Muttergottes
Rabiate Botschaften
Das Erzbistum Salzburg hat sich kürzlich gegen einige angebliche Erscheinungen ausgesprochen.
In einer Zeit der Kirchenkrise suchen viele Menschen Zuflucht zu angeblichen Marienerscheinungen
In einer Zeit der Kirchenkrise suchen viele Menschen Zuflucht zu angeblichen Marienerscheinungen
© medjugorjegallery.blogspot.com
(kreuz.net, Salzburg) Das Salzburger Ordinariat warnt vor den Aktivitäten von Pfarrer Jakob Friedrich Hofbauer (65) sowie der beiden Frauen Adele Stocker und Anita Schreiber.

Dazu veröffentlichte die Erzdiözese im jüngsten Verordnungsblatt eine Stellungnahme vom 10. Oktober. Das berichtete die St. Pöltner Webseite ‘stjosef.at’.

Frau Stocker läßt sich auch „Seherin von Gerlamoos“ nennen.

Die Ortschaft Gerlamoos befindet sich im südlichen Bundesland Kärnten – 120 km Kilometer südlich von Salzburg. Sie gehört kirchlich zur Diözese Gurk-Klagenfurt.

Das Erzbistum Salzburg erklärt, daß die angebliche Seherin Gläubige in Briefen zur Annahme ihrer Botschaften gedrängt habe.

Demjenigen, der sich verweigere, werde schweres Unheil angekündigt.

Gott Vater werde sogar als Verfasser der Briefe bezeichnet – so die Erzdiözese.

Die Stellungnahme der Erzdiözese zitiert auch aus den Texten der angeblichen Erscheinungen.
Erzbistum Salzburg
„An keinem anderen Ort von behaupteten Marienerscheinungen hat die Gottesmutter jemals Sehern solche schriftlichen Drohungen zur Erzwingung eines Auftrags anvertraut.“


In ihnen wird mitgeteilt, daß Gott „wegen der Verfolgung und Verleumdung gegen die schwer geprüfte Sühneseele Schwester Anita als Herr der Welt schon mehreren Leuten den Garaus“ habe machen müssen.

In den Erscheinungen gibt es auch Formlierungen wie die folgende: „Es sei denn, Du kehrst noch im letzten Moment um! Sonst müßte die arme Familie Dich als schrecklichen Dämon ertragen, der den ganzen Lungau belasten würde.“

Dazu das Ordinariat Salzburg: „Mit aller Klarheit muß festgestellt werden, daß diese Form, Menschen religiös zu beeinflussen, verfehlt und untragbar ist.“

Der Hinweis auf angebliche Marienerscheinungen sei bei Frau Stocker bereits mehrfach geprüft und schon im Jahr 1995 durch den zuständigen Bischof von Gurk-Klagenfurt zurückgewiesen worden.

Der damals angegebene Grund: Frau Stocker habe von Drohbotschaften der Gottesmutter gesprochen, von Naturkatastrophen oder Mord:

„An keinem anderen Ort von behaupteten Marienerscheinungen hat aber die Gottesmutter jemals Sehern solche schriftlichen Drohungen zur Erzwingung eines Auftrags anvertraut.“

Erzbistum Salzburg
„Nicht die Androhung von Krankheit und Tod darf ein Mittel der Verkündigung sein, vielmehr die Heilung der Kranken.“
Dies zeige, daß es sich in Gerlamoos keineswegs um ein Zeichen vom Himmel handelt, sondern um menschliche Ideen, die mit dem Christentum unvereinbar seien – erklärte das Ordinariat Gurk-Klagenfurt im Jahr 1995.

Das Erzbistum Salzburg betont nun, daß Druck und Drohungen nicht zur Annahme des Wortes Gottes führen könne:

„Nicht die Androhung von Krankheit und Tod darf ein Mittel der Verkündigung sein, vielmehr die Heilung der Kranken“.

Die Vorgehensweise und der Inhalt der Lehren, die von Hw. Hofbauer, Frau Stocker und Frau Schreiber verbreitet würden, müßten „in aller Schärfe“ zurückgewiesen werden.

Der Salzburger Erzbischof, Mons. Alois Kothgasser, hat dem pensionierten Pfarrer Hofbauer bereits verboten, öffentlich aufzutreten, öffentlich Messen zu lesen und zu predigen.

Frau Adele Stocker ist untersagt worden, in der Erzdiözese Salzburg religiös aktiv zu werden.

Auch von Frau Anita Schreiber distanzierte sich das Ordinariat.

Frau Schreiber trete als sogenannte Eremitin nicht im Auftrag der Erzdiözese auf.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Breze   01:06:45 | Freitag, 10. November 2006
@ tau @ Taunuß
Danke Euch beiden, Dir taunuß für den starken Satz, den man ein paarmal lesen muss, um seine ganze Tragweite zu erfassen
und Dir, tau, danke für den Witz… der ist gut!
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#24   tau †   00:57:11 | Freitag, 10. November 2006
Der Anwalt
liest den Verwandten den letzten Willen eines reichen Verstorbenen vor: „Und an Heinz, dem ich versprach, ihn in meinem Testament zu erwähnen, einen herzlichen Gruß: ‘Hallo, Heinz, alter Knabe! ‘“
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#23   taunuß   00:52:30 | Freitag, 10. November 2006
Breze
Großes hat er an uns Vollbracht
Und das un Ewigkeit Amen
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#22   Breze   00:49:43 | Freitag, 10. November 2006
@ Taunuß
Ja, lasst uns jubeln vor dem Herrn, der grosse und kliene Wunder tut! Bei Dir und mir!
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#21   taunuß   00:46:25 | Freitag, 10. November 2006
Breze
Richtig
Und darum laß uns Jubeln vor dem Herrn :(3
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#20   Breze   00:43:46 | Freitag, 10. November 2006
@ Taunuß
Darum sage ich ja, es ist ein Ort der Gnade. Ich habe viel von diesen Heilungen gehört, von der Du erzählst.
Und wenn es kein Erscheinungsort der Muttergottes ist, es ist ein Erscheinungsort der göttlichen Barmherzigkeit.
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#19   taunuß   00:30:53 | Freitag, 10. November 2006
Breze
Ich war mit einer Wallfahrt dort
Persönlich ist mir Maria dort auch nicht
Erschienen
Aber ich hab selten so viel geweint
und Heilung erfahren und Heilungen erlebt
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#18   Breze   00:25:00 | Freitag, 10. November 2006
@ taunuß
Ich selbst war noch nicht dort, aber eine gute Freundin von mir. Bezüglich der Marienerscheinungen dort bin ich nach wie vor skeptisch, solange sie nicht von der Kirche offiziell anerkannt sind. Aber es ist auf keinen Fall zu leugnen, dass es ein Ort der Gnade ist, der viele Früchte bringt
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#17   taunuß   00:21:38 | Freitag, 10. November 2006
Breze
zum Beichtstuhl Medjugorje
ich selbst war gleich nach dem Krieg schon dort
und war erst in Lysieux bei einer Priesterweihe welcher
in Medjugorje seine Berufung zum Priester erhalten hat.
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#16   laikos   00:13:02 | Freitag, 10. November 2006
Marienerscheinungen
Danke Diozöse Gurk das ihr diese Frau und den gefallenen Priester bestraft :-D
In der ganzen Welt gibt es Leute welche behaupten Marienerscheinungen zu haben. Sie machen sich selbst zu „Sehern“. Meistens haben sie sogar eine Anhängerschaft welche Kleriker umfaßt wie eben in diesem Beispiel. Deshalb ist es unsere Pflicht nur den Erscheinungen und Wundern zu Glauben welche von Vatikanischer Seite auch als solche bestätigt werden. Nicht einfach blindlings etwas glauben. Dies gilt auch für Medjugorje. Erst wenn der Vatikan sagt das die Marienerscheinungen in Medjugorje echt sind dürfen wir das glauben :-|.
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#15   timpressum †   17:17:48 | Donnerstag, 9. November 2006
Immer wieder amüsant…
…diese katholischen Psychosen. Wieso erscheint eigentlich immer Maria und nicht Jesus?
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#14   Elendester Sünder   17:00:49 | Donnerstag, 9. November 2006
Pater Jozo Zovko
ist in diesem Moment hier zu hören. fjm-ritter.eu/
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#13   Breze   14:53:27 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Taunuß
Hallo mein Lieber…
ist nach meiner Infomation ist Medjugorje der grösste Beichtstuhl der Welt
Das habe ich auch schon gehört…
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#12   Freinsberg   14:30:23 | Donnerstag, 9. November 2006
@ pünktchen
>>oder als sei die Gottesmutter in Medjugorje eine andere als in Altötting<<
Und ich dachte, das seien verschiedene Marien. Es heißt doch: … von Fatima, …von Medjugorje etc.
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#11   Pünktchen   14:19:45 | Donnerstag, 9. November 2006
Ist mir i.d.T. bekannt, Sünder, schon aufgr.
gewisser Grundkenntnisse in mehreren slaw. Sprachen! Dennoch finde ich es reichlich affig und wichtigtuerisch, im Deutschen von der „Gospa“ zu sprechen, ganz so, als handele es sich bei ihr um eine Kroatin oder als sei die Gottesmutter in Medjugorje eine andere als in Altötting usw.
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#10   taunuß   14:14:38 | Donnerstag, 9. November 2006
Medjugorje
ist nach meiner Infomation
,,der größte Beichtstuhl der Welt,,
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#9   Elendester Sünder   14:07:39 | Donnerstag, 9. November 2006
Die nichtssagenden Mitteilungen des kleinen Pünktchens
„Gospa“ erinnert irgendwie an einen Konzernnamen: z.B. „Gasprom“.
Dir ist sicher bekannt, daß „Gospa“ die kroatische Bezeichnung für die Gottesmutter ist. Entlarvend!
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#8   HeinrichvonOfterdingen   12:55:25 | Donnerstag, 9. November 2006
Die bischhöflichen Formulierungs-Wunder
Das Erzbistum Salzburg betont nun, daß Druck und Drohungen nicht zur Annahme des Wortes Gottes führen könne. Das ist zwar logisch falsch, denn Druck und Drohungen können sehr wohl (im Einzelfall) zur Annahme des Wortes Gottes führen. Gemeint ist wohl, dass Druck und Gewalt keine geeigneten Mittel zur Verbreitung der Annahme des Wortes sind. Dem ist natürlich nichts hinzuzufügen, insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass häufig nicht einmal ein geistliches Amt zur Annahme des Wortes Gottes führt.
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#7   Pünktchen   11:37:39 | Donnerstag, 9. November 2006
Ich halte es auch im Falle
der Erscheinungen und Verlautbarungen der „Gospa“ von Medjugorje für lächerlich. daß sich die Gottesmutter an einen festen Publikationstakt halten soll! Schaut man sich die Verlautbarungen näher an, so haben sie allesamt appellativen, aber keinen Mitteilungscharakter. Die Appelle laufen auf ein einfaches: „Betet!“ hinaus. Daß „die Gospa“ (erinnert irgendwie an einen Konzernnamen: z.B. „Gasprom“) Drohungen ausgestoßen hätte, ist mir freilich nicht bekannt. Die Mitteilungen www.medjugorje-info.de/index.php?id=121 sind jedoch so nichtssagend, daß für mich feststeht: sie sind nicht authentisch, auch wenn natürlich niemand dem Aufruf zum Gebet widersprechen möchte!
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#6   Sirilo   11:22:56 | Donnerstag, 9. November 2006
Erscheinungsinflation
Kürzlich las ich, daß derzeit weltweit Maria an ca. 400 Orten (angeblich) erscheint.
Sollte sich die Kirche nicht lieber an das Wort Jesu halten: „Wenn jemand zu euch sagt: ‘Sieh, hier ist der Messias’, oder ‘dort’, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Messiase und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen.“
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#5   Freinsberg   11:05:58 | Donnerstag, 9. November 2006
@ Maledica
Was sind richtige Erscheinungsorte? Gibt es überhaupt Erscheinungen (außer Alterserscheinungen)?
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#4   r.ruhrgebietler   10:20:00 | Donnerstag, 9. November 2006
Mittel der Verkündigung
Es ist schon in der Bibel belegt, daß die Mittel der Verkündigung sehr wohl drastisch sein können. die Notwendigkeit dazu ergibt sich aus der völligen Verstocktheit der Seelen unserer Tage! Leider bringen diese Mittel eben NICHT den gewünschten Erfolg – der einfache und bequeme Weg wird eingeschlagen – und landet in der Hölle. Siehe hierzu die Schauungen DON BOSCO’s.
Wer will dem Hirten vorschlagen, wie er seine Schafe zusammenhält und welche Mittel er zu verwenden hat?! Wollen wir also Jesus Christus vorschreiben wie er uns zu züchtigen hat wenn wir nicht nach den Geboten leben (wollen?)? Die Demutshaltung einer jeden Seele ist entscheidend und die wiederum führt die Seele würdig zu den Sakramenten. Alleine das Zusammenwirken beider führt zur ewigen Anschauung Gottes. Wie viele Seelen mögen heute noch direkt nach dem Versterben der leiblichen Hülle in den Himmel kommen? Ist es nicht zuförderst Ziel unserer irdischen Wanderschaft direkt in den Himmel zu kommen? Ja, das ist es und wir sind zu jeder Zeit überaus gut beraten und dies immer wieder vor Augen zu halten und entsprechend zu leben!
Gelobt sei Jesus Christus!
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#3   Tridentinus   10:05:58 | Donnerstag, 9. November 2006
@Maledica
Es freut mich richtig, Ihen einmal zustimmen zu können. Aber auch bei den „richtigen“ Erscheinungen kühlen Kopf bewahren: Wer das wünscht, kann sich von Lourdes oder Fatima in seiner Frömmigkeit anregen lassen, wer darauf verzichtet, ist jedenfalls deswegen keineswegs ein schlechterer Katholik. Und übrigens: Wenn die Gospa ein Interesse daran hätte, kirchlich anerkannt zu werden, würde sie ihr Erscheinen längst eingestellt haben, damit ein abschliessendes Urteil gefällt werden kann. Aber vielleicht denkt sie sich, dass sie schon soviel geäussert hat, was der katholischen Glaubens- und Sittenlehre (nicht unbedingt dem Ökumenismus und dem interreligiösen Dialog) widerspricht, dass ein solches, abschliessendes Urteil ohnehin nur negativ ausfallen müsste, wenn es mit rechten Dingen zugeht.
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#2   Sozialkatholisch   09:50:49 | Donnerstag, 9. November 2006
Wenn sich –--
–--Frau Adele Stocker und Frau Brigitte Bussmann mit ihren Meinungen in der Mitte treffen würden, könnte, unter Umständen, sogar was brauchbares dabei herauskommen.
?:)
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#1   Maledica   09:46:03 | Donnerstag, 9. November 2006
Marienerscheinungen
Wie Pilze sprießen sie aus dem Boden.
Medjugorje, Amsterdam, etc.
Alle diese angeblichen Erscheinungen verdunkeln den klaren Blick auf die wirklichen Erscheinungsorte!
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