Die französische Bischofskonferenz erklärte, daß die Alte Messe nur ein besonderer liturgischer Geschmack sei. Doch eine „Religion à la carte“ könne es nicht geben.
(kreuz.net, Lourdes) Die französischen Bischöfe wollen weiter an der Versöhnung mit den Gläubigen
des Alten Ritus arbeiten: „Eine Verschiedenheit ist möglich.“
Das erklärte Jean-Pierre Kardinal Ricard
heute Donnerstag zum Abschluß der Herbstversammlung der französischen Bischofskonferenz.
Der Kardinal
ist Erzbischof von Bordeaux und Präsident der französischen Bischofskonferenz.
Der Text seiner Ansprache
wurde auf einem von der Bischofskonferenz eingerichteten Weblog veröffentlicht.
Kardinal Ricard setzt
seine Rede mit einem großen „Aber“ fort.
Die „Verschiedenheit“ – gemeint ist die Alte Messe – müsse
geregelt werden. Es gehe um die Einheit der Liturgie und um die Einheit der Kirche.
Man könne die Wahl
für eine der beiden Formen des Römischen Meßbuches – „Messe des Heiligen Pius V. oder Messe Paul VI.“ –
nicht der Subjektivität des Einzelnen überlassen.
„Eine Kirche, in der sich jeder gemäß seinem persönlichen
Geschmack, seinen Sensibilität, seiner Wahl der Liturgie oder seinen politischen Meinungen eine Kapelle
aufbauen könnte, wäre nicht mehr die Kirche Christi.“
Man müsse der Versuchung einer „Religion à
la carte“ widerstehen.
Der Kardinal betonte ferner, daß die Lehre
Kommentar in ‘Le Figaro’:
Ausgerechnet
jene, die für den Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen am aufgeschlossensten sind, verhalten
sich gegenüber der Piusbruderschaft feindlich.
des Zweiten Vatikanums und die von ihm bewirkte „apostolische
Dynamik“ der „Kompaß“ bleiben würde.
Die mehr als hundert französischen Bischöfe stellten ihrem Präsidenten
heute Donnerstag eine ungewöhnliche Unterstützungserklärung aus.
Kardinal Ricard solle mit dem „brüderlichen
Vertrauen“ der Bischöfe die Versöhnung mit der Piusbruderschaft „in Wahrheit und Liebe“ leiten.
Von
den Lefebvristen erwarten die Bischöfe „eine unmißverständliche Geste der Zustimmung zum authentischen
Lehramt der Kirche“ – gemeint ist das Zweite Vatikanum.
Des Pudels Kern
Die Pariser Tageszeitung ‘Le
Figaro’ wundert sich: Ausgerechnet jene, die für den Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen am
aufgeschlossensten seien, würden sich gegenüber der Piusbruderschaft feindlich verhalten.
Das Blatt
nennt ein weiteres Paradox: Gerade jene, die sich über die Koexistenz zweier Missale beunruhigen – und
die sogenannte liturgische Einheit hartnäckig verteidigen – würden sich bis zur Stunde nicht um die
extreme liturgische Verschiedenheit sorgen, die im Namen der „Kreativität“ existiere.
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34 Lesermeinungen
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Heinrichvon Ofterdingen Bitte, lesen Sie zuest die Konzilstexte, bevor Sie urteilen! Die „neue“ Messe
bringt Möglichkeiten der Feierlichkeit, hinter der die „alte“ Messe weit zurückbleibt, wie die Benediktiner
von S. Anselmo, Rom, im Rahmen der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ überzeugend bewiesen
haben! Leider hat ein großer Teil der Liturgen, beseelt von den 68ern, den Geist des Konzils in keiner
Weise verinnerlicht.
Um die Diskussion wieder etwas zu fokussieren Ich finde es gut, dass die Priester mit modernistischer
Gesinnung weiterhin daran gehindert werden, die Messe zu lesen. Sollen Sie beim Surrogat bleiben! Ich
fände es noch unwürdiger, wenn sie ihren Unglauben auf die Messe aller Zeiten los ließen. So gesehen
ist das Verbot der Messe von Modernisten für Modernisten eher eine gute Sache. Schlecht ist freilich,
dass der größte Teil der Kirche dem Vatikanum II treu und Christus untreu geworden ist.
#32 athanasius1957 22:45:20 | Freitag, 10. November 2006
@stephanum warum sollten die fsspx konkurs anmelden. die wären doch gefragtest, da die zahlenmäßig
größte bruderschaft des alten ritus und als lehrer für den ritus romanus sive „extraordinarius“.
Religion a la Carte gibt es wahrlich nicht und die frz. Bischöfe habe genau dies nicht verstanden! Es
gibt nur ein Bekenntnis, nur ein Opfer, nur die eine würdige Zelebrierung des Kreuzesopfer Jesus Christus.
Wer daran schraubt und werkelt zieht nicht nur sich selbst in den Bannstrahl Gottes sondern auch die ihm
anvertrauten Seelen. Dieses werden absichtlich in die Irre geführt. Die Seelen werden eingelullt von
den Mietlingen die nie von gott berufen wurden und dies führt dazu, daß sie selber gar nicht mehr erkennen
können ind der übergroßen Falle des V-II auf den Schlächter zu warten – er heißt SATAN. Und Satan
freut sich beliebig viel so viele Seelen in den Abgrund zu reißen. Für die kleine, treue Herde heißt
es um so mehr: Aufpassen, wachsam sein, büßen und beten. Eine Religion a la Carte – es sie in Wirklichkeit
nicht im V-II!
#29 Stephanus 03:16:27 | Freitag, 10. November 2006
einerseits :andererseits… hier opfer , da mahl hier würde, da oft experimentele unwürdigkeit hier
die wandlung von brot und wein in das fleisch und das blut unseres herrn und gottes jesus christus : da::
oft nichts, colamessen, apfelsaft , traubensaft und knäckebrot, berauschendes hinter dem nächsten heustapel,
natürlich nicht überall, nicht immer, nein, aber immer öfter aber was wäre wenn???? was wäre wenn
der heilige vater tatsächlich kraft seiner überzeugung, ohne angst vor irgendwem, aus liebe vielleicht,
die tridentinische messe befreien würde vom joch der unterdrückung. richtig wäre das aber was dann,
dann hätten die pius-x-leute ja ihre millionenteuren kirchbauten umsonst gebaut. die wenigen gläubigen
brauchten nicht mehr die oft vielen hundert kilometer langen wege zurückzulegen, es fände sich in der
gegend bestimmt jemand (schon 1000 bestellte dvds usw) und dann blieben auch die spenden aus und pius
könnte konkurs anmelden. würden die das wirklich wollen????
Alte Liturgie Es klingt natürlich wenig glaubwürdig, die alte Liturgie zu verbieten, im Rahmen der neuen
aber alle möglichen Subjektivismen zuzulassen. Also doch Liturgie a la carte! Was bisher von den französischen
Bischöfen gegen eine Wiederzulassung an Argmenten bekannt geworden ist, entbehrt jeglicher Glaubwürdigkeit.
Man bemüht sich fleißig, Argumente an den Haaren herbeizuziehen. Hoffentlich geht Rom dem Unfug nicht
auf den Leim! Ich bin keineswegs Altliturgiker, aber wir sollten an die russische Kirchengeschichte denken:
auch dort haben sich damals nach umfangreichen Reformen die Altgläubigen abgespaltet. Heute besteht m.
W. wieder volle Kirchengemeinschaft mit der offiellen ROK. Warum nicht gleich so? Warum wollen die französischen
Bischöfe nicht aus den Fehlern der russischen Kirche lernen? Warum sollen die Petrus-Brüder nicht genauso
ihre Liturgie überall feiern dürfen, wie es den Dominikanern vor dem Konzil gestattet war? Wie sieht
es übrigens heute mit der gallikanischen Liturgie am Sitz des Primas von Gallien und Erzbischof des seinerzeitigen
Lugdunums aus? Ist die etwa auch der französischen Ausgabe preußischen Marschtrittchristentum geopfert
worden?
#27 Graf von Galen 23:07:09 | Donnerstag, 9. November 2006
Wider VII, @ Christian Hüller Die katholische Kirche hat immer das Recht zur Praktizierung der einzig
wahren Religion, der katholischen, bejaht. Dies hat mit dem von VII geforderten Recht zum Götzendienst
nichts gemein.
Blasphemie oder Religionsfreiheit? >>Wenn sich jemand „freut“, an einer Hl. Messe teilzunehmen, die von
einem suspendierten Priester gelesen wird (in welchem Ritus sie auch immer stattfindet), dann ist das
Blasphemie.<< Oder eben Religionsfreiheit. Ich wusste schon immer, dass auch traditionalistische Christen
durchaus Sympathien für das II. Vat. hegen können. Ja, ich wusste es, es muss ihnen nur noch bewusst
werden… Im Zeitalter der Säkularisierung des Religiösen wird dieses Recht von den traditionell gesinnten
Christen nun positiv und „gültig“ wahrgenommen.
#24 Graf von Galen 23:00:41 | Donnerstag, 9. November 2006
Wider VII Die französischen Bischöfe haben nicht ganz unrecht. Zwei gegeneinander konkurrierende Riten
ist der Einheit abträglich. Deshalb sollte der NOM mit seinem Hang zum Protestantismus möglichst bald
überwunden werden.
#23 Frasim 21:47:04 | Donnerstag, 9. November 2006
@omnes Die Bischöfe betonten ferner, daß die Lehre des Zweiten Vatikanums und die von ihm bewirkte „apostolische
Dynamik“ der Kompaß ihres Weges bleiben würde. Wenn sie sich doch dann wenigstens auch an SC halten
würden, dann wäre das Argument ja schon fast glaubwürdig, aber so ist’s nur noch lächerlich bis hilflos-peinlich… @Gotthard Ich habe an Weihnachten übrigens auch meine Messe im trid. Ritus, ob’s Ihnen passt oder
nicht!
Lieber Athanasius 1957, eigentlich bin ich schon weg, aber: la fille ainée de l’Eglise existiert doch
noch! Drüben hat man kaum 20 km zu fahren, um an eine traditionelle Messe zu kommen. Und gerade um Fontgombault
herum (die Region ist Heimat meiner anderen 49 %) gibt es die fraternité de la Transfiguration, die viele
Pfarrkirchen versorgt. Die Geschichte von Pfarrer Lecareux von Mérigny ist ganz einfach hinreißend.
Das ist eine Gegend, die „das Dreieck des Glaubens“ -le triangle de la foi- genannt wird. La fille ainée
de l’Eglise: hat Frankreich nicht auch durch den Erzbischof das Versprechen gehalten? Bon. Für heute
bin ich weg. Tschöö.
#21 athanasius1957 21:00:18 | Donnerstag, 9. November 2006
wie war doch der ehrentitel frankreichs seitens rom derartig deutlich gegen den papst sich zu stellen
hatte ich nicht erwartet obschon geahnt. erinnern wir uns doch der gründung jener der tradition verbundenen
benediktinerabtei in den usa. ich weiß leider nicht mehr obs durch le barroux oder fontgombault war.
jedenfalls hatten sich die mönche des mutterklosters bzgl gründung nach straßburg gewandt. der dortige
ordinarius lehnte es nach absprache mit dem priesterrat ab. so schön so gut ihr gutes recht, wär’ da
nicht die kleinigkeit des baus einer moschee innert 2-3km luftlinie vom straßburger münster oder wars
doch kürzer gewesen, dem der priesterrat „una voce“ kurz darauf zugestimmt hat. wie war doch das gleichnis
mit den arbeitern im weinberg?
@ Cooperator veritatis: Woher wollen sie denn wissen das der Priester suspendiert ist? Solch eine Anmaßung
in den Raum stellen finde ich Arrogant und eigentlich sogar dumm. Die scheinheilige Doppelmoral hat auf
sie auch schon übergegriffen. Sich nicht katholisch nennen dürfen, solche Sätze schleudern sie hier
mit diabolischen Zorn auf den Tisch, bei Leuten die sich mehr oder weniger bemühen Katholisch zu sein.
„Alt“ Katholiken dürfen das, oder? Sie machen sich einfach nur lächerlich!!! Trotzdem danke für das
Gebet.
Ach, cooperator, Sie glauben doch nicht wirklich und ernsthaft, damit irgendeinen Hund hinter dem Ofen
herzulocken? Ich ziehe mich jetzt auch wieder hinter den Ofen zurück. Wuff.
Häretiker auf kreuz.net ?! Einige der untenstehenden Beiträge scheinen mir eher von Häretikern zu stammen
als von rechtgläubigen Katholiken. Wenn sich jemand „freut“, an einer Hl. Messe teilzunehmen, die von
einem suspendierten Priester gelesen wird (in welchem Ritus sie auch immer stattfindet), dann ist das
Blasphemie. Er stellt sich über die Entscheidungen von Papst und Bischöfen, die mit der Vollmacht Jesu
Christi ausgestattet sind. Zu meinen, dass „Rom“ im unrecht sei, und dass es Zeit sei, „Widerstand zu
leisten“, ist der Geist Martin Luthers, der meinte, er wüsste es besser als alle anderen. Noch schlimmer
–- solche Menschen folgen dem Beispiel Lucifers und seinem „Non serviam.“ Sich dann auch noch katholisch
zu nennen, ist eine ungeheures Mass an Arroganz und Frechheit. Ich meinerseits werde heute abend für
diese Menschen beten, dass sie ihre schrecklichen Irrtümer einsehen.
Ich wundere mich wirklich –-- –-- warum viele Katholiken der Amtskirche nicht merken das so manche Kirchenobere
eine scheinheilige Doppelmoral haben die -auf Deutsch gesagt- zum Himmel stinkt.
#12 Gastus 16:24:52 | Donnerstag, 9. November 2006
@… wer es fassen kann, der fasse es! „Eine Kirche, in der sich jeder gemäß seinem persönlichen Geschmack,
seinen Sensibilität, seiner Wahl der Liturgie oder seinen politischen Meinungen eine Kapelle aufbauen
könnte, wäre nicht mehr die Kirche Christi.“ Ich bin fassungslos ob dieser Ignoranz und frage mich,
wo die Herren leben.
#11 Benedikt 15:23:46 | Donnerstag, 9. November 2006
Ich sag’s nicht gern… …aber das Gerede der französischen Bischöfe ist einfach scheinheiliges Gefasel.
Ausgerechnet jene, die seit Jahren der Degeneration der Liturgie tatenlos zusehen, entdecken auf einmal
die Wichtigkeit der liturgischen Einheit. Lachhaft. Glaubwürdigkeit: Fehlanzeige. Redlichkeit: Fehlanzeige.
Ideologie das Denken dieser Bischöfe trägt alle Zeichen einer Ideologie voller Realitätsverweigerung-
und Verlust.Durch die Abschaffung der Tradition als Kriterium herrschen in der Kirche Gesetzlosigkeit
und Willkür. Die Argumentation dieser Bischöfe ist lächerlich.Nur weil sie selber nur mehr in Kategorien
der Religion a la carte denken, können sie nicht mehr verstehen, dass es nicht um subjektive Vorlieben
geht. verurteilen und verbieten sie die alte Messe, verurteilen sie die Kirche. Der einzige Weg ist wirklich,
keine Kompromisse mit den Wölfen im Schafspelz!
#7 Aragorn 14:53:21 | Donnerstag, 9. November 2006
Die Hoffnung nicht sinken lassen Angesichts dieser Meldungen die Hoffnung und das Gebet aufzugeben, ist
eine große Versuchung des Satans. Beten wir weiterhin und bitten wir die Gottesmutter um ihre Beistand.
Lasst die Hoffnung nicht sinken.
#5 Agiafortuni 14:42:36 | Donnerstag, 9. November 2006
von Rom abgesegnet einen solchen Schwachsinn zu erklären könnte Kardinal Ricard sich niemals leisten,
wenn er nicht von Rom abgesegnet wäre. Eine Gemeinschaft im Ramen der V 2 Ekklesiologie ist für einen
rechtgläubigen Katholiken nicht nachvollziehbar und daher muss sich fragen, ob sich ein Gespräch mit
Rom überhaupt noch lohnt und ob man nicht besser daran täte, die Zeit dafür aufzuwenden, um die das
V 2 prägende Pathologie der Roncalli, Montini und Woytila eingehend zu studieren. Auf alle Fälle sind
die nachfolgenden Worte des Erzbischofs zu beherzigen: „Unsere wahren Gläubigen, die, welche das Problem
erfasst haben und die uns ihrerseits geholfen haben, die gerade und feste Linie der Tradition und des
Glaubens zu verfolgen, hatten Angst vor den Schritten, die ich in Rom unternommen habe. Sie haben mir
gesagt, das sei gefährlich und dass ich nur meine Zeit vergeude. Ja, natürlich habe ich bis zur letzten
Minute gehofft, dass man in Rom ein klein wenig Loyalität bezeugen würde. Man kann mir nicht vorwerfen,
nicht das Maximum getan zu haben. Daher glaube ich jetzt denen, die mir sagen: „Sie müssen sich mit Rom
verständigen“, sagen zu können, dass ich sogar weiter gegangen bin als ich hätte gehen dürfen.“ (Damit
die Kirche fortbestehe, 923)
#4 Aragorn 14:38:50 | Donnerstag, 9. November 2006
religion á la carte ist die realität Religion á la carte – das ist es doch, was wir heute überall
haben. Ich bin schon sehr erstaunt über diese Argumentation. Jahrzehntelang haben die deutschen und französischen
Bischöfe die wildesten liturgischen Mißbräuche und Eigenmächtigkeiten zugelassen, ja mitgemacht, und
nun versuchen sie ausgerechnet mit diesem Argument die Wahre Messe abzuwehren. Hoffentlich lässt sich
der Heilige Vater nicht von seinem Kurs abbringen. Orate, fratres! und schickt petitionen nach Rom!
#2 duc in altum 14:31:07 | Donnerstag, 9. November 2006
Wenn man … dieser Argumentation folgt, darf es auch nur noch eine Art und Weise des Kirchbaus geben,
nur noch ein Gebet, nur noch ein Kirchenlied. Also sowas Einfältiges! Da weiss man echt nicht, ob man
lachen oder weinen soll.