Kloster Zweifall
Das Ziel: die Eliminierung des Klosters
Die kämpferischen Karmelitinnen von Zweifall wehren sich gegen Falschmeldungen in der Presse und erklären den Fall aus ihrer Sicht.
Die Karmelitinnen bleiben auch während der Arbeit im Bewußtsein der Gegenwart Gottes
Die Karmelitinnen bleiben auch während der Arbeit im Bewußtsein der Gegenwart Gottes
(kreuz.net, Zweifall) Die Karmelitinnen des Klosters Zweifall haben Ende Oktober in einer Pressemitteilung verschiedene, von den Medien verbreitete, Falschmeldungen richtiggestellt.

Das 1955 gegründete Karmelitinnenkloster Maria Königin in Zweifall bei Aachen befindet sich auf einer Anhöhe unweit der belgischen Grenze.

Das Bistum Aachen will das Kloster zusperren, weil dort nur noch zwei Nonnen mit Ewiger Profeß leben.

Die Schwestern erklärten, daß der Beschluß zur Auflösung des Karmels vom Ordinariat Aachen und der Ordensleitung in Rom hinter dem Rücken der Schwestern gefaßt worden sei:

Die Eintrittspforte in das Schloß der Seele ist das Gebet
Die Eintrittspforte in das Schloß der Seele ist das Gebet
„Wir Schwestern in Zweifall waren im Vorfeld des Auflösungsdekrets in keinster Weise in den Prozeß eingebunden und wurden de facto vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Überdies sei ihnen das Auflösungsdekret erst fünf Monate nach seiner Erstellung übermittelt worden.

Man sei vorher in keiner Weise davon in Kenntnis gesetzt worden.

„Allein diese Tatsache stellt für uns – gelinde ausgedrückt – schlechtesten Stil dar, der in der Kirche so nicht vorkommen dürfte.“

Es habe auch keine Versuche seitens der Ordensleitung in Rom beziehungsweise des Ordinariats in Aachen gegeben, dem Karmel Zweifall wieder auf die Beine zu helfen.

Stattdessen sei alles auf ein Ziel hinausgelaufen: „uns als Kloster zu eliminieren“.

In der Folgezeit habe es permanent Versuche gegeben, die Zahl der Konventsangehörigen auf unter drei zu drücken, um dem Karmel den zivilrechtlichen Vereinsstatus zu nehmen.

Die Schwestern erachten dies als inakzeptablen und schlechten Stil seitens des Ordinariats Aachen.

In diesem Zusammenhang nennen die Schwestern auch den Weggang einer gewissen Schwester Waldburga:

Der Ruf zum Gebet
Der Ruf zum Gebet
„Es ist für uns nur sehr schwer vorstellbar, daß eine Schwester innerhalb von nur zwei Tagen das Kloster verläßt und einen neuen Konvent ohne konspirative Hilfe von außen – dem neuen Konvent oder das Ordinariat Aachen – findet.“

Da das Kapitel von Zweifall der Übersiedlung von Schwester Walburga in ihr neues Kloster bis dato noch nicht zugestimmt hat, sei sie bis heute Mitglied des Konvents in Zweifall.

In Zweifall lebten bis vor kurzem vier Schwestern: die Subpriorin Schwester Maria Regina (54), die aus dem polnischen Kattowitz stammende Schwester Katharina (40), Schwester Helene (84) und eine polnische Novizin (23).

Schwester Helene ist kürzlich verstorben.

Zu Vorwürfen, daß sich die polnische Schwester Katharina „unerlaubt“ in Zweifall aufhält, erklären die Karmelitinnen, daß ihrem Umzug von Kattowitz nach Zweifall – wie in einem solchen Fall vorgeschrieben und üblich – beide Konventskapitel zugestimmt haben.

Die „unverheiratete Frau, die keinerlei ordensrechtlichen Status hat“ sei in Wahrheit auf Beschluß des Klosterkapitels in Zweifall eingekleidet und nach dem kanonischen Noviziatsjahr zur ersten Profeß zugelassen worden:

„Sie hat demnach den Status eines Mitglieds unserer Kommunität im Juniorat.“

Die Karmelitinnen erinnern auch an eine Visitation im Oktober 2005. Diese wurde durchgeführt, nachdem der Karmel gegen seine Aufhebung vor dem höchsten kirchlichen Appellationsgerichts, der ‘Rota romana’, appelliert hatte.

Doch die damalige Visitation habe den Namen in keinster Weise verdient – erklären die Schwestern:

„Sie erschien uns lediglich als das Abhaken einer lästigen Pflichtübung.“

Die beiden Visitatoren hätten sich nicht um die bei einer Visitation üblichen inhaltlichen Punkte gekümmert.

Einer von ihnen hätte bemerkt, daß man sich an bestimmte Instruktionen halte: „Dies läßt auch gewisse tiefe Rückschlüsse zu“ – so die Schwestern.

Das Ergebnis der Visitation sei für einen Blinden vorhersehbar gewesen.

Abschließend erklären die Schwestern, auch weiterhin zu konstruktiven Gesprächen mit dem Ordinariat Aachen bereit zu sein.

„Wir legen dabei jedoch größten Wert darauf, daß auch in Zukunft der Stifterwille der Klosterstifter unseres Karmels in Zweifall gewahrt bleibt, die dieses Kloster ausdrücklich als Karmelitinnenkloster ins Leben gerufen haben.“
      
22 Lesermeinungen
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#22   elkeschoenhofen   02:07:12 | Sonntag, 12. November 2006
karmelitinnen
So traurig es ist, leider hat das Bistum Recht(auch wenn ich es nicht für richtig halte)
Heute geht es nur noch um rentabilität. Schade, dass gerade kleine Klöster daruner zu leiden haben.
Aber es war nicht fair, den Namen der Schwester zu nennen , die gegangen ist.
Trotzdem wünsche ich mir, dass dieses Kloster erhalten bleiben könnte (ein Heilsort) selten genug in dieser Welt!!
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#21   Gotthard   17:08:43 | Freitag, 10. November 2006
Generalleitung
Eines dürfte klar sein: eine Schikane seitens der Kirchenbehörden liegt vor. Und die ist ganz und gar nicht katholisch.
absoluter Unfug … die Generalleitung der Karmelitinnen hat den Konvent wegen lebensunfähigkeit nach den Regeln des Ordens aufgehoben.
Gründen und schließen: auch in einem Orden ein altes Lebensgesetz – wachsen und vergehen.
Diese Aufregung um diese halsstarrigen Damen verstehe wer will.
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#20   HeinrichvonOfterdingen   22:10:15 | Donnerstag, 9. November 2006
Lieber Möchtegern,
gehn Sie aber nicht so weit die Herrschaften, die Repressalien gegen Katholiken zu Ihrer Aufgabe machen, das Katholisch-Sein abzusprechen! Sonst, so behaupten diese Veruntreuer der Kirchensteuermittel, sin Sie selba nich mehr katholisch! Irschndwie logisch, oder! Das ist innerkirchlischer Faschismus mein Lieba! Nisch für ungut! Jute Nacht!
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#19   möchtegern-kathole   20:52:13 | Donnerstag, 9. November 2006
der Pius-Karmel …
… wartet.
Unabhängig von der Rechtslage, Gehorsamspflichten: die Kirche braucht sich nicht zu wundern, wenn immer mehr rechtgläubige Menschen zu Pius und Petrus gehen.
Eines dürfte klar sein: eine Schikane seitens der Kirchenbehörden liegt vor. Und die ist ganz und gar nicht katholisch.
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#18   Gotthard   17:31:25 | Donnerstag, 9. November 2006
Fakten
Faktum ist doch, dass in diesem Gebäude kein Karmelitinnen-Konvent mehr existiert. Der Konvent wurde von der Ordensleitung in Rom aufgehoben.
Es leben in diesem Gebäude noch 3 Frauen, von denen eine in dem ehemaligen Konvent ihre Gelübde aufgelegt hatte, eine andere Gelübde in einem polnischen Konvent. Außerdem scheint noch eine Frau dort zu wohnen …
Eine halsstarrige Nonne will die Realitäten des Lebens und die Entscheidungen der Ordensleitung nicht akzeptieren … wer muss denn da Mitleid zeigen und Verständnis und auch noch eine Verteidigungsposition aufbauen?
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#17   Breze   15:11:47 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Sozialkatholisch
Ja…
Sie haben gerade meine Meinung korrigiert ;-)
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#16   Sozialkatholisch   15:01:56 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Breze
Nur von einigen Fundis?
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#15   Breze   14:58:20 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Sozialkatholisch
Die höchste Autorität eines Katholiken ist immer noch sein Gewissen.
Auf diesen Satz habe ich gewartet, danke…
Sie werden mir immer sympathischer
Nun ja, dieser Satz ist wahr, aber so wie mit dem Gehorsam wird wohl mit diesem Satz, der eine Tatsache ausspricht, von einigen „Fundis“ hier sehr selektiv umgegangen…
Ich erinnne mich lebhaft an Diskussionen genau über dieses Thema…
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#14   Sozialkatholisch   14:46:27 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Breze
Mit dem Gehorsam verweigern gegenüber kirchlichen Autoritäten sollte man immer sehr vorsichtig sein, aber auf Gedeih und Verderb Gehorsam sein ist mit Sicherheit verkehrt. Die höchste Autorität eines Katholiken ist immer noch sein Gewissen.
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#13   Breze   14:42:18 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Heinrich von Ofterdingen
Ach Du lieber Heinrich,
Wie halten Sie denn das mit dem Gehorsam?
Selektieren Sie etwa, wo man gehorsam sein soll und wo nicht? Wo Gehorsam passend ist und wo nicht? Seltsame Auffassung…
Das von gerade von Ihnen, einen Moralapostel per se zu vernehmen, verwundert mich nun doch ein bisschen:
Kadavergehorsam gibt es in der katholischen Kirche nicht. Und ein ungerechtes Gesetz oder eine unrechtmäßige Entscheidung bindet nicht. Insofern ist Ihre Argumentation an der Sache vorbei.
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#12   landorganist   13:08:22 | Donnerstag, 9. November 2006
@Heinrich von und zu…
machen Sie sich mal keine Sorge über mein Orgelspiel. Meinetwegen ist noch niemand aus der Kirche gerannt; wenn ich mir Ihre „retorischen Meisterleistungen“ durchlese, kann ich aber nur hoffen, dass Sie nicht im Dienst der Verkündigung stehen. Das wäre in der Tat besorgniserregend.
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#11   HeinrichvonOfterdingen   12:58:58 | Donnerstag, 9. November 2006
Lieber Landorganist,
hoffentlich können Sie besser Orgel spielen als formulieren. Sonst fiele mir da schon eine Erklärung ein, warum der Kirche so viele Leute davonlaufen, zumindest da wo Sie Orgel spielen.
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#10   Hacki   12:58:19 | Donnerstag, 9. November 2006
landorganist
Sind sie auch Rotarier? Die brauchen ja möglichst viele verschiedene Berufe, da haben sie doch gute Chancen.
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#9   landorganist   12:52:47 | Donnerstag, 9. November 2006
@Hacki
meine Güte, für das Sie von nichts wissen, schreiben Sie aber ganz schön viel. Was soll der Quatsch mit Rotarieren? Gehen Sie besser in Ihren Garten und fegen das Laub zusammen, oder werden Sie als Märchenonkel bezahlt?
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#8   Hacki   11:14:33 | Donnerstag, 9. November 2006
Gotthard
Ich meine ja nicht, daß der Bischof selber die Immobilie nützen will, aber er tut vielleicht irgend einem Rotarier einen Gefallen, der sie gerne hätte. Dafür gibts dann wieder dickes Lob, das mögen Geistliche Herren immer am liebsten. Man ist halt nett zueinander.
Wenn Sie selbst Rotarier sind, dann wissen sie ja besser als ich, wie sehr sich die karrierebewußte Geistlichkeit anbiedert.
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#7   Gotthard   10:23:37 | Donnerstag, 9. November 2006
@hacki
keine Ahnung haben – aber lauthals schreiben.
Über Immobilien eines Ordens hat kein Bischof ein Verfügungsrecht!
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#6   Hacki   09:43:22 | Donnerstag, 9. November 2006
Unsere Hochverehrten Rotarier-Bischöfe
haben warscheinlich eine bessere Verwendung für die landschaftlich schön gelegene Immobilie.
Übrigens: Gehorsam fordern sie niemals von kirchen- und glaubenszerstörenden Personen und Gemeinschaften.
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#5   mathilda   09:02:38 | Donnerstag, 9. November 2006
fadenscheinig
es ist nun mal fakt, dass diese sr. walburga den konvent verlassen hat. und nun nur noch zwei schwestern und eine sogenannte novizin im kloster leben. (es gibt sicher auch regeln, wie groß ein konvent sein muss, um ein noviziat zu unterhalten, oder?). bezüglich einer schwestern scheint der polnische ursprungskonvent anderer meinung zu sein: die schwester sei unrechtmäßig gegangen. meinung gegen meinung.
ich finde auch, dass sich die zweifaller schwester vor allem auf ihren gehorsam besinnen sollten.
ob sie wohl mit der pressemeldung auch das polizeiliche hausverbot für den bischöflichen beauftragten für ihr kloster aufgehoben haben??
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#4   Geist   08:04:58 | Donnerstag, 9. November 2006
Medien
Die Karmelitinnen des Klosters Zweifall haben Ende Oktober in einer Pressemitteilung verschiedene, von den Medien verbreitete, Falschmeldungen richtiggestellt.
War darunter vielleicht auch das Internetforum „kreuz.net“?
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#3   HeinrichvonOfterdingen   07:51:20 | Donnerstag, 9. November 2006
Liebe Breze,
Kadavergehorsam gibt es in der katholischen Kirche nicht. Und ein ungerechtes Gesetz oder eine unrechtmäßige Entscheidung bindet nicht. Insofern ist Ihre Argumentation an der Sache vorbei.
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#2   Breze   00:50:49 | Donnerstag, 9. November 2006
Ich spreche
diesen ehrwürdigen Nonnen die gute Absicht nicht ab, ebensowenig ihren tiefen Glauben…
Aber diese Schwestern haben nun einmal eine Gelübde abgelegt, in der sie sich u.a. auch zum Gehorsam verpflichtet haben…
Möge Gott ihnen helfen
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#1   Gotthard   00:47:18 | Donnerstag, 9. November 2006
Wer hat welchen Narren an diesem Kloster aus welchem Grund gefressen?
In Zweifall lebten bis vor kurzem vier Schwestern:
jeder Leser dieses Artikels darf doch eigentlich erwarten, dass die exakte Zahl der heutigen Schwesterngenannt wird.
Bei jedem Tod muss man loslassen können … was bewegt diese Redaktion, den Tod eines Klosters nicht zu akzeptieren … Klostersterben ist das natürlichste in der Kirchengeschichte – wie Ordensneugründungen.
Wozu diese übertriebene Aufmerksamkeit für einige durchgeknallte Nonnen … eine oder zwei?
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