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Donnerstag, 9. November 2006 09:22
Rabiate Botschaften
Das Erzbistum Salzburg hat sich kürzlich gegen einige angebliche Erscheinungen ausgesprochen.
In einer Zeit der Kirchenkrise suchen viele Menschen Zuflucht zu angeblichen Marienerscheinungen
In einer Zeit der Kirchenkrise suchen viele Menschen Zuflucht zu angeblichen Marienerscheinungen
(kreuz.net, Salzburg) Das Salzburger Ordinariat warnt vor den Aktivitäten von Pfarrer Jakob Friedrich Hofbauer (65) sowie der beiden Frauen Adele Stocker und Anita Schreiber.

Dazu veröffentlichte die Erzdiözese im jüngsten Verordnungsblatt eine Stellungnahme vom 10. Oktober. Das berichtete die St. Pöltner Webseite ‘stjosef.at’.

Frau Stocker läßt sich auch „Seherin von Gerlamoos“ nennen.

Die Ortschaft Gerlamoos befindet sich im südlichen Bundesland Kärnten – 120 km Kilometer südlich von Salzburg. Sie gehört kirchlich zur Diözese Gurk-Klagenfurt.

Das Erzbistum Salzburg erklärt, daß die angebliche Seherin Gläubige in Briefen zur Annahme ihrer Botschaften gedrängt habe.

Demjenigen, der sich verweigere, werde schweres Unheil angekündigt.

Gott Vater werde sogar als Verfasser der Briefe bezeichnet – so die Erzdiözese.

Die Stellungnahme der Erzdiözese zitiert auch aus den Texten der angeblichen Erscheinungen.
Erzbistum Salzburg
„An keinem anderen Ort von behaupteten Marienerscheinungen hat die Gottesmutter jemals Sehern solche schriftlichen Drohungen zur Erzwingung eines Auftrags anvertraut.“


In ihnen wird mitgeteilt, daß Gott „wegen der Verfolgung und Verleumdung gegen die schwer geprüfte Sühneseele Schwester Anita als Herr der Welt schon mehreren Leuten den Garaus“ habe machen müssen.

In den Erscheinungen gibt es auch Formlierungen wie die folgende: „Es sei denn, Du kehrst noch im letzten Moment um! Sonst müßte die arme Familie Dich als schrecklichen Dämon ertragen, der den ganzen Lungau belasten würde.“

Dazu das Ordinariat Salzburg: „Mit aller Klarheit muß festgestellt werden, daß diese Form, Menschen religiös zu beeinflussen, verfehlt und untragbar ist.“

Der Hinweis auf angebliche Marienerscheinungen sei bei Frau Stocker bereits mehrfach geprüft und schon im Jahr 1995 durch den zuständigen Bischof von Gurk-Klagenfurt zurückgewiesen worden.

Der damals angegebene Grund: Frau Stocker habe von Drohbotschaften der Gottesmutter gesprochen, von Naturkatastrophen oder Mord:

„An keinem anderen Ort von behaupteten Marienerscheinungen hat aber die Gottesmutter jemals Sehern solche schriftlichen Drohungen zur Erzwingung eines Auftrags anvertraut.“

Erzbistum Salzburg
„Nicht die Androhung von Krankheit und Tod darf ein Mittel der Verkündigung sein, vielmehr die Heilung der Kranken.“
Dies zeige, daß es sich in Gerlamoos keineswegs um ein Zeichen vom Himmel handelt, sondern um menschliche Ideen, die mit dem Christentum unvereinbar seien – erklärte das Ordinariat Gurk-Klagenfurt im Jahr 1995.

Das Erzbistum Salzburg betont nun, daß Druck und Drohungen nicht zur Annahme des Wortes Gottes führen könne:

„Nicht die Androhung von Krankheit und Tod darf ein Mittel der Verkündigung sein, vielmehr die Heilung der Kranken“.

Die Vorgehensweise und der Inhalt der Lehren, die von Hw. Hofbauer, Frau Stocker und Frau Schreiber verbreitet würden, müßten „in aller Schärfe“ zurückgewiesen werden.

Der Salzburger Erzbischof, Mons. Alois Kothgasser, hat dem pensionierten Pfarrer Hofbauer bereits verboten, öffentlich aufzutreten, öffentlich Messen zu lesen und zu predigen.

Frau Adele Stocker ist untersagt worden, in der Erzdiözese Salzburg religiös aktiv zu werden.

Auch von Frau Anita Schreiber distanzierte sich das Ordinariat.

Frau Schreiber trete als sogenannte Eremitin nicht im Auftrag der Erzdiözese auf.

© Bild: medjugorjegallery.blogspot.com
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 25 Lesermeinungen:
Freitag, 10. November 2006 01:06
Breze: @ tau @ Taunuß
Danke Euch beiden, Dir taunuß für den starken Satz, den man ein paarmal lesen muss, um seine ganze Tragweite zu erfassen
und Dir, tau, danke für den Witz… der ist gut!
Freitag, 10. November 2006 00:57
tau †: Der Anwalt
liest den Verwandten den letzten Willen eines reichen Verstorbenen vor: „Und an Heinz, dem ich versprach, ihn in meinem Testament zu erwähnen, einen herzlichen Gruß: ‘Hallo, Heinz, alter Knabe! ‘“
Freitag, 10. November 2006 00:52
taunuß: Breze
Großes hat er an uns Vollbracht
Und das un Ewigkeit Amen
Freitag, 10. November 2006 00:49
Breze: @ Taunuß
Ja, lasst uns jubeln vor dem Herrn, der grosse und kliene Wunder tut! Bei Dir und mir!
Freitag, 10. November 2006 00:46
taunuß: Breze
Richtig
Und darum laß uns Jubeln vor dem Herrn
Freitag, 10. November 2006 00:43
Breze: @ Taunuß
Darum sage ich ja, es ist ein Ort der Gnade. Ich habe viel von diesen Heilungen gehört, von der Du erzählst.
Und wenn es kein Erscheinungsort der Muttergottes ist, es ist ein Erscheinungsort der göttlichen Barmherzigkeit.
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