die jetzt dieZelebrations-DVD der FSSPX bestellt haben ein ernsthaftes Interesse
haben, den überlieferten römischen Ritus zu erlernen, ihn dann einfach zelebrieren, sobald sie ihn solide
beherrschen, wäre das Problem gelöst. Vielmehr gibt es nämlich gar keine Verpflichtung, den NOM zu
benutzen, dessen Promulgation in der gesamten Liturgiegeschichte des Westens eine einzigartige Kompetenzüberschreitung
darstellt – vor allem, weil mit dem faktischen Verbot eines legitimen Ritus der Kirche verbunden. Was
war denn von 1969-84? Aber wer nur von Ästhetizismus, Nostalgie oder tatsächlich von Klerikalismus im
schlechten Sinne angezogen wird, ohne das dogmatische Gewicht der Frage zu erkennen oder zu beachten,
wird diesen Mut nicht finden. Solche Typen lassen es auch besser, sich (!) mit dem überlieferten Ritus
Romanus zu schmücken!
Konrad Ihre Einschätzung liegt mehr als nur haarscharf daneben. Daß in diesem Forum oft niveaulos dikutiert
wird, liegt an einer Reihe von Provokateuren, die häufig wie bestellt erscheinen. Eine Reihe davon kenne
ich mit ihrem richtigen Namen. Darunter sind einige besonders „feine Herren“. So einfach von „Pressionen
der FSSPX“ zu reden, ist schlicht unqualifiziert. Ohne FSSPX und den Mut Lefebvres würde heute niemand
mehr über die sog. alte Messe reden. Sie gäbe es nicht mehr. Die besondere Leitung der Petrusbruderschaft
besteht bisher leider fast ausschließlich darin, daß sie seit ihrer Gründung 1988 die Aussaat FSSPX
überläßt, aber in ihrem Windschatten versucht zu ernten. Wieviel Bischöfe z.B. in Deutschland soll
ich nennen, die FSSP nicht weniger ablehnen wie FSSPX? Wo soll da ein Erfolg oder mehr Erfolg für die
trid. Liturgie durch FSSP hervorkommen? Ich kann das mit Beispielen im Rahmen meiner eigenen Bemühungen
sehr gut belegen.
#22 Sulpicius 14:20:36 | Mittwoch, 8. November 2006
Gekreische Also, ich höre seit Jahrzehnten nur die sog. „Linken“ schreien. Mittlerweile wird es aber
ruhiger, da sie nun den Marsch durch die kirchl. Institutionen so langsam abgeschlossen haben und bequem
dort sitzen und sich wie absolutistische Herrscher benehmen…
#21 Maledica 14:16:54 | Mittwoch, 8. November 2006
Gekreische @Robert Ketelhohn Wer am meisten kreischt sind wohl Piusbrüder oder gar Sedisvakantisten.
Die wollen sowieso nicht in den Schoß der Kirche zurück…
Was hier zum Himmel stinkt … Zitat Murxer: »Hoyos wird jetzt durch den ultra-liberalen und philomarxistischen
Hummes ersetzt.« Das ist grober Unfug. Wenn man keine Ahnung hat … * * * Im übrigen ist das saublöde
Geschrei aller Seiten hier nicht auszuhalten. Merke: Dies Geschrei wirkt einer „Freigabe“ des überlieferten
Ritus entgegen. Beiderlei Geschrei, von der einen wie der andern Seite. Die Gegner wissen das, darum schreien
sie mit gutem Grund. (Und der Betreiber hätte Grund, manches davon zu löschen.) Eine Anzahl von Befürwortern
ist offenbar zu blöd. (Wirklich, die Stupidität einiger stinkt zum Himmel.) Sie schreien und krakeelen
ebenso wüst und schaden damit der eigenen Sache. Oder sind hier agents provocateurs unterwegens? Wer
etwas Gutes erreichen will, der schreibe demütige Bittbriefe und bete.
Aggiornamente Leute das war schon immer das Lebensmotto von Josef Ratzinger, rechts blinken und links
vorbeifahren, er verarscht uns alle nur, diese Vorsprache ist eine von Anfang an eingeplante Inszenierung.
Der Zug fährt in Richtung Aggiornamento. Papst Benedikt ist auch heute innerlich immer noch das was er
immer war, der Sekretär des verhängnisvollen Kardinales Frings.
Sehe ich anders Herr „Konrad“, Sie überschätzen den Einfluß „dieser Seite“.Ob hier diskutiert wird
oder nicht, der Papst wird sich von seinem vernünftigen Plan nicht abbringen lassen. Es war nie geplant,
eine volle Gleichberechtigung im Schnellschritt durchzusetzen. Ich halte es für äußerst bedenklich,
wenn einzelnen „Monopolgemeinschaften“ oder „Monopolisten“ der alte Ritus „überlassen“ wird. Solches
führt leider manchmal dazu, daß sich eben um solche „Privilegien“ etwas zu viele „ungesunde“ Personen
sammeln. Eine diesbezügliche Normalisierung des Klimas wäre gut, auch muß jegliche ungerechte Verfolgung
jener lateinischen Priester aufhören, die ab und zu den alten Ritus legitimerweise zelebrieren.
Die Pressionen der FSSPX im Verein mit den Niveaulosigkeiten dieser Seite haben dazu geführt, dass die
allgemeine Freigabe der „alten Messe“ als gleichbererechtigt neben NOM nicht erfolgen wird. Es ist wohl
besser und vernünftiger, den tridentinischen Ritus wie bisher nur bestimmten geistlichen Gemeinschaften
(Petrusbruderschaft) zu ermöglichen. Die FSSPX könnte ja den Status einer Personalprälatur bekommen.
Auch könnte die schon bestehende Personalprälatur Opus Dei das Privileg erhalten, den tridentinischen
Ritus für seine Gläubigen anzuordnen.
BLEIBEN WIR SACHLICH 1. Die recht verstandene Freiheit, innerhalb des lateinischen Ritus die außerordentliche
Form zu wählen, hat mit Opportunismus nichts zu tun. 2. Es ist kraft göttlicher Stiftung wichtig, daß
die Verwaltung der Sakramente bis zur Wiederkunft Christi in der Hauptverantwortung des Heiligen Stuhles
liegen. 3. Die „kollegiale“ Einbindung aller Diözesanbischöfe durch den Heiligen Vater ist freiwillig
und von hoher Klugheit. Dadurch wird die kommende Maßnahme um so besser abgesichert.
#12 ottaviani 12:45:23 | Mittwoch, 8. November 2006
und wiederum zeigt sich wie gut es ist das die Priesterbruderschaft St. PiusX. was eine einigung mit Rom
betrifft sehr vorsichtig ist für oportunisten mag es reichen mal in dem ritus mal im andern zu zelebrieren,
nicht war herr turk? wichtig ist das die sakramente nicht der willkür modernistischer bischöfe ausgeliefert
sind sondsen in ihrer traditionellen form gesichert dank der weihbischöfe der FSSPX
#11 landorganist 12:44:39 | Mittwoch, 8. November 2006
Hihihi, schon lustig. Da verbreitet kreuz-net wochenlang Gerüchte über die angebliche Freigabe der alten
Messe, stützt sich wie üblich auf nicht näher bezeichnete Quellen, und dann? Pustekuchen. Stimme der
Vernunft hat es ja schon sehr treffend beschrieben. Zur Gesichtswahrung werden natürlich Schuldige gesucht
und sofort (auch wie immer) gefunden, nämlich die bösen, bösen franz. Bischöfe. Es ist ja wirklich
zum Lachen. Es bleibt also alles beim Alten, und das sieht so aus: Gemäß einer Auskunft der päpstl.
Kommission „Ecclesia Dei“ steht rechtlich gesehen hinsichtlich der Priesterbruderschaft St. Pius X. folgendes
fest: Die vier von Erzbischof Marcel Lefebvre 1988 geweihten Bischöfe (Bernard Fellay, Bernard Tissier
de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta) sind exkommuniziert. Die innerhalb der Bruderschaft
geweihten Priester sind wegen des Mangels einer gültigen Inkardination suspendiert. Bzgl. der Gläubigen,
die mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. sympathisieren, wird festgehalten: Es handelt sich um katholische
Gläubige, die – wenn sie keine ausdrücklichen Akte gesetzt haben – die römisch-katholische Kirche keineswegs
verlassen wollen. Die Mitfeier von Gottesdiensten der Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. stellt
in sich kein Delikt dar und bewirkt nicht eine Exkommunikation. Nur Gläubige, die in der Priesterbruderschaft
St. Pius X. die einzig wahre Kirche sehen und dies im äußeren Bereich sichtbar machen, ziehen sich die
Exkommunikation zu.
#10 Sulpicius 12:41:28 | Mittwoch, 8. November 2006
@Sog. Stimme der Vernuft Als ob sich der Papst von ein paar Bischöfen so etwas verbieten lassen würde…
Doch, genau das können sie. Dieses Kollegialitätsprinzip hat Ratzinger übrigens auf dem sog. V2 mitverantwortet…
@Karl Murx Hoyos wird jetzt durch den ultra-liberalen und philomarxistischen Hummes ersetzt. Dazu ist
der Papst gewiss von Bischof Kamphaus und Kardinal Lehmann gezwungen worden!
SINNLOSES HIN UND HER: DIE SACHE SELBST KOMMT Bleiben wir bei den Fakten. Es ist also richtig, daß Diözesanbischöfe
zur kommenden „Liberalisierung“ der angeblich nötigen positivrechtlichen Grundlagen befragt werden. So,
das bedeutet nichts anderes, daß die bisherigen Gerüchte maßgeblich richtig waren. Und: der Papst wird
sich von keinem einzigen katholischen Bischof Frankreichs von seinem Plan abbringen lassen. Nur sehe ich
schon heute die Enttäuschung so mancher „Piusfanatiker“, die dann neuerlich als Entschuldigung für den
Weg ohne klare jurisdiktionelle Unterstellung unter den Papst verwendet werden wird. Was ich damit meine?
Ganz einfach, im Zelebret heißt es: „Quae facultas vigebit pro celebratione privata tantum. Si celebrationes
huiusmodi, aliquo coetu fidelium rite id petente, publice habendae sint, adeatur Episcopus dioecesanus.“
Genau diese Sache wird dann für alle ohne Zelebret möglich sein. Und was soll daran bitte so besonders
sein? Das ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Schritt zur Normalisierung und vor allem zur Entreißung
der alten Liturgie aus den Händen so mancher psychisch nicht immer gefestigt erscheinender Monopolisten.
#6 timpressum † 12:04:43 | Mittwoch, 8. November 2006
Gerüchte Es ist schon bezeichnend, daß kein anderes Medium über die angeblich bevorstehende Freigabe
der Tridentinischen Messe berichtet hat – nur x.net schreib und schrieb und schrieb – ohne Beweise, ohne
Namen… Und nun – die bösen Modernisten habens verhindert! So kann man natürlich auch Stimmung machen!
Das ist alles andere – nur nicht seriös!
#5 Karl Murx 12:00:33 | Mittwoch, 8. November 2006
Interessant auch, wer an die Stelle von Hoyos treten soll Hoyos wird jetzt durch den ultra-liberalen und
philomarxistischen Hummes www.virgo-maria.org/…e_remplace_Hoyos.pdf ersetzt. Das ist nicht gerade ein
Geschenk an Fellay. Was Ihr wohl, warum Heggi zur Zeit wenig zu sagen hat?
#4 Alois Hudal 11:38:54 | Mittwoch, 8. November 2006
@Stimme der Vernunft: Die Zeitung „Le Figaro“ fragt richtig, weshalb sich die französischen Bischöfe
dann so aufregten, wenn alles bloß ein Denkpapier von Kardinal Hoyos war. Das können Sie also „kreuz.net“
nicht vorwerfen, erzählen Sie nicht so ein Blödsinn !
Lächerlich Aha, nun kann also x.net nicht umhin und muss zugeben, daß die verbreiteten Latrinengerüchte
nur Latrinengerüchte waren. Um das Gesicht zu wahren, sind angeblich die bösen französischen Bischöfe
schuld, die dem Papst verboten haben, die alte Messe freizugeben. Daß das eine lächerliche Behauptung
ist, sieht ja nun sogar ein Blinder sofort. Als ob sich der Papst von ein paar Bischöfen so etwas verbieten
lassen würde… Der Papst hatte niemals vor, die alte Messe freizugeben. Diese Behauptung war frei erfunden,
und x.net ist den Erfindern auf den Leim gegangen, weil man hier nur zu gern solche dinge behauptet. So
sieht die Wirklichkeit aus.
Der Papst als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet? Das Problem liege vielmehr beim Vertrauen
der Traditionalisten in den Papst und die Bischöfe. Je nun, wenn diese Bischöfe den Papst durch ihre
Intransigenz zum Bettvorleger machen, wird das Vertrauen der Gläubigen nicht gerade gefördert. MfG Christoph
Heger
Freigabe der Alten Messe ist vom Tisch So einfach wird die freigabe der Alten Messe verhindert. Einige
Bischöfe schreien einfach „Hilfe! Lefebvre! Lefebvre! Lefebvre!“, und schon gibt der Vatikan nach – und
es bleibt bei den Restriktionen (Repressionen) gegen den überlieferten Ritus. Die Bischöfe, die auf
die Interessen der extrem mächtigen „Kirche-von-unten“-Modernisten sehr viel Rücksicht nehmen, haben
sich – wieder einmal – auf ganzer Linie erfolgreich durchgesetzt.